Pleitestaat USA macht Druck auf China – doch China widersetzt sich

Nachdem die Philippinen vor ein paar Monaten wegen ein paar strittiger aus dem südchinesischen Meer ragender Felsbrocken plötzlich die Streitaxt gegen China ausgepackt haben, macht Japan nun überraschend das gleiche wegen ein paar strittiger Felsbrocken im ostchinesischen Meer.

Wer sich nur von Propaganda-Outfits aus dem Bereich der G7-Staaten und ihrer Vasallen informieren lässt, kann nicht verstehen, was da passiert. Von wütenden Protesten über geschlossene Firmen, Drohungen mit Handelssanktionen, die Entsendung von Kriegsschiffen bis hin zur Möglichkeit eines umfassenden Krieges zwischen der zweit- und der drittgrößten Wirtschaftsmacht der Erde reichen die Schlagzeilen zu dem, was an Verwerfungen wegen eines Streites um ein paar Felsbrocken bereits geschehen ist und noch anstehen könnte.

Auch die Tatsache, dass in den Wirtschaftszonen um die Felsbrocken tief unter dem Meeresboden Vorräte an Öl und Gas liegen, reicht als rationale Erklärung für das Riskieren von Krieg zwischen einigen der größten Handels- und Militärmächten der Erde nicht aus. Bereits eine vergleichsweise leichte Beschädigung der Geschäftsbeziehungen mit China würde alle ökonomischen Vorteile, die sich die Philippinen und Japan durch eine unilaterale wirtschaftliche Ausbeutung der Umgebung der Inseln erhoffen könnten, in wirtschaftliche Nachteile umwandeln, von den wirtschaftlichen Kosten eines Krieges ganz zu schweigen.

Die chinesisch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen sind Hunderte von Milliarden Dollar jährlich schwer, und der jährlich um mehrere Hundert Milliarden Dollar wachende chinesische Binnenmarkt ist für zahlreiche japanische Unternehmen die einzige vielversprechende Wachstumsperspektive. Sollte dieser Markt durch anti-japanische Abneigungen in China ernsthaft gestört werden, würde Japan nach jahrzehntelanger Stagnation und Tsunami-Schäden voraussichtlich erneut in eine nachhaltige Rezession sinken, aufgrund der hohen Staatsverschuldung eine heftige Geldentwertung erleben und bliebe aufgrund von Euro- und Dollarkrise auch ohne alternative kurzfristige Perspektive für eine Erholung. China hingegen würde aufgrund seines gigantischen Wachstums, selbst wenn die Beziehungen mit Japan komplett zusammenbrechen würden, nur ein vorübergehend etwas verlangsamtes Wachstum spüren.

Bei den Philippinen ist es noch drastischer. Sollten die Beziehungen der Philippinen zu China vollständig zusammenbrechen, würden die ohnehin armen Philippinen in ihrer Entwicklung weit zurückgeworfen. China ist für die Philippinen nicht nur der wichtigste Exportmarkt, sondern auch finanzkräftiger Investor und wichtiger Devisenbringer durch Touristen und durch Unterstützungen für die Familie in der philippinischen Heimat von im, aus philippinischer Sicht gesehen, wohlhabenden China tätige philippinische Arbeitsmigranten. Die Philippinen könnten diesen Verlust an Devisen auch bei der optimitistischen Sichtweise, dass China seine Gebietsansprüche nicht militärisch verteidigen wird, nicht annähernd durch potenzielle Einnahmen aus Ölförderungslizenzen im Gebiet der strittigen Inseln ausgleichen. Auf China hingegen würde sich ein Zusammenbruch der philippinisch-chinesischen Beziehungen praktisch überhaupt nicht auswirken.

Die Philippinen und Japan handeln mit ihrem unilateralen Vorgehen bezüglich der Aneignung der strittigen Inseln also ganz offensichtlich gegen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen. Dabei war zuvor bereits durchaus die Einsicht da, dass eine multilateral einvernehmliche Nutzung der strittigen Inseln und ihrer Umgebung der richtige Weg ist, um den Streit zu einem positiven Ausgang zu führen und aus dem Reichtum gemeinsamen Vorteil zu ziehen. Die Philippinen beispielsweise hatten – kaum zehn Jahren ist es her – ach langen Verhandlungen gemeinsam mit China und anderen beteiligten Staaten eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich zu multilateral abgestimmten Vorgehen bezüglich der strittigen Inseln bekannten.

