Stammeskämpfe oder ethnische Säuberung?

In einer Randnotiz wurde in internationalen Medien, sowohl in westlichen als auch in russischen Medien, berichtet, dass bei Gewalttätigkeiten in der Gegend der südlibyschen Stadt Sabha gerade rund 150 Menschen gestorben sind.

Im Gegensatz zum Februar letzten Jahres, wo die westliche Politik und ihre Propaganda-Maschine die Nachricht von etwa 200 Toten sofort zu einem Medienspektakel aufgeblasen sowie Sanktionen und einen Angriffskrieg gegen Libyen beschlossen haben, ist diese Nachricht den westlichen Medien nur eine Randnotiz wert. Die libysche Übergangsregierung des NTC ist schwach, aber sie kümmert sich um das Problem, hat militärische Kräfte geschickt und versucht einen Waffenstillstand zu erreichen, ist der Tenor der wenig prominent platzierten Berichte.

Im letzten Jahr wurden rassistische Pogrome von Wahhabiten und Fußballrowdies gegen Schwarze und Sozialisten in Libyen als Kampf von Demokraten gegen einen bösen Diktator portraitiert. Nun ist der gewollte Regime Change in Libyen erreicht. Was gerade in Südlibyen passiert, sind nun Stammeskämpfe, heißt es nun, da kann man bedauerlicherweise wenig machen.

Es gibt allerdings noch eine andere Sichtweise auf das, was gerade in Sabha passiert. Dieser Sichtweise zufolge begehen Todesschwadronen des von NATO und GCC unterstützten NTC derzeit Massaker an der schwarzen Bevölkerung Sabhas, um sie durch Massenmorde zur Flucht zu zwingen und aus Libyen zu vertreiben. Die Menschen in der Gegend von Sabha waren im letzten Jahr äußerst skeptisch gegenüber dem NTC und haben von der sogenannten Revolution überhaupt nichts gehalten, und es ist sonnenklar, dass sie auch heute noch nichts von rassistischen NTC-Todesschwadronen halten. Die von der NATO an die Macht geputschten wahhabitischen Hooligans des NTC versuchen deshalb, Libyen von seinem dunkelhäutigen Bevölkerungsteil zu säubern. Ozyism hat ein Video davon, wie die NATO-NTC-Todesschwadronen durch die entvölkerte Stadt ziehen.

Schwarzhäutige Libyer werden seit Beginn des letztjährigen NATO-Putsches in Libyen von ihren Marionetten gejagt, gefoltert und ermordet. Dem NTC schwebt es vor, aus Libyen einen arabischen weißen wahhabitischen Staat zu machen, und die NATO-GCC-NTC-Putschisten wollen deshalb den Teil der Bevölkerung, der eine afrikanische, schwarze und sozialistische aus Libyen vertreiben. Die Sichtweise, eine Ursachen für die gegenwärtige Gewalt in Südlibyen könnte sein, dass die NTC-Mörderbanden in Sabha mit Massenmorden eine politisch oder rassistisch motivierte ethnische Säuberung durchführen und dieses Verbrechen medial als Stammeskämpfe tarnen, ist aufgrund der Motivlage von NATO, GCC und NTC, ihre herbeigeputschte Herrschaft über Libyen zu festigen, jedenfalls durchaus plausibel. Bevölkerungsteile, die außer Landes vertrieben wurden, können weder bewaffnet noch friedlich mit dem Wahlzettel gegen den NTC Widerstand leisten.

3 Gedanken zu “Stammeskämpfe oder ethnische Säuberung?

  1. schön zu sehen, dass diese „Helden“ alles plündern, was nicht niet- und nagelfest ist. ach, sind das nicht tolle verbündete und freunde?

  2. Wir sind als „ohnmächtige Beobachter“ mitten im global abrollenden Prozess, den ein Ted Turner und andere – wie ein Friedensnobelpreisträger Kissinger – als notwendige Kontrolle der Weltbevölkerung proklamieren!

    So sieht er aus, der Globalgenozid: Kosovo, Libyen, Irak, Syrien usw.; überall DUM im Spiel
    Darum gehts!

    – nur eines von vielen Videos: unverschämt offen; was sind dagegen die „Nazi“ von 45 ?

    mfg.

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