FSA-Terroristen setzen Massaker-Marketing-Strategie in Traimseh fort

Die auf dem 6-Punkte-Plan der UN-Sicherheitsratsresolution 2042 beruhende Annan-Mood-Mission für Syrien, UNSMIS, wurde im April für 90 Tage beschlossen. Die 90 Tage laufen am 20. Juli ab. Sollte der UN-Sicherheitsrat bis dahin keinen Beschluss zur Verlängerung gefasst haben, so würde der Vermittlertätigkeit von Kofi Annan sowie der Beobachtermission unter Führung von General Mood der Boden entzogen.

Kofi Annan hat dazu im Vorfeld erklärt, bisher habe sein 6-Punkte-Plan das Ziel nicht erreicht, die Gewalt in Syrien zu stoppen. Auch seien die Feldmissionen von General Mood zur Überwachung des im 6-Punkte-Plan vereinbarten Waffenstillstandes vorübergehend suspendiert worden, weil es keinen Waffenstillstand gebe und die Beobachtungsmissionen eben deshalb zu gefährlich sind.

In Genf haben sich kürzlich zur Absprache der weiteren internationalen Unterstützung bei der Umsetzung des 6-Punkte-Planes die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates sowie Vertreter wichtiger Regionalmächte getroffen, wozu jedoch Vertreter der wichtigen Regionalmächte Israel, Saudi Arabien und Iran nicht eingeladen waren. Beschlossen wurde da am 30. Juni, den 6-Punkte-Plan weiterhin international zu unterstützen und diesen Plan durch die internationale Befürwortung der Bildung einer Übergangsregierung unter Beteiligung aller interessierten Seiten, über deren Zusammensetzung nur Syrer selbst entscheiden dürfen, zu konkretisieren. Während die syrische Regierung den Plan der Bildung einer allein von Syrern gebildeten syrischen Übergangsregierung bis zu freien Wahlen, die aus bisherigen Oppositionellen und bisherigen Regierungsvertretern besteht, begrüßt hat, reagierten syrische Oppositionelle in der Türkei ablehnend.

Nach der Konferenz in Genf ist Kofi Annan nach Syrien gereist und hat da mit dem syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad das weitere konkrete Vorgehen zur Umsetzung des in Genf konkretisierten 6-Punkte-Planes zur Befriedung des Konfliktes in Syrien besprochen. Die weitere Vorgehensweise soll sich einem bei Al Akhbar durchgesickerten Gesprächsprotokoll zufolge an dem orientieren, was an Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in Syrien praktisch durchführbar ist. Da eine breit angelegte Beobachtermission zur Überwachung des Waffenstillstandes in ganz Syrien zu gefährlich ist, eben weil es keinen Waffenstillstand gibt, soll die Beobachtermission Überwachung des Waffenstillstandes verkleinert werden und stattdessen der Schwerpunkt der Mission auf die Unterstützung von Gesprächen zwischen Regierung und Opposition zum Erreichen einer politischen Lösung gelegt werden. Die syrische Regierung hat für diese Gespräche mit Ali Haidar einen Unterhändler benannt, Kofi Annan wird sich darum bemühen, auch in der „bewaffneten Opposition“ einen Unterhändller ausfindig zu machen. Da es keine einheitliche Führung der „bewaffneten Opposition“ gibt, die in der Lage ist, die Gewalteinstellung von Seiten der gesamten bewaffneten Opposition in Syrien anzuweisen, wird die UN-Mission sich gemeinsam mit anderen am Frieden interessierten Kräften darum bemühen, lokale Waffenstillstände mit Kommandeuren der bewaffneten Opposition vor Ort, einflussreichen Meinungsführern oder Stammesältesten zu vereinbaren. Zur Unterstützung der Bemühungen um lokale Waffenstillstände wird die syrische Regierung kurzfristige lokale einseitige Waffenstillstände veranlassen, wo es angebracht erscheint. Teams der UNSMIS-Beobachtermission von General Mood können lokal vereinbarte Waffenstillstände, wenn sie funktionieren, vor Ort überwachen. Auf diese Weise könnte der 6-Punkte-Plan zur friedlichen Beilegung des Konfliktes in Syrien Ort für Ort umgesetzt werden, wenngleich es nicht unbedingt an allen Orten waffenruhe gibt, so jedoch an immer mehr Orten.

