Die gestrigen Nachrichten aus Aleppo – mit einer Analyse dazu

Im Nachgang zum gestrigen Artikel „Wie Obamas Terroristen in Syrien besiegt werden“ soll in diesem Artikel anhand verschiedener Nachrichtenquellen vom gestrigen Sonntag, den 30.09.2012, die gegenwärtige Situation in der Stadt und der Provinz Aleppo in Syrien erläutert werden.

Als Quellen werden dafür in erster Linie die Nachrichten aus der Provinz Aleppo von SANA, Breaking News und Syrian Documents verwendet. Die Nachrichten dieser Quellen wurden dafür Satz für Satz ins Deutsche übersetzt, geografisch sortiert, und dann kommentiert, wobei dafür Hintergrundwissen über die jeweiligen Positionen aus den vergangenen Wochen des Konfliktes und, sofern verfügbar, weitere Quellen einschließlich NATO-Propaganda herangezogen wurde. Um es Lesern zu ermöglichen, die Ortsangaben nachzuvollziehen, wurden zahlreiche Ortsangaben mit Links zu Positionsangaben auf einer Online-Karte versehen.

Zentrum, Altstadt – Nahbereich rund um die Zitadelle von Aleppo:

SANA: Eine Armeeeinheit hatte eine Auseinandersetzung mit einer Terrorgruppe am Tananeer Platz und an der Mashbak-Kreuzung in der Stadt, und tötete einige der Mitglieder. Ein türkischer Terrorist, der eine Terrorgruppe anführte, wurde gemeinsam mit allen Mitgliedern seiner Terrorgruppe bei einer Auseinandersetzung mit einer Armeeeinheit am Tananeer Platz getötet.

SANA: Die Streitkräfte griffen Hauptquartiere von Terroristen um den Markt Souq al-Hal, in der Nähe des Antakia-Tors, beim Saba-Bahrat-Platz, in der Nähe der Großen Omayyad Moschee und im Bandara-Viertel an, was zum Tod und zur Verwundung großer Anzahlen von Terroristen und der Zerstörung ihrer Ausrüstung führte.

Breaking News: Militante sind auf dem Tananir-Platz in der Gegend Al-Jdeideh getötet worden.

Breaking News: Die syrische Armee greift Sammelpunkte von Militanten hinter dem Markt Al-Hal Souk und in Bab Antioch an.

Syrian Documents: Der Bewaffnete der FSA-Miliz Yusuf Muhammad Haj Zakkour, der aus der Ortschaft Tal Rifaat kommt, wurde bei Auseinandersetzungen mit der syrischen Armee im Viertel Alt-Aleppo getötet.

Syrian Documents: Al-Khabar TV hat ein Foto veröffentlicht, das den Saaed-Allah-al-Jabri-Platz im Zentrum Aleppos zeigt. Der Platz ist, wie das Foto zeigt, leer und ruhig, und es gibt in der Umgebung keine Auseinandersetzungen.

SANA: Die Streitkräfte hatten Auseinandersetzungen mit Terrorgruppen in den Gegenden Qastal Harami, Al-Sayyed Ali und am Maysaloun-Krankenhaus, wobei Dutzende Terroristen getötet und verletzt wurden.

Parteibuch-Kommentar: Das überwiegend von Anhängern der Regierung bewohnte Altstadt-Viertel Jdeidah wurde vor einigen Wochen schon einmal durch die Armee von Terroristen gesäubert. Terroristen ist es offensichtlich gelungen, Teile der Altstadt von Aleppo, zumindest für eine kurze Zeit, erneut zu infiltieren. Daran, an welchem Tor zur Altstadt die wesentlichen Ausinandersetzungen mit den Terroristen stattfanden, lassen die Nachrichten auch keinen Zweifel, nämlich am Tor nach Antioch im Westen der Zitadelle, oder modern ausgedrückt Bab Antakia.

Das ist genau da, wo die alten Märkte sind, wie Souq Al Medina und Souq Al Hal. Der historische Markt Souq Al Medina, der zu einem großen Teil aus Holz bestand, war am Wochenende von einem Großbrand betroffen. Gleichzeitig meldete die NATO-Propaganda, dass Terroristen in Aleppo eine Großoffensive gestartet hätten.

Was da passiert ist, ist einfach zu durchschauen. Terroristen sind aus ihrer direkt südöstlich vom Bab Antakya gelegenen Hochburg Kallaseh über den Markt Souq Al-Hal und das Antakya-Tor in den Markt Souq Al-Medina und damit in die Altstadt eingedrungen. Der Grund, warum die Terroristen versucht haben, in die Altstadt einzudringen, liegt darin, dass sie im Gebiet Kallaseh und Bustan Qasr ziemlich eingeschlossen sind, Terroristen dort in den letzten Tagen schwere Verluste hatten und ohne Nachschub an Waffen und Munition ihrer baldigen Niederlage entgegensehen.

Vor ein paar Tagen hatten mutmaßlich aus Kallaseh kommende Terroristen auch schon probiert, zum Saaed-Allah-al-Jabri-Platz etwa 500m nördlich von Kallaseh vorzudringen, von wo aus sich den Terroristen verschiedene Flucht- und Nachschubwege öffnen könnten. Doch sie waren dabei nicht sonderlich erfolgreich. Dass Al Jazeera am Sonntag vom Saaed-Allah-al-Jabri-Platz Kämpfe meldete, obwohl da keine Kämpfe waren, hängt damit zusammen, dass Al Jazeera und die Terroristenführung im Ausland gern hätten, dass es den Terroristen gelingt, den Saaed-Allah-al-Jabri-Platz unter ihre Kontrolle zu bringen, und Al Jazeera hat mit dem frei erfundenen Bericht versucht, Terroristen zum Kampf um den Platz anzulocken. Doch das war nichts, denn da gab es keinen Kampf.

Anwohner berichteten, dass Terroristen Feuer gelegt haben, und dann zu den Terroristen gehörende Sniper die Feuerwehr beschossen haben, um das Löschen des Brandes zu verhindern.

Die Behauptung der Terroristen, die syrische Armee habe den Markt aus Bosheit oder anderen nicht nachvollziehbaren Gründen in Brand gesetzt, ist ebenso eine frei erfundene Schutzbehauptung wie die Behauptung, dass ihr Fluchtversuch eine Offensive ist, oder die Behauptung der NATO-Propaganda, der Markt sei „bei Kämpfen“ in Brand geraten.

