NATO-Medien verzerren Darstellung zum syrischen Abschuss der türkischen F-4 Phantom

Massenmedien der NATO-Staaten verbreiten in der Öffentlichkeit verzerrte Berichte zum Abschuss eines türkischen Kampfjets vom Typ F-4 Phantom durch die syrische Luftabwehr am Freitag. Die Verzerrung der Fakten erfolgt in einer Art und Weise, die geeignet ist, mehr anti-syrische Kriegsstimmung in der Bevölkerung der NATO-Staaten zu erzeugen.

Wie zu vielen Ereignissen, die mit Syrien zu tun haben, gibt es zu dem Abschuss des türkischen Kampfjets zwei unterschiedliche Geschichten.

Die von der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA in der Nacht von Freitag auf Samstag erzählte Geschichte ist folgende:

Am Freitag um 11:40h hat ein nicht-identifiziertes Flugobjekt, das von Westen kam und sehr tief und mit hoher Geschwindigkeit über syrische Territorialgewässer geflogen ist, den syrischen Luftraum verletzt. Die syrische Luftabwehr hat das nicht-identifizierte Flugobjekt mit Luftabwehr-Artillerie bekämpft und es direkt getroffen, als es einen Kilometer von der syrischen Küste entfernt war. Das getroffene Flugobjekt stürzte westlich des syrischen Dorfes Om al-Tuyour 10km vom Strand entfernt in syrische Hoheitsgewässer. Das getroffene Objekt stellte sich als türkisches Militärflugzeug heraus, mit dem den syrischen Gesetzen entsprechend verfahren woren sei. Die syrische Marine sucht gemeinsam mit der türkischen Marine nach den zwei vermissten Piloten.

Bebildert wurde der Bericht von SANA mit folgender Kartendarstellung der Flugbahn des abgeschossenen Flugobjektes:

Darstellung der Flugbahn des abgeschossenen Flugobjektes durch SANA - 23.06.2012
Darstellung der Flugbahn des abgeschossenen Flugobjektes durch SANA - 23.06.2012

Dieser schematische Zeichnung zufolge ist das Flugobjekt ab 11:12h nordwestlich vom Mittelmeer gekommen, hat über der türkischen Provinz Hatay eine Kehre gedreht, ist dann südwestlich auf das Mittelmeer geflogen, hat dort eine Kehre gedreht, sodann aus südwestlicher Richtung vom Mittelmeer kommend dicht an der syrischen Küste vorbei auf die türkische Provinz Hatay zugeflogen, hat dort eine Kehre nach Südwesten zurück auf das Mittelmeer gedreht und ist dann aus westlicher Richtung vom Mittelmeer kommend direkt in Richtung Syrien auf die syrische Küste zugeflogen, wo das Flugobjekt dann von der syrischen Luftwabwehr abgeschossen wurde. In den staatlichen syrischen Fernsehnachrichten vom Samstag wurde das Flugzeugsymbol in der oben gezeigten Kartendarstellung etwas animiniert, so dass die von Syrien behauptete Flugroute noch ein bisschen deutlicher wird. Die in Syrien aktive private russische Nachrichtenagentur ANNA-News meldete zum syrischen TV-Bericht, das Flugobjekt habe den syrischen Luftraum mehrfach verletzt, bevor es abgeschossen wurde.

Syrien blieb bei dieser Darstellung der Fakten. Der syrische Außenamtssprecher Jihad Makdisi fügte der russischen Agentur RIA Novosti zufolge am Samstag im türkischen Fernsehen hinzu, der Jetabschuss sei auf keinen Fall als eine feindliche Aktion gegen die Türkei anzusehen, es handelt sich um die Verteidigung der Souveränität Syriens und auf keinen Fall um einen Angriff, es sei sehr wichtig, dass die Seestreitkräfte beider Länder gemeinsam nach den vermissten Piloten suchen und er hoffe, dass sie demnächst gefunden werden und dieser Zwischenfall bald der Vergangenheit angehört.

Die von der Seite der Türkei verbreitete Geschichte zu dem Zwischenfall ist in mehreren wichtigen Details eine Andere. Besonders in der wichtigen Frage, wo der türkische Jet von der syrischen Flugabwehr getroffen wurde, unterscheidet sich die türkische Narrative von der syrischen Narrative.

Der britische Sender BBC meldete am Freitag Abend, das türkische Militär habe gesagt, es habe am Freitag um 11:58h den Funkkontakt zu der F-4 verloren, während diese über Hatay flog, nachdem die Maschine rund 90 Minuten zuvor von der Erhac Airbase in der Provinz Malatya gestartet sei. Die französische Agentur AFP meldete am Freitag Nachmittag, das türkische Militär habe in einer Meldung mitgeteilt, es habe um 11:58h den Kontakt zu einem türkischen Jet verloren, der sich südöstlich der an Syrien grenzenden türkischen Provinz Hatay befunden habe und Such- Rettungsbemühungen hätten unverzüglich begonnen. AFP führte weiter aus, der private Nachrichtenkanal NTV habe unter Berufung auf namentlich nicht genannte Militärkreise berichtet, der türkische Jet sei in syrische Hoheitsgewässer gestürzt, aber eine Verletzung der syrischen Grenze habe es nicht gegeben. Reuters meldete am Freitag aus Istanbul, der Sender CNN Turk habe berichtet, die Militärmaschine sei in Syrien abgestürzt.

Die regierungsnahe türkische Zeitung Todays Zaman berichtete am Freitag Nachmittag unter Berufung auf eine Aussage des Journalisten Fatih Altaylı bei Habertürk TV, der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan habe Journalisten auf dem Heimflug von Brasilien erzählt, die syrische Seite habe gesagt, der Zwischenfall sei ein Fehler gewesen und der Türkei eine „ernsthafte Entschuldigung“ gegeben. Erdogan selbst erzählte RT zufolge Medien nach seiner Landung in der Türkei jedoch, er wisse nicht, ob der türkische Jet abgeschossen wurde und er könne auch eine Entschuldigung Syriens nicht bestätigen. Nach einem türkischen Sicherheitstreffen unter Vorsitz von Erdogan berichtete die Today’s Zaman am Freitag Abend, dass ein Statement herausgegeben worden sei, in dem erklärt wurde, der Jet sei abgeschossen worden und Erdogan erklärt habe, die Absturzstelle befinde sich 13km vor Latakia, einer rund 45km von der türkischen Grenze entfernten syrischen Küstenstadt. Dazu, ob die türkische Maschine im syrischen Luftraum war, wurden in der Meldung der Today’s Zaman keine Angaben gemacht. Nach diesem Bericht in der Today’s Zaman erschien bei SANA die Meldung, in der Syrien, das bis dahin zu dem Ereignis öffentlich geschwiegen hatte, offiziell bestätigte, die türkische Maschine abgeschossen zu haben.

