Kony 2012 – Spendenaufruf für mehr Krieg in Afrika

Eine ganz besondere Widerwärtigkeit schlägt im Internet gerade in Form eines halbstündigen Werbefilms für Krieg ein: Kony 2012. Und der Film wird von der Netzgemeinde begeistert angenommen.

Die Story des Films Kony 2012 ist schnell erzählt:

In einem fernen Land, da gibt es einen bösen Mann, der schlimme Verbrechen begeht. Doch zum Glück gibt es die US-Armee. Bitte, bitte, lieber US-Präsident, schicke die gute US-Armee in das ferne Land, um da die Menschenrechte durchzusetzen und den bösen Mann zu verhaften, auf dass das Gute über das Böse siegt und Alles gut wird.

Im Jahr 2001 war der böse Mann Osama bin Laden und das ferne Land war Afghanistan. Bilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Afghanistan bisher: mehr als 30.000 Tote.

Im Jahr 2003 war der böse Mann Saddam Hussein und das ferne Land war Irak. Bilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Irak bisher: vermutlich rund eine Million Tote.

Im Jahr 2011 war der böse Mann Muammar Gaddafi und das ferne Land war Libyen. Bilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Libyen bisher: vermutlich mehr als 100.000 Tote.

Im Film „Kony 2012“ von der Firma „Invisible Children“ aus der als Standort von US Special Forces bekannten Stadt San Diego ist der böse Mann Joseph Kony und das ferne Land Uganda.

Um zu zeigen, wie toll man es findet, wenn der liebe US-Präsident die gute US-Armee zu einer weiteren humanitären Hilfsaktion in die weite Welt schickt, die ganz zufällig dem US-Interesse dienlich ist, sich eine gute Position für die Ausbeutung der frisch gefundenen Ölfelder in Uganda zu sichern, darf auch gespendet werden für Waffen für die lokalen Freunde der guten US-Armee in Uganda und im ölreichen Südsudan, und natürlich können auch Merchandizing Artikel gekauft werden, um die gute Sache „Frieden durch Krieg“ in Afrika zu unterstützen.

Dass der Vorsitzende der Bischofskonferenz Gulu, Erzbischof John Baptist Odama, erklärt hat, dass die religiösen Führer von Acholi gegen Militäraktionen zur Ergreifung von Joseph Kony sind, weil Frieden nunmal nicht durch Krieg erreicht werden kann, muss niemanden stören, der „Invisible Children“ mit gutem Gewissen Spenden für mehr Krieg zukommen lassen will.

Die im Jahr 2008 mit US-Unterstützung durchgeführte Garamba-Offensive zum Umbringen von LRA-Chef Joseph Kony hat nur zu einigen Hundert Toten geführt. Da ist es selbstverständlich, dass der liebe US-Präsident Barack Obama kürzlich noch mal ganz offen viele gute US-Soldaten rüber nach Uganda geschickt hat, um ganz sicher zu gehen, dass es dabei nicht bleibt.

Aber was soll’s. Wenn Krieg bei Facebook beworben wird, kommt Krieg gut an. Den Film gucken und auf geht’s mit dem Sammeln von Souvenirs für die US-geführte Menschenjagd. Der stolz im Film vorgeführte ICC-Ankläger von Joseph Kony ist passenderweise Luis Moreno Ocampo, der sich 2011 durch einen auf plumpen Lügen basierenden Haftbefehl gegen Muammar Gaddafi international einen Namen als politischer Ankläger und notorischer Lügner gemacht hat. Ansonsten lohnt sich ein Besuch der Webseite der Firma: Besucher sollen dort dazu animiert werden, den millionenfachen Massenmörder George W. Bush dazu zu überreden, sich für die Verfolgung von Joseph Kony wegen Kriegsverbrechen einzusetzen.

Ein Spendenaufruf für mehr Krieg durch die US-Armee. Darauf muss man erst mal kommen. Niemand war in den letzten Jahrzehnten gründlicher beim Frieden schaffen und Durchsetzen von Menschenrechten. Namen wie My Lai, Dasht-i-Leili, Abu Ghraib, Guantanamo und Haditha stehen für seit Jahrzehnten unveränderte Qualitätsarbeit.