Tatsächlich haben die Terroristen absichtlich Feuer im Markt gelegt und die Entwicklung des Brandes zu einem Großbrand dadurch erzwungen, dass sie die Feuerwehr von Sniperstellungen aus beschossen und so das Löschen der Brandherde verhindert haben. Ziel der Terroristen war es, Rauch und Chaos zu erzeugen, und dadurch für sich einen Fluchtweg aus Kallaseh zu öffnen und so Niederlage und Strafverfolgung zu entgehen. Eine solche Strategie von Flucht im Schutz von Brandstiftung lässt sich mit relativ wenigen Kämpfern realisieren, und die in Syrien aktiven Terroristen wenden die Methode Flucht mit Hilfe von Brandstiftung – ausdrücklich dazu ermuntert von prominenten geistigen Brandstiftern im Ausland – häufig an, so zum Beispiel am Sonntag auch in der Provinz Lattakia. Brandstiftungen durch Terroristen zu verhindern, ist extrem schwierig.

Und selbstverständlich beschuldigen die Terroristen und ihre Propaganda-Schleudern nach einer Brandstiftung genau wie nach ihren zahlreichen anderen Verbrechen wie immer jeweils die syrische Regierung, für das von ihnen selbst begangene Verbrechen verantwortlich zu sein. Ob diese Methode angesichts der leicht durchschaubaren Lüge und der dabei entstehenden Wut der Zivilbevölkerung auf die Terroristen als Strategie erfolgreich ist, steht auf einem anderem Blatt, aber angesichts anderer Alternativen wie Tod oder Niederlage ergibt Brandstiftung als Taktik aus Sicht der Terroristen kurzfristig jedenfalls in sich eine gewisse Plausibilität, auch wenn es nicht klar ist, ob Terroristen durch die Brände tatsächlich die Flucht gelungen ist. Was von dieser Attacke der Terroristen jedenfalls blieb, sind eine Anzahl toter Terroristen und ein niedergebrannter historischer Markt, der zum Weltkulturerbe zählt.

Kallaseh, Bustan al-Qasr, Zebdieh, Salaheddin, südwestlich des Zentrums von Aleppo:

SANA: In Bustan al-Qasr haben die Streitkräfte zwei „qualifizierte Operationen“ in der Nähe der Khayata-Moschee durchgeführt und Dutzende Terroristen getötet und verletzt.

SANA: Am Kallaseh-Platz wurden durch eine „qualifizierte Operation“ der Armee Dutzende Terroristen getötet und Granatwerfer zerstört.

Breaking News: Durch eine qualifizierte Operation der syrischen Armee in Zebdieh wurde eine Anzahl Militanter eliminiert.

Breaking News: Eine Ansammlung von Militanten wurde in der Umgebung der Jamal-Moschee in Kallaseh angegriffen.

Syrian Documents: Ein Korrespondent des Syrian Center for Documentation: Syrische Armee-Einheiten sind wieder in den Vierteln Al-Izaa, Firdos, Bustan Qaser und Kallaseh und Kampfflugzeuge der syrischen Luftwaffe greifen Positionen in diesen Vierteln an.

Syrian Documents: Ein Video zeigt eine Explosion in einem Gebäude im Viertel Salah al-Din wobei die zur FSA-Miliz gehörende Brigade „Aleppo al-Shahbaa“ die Verantwortung dafür reklamiert und sagt, die Explosion zielte auf Einheiten der syrischen Armee.

Parteibuch-Kommentar: Die Reste der Terroristen, die von der Armee vor Wochen schon aus ihren Hochburgen Salaheddin und Saif Al-Dawleh in die östlichen daran angrenzenden Stadtteile vertrieben wurden, sind seit einigen Tagen in Bustan Qasr und Kallaseh eingeschlossen, erleiden dort täglich schwere Verluste, wie hier beschrieben wird, am Sonntag in der Größenordnung von mehreren Dutzend, vielleicht auch dreistellig. Bei einer angenommenen niedrig vierstelligen Anzahl an Terroristen in der Gegend können die Terroristen in der Gegend sich bei mehreren Dutzend Toten un Verletzten täglich leicht ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis sie verloren haben, wenn es so weitergeht. Um den Alternativen Kapitulation, Niederlage oder Tod zu entgehen, haben die Terroristen am Wochenende versucht, aus Bustan Qasr und Kallaseh in alle Richtungen auszubrechen, nach Norden über das Tor Bab Antakya in die Altstadt, nach Westen in Richtung Zebdieh und das Radioviertel Al-Izaa und nach Süden in Richtung Fardos. Die syrische Armee bekämpft die Terroristen in diesen Bezirken weiter und versucht den Ausbruch der Terroristen und das erneute Einnisten dieser Terroristen in anderen Gegenden zu verhindern. Bis Bustan Qasr und Kallaseh von Terroristen befreit sind, wird aufgrund des vergleichsweise großen Gebietes und der großen Anzahl an sich dort verschanzenden Terroristen voraussichtlich noch einige Wochen dauern, aber dass das gelingen wird, steht außer Frage.

Aus Salaheddin wurden die Terroristen von der Armee so nachhaltig vertrieben, dass sie dort offenbar nicht mehr zu mehr als wahllosen Sprengstoffanschlägen in der Lage sind. Dass die Terroristen sich mit so etwas auch noch brüsten, zeigt, dass sie dort den Eindruck von „Kampf“ unbedingt aufrechterhalten wollen, aber außer blindwütigen Bombenterror überhaupt nichts vorweisen können.

Bustan Al-Basha, Midan, nördlich des Zentrums von Aleppo:

SANA: Eine Armeeeinheit hat Terroristen in der Nähe des Ruhezentrums und des Sport-Institutes in Bustan Al-Basha in der Stadt Aleppo angegriffen. Der Reporter von SANA zitierte eine Quelle in der Provinz mit der Aussage, dass die Streitkräfte eine große Anzahl an Terroristen getötet haben. Die Quelle fügte hinzu, dass ein Bus, der Terroristen transportierte, sowie sechs mit schweren Maschinengewehren ausgestattete Fahrzeuge der Terroristen zerstört wurden.

Breaking News: Durch eine „qualitative Operation“ der syrischen Armee wurden in der Nähe des Sport-Institutes in Bustan al-Basha mehr als 100 Militante getötet und verletzt.

Breaking News: Ein Bus wurde in der Nähe der Krankenstube von Bustan al-Basha zerstört, und all die Militanten, die sich darin aufgehalten haben, sind ums Leben gekommen.

Syrian Documents: Militärquelle: Spezialeinheiten der syrischen Armee haben eine qualitative Operation im Viertel Bustan Al-Basha durchgeführt, die den Tod von mehr als 100 bewaffneter Rebellen, einschließlich arabischer Ausländer, zur Folge hatte, und die Armee bewegt sich in diesem Stadtviertel vorwärts.