Am Samstag Vormittag meldete der britische Telegraph, der türkische Präsident Abdullah Gül habe der Nachrichtenagentur Anatolia gesagt, es sei möglich, dass der türkische Jet im syrischen Luftraum war, aber das sei Routine, es passiere öfter mal, dass die Jets außer Kontrolle geraten, weil die Jets so schnell seien, und es sei keine böse Absicht. Der Telegraph ergänzte, der stellvertretende türkische Premierminister Bulent Arinc habe erklärt, bei der abgeschossenen türkischen Phantom habe es sich entgegen früheren Berichten nicht um ein Kampfflugzeug, sondern um ein Aufklärungsflugzeug gehandelt. Die türkische Zeitung Radikal gab am Samstag Nachmittag wie viele andere türkische Medien unter Berufung auf inoffizielle Militärkreise bekannt, die beiden nach dem Abschuss vermissten Piloten der Maschine seien Captain Gökhan Ertan und Leutnant Hüseyin Aksoy.

Am Sonntag erklärte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu Reuters zufolge im staatlichen türkischen Fernsehen TRT, der türkische Jet sei auf einer Mission zum Testen heimischer Radarsysteme „13 Seemeilen vor der syrischen Grenze“ ohne Vorwarnung von der syrischen Luftabwehr getroffen worden. Das Flugzeug sei klar als türkisch zu erkennen gewesen und die syrische Seite habe gewusst, dass es sich um ein türkisches Flugzeug handele. Radarbildern zufolge hätte der Pilot durch den Treffer die Kontrolle über das Flugzeug verloren und sei dann nach „abnormalen Bewegungen“ im Mittelmeer innerhalb syrischen Hoheitsgebietes abgestürzt. Reuters berichtet in der Meldung weiter, rund 50 km von der Abschussstelle entfernt biete die Türkei an seiner südostlichen (sic!) Grenze mit der Türkei der rebellischen FSA sowie Flüchtlingen Unterschlupf, bestreite jedoch, Waffen für die Aufständischen zu liefern.

Bei Moon of Alabama wiedergegebenen Tweets des türkischen für Today’s Zaman tätigen Journalisten Mahir Zeynalov zufolge hat Reuters in einem entscheidenden Punkt die Aussage von Davutoglu verzerrt wiedergegeben und einem weiteren wichtigen Punkt unterschlagen. Verzerrt wiedergegeben wurde von Reuters der Ort, an dem der türkische Jet getroffen wurde. Reuters meldete, das sei „13 Seemeilen vor der syrischen Grenze“ gewesen. Den Tweets von Zeynalov zufolge hat Davutoglu jedoch gesagt, dass der Jet 13 Seemeilen von der syrischen Küste entfernt getroffen worden sei. Die Seegrenze von Syrien befindet sich jedoch, genau wie die Seegrenze eines jeden anderen Staates, zwölf Seemeilen vor der Küstenlinie entfernt. Der von Davutoglu behauptete Ort des Treffers befindet sich also viel näher an der syrischen Grenze, nämlich eine Seemeile von der syrischen Grenze entfernt, nicht wie Reuters behauptet hat, „13 Seemeilen vor der syrischen Grenze.“ Unterschlagen hat Reuters den Tweets zufolge, dass Davutoglu in seiner Ansprache zugegeben hat, dass der abgeschossene Jet 15 Minuten vor dem Abschuss in syrisches Hoheitsgebiet eingedrungen war.

Ein Artikel von Hürriyet Daily News erläutert die von türkischer Seite behauptete Flugroute des türkischen Jets näher. Dort heißt es, die türkische F4 sei Radarprotokollen zufolge, die der türkische Generalstab zur Verfügung gestellt habe, um 11.42h für fünf Minuten in syrischen Luftraum eingedrungen. Um 11:44h hätten türkische Radaroperatoren den Jet informiert, dass er in syrisches Territorium eingedrungen sei und ihn aufgefordert, es so schnell wie möglich zu verlassen. Der Funkkontakt der türkischen Leitstelle zu dem Jet sei 16 Minuten nach dem Beginn des fünf-minütigen Eindringens verloren gegangen, was nach Adam Riese also 11:58h bedeutet. Die Hürriyet Daily News behauptet in dem Artikel weiter, der türkische Geheimdienst habe den Funkverkehr syrischer Militärs abgehört und meine, es gäbe „ernsthafte Indikatoren“ dafür, dass der Befehl für den Abschuss aus Damaskus gekommen sei, wobei die Quellenlage für diese Behauptung der Hürriyet Daily News jedoch im Dunkeln bleibt. Eine hochangige türkische Quelle habe gesagt, dass die syrische Regierung für die Attacke „bezahlen soll,“ meldet die Hürriyet Daily News weiter. Übereinstimmend mit der Weltpresse meldet die Hürriyet dabei, dass die Türkei Konsultationen mit allen NATO-Staaten nach Artikel 4 des NATO-Vertrages angesetzt hat.

Im privaten türkischen Fernsehkanal NTVMSNBC wurde türkischen Fernsehzuschauern die Darstellung des Zwischenfalls auf Basis der Behauptungen der türkischen Armeeführung anhand von drei Kartenskizzen etwas detaillierter erläutert. Hier ist die erste dem türkischen TV-Publikum von NTVMSNBC präsentierte Kartenskizze:

Erster Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012
Erster Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012

Der Darstellung zufolge befand sich der türkische Jet um 11:08h auf 22000 Fuß (6706 Meter) Höhe befand sich nördlich von Zypern und flog Richtung Hatay. Um 11:23h machte der Jet in 7500 Fuß Höhe über Hatay eine Kehre und flog dann südwestlich auf das Mittelmeer hinaus, wo der Jet dann um 11:37h eine Höhe von 2000 Fuß (610 Meter) hatte. Bemerkenswert ist die in die Kartendarstellung eingezogene weiße Linie vor den Küsten der Türkei und Syriens, mit der das zwölf Seemeilen vor der Küstenlinie beginnende Hoheitsgebiet der Staaten makriert wird: in der bei NTVMSNBC verwendeten Kartendarstellung sind zwölf Seemeilen bei Syrien (rechts) viel weniger als bei der Türkei (oben). Da mit der Darstellung den TV-Zuschauern des NATO-Staates Türkei darsgetellt wird, wann und wie die türkische Maschine syrisches Hoheitsgebiet verletzt hat, ist der Fehler, die syrische 12-Seemeilen-Zone kleiner als die türkische Zone zu machen, bemerkenswert, und es ist kaum vorstellbar, dass das „aus Versehen“ geschehen ist.