Den unter dem Dach der FSA von türkischen Basen aus in Syrien operierenden „bewaffneten Oppositionellen“, ihrem aus der Türkei agierenden Sprachrohr SNC und ihren internationalen Unterstützern gefällt die Aussicht auf Verhandlungen und Waffenruhen, die zu freien Wahlen führen, in denen das syrische Volk selbst über die Zukunft Syriens entscheiden kann, überhaupt nicht. Sie wollen nichts außer einen mit Waffengewalt erzwungenen Regierungssturz, in dessen Folge sie selbst mit keiner anderen Legitimität als der Stärke ihrer Waffen die Macht in Syrien ergreifen. Anstelle von demokratischen Wahlen nach einem fair ausgehandelten Prozess wollen sie diktatieren können, wie und wann in Syrien zu welchen Bedingungen gewählt wird und wer an Wahlen in Syrien teilnehmen darf. Da es den auf Gealt setzenden Umstürzlern innerhalb Syriens an Kraft mangelt, verlangt der SNC internationale Unterstützung, und zwar in Form von Waffen und Geld sowie internationaler militärischer Unterstützung und – zur Vorbereitung eines offenen internationalen Krieges gegen Syrien – zunächst möglichst harte international verbindliche Sanktionen gegen die syrische Bevölkerung nach Kapitel 7 der UN-Charta. Dabei wollen FSA und SNC vor ihrer bewaffneten Machtergreifung nicht einmal sagen, wer nach ihrer Machtergeifung die Macht in Syrien haben soll und verstecken das hinter Formulierungen wie, es soll eine „Persönlichkeit mit großer Reputation“ sein.

Die USA und die NATO sind in nahezu jeder Hinsicht die mit Abstand stärkste Militärmacht der Welt, und wenn diese Macht aus irgendeinem Grund beschließt, ein Land zu überfallen, dann ist es, wie der Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 und der 2003 geführte US-Angriffskrieg gegen den Irak zeigen, unterhalb der Schwelle eines russischen und chinesischen Nuklerawaffeneinsatzes nur schwer möglich, diese am Führen von Angriffskriegen zu hindern.

Störend ist jedoch eine fehlende Legitimationsgrundlage im UN-Sicherheitsrat für US-geführte Angriffskriege. Vom UN-Sicherheitsrat gedeckte US-Angriffskriege – wie beispielsweise die Angriffskriege gegen Afghanistan, die Elfenbeinküste oder Libyen – machen an der Heimatfront weniger Probleme und bergen weniger Risiken eines sich aus internationaler Abscheu speisenden Rückstoßeffektes. Dieses Problem haben die USA auch in Bezug auf Syrien. Die FSA, der SNC und ihre internationalen Unterstützer stehen mit ihrer Haltung, dass sie keine Verhandungen, keinen Waffenstilstand und nur einen mit Waffengewalt durchgesetzten Regime Change für Syrien akzeptieren, in einem deutlichen Widerspruch zum in der UN-Sicherheitsratsresolution 2042 beschlossenen 6-Punkte-Plan von Kofi Annan. Mit ihrem ausschließlichen Setzn auf bewffnete Gewalt qualifizieren ich die unter dem Label „FSA“ operierenden bewaffneten Oppositionsgruppen als nichts Anderes als Terroristen. Die von Michel Kilo geführte syrische Oppositionsgruppe „Demokratisches Forum“ stellt sich hingegen nicht in Widerspruch zur Resolution 2042 auf.

Während die syrische Regierung, Russland, China, Iran und Irak die Fortsetzung der Umsetzung des in der UN-Sicherheitsratsresolution 2042 vereinbarten 6-Punkte-Panes entsprechend der Spezifizierung im Genfer Dokument fordern und Russland zu diesem Zweck einen Entwurf einer neuen Resolution zu Syrien in den UN-Sicherheitsrat eingebracht hat, schwimmen der FSA und ihren Unterstützern die Felle weg. Ohne massive militärische Unterstützung durch NATO-Staaten haben sie kaum eine Chance an die Macht zu kommen. Freie Wahlen können sie aufgrund ihrer der syrischen Bevölkerung bekannten Greueltaten nicht gewinnen und für eine bewaffnete Machtergreifung aus eigener Kraft sind sie aufgrund der relativen Stärke der syrischen Armee zu schwach, und das erst recht, wenn lokale Waffenstilstände „drohen“, weshalb sie auch gegen die von Kofi Annan vorgeschlagenen lokalen Waffenstillstände sind. Gibt es nicht bald einen internationalen Angriffskrieg gegen Syrien, stehen die FSA-Terroristen und ihre Unterstützer vor einer Niederlage historischen Ausmaßes.