Syrian Documents: Ein Video zeigt einen Sniper der FSA-Miliz, wie er am 29.09.2012 im Stadtteil Midan das Feuer auf Soldaten der syrischen Armee eröffnet.

Parteibuch-Kommentar: Nachdem die syrische Armee vor einigen Tagen das Viertel Midan von Terroristen geräumt hat, säubert sie gegenwärtig das nörlich davon liegende Viertel Bustan Al-Basha von Terroristen. Terroristen erleiden bei dem Versuch, die Kontrolle über Bustan Al-Basha zu halten, hohe Verluste, am Sonntag im klar dreistelligen Bereich. Es ist abzusehen, dass die Armee das kleine Viertel Bustan Al-Basha trotz massiver Gegenwehr von zahlreichen sich dort aufhaltenden Terroristen bald von Terroristen befreit haben wird, und ihre Kräfte dann weiter auf die Räumung der von Terroristen stark infiltrierten Gebiete im Osten von Aleppo konzentrieren wird.

Das Viertel Sheikh Maksoud westlich von Bustan Al-Basha wird zu großen Teilen von Kurden und Christen bewohnt. Die Terroristen hatten sich in den vergangenen Tagen lautstark darüber beklagt, dass sie aus diesen Vierteln keine Unterstützung bekommen. Zuvor hatten die Terroristen mehrfach das Viertel Sheikh Maksoud – vermutlich von Bustan Al-Basha aus – wahllos mit Granaten beschossen, was ihre Beliebtheit im Viertel Sheikh Maksoud aber natürlich ebensowenig gesteigert hat, wie der Versuch der FSA zur gewaltsamen Besetzung des Viertels am Wochenende, das damit einhergehende willkürliche Kidnappen von Kurden und die daran anschließende Ermordung von Geiseln wegen vorgeblicher Zusammenarbeit mit der Regierung durch die Terroristen der FSA. Da ist die Bevölkerung froh, wenn sie von der Armee und zahlreichen Nachbarschaftsschützern, von denen einige Öcalan-Anhänger durchaus Kampferfahrung haben dürften, gemeinsam vor den Terroristen der FSA verteidigt wird. Nach Westen Richtung Sheikh Maksood geht es für die Terroristen von Bustan Al-Basha also nicht weiter, deshalb bleibt den sich in Bustan Al Basha aufhaltenden Terroristen nur die Aufgabe, der Tod, oder zu versuchen, nach Osten Richtung Sakhour zu fliehen.

Die Armee hat derweil zwar beim Vorrücken und Räumen der von Terroristen besetzten Viertel keine oder kaum Verluste, erleidet jedoch Verluste durch gelegentliche Überraschungsangriffe aus dem Hinterhalt in eigentlich von Terroristen bereits geräumten Gebieten im Rücken der eigentlichen Operationen, wie das Video des Terroristen-Snipers im ansonsten ausgesprochen regierungsfreundlichen Viertel Midan zeigt.

Aziziye, nordwestlich des Zentrums von Aleppo

SANA: Auf dem Aziziye-Platz in Aleppo haben Einwohner eine Demonstration organisiert, um die Syrische Arabische Armee zu grüßen und ihr für die Bemühungen, Aleppo von den bewaffneten Terrorgruppen zu befreien, zu danken.

Parteibuch-Kommentar: Das ist der Hauptgrund dafür, dass der Plan der Terroristen und ihrer Hintermänner in „Israel“ sowie den NATO- und GCC-Staaten zur gewaltsamen Eroberung der Macht in Syrien durch „Freischärler“ scheitert. Damit der Plan gelingen könnte, bräuchten die Terroristen die Unterstützung der Bevölkerung. Die ist aber nicht im ausreichenden Maße vorhanden und sie sinkt mit jedem neuen Verbrechen der Terroristen und jeder neuen aufgeflogenen Lüge der Propaganda-Schleudern der NATO- und GCC-Staaten weiter. Große Teile der Bevölkerung können die Terroristen partout nicht leiden, und den Terroristen gelingt es weder durch gutes Zureden und NATO- und Petrodollar-Propaganda noch durch massive Einschüchterungen wie Entführungen, Folter und Mord die Bevölkerung von der Unterstützung der Regierung abzuhalten.

Maysaloun, Shaar, nordöstlich des Zentrums von Aleppo:

Breaking News: In der Nähe des Maysaloun-Krankenhauses gab es Auseinandersetzungen zwischen Armeeeinheiten und einer bewaffneten Gruppe.

Syrian Documents: In der Nähe des Maysaloun-Krankenhauses hat es bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen syrischen Armeeeinheite und der FSA-Miliz gegeben.

Syrian Documents: Anti-Regierungs-Aktivisten sagen, dass die Artillerie der syrischen Armee die Viertel Shaar und Myassar mit Granaten beschossen hat, und auch die Städte Atareb und Al-Bab in der Umgebung von Aleppo.

Parteibuch-Kommentar: Im Osten von Aleppo wird die Armee in den kommenden Wochen noch viel Arbeit vor sich haben. Die wichtigste Hochburg der Terroristen in Aleppo dürfte nach wie vor das Viertel Sakhour im Osten von Aleppo sein. Nördlich und östlich von Sakhour sind unter anderem die Bezirke Haydaria und Hanano von Terroristen infiltriert und im Süden reicht das von Terroristen infiltrierte Gebiet von Sakhour über Shaar – auch Tarbet Lala genannt – bis hin zum Myassar-Bezirk an der im Südosten zum Flughafen führenden Straße. Das bedeutet nicht, dass die Armee in dem ganzen Gebiet im Osten nicht präsent ist, und die Armee ist da insbesondere an Verkehrsknotenpunkten auch wirklich entschieden präsent, doch das östliche Gebiet von Aleppo ist insgesamt nach wie vor sehr unsicher, beinhaltet große No-Go-Areas für die Sicherheitskräfte, bietet vielen Terroristen Unterschlupf und gibt Terroristen immer noch viel zu viel Organisations- und Bewegungsspielraum.

