Ursache verkannt

Wie die staatliche deutsche Märchenschau berichtet, stritten sich gestern der extremzionistische CIA-Mann Nicolas Sarkozy und sein kriegslüsterner Herausforderer Francois Hollande darum, was Deutschland wirtschaftlich besser mache als Frankreich.

Diese beiden französischen Politiker sind offenkundig gefährliche Verbrecher, die in eine Haftanstalt gehören und keinesfalls die Führung eines Staates innhaben sollten. Sie unterscheiden sich diesbezüglich nicht von deutschen Spitzenpolitikern. Da es aber nunmal so ist, dass einer dieser Verbrecher sich zukünftig Präsident von Frankreich nennen und seine Meinung großes Gewicht haben wird, soll zumindest eine der Lügen, die sie gemeinsam über Deutschland vebreiten, heute schon als solche benannt werden.

Sowohl Nicolas Sarkozy als auch Francois Hollande sehen Deutschland als Vorbild für Frankreich und die französische Wirtschaft, und beide schielen sie als wirtschaftliches Erfolgsrezept darauf, Geld von Wertschöpfenden zu Aasgeiern umzuverteilen, in etwa so wie es in Deutschland seit der Agenda 2010 geschieht.

Das verkennt jedoch völlig die Ursache dafür, dass die deutschen Wirtschaftszahlen noch nicht so eingebrochen sind wie die Französichen. Wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich ist nicht, dass die deutsche Elite das Volk besser ausplündert als die französische Elite, sondern dass die deutsche Industrie vom chinesischen Wachstum viel besser profitiert als die Französische. Während Nicolas Sarkozy und seine Kumpels USA und Israel über alles gesungen haben, ist Volkswagen durch ein hervorragendes China-Geschäft zur größten Autofirma der Welt geworden.

Wie eine eingehende Analyse der Wirtschaftsdaten unmissverständlich zeigt, ist das deutsche China-Geschäft der wesentliche Grund dafür, dass die deutschen Witschaftszahen besser sind als die Französischen. Die perfekte Ausplünderung der Wertschöpfenden und das Auseinanderreißen der sozialen Schere tragen hingegen nicht zur Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Wirtschaftsleistung bei, sondern dienen nur dazu, hüben wie drüben die Ackermänner, Lagarderes und ihre Kumpane auf Kosten der Bevölkerung reicher zu machen.

Diese Feststellung hat indes nicht nur für Frankreich Relevanz. Auch für Deutschland bedeutet diese Erkenntnis, dass Wirtschaftswachstum durch höhere Löhne und Sozialleistungen nicht gehemmt wird. Anstelle „hoher“ Löhne und Sozialleistungen sind zu allererst fehlende Kooperationsbereitschaft mit und unsinnige Sanktionen gegen China und chinesische Freunde, allen voran Iran und Syrien, für die europäische Wirtschaftsmisere verantwortlich zu machen, auch wenn das der Propaganda der transatlantischen Bankster und ihrer Lakaien natürlich nicht passt.

Nachtrag: Damit der Punkt besser verständlich wird, hier ein paar Nachrichten aus der deutschen und französischen Automobilbranche:

Reuters am 02.11.2009: Peugeot ist viel zu klein in China

Bloomberg am 26.10.2011: Peugeot will wegen niedrigerer Geinnaussichten 3.500 Stellen streichen

T-Online am 05.01.2012: Rekordjahr für Daimler – Audi stark in China

China Daily am 12.01.2012: Frankreichs Renault liebäugelt mit Eintritt in China

RTE am 16.02.2012: Renault: Gewinn fällt, Kostensenkungen betont

Handelsblatt am 23.04.2012: Volkswagen in China: Die Eroberer aus Wolfsburg

Reuters am 03.05.2012: BMW meldet Rekord beim ersten Quartal dank boomender China-Nachfrage

NineMSN am 04.05.2012: Porsche sagt China-Geschäft treibt Profit hoch

Die Nachrichten machen den wichtigen Punkt, dass nicht etwa Lohnsparmaßnahmen, sondern das China-Geschäft den Ausschlag für den Erfolg gibt, hoffentlich etwas anschaulicher. Und auch mal logisch nachdenken: Chinesen kaufen nicht deswegen so viele VW, Porsche, Audi, Mercedes und BMW, weil diese Autos – im Vergleich zu französischen oder koreanischen Autos – besonders bilig sind. VW war die erste Autofirma, die groß in China eingestiegen ist, und ist nun die größte Autofirma der Welt, die obendrein glänzende Profite macht. Französische Autobauer waren viel später und zaghafter in China als die von Deutschlands chinafreundlichem Autokanzler Schröder angespornten deutsche Firmen. In anderen Branchen sieht es tendenziell ähnlich aus wie in der Autobranche. Deutschland exportiert beinahe genausoviel nach China, wie der ganze Rest Europas zusammen und die daran beteiligten Firmen machen insbesondere wegen des China-Geschäfts vergleichsweise gute Profite.