Dieser „merkwürdige“ Unterschied bezüglich der Größe der 12-Seemeilen-Zonen findet sich auch in der zweiten dem türkischen TV-Publikum von NTVMSNBC präsentierten Kartenskizze:

Zweiter Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012
Zweiter Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012

Ab 11:37h flog der türkische Jet demnach von Südwest kommend auf die syrische Küste zu. Um 11:42h drang der türkische Jet in einer Flughöhe von nur 200 Fuß (61 Meter) in die syrische 12-Seemeilen-Zone, also den syrischen Luftraum, ein. Mit dem Eindringen in den syrischen Luftraum änderte der Jet seine Flugrichtung und flog im syrischen Luftraum in etwa parallel zur syrischen Küste Kurs Nordnordost. Um 11:44h sei der türkische Jet im syrischen Luftraum von der türkischen Leitstelle darauf hingewiesen worden, dass er sich im syrischen Luftraum befinde. Wir erinnern uns: die türkische Militärführung erklärte Hürriyet Daily News zufolge, der türkische Jet sei von der türkischen Leitstelle aufgefordert worden, den syrischen Luftraum schnellstmöglich zu verlassen. Dieser Darstellung von NTVMSNBC zufolge hat der türkische Jet auf diese Aufforderung hin jedoch keine Kurskorrektur weg von der syrischen Küste vorgenommen, sondern flog weiter Kurs nordnordost, bis der Jet um 11:47h an der Nordgrenze des syrischen Luftraumes in den türkischen Luftraum gelangte. Nach der angeblichen Aufforderung durch die türkische Leitstelle, den syrischen Luftraum schnellstmöglich zu verlassen, verringerte der türkische Jet durch die Beibehaltung des Kurses nordnordost aufgrund der syrischen Landspitze von Ras Al Basit den Abstand zur syrischen Küste sogar noch. Da die Kartendarstellung von NTVMSNBC nur schematisch ist, und insbesondere die Proportion der syrischen 12-Seemeilen-Zone im Vergleich zur türkischen 12-Seemeilenzone nicht stimmt, bleibt nur Spekulation zu der Frage, wie dicht der türkische Jet tatsächlich an der syrischen Küste dran war. Auffallend ist jedenfalls, dass von türkischer Seite bisher der syrichen Darstellung nicht widersprochen wurde, der türkische Jet habe sich im Tiefflug mit hoher Geschwindigkeit bis auf einen Kilometer an die syrische Küste angenähert. Um 11:50h sei der türkische Jet dann kurz bevor er über der Landmasse der türkischen Provinz Hatay eine erneute Kehre Richtung Westen gemacht hat, auf 3000 Fuß Höhe gestiegen gewesen, geht aus der Kartenskizze von NTVMSNBC der weitere Flugverlauf nach türkischer Darstellung hervor.

Auf der dritten dem türkischen TV-Publikum von NTVMSNBC präsentierten Kartenskizze ist der Abschuss und Absturz des türkischen Jets eingezeichnet:

Dritter Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012
Dritter Screenshot von NTVMSNBC zum F4-Phantom-Zwischenfall vom 22.06.2012

Diese verzerrte Skizze und die darin enthaltenen groben Manipulationen der Kartendarstellung offenbaren, dass es mit der türkischen Darstellung des Abschusses dicke Probleme gibt. Zunächst einmal sei auf den skizzierten Inhalt eingegangen. Dieser Darstellung von NTVMSNBC zufolge befand sich die türkische Maschine um 11:50h nicht mehr wie auf der letzten Skizze dargestellt, in einer Höhe von 3000 Fuß im Anflug auf die türkische Küste, sondern bereits über der Landmasse der Provinz Hatay und hatte Kurs Südwest eingeschlagen. Die Maschine flog dann der Darstellung zufolge weiter mit Kurs südwest an der Grenze des syrischen Luftraumes vorbei. Um 11:58h wurde die türkische Maschine westlich und leicht südlich von der syrischen Landspitze von Ras al Basit in einer Entfernung von 13 Seemeilen zur syrischen Küste von der syrischen Luftabwehr getroffen. Nach dem Treffer änderte die Maschine in einer 90-Grad-Kehre ihren Kurs Richtung südost, also näher an die syrische Küste heran, und stürzte um 12:02h acht Seemeilen von der syrischen Küste entfernt, also innerhalb des syrischen Hoheitsgebietes, ins Meer. Im Gegensatz zu den Informationen der anderen beiden Skizzen wurde nicht angegeben, in welcher Höhe sich die türkische Maschine um 11:58h angeblich befunden haben soll, als sie getroffen worden sein soll.

Auffällig an der Skizze ist, dass sich der Absturzort, der acht Seemeilen vor der Küste liegen soll, so nah an der Linie der syrischen 12-Seemeilen-Zone liegt, dass der eingezeichnete Punkt die eingezeichnete Linie berührt. Der Ort, an dem die türkische Maschine um 11:58h getroffen worden sein soll, und der dreizehn Seemeilen von der syrischen Küste entfernt sein soll, befindet sich hingegen in der Skizze weit weg von dargestellten syrischen 12-Meilen-Zone.

Den türkischen Angaben zum Zwischenfall zufolge müsste es jedoch umgekehrt sein: der Ort des Treffers 13 Seemeilen vor der syrischen Küstenlinie müsste knapp außerhalb der Linie der syrischen 12-Seemeilen-Zone liegen und der Absturzort acht Seemeilen vor der Küste deutlich innerhalb der syrischen 12-Seemeilen-Zone.

Wäre das allerdings so eingezeichnet und die syrische 12-Seemeilen-Zone in der Skizze nicht verzerrt worden, dann hätte die türkische Maschine, wenn sie wie eingezeichnet einen geraden Kurs etwa Richtung südwest geflogen ist, nur wenige Sekunden vor dem Abschuss den syrischen Luftraum verletzt, nämlich genau da, wo sie der syrischen Landspitze von Ras al Basit vorbeigeflogen ist. Wäre die Maschine um die syrische Landspitze von Ras al Basit herumgeflogen und dann südlich der Landspitze 13 Seemeilen von der syrischen Küste entfernt getroffen worden, so hätte die Maschine keinen Kurs in Richtung offenes Meer gehabt, sondern einen Kurs Richtung syrischer Küste eingeschlagen gehabt, wäre also zum Zeitpunkt des Trffers im Begriff gewesen, eine absichtliche und unprovozierte Verletzung des syrischen Luftraumes zu begehen, und das, obwohl die Maschine den syrischen Luftraum bereits 15 Minuten zuvor verletzt hatte und von der türkischen Leitstelle zum schnellstmöglichen Verlassen des syrischen Luftraumes aufgefordert worden war.

Man kann diese türkische Darstellung drehen und wenden wie man will, mit einer maßstabgetreuen Karte und präzisen Koordinaten passen die türkischen Informationen, die aufgrund dessen, dass der türkische Jet eindeutig tief in syrischem Hoheitsgebiet abgestürzt ist, ohnehin ein dickes Glaubwürdigkeitsproblem haben, nicht zusammen. Wenn die türkische Bevölkerung mitbekommen würde, dass die türkische Darstellung Widersprüche in der Logik aufwirft, dann liefe die türkische Regierung noch stärker Gefahr, dass sich in der türkischen Bevölkerung zu dem Zwischenfall die Meinung „Selbst Schuld“ durchsetzt: angesichts dessen, dass die mit der Türkei in der NATO verbündete Supermacht USA gerade vor kaum zehn Tagen öffentlich bekannt gegeben hat, einen detaillierten Plan für einen Angriffskrieg gegen Syrien zu erstellen, war die Annahme Syriens begründet, dass die NATO mit einem Kampfjet gezielt den syrischen Luftraum an der Küste verletzen wird, um Syrien zum Anschalten der Zielradare der Luftverteidigung zu bewegen und so herauszubekommen, wohin die NATO beim Beginn des Angriffskrieges analog zum NATO-Angriff auf Libyen ihre gegen die syrische Luftabwehr gerichteten Cruise Missiles schicken muss.

