Tagesschau zensiert Kommentar zum deutschen Umgang mit der Ukraine

In der Ukraine wurde die 11-Milliarden-Dollar-Frau Julia Timoshenko im letzten Jahr bekanntlich wegen Amtsmissbrauchs in Zusammenhang mit einem Gas-Geschäft zu sieben Jahren Freiheitsstrafe und umgerechnet 137 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt. Außerdem wird wegen weitere Straftaten gegen die Gasprinzessin ermittelt, so zum Beispiel wegen des Verdachts der Veruntreuung von 295 Millionen Euro und wegen des Verdachts, Drahtzieherin bei der Ermordung des mit ihr konkurrierenden Geschäftsmannes und Politikers Yevhen Shcherban gewesen zu sein.

Die Verurteilung von Julia Timoshenko löste in der EU große Empörung aus. Es sei nicht mit den EU-Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu vereinbaren, wenn der westlichen Wertegemeinschaft zugeneigte ehemalige Regierungschefs nach ihrer Abwahl, wo sie die Justiz nicht mehr von Strafverfolgung abhalten können, wegen schwerer Straftaten verurteilt und im Gefängnis landen würden, meinte die EU, und setzte die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine aus. Mit dem europäischen Verständnis von Rechtsstaatlichkeit ist das nicht zu vereinbaren.

Welcher europäische Regierungschef hat schießlich noch nicht kleinere Straftaten begangen, wie zum Beispiel hin und wieder einen Angriffskrieg geführt, zum Beispiel gegen Jugoslawien, Irak und Libyen? Würde die europäische Justiz solche Straftaten verfolgen, dann düften führende europäische Politiker ihren Lebensabend in Haft verbringen, und das darf natürlich, nach Ansicht führender europäischer Politiker, nicht sein.

Nach ihrer Inhaftierung und Verurteilung ist Julia Timoshenko ganz plötzlich ganz kompliziert krank geworden, so dass es ihr ihrer Meinung nach keinesfalls zuzumuten ist, ihre Zeit in einer Haftanstalt zu verbringen, sondern dringend ärztliche Behandlung außerhalb der Haftanstalt benötigt, und zwar im EU-Ausland, also dort, wo ihr Ehemann seit einiger Zeit als politischer Asylant Schutz vor der ukrainischen Strafverfolgung und -vollstreckung genießt. Die medizinischen Einrichtungen in ukrainsichen Haftanstalten, für deren Zustand nicht zuletzt sie selbst als ehemalige Regierungschefin die Verantwotung trägt, seien so schlecht, dass eine medizinische Behandlung dort unzumutbar sei, argumentiert Julia Timoshenko.

Einer Untersuchung ihres Gesundheitszustandes durch Ärzte der ukrainischen Strafverfolgungsbehörden verweigerte sie sich, doch da die ukrianische Strafvollzugsordnung in so einem Fall wie die deutsche Strafvollzugsordnung unmittelbaren Zwang zur Durchsetzung der staatlichen Fürsorgepflicht vorsieht, wurde sie zwangsweise in das Haftkrankenhaus zur Untersuchung verbracht. Bei ihrem Widerstand gegen die Staatsgewalt erlitt Julia Timoshenko einige Prellungen, die als blaue Flecken sichtbar sind. Vor wenigen Tagen ist Julia Timoshenko nun auch noch in einen Hungerstreik getreten, nicht etwa, um ihre Figur in Form zu bringen, sondern um ihrem Anliegen, ins EU-Ausland verbracht zu werden, Nachdruck zu verleihen. Trotzdem lehnt die Ukraine die Forderung der Strafgefangenen Julia Timoshenko ab, sie ins EU-Ausland reisen zu lassen.

Die Ukraine kaufte Deutschland im Jahr 2011 der deutschen Exportstatistik zufolge Waren und Dienstleistungen im Wert von über 5,3 Milliarden Euro ab und trug dabei mit mehr als 3,4 Milliarden Euro zur positiven deutschen Handelsbilanz bei. Der deutsche Export in die Ukraine erreicht derzeit Steigerungsraten von 20% und sichert Zigtausende deutscher Arbeitsplätze, doch das geht ja nun gar nicht. Nicht auszudenken, wenn das Beispiel in Europa Schule macht, dass Politverbrecher im Gefängnis landen.

