Wenn die Tagesschau den Snackshop mal nicht zitiert

Zionistische Medien arbeiten weiter mit Hochdruck daran, Erdogan Rückenwind für einen mit regulären Truppen geführten großtürkischen Angriffskrieg gegen Syien zu verschaffen.

Reinhard Baumgarten vom ARD-Studio Istanbul berichtete am Samstag unter dem Titel „Neuer Granateneinschlag schürt Angst im Grenzgebiet“ für die zionistische deutsche Märchenschau:

Niemand wolle Krieg, beteuerte der türkische Regierungschef Erdogan, gleichzeit ließ er an der Grenze zu Syrien aufrüsten. Nach den Granateneinschlägen auf türkischem Gebiet und den Vergeltungsschlägen gegen Syrien haben besonders die Bewohner der Grenzdörfer Angst.

Güveççi ist ein 500-Seelen-Dorf in der südtürkischen Provinz Hatay. Jenseits der Grenze toben Gefechte, Rebellen und Truppen der syrischen Armee liefern sich eine regelrechte Schlacht. „Artilleriegeschosse und Mörsergranaten schlagen 20 Meter von der türkischen Grenze entfernt ein“, berichtet ein Augenzeuge. „Die schießen sogar auf Fahrzeuge, die Verwundete wegbringen.“

Wieder ist eine aus Syrien anfliegende Granate in der Türkei eingeschlagen. Das Geschoss explodierte neben dem Dorf Güveççi auf einem Feld. Wieder hat die türkische Artillerie das Feuer erwidert.

Was nun seltsam ist, dass die Tagesschau in diesem Artikel nichts dazu sagt, was der bekannte Snackshopbetreiber der auf Syrien spezialisierten Propagandaabteilung der Geheimdienste des britischen Empires, der sich „Syrian Observatory for Human Rights“ nennt, zu diesem Ereignis sagt. Sonst vermeldet die staatliche deutsche Märchenschau schließlich bei jeder Gelegenheit, was der Snackshop behauptet.

Xinhua meldet hingegen, was der Snackshop am Samstag vermeldet hat:

In separaten Berichten am Samstag behauptete das in Britannien angesiedelte Syrian Observatory for Human Rights, dass bewaffnete Rebellen die nördliche Stadt Khirbet al-Jous übernommen haben, nach 12 Stunden intensiven Kampfes, bei dem 40 Soldaten und neun Rebellenkämpfer angeblich getötet worden seien.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass Khirbet al-Jous und Güvecci im dünn besiedelten Bergland norwestlich von Jisr Al-Shughur liegen, rund zwei Kilometer voneinander entfernt sind und genau zwischen diesen beiden abgelegenen Ortschaften die syrisch-türksiche Grenze verläuft.

Die Märchenschau und der Snackshop beschreiben das gleiche Ereignis, dasselbe Kampfgeschehen. Nur meldet die Tagesschau, eine aus Syrien anfliegende Granate sei auf einem Feld in der Nähe des Dorfes Güveççi eingeschlagen, und jetzt hätten die Dorfbewohner Angst. Und der Snackshop meldet stolz, von der Türkei unterstützte Terroristen das Dorf Khirbet al-Jous überfallen und da 40 Soldaten massakriert. Dass der terroristische Angriff auf das syrische Dorf Khirbet al-Jous von türkischem Territorium au erfolgte, sagt der Snackshop zwar nicht, aber es ergibt sich aus dem Zusammenhang. Anders ist es überhaupt nicht zu erkären, wie eine so große Anzahl von Terroristen unbehindert von der syrischen Armee sich dem Dorf Khirbet al-Jous überhaupt nur nähern konnten, Granaten direkt an der Grenze einschlugen, und die Terroristen über Autos verfügten, die Verletzte wegbrachten.

Natürlich fuhren die Autos, die angeblich nur verletzte Terroristen abtransportierten, und auf dem Hinweg nach Syrien selbstredend, aber unausgesprochen keine Kämpfer, Waffen ud Munition mitnahmen, so wie das bei türkischen Krankenwagen Gepflogenheit ist, nicht durch eine Reihe Checkpoints der Armee nach Jisr Al-Shughur in Syrien, sondern sie kamen aus der Türkei und fuhren in die Türkei.

