Massenmörder bedanken sich für 100.000-Euro-Spende

Der Spiegel berichtete bekanntlich am 26. März 2012 aus dem Libanon von einem schockierenden Geständnis eines Massenmörders der zur sogenannten „Freie Syrische Armee“ gehörenden Homser Farouk-Brigaden:

„Seit vorigem Sommer haben wir nicht ganz 150 Mann hingerichtet, das sind etwa 20 Prozent unserer Gefangenen“, sagt Abu Rami. Diejenigen, die nicht für schuldig befunden und zum Tode verurteilt würden, würden gegen gefangene Rebellen oder inhaftierte Demonstranten ausgetauscht. Mehr Arbeit als die Kriegsgefangenen machten den Scharfrichtern von Homs jedoch die Rebellen aus den eigenen Reihen. „Wenn wir einen Sunniten bei Spionieren erwischen oder wenn ein Bürger die Revolution verrät, machen wir kurzen Prozess“, sagt der Kämpfer. 200 bis 250 Verräter habe Husseins „Begräbnis-Brigade“ seit Beginn des Aufstandes hingerichtet, so Abu Rami.

Allein diese eine Gruppe „Farouk-Brigaden“ hat in Homs nach eigenen Angaben demnach etwa 350 bis 400 wehrlose Menschen massakriert. Die Erkenntnis, dass die Lakaien von Israel/NATO/GCC in Syrien fürchterliche Verbrechen begehen, ist nicht neu. Das Geständnis des Henkers der Farouk-Brigade wurde nicht von einem der syrischen Regierung nahestehenden Medium oder unabhängigen Journalisten aufgenommen und verbreitet, sondern vom deutschen Spiegel, dessen Berichterstattung ansonsten ganz den Interessen Israels und der USA folgend der Idee eines gewaltsamen Regime Changes in Syrien, vorsichtig ausgedrückt, sehr aufgeschlossen gegenübersteht.

Wie hat die sogenannte „westliche Wertegemeinschaft“ auf das schockierende Geständnis des Massenmörders der Farouk-Brigaden reagiert?

Der britische Außenminister William Hague hat am 29. März erklärt, die syrische Opposition mit weiteren 500.000 britischen Pfund zu unterstützen, wobei er erklärt hat, den sogenannten „syrischen Nationalrat“ als „legitime Vertretung des syrischen Volkes“ anzuerkennen.

RIA Novosti berichtete heute von weiterer Unterstützung:

Darüber hinaus beschlossen die Vertreter aus rund 60 Ländern und zehn Organisationen die Bildung eines Finanzfonds, um die syrische Opposition, die seit mehr als einem Jahr mit Waffen gegen das Assad-Regime kämpft, zu unterstützen, berichtet ein Korrespondent der RIA Novosti aus Istanbul. … Nach Angaben der Agentur AP übernehmen Saudi-Arabien und andere Golf-Staaten die Kosten für die Etablierung eines Millionen-Fonds, aus dem vor allem die oppositionelle Freie Syrische Armee finanziert werden soll.

Die Bande des Henkers, der im Spiegel die Ermordung von etwa 350 bis 400 wehrlosen Menschen durch seine Bande gestanden hat, bekommt für ihre grausamen Verbrechen zur Belohnung einen besonders großzügigen Teil der Spenden der westlichen Wertegemeinschaft. Auf der US-Plattform Facebook bedankt die Farouk-Brigade sich soeben mit folgenden Worten für die Avisierung von 100.000 Euro durch den syrischen Nationalrat:

تنسيقية حتيتة التركمان – الثورة السورية في ريف دمشق
الجيش السوري الحر الأخبار العاجلة :

سم الله الرحمن الرحيم :
نحن أبناء كتائب الفاروق في محافظة حمص نتقدم بالشكر الجزيل للمجلس الوطني السوري لتقديمه مبلغاً وقدره / 100000 / فقط مائة ألف يورو وذلك لمساعدة عوائل ضباط كتائب الفاروق المنشقين عن جيش الأسد, كما نطلب منهم الإسراع قدر الإمكان في تقديم الدعم المالي اللازم لأبناء كتائب الجيش السوري الحرّ على امتداد الأراضي السورية , وجزاهم الله كلّ خير