Bei einer nicht-verzerrten Darstellung ließe sich der Zwischenfall von der Türkei und anderen NATO-Staaten wie den USA, Britannien und Italien auch überhaupt nicht für empörte Kriegsrhetorik nutzen, insbesondere von den heuchlerischen USA nicht, die im Fall des vor zwei Jahren mit tödlicher Gewalt angegriffenen türkischen Aktivistenschiffes Mavi Marmara den Angreifer Israel vor jeglicher Verurteilung durch den UN-Sicherheitsrat geschützt haben, obwohl der israelische Angriff auf die Mavi Marmara klar und eindeutig nicht in einer israelisch-palästinensischen 12-Seemeilen-Zone, sondern ganze 72 Seemeilen vor der Küste stattfand.

Was man den türkischen NATO-Medien lassen muss, ist, dass sie sich viel Mühe machen, die türkische Aggression gegen Syrien trotz des klaren Beweisstückes, dass der türkische Jet tief in syrischen Gewässern liegt, basierend auf den absurden Statements türkischer Politiker und Militärs durch Verzerrungen in eine syrische Aggression gegen Syrien umzulügen, um Israel endlich seinem lang gehegten Wunschtraum eines türkisch-syrischen Krieges ein Stück näherzubringen. Zionistische Massenmedien in anderen NATO-Staaten machen sich beim Schüren von Kriegsstimmung nicht soviel Mühe. Die deutsche Märchenschau beispielsweise behauptete einfach und schlicht wahrheitswidrig unter Berufung auf nicht näher spezifizierte „türkische Berichte“, der türkische Kampfjet würde in internationalen Gewässern liegen.

Update 13:40h: SANA meldet, der Sprecher des syrischen Außenministeriums Jihad Magdissi hat die Behauptung der Türkei, die Phantom sei in internationalem Luftraum 13 Seemeilen (24km) vor der syrischen Küste getroffen worden, in einer Fernsehbotschaft als falsch zurückgewiesen. Magdissi sagte demzufolge, der türkische Jet sei nicht mit einer Luft-Boden-Rakete, sondern mit Luftabwehr-Artillerie abgeschossen worden. Die zum Abschuss eingesetzte Waffe habe lediglich eine Reichweite von 2,5km, führte er SANA zufolge weiter aus. Syrien habe die türkische Seite gebeten, ein Militärkommitee zu bilden, und sich die Szene anschauen zu kommen, aber Syrien habe keine Antwort erhalten. Weitere Details aus dem Statement von Makdissi laut SANA: das ankommende Flugobjekt sei in 100m Höhe und 800km/h schnell geflogen. Die FLAK, die die Maschine abgeschossen hat, war eine Selbstschussanlage und so eingestellt, dass sie Flugobjekte an der syrischen Küste optisch, also ohne Radar, erkennt und automatisch abschießt, sobald sie in die 2.5-km-Reichweite der Kanone kommen. Die Kanone arbeitet ohne menschliches Eingreifen in Sekundenschnelle und hätte auch ein syrisches Flugzeug abgeschossen, wenn es mit diesen Parametern auf die von dieser Luftverteidigungsanlage gesicherte syrische Küste zugeflogen wäre. Syrien hat Makdissi zufolge ein Heckteil des abgeschossenen Jets geborgen, auf dem Einschusslöcher der FLAK zu sehen sind. Update: Dieses Teil des abgeschossenen Jets sei der Türkei übergeben worden, heißt es in syrischen Medien weiter.

Die von Magdissi abgegebene Erklärung passt sowohl zu dem Statement des syrischen Armeesprechers von Freitag zu Samstag Nacht als auch zu den Artillerie-Geräuschen des am Freitag von türkischen Medien verbreiteten Strand-Videos, welches behauptet, während des Abschusses der türksichen Phantom gefilmt worden zu sein.

Update 26.06.: Das oben verlinkte und eingebundene Strand-Video, das Zigtausend Views hatte, wurde von Youtube wegzensiert, mit der Begründung, es enthalte „Harmful Activities“. Dass das Entlarven von verlogener NATO-Kriegspropaganda aus Sicht der im NATO-Staat USA beheimatetetn Video-Plattform eine zensurwürdige „Harmful Activity“ ist, ist nichts Neues. Doch von dem Video gibt es noch einen Haufen Duplikate.

Im Flugzeugforum hat jemand, der ein ehemaliger deutscher F4-Pilot zu sein scheint, erklärt, wie er sich den F4-Einsatz vor der syyrischen Küste erklärt. Zitat:

Da glaube ich eher an einen Flug, bei dem die Luftabwehr getestet werden sollte. Man fliegt langsam immer näher an den möglichen Standort des Gegners ran, beobachtet das Aufschalten des Suchradars, und wenn dann das Zielradar aufschaltet dreht man ab. Jetzt hat man erfahren wie sich das System auf den bordeigenen Warnsystemen darstellt, zum Beispiel das neu stationierte russische Rakentenabwehrsystem. Daraus lassen sich dann Gegenmaßnahmen und neue Taktiken entwickeln. Dass man hierfür keine bewaffnete Maschine nimmt sondern einen Aufklärer und dass man das mit einem einzelnen Flugzeug macht und nicht in Rotte ist auch klar, man will sich ja unbedarft stellen wenn man bei der Sache erwischt wird.

Ist schief gegangen und den Verantwortlichen ist das auch bewusst, was man an den moderaten Reaktionen der Türkei wie auch am Verhalten der Nato sehr schön ableiten kann.

Das passt sehr gut zu der syrischen Erklärung. Syrien sagt schließlich, sie hätten die tieffliegende türkische F4 beim Anflug auf die syrische Küste gar nicht auf dem Radar gehabt. Die Maschine sei rund zwei Kilometer vor der Küstenlinie von einem Selbstschuss-Apparat optisch entdeckt worden und dann von dem Selbstschuss-Apparat automatisch mit FLAK, das eine maximale Reichweite von 2,5 km hat, bschossen worden.

Dazu passt auch, dass die Türkei nun behauptet, ein türkisches CASA-Suchflugzeug sei anschließend nach dem Crash der F4 an etwa der geichen Position von syrischer Artillerie beschossen worden. Wenn das türkische Suchflugzeug die türkische F4 direkt vor der Küste Syriens gesucht hat, dann ist auch das Suchflugzeug in den Bereich des von Syrien zur Luftverteidigung aufgestellten Selbstschuss-Apparates gekommen.

Update 26.06. 18:00h:

Syrian Partisan Girl hat ein Interview mit Ali Mohamed, Editor der Syria Tribune, gemacht. Ali Mohamed sagt, das Starnd-Video sei authentisch, Freunde von ihm hätten es beim Baden in der Nähe von Latakia gemacht.

37 Gedanken zu “NATO-Medien verzerren Darstellung zum syrischen Abschuss der türkischen F-4 Phantom

  1. Prima Zusammenfassung, vielen Dank. Ein wichtiger Punkt fehlt mir noch, es sei denn, ich habe diesen übersehen. Es ist mit absoluter Sicherheit davon auszugehen, dass das syrische Militär den Kampjet mehrfach angefunkt hat. Wenn der Pilot dann nicht antwortet – selber schuld. Wer zu einem Zeitpunkt, an dem allenthalben die Nerven blank liegen, in gegnerischen Luftraum eindringt, ohne sich per Funk erkennen zu geben, der ist einfach – selber schuld. Für einen Kriegsgrund reicht dies jedoch noch lange nicht.