In Sakhour finden Terroristen sich zu recht großen und schwer bewaffneten Gruppen zusammen, und versuchen sich von dort aus an überfällartigen Angriffen auf das östliche Stadtzentrum, betroffen war vor ein paar Tagen die Hanano-Baracken südöstlich von Maysaloun, mehrfach waren in den letzten Wochen der bereits von Terroristen geräumte Bezirk Suleiman Halabi und das Eiserne Tor „Bab Al-Hadid“ betroffen und am Sonntag war nun also mal wieder die Gegend um das Krankenhaus von Maysaloun betroffen. Die Armee hat die Angriffe der Terroristen von Osten zwar sämtlich abgewehrt, aber dabei zum Teil wie bei der Attacke auf die Hanano-Baracken hohe Verluste erlitten, und Unsicherheit verbreiten die Terroristen in der Gegend allemal noch viel zu viel. Die Armee rückt indes von Westen langsam in Richtung Sakhour und Shaar vor, hat kürzlich die Viertel Suleiman Halabi, Arqoub und Karm Al-Jabal von Terroristen befreit, sie bekämpft die Terrorzentren im Osten von Aleppo mit Granaten und durch die Luftwaffe, sie rückt außerdem gleichzeitig vom östlichen Stadtrand kommend nach Westen vor und schiebt die Terroristen im Osten von Aleppo so auf immer eniger Fläche zusammen, doch bis die ganze Gegend dort von Terroristen befreit ist, wird es noch eine Weile dauern. Die gestrige Attacke der Terroristen auf Maysaloun könnte entweder ein Versuch gewesen sein, sich wieder in Maysaloun festzusetzen, oder von Nordosten kommend in Richtung Bab Al-Hadid und Altstadt vorzustoßen und sich da mit den aus Kallaseh über das Bab Antakya Richtung Altstadt drängenden Terroristen zu vereinigen.

Jandoul, nördlicher Stadtrand von Aleppo:

Syrian Documents: Anti-Regierungs-Aktivisten haben ein Video veröffentlicht, das Bewaffnete der Tawheed-Brigade zeigt, wie sie einen Checkpoint der syrischen Armee am Verkehrsknotenpunkt Jandoul mit Panzerfäusten beschießen.

SANA: Eine Armeeeinheit hat eine Ansammlung von Terroristen in der Nähe der Cotton-Gins-Gegend, östlich und nördlich des Verkehrsknotenpunktes Jandoul in Aleppo angegriffen. Die Armee zerstörte zwei Fahrzeuge, die Waffen und Terroristen transportierten, sowie ein mit einem schweren Maschinengewehr ausgestattetes Fahrzeug.

Breaking News: Eine große Menge Bewaffneter wurde am Verkehrsknotenpunkt Jandoul getötet.

Parteibuch-Kommentar: Die syrische Armee hat die Verkehrsknotenpunkte des nördlichen Stadtrings besetzt und behindert dadurch den aus der Türkei kommenden Nachschub der Terroristen und sowie Bewegungen von Terroristen, Waffen und Munition über den Ring. Diese Checkpoints stören die Terroristen erheblich und deshab greifen die Terroristen diese Checkpoints des Öfteren unter Inkaufnahme hoher Verluste an. Die syrische Armee weiß das und hat die dortigen Checkpoints deshalb schwer gesichert. Außerdem geht die Armee dort wie überall entschlossen gegen Stellungen von Terroristen vor, von denen aus sie angegriffen wird. Das war anscheinend auch am Sonntag der Fall.

Sukkari, südlicher Stadtrand von Aleppo:

Breaking News: Einige Terroristen wurden in der Nähe des Zarzour-Krankenhauses und der Dream Hall in Sukkari getötet.

Parteibuch-Kommentar: Das ärmliche und dicht bebaute Viertel Sukkari war vor enigen Wochen noch eine Hochburg von Terroristen. Inzwischen hat die Armee die Gebiete westlich und östlich von Sukkari größteteils von Terroristen geräumt, im Süden ist das Gebiet Sukkari begrenzt durch den Ring und im Norden geht es allenfalls weiter in die Terroristenfalle Bustan-Qasr-Kallasah, so dass die verbliebenen Terroristen in Sukkari in der Falle sitzen. Das Viertel Sukkari ist dank der Erfolge der Armee in den umliegenden Vierteln inzwischen ein isoliertes lokales Problem. Die syrische Armee geht aus sicherer Entfernung gegen verbleibene Terrorzentren in Sukkari vor und versucht gleichzeitig, die in Sukkari verbliebenen Terroristen davon zu überzeugen, dass es sinnlos ist, den aussichtslosen Kampf weiterzuführen, und dass es richtig ist, den bewaffneten Kampf aufzugeben und das Angebot der Regierung auf Amnesty bei freiwiliger Aufgabe des Kampfes anzunehmen.

Haidaria, nordöstlicher Stadtrand von Aleppo:

Syrian Documents: Granaten wurden auf Gegenden im Viertel Haidaria abgeschossen, wobei Anti-Regieurngsaktivisten Einheiten der syrischen Armee beschuldigen.

Parteibuch-Kommentar: Es kann durchaus stimmen, dass die Armee Terror-Zentren in Haidaria – vermutlich von Osten – mit Granaten bekämpft hat. Die syrische Armee versucht schießlich seit Wochen, die Terroristen im Gebiet von und um Sakhour auf ein möglichst kleines Gebiet zusammenzuschieben. Da die Waffen der syrischen Armee zu einem großen Teil noch aus sowjetischer Produktion stammen und nicht satellitengeleitet sind, ist es auch nicht verwunderlich, wenn die eine oder andere Granate ihr Ziel verfehlt und trotz großer Bemühungen der syrische Armee, genau das zu vermeiden, anstelle von Terroristen Zivilisten in der Nähe trifft. Möglich ist allerdings auch, dass die Terroristen selbst, wie schon öfter in der Vergangenheit geschehen, Granaten in das Viertel geschossen haben, entweder um die Bevölkerung gegen die Regierung aufzubringen, oder dass die Terroristen wieder mal im Rausch, einfach nur zum Spaß, oder zum Üben, wild mit Granaten herumgeballert haben. Möglich ist auch, dass den Terroristen bei der Handhabung von Sprengstoff mal wieder ein explosiver Fehler passiert ist. Ohne weitere Informationen wird es nicht möglich sein, herauszubekommen, was in Haydaria am Sonntag wirklich passiert ist.

Nayrab, südöstlicher Stadtrand von Aleppo:

Breaking News: Eine Militärquelle: Die syrische Armee hat einen Angriffsversuch auf den Al-Nirab-Flughafen abgewehrt und alle Angreifer getötet.

Breaking News: Eine Militärquelle dementiert das Gerücht, dass auf dem Al-Nirab-Flughafen vier Fluggeräte zerstört wurden.

Syrian Documents: Ein Video zeigt bewaffnete Konflikte zwischen der syrischen Armee und der FSA-Miliz in der Nähe des Al-Neirab-Militärflughafens, wobei die Miliz versucht hat, den Flughafen anzugreifen, und Medienquellen sagen, dass die syrische Armee den Angriff abgewehrt hat.