Um diesem internationalen Angriffskrieg gegen Syrien schnell näher zu kommen, hat Britannien – unterstützt von den USA, Frankreich, anderen agressiven NATO-Staaten wie Deutschland und der von Erdogan geführten Türkei sowie den totalitären Golfdiktaturen Katar und Saudi Arabien – einen Resolutionsentwurf zu Syrien in den Sicherheitsrat eingebracht, der eine Verlängerung der Annan-Mission um nur 45 Tage sowie Maßnahmen nach Kapitel 7 der UN-Charta – also diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Syrien vorsieht, wenn nicht alle zehn Tage sinngemäß festgestellt wird, dass die syrische Regierung sich einseitig vom Kampf gegen die FSA-Terroristen zurückgezogen hat und den bewaffneten Terrorbanden der FSA die Herrschaft über alle syrische Bevölkerungszentren überlässt. Natürlich lehnt Russland den britischen Entwurf ab, denn es ist durchsichtig, dass die NATO- und GCC-Staaten damit keine anderen Zwecke verfolgen, als Syrien vor einem NATO-Angriffskrieg zu schwächen einer Legitimation zu einem NATO-Angriffkrieg näher zu kommen. Und Russland verleiht seinem Sicherheitsratsveto gegen die Vorbereitungen zum beabsichtigten offenen NATO-Angriffskrieg gegen Syrien mit russischen Handelsschiffen wie der MV Alaed und der russischen Kriegsmarine – und damit indirekt auch mit den russischen Atomwaffen – zusätzliches Gewicht.

Um trotzdem Druck für den britischen Resolutionsentwurf aufzubauen, verfolgen die Unterstützer der Terrorgruppe FSA im UN-Sicherheitsrat die Strategie einer roten Linie. Wenn es keine Maßnahmendrohungen gegen Syrien nach dem Sanktions- und Kriegskapitel 7 der UN-Charta gebe, dann, so drohen die USA, werden westliche Länder gar keiner Resolution zu Syrien im UN-Sicherheitsrat zustimmen und so die Annan-Mood-Mission stoppen, durch die lokale Waffenstillstände und Infomationen über die Greueltaten der von ihnen unterstützten FSA-Banden drohen.

Als zweite Linie zur Unterstützung des kriegsvorbereitenden britischen Resoutionsentwurfes verfolgen die FSA und ihre NATO-Unterstützer wieder einmal ihre berühmte „Massaker-Marketing-Strategie“. Schon zu den Syrien betreffenden UN-Sicherheitsratssitzungen und wichtigen internationalen Entscheidungen vergangener Monate hatten „unbekannte Täter“ geradezu regelmäßig Massaker an der syrischen Bevölkerung verübt, die der Propaganda-Apparat der NATO-Staaten dann unter Berufung auf Aussagen der Mörder umgehend der syrischen Regierung zuschrieb und als Konsequenz daraus harte kriegsvorbereitende Maßnahmen im UN-Sicherheitsrat forderten.

Die Strategie der FSA und ihrer Unterstützer, vor UN-Sicherheitsratssitzungen zu Syrien Massaker zu begehen, um diese der syrischen Regierung in die Schuhe zu schieben und auf der falschen Schuldzuweisung basierend scharfe Maßnahmen gegen Syrien zu fordern, ist inzwischen bestens bekannt. Und ganz zufällig war es auch gestern so, dass, während der russische Vize-UN-Botschafter Alexander Pankin in den Beratungen im UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen Syrien kategorisch ablehnte, in Syrien ein Massaker begangen wurde, so dass Journalisten ihn beim Raustreten aus der Sitzung im Sicherheitsrat gleich damit unter Druck zu setzen versuchen konnten.