Die westliche Propaganda unterschlägt systematisch den Hintergrund dessen, weswegen die Philippinen und Japan ganz plötzlich über diese Felsbrocken in Streit mit China geraten sind. Exemplarisch ist dafür die staatliche deutsche Märchenschau, deren anti-chinesische Korrespondentin Ruth Kirchner vom ARD-Hörfunkstudio Peking mit der Überschrift „Pekings Patrouillenboote erreichen Japans Gewässer“ – wobei mit Japans Gewäser die umstrittenen Gewässer um die umstrittenen Inseln gemeint sind – und der Behauptung, im Kern gehe es um Rohstoffe, den Konsumenten der Propaganda einzutrichtern versucht, dass die umstrittenen Inseln Japan gehören und irrational wütende Chinesen auf Rohstoffraub aus sind. Konsumenten solcher Propaganda werden gezielt irregeführt und im Dunkeln gelassen.

Wie ein kürzlich in der chinesischen Global Times erschienener Artikel zeigt, versteht China hingegen genau, was da bei den umstrittenen Inseln passiert, nämlich dass die Philippinen und Japan die Konflikte um die Felsbrocken nicht aus eigenem Antrieb hochkochen, sondern diese Konflikte Instrumente sind, die die USA aus dem Hut gezaubert haben, um China unter Druck zu setzen.

Der eigentliche Hintergrund des Konfliktes besteht darin, dass China die USA, wenn nichts außergewöhnliches passiert, schon in weniger als zehn Jahren als größte Wirtschaftsmacht der Erde ablösen werden. Die USA versuchen diese Entwicklung aufzuhalten, in dem sie weltweit wirtschaftliche und militärische Konflikte schüren, in die mit China befreundete Staaten und China selbst verwickelt werden sollen, wodurch China geschwächt werden soll und die USA dadurch trotz ihrer katastrophalen wirtschaftlichen Lage noch eine Weile stärkste Macht der Welt bleiben können.

So wurde im letzten Jahr von einer US-geführten Allianz zunächst Libyen zerstört, gleichzeitig Syrien mit einem Terror- und Propagandakrieg angegriffen, Vietnam und die Philippinen dazu gebracht, im südchinesischen Meer die Konfrontation mit China zu suchen und einen Richtungswechsel nach Asien verkündet. In diesem Jahr führen die USA und ihre Vasallen ihren Proxy-Krieg gegen Syrien fort, haben die USA Soldaten in ihren China gegenüberliegenden Vasallenstaat Australien verlegt, haben die USA und ihre Vasallen den Energie- und Finanzsektor des Iran mit weltweiten Sanktionen, die auf eine Sanktionsdrohung gegen China zielen, belegt, haben die USA reichlich Strafzölle gegen chinesische Produkte wie Solarpanelen verhängt und China mit Verfahren vor der WTO überschüttet, und nun hat die US-Kolonie Japan unter anderem durch provozierende „Eigentumsübertragungen“ Auseinandersetzungen um die strittigen Inseln im ostchinesischen Meer hochgekocht.

China hat diese Absicht nach der Zerstörung Libyens jedoch erkannt und widersetzt sich dem Druck. Da es den USA nicht um einzelne Sachverhalte oder ideologisch motivierte Punkte geht, sondern die USA ganz offensichtlich aus stretegischen geopolitischen Gründen Konflikt mit China suchen, gibt es für China nur die Möglichkeit, sich entweder den USA in allen Belangen zu unterwerfen und seine Unabhängigkeit und wirtschaftliche Entwicklung in Richtung führender Nation der Welt aufzugeben, oder sich dem Druck der USA zu widersetzen. Und wenn der Entschluss zum Widerstand gegen einen Gegner, der weltweit nach Anlässen zu Konflikten sucht, gefallen ist, dann macht es Sinn, nicht „um des lieben Friedens willen“ nachzugeben, sondern sich auf der ganze Linie zu widersetzen und das entschlossen. Gegen einen Gegner, der entschlossen ist, Konflikte zu suchen, hilft die Strategie der Konfliktvermeidung durch nachgeben nicht. Der Gegner wird beliebige Anlässe für Konflikte finden, und jedes Nachgeben wird die Entscheidung zum Widerstand nur noch schwieiger machen.