Parteibuch-Kommentar: Fest steht hier lediglich, dass Terroristen von Nayrab kommend den militärischen Teil des internationalen Flughafens von Alleppo angegriffen haben und die syrische Armee den Angriff abgewehrt hat. Die Angaben dazu, wie viele Verluste und Schäden auf welcher Seite entstanden sind, sind jeweils vom parteiischen Interesse gefärbt, die eigene Seite als möglichst erfolgreich darzustellen, und es gibt keine Möglichkeit, nachzuprüfen, die Angaben welcher Seite inwieweit übertrieben oder untertrieben sind. Die Terrorpropaganda-Schleuder AFP betrachtet es dabei offenbar schon als einen Erfolg für sich, dass Granaten überhaupt so dicht an den internationalen Flughafen von Aleppo herankamen, und es den NATO-Terroristen damit gelungen ist, dort Unsicherheit zu verbreiten.

Ungenannte Gegenden von Aleppo:

Syrian Documents: Anti-Regierungs-Aktivisten haben ein Video veröffentlicht, das Bewaffnete der FSA-Miliz zeigt, wie sie rakatengetriebene Granaten auf einen Checkpoint der syrischen Armee abschießen.

Parteibuch-Kommentar: Wie es bei der Propaganda der von NATO-Staaten unterstützten FSA-Terroristen oft so ist, fehlen hier die entscheidenden Ortsangaben, um die Information mit anderen Informationen abgeleichen zu können. Möglich ist es deshalb zwar einereits, dass es sich um einen Anschlag von Sonntag Sonntag in Aleppo handelt, andererseits ist es aber auch möglich, dass die FSA sich mal wieder größer machen will als sie ist und das Video einen ganz anderen Ort und einen ganz anderen Zeitpunkt zeigt, als der Verbreiter des Videos behauptet.

Umland von Aleppo – Westen:

SANA: Eine andere Armeeeinheit hat Zentren von Terroristen in den Gegenden Zahret Al-Bakadeinia und Sheikh Suleiman in Daret Izzeh und Kubtan al-Jabal in der ländlichen Umgebung von Aleppo angegriffen. Die Operation führte zum Tod und zur Verletzung von Dutzenden von Terroristen.

SANA: Eine Armeeeinheit hat in der Nähe der Kreuzung der Ortschaft Baleh, westlich von Aleppo, eine „qualitative Operation“ gegen Terroristen durchgeführt. Die Operation hatte zum Ergebnis, dass eine Anzahl an Terroristen getötet und verletzt wurden.

Breaking News: Die syrische Armee hat in Dar Izza 4 Operationen durchgeführt und Fahrzeuge von Bewaffneten zerstört.

Breaking News: 3 Positionen von Bewaffneten wurden in Daret Azza und Kubtan al-Jabal zerstört, wobei Dutzende Aufständische ums Leben gekommen sind.

Syrian Documents: Regierungsgegnern zufolge hat die syrische Armee die Gegenden der Ortschaften Daret Azza und Kubtan Al-Jabal mit Granaten beschossen.

Syrian Documents: Die Beerdigung von Ibrahim al-Sheikh Taher hat sich in der Ortschaft Abzamo zu einer (Anti-Regierungs-)Demonstration entwickelt.

Parteibuch-Kommentar: Die Angriffe der Armee auf Terroristen in Daret Azza (das auf viele unterschiedliche Weisen in lateinischen Buchstaben umschrieben wird) und Qubtan Al-Jabal zeigen, dass die syrische Armee im Umland Aleppos – zumindest im Westen – inzwischen vornehmlich weit vor den Stadtgrenzen operiert. In der unmittebaren Umgebung Aleppos scheinen der syrischen Armee inzwischen die Ziele ausgegangen zu sein. Das Gebiet von Aleppo nach Westen hin bis zur Grenze mit der Türkei dürfte also bald vom Problem des organisierten internationalen Terrorismus befreit sein.

Umland von Aleppo – Süden:

Breaking News: Die Einwohner des Dorfes Seklaya protestieren gegen die Bewaffneten und fordern sie auf, ihr Dorf zu verlassen.

SANA: Die Streitkräfte haben „qualitative Operationen“ gegen Ansammungen von Terroristen in Daret Izzeh, an der Barqoum-Brücke und am Nakheil-Resort in der ländlichen Umgebung von Aleppo durchgeführt. Dutzende Terroristen wurden durch die Operationen getötet und verletzt und ihre Fahrzeuge zerstört. In Daret Izzeh haben Mitglieder der Armee außerdem zwei mit schweren Maschinengewehren ausgerüstete Fahrzeuge zerstört und alle sich darin aufhaltenden Terroristen getötet.

Parteibuch-Kommentar: Der Protest gegen die FSA ar zwar schon am Samstag, aber klar ist, dass die Terroristen vornehmlich aufgrund ihrer zunehmenden Unbeliebtheit bei der Bevölkerung auch in der sülichen Umgebung von Aleppo ihren Griff auf das Land verlieren. Die Bevölkerung von immer mehr Orten will die Terroristen nicht, und, wenn die Terroristen dann aus den Orten trotzdem nicht die Waffen niederlegen oder verschwinden, ist es für die syrische Armee danach vergleichsweise einfach, die Terroriste bei einer passenden Gelegenheit, die ihr von der Bevölkerung mitgeteilt wird, zu eliminieren. Wenn die Terroristen zudem noch, wie SANA am Samstag berichtete, dass es in Seklaya geschehen sein soll, in jeder Hinsicht schwerstkriminell sind und auf Demonstrationen der Bevölkerung schießen, die sie bitten, zu verschwinden, dann sinken die Sympathiewerte der Bevölkerung für die Terroristen vermutlich ins bodenlose.

Umland von Aleppo – Osten:

Breaking News: Eine große Anzahl Aufständischer kam ums Leben als ihr Unterschlupf in der gegend von Al Bab zerstört wurde.

Syrian Documents: Pro-Regierungs-Aktivisten: In Al-Bab hat es schwere Auseinandersetzungen zwischen der syrischen Armee und einer bewaffneten Gruppen gegeben, die zum Tod des Anführers der Gruppe geführt hat.

Parteibuch-Kommentar: Granatbeschuss dürfte bedeuten, dass die syrische Armee nun auch in Al Bab mit Einheiten am Boden angekommen ist, einer Stadt mit über 60.000 Einwohnern, die vor einigen Wochen dadurch traurige Berühmtheit erlangt hatte, dass Terroristen unter dem Gejohle einer Menge Mitarbeiter der Post, also dem wahhabitischen Mob verhasste Staatsbedienstete, vom Dach des Gebäudes geworfen hatten. Da Al Bab recht groß ist, und die Armee sich bemüht, bei ihren Anti-Terror-Operationen möglichst wenige Zivilisten in Mitlleidenschaft zu ziehen, wird es allerdings vermutlich noch ein paar Tage dauern, bis Al Bab von Terroristen befreit ist. Ähnlich wie im westlichen Umland von Aleppo ist es aber nun auch im östlichen Umland von Aleppo wohl so, dass die Armee inzwischen wieder recht weit von der Stadt Aleppo entfernt operiert. as zeigt den Fortschritt.