Und so macht der deutsche Außenminister Guido Westerwelle, deutsche Exportindustrie hin oder her, nun auf ganz empört, droht der Ukraine mit „Konsequenzen“ und sagte, wie die staatliche deutsche Mächenschau jubilierend vermeldete:

„Für eine weitere Annäherung der Ukraine an die Europäische Union durch die Unterzeichnung und auch Ratifizierung des Assoziierungsabkommens erwarten wir zunächst einmal glaubwürdige und eindeutige Schritte hin zu mehr Rechtstaatlichkeit.“

Und nun hat auch noch Bundespräsident Joachim Gauck in Abprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Reise in die Ukraine abgesagt, um dagegen zu protestieren, dass in der Ukraine führende Politverbrecher im Unterschied zu Deutschland rechnen müssen, im Gefängnis zu landen, wie die deutsche Tagesschau triumphierend vermeldete.

Ein Parteibuch-Leser sendete zu dem Tagesschau-Artikel zur Absage der Gauck-Reise in die Ukraine folgenden Kommentar:

Danke

Vielen Dank, Herr Gauck, Frau Merkel, Herr Westerwelle.

Eigentlich wäre ja nun wenigstens ein Dankes-Telegramm aus Moskau fällig, aber da man in Moskau sehr beschäftigt ist, lassen Sie mich hier den Dank stellvertretend aussprechen. Mit dieser Aktion bringen kommt Moskau dem strategischen Ziel ein gutes Stück näher, die Ukraine in die eurasische Wirtschaftsunion zu ziehen.

Außerdem sei Herrn Gauck hiermit ausdrücklich Dank im Namen der asiatischen Automobilindustrie ausgesprochen.

Da Herr Gauck ja nun einen freien Termin im Terminkalender hat, möchte ich anregen, Herr Gauck wird zu dem Termin einen Vortrag beim Verband der deutschen Automobilindustrie halten. Vorschlag für den Titel des Vortrags: „Warum es besser ist, wenn Asiaten den ukrainischen Markt bedienen“

Doch die fleißigen Zensoren der Märchenschau haben diesen von Dankbarkeit geprägten Kommentar unterdrückt und die Veröffentlichung verhindert. So sieht sie aus, die Meinungsfreiheit in der real existierenden deutschen Demokratie. Die Situation der Meinungsfreiheit in der real existierenden deutschen Demokratie unterscheidet sich kaum vom Zustand der deutschen Rechtsstaatlichkeit.

18 Gedanken zu “Tagesschau zensiert Kommentar zum deutschen Umgang mit der Ukraine

  1. Das ist sie, diese unsere Temokratie in diesem unserem Lande und in der freien, demokratischen EU- wo das Volk durch Volksabstimmungen über vieles frei gefragt wird und darüber abstimmen kann. Wenn das Volk es aber nicht versteht, was es bei der Abstimmung ankreuzen soll (Frankreich u.a.) dann wird es einfach durchgezogen – egal was das blöde Volk vorher abgestimmt hatte.
    Oder noch besser:
    Das Volk wird erst gar nicht gefragt wie in diesem unserem Lande – der freien, demokratischen Bundesrepublik.

    Auch die Kriege werden trotz der mehrheitlichen Ablehnung unseres Volkes einfach von unseren Volksverrätern im Parlament durchgewinkt.

    Kriegsverbrecher von Schröder, Scharping, Fischer (Jugoslawien) u.s.w. bis zu BW-Oberst Klein (Afghanistan) werden weder von Gerichten in unserem Rechtsstaat zur Verantwortung gezogen. Sie genießen weiter eine gesellschaftliche Hochachtung und bekommen von unseren Steuergeldern monatlich ihren Judaslohn von ca. 10-20 Hartz 4 Empfängern.

    Die Eliten in diesem unserem Land werden bisher nicht zur Verantwortung gezogen, welchen Schaden sie auch immer unserem Lande anrichten – höchstens aus der öffentlichen Schußlinie genommen und nach einiger Zeit von den Medien wieder als Persönlichkeiten präsentiert. (Steuerhinterzieher Graf Lambsdorf-FDP / Betrüger K.T.zu Guttenberg-CSU u.a.)