Es es nicht schwer zu erkennen, welche die stets pünklich vor UN-Sicherheitsratsentscheidungen in Syrien begangenen Massaker wie vermarkten. Zum gestrigen Massaker in Al-Trimsa (der arabische Ortsname lässt sich auch anders, beispielsweise Traimseh, Taramseh oder Treimsa ins Lateinische transskribieren) twitterte Susan Rice, die US-Botschafterin bei der UN: Berichte über Traimseh-Massaker sind alptraumhaft – demonstrieren dramatisch die Notwendigkeit zu bindenden UN-Sicherheitsratsmaßnahmen zu Syrien.

Die staatliche deutsche Propaganda-Sendung Tagesschau vermarktete das FSA-Massaker von Al-Trimsa als Top-Nachricht auf ihrer Startseite mit folgender Offenbarung:

Aufstand in Syrien
Offenbar neues Massaker in Provinz Hama

In der syrischen Provinz Hama soll es nach Angaben von Oppositionellen ein neues Massaker gegeben haben. Dort seien mindestens 100 Menschen von regierungsnahen Milizen getötet worden. Andere Augenzeugen sprachen sogar von mehr als 200 Toten. Derweil stecken die diplomatischen Bemühungen weiter fest.

Der Hintergrund eines Zusammenhanges mit den Beratungen im UN-Sicherheitsrat ist so klar, dass auch die Tagesschau Massaker und die Meinungsverschiedenheiten im Sicherheitsrat in eine Meldung gepackt hat. Und so wie die Tagesschau macht es der gessamte Propaganda-Apparat der NATO- und GCC-Staaten. Unter Berufung auf die Mörderbanden der FSA oder ihnen nahestehende Personen wird vermeldet, das von der Mörderbande FSA in Al-Trimsa begangene Massaker sei pünklich zu den UN-Sicherheitsratsberatungen von der syrischen Regierung begangen worden. Die Meldungen der syrischen Regierung dazu, werden, wenn sie überhaupt erwähnt werden, so dargestellt, dass sie unglaubwürdig erscheinen.

Leser von SANA und Xinhua erfahren hingegen, was gestern im syrischen Ort Al-Trimsa passiert ist. Terroristen der FSA haben pünktlich zu den UN-Sicherhietsratsberatungen zu Syrien wilkürlich Dutzende Einwohner des Ortes massakriert, die Einwohner haben die syrische Armee um Hilfe gerufen, die Armee hat den Ort dann von den Terrorbanden der FSA befreit und die restlichen Einwohner des Ortes so davor geschützt, ebenfalls im Rahmen der US-geführten Massaker-Marketing-Strategie der FSA massakriert zu werden. Um einen Gesamtüberlick über die mit dem Terror- und Propagandakrieg gegen Syrien zusammenhängenden Ereignisse in Syrien bekommen, empfiehlt sich die Lektüre des Newsletters von documents.sy. Für gestern werden die Opfer tödlicher Gewalt Dutzender einzelner Ereignisse in Syrien dort auf 110 Personen geschätzt.

Nachtrag 15:20h: die Terroristen ändern, wie gewohnt, nach dem Auffliegen ihrer Lüge mal wieder ihre Story. Jetzt behaupten sie, es habe in Tremseh kein Massaker gegeben, sondern einen von Kämpfern der FSA begonnenen Kampf zwischen FSA und syrischer Armee, den die FSA-Terroristen verloren haben. Die Toten von Tremseh seien bis auf höchstens sieben Zivilisten alles Kämpfer der FSA. Die FSA habe in der Nähe einen Armeekonvoi angegriffen, die Armee habe die Angreifer der FSA dann verfolgt, die FSA-Kämpfer in Tremseh gestellt und die FSA in Tremseh innerhalb einer Stunde besiegt, behaupten die Terroristen nun.

Michael Stempfle vom staatlichen deutschen Terroristen-Unterstützerkanal ARD verbreitet hingegen, da keine FSA in Tremseh war und nicht klar ist, dass die Regierung das „Massaker“ egangen habe, müsse es wohl eine unbekannte „Dritte Kraft“ sein, die für die Toten von Tremseh verantwortlich ist.