Und die Tagesschau hält es für berichtenswert, dass eine Granate auf einem Feld eingeschlagen ist und dadurch türkische Dorfbewohner verängstigt wurden, und erwähnt mit keinem Wort, dass von der Türkei unterstützte Terroristen aus eben jenem Dorf kommend ein syrisches Dorf überfallen und bei diesem grenzüberschreitenden Angriff nach Angaben ihrer Propaganda 40 syrische Soldaten massakriert haben.

Anstatt zu erklären, dass das „schwere Gefecht“ ein mörderischer Angriff aus der Türkei war, unterstützt von türkischen Armee-Einheiten, die ihr Feuer auf Syrien wie einst Hitler als „es wird zurückgeschossen“ vermarkteten, versucht die zionistische deutsche Märchenschau den Eindruck zu erwecken, die wesentliche Nachricht bestünde bei diesem Ereignis darin, dass eine aus Syrien abgeschossene Granate auf einem grenznahen Feld in der Türkei gelandet sei.

Nachtrag: Die französische Terroristenpropaganda-Schleuder AFP schaffte das Kunststück, in einer Nachricht sowohl über die erfolgreiche mörderische Eroberung von Khirbet al-Jous duch Terroristen als auch über den Granateneinschlag 50 Meter von der syrisch-türksichen Grenze, 300 Meter von einer türkischen Polizeistation und 700 Meter von Güvecci entfernt zu berichten, und dabei zu verschweigen, dass Khirbet al-Jous derjenige syrische Ort ist, der auf der anderen Seite der Grenze von Güvecci liegt.

2. Nachtrag: Die CIA-nahe Propaganda-Schleuder Associated Press erweist sich bei der Verschleierung des Zusammenhanges von Güvecci und Khirbet al-Jous weniger kreativ als AFP und lügt einfach platt, Khirbet al-Jous sei 16 Kilometer von Güvecci entfernt, obwohl es laut Karte kaum 2 Kilometer sind.

3. Nachtrag: Der den in Syrien aktiven Terroristen bekanntlich sehr nahestehende Agent von NATO-Staaten Javier Espinosa twitterte am 06. Oktober 2012: „Many FSA members waiting in Guvecci to join the fight in #Syria, „the problem is that we don’t have weapons“, told me 1 #Turkey“ (Screenshot). Der Terroristen-Propaganda-Kanal @Syria_Revo meldete unterdessen, die Terrorgruppe „FSA“ habe die Stadt Khirbet Al-Jouz nach harten Gefechten mit der syrischen Armee „befreit“ und auf dem Yamous Tower und der Soufan Farm ihre Fahne gehisst.

Übrigens: Was syrische Medien zu den Ereignissen vom Samstag in Khirbet al-Jous sagen, konnte vom Parteibuch bisher nicht gefunden werden. SANA meldete aus der Region „nördiche Provinz Idlib“ am Samstag lediglich, die Armee habe in den Gegenden al-Hibat, al-Houri, al-Balaa, Dörfern und Farmen Dutzende Terroristen eliminiert, 62 Fahrzeuge von Terroristen zerstört, einen mit zwei Tonnen Sprengstoff beladenen Tanklastwagen zerstört und sieben von Terroristen gelegte Bomben entschärft. Von besonderen Ereignissen am Samstag in Khirbet al-Jous ist bei SANA keine Rede.

Es kann also durchaus sein, dass sowohl die Berichterstattung der staatlichen deutschen Märchenschau, die von AFP als auch die Meldung des Snackshops mal wieder frei erfunden sind, und der „Güvecci-Zwischenfall“ genauso frei erfunden ist wie der erfundene Tonkin-Zwischenfall vom 4.August 1964, mit dem die USA die „gemeinsame Resolution zur Förderung des Erhaltes des internationaen Friedens und der Sicherheit in Südostasien„, auch bekannt als Beginn des Vietnam-Krieges, rechtfertigten. Sollte es zu den Eiegnissen doch eine wie auch immer geartete Bestätigung in syrischn Medien geben, wird sie hier nachgereicht. Wer einen Link dazu hat, den bitte im Kommentarbereich posten.