    Das ist zumindest in vielen Ländern der Erde nicht möglich – deshalb diese Propaganda … wie es in diesem Blog sehr gut geschildert wurde.

    (so viel ich weiß, hat diese Frau die amerikanische und ukrainische Staatsbürgerschaft … na so ein Zufall…)

  2. @peter s.
    Die herrschenden europäischen Demokraten regieren offenbar der Devise folgend, dass die Demokratie viel zu wichtig ist, um es riskieren zu können, sie dem gemeinen Volk un zufälligen Wahlentscheidungen zu überlassen.

    „(so viel ich weiß, hat diese Frau die amerikanische und ukrainische Staatsbürgerschaft … na so ein Zufall…)“

    Ich glaube, da verwechselst du was. Kateryna Yushchenko, die frühere „First Lady“ dürfte als ehemalige Mtarbeiterin von Reagans Stab die US-Staatsbürgerschaft haben.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Kateryna_Yushchenko

    Von Yulia Timoshenko ist as aber meines Wissens nicht bekannt. Der Mann von Yulia Timoshenko ist auch nicht in die USA, sondern in die EU, genauer gesagt nach Tschechien, abgehauen. So sieht man recht deutlich, welche Weltmächte in der Ukraine jeweils hinter welchem Oligarchen stehen. Die Gasprinzessin scheint eine europäische Kreatur zu sein.

  3. Artikel 20 Gg sagt was “ Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus “
    Das ist der Freispruchartikel im Deutschen Grundgesetz für Parteien,Politiker und des Bundestags.
    Ist Euch noch Nie der Gedanke gekommen,dass hier der Bürger missbraucht wird ?und das vorsätzlich.
    Als es um die Entsendung der BW nach Afghanistan ging,hab ich Wifelspütz gefragt,ob ihnen bekannt sei,dass man den Bürger zum Mörder mache,seine Antwort war in etwa,ich sei von Gestern und mit mir könne man nicht darüber reden.
    Im übrigen wurde ich so zu sagen,wegen meiner Frage bei Abgeordneten Wacht,aufgefordert keine Unwahrheiten zu verbreiten.
    Wahrscheinlich hat man unbemerkt den Artikel 20 Gg Abgeschafft.
    Nich Oberst Klein hat die Menschen umbringen lassen,sondern in unser „Aller“ Namen wurde dort gemordet.

  4. Also ich weiß nicht so richtig: So sehr ich das alles grundsätzlich auch mittrage, so hab ich doch allergrößte Beklemmungen dabei. Ich streite ganz entschieden ab, dass es so etwas wie eine Bipolarität zwischen „gemeinem Volk“ und Grundgesetz auf der einen, und der sich über den Willen des Volkes hingewsetzenden gewalttätigen Elite auf der anderen Seite gibt. Ich weiß, so wird häufig argumentiert, aber so einfach und oberflächlich liegen die Dinge leider nicht. Keiner solle bitte die Augen davor verschließen, dass der „Mob“ bisher noch immer eines der willfährigsten Instrumente der Elite gewesen ist. Normalerweise gehe ich mit englischen Sprichwörtern sehr sparsam um, aber hier kann ich es mir nicht verkneifen: „Never underestimate the power of stupid people in large groups.“ War das nicht immer und überall auf der Welt so und ist es noch heute. Ohne indokrinierte, aufgeputschte Massen kann die Elite nichts werden. Brot und Spiele hieß es im alten Rom, im Sportpalast und anderswo wollten die Massen den totalen Krieg und unwertes Leben loswerden, vor 20 Jahren wollten die Massen unbedingt zur Westmark und den „blühenden Landschaft“, obwohl doch keinen Moment ein Zweifel daran bestehen konnte, wohin es führen würde, wenn einerseits das nach europäischen Maßstäben sicher nicht allzu effiziente, aber existente Wirtschaftssystem des Ostblocks geschleift wurde und die westliche Wertegemeinschaft plötzlich in der komfortablen Lage war, dass weit und breit keine ökonomische, ethische und moralische Konkurrenz mehr zu erblicken war. Sicher wird der Bürger dazu missbraucht, gar keine Frage. Aber jeder Einzelne von uns trägt auch eine gewaltige Verantwortung vor der Menschheit, sich nicht so einfach von der Elite und ihren Speerspitzen wie BLÖD, Tagesschau und Konsorten missbrauchen zu lassen. Aber ob das GG, Voksvertreter oder sogar Wahlen (!! „Wahlen ändern nichts, sonst wären sie ja verboten.“) dafür unbedingt die richtige Medizin ist? Von daher finde ich den sicher rhetorisch gemeinten ersten Absatz des Kommentars von einparteibuch und manch andere Aussage zumindest wert, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken. Mit zunehmendem Alter gewinnt bei mir leider die gar nicht neue Erkenntnis oder der Zweifel daran Raum, ob das gemeine Volk wirklich selbst in der Lage ist, sich eine Welt zu organisieren, in der es in Glück und Frieden miteinander leben kann. Allzu viele Beispiele fallen mir in der Geschichte eigentlich nicht ein für Leute aus der Masse, die sich längerfristig als Glücksbringer hielten. Dafür aber durchaus Leute von gaaaanz oben (ich sag nur mal Kropotkin), die sich darin versuchten, und andererseits hatten eben viele der allerschlimmsten Despoten ihre Wurzeln im gemeinen Volk… Ok, der Nächste bitte, ich bin gespannt auf eure Meinungen und bin mir natürlich darüber im Klaren, dass das alles schon etwas ins Provokative geht.