Nachtrag 16:10h: General Mood hat erklärt, UNSMIS-Beobachter seien etwa fünf bis sechs Kilometer vom gestrigen Geschehen in Tremseh entfernt gewesen. Sie hätten beobachtet, dass es dort indirektes Feuer gegeben habe und Hubschrauber zum Einsatz gekommen seien. Aufgrund der von den Kämpfen ausgehenden Gefahr hätten die UNSMIS-Beobachter sich dem Ort des Geschehens nicht weiter genähert. Sollte es einen glaubwürdigen lokalen Waffenstillstand in Tremseh geben, seien die UNSMIS-Beobachter bereit, sich die Situation vor Ort in Tremseh anzuschauen.

Nachtrag 19:10h: Das syrische Militär hat zur Anti-Terror-Operation in Tremseh ein Statement über SANA verbreiten lassen. Das Militär sagt, es sei bei der Operation in Tremseh kein einziger Zivilist ums Leben gekommen. Bürger des Ortes hätten das syrische Militär darum gebeten, den Ort von den Terroristen zu befreien, die verschiedenste Verbrechen gegen ihnen missliebige Bewohner verübt hätten, darunter Morde, Folter und Brandstiftungen. Die Anti-Terror-Operation in Tremseh sei nach einem gemeinsam mit Bürgern des Ortes vollzogenen Prozess akurater Informationsgewinnung durchgeführt worden. Die Terroristen seien in ihren Unterschlüpfen gestellt und überwältigt worden.

Nachtrag 22:40h: SANA berichtet, dass das syrische Fernsehen zwei der in Tremseh verhafteten Terroristen vorgefüht hat. Die Terroristen haben gesagt, dass sich in dem Ort seit rund 20 Tagen bewaffnete Banden gebildet hatten, die aus etwa 250 bis 300 einheimischen und auswärtigen bestanden hätten, und nahegelegene Checkpoints der Sicherheitskräfte überfallen haben.

Nachtrag 14.07. 16:00h: US-Lakai YanKee-Moon wirft Syrien in Bezug auf die syrische Militäroperation in Tremseh Kriegsverbrechen vor. Er verurteilt, wie Reuters berichtet – in schärfster Form – den „wahllosen Gebrauch (indiscriminate use) von schwerer Artillerie und Granantbeschuss bevölkerter Gebiete“. Wahllose Gewalt (indiscriminate force), die nicht zwischen bewaffneten Gegnern und Zivilisten unterscheidet, ist ein Kriegsverbrechen. Doch nach einem wahllosen Gebrauch von schwerer Artillerie und Granantbeschuss sieht die Operation bei näherem Hinschauen nicht aus. Zwar hatte AFP am Donnerstag Morgen unter Berufung auf einen „Aktivisten in Hama“ gemeldet, die syrische Armee habe die Schule von Tremseh mit Granaten beschossen und vollständig zerstört. Doch DPA meldet unter Berufung auf einen Aktivisten in Hama, die Schule sei, da Sommerferien sind, von den rund 250 Mann zählenden bewaffneten Anti-Regierungs-Kämpfern in Tremseh als Waffenlager genutzt worden und von den Granaten der syrischen Armee genau getroffen worden. Wenn ein Schulgebäude nicht zur Ausbildung von Kindern, sondern als Waffenlager von Terroristen genutzt wird, dann ist ein Schulgebäude ein völig legitimes Ziel. Das sieht nicht nach wahllosem Beschuss aus, sondern nach einem sehr gezieltem Beschuss eines legitmen militärischen Ziels – und die syrische Armee hat das Ziel auch getroffen und zerstört.

Nachtrag 14.07. 19:00h: Es gibt noch einen sehr deutlichen Beweis dafür, dass einige der unter der Flagge des französischen Mandats operierenden Anti-Regierugskräfte es darauf anlegen, die Frieden verheißende Annan-Mood-Mission unbedingt zu stoppen. UNSMIS-Chef General Mood sagte gerade, in Deir Al-Zour sei die Strategie lokaler Waffenstillstände bereits vielversprechend angelaufen. Am gestrigen Freitag haben die innerhalb Syriens aktiven Kräfte, die den Frieden torpedieren wollen, um weiter Krieg führen zu können, unter anderem in Haish, in der Al-Maze-Nachbarschaft in Damaskus, in Al-Najia, in Al-Miadeen, in Harasta und in Duma Demonstrationen veranstaltet, die unter dem Motto „Entferne Annan, den Diener Assads und des Iran“ standen. Es sind zu den Demonstrationen zwar nicht viele Teilnehmer gekommen, aber die Demonstrationen zeigen, dass es innerhalb Syriens radikale Kräfte gibt, die die Fortsetzung der potentiell friedensbringenden Annan-Mission unbedingt verhindern wollen.