حمص – السبت 31/03/2012 الجيش السوريّ الحرّ
كتـــــــــائب الفـــــــاروق

Übersetzung per Google-Translator:

Coordinating Anat Turkmenen – syrische Revolution auf dem Lande von Damaskus
Syrische Armee kostenlos über aktuelle Neuigkeiten:

Die Namen Allahs, des Barmherzigen:
Wir sind Kinder von al-Faruk in der Provinz von Homs Wir danken der Nationalrat der syrischen Angebot ein Betrag von / 100000 / nur 100.000 € an die Familien der Offiziere, Faruk Brigaden Dissidenten aus der Armee von al-Assad helfen, und sie bitten, zu beschleunigen, so viel wie möglich bei der Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Unterstützung für die Kinder von Armee-Bataillone syrischen Freie entlang der syrischen Territoriums, und möge Gott ihnen alles Gute

Homs – Samstag, 31.03.2012 die syrische Armee frei
Faruk-Brigaden

Das Schema funktioniert im Wesentlichen so: die Regierungen von Terrorstaaten der NATO und des GCC spenden dem sogenannten Syrischen Nationalrat Steuergeld, und der Syrische Nationalrat verteilt das Geld dann an die in Syrien operierenden Mörderbanden. So sieht sie praktisch aus, die sogenannte „westliche Wertegemeinschaft“: ganz offen unterstützt die westliche Wertegemeinschaft mit Steuergeldern Terrorbanden, die sich mit Massenmorden brüsten, weil Israel nun mal einen Regime Change in Syrien will.

6 Gedanken zu “Massenmörder bedanken sich für 100.000-Euro-Spende

  1. Es gab heute noch weit größere Spenden:
    „Secretary of State Hillary Clinton said the U.S. has agreed to pledge an additional $12 million for a total of $25 million and to provide communications equipment to help the Syrian Free Army organize.“
    http://abcnews.go.com/blogs/politics/2012/04/gulf-states-to-pay-salaries-for-syrian-free-army/
    Heute ließen die „Freunde Syriens“ auf ihrer Konferenz in Istanbul die Sammelbüchse herumgehen und die Kollekte belief sich auf weitere 100 Millionen Dollar:
    „At least 60 nations, including the US, have pledged $100 million to pay opposition fighters in Syria, according to the New York Times.“
    http://www.commondreams.org/headline/2012/04/01

  2. Na bei so vielen mörderischen Spenden der Kriegsverbrecher werden sich die Mörderbanden freuen über noch mehr Tötungsmaschinerie. Damit wird das Morden auf eine neue Stufe gestellt. Aber was anderes kann der Imperialismus auch nicht erzeugen. Entweder ist es möglich ein humanistisches Miteinander zu fördern, was sich dann natürlich auch im politischen System wiederspiegelt, oder die Barbarei des neoliberalen, faschistischen und mordenden Systems, des absoluten kapitalistischen Systems zu unterstützen.

  3. [Edit: Wahhabi-zionistische sektiererische Hetze von muriceps aus Amman gelöscht. Frank, verzieh dich. Deine Hetze gegen Alawiten ist hier unerwünscht.]

  4. Das wird immer so gemacht – siehe hier Jugoslawien:
    Süddeutsche Zeitung, SZ 7.Okt.2000: (Nach einem Vorspann, der das Folgende als „gute Leistung“ erscheinen läßt)
    “ Im Vorfeld der jugoslawischen Wahlen vom 24. September hatte die Regierung in Washington zudem über
    verschiedene Kanäle politische und finanzielle Hilfe für den Aufbau demokratischer Strukturen in Serbien geleistet.
    Wie die Washington Post vor drei Wochen berichtete, wurden dafür 77 Millionen Dollar (etwa 170 Millionen Mark) eingesetzt.

    Sie hätten unter anderem dazu gedient, den Oppositionsparteien Computer, Faxgeräte und andere Büroausrüstung bereitzustellen und ihre Mitglieder für die Parteiarbeit zu schulen. Außerdem habe eine New Yorker Firma in Serbien Meinungsumfragen erhoben. Dem Zeitungsbericht zufolge wurden auch Gewerkschaften und Studentengruppen unterstützt. Im ganzen sei die Aktion mit europäischen Verbündeten eng abgestimmt und teilweise über Ungarn abgewickelt worden.“

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