  5. @glottafix
    „Aber ob das GG, Voksvertreter oder sogar Wahlen (!! “Wahlen ändern nichts, sonst wären sie ja verboten.”) dafür unbedingt die richtige Medizin ist?“
    Das sehen wir doch alle, wie schecht das praktisch funktioniert. Seitdem die Drohung mit dem Sozialismus weg ist und die CIA in der Bundesrepublik nicht mehr zum Zweck des Sieges im Klassenkampf für Wunderland sorgt, zeigen sich die Schwächen dieses Systems ganz deutlich, dass die größten Verbrecher nach oben an die demokratische Macht spült. Das ist keine Frage. Die Frage ist nur: wie kann man da was verbessern? Und da kann man durchaus unterchiedliche Meinungen haben, was da besonders wichtig ist. Wir vertreten hier im Parteibuch die These, dass die Demokratie westlichen Typs vor allem im Medienbereich versagt. Anstelle dessen, dass die Medien zur Aufklärung beitragen, sorgen die Medien in der Demokratie westlichen Typs für eine systematische Irreführung und Verdummung der Bevölkerung. Da liegt ein systematischer Fehler in der Theorie vor. Private Medien werden nicht für Aufklärung und Wahrheit bezahlt, sondern für’s lügen, und wenn private Medien darauf aufbauend Politiker an die Macht gebracht haben, die die gleichen Betrüger und Lügner wie bei den Privaten an die entscheidenden Stellen staatlicher Medien gebracht haben, dann Lügen und Verblödung. Das lässt sich im gesamten Raum der westlichen Welt beobachten. Und hinzu kommt eine gewisse Gleichrichtung, um nicht Gleichschaltung zu sagen. Alle Medien der westlichen Welt verbreiteten gleichlautend so Behauptungen wie dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen hat, und wer heute die Augen aufmacht und recherchiert, findet noch viel mehr so dicke, dreiste, penetrant in praktisch allen westlichen Medien wiederholte Lügen.

    „Von daher finde ich den sicher rhetorisch gemeinten ersten Absatz des Kommentars von einparteibuch und manch andere Aussage zumindest wert, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken.“
    Der Kernpunkt der Kritik im Absatz, dass den herrschenden Demokraten die Demokratie viel zu wichtig ist, um es riskieren zu können, sie dem gemeinen Volk und zufälligen Wahlentscheidungen zu überlassen, ist der der Heuchelei. Die herrschenden Kriminellen der „westlichen Welt,“ der Mode entsprechend nennen sie sich „Demokraten,“ halten von Demokratie im eigenen Land praktisch nichts bis überhaupt nichts, und doch zetteln sie reihenweise internationale Konflikte an, angeblich um Demokratie in andere Länder zu exportieren. Die herrschende Klasse in Deutschland ist eine verlogene Verbrecherbande, die kaum eine Gelegenheit zu Straftaten, von Korruption bis zum Angriffskrieg, auslässt, Demokratie oder her.