  2. ist der türkische jet denn mit einer russischen „pantsir s1 air defense autocannon“ abgeschossen worden?

    gibts da schon irgendwelche genaueren infomationen?

  3. @Peter Müller
    Ja, aber der Avionist hat auch nicht mehr Informationen, sondern eher viel weniger als hier im Parteibuch präsentiert werden. Das Einzige, was der NATO-Pilot bestätigt, ist, dass so eine unabsichtliche Luftraumverletzung wie sie von der türkischen Seite behauptet wird, sehr unwahrscheinlich ist und es viel wahrscheinlicher ist, dass die MIssion der Phantom war, die syrische Luftverteidigung zu „testen“.

    Das steht im Parteibuch auch. Das Wetter war bestens und die NATO-Kriegsplaner, die gerade Detailplane für solche Dinge wie eine „No-Fly-Zone“ über Syrien machen, interessiert derzeit brennend, wo welche syrische Luftverteidigung postiert ist und wie gut die ist. Um das zu erkennen, muss man kein NATO-Pilot sein. Und Davutoglu hat ja inzwischen sogar bestätigt, dass die Maschine auf einer Mission zum Radartesten war, nur hat er eben gesagt, die i den syrischen Luftraum eingedrungene Phantom wollte türksiche Radarsysteme testen. Und weil sie sich beim ersten Anflug verflogen hat und um 11:42h zum Testen türkischer Radarsysteme aus Versehen nach Syrien geflogen ist, ist der türkische Jet Davutoglu zufolge dann ein paar Minuten später auf ihrer Mission zum Testen türkischer Radarsysteme wegen der jüngsten Entwicklungen im östlichen Mittemeer, die nichts mit der Syrienkrise zu tun haben, (O-Ton Davutoglu) gleich wieder ganz nahe zum syrischen Luftraum geflogen (O-Ton Davutoglu).

    Moon of Alabama schreibt zur Aussage von Davutoglu in etwa: wer’s ihm glaubt, ich hätte da noch eine Brücke in Brooklyn zu verkaufen. Es ist offensichtlich, dass Davutoglu das Blaue vom Himmel runterlügt. Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Davutoglu mit einem Punkt doch recht hat, nämlich da, wo er sagt, das syrische Militärstatement sei insofern falsch als dass die Syrer durchaus bereits vor dem Abschuss gesehen haben, dass die Maschine türkisch war.

    Allerdings führen die NATO-Staaten – und die Türkei vorweg – in Syrien gerade einen Diversionskrieg, der vor allem auf Falsch-Informationen und False-Flag-Attacken beruht. Angesihcts dessen können die Syrer sich derzeit nicht mal sicher sein, ob Militärjets mit falscher Kennung unterwegs sind, und bei einem Rest Zweifel kann man immer sagen „unidentifiziert.“ Ganz sicher war für die Syrer wegen Höhe, Geschwindigkeit und Kurs jedoch, das es kein freundliches oder ziviles Flugobjekt war.

    @Josch
    Mir liegen keine belastbaren Aussagen zu syrisch-türkischer oder türkisch-syrischer Kommunikation oder Kommunikationsversuchen im Zeitraum zwischen Start des Jets und seinem Absturz vor.

    Erst von einem Zeitpunkt nach dem Absturz wurde berichtet, dass die syrische und die türksiche Marine kommuniziert hätten und beide in den syrischen Hoheitsgewässern nach den Piloten und der Maschine suchen. Syrien sagt dazu jedoch, sie suchen gemeinsam, während die Türkei sagt, die Türkei suche nicht gemeinsam mit den Syrern, habe aber mit den Syrern kommuniziert, da die Maschine in syrischen Hoheitsgewässern abgestürzt sei.

    Die von Zionisten durchsetzte und zum Dogan-Konzern gehörende (etwa sowas wie die Springerpresse in Deutschland) Hürriyet Daily News brachte dazu auch noch eine wilde Räuberpistole, derzufolge die Syrer sich mit den Türken darum streiten, ob die Piloten, wenn sie denn gefunden werden, und der Jet, wenn er denn geborgen wird, nach Damaskus zur Untersuchung oder nach Ankara gebracht werden. Weiter steht da, Syrien hätte auf ein türkisches Suchflugzeug egen der Verletzung des Luftraumes gefeuert, wofür es aber nirgendwo sonst eine Bestätigung gibt. Glaubhaft machen will die Hürriyet Daily News ihre Räuberpistole damit, dass in einigen Medien ein Zeuge zitiert wurde, der zwei von der syrischen Luftabwehr bekämpfte türksiche Kampfjets im syrischen Luftraum gesehen haben will, wovon einer entkommen sei. Hürriyet Daily News behauptet dazu sinngemäß, der Mann habe vermutlich recht, nur im Eifer des Gefechts nicht mitbekommen, dass die zweite Maschine erst später zur Suche nach der abgestürzten ersten Maschine gekommen sei. Ansonsten basiert die Räuberpistole auf anonymen „Western diplomatic sources“, was in NATO-Medien nicht selten als Umschreibung für zusammengelogene israelische Hasbara verwendet wird. Deshalb habe ich diese Räuberpistole der Hürriyet Daily News hier weggelassen.

    Daran, dass Syrien verständlicherweise ein großes Interesse an dem Jet haben dürfte, ändert das aber nichts: eine Untersuchung des Jets könnte womöglich Aufschluss über viele wichtige Fragen zu dem Vorfall bringen: Ausrüstung des Jets, Ladung, Bewaffnung, möglicherweise auch die Art der Waffe – Artillerie oder Rakete – , mit der der Jet abgeschossen wurde.

    Auch an den im syrischen Hoheitsgebiet abgestürzten Piloten hätte Syrien, so sie überlebt haben, wovon wohl leider nicht mehr auszugehen ist, internationalen Gepflogenheiten entsprechend ein berechtigtes Interesse: Nachdem der russische Pilot Sergej Trojanow am 15. September 2005 mit seiner SU-27 über dem NATO-Staaten Litauen abgestürzt ist, wurde er auch erstmal drei Wochen eingesperrt, bis geklärt war, wie es zu der Grenzverletzung gekommen war und Russland ein großes Mea Culpa nach Litauen geschickt hatte:

    http://www.aktuell.ru/russland/panorama/suchoi_absturz_russische_luftwaffe_war_schuld_1866.html

    Und dabei sind die Beziehungen zwischen Russland und Litauen viel besser als die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien.

    Um die abgestürzte Maschine und ihre Untersuchung könnte es aber tatsächlich noch einmal dicken Streit zwischen Syrien und der Türkei geben. Bekommt die Türkei die Maschine zuerst in die Finger, so muss Syrien befürchten, dass die Türkei die Spuren manipulieren wird, bekommt Syrien sie als erstes in die Finger, so wird die Türkei Syrien alerdings möglicherweise auch Spurenmanipulation vorwerfen. Da könnte dann mal wieder Alles auf das seit 16 Monaten immergleiche Muster hinauslaufen: In Syrien gibt es mehr als nur eine Wahrheit. Darum, was in der Welt als Wahrheit zu gelten hat, kämpfen die „Aufständischen“ und ihre Unterstützer mit so extremen Mitteln, wie man es sonst eigentlich nur von Zionisten kennt.