Genau dieses entschlossene Widersetzen war zunächst im südchinesischen Meer mit der Errichtung der Stadt Sansha im westchinesischen Meer und ist gerade im ostchinesischen Meer mit der Entsendung von Patrouillenbooten zu den Diaoyu/Senkaku-Inseln zu beobachten. Die chinesische Botschaft dabei ist klar: China möchte Kooperation statt Konflikt, wird aber nicht vor Drohungen mit Konflikten nicht in die Knie gehen, auch wenn diese Drohungen von der Supermacht USA ausgehen.

Für Syrien und Iran sind das sehr gute Nachrichten. Entgegen der feuchten Träume der Aggressoren aus den USA, Israel und Saudi Arabien ist es nicht abzusehen, dass China einknicken und Syrien oder den Iran verraten wird. China ist weder bereit, auf sein Wachstum zu verzichten, noch sich den USA zu untererfen. Wirtschaftlich ist China inzwischen stark genug, den Druck der USA abzufangen und ihn so umzulenken, dass er sich gegen die Aggressoren richtet. Und China ist entschlossen: wenn die USA und die sie beherrschenden Zionisten sich nur mit einem Weltkrieg als stärkste Macht der Welt verabschieden wollen, dann werden sie ihn bekommen.

18 Gedanken zu “Pleitestaat USA macht Druck auf China – doch China widersetzt sich

  1. Was den Gegner dazu bewegt sich zu nähern, ist die Aussicht auf Vorteil. Was den Gegner vom Kommen abhält ist die Aussicht auf Schaden.

    Sunzi, (um 500 v. Chr.) chinesischer General und Militärstratege, »Die Kunst des Krieges«

    Ob die US-Amerikaner glauben, schadlos aus einem Konflikt mit China herauszukommen ?

    Vielleicht läßt Bejing ja mal eine monetäre Atombombe Richtung Tokio/Washington aufsteigen und verkauft seine Währungsreserven ( Yen/ US-$ Forderungen ) auf einen Schlag. Als Bonbon obendrauf – getarnt als Zweitschlag – könnte China kurzerhand ein Handelsembargo mit US/Nippon-Produkten einleiten. Das wäre der ökonomische Supergau für Japan und die USA und würde China nach kurzfristigen Außenhandelsverwerfungen nur ein konfuzianisches Lächeln kosten, um sich anschließend den wirklich wichtigen Aufgaben des 21. Jahrhunderts zu widmen – der Entwicklung wirtschaftlicher und sozialer Prosperität in Afrika im Sinne einer friedlicheren und gerechteren Welt.

  2. jede weitere Front an der die Kräfte des USRael-Imperiums gebunden werden, ist eine gute Front, die dazu führt, das USRael-Imperium noch schneller in die Knie zu zwingen.

  3. die us-imerialisten hecheln den verlust ihrer einflußssphären hinterher. überraschen sollte an den durchsichtigen versuchen der usa, ihren stiefel in die entwicklung einer neuausrichtung der kräfteverhältnisse in der welt, zu stampfen, nichts.

    den usa gehen einflußssphären schneller verloren, als sie mit kriegsgeißelung eindämmen können.

    china hat eine langfriststrategie. „planwirtschaft“ läßt grüßen.
    bereits 1988 hat china haiman zu einer (insel-)provinz ernannt (welche auch zuständig war für die region in der die jetzige stadt sansha liegt – die vorhergehende verwaltungsstruktur galt seit 1959). 2007 wurden die pläne für die stadt sansha bestätigt.

    die us-strategien im nahen osten, in süd- und mittelamerika, in nordafrika, und zunehmend in der eindämmung des europäischen gewichts haben sich weitgehend als fehlschläge
    erwiesen.

    chinas umfänglichen weltverflechtungsstrategie gegenüber haben die usa keine überlegene antwort entwickeln können.

    es ist eher ausdruck der verzweifelung der usa, selbsterklärte verbündete der usa, wie die philippinen und japan gegen china zu zwingen. mittelfristig wird sämtlichen „verbündeten“ der usa dämmern, dass sie alle, ihr nationales überleben, letzlich allein den interessen der usa geopfert werden. die möglichkeit der usa unwillige mit direkter millitäricher macht unter ihrer „verfügungsgewalt“ zu halten, wird, des ökonomischen desasters der usa wegen, weiter abnehmen. gleichzeitig formieren sich die geopolitischen gegengewichte weiter. chinas standhaftigkeit gegenüber den (überlebten) allmachtsphantasien der usa wird die niederlage des us-imperialismus manifestieren.