Nachtrag 15.07. 11:00h: Die Beoabachter der UNSMIS widersprechen nach einem Besuch in Tremseh in einem Statement der Behauptung von YanKee-Moon, die syrische Armee habe wahllos militärische Gewalt eingesetzt. UNSMIS sagt in ihrem Statement, der Angriff auf Treimseh scheint gegen spezifische Gruppen und ihre Häuser, „hauptsächlich Armeedeserteure und Aktivisten“, gerichtet gewesen zu sein.

Nachtrag 15.07. 11:30h: SANA hat die im syrischen TV ausgestrahlten Geständnisse von drei in Treimseh festegenommenen Männern veröffentlicht, die zugegeben haben, an Entführungen zum Zweck der Lösegelderpressung und an der Ermordung ihren Anführern missliebiger Nachbarn und Nachbarinnen beteiligt gewesen zu sein.

Nachtrag 15.07. 12:00h: Die New York Times gibt nun zu, dass die öffentliche Behauptung von Riad al-Assad, dem sich in der Türkei aufhaltenden Anführer der FSA, in Tremseh habe es keine Kämpfer der Opposition gegeben, unglaubwürdig ist, und die verfügbaren Beweise den Schluss nahelegen, dass der Verlauf der Ereignisse in Tremseh eher so war wie es die syrische Regierung darsgestellt habe.

Nachtrag 15.07. 14:40h: Der syrische Außenamtssprecher Dschihad Maktissi hat RIA Novosti zufolge gesagt, bei dem Anti-Terror-Einsatz in Tremseh seien 37 bewaffnete Regierungsgegner sowie 2 Zivilisten ums Leben gekommen. Er bestritt dabei Champress zufolge Angaben der UNSMIS, denen zufolge in Tremseh schwere Waffen zum Einsatz gekommen seien.

3 Gedanken zu “FSA-Terroristen setzen Massaker-Marketing-Strategie in Traimseh fort

  1. Aus einem Fremdlog:

    >>kaumi on 13. Juli 2012 at 13:49 schrieb:

    “الحقيقة” تحصل على شريط يؤكد أن معظم القتلى المتوفرة صورهم هم من المسلحين الإسلاميين والوهابيين، واعتقال أحد أخطر زعماء الميليشيات الوهابية في المنطقة.. حسين الدباس

    حماة ، الحقيقة (خاص من : مازن ابراهيم): أكدت معلومات ميدانية مستقلة حصلت عليها”الحقيقة” في ساعة متأخرة من هذه الليلة أن ما حصل في قرية”التريمسة” في ريف حماة يوم أمس “لم يكن مجزرة ، وإنما معركة حربية حقيقية بين طرفين عسكريين”.

    Betreffs des o.g. “Massakers” gibt es lt. “Al Hakika-online” folgende Informationen:

    Die Opfer sind das Ergebnis eines militärischen Gefechtes zwischen Einheiten der regulären syrischen Armee und bewaffneten Rebellen. Demnach sollen ca. 200-300 Kämpfer der “FSA” (übersetzt aus dem vollständigen Bericht) vor zwei Tagen das Dorf Al Tirimsa nahe Hama eingenommen haben und einige Bewohner, die im Verdacht stünden, Assad-Anhänger zu sein, hingerichtet haben. In den frühen Morgenstunden soll dann die Offensive der syrischen Einheiten begonnen haben. Unterstützt wird diese Nachricht durch Filmaufnahmen, die in überwältigender Mehrheit getötete Männer zeigen, die Bärte tragen und eher kurzgeschorene Haare hätten.
    Weiterhin werden diese Aussagen dadurch untermauert, dass unter den “zivilen Opfern” der lokale Kommandeur einer “FSA-Einheit”, Hussein Al Dabbas, zu finden ist.

    … sollte es weitere Detaills in die eine oder andere Richtung geben, werde ich nachberichten!<<

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