    @Honeymoon
    Nein, SANA sagt, der Jet sei mit „anti-aircraft artillery“ abgeschossen worden. Eine genauere Benennung der eingesetzten Waffe gibt es nicht. Die Angst vor der Pantsir S-1 könnte aber genau der Grund sein, warum die NATO gewollt haben könnte, dass mal ein türkischer Jet nachschaut, wo die stehen und wie gefährlich die sind, nur so für den Fall, dass die NATO sich zu einer No-Fly-Zone entschließt. Falls es so war, darf man den Piloten der F-4 vermutlich, so wie es der bei bei theaviationist.com zitierte NATO-Pilot gesagt hat, zur erfüllten Mission gratulieren. Erkenntnisgewinn für die NATO: an der syrischen Küste steht mindestens eine sehr gefährliche Flugabwehrwaffe, bei Luftangriffen auf Syrien von See her muss die NATO mit Verlusten rechnen.

  4. – … der Fehler, die syrische 12-Seemeilen-Zone kleiner als die türkische Zone zu machen …

    Das wäre nur dann ein Fehler, wenn man davon ausgehen könnte, dass die Konfliktparteien entsprechende Protokolle ratifiziert, evt. vorhandene Grenzstreitigkeiten beigelegt und sich bisher auch daran gehalten hätten. Aber selbst wenn ja, Seerecht ist seit Jahrhunderten eine reine Frage der Macht. Das wird immer deutlich, wenn neue Ressourcen zu verteilen wären -> http://jghd.twoday.net/stories/erdgas-vor-der-levante-neuer-kriegsgrund/

    Z.B. eine Schnellübersicht zum UN-Seerechtsübereinkommen von 1972 mit Karte findet sich auf -> http://de.wikipedia.org/wiki/Seerechts%C3%BCbereinkommen
    Weder die Türkei noch Syrien werden als Signatarstaaten aufgeführt.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  5. @ Parteibuch & Honeymoon

    SANA ist sogar noch etwas genauer. Lest selbst:

    „The Syrian response was an act of defense of our sovereignty carried out by anti-aircraft machinegun which has a maximum range of 2.5 km,“ Makdessi told reporters in a press conference on Monday…

    Damit wäre auch die türkische Lügengeschichte von den 13 Seemeilen hinfällig.

    Ganzer Artikel: http://www.sana.sy/eng/21/2012/06/25/427549.htm

    Im übrigen sehe ich die Angelegenheit so wie vom Parteibuch dargelegt. Alles andere ergibt keinen Sinn. Die türkische Phantom II Besatzung war sich jederzeit über ihre Postion im Luftraum im Klaren. Dafür sitzen ja gerade 2 Mann in der Maschine. Einer der fliegt und der zweite nur für die Navigation und den Funkverkehr. Deswegen heißt er ja auch Navigator.

  6. Die Syrer müssen über eine Alien-Waffe verfügen: sie übt keinen Impuls auf das Ziel aus, der von der Feuerstellung weg weist, sondern auf sie zu – als ob die „Rakete“ vor dem Ziel ein temporäres „Schwarzes Loch“ erzeuge.

    Da siacht man mal wieder, wie sich beim Führungspersonal die Schulverdummung im Nachhinein asl besonders wirksam erweist.

  7. TNT ist ein Privatsender in der Türkei. Der türkische Staatssender ist TRT. Keep up the good work!

  8. @hsok
    Habe gerade drei Kommentare von hinten gelesen, aus dem Spamfilter geholt und freigeschaltet. 😉

    @oschasieber
    Ja, danke, die SANA-Meldung wurde hier als Nachtrag an den Artikel gehängt. Die Syrer bleiben also bei ihrer Darstellung, sie haben mit Artillerie getroffen. Bei einem Jet auf Tiefflug macht das auch durchaus Sinn.

    Was mir noch aufgefallen ist: die Darstellungen von Syrien und der Türkei zum Flugablauf sind bis 11:58h praktisch identisch. Die Türkei behauptet, der Jet sei um 11:58h etwa 13sm vor der Küste getroffen worden, dass wüsste sie, weil da der Funkkontakt abgerissen sei. Nach Angaben der Türkei ist der Jet aber dann erst um 12:02h abgestürzt – und zwar, wie beide Seite in etwa übereinstimmend berichten, rund 8 sm oder 13km (Türkei) bzw etwa 10km (Syrien) vor der syrischen Küste. Zwischen 11:58h und 12:02h liegen satte vier Minuten.

    Vier Minuten ist für eine Phantom eine ganze Menge Zeit. Bei 1800km/h fliegt eine Phantom in vier Minuten 120km. Fliegt sie nur halb so schnell, also etwa 900km/h, was für Tiefflüge mit einer Phantom eine übliche Geschwindigkeit wäre, dann fliegt eine Phantom in vier Minuten 60km. In jedem Fall kann eine Phantom in vier Minuten viel weiter fliegen als (13-8=5) fünf Seemeilen.

    Davutoglu behauptet, der Pilot habe ab 11:58h die Kontrolle verloren und die Phantom habe „abnormale“ Flugbewegungen ausgeführt und sei dann um 12:02h abgestürzt.

    Syien behauptet, vor ihrem Abschuss habe die Phantom sich im Tiefflug und mit hoher Geschwindigkeit der syrischen Küste bis auf etwa 1km genähert, sei dabei getroffen worden, abgedreht und dann rund 10km vor der Küste in Meer gestürzt.

    Beide Versionen passen beinahe perfekt zusammen, wenn die Phantom um 11:58h nicht getroffen wurde, sondern 13sm vor der Küste den Funk abgeschaltet hat, eine 90°-Kehre in Richtung Küste gemacht hat, dann im Tiefflug mit hoher Geschwindigkeit einen Scheinangriff auf die syrische Küste gemacht hat. Scheinangriffe zum Spaß fliegt die IAF im Libanon auch manchmal. Wenn die syrische FLAK dann um etwa 12:01h aus nächster Nähe geschossen und damit der Phantom ein Leck in der Treibstoffversorgung beigebracht hat, dann könnte die Phantom noch ein paar Kilometer zurück auf’s Meer geflogen sein, bevor der Tank der Maschine explodiert ist.

    Meiner Meinung nach könnte es so gewesen sein. Dieser Ablauf würde obendrein zu dem „Strandvideo“ passen. Und ich vermute immer stärker, Davutoglu weiß es auch und er versucht gezielt, die Türkei aus dem zur Erstellung der US-Kriegspläne durchgeführten Scheinangriff auf Syrien rauszulügen und Syrien stattdessen mit Lügen zu den Umständen des Abschusses was anzuhängen. 13 sm hin zur Küste und 8 sm zurück auf’s Meer, in Summe rund 40km, schafft eine Phantom in vier Minuten locker. Vier Minuten für so eine Mission wären bei einer Phantom sogar soviel Zeit, dass sie währenddessen noch ein paar Schleifchen gereht haben kann.

    Beide Versionen würden passen. Davutoglu hat gesagt, er wisse, dass die Maschine um 11:58h getroffen wurde, weil da der Funkkontakt abgerissen sei. Das ist aber ein Widerspruch in sich selbst. Wenn die Kommunikation abgerissen ist, dann weiß er ab dem Zeitpunkt genau gar nichts mehr, eben weil die Kommunikation abgerissen ist.

