Von Racak nach Hula

Wie es gemacht wird. Ein kurzer Rückblick zur Auffrischung der Erinnerung, für diejenigen, die immer noch nicht begreifen, was hier gerade passiert.

Rudolf Scharping, 17. Januar 1999:

„In Racak hat vorgestern ein Massaker stattgefunden, bei dem 45 Albaner ermordet wurden. Der Nato-Rat war zu einer Sondersitzung zusammengetreten … Intern erwägen wir Maßnahmen, um die Bereitschaft der Nato zum Handeln zu unterstreichen … Nicht nur in Brüssel wächst die Zahl derer, die glauben, daß ein militärisches Engagement im Kosovo unausweichlich werden kann“

Joschka Fischer: Racak war „für mich der Wendepunkt.“

Ludger Volmer, Staatssekretär im Auswärtigen Amt: „Das Hinschlachten von Zivilisten durch die Serben im Januar in Racak erforderte eine deutliche Reaktion des Westens. Alle Analysen deckten sich in dem Befund, daß ohne Reaktion die Serben glauben würden, sie hätten nun freie Bahn für ihre Vertreibungs- und Vernichtungspolitik.“

US-Diplomat William Walker sagte: „Natürlich war die Episode in Racak entscheidend für die Bombardierungen“

(Quelle) Natürlich, heute ist allgemein bekannt, dass das „Massaker von Racak“ eine Lüge war. 1999, kurz nach dem Ereignis, war das auch schon bekannt, nur die Medien haben einfach so getan, als sei die Geschichte wahr. Die aufgetischte Geschichte war simpel: Böser jugoslawischer Diktator gegen heroische Freiheitskämpfer der UCK. Das gefälschte „Massaker von Racak“ war entscheidend, um den Bombenkrieg der NATO in Gang zu bringen un die UCK-Terroristen an die Macht zu bomben.

04. Mai 2012: Syrische Opposition studiert Terror-Taktiken im Kosovo. Jeffrey Feltman’s syrische Oppositionsterroristen haben die Lektion aus dem Kosovo schnell gelernt.

25. Mai 2012: Nachahmung des zusammengelogenen Massakers von Racak. Die Feltman-Operation, oder: „Die Salvador-Option für Syrien“ US-NATO-unterstützte Todesschwadronen intergrieren „Oppositionskäfte“. Wieder sind die Leichen echt. Wie in Racak stimmt die dazu von den Terroristen erzählte Geschichte nicht. Und wieder, wie schon im Fall von Racak, stören die verlogenen Massenmedien der NATO-Staaten sich bei ihrer Kriegshetze gegen den bösen Diktator nicht daran, dass sie laufend ihre Geschichte ändern müssen, weil sich auch beim Houla-Massaker eine Geschichte nach der anderen als Lüge herausstellt.

28. Mai 2012: Stern (swd/DPA/Reuters): Nach Massaker von Hula: US-General denkt über Militäreinsatz nach

29. Mai 2012: Rick Moran im FrontPage Magazine, einem führenden Fachjournal für zionistische US-Kriegsfanatiker: „Houla Massacre a Game Changer in Syria“ – Tenor sinngemäß: Endlich hat die NATO einen Anlass, um in den Krieg gegen Syrien ziehen zu können.

So wird es gemacht. Die gleiche Masche.

15 Gedanken zu “Von Racak nach Hula

  1. Das Problem ist:
    Immer mehr Menschen wissen – oder ahnen – es, – und nichts ändert sich, nichts passiert, keiner muckt auf, protestiert oder macht vermeintlichem Ärger in Form von Massendemos Luft. Man lässt die Verbrecher in Politik und Medien gewähren, immer und immer wieder.

    Daraus ergibt sich die Frage:
    was ist mit den Menschen los? Sind das bereits Folgen einer neuen Dekadenz, frei nach dem Motto: lasst sie machen – solange ich Brot und Spiele, Hartz IV oder Rente bekomme?

    Die aktive Hand voll Blogger und Menschenrechtler in D, die für Aufklärung sorgt muss sich doch langsam albern vorkommen. Jedenfalls geht mir das mittlerweile so, der seit Jahrzehnten gegen die Klimalügen arbeitet und sich fragt, für wen eigentlich.
    Für einen dämlichen Michel, der geradezu heraufbeschwört dass es ihn wieder ins Chaos und Elend reisst.

    Man verliert irgendwann den Glauben an das gute im Menschen. Geschichte wiederholt sich eben doch, das lässt sich nicht mehr leugnen.