Umland von Aleppo – Norden:

Syrian Documents: Anti-Regierungs-Aktivisten sagen, dass es in Anadan Auseinandersetzungen zwischen der syrischen Armee und FSA-Milizionären gegeben habe.

Parteibuch-Kommentar: Es ist augenfällig, dass es im Norden von Aleppo, wo sich eigentlich die Hauptstützpunkte der FSA-Terroristen befinden müssten, und wo in den letzten Wochen auch die Hauptversorgungslinien der FSA nach Aleppo langliefen, ausgesprochen ruhig ist. Wenn nichts gewesen ist, außer dass Anti-Regierungs-Aktivisten sagen, es habe in Anadan Auseinandersetzungen mit nicht näher spezifizierten Folgen gegeben, so ist das sehr ruhig. Darüber, woran das liegt, kann man nur spekulieren.

Die Armee ist in den vergangenen Wochen nördlich von Aleppo, aufgrund der Bedeutung der Region als Waffenkorridor für die in Aleppo aktiven Terroristen, harsch gegen Terroristen vorgegangen und hat dort Hunderte von Fahrzeugen, Waffen- und Munitionslagern und Operationsbasen von Terroristen zerstört, zumeist durch Luftangriffe.

Davon, das der syrischen Armee nördlich von Aleppo die Munition oder die Kraft ausgegangen ist, ist kaum auszugehen. Wahscheinlicher ist es, dass die syrische Regierung nun, da die Armee dort die schlimmsten Nester von oft ausländischen Söldnern zerstört hat, und der bewaffnete Kampf für die Terroriten dort aussichtslos ist, wieder verstärkt auf eine Verhandlungslösung mit der Bevölkerung derjenigen Ortschaften setzt, die nördlich von Aleppo tatsächlich gegen die Regierung eingestellt sind.

Für die Annahme von innersyrischen Verhandlungen der syrischen Regierung zu einer politischen Lösung mit der syrischen Bevölkerung nördlich von Aleppo spricht auch, dass die vom NATO-Staat Türkei verhätschelten Anführer der FSA, die kürzlich öffentlichkeitswirksam angekündigt hatten, den Kampf gegen die syrische Regierung aus dem syrischen Untergrund anführen zu wollen, nach nur einem Tag in Syrien wieder in die Türkei zurückgekehrt sein sollen, weil sie von den bewaffneten Regierungsgegnern in Syrien nicht beachtet worden seien. Wenn das so ist, dann ist das kein schlechtes Zeichen, sondern ein hoffnungsvolles. Wenn es den Syrern sich gelingt, unabhängig von ausländischen Interessen auf eine Lösung zu verständigen, wäre der ausländische, zionistisch-wahhabitische Plot zur Zerstörung Syriens definitiv gescheitert.

Insgesamt ist der vergangene Sonntag im Vergleich zu den Tagen zuvor kein besonderer Tag in der Provinz Aleppo gewesen. Und doch zählte die syrische Zeitung Al Watan am Ende des Sonntages 235 tote Terroristen, und das allein in Aleppo. Das werden die Terroristen nicht lange durchhalten können, eher nur noch Wochen als Monate. Nachdem sie in Damaskus, Daraa, Homs und Idlib bereits entscheidend geschlagen wurden, zeichnet sich damit inzwischen also deutlich ab, dass Obamas Terroristen auch in Aleppo bald besiegt werden.

12 Gedanken zu “Die gestrigen Nachrichten aus Aleppo – mit einer Analyse dazu

  1. Dank dem Autor für die unermüdliche und zeitraubende Arbeit.
    Der Blog ist seit geraumer Zeit eine wesentliche Informationsquelle für eine Information im Interesse der Völker auf Selbstbestimmung, Souveränität und territorialer Integrität, ganz im Sinne des wirklich vorhandenen Völkerrechts anstelle von „Bomben-Demokratie“ und Sanktionen und subversive Maßnahmen im Vorfeld zur Kriegsvorbereitung.

  2. Das Problem für Syrien ist: viele Hunde sind des Hasen Tod. Gerettet werden kann es rein militärisch nicht, dafür sorgt schon der „dunkle Lord“, der Prince of Darkness von Katar. Hier müssen schon bald ganz andere Kräfte greifen, um die besondere Rolle von Damaskus in der Heilsgeschichte der Menschheit zu bewahren. Abdallah II., der König von Jordanien, könnte nach seiner Vertreibung durch die US-gesteuerten Muslimbrüder (deren Ultimatum für eine Regierungsbeteiligung in Jordanien und mehr ist der 10.Oktober) das Werk seines Großvaters vollenden, wenn er sich seiner besonderen Verantwortung nicht entzieht und davon läuft.

  3. Hui, die vielen Information sind toll und wirklich Gegenöffentlichkeit, doch wir müssen aufpassen und erkennen, dass sie nur Bestandteile eines viel größeren
    Mosaiks sind.
    In diesem Zusammenhang haben mir drei Bücher sehr
    weitergeholfen, und zwar:
    1. Naomi Klein: Die Schock Strategie. Der Aufstieg des
    Katastrophen-Kapitalismus, Fischer Verlag, Frankfurt 2007,
    2. G. Edward Griffin: Die Kreatur von Jekyll Island. Die
    US-Notenbank Federal Reserve, Kopp Verlag, Rottenburg 2006 und
    3. F. William Engdahl: Apokalypse jetzt. Washingtons Geheime
    Geopolitik, Kopp Verlag, Rottenburg 2007.

    Engdahl schreibt auf Seite 17 folgendes:“ Die Architekten der
    amerikanischen Nachkriegsmacht in und um den mächtigen
    New Yorker Rat für Auswärtige Beziehungen (Council on
    Foreign Relations, CFR), die Rockefeller Stiftung und vor
    allem die Rockefeller-Fraktion in Politik und Wirtschaft der
    USA machten sich Mackinders geopolitische Aussichten zu
    eigen. Die führenden Personen der Rockefeller-Fraktion, wie
    Henry Kissinger und danach Zbigniew Brzezinski, steckten tief in der Tradition von Mackinders Geopolitik.“

    Sir Halford Mackinder sagte, dass derjenige, der Russland
    beherrscht, damit auch Eurasien beherrschen würde und damit letztlich die ganze Welt.