    Die Türkei sollte man mal dazu Löchern, was nach türksicher Sichtweise zwischen 11:58h und 12:02h genau passiert ist. Wo ist die Maschine da wie geflogen, was waren die „abnormalen Flugbewegungen“ und so fort.

    @TomGard
    Nein, überhaupt nicht. Siehe oben. Ich finde die Mission der Phantom (Schnelle Tiefflug-Provokationen im syrischen Luftraum zum Austesten und Anschalten der syrischen Radare als Input für NATO-Angriffspläne), ihren Abschuss (Flugabwehrkanone mit geringer Reichweite – mutmaßlicher syrischer Befehl: SAM dürfen nur nach Rücksprache eingesetzt werden, FLAK darf der Schütze selbst entscheiden) und ihren Absturz (10km Flucht auf’s Meer geglückt, dann leider Explosion wegen trefferbedingtem Leck im Treibstoffsystem) sehr plausibel.

    @Cloud
    Danke, ich kaufe ein R und verkaufe ein N, habe den Tipfehler korrigiert. TRT war natürlich gemeint.

  9. Parteibuch, nächstes Mal sage ich „Sarkasmus an“ und „aus“ – Deine Rekonstruktion ist plausibel. Ich redete über die Darstellung des türkischen Fernsehens und ihren Verstoß gegen die Physik

  10. Leute, Ihr liegt alle falsch, alle, es war gaaaanz anders:
    Es war eine unbemannte türkische Drohne. Der Mullah, der sie steuerte, wurde zum Gebet gerufen (Tea-Time) und warf sich gen Osten auf die Knie. Dadurch Absturz und der Wind wehte Allah’s Geschoss knapp hinter die 12 Meilen-Grenze. Die Syrer bemerkten das und sahen die Chance, der Welt zu beweisen, was für tolle Maschionenkanonen sie haben. Unser Allah ist noch größer, wir schießen mit Geräten, die eine Reichweite von 2,5km haben treffsicher noch auf 12 Meilen. Damit das auch jeder mitbekommt, haben sie sich gleich öffentlich entchuldigt. (srael hätte das sicher nicht getan, wenn z.B. ein Iranisches Aufklärungsflugzeug … !) Und nun sind die Türken ganz fertig, jetzt suchen sie die 2 Piloten einer unbemannten Drohne. Aber jetzt gehts richtig los, die Nato muss ran, wenigsten, um die so gefährlichen Waffen der Syrer für die eigene Sicherheit zu erbeuten.

  11. Könnte mir auch sehr gut vorstellen das die Mission nebenbei auch war Aufnahmen zu machen da die Syrer vor kurzem die Küste dicht gemacht haben für Waffenschmuggel etc., um eventuelle Schlupflöcher zu finden. Und dazu muß man wissen wie die Sicherungen aussehen.

  12. Warum wurde das „Strandvideo“ aus YouTube entfernt? Um welche „schädlichen Aktivitäten“ geht es im Video? Was war der genaue Inhalt des Videos?

    1. @Reiner Text
      Mit „Harmful Activities“ scheint wohl mal wieder das Entlarven der Lügen der NATO-Kriegspropaganda gemeint zu sein.

      Bei Youtube wird seit langem heftig und sehr einseitig wegzensiert, was die Lügen der NATO-Staaten in Bezug auf Syrien aufdeckt. Bei Libyen war es auch schon so.

      Die Zionisten-Organisation ADL hat sich mal damit gebrüstet, an der Zensur von Youtube offiziell mitzuwirken. Gemacht wurde das unter dem Vorwand, die ADL zensiere Anti-Semitismus weg. Tatsächlich bekämpft die ADL Alles und Jeden, der zionistischen Lügnern und Krieghetzer im Weg steht.

      Israel will, dass es einen Krieg gegen Syien gibt, so ist es kein Wunder, ass Zionisten, die für die Zensur von Youtube zuständig sind, die Aufdeckung der zum Krieg hinführenden Lügen wegzensieren.

  13. Pingback: Syrien - Seite 14
  14. Hab‘ mich gestern noch gefragt, ob das nicht übertrieben ist, vom „Erdolf“ zu sprechen. Nur einen Tag später bin ich der Meinung, den Titel hat er sich redlich verdient. Statt Militärdiktatur hamm die Türken einen Saddam im Geist gewählt. Nichts ist unmöglich, Demokratia! Ganz schon erpressbar geworden, der Erdolf. Was hat er wohl verbrochen hinter den Kulissen, wovon wir nix erfahren sollen? Es wird wohl das Übliche sein, irgendwas mit Korruption oder Boulevardfutter. Und schon wird aus einem Paulus ein Saulus:

    aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/erdogan-fordert-sturz-von-syriens-diktator-assad-a-840977.html
    – Nach dem Abschuss eines Militärjets droht der türkische Regierungschef Erdogan dem Assad-Regime – auf jede weitere Aggression werde man mit militärischen Mitteln reagieren. Ziel sei es, Syrien von „diesem blutdürstigen Diktator und seiner Clique“ zu befreien.

    Der Typ ist das pure Gegenteil dessen, was er uns jahrelang vorgemacht hat. Wie ein umgekehrter Handschuh, wie wir Schweizer sagen.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  15. @ all:

    Kann jemand diese Debka-Meldung mit anderen Quellen verifizieren?

    http://debka.com/article/22133/British-forces-in-Syria-Assad-presidential-compound-said-under-attack

    Habe bis jetzt noch nichts weiter dazu gefunden.
    Angeblich haben britische Truppen von der Türkei aus begonnen, syrisches Gebiet zu infiltrieren und liefern sich Gefechte mit syr. Armee. Außerdem soll der Präsidentenpalast von Präsident Assad „under Attack“ stehen.

    Ich will hoffen, daß das nur eine von vielen MOSSAD-Enten ist.

    1. Debka ist eine Desinformationsmühle des Mossad. Darauf werden vom Mossad Geschichten veröffentlicht, von denen er selbst erwartet, dass sie in der Zukunft als Desinformation auffliegen werden. Damit die zionistischen Massenmedien wegen Verbreitung von Lügen nicht noch stärker an Reputation verlieren als sie sie ohnehin schon verloren haben, streut der Mossad solche Gerüchte, die schnell als Lügen auffliegen, über die Debka-Seite, die ohnehin keine Glabwürdigkeit hat.

      Es lohnt sich nicht, irgendwas von der Debka-Seite für bare Münze zu nehmen. Wenn man einen Artikel von Debka liest, dann ist nur eine einzige Fragestellung interesant: Was möchte Israel mit der Verbreitung dieser Lüge bezwecken?

      Bei dem von Dir verlinkten Artikel ist es offensichtlich. Der Debka-Artikel ist ein verkappter Aufruf: liebe Wahhabi-Terroristen, unser Feind Assad ist schwach, greift ihn an und kämpft gegen ihn.

      1. Das Debka eine, wie Du sagst, „Desinformationsmühle“ des Mossad ist hatte ich schon lange im Gefühl.
        Ich habe bis jetzt auch immer noch keine Bestätigung für diesen hanebüchenen Schwachsinn bei anderen Quellen entdeckt.
        Also, wie ich schon anmerkte, die nächste Ente vom Mossad.