15 Gedanken zu “Wenn die Tagesschau den Snackshop mal nicht zitiert

  1. Die Türkei hat nicht zurückgeschossen, sie haben mitgekämpft, könnte man meinen wenn man folgendes Video sieht und hört aus Richtung der Türkei aufgenommen.

  2. Hier ist ein ergänzender Link zum Thema:
    Plant Israel eine verdeckte Operation »unter falscher Flagge«, um einen Krieg gegen den Iran zu beginnen? http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/plant-israel-eine-verdeckte-operation-unter-falscher-flagge-um-einen-krieg-gegen-den-iran-zu-begi.html
    Die Lage ist ja nun die, falls USA/ISRAEL den Iran nebst Öl sich nicht als Beute einverleiben können, sind sie pleite. Und falls die Chinesen ihre ohnehin wertlosen US-Papiere auf den Markt schmeissen (die chinesische Dollar-Bombe!), dann sind USA/Israel ebenfalls pleite. Also gibt es nur noch zwei Auswege: den Iran als Beute per Krieg und Europa bzw. Deutschland als Beute per Euro-Kollaps. Dann wäre das Dollar-Monopol wieder repariert und die Feed könnte wieder unbegrenzt drucken. Wetten: der Dollar geht, der Euro bleibt!

  3. In diesem Zusammenhang der „freien, unabhängigen und demokratischen “ Berichterstattung dieser Medien der freien Welt ist auch erwähnenswert, das seit einiger Zeit (ca. 2 Wochen) das iranisch/englische TV-Programm – Press TV – nicht mehr über Satelit empfangen werden kann.

    Warum denn wohl ?

    Ist denn die Berichterstattung von – Press TV – so hinderlich bei der Verbreitung der freien,westlichen Kriegspropaganda ?

    (Noch ist Press TV über Internet live zu empfangen …Abschaltung des Internets ist ganz einfach … nur die gute alte Kurzwelle ist eine Garantie für umfassende Information – wie Radio London/Moskau im tausendjährigen Reich… )

  4. Die NATO stationiert ja ihre ANGEBLICHEN syrischen Guerrillas (85% Nicht-Syrer) entlang der türkisch-syrischen Grenze. Wenn die syrische Arme nicht da ist, gehen sie eben über die Grenze, killen ein paar Leute oder sprengen etwas bis die Armee kommt und gehen dann wieder zurück über die Grenze wo sie geschützt werden von der Türkei – für den nächsten Überfall an anderer Stelle. Mit Sold, Training und Waffen der NATO und sogar Anleitung per modernster Kommunikationsmittel der NATO.

    Sowas ist ganz klar eine Kriegsführung der NATO. Ein sog. unkonventioneller Krieg, US-Army Jargon: Unconvebtional warfare, siehe http://info.publicintelligence.net/USArmy-UW.pdf

    Jetzt wollen sie übergehen zum richtigen Krieg und lassen eben die Guerrillas direkt an der Grenze kämpfen, um Grenzverletzungen als Kriegsgrund zu erzeugen.

  5. @einpartbuch

    Ich habe mal eine Frage .

    Was spricht eigentlich dagegen wenn Russland ein paar seiner Atombomben den Iraner und Syrien zur verfügung stellt ?

    Die Amis haben doch auch ihre Atombomben in Deutschland gelagert also wäre das nur gerecht wenn das die Russen auch täten .

    Wäre das eine option ?

    Danke in vorraus

    1. – Was spricht eigentlich dagegen wenn Russland ein paar seiner Atombomben den Iraner und Syrien zur verfügung stellt ?
      … Wäre das eine option ?

      Wohl kaum! Warum soll Russland die EUSraEliten NICHT auflaufen lassen? Putin macht das Beste aus seiner Situation, er führt – lässt führen – einen globalen Stellvertreterkrieg, den er eh nicht verhindern kann: Die NATO resp. der Westen gegen sich selbst. Er lässt dem Westen seinen Willen sich selbst zu zerstören. Seit die EUSraEliten in Afghanistan und Irak einmarschiert sind lässt sich dieses Schauspiel wunderbar beobachten.

      Russlands Kosten sind minimal während der Gegner sich selbst – fiatmonetär – zur Ader lässt. Kriegsführung vom Feinsten, je schwächer der Westen desto stärker Russland und China.