    „Ok, der Nächste bitte, ich bin gespannt auf eure Meinungen und bin mir natürlich darüber im Klaren, dass das alles schon etwas ins Provokative geht.“
    Willkommen in der zweiten Phase des dritten Weltkrieges:

    http://de.rian.ru/opinion/20111121/261497565.html

    Es ist nichts Provokatives daran, nachzudenken. Im Gegenteil. Es ist dumm und provokant, nicht nachzudenken.

    Die westliche Wertegemeinschaft, die für Werte wie Lashkar-e-Taiba, Abu Ghraib und Guantanamo steht, hat ihr Stalingrad im dritten Weltkrieg bereits hinter sich und ist gerade in der Phase des beginnenden Zusammenbruchs. Deutschland, vertreten durch Personen wie Gauck, Merkel und Westerwelle, steht in einer Art „Nibelungentreue“ zu dieser auf der Verliererstraße befinlichen Allianz.

    Und nun spucken diese deutschen Lakaien des untergehenden US-Empires in unverkennbarer Arroganz auch noch unseren ukrainischen Freunden ins Gesicht. Da ist es doch wohl sehr angebracht, wenn sich mal mehr Menschen in Deutschland ein paar Gedanken machen würden.

    1. Freut mich, dass wir da ja wohl doch so ziemlich in eine Richtung gehen. Anfangs dachte ich schon … oje, „funktioniert praktisch schlecht“, „Schwächen im System“ usw… ganz so, als ob das halt über uns gekommen und nicht etwa bewusst gewollt ist. Glücklicherweise wurde das dann im zweiten Teil des Kommentars ja doch noch relativiert. Es ist eben nicht immer so leicht, so virtuell in ein paar Zeilen Missverständnisse und nötige Nachfragen zu vermeiden. Das trifft scheinbar auch auf meine Verwendung des Wortes „provokativ“ zu.
      Ich selbst habe aber durchaus auch noch eine Nachfrage: Was heißt „wir bei Parteibuch vertreten die These“? Das klingt ja etwas sehr nach Gruppenzwang, Wir-ihr-Denken und Einheitsbrei. Wenn das so wäre, fände ich das nicht so gut, denn es würde, wie die Praxis nur zu oft gezeigt hat, die Dynamik und Selbstreinigungseffekte und eben auch flexible, auszudiskutierende Ansätze innerhalb von an sich durchaus gleich gesinnten Gruppen ausbremsen

  6. ZItat:
    „Kriegsverbrecher von Schröder, Scharping, Fischer (Jugoslawien) u.s.w. “

    Doku: Kriegslügen: Gestern Jugoslawien! Heute Libyen! Morgen die ganze Welt! WDR 2001

    Es begann mit einer Lüge

    Wie die Nato im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand

    Ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth
    WDR – Ausgestrahlt im Ersten Deutschen Fernsehen am 8. Februar 2001.
    – Das vollständige Manuskript –
    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/ard-sendung.html

  7. So nebenbei bemerkt, blonde GASprinzessin mental in Schutzhaft genommen, ausgerechnet durch regierende Nachfahren 1000-jährigen Scheiterns, die welche da immer, nein nicht immer, aber immer öfter auf historische Maximaldistanz gehen um ihren nicht minder suspekten Herren zu gefallen. Ein Dreamteam aus Macht, Demokratur und Breiheit – fast hätte -vik geschrieben, zu Ende gedacht nicht gänzlich ohne Parallelen – das seinesgleichen sucht und durch Bildung kaum mehr vermittelbar ist es sei denn durch Auslassung, Verbiegung und unablässige Wiederholung der überparteilichen Sieger-Doktrin. Zugegeben, mühsame Satzkonstruktionen, aber mindestes so mühsam stelle ich mir vor, auf Führerebene gleichzeitig rassistisch und antirassistisch zu sein, demokratisch und antidemokratisch, freiheitlich und antifreiheitlich, gerecht und ungerecht, etc. etc.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  8. @glottafix
    „Das klingt ja etwas sehr nach Gruppenzwang, Wir-ihr-Denken und Einheitsbrei.“
    Nö. Du musst ja nicht unserer Meinung sein.