        Danke für Deine Antwort.

  16. Übernommene Übersetzung eines türkischen Berichtes:

    Es ging um ein mögliches gefährliches Komplott von Israel, Jordanien, Türkei und den USA, wonach das Coding-System des syrischen MIG Fliegers, mit welchem der syrische Deserteur nach Jordanien geflohen war, an den abgeschossenen türkischen Jet überschrieben werden sollte.
    Der geflohene syrische Pilot wäre 2 Wochen vor seiner Desertation bereits vom mukhabarat abgehört worden.
    Der türkische Geheimdienst hätte über syrische Mittelsmänner und mithilfe des jordanischen Geheimdienstes den Piloten zum Überlaufen überredet. Er müsse nur mit seinem Trainingsjet nach Amman fliegen und ein Foto vom Flieger machen. Die Geheimdienste haben dem flüchtigen Piloten in Damaskus zuvor einen schönen Abend (natürlich mit vielen Frauen) als Vorgeschmack organisiert. Der syrische Geheimdienst verfolgt alle diese Tätigkeiten natürlich mit. Der mukhabarat verfolgt zwei Szenarien:
    1. Warten bis zum Schluss um den Piloten samt Agenten zu fassen
    2. Den Piloten bereits festnehmen, dafür die Agenten aus den Händen verlieren
    Der mukhabarat entschied sich für das 1. Szenario.
    Die Familie des Piloten bucht eine Reservation in einem Luxushotel von Amman am 19. Juni zwei Tage vor der Flucht. Am 21. Juni schafft es dann der Pilot von Syrien zu fliehen und die Flucht publik zu machen. Danach fahren Israelische Techniker das Flugzeug nach Tel-Aviv. Von dort werden die Verschlüsselungen(Codes) an die amerikanische Militärbasis in Adana übermittelt. Diese werden dann in zwei türkische Kampfjets eingespielt. Die syrische Radarstation in Lattakia würde somit diese zwei Flugzeuge als „einheimische“ erkennen und nicht abschiessen. Als bei dieser Operation dann die beiden Flugzeuge doch beschossen werden und eines davon abstürzt erleben sie einen Schock!
    Was führte dazu? Nachdem der syrische Pilot flüchtete, hat das syrische Verteidigungsministerium umgehend Flugverbot für alle einheimische Kampfflugzeuge erlassen. Sie erwarteten einen Fremdangriff von Israel. In diesem Zusammenhang sind die Aussagen Syriens zu verstehen, dass man nicht wusste, dass es sich um ein türkisches Flugzeug handeln würde, bzw. dass man sogar eigene Flugzeuge abgeschossen hätte!!

    (Sorry für die schlechte Qualität der Zusammenfassung)

  17. Hallo,
    die 12 Seemeilenzone ist wohl richtig eingezeichnet. Vor der Küste der Türkei liegen viele Inseln und von dort gehen die 12 sm aus. Vor der Küste Syriens gibt es m.E.keine.

    Gruß
    Burckhard

    1. @Burckhard
      Zeig doch mal, wo es da Inseln geben soll.

      In den von Google zur Verfügung gestellten Satellitenaufnahmen von der türkischen Küste der Region sind keine Inseln zu sehen. Theoretisch wäre das natürlich möglich, dass da zufällig nur ein so dünner Kamm Land aus dem Wasser ragt, dass der auf Satellitenaufnahmen nicht sichtbar ist. Ich würde sagen, die von dir behaupteten „türkischen Inseln“ müssten auf Seekarten wenigstens als Untiefe verzeichnet sein.

      Aber selbst wenn es so wäre, dass es vor der türkischen Küste Inseln oder inselgleiche Untiefen geben würde, dann würde das an der hier gezeigten Medienmanipulation des entscheidenden Augenblicks in Screenshot 3 nichts ändern: der 8sm-Punkt des Absturzes wurde beinahe auf der syrischen 12sm-Linie eingezeichnet und der 13sm-Punkt vom angeblichen Abschuss weit vor der 12sm-Linie.

  18. Gratulation zu diesem ausfuehrlichen Beitrag. Das bekommen offensichtlich gut bezahlte Journalisten teurer Medien nich gebacken.

    Der Oberhammer steht in der Fehlgeburt des deutschen Journalismus:
    Ich habe mir die verschwenderische Muehe gemacht und die Bloed in die Adresszeile des Browsers eingegeben und nur den Aufmacher gelesen. Einfach widerlich. Das lesen vier Millionen Buerger in der Bildungsrepublik und angeblich „serioese“ Medien zitieren dann unter Angabe der Quelle, wie es auch bei Exklusivinterviews mit deutschen „Spitzenpolitikern“ geschieht, damit das Volk soll Luegen als Wahrheit schluckt. Einfach zum Uebergeben die westliche Verlogenheit auf diesem Planeten angefuehrt von hochbezahlten Spinnern die alles verhunzen.

    Hier die Muellseite die ich eingangs erwaehnte:
    http://wap.bild.de/bild/json.bild.de/servlet/json/wap/24855468/36.html

  19. Schon mal darüber nachgedacht, dass es sich bei dem Jet um ein ferngesteuertes Flugzeug gehandelt haben könnte?

  20. @Peter
    Ja, könnte theoretisch sein. Nur wenn das so ist, was ist dann mit Captain Gökhan Ertan und Leutnant Hüseyin Aksoy geschehen? Um sicherzugehen, dass die nie wieder auftauchen und erzählen, dass sie gar nicht in der Phantom saßen, müsste die Türkei sie ermorden. Das macht keinen SInn. Da kann man sie leichter einfach fliegen lassen.

  21. Barbara hat eine Meldung übersetzt.
    Obwohl ich eigentlich etwas Anderes zu tun habe, konnte ich nicht widerstehen, diesen Hollzwood-reifen Krimi wiederzugeben. Nur wird der nie verfilmt werden, weil der Plan gescheitert ist und nicht die Nato und Konsorten die Helden waren.
    Auch, um zu verstehen, warum sich die türkische Regierung nach dem Abschuss ihres Kampfjets in Widersprüche verwickelt hat, weil sie den Ausgang der Aktion so nicht erwartet hatte:
    http://www.dampress.net/?page=show_det&select_page=7&id=21087
    Die Bürger erwachen wie jeden Tag, aber diesmal anders mit der Nachricht von dem Verräter, der am Steuer seines Flugzeugs geflohen ist, ein normaler Tag mit seinen üblichen Explosionen hier und da, Feuergefechten, Märtyrern an den Straßenecken, den gleichen Medienlügen und der Armee, die vor Ort ihre Arbeit macht. Das Erstaunen der Syrer war auf seinem Höhepunkt an diesem berühmten 21.6.2012, als sie erfuhren, dass ein MIG 21 in Jordanien gelandet war, während jeder Kontakt mit dem Piloten verschwunden war, ein Flugzeug, das auf einem Aufklärungsflug war, zumindest ist es das, was die syrischen Medien verbreitet haben. …“
    http://urs1798.wordpress.com/2012/06/15/kommentarbereich-fur-barbara-syrien-syria-ab-15-juni/comment-page-1/#comment-25936

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