Aber da geht noch was. Michael Deibert weist darauf hin, dass Bill Clinton es in den 90ern geschafft hat, mit ähnlichen Aktionen wie denen, die „Invisible Children“ gerade in Nord-Uganda und der angrenzenden Region fordert, in der Region recht unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit für den Tod von rund sechs Millionen Menschen zu sorgen. Potenzial für mehr Krieg und Massenmord ist also da.

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37 Gedanken zu “Kony 2012 – Spendenaufruf für mehr Krieg in Afrika

  1. Ich finde Ihren Text einfach nur widersprüchlich in seinen Aussagen. Bei bestem Willen, Sie wollen also, dass die Menschenrechtsverbrechen weiter gehen und Tausende von KInder Ihre Eltern und ihre Familien verlieren.
    Dann gehen Sie doch mal selbst nach Uganda, bevor Sie so weit weg von allem Unheil einen ach so tollen Text verfassen.
    Ich bin kein Verteidiger der US-Politik, aber manchmal ist es einfach wichtig, Menschen wie Gaddafi in Libyen das Handwerk zu legen und ein Stück weit für Ordnung zu sorgen.
    Außerdem ist der Vergleich zwischen Gaddafi und Kony völlig irrsinnig, weil ein Diktator nicht mit einem Rebell verglichen werden kann.

  2. „aber manchmal ist es einfach wichtig, Menschen wie Gaddafi in Libyen das Handwerk zu legen und ein Stück weit für Ordnung zu sorgen.“

    So, dann wünschen Sie sich also einen Diktator, der nach US Vorgaben die Menschen wiederum tracktiert, sein Land durch den Westen ausbeuten läßt und sich bereichert?

    Gaddafi wollte, zur Erinnerung, eine eigene Währung abgekoppelt vom Euro und Dollar einführen. Das war, neben dem Ölhunger des Westens, mit ein Grund, warum er „gehen“ musste.

    Der Nahe Osten wie auch der Rest der zivilisierten Welt wird nach US Vorgaben umgekrempelt, Diktator hin oder her.

    Wer mitmacht, dem gehört ein Teil des Kuchens, wer sich nicht unterdrücken läßt, darf auf einen warmen Bombenregen hoffen mit vielen kollateralen Schäden, gemäß der US Propaganda.

    Ich für meine Seite will auch keinen Diktator, aber noch weniger die US Gehirnwäsche, die US Bonzen noch ihre Scheiss Armee in meinem LAND.

    Die Lügenmärchen der Propagandasenderchen, tagesschau und Co. CNN und auch arte, die werden wie gewohnt der Agenda entlang gesendet, damit auch der Dümmste endlich kapiert, Widerstand gegen unsere neokapitalistische Einheitsfront aus christlichen Islamjägern ist kein Kraut gewachsen. Wir ( die NeoCons Sekte inkl. aller Finanzhaie und deren Esoteriker ) beherrschen weit mehr Märkte, als sich mancher vorstellen mag.

    Deren Macht ist fast nicht zu entkommen – dank auch den Systemtreuen, die diese Mischpoke weiterhin unterstützen, aus Angst und Verzweiflung, weil sie doch nur mit dabei sein wollen…wozu auch immer. Hier geht es auch darum, Widerstand zu brechen und ein Einheitssystem aus neukolonialistischem Gedankengut zu platzieren – ohne Widersprüche.

    Aber wer sich nur dem Mainstream widmet, dem sage ich: Schlafen sie weiter. Good Night.

  3. @Savas Savidis
    „Bei bestem Willen, Sie wollen also, dass die Menschenrechtsverbrechen weiter gehen und Tausende von KInder Ihre Eltern und ihre Familien verlieren.“

    Im Gegenteil, ich will, dass der Krieg aufhört und Friede einkehrt. Kony 2012 hingegen wirbt für die Unterstützung eines US-Militäreinsatzes, um Joseph Kony zu jagen.