    1. Da bin ich ja beruhigt, obwohl das eher eine theoretische Erwägung ist. Ich finde es hier ja gerade deshalb recht angenehm, weil es hier nicht wie vielfach andernorts zugeht, wo Widerworte und wer die besten Beleidigungen unter der Gürtellinie beherrscht, unter dem Schutz der Anonymität den absoluten Schwerpunkt zu bilden scheinen. Immer vorausgesetzt, das Ganze artet nicht in Selbstbeweihräucherung aus.
      So, jetzt höre ich aber auf zu nerven mit solchen grundsätzlichen, nicht zum Thema gehörenden Diskussionen. Ist ja auch alles geklärt jetzt. :-)

  9. Ihr Artikel zeugt von einer sehr einseitigen Auseinandersetzung mit der Materie un von einem seltsamen seltsamen Demokratieverständnis!

    Gegenstand der Kritik des Westens ist nicht das Prizip der Verurteilung eines ehemaligen Amtsträgers (Chirac wurde vor kurzem nach seinem Amtsende in Frankreich von einem frz.Strafgericht verurteilt, orne dass dies kritisiert wurde), sondern Die Art und Weise, wie es zu dieser Verurteilung kam. Nach Ansicht aller unabhängiger Prozessbeobachter wurde Frau Timoshenko in einem politischen Scheinprozess verurteilt. Insbesondere wurde ihr ein gerechtes Verfahren verweigert. Ohne Ihnen ideologisch zu sehr nahetreten zu wollen möchte ich Sie dennoch darauf hinweisen, dass in einer Demokratie Auch Milliardäre Anspruch auf eine faires Verfahren haben. Frau Timoshenko wurden nahezu sämtliche Garatien eines fairen Prozesses verweigert. So wurde während des Verfahrens die Untersuchungshaft der Frau Timoshenko ohne nähere Begründung angeordnet. Haftbefreitungsanträge wurden ohne Begründung abgelehnt. Ein Entlastungszeuge wurde auch während des Verfahrens inhaftiert. Ihren Anwälten wurde nur sehr wenig Zeit für Die Vorbereitung ihrer Verteidigung gelassen.Befangenheitsanträge gegen Den Richter wurden abgelehnt trotz einiger unparteischer Aussagen der betroffenen Richter während des Verfahrens.

    Vorgeworfen wurde Frau Timoshenko ein Gasgeschäft mit Russland, welches Sie mit Russland als Amtsträgerin abgeschlossen hatte. Das klingt schon sehr nach einem politischen Prozess.

    Wenn Ihnen wirklich an Demokratie gelegen ist, sollten Sie das laufende Ermittlungsverfahren gegen die Dame aufgrund der Unschuldsvermutung nicht erwähnen (welche auch für betuchte Bürger gilt).

    Abschliessend eine Bitte: hören Sie doch bitte auf zu tun, als ob die Ukraine gefestigte demokratische Strukuren hätte. Bekanntlich herrscht dort Korruption und Filz.

  10. @Justin bowe
    „Gegenstand der Kritik des Westens ist nicht das Prizip der Verurteilung eines ehemaligen Amtsträgers“
    Gegenstand der Kritik dieses Artikels ist nicht die gerechte Verurteilung einer Verbecherin oder der gerechte Freispuch einer Unschuldigen. Ob Regierungchefin oder Mafiabraut, das mögen die Ukrainer selbst entscheiden, wer da bei ihnen warum eingesperrt wird.

    Gegenstand ist die verlogene Heuchelei der in der EU und Deutschland herrschenden Verbrecherclique, mit der sie obendrein den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands schaden. Diese Verbrecherclique tut gerade so als gäbe es in Deutschland oder Westeuropa eine unabhängige Justiz, obwohl die Realität so aussieht, dass die deutsche und europäische Justiz sich nahezu vollständig in der Hand der herrschenden Verbrecherbande befindet. Und Sie nehmen der westlichen Verbrecherbande – Straftaten bis hin zum Führen von Angrifskrieg liegen unzweifelhaft vor – das Märchen von Rechtsstaat und Demokratie ab?

    Wie naiv sind Sie eigentlich? Wachn Sie auf!

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