    1. @Uri Gellersan

      Vollstes Verständnis für diese Sicht. Aber unter anderem auch diese „aktive Hand voll Blogger und Menschenrechtler in D“ z.B. hält meinen Glauben an das Gute im Menschen aufrecht.

      Ich bin der Ansicht, daß es leider auch erst hier in Europa/ D. ökonomisch deutlich krachen muß, ehe die Menschen in diesen Kernzonen des Kapitals aufgeschreckt werden. Die Korruption ist tief in die Massen eingedrungen. Noch glaubt man gern an die Versprechungen der Marktwirtschaftsideologen, zumal das Geld noch fließt – zumindest in D.

  2. „Unsere“ verkommenen Medien bzw. deren Vertreter gehören schon lange vor ein Kriegsverbrechertribunal.

  3. solange die breite masse noch (qualitäts)presse liest und zdf und co vertraut, wird sich gar nichts ändern. und nicht nur der brave deutsche, weltweit gehen die braven bürger brav zur maloche oder an ihre aufgabe und merken nichts oder wollen nichts wissen. leider.

  4. „Teile und herrsche“ funktioniert.
    Sklaven, die glauben, frei zu sein und genügend konsumieren können, werden das System der Unterdrückung nicht infrage stellen.
    Privilegierte Sklaven stützen und verteidigen das System.
    Wirklich frei sind diejenigen, die die Konsequenzen ihres Tuns weder scheuen noch fürchten (müssen).

  5. Die braven Michel, Schafe oder wie sie sonst genannt werden können oft mit dem Internet nicht umgehen. Für viele ist es ein Problem korrekte Suchbegriffe zu verwenden und mehr als die ersten 3 Links klickt kaum jemand von ihnen an. Wie sollen solche Menschen auf kritische Blogs aufmerksam werden? Eine andere Haltung ist gelebtes Desinteresse. Nach dem Motto, wenn ich abends von der Arbeit heim komme, habe ich keine Lust mehr im Internet zu surfen. Diese und noch andere Erfahrungen habe ich im den Jahren meiner Tätigkeit gemacht. Es ist ein Trauerspiel, fürwahr. Die Generation ab 50 ist revolutionsmüde und die Junge Generation hat Flausen im Kopf.

  6. Hallo,
    aus heutiger Sicht war der Krieg gegen Jugoslawien nur ein Vorspiel, aber es hat bei mir die Sinne geschärft. Die Ungeheuerlichkeiten, die sie sich heute einfallen lassen, stellt das, was in Jugoslawien passierte, völlig in den Schatten.
    Damals hatten Werbeagenturen wie Ruder Finn http://www.ruderfinn.com/blogs/ethics/ und Hill and Knowlton http://www.hillandknowlton.de/ den Krieg wie sonst Waschmittel den Menschen schmackhaft gemacht. Damalige Zielgruppe waren unter anderem die Jüdischen Gemeinden aber auch aufrechte Antifaschisten. „Kosovo“-Albaner (Menschen albanischer Herkunft aus Kosovo-Metohija, einer autonomen Provinz des ehemaligen Jugoslawiens http://www.kosovo-metohija.com/) mit Koffern am Bahnhof gezeigt, wenn man die Bilder vergleicht mit jüdischen Deportierten, dort gibt es auch solche Bilder). Zielgruppe für den sogenannten arabischen Frühling waren unter anderem auch Linke (damit meine ich Menschen, die Revolution als etwas Positives, Inspirierendes empfinden wie z.B. die durchaus ehrenwerte Gruppe „ARAB“ http://arab.blogsport.de/, Zitat „Am 17.12.2010 verbrannte sich in Tunesien ein Gemüsehändler auf einem Marktplatz. Mohamed Bouazizi war gerade einmal 26 Jahre alt und der “Ernährer” einer Großfamilie. Dies war der Auslöser, der 100.000 Tunesier_innen auf die Straße gebracht hat. Sie trieben den tunesischen Despoten Ben Ali aus dem Amt. Der “Arab Spring” (Arabische Frühling) begann.

    Der Gedanke der Platzbesetzungen wird zur Praxis. Im Februar 2011 wird der Tahrir-Platz (Platz der Freiheit) im ägyptischen Kairo besetzt. Mit riesigen Chören forderten Demonstrant_innen Freiheit. Diese Forderung schlägt sich in einer Welle von Protesten im Arabischen Raum nieder und wird in der “Spanish Revolution” (Spanischen Revolution) fortgesetzt“ http://arab.blogsport.de/2012/05/12/anti-capitalista-real-ya/ (unter Prolog)
    Der sogenannte arabische Frühling als Inspiration für antikapitalistische Platzbesetzungen und occupy-Bewegung. Im Prinzip nichts Schlechtes. Warum verdammt hatte sich nur damals niemand gefragt, wie es denn kommt, daß das wirklich nicht antikapitalistische ntv zusammen mit cnn etc. also die schlimmsten Mainstreammedien fast täglich vom Tahir-Platz berichtet hatten?