    Es gibt keine katastrophale Lage auf der Welt, die so schlimm ist, dass sie nicht noch verschlimmert werden könnte. Die US-Armee hat in der jüngeren Geschichte eine ganz besondere Fertigkeit an den Tag gelegt, katastrophale Situationen noch weiter zu verschlimmern.

    Lies, was der Erzbischof von Gulu, John Baptist Odama, zu der Idee sagt, die US-Armee und die UPDF zur Verfolgung der LRA einzusetzen:

    „Our stand as Acholi religious leaders is that we do not want the aspect of pursuing Kony with military means. That is an engagement, isn’t it? History has taught us. Pursuing these people militarily will just make the conflict and suffering spill over to other places“

    Zu deutsch: Unsere Position als religiöse Führer von Acholi ist es, dass wir den Einsatz militärischer Mittel bei der Verfolgung von Kony nicht wollen. Das ist ein Gefecht, ist es das? Die Geschichte hat uns gelehrt. Diese Leute mit militärischen Mitteln zu verfolgen führt nur dazu, dass der Konflikt und das Leiden auf andere Orte übergreifen.

    Das war oben im Parteibuch-Text verlinkt:

    http://allafrica.com/stories/201111130058.html

    Die Geschichte zeigt, was der ICC in Bezug auf den Frieden bewirkt hat. Es gab Friedensverhandlungen mit der LRA, die sind aber nicht zuletzt am nicht rücknehmbaren Haftbefehl des ICC gegen Joseph Kony und andere Führer der LRA gescheitert.

    Die Geschichte zeigt auch, was der Einsatz von US-Armee und UPDF bisher bewirkt hat: viele Hundert unnötige Tote, und eine Ausweitung des LRA-Konfliktes von Nord-Uganda und Südsudan auf den Kongo und die Zentralafrikanische Republik. Im Parteibuch-Artikel oben war ein Link dazu bereits gepostet:

    http://en.wikipedia.org/wiki/2008%E2%80%932009_Garamba_offensive

    Obendrein sieht es so aus, dass die UDPF bei ihrem vom US-Militär unterstützten Feldzug gegen die LRA ziemlich genau der Verbrechen schuldig gemacht hat, derentwegen die LRA unter Anderem verfolgt wird: jede Menge Vergewaltigungen und Plünderungen.

    „Ich bin kein Verteidiger der US-Politik, aber manchmal ist es einfach wichtig, Menschen wie Gaddafi in Libyen das Handwerk zu legen und ein Stück weit für Ordnung zu sorgen.“

    So viel Unfug auf einen Haufen. Für Chaos und Massenmorde haben die USA in Libyen gesorgt, schlimmer und mit mehr Toten als all das zusammen, was Gaddafi je vorgeworfen wurde, ganz gleich ob das nun zutreffend war oder nicht. Aus einem funktionierenden Staat Libyen mit einer zumindest in den letzten Jahren vergleichsweise passablen Menschenrechtsbilanz haben die USA und die NATO ein neues Somalia gemacht, in dem Milizen blutige Fehden austragen und sich dabei an Überhaupt keine Regeln halten. Gerade diese Woche hat sich eine Gruppe im Ostteil Libyens für selbständig erklärt, und bereitet damit den Boden für weitere Sezessionskriege um Öl, Geld und Macht.

    „Außerdem ist der Vergleich zwischen Gaddafi und Kony völlig irrsinnig, weil ein Diktator nicht mit einem Rebell verglichen werden kann.“

    Diktator wie Hussein und Gaddafi oder Rebell wie Bin Laden, die Gemeinsamkeit besteht darin, dass die USA den Tod von vielen Hunderttausend Menschen verursacht haben, um die bösen Männer umbringen zu können. Und Überraschung, mit dem Tod der „bösen Männer“ hörten die Menschenrechtsverletzungen nicht etwa auf, sondern sie wurden danach noch schlimmer.

