Diktatoren treffen sich in Südengland

Gleich und gleich gesellt sich gern. Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit haben sich in Südengland gegenwärtig zahlreiche der finstersten Diktatoren der Welt versammelt, um das 60-jährige Bestehen des totalitären Terrorregimes der Gastgeberin zu feiern.

Ebenso wie die Gastgeberin, deren Schergen in den letzten Jahren in Ländern wie Afghanistan, Irak und Libyen zur Steigerung der Profite der korrupten Diktatur sowie zum Stillen des Blutdurstes der Diktatorin massenhaft Menschen ermordeten, sind zahlreiche der „Gäste“ blutrünstige Schlächter und gewohnheitsmäßig folternde Menschenrechtsverletzer der schlimmsten Sorte. Vor den Toren der Party der Diktatoren gab es Proteste von Demokraten und Freunden der Menschenrechte gegen das Treffen der Diktatoren.

Hier ist das ganze diktatorische Gesocks auf einem Bild zusammen: Der „Kaiser“ von Japan, die „Königin“ der Niederlande, die „Königin“ von Dänemark, der „König“ von Griechenland, der „Sultan“ von Brunei, der „König“ von Schweden, der „König“ von Swaziland, „Prinz“ Hans-Adam II von Liechtenstein, der „Prinz“ von Monaco, der „Großherzog“ von Luxemburg, der „König“ von Lesotho, der „König“ von Belgien, der „König“ von Norwegen, der „Emir“ von Katar, der „König“ von Jordanien, der „König“ von Bahrain, der „Yang di-Pertuan Agong“ von Malaysia, Nasser Mohamed Al-Jaber Al-Sabah von Kuwait, der „Kronprinz“ von Abu Dhabi, der „Kronprinz“ von Jugoslawien, der „König“ von Tonga, der „Kronprinz“ von Thailand, „Prinzessin“ Lalla Meryem von Marokko und „Prinz“ Mohammed bin Nawaf bin Abdulaziz Al Saud von Saudi Arabien.

Kein Einziger dieser üblen Diktatoren, die ihren zusammengerafften Reichtum offen zur Schau stellen, wurde irgendwie vom Volk gewählt. Und anstatt endlich etwas gegen diese finsteren Diktatoren zu unternehmen, beschäftigen sich die gewählten Führer der G8-Staaten in „Camp Zion“ mit vorgeblichen Demokratiedefiziten in demokratischen Staaten wie Iran, Syrien oder China.

Ein Gedanke zu “Diktatoren treffen sich in Südengland

  1. Eine winzige Korrektur bezüglich Malaysia will ich machen: dort wird der König zwar auch nicht vom Volk gewählt sondern von den jeweiligen Führungsfamilien der Bundesstaaten, aber immerhin ist er nur König auf Zeit, etwa wie ein Bundespräsident. Und die politische Macht liegt beim Parlament, das auch nicht mehr oder weniger demokratisch ist als unsere Parlamente.

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