    Wenn aus einer inszenierten, lange geplanten Geschichte als Nebenprodukt dann eine wirklich fortschrittliche Bewegung wird, wäre ja erstmal nix dagegen zu sagen. Die positive Identifikation mit dem sogenannten arabischen Frühling führte aber leider zum kollektiven Schweigen zur NATO-Intervention in Libyen und jetzt auch zu den Aggressionen gegen Syrien.

    Für Syrien ist die Situation die ganze Zeit über bedrohlich und gefährlich gewesen, die Methode der Al-Qaida-Terror-Truppe, (10 000 sollen in Syrien unterwegs sein, habe ich gehört, kann die Zahl stimmen?) die als Schlächter für die NATO im Land rumläuft um endlich den Regime-Change herbeizuführen, hätte hierzulande zu einem riesigen Aufschrei führen müssen.

    Ich hoffe immer noch, daß Syrien es schafft, zu überleben. Am 19. Mai haben wir in Potsdam den Film „Verfluchter Frühling“ („Maledetta Primavera“, Fulvio Grimaldi) gezeigt, demnächst kommt eine Aufführung in Berlin. In Potsdam waren die Räume gerammelt voll. Der Film handelt von Libyen unter den Bomben der NATO, eignet sich aber bestens zu Sensibilisierung auch für Syrien. Wann gibt es die nächste Demo für Syrien (gegen die NATO)? Laßt uns hier auch die Infos austauschen, würde mich freuen.

    Gruß
    marlenetiger

  7. Geschichtlich bewiesen ist, das schon noch mehr Massaker im Balkan nur inzeniert wurde, damit die Amerikaner eingreifen. Holbrock damals: „wir brauchen 5.000 Tode“ also wird sowas produziert und nun als Vorlage für Syrien.

    Mid-September 1992: Bosnia Muslims Stage Attack from Sarajevo Hospital to Discredit Serbians

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    Lord David Owen arrives in Sarajevo as the new European Union peace negotiator. Owen is initially seen as anti-Serb and had recently advocated Western air strikes against the Bosnian Serbs. He is outraged that his arrival coincides with a Serb bombardment of the Kosevo Hospital in Sarajevo, Bosnia. But within hours, he learns that the incident was actually provoked by the Bosnian Muslims. He will later say, “The UN monitors actually saw the Muslim troops enter the hospital and, from the hospital grounds, firing at Serb positions. Then the mortar was packed up and removed as the television crew showed up. A few minutes later a retaliatory fire of course landed in or near the hospital and all was filmed for television.” UN Gen. Philippe Morillon immediately writes a letter to Bosnian President Izetbegovic: “I now have concrete evidence from witnesses of this cowardly and disreputable act and I must point out the harm such blatant disregard for the Geneva Convention does to your cause.” But the letter and information about the incident is not made public and the Serbs are the only ones blamed for the incident. Owen will later say, “I asked Morillon why didn’t he make this public, and he shrugged his shoulders [and said], ‘We have to live here.’” [Rothstein, 1999, pp. 176, 188]

    Entity Tags: Alija Izetbegovic, Philippe Morillon, David Owen

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    December 8, 1992: UN and Senior Western Military Officials Claim Bosnian Muslims Are Attacking Their Own People to Gain International Sympathy

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    The Independent reports, “United Nations officials and senior Western military officers believe some of the worst recent killings in Sarajevo, including the massacre of at least 16 people in a bread queue, were carried out by the city’s mainly Muslim defenders – not Serb besiegers – as a propaganda ploy to win world sympathy and military intervention. The view has been expressed in confidential reports circulating at UN headquarters in New York, and in classified briefings to US policymakers in Washington. All suggest that Sarajevo’s defenders, mainly Muslims but including Croats and a number of Serb residents, staged several attacks on their own people in the hope of dramatizing the city’s plight in the face of insuperable Serbian odds. They emphasize, however, that these attacks, though bloody, were a tiny minority among regular city bombardments by Serbian forces.” The reports claim the following events were likely committed by the Bosnian Muslims:
    bullet The bombing of a bread line in Sarajevo on May 27, 1992.
    bullet A mortar attack on July 17, 1992, hitting a bunker where British minister Douglas Hurd was meeting with Bosnian President Alija Izetbegovic. Ten bystanders were killed or wounded.
    bullet An August 4, 1992, explosion at a cemetery while two orphans were being buried.
    bullet The August 13, 1992, death of ABC News producer David Kaplan near Sarajevo. One UN military officer says it would have been impossible the bullet that killed him was fired by a sniper from distant Serbian positions. “That shot came in horizontal to the ground. Somebody was down at ground level.”
    bullet A Ukrainian soldier killed in Sarajevo on December 3, 1992, was similarly shot by small arms fire which would imply the Bosnian Muslims.
    The UN officials behind these reports claim that are not trying to exonerate the Serbs, who also have been killing many in sniper attacks, mortar rounds, and so forth. “But they expressed fears that the ‘self-inflicted’ attacks may not augur well for existing UN forces or for additional Western troops, including Britons, who have to serve there.” [Independent, 8/22/1992]