  4. Ein Lob für den Verfasser.

    Der Artikel ist sehr gut recherchiert und geschrieben!

    Für Uns alle ist es aber meiner Meinung nach am wichtigsten, WIE Wir das beste für Unsere Familie, Freunde und selbst aus der Situation machen können.

    Die Zukunft liegt in Asien und das Machtzentrum der Welt in Hong Kong!

    Trotzdem rate ich 99,99% aller Deutschen Zuhause zu bleiben und NICHT auszuwandern.

    ABER, wer beispielsweise Bankkaufmann ist, dem würde ich raten unbedingt einmal in Singapur oder Hong Kong zu arbeiten.

    Den „jungen Leuten“ rate ich ein Jahr lang durch Asien zu reisen und sich vorher den Film „same, same but different“ anzusehen! Der Film zeigt 100% Realitiät!

    Freundliche Grüße von
    David in Phnom Penh

  5. Ein Grund Könnte Sein: China und Japan rechnen mit ihren eigenen Währungen und nicht mehr mit dem Dollar… Sadam wollte auch sein Öl nicht mehr auf Dollarbasis abgeben… No Go für die Papierbedrucker…

    1. Das Problem für das US-geführte Empire ist viel größer als nur der direkte Yuan-Yen-Handel, siehe dazu folgenden Absatz im hier verlinkten Artikel “ Die Welt in 10 Jahren“:

      Wenn die von den Kolonialherren beherrschten Volkswirtschaften kleiner sind als von unabhängigen Kräften beherrschte BRICs, dann ändert sich alles. Die BRICs können sich, wenn sie die größeren und stärkeren Volkswirtschaften haben, mehr Militär als die G7 leisten, sie können sich mehr und bessere Medien leisten, und das seit Jahrhunderten bewährte Gebäude kolonialer Lügenpropaganda damit zum Einsturz bringen, sie können bei unbotmäßigem Verhalten Wirtschaftssanktionen gegen die G7 verhängen, sie können den G7 das exorbitante Privileg nehmen, mit US-Dollar, Euro, Pfund und Yen die Weltreserve-Währungen auszugeben und für das Gelddrucken riesige Seigniorage-Profite einzustreichen, sie können den Petro-Dollar durch einen Petro-Yuan ersetzen, sie können ihnen genehme Regeln zu geistigem Eigentum und Weltwirtschaftsgesetzen durchsetzen, und noch vieles mehr, kurz, mit der Herrlichkeit der Kolonialherren der G7 wäre es vorbei.

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/04/22/die-welt-in-10-jahren/

  6. @raus aus deutschland
    passende anmerkung zu den chinesen. danke!
    nur werden deutsche gemüter chinesen umfänglich noch lange nicht kapieren – u.a. wird z.b. den kindergartenkinder noch immer aufgezwungen englisch zu lernen, statt …
    der oktoberclub wußte es: „er ist heute in der volkshochschule ost, lernt chinesisch dort“ …

    grüße nach phnom penh

  7. Frei nach Giovanni Trappattoni: Was erlaube sich China, äh Strunz (auf italienisch Kacke)? China kaNNe sich nicht einfach WiderSetzE? Wer bitte ist China? Habe die ganze Zeit im Aus gelauert oder gewartet. Und jetzt kommen die viela Chinese und wollE einfach ALLES kaufen? IBM, VOLVO am Schluss ganzE Amerika weG! Das geTA nicht. Habibi, Arcatasch, amigo und KollegA. ÜberlegA. Das getTA nich! Wo bleiben Pax americana? Das sein die MEGA unmoralisch. Geta nicht! Ist gegen die USA! Muss die UNO einschaltA! Boykott vs China. Die erlauBBe sich WiderstanD. Wer ist China? BoyKOTT und Massen-ATOMare Zerschlagung. TAIWAN nix mehr TAIwan. Japanische Niemandsinsel

  8. dieser artikel ist wieder sehr informativ und gut ! Danke dafür !

    meines erachtens ist auch sekundär noch die militärische einkreisung von china durch die USA zu berücksichtigen. denn das US-Militär ist ja seit den 50-jahren in südkorea, japan u.a. asiatischen staaten und wollen dort ein sog. Raketenschild aufbauen. (ähnlich in Polen …um Russland in die Zange zu nehmen und damit zu erpressen…)

    der US-Imperialismus wird immer agressiver je schneller sein Ende naht.