    Der allseits bekannte unendliche Russenhasser Brzesinski
    hat die Europäer in seinem 1999 erschienenen Buch :“ Die
    USA-Die einzige Weltmacht“ als eurasisische Vasallen der
    USA bezeichnet.
    Teil 2 folgt in Kürze

  4. Teil 2:
    Die Türkei als Hauptstandort der Kriegsverbrechen in Syrien
    möchte mehr Einfluss in der islamischen Welt, ist frustriert
    über den jahrzehntelangen vergeblichen Kampf um die
    EU-Mitgliedschaft. Hinzu kommt, dass die Türkei latent von
    den alten Zeiten des Osmanischen Reiches träumt
    (Konstantinopel=Istanbul).
    Mit dem größenwahnsinnigen und dummen Erdogan haben die
    USA die richtige Marionette, den richtigen Vasallen.
    Syrien soll bis „auf`s Blut gereizt werden“, um endlich Attacken
    gegen die Türkei durchzuführen. Das wäre dann grünes Licht
    für die USA und ihre Filiale NATO (Angriff auf ein NATO-Land).

    Die salafistischen Golfstaaten hassen -wie Israel- (nur aus
    anderen Gründen) den Iran als Zentrum der Schiiten , weil sich die Schiiten nach ihrer Überzeugung zu Unrecht als Mohammed`s Nachfolger bezeichnen.
    Eine Schwächung Syriens/Libanon/Hisbollah schwächt den
    Iran, und damit auch Russland als engen Verbündeten Syriens.
    Konsequenz: Die Einkreisung Russlands wird immer enger,
    Saudi Arabien gewinnt zusätzlich als Regionalmacht wirtschaftlich und politisch. Die Türkei kann ihren Einfluss
    in der ölreichen arabischen Liga ausbauen.
    Für das agressive Israel wird ein gewünschter Krieg gegen
    den Iran kalkulierbarer.
    Wenn ich den Psychopathen und Kriegsverbrecher Obama
    richtig interpretiere, ist der Israelkrieg nach seiner gewünschten Wiederwahl im November 2012 auch egal bis hin zu erstrebenswert. Die USA sind am Ende, da
    gibt es nur einen Bereich, der neben der Fed und
    Wall Street boomt: der militärisch-industrielle Komplex.
    Nach seiner Wiederwahl -so hat Obama befohlen- darf auch der vernichtende Bericht über das wahre Desaster in Griechenland durch die Troika veröffentlicht werden.

    Der IWF ist eben auch eine Filiale der USA. Die USA haben dort als einziges Land der Welt eine Sperrminorität. Sie können in diesem Sinne alles blockieren, was den USA nicht passt.
    Insoweit ist es schon korrekt, Lagarde als Befehlsempfängerin
    der USA zu bezeichnen.
    Vielleicht helfen meine Anregungen ein bißchen weiter.

    1. Diese religiös begründeten Argumente taugen nicht viel, weil die wahren Beweggründe etwa für den „Dunklen Lord“, den Sultan von Qatar oder für Erdogan rein materielle sind. Erdogan beispielsweise ist infolge mafiöse Gescjäfte durch die USA erpressbar, und daher willfährtig geworden, siehe:
      Erdogan, der Falschspieler: Geheimabkommen mit Saudis, um Syrienplan zu torpedieren: file:///Users/steinmetz/Desktop/Für%20das%20Ägyptische%20Volk!/EXKURSE/Erdogan,%20der%20Falschspieler:%20Geheimabkommen%20mit%20Saudis%20%7C%20Politaia.org.webarchive
      Christoph Hoerstel: Erdogan infolge gigantischer Geldwäschegeschäfte durch die USA erpressbar – vom Syrien-Freund zum Syrienfeind – KenFM im Gespräch mit Christoph Hörstel am 16.5.2012: http://www.youtube.com/watch?v=cUOcG-u6KyU
      Fethullah Gülen im Sold der CIA und von Israel – gefangen im globalen Netz des Heroin-Handels – Die frühere FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds: http://geopolitiker.wordpress.com/tag/bcci/
      http://medien-luegen.blogspot.de/2012/05/sibel-edmonds-ehemalige-fbi.html
      INTERVIEW: Harvard-Professor Rodrik – „Erdoğan will regieren, ohne kontrolliert zu werden“: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/06/454858/harvard-professor-rodrick-„erdogan-will-regieren-ohne-kontrolliert-zu-werden“/
      Der Sultan und der Habicht: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-64760889.html
      Erdogans krimineller Schwiegersohn – Die Türkische Calik Gruppe, übernimmt die Strom Netze im Kosovo: http://balkan-spezial.blogspot.de/2012/06/die-turkische-calik-gruppe-ubernimmt.html

  5. Toller, sehr ausführlicher Bericht, der aus anderen Quellen bestätigt werden kann.
    Quellen, die im Kontakt mit dem syrischen Geheimdienst stehen, nannten schon bis vorgestern eine Zahl von 7233 getöteten NATO-Söldnern in den Gefechten in Aleppo, darunter 4243 ausländische Söldner.
    http://syrianperspective.blogspot.de/2012/09/fourth-post-september-30-2012-syrian.html
    Nach Angaben des syrischen Oberkommandos wird zum großen Teil erfolgreich die Kommunikation zu den Söldnertruppen abgefangen, die ihre Befehle vor allem von britischer und deutscher(!!!) Seite erhalten. So auch der Versuch der Übernahme von 3 Stadtteilen Aleppos in den letzten Tagen, der aber kläglich gescheitert ist. Dies bestätigt auch die Stille unserer NATO-Hofjournaille.
    Ganz interessant sind auch einige andere Entwicklungen. Stellten schon bisher ausländische islamistische Söldner den Hauptanteil der Terroristen, so sind unter ihnen immer weniger syrische Radikale zu finden. Eine Gruppe von zuvor desertierten hochrangigen Militärs, die sich von der FSA losgesagt hat, verhandelt mit der syrischen Armee über eine starfmildernde Rückkehr. Zudem ziehen sich die NATO-Terroristen immer mehr in sehr dicht bebaute Viertel von Aleppo zurück, in denen die syrische Armee keine Panzer zum Schutz ihrer Einsatzkräfte vor feindlichen Scharfschützen einsetzen kann (ist in der Dokumentation „Schlacht um Russland“ des syrischen Fernsehens sehr schön zu sehen).
    http://syrianperspective.blogspot.de/2012/10/sixth-post-october-1-2012-news-from.html
    Ich möchte lieber nicht wissen, wieviele zuvor festgesetzte islamistische Fanatiker aus Baghram, Abu Ghraib, Gitmo und anderen amerikanischen Militärgefängnissen und denen der Golfsmonarchien da losgeschickt werden und was denen versprochen wurde. Nach Aussagen von solchen Fanatikern soll Assad sogar von einer 10.000 Mann starken israelischen Leibgarde bewacht werden… Da erübrigt sich jeder Kommentar.