    Entity Tags: David Kaplan, United Nations

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    January 16, 1999: US Diplomat Claims Massacre of Albanians; Foreign Press Disputes Allegation

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    The Kosovo Liberation Army (KLA) invites foreign journalists to the scene of an alleged Serb massacre of some 45 Albanians in Raqak, Kosovo. Later, at 12 noon, the Kosovo Verification Mission leader, US diplomat William Walker, leads another group of news reporters to the scene. The story makes international headlines and is later used to justify NATO bombings. The New York Times will call this the “turning point” in NATO’s decision to wage war on Yugoslavia. But the claim that a massacre occurred is quickly called into question. It turns out that an Associated Press television crew—at the invitation of Yugoslav authorities—had filmed a shootout the day before between the Yugoslav police and fighters with the KLA at the location where the alleged massacre took place. They say that upon arriving in Raqak most of the villagers had already fled the expected gun battle between the KLA and the police. They also report that they did not witness any executions or massacres of civilians. Furthermore, after the firefight, at about 3:30 p.m., the Yugoslav police announced in a press conference that they had killed 15 KLA “terrorists” in Raqak. And then about an hour later, at 4:40 p.m., and then again at 6 p.m., a Le Monde reporter visited the scene and reported that he saw no indications that a massacre of civilians had occurred. Finally, the foreign journalists escorted to Raqak by the KLA found no shell casings lying around the scene. “What is disturbing,” correspondent Renaud Girard remarks, “is that the pictures filmed by the Associated Press journalists radically contradict Walker’s accusations.” Belarussian and Finnish forensic experts later investigate the claims but are unable to verify that a massacre actually took place. [Le Monde (Paris), 1/21/1999; Le Monde (Paris), 1/21/1999; Covert Action Quarterly, 6/1999]

    Entity Tags: William Walker, Kosovo Liberation Army

    Timeline Tags: Complete 911 Timeline, Kosovar Albanian Struggle

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    March 2, 2002: Macedonian Police Stage the Murder of Seven Men, Falsely Claim They Were Islamist Militants Planning an Attack

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    Victims of the “Rastanski Lozja” actionVictims of the “Rastanski Lozja” action [Source: New York Times]Seven men are gunned down by Macedonian police near the country’s capital, Skopje. Authorities initially claim they were jihadists who took on the police in a gun battle. In an early report, “Interior Minister Ljube Boskovski said the dead men were ‘probably Pakistanis’ and had been planning attacks on vital installations and embassies.” [BBC, 3/2/2002] However, doubts quickly develop about the official story. The BBC reports, “Sources inside the government have briefed journalists saying they believe that the group were illegal immigrants attempting to cross Macedonia on the well trodden path into Europe.” [BBC, 3/20/2002] The full truth will emerge in April 2004 after a new government launches an investigation: it is revealed that the men, six from Pakistan and one from India, were innocent illegal immigrants who were lured over from Bulgaria, housed in Skopje for several days, and then shot in the middle of the night in an isolated spot. The conspiracy, which has become known as the “Rastanski Lozja” action, involved Boskovski and other politicians, as well as members of a special police unit. Their motive for the plot was to gain US support, in particular against rebellious ethnic Albanians. [Associated Press, 4/30/2004; BBC, 4/30/2004] According to the New York Times, “In late 2001, after a six-month guerrilla war with ethnic Albanian rebels, relations between Macedonia’s nationalist government and the outside world were at a low ebb. Diplomats, government officials and investigators here have suggested that the government hoped to use the post-Sept. 11 campaign against terror to give the government a free hand in its conflict with the mostly Muslim ethnic Albanians.” [New York Times, 5/17/2004]

    Entity Tags: Ljube Boskovski

    Timeline Tags: Complete 911 Timeline, Kosovar Albanian Struggle

    Category Tags: The Balkans

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