    China, Russland, Iran, Kuba, Venezuela u.a. Staaten haben es geschafft, sich vom US-NATO-Zionisten Imperialismus zu distanzieren und eine neue Ordnung zu etablieren.

    Das gibt Hoffnung !

  9. So sympathisch uns das erscheint, dass jemand endlich dem irrsinnigen Treiben des Welt-Zionismus in Gestalt seines Prügel-Sklaven USA die Stirn bietet – wir sollten uns nicht über die Ziele und Zwecke der Asiaten im Irrtum befinden – hier geht es viel mehr um Machtkalkül und Ausbeutung der anderen als wir meinen.

    Mir persönlich ist beides zuwider – sowohl von den Zionisten als auch von den Chinesen ausgebeutet und unterdrückt zu werden – wenn nur ein Unterdrücker durch den anderen „ersetzt“ wird, haben wir nach wie vor nichts gewonnen.

    SO wird eine neue Welt nicht entstehen…

    1. Eine Ablösung des US-Imperiums bedeutet immerhin schon mal eine realistische Chance auf Frieden.

      In den letzten zehn oder mehr Jahrzehnten waren Chinesen, zumindest was zwischenstaatliche Kriege angeht, im Gegensatz zum westlichen Imperialismus sehr zurückhaltend. Ob das auch noch so sein wird, wenn China die stärkste Macht der Welt sein wird, bleibt abzuwarten. Wenn das so sein sollte, dann eröffnet außenpolitischer Friede Raum für weltweite innenpolitische Veränderungen, um weltweit – also auch in von Deutschland – zu mehr Gerechtigkeit und einem besseren Leben zu kommen.

      Wenn es nicht so sein sollte, dass China außenpolitisch so friedlich bleibt, wie es in den letzten Jahrzehnten war, dann bleibt immerhin eine multipolare Weltordnung, in der es Systemkonkurrenz zwischen unterschiedlichen Nationen gibt, in der letztlich als Herrscher nur erfolgreich sein kann, wer mit der Unterstützung der Bevölkerung agiert. Kriege sind dabei für Herrscher hinderlich, sich bei der eigenen oder anderen Bevölkerungen beliebt zu machen.

      Die derzeitige Kriegsperiode hängt damit zusammen, dass die USA versuchen, sich die ganze Welt kriegerisch untertan zu machen. In einer wirklich multipolaren Welt wird das nciht mehr gehen. Wer dann noch auf kriegerische Eroberung anstelle von Kooperation setzt, wird als Herrscher verlieren.

      Wenn die Herrscher der Nationen auf Kooperation anstelle von Krieg zur Machterweiterung setzen müssten, wäre für die Beherrschten sehr viel gewonnen. Krieg ist nach wie vor die schlimmste Geisel der Menschheit, die eine effektivere kooperative Lösung sämtlicher anderer gravierenden Probleme der Menschheit, von Ernährung über Krankheiten, Bildung, Armut bis hin zu Ressourcenknappheit und Umweltschutz verhindert.

      Und selbst wenn die zukünftige Supermacht China so geschickt und klug ist, dass China sehr stark wird, sodass die Welt wieder nicht richtig multipolar wird, dann gilt immer noch: Das US-Empire hat sich hingegen während seiner numehr rund sieben Jahrzehnte Herrschaft ebenso unfähig erwiesen, Frieden zu stiften, wie die europäischen Kolonialregimes der letzten 500 Jahre zuvor.

      Es ist also auch dann im Interesse der Bevölkerung der Welt sehr zu begrüßen, wenn andere Herrscher die Gelegenheit bekommen, es besser zu machen.

      1. … und in einer multipolaren welt könnte die grundlage wachsen, statt dem bereicherungs- und verarmungssystem ein system in dem der mensch nicht den menschen ausbeutet zu entwickeln. zumindest als idee sollte dies china näher liegen als dem us-imperialismus.

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