  6. Hier sieht man ganz deutlich wer in Aleppo in der Altstadt mit Molotowcoktails wirft, es sind die vom Westen unterstützten salafistischen Tawheed -Brigaden.

  7. @rudolf steinmetz

    Wer bitte soll der Sultan sein? Katar ist eine Monarchie und
    hat einen Emir an der Spitze.
    Wenn Religion keine Rolle spielt, warum fördern dann die
    Golfstaaten nicht nur den Krieg in Syrien gegen die Schiiten, sondern geben
    dreistellige Millionenbeträge in Dollar aus, um salafistische
    Moscheen in Europa zu fördern? Mittlerweile sind die
    Golfstaaten sogar schon bereit, bestimmte Vororte von
    Paris mit überwiegend islamischer Bevölkerung zu fördern.
    Warumn wohl?

    1. @Zwingmann

      Ich glaube, dass doch die Beispiele sehr schön zeigen wie persönliche Gier nach Geld und Macht und Religion und das Ganze auch in umgekehrter Reihenfolge schon seit langer Zeit in engem Zusammenhang stehen. Es wurde Religion schon immer von Menschen für die persönliche Gier missbraucht und hier sieht man wieder sehr schön, wie doch der Erdogan erpressbar ist und betreffs Sultan mal im Internet suchen:
      „Qabus ibn Sa’id Al Sa’id (arabisch ‏قابوس بن سعيد آل سعيد‎) – Sultan Qabus wurde als einziger Sohn von Sultan Sayyid Sa’id bin Taimur Al Sa’id und seiner 2. Frau Prinzessin Mazun geboren. … Am 23. Juli 1970 setzte er seinen Vater mit Hilfe des jungen Scheichs Buraik ibn Hamud al-Ghafiri[6] durch einen Staatsstreich ab. Die ganze Sache sollte unblutig ablaufen, doch war der alte Sultan Sa’id nicht ohne weiteres bereit aufzugeben.“ – „Sultan (arabisch ‏سلطان‎ Sulṭān ‚Herrschaft‘, ‚Herrscher‘) ist ein islamischer Herrschertitel (auch Personenname), der ab dem 10. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung in verschiedenen Epochen und Gegenden der Welt benutzt wurde, beispielsweise in Indien und im Osmanischen Reich.“

      1. Vielleicht zur Ergänzung:
        Ja es stimmt schon, dass „Scheich Hamad bin Chalifa bin Hamad bin Abdullah bin Jassim bin Muhammed Al Thani“ der Emir von Katar ist.“
        Dennoch geht es den Herrschenden immer um Macht und Geld und bei Katar soll es eben z.B. auch darum gehen, dass Katar viel Geld in die Flotte für Flüssiggas gesteckt hat und nachdem die USA infolge Schiefergas wegfallen Europa gesichert werden muss gegen die Pipeline durch Syrien und wer weiß was noch mit im falschen Spiel enthalten ist für Macht und Geld.

  8. Sehr detailierte Angaben, Danke dafür!
    Es ist natürlich positiv, dass so viele Terroristen eliminiert worden, doch durch die Überfälle auf Regierungsbeamte von diesen Todesschwadronen, sind sicherlich viele Regierungssoldaten zu Schaden gekommen. Wie kann die syrische Armee wirksamer gegen die Terrorbanden vorgehen?
    Und wie können sich die Menschen, die das syrische Volk unter Lebensgefahr verteidigen, besser schützen vor den eingeschleusten Mörderbanden?
    Außerdem die „Menschenrechtsverteidiger“, die Terroristenanführer in den westlichen Regierungen, werden vielleicht bald einen groß angelegten Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen das syrische Volk beginnen. Was dann?

  9. @Steffen

    Kein Thema, Machtwahn und Habgier gehören zusammen.
    Wahrheit ist immer das, was jeder von uns wahr nimmt.
    Nur, ich habe mich auch durch unzählige Bücher gearbeitet,
    war u.a. auch mehrere Male in Ägypten.
    Ich habe religiösen Fundamentalismus erlebt, wobei nach meiner Wahrnehmung der christlich-jüdische Fundamentalismus erheblich schlimmer ist.
    Egal, ob Religion, lt. Marx das Opium des Volkes, Mittel zum Zweck ist. Ich lande fast immer beim Missionsbefehl, einer
    faschistischen Eine-Welt Ideologie, dem auserwählte Volk
    und der Sprengkraft Jerusalem, die letztlich alle drei
    monotheistischen Religionen für sich in Beschlag nehmen.
    Mit meinen obigen Kommentaren Nr. 3 und 4 habe ich
    lediglich versucht, die Gräueltaten in Syrien für mich und meine Wahrnehmung in einem größeren Zusammenhang
    zu sehen.
    Engdahl, den ich oben zitiert habe, hat bereits 2007 über
    die Pläne von Obama als Schwarzem Messias in einem Buch berichtet, Die Realität hat ihm recht gegeben.Mit dem
    Großteil der Bevölkerung kann man eben JoJo spielen.
    Das zeigen z.B. in beeindruckender Weise die beiden
    Bücher von Gustave le Bon: Psychologie der Massen und
    Wilhelm Reich: Massenpsychologie des Faschismus.

    In dem Buch von Engdahl sieht der Autor die Schlüssel für die Apokalypse bei Zacharias 12: 3 und 12:9-10 (S. 187).
    Als Wirtschaftswissenschaftler sehe ich, dass auch der
    weltweite Crash vor der Tür steht. Die Regierenden spielen
    seit 2007 auf Zeit, doch das Zeitfenster ist nach meiner
    Kenntnis erschöpft.
    Was also hilft dann den Herrschenden: Ein weltweiter
    Krieg, die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen,
    ablenken von der Verantwortung der Herrschenden.
    Der Nahe Osten um Syrien/Iran/Israel/Ägypten/Golfstaaten/Russland ist für mich das Szenario für den 3. Weltkrieg.
    Ich habe mein Leben gelebt, ich muss immer wieder meine Ohnmacht akzeptieren, in solchen Phasen hilft mir Einstein: Das Universum und die Dummheit der Menschheit
    sind unbegrenzt, wobei sich Einstein beim Ersten (dem
    Universum) nicht ganz sicher ist.

    In diesem Sinne: Einen schönen Abend.

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