In Afghanistan wird persisch gesprochen

Erschütternd. Gerade einmal kaum mehr als zehn Jahre sind im Krieg der Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO gegen Afghanistan vergangen, da hat das britisch-amerikanische Propaganda-Outlet Reuters auch schon herausgefunden, dass die im Iran gesprochene persische Sprache auch in Afghanistan die wichtigste Landessprache ist. Naja, nicht ganz.

Aber zumindest fast. In der Reuters-Meldung „Erkenntnis: Iran’s großes Spiel in Afghanistan“ lässt die hübsche Amie Ferris-Rotman aus Columbus in Ohio ihre Leser aber immerhin an ihrer Erkenntnis teilhaben, dass „die beiden Länder kulturelle, sprachliche und historische Verbindungen gemeinsam haben“, denn „Jahrhunderte waren sie Teil des antiken persischen Reiches.“

Bitterlich beklagt sich das transatlantische Propaganda-Organ darüber, dass die von „Experten“ des Pentagon zusammengelogene Propaganda in Afghanistan genausowenig funktioniert wie sie im Irak funktioniert hat. Der Iran würde seine afghanische Nachbarn offiziell mit Entwicklungshilfe in Höhe von rund 500 Mio Dollar jährlich unterstützen, womit beispielsweise Schulen, Gemeindezentren und Infrastrukturentwicklung finanziert würde, und der Iran stünde außerdem in Verdacht, die Entwicklung einer freien Medienlandschaft in Afghanistan mit weiteren 100 Millionen Dollar jährlich zu fördern, jammert Reuters weiter.

Obwohl der Iran in Afghanistan nicht einmal 0,5% der Summe ausgibt, die die USA in Afghanistan ausgeben, würden rund ein Drittel aller afghanischen Medien entweder von Iran unterstützt oder iranische Inhalte verbreiten, entsetzt sich die Lügenschleuder. Das ließe sich zum Beispiel daran erkennen, dass das westasiatische Apartheidgebilde in der afghanischen Presse genau wie in iranischen Medien häufig als „zionistisches Regime“ bezeichnet würde, obwohl das afghanische NATO-Marionettenregime diesen Ausdruck vermeiden würde, begründet die zionistische Propagandaschleuder ihre Erkenntnis aus Afghanistan weiter.

Der Spekulation bleibt es überlassen, wie viele Jahre es noch dauern wird, bis Reuters einen Erkenntnis-Bericht veröffentlicht, in dem den Lesern erkärt wird, dass afghanische Journalisten, die in afghanischen Zeitungen die Flächen zwischen der Werbung mit Texten füllen müssen, diese Texte aus iranischen Medien zusammenguttenbergen, was besonders praktisch und einfach ist, da die iranischen Medien ihre Nachrichten zufällig in der afghanischen Landessprache persisch, die in Afghanistan „Dari“ genannt wird, publizieren. Wenn es soweit ist, werden vielleicht auch die geisteskranken Kriegsfanatiker, die in den NATO-Staaten herrschen, ein Stückchen weit verstehen, warum sie den Krieg gegen Afghanistan genauso verloren haben wie ihre Krieg gegen den Irak.

3 Gedanken zu “In Afghanistan wird persisch gesprochen

  1. War schon immer meine Behauptung: würde der Westen das ganze Geld, was er in den Krieg gegen Afghanistan stecht, in die Aufbau A.s gesteckt habe, dann wäre das heute nach über 10 Jahren das reinste High-Tech-Uopia, wie wir es nur aus SF-Filmen kennen und hätte kein einziges der bekannten Probleme mehr.
    Die Mädchen würden natürlich immer noch Kopftücher tragen und die Jungs keine Jeans.

  2. „…der Iran stünde außerdem in Verdacht, die Entwicklung einer freien Medienlandschaft in Afghanistan mit weiteren 100 Millionen Dollar jährlich zu fördern…“ Skandal.

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