      Duch den selbstverursachten Blutverlust belegt der Westen immer mehr Betten auf seiner eigenen Intensivstation für Failed States. Zeitgleich verkauft er seine lebensbedrohliche Lage wie gehabt: Im Westen nichts Neues – ein paar gigantische Rettungsschirme hier, ein paar da und alles wird GUT, denn wir sind die Achse des GUTEN.

      Übrigens, eben erst hat Russland (UdSSR) einen Abnutzungskrieg gegen die EUSraEliten verloren, den Kalten Krieg. Fehler zu machen ist nicht unbedingt dumm, aber den denselben Fehler zweimal zu machen strotzt gerade vor Dummheit. Warum sollte Russland den gleichen Fehler in so kurzer Zeit wiederholen, wenn die Erinnerungen daran noch frisch sind?

      Grüsse
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    2. Selbstverständlich könnten Russland, China oder Pakistan Syrien und dem Iran Atomwaffen zur Verfügung stellen, oder eigene Nuklearstreitkräfte in Syrien und dem Iran stationieren. Der Atomwaffensperrvertrag ist das Papier nicht Wert, auf dem er gedruckt ist. Die USA beispielsweise beliefern Nichtmitgliedsstaaten wie Indien und „Israel“ ständig vertragswidrig mit Nukleartechnik und verweigern gleichzeitig Mitgliedsstaaten wie dem Iran ihr vertragliches Recht auf Atomtechnik.

      Die Weitergabe von Atomwaffen an oder Stationierung in Iran un Syrien setzt aber voraus, dass Iran und Syrien Atomwaffen überhaupt wollen. An diesem Willen scheint es derzeit zu mangeln, genauso wie an der Bereitschaft von Russland, China und Pakistan, Atomwaffen weiterzugeben.

      Ich halte das jedoch für einen Fehler, und denke mit Atomwaffen ausgerüstete Staaten wie Nordkorea sind besser vor blutigen imperialistischen Regime-Change-Plots geschützt. In Anbetracht des mörderischen NATO-Aggressionskrieges gegen Libyen, einem Staat, mit dem führene NATO-Staaten einen Nichtangriffvertrag im Gegenzug für Nicht-Aufüstung im nuklearen Bereich hatten, und in Anbetracht dessen, dass dieses Schema nun gegen Syrien offenbar wiederholt werden soll, würde ich es für eine vernünftige Reaktion von Russland und China halten, ihre Mitgliedschaft im Atomwaffensperrvertrag zu kündigen, und befreundeten Staaten mit Atomwaffentechnik zu helfen.

      Ein soches Vorgehen als Antwort auf die verbrecherische Aggressionspolitik der NATO würde den NATO-Staaten vor AUge führen, dass ihre Angriffskriege gravierende negative Konsequenzen auch für ihre eigene Sicherheit haben.

  6. Es ist schon erstaunlich; wenn eine zweifelhafte 2 Mann Pro-Rebellen „Organisation“ wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London etwas berichtet, drucken fast alle deutschen Medien diesen Bericht unreflektiert ab. Berichtet hingegen Human Right Watch (wie vor 2 Wochen) von dutzenden Massenerschießungen und Folter von Zivilisten durch die Rebellen, schreibt fast kein einziges deutsches „Leitmedium“ über diesen Bericht.
    http://www.hrw.org/de/news/2012/09/17/syrien-folter-und-hinrichtungen-durch-opposition-beenden

  7. @el finito
    Nee, die Pipeline-Geschichte spielt nur eine kleine Rolle. Es geht in Syrien um mehr, um viel mehr als bloß Pipelines.

    Eine viel größere Rolle spielen die zionistisch-wahhabitischen Absichten, durch den Konflikt in Syrien Iran und Hisbollah zu schwächen bzw die türkisch-katarischen Absichten ein neues bruderschaftlich-osmanisches Großreich zu errichten. Nicht vernachlässigt werden sollte auch die strategische Perspektive der USA, so lange sämtliche Freunde Russlands und Chinas zu zerschlagen, bis Russland und China isoliert und selbst reif für Zerschlagung oer Regime Change sind.

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