    Und genau dafür wirbt nun „Kony 2012“: einen bösen Mann mit militärischen Mitteln jagen. Um Krieg zu beenden, ist aber das Gegenteil notwendig: nämlich defensiv agieren und Frieden schließen. „Kony 2012“ verwendet die klassischen Techniken von Kriegspropaganda, um Unterstützung für Krieg zu mobilisieren:

    – Personalisierung und Dämonisierung des Feindes
    – Verschleierung der eigenen Absichten als uneigennützig
    – Übertreiben der Kriegsgreuel des Gegners und Verschweigen der Kriegsgreuel der eigenen Seite
    – Emotionalisierung anstatt Fakten

    Hier mal ein paar Links zu Hintergrundinformationen, was sich sonst noch so in dieser Region der Welt abspielt:

    Kongokrieg:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Kongokrieg

    Ituri conflict:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ituri_conflict

    Akteure im Kongo – kaum einer davon irgendwie moralischer oder besser als die LRA:

    http://www.friko-berlin.de/kongo/07/akteure.html

    Sezessionskrieg im Südsudan:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sezessionskrieg_im_S%C3%BCdsudan

    Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik:

    http://www.heise.de/tp/artikel/26/26273/1.html

    Das nur als Einstieg. Was die Menschen da nötig haben, ist ein Ende der Kriege – und nicht, wie von Kony 2012 gefordert, mehr Krieg, um den bösen Mann Kony zu fangen.

    Für ein Ende von Krieg benötigt man Mediatoren, Lehrer, Schulen, Priester, Polizisten, wirtschaftliche Entwicklung, Umschulungsprogramme für bisherige Kriegsteilnehmer und so weiter und so fort. Was Frieden hingegen verhindert, sind militärische Offensiven einer Armee. Die miitärische Jagd auf Kony ist aber eine militärische Offensive. Sie ist Krieg.

    Was könnte man sonst noch machen? Eine ganz praktische Maßnahme wäre da zum Beispiel, es sogenannten Geierfonds zu verbieten, stinkende Schuldpapiere, aus gegeben von korrupten Kriegsregierungen der Vergangenheit, einzuklagen.

    http://www.bloomberg.com/news/2011-06-08/hong-kong-top-court-blocks-u-s-fund-s-congo-china-suit-citing-immunity.html

    Geierfonds wie FG Hemisphere Associates LLC blockieren die wirtschaftliche Entwickllung von Staaten wie dem Kongo, behindern den Staat Kongo dabei, vernünftige Projekte zur Ausbeutung der Bodenschätze im Interese er Bevölkerung auf den Weg zu bringen und damit Infrastrukturprojekte zu finanzieren, die das Zeug dazu haben, den Kriegen die Wurzel zu nehmen.

    Nur dafür, Geierfonds ihr dreckiges Geschäft unmöglich zu machen, würde man in den USA, dem Land des blutigen Kapitalismus eben nicht so leicht Unterstützung von Politikern beider Parteien bekommen.

  4. Nur um es mal klarzustellen, ich bin keiner, der den ganzen Tag sogenannte „Mainstream-Medien“ verfolgt und sich selbst keine Meinung zu der internationalen Friedenspolitik bildet.
    Ich will ihnen mal eins sagen, lieber Blogger: Ich habe mich persönlich mit einem jungen Libyer unterhalten und ihn nach Gaddafi befragt. Er war kein US-Soldat, sondern ein LIBYSCHER JUNGER STUDENT. Was er mir zu sagen hatte, brachte mich zum Nachdenken. Er erzählte von schwersten Menschenrechtsverletzungen, von Freunden, die misshandelt wurden (Manche von ihnen waren im selben Hotel, mit Wunden am ganzen Körper). Der größte Betrag der Öleinnahmen Libyens floss direkt zu Gaddafi oder Gaddafis Gnaden.
    Die einfachen Stunden wie er sahen nichts von dem Geld.
    Sie alle sind froh, einen Diktator losgeworden zu sein, der bei weiterem Verbleib eine riesige Bedrohung für sein eigenes Volk dargestellt hätte (Siehe Syrien!!). Und jetzt kommen Sie mit ihrer US-Propaganda-Politik. Als hätte die Welt nichts Besseres zu tun, als weiter Hass und Verabscheuung gegenüber dem Westen zu streuen.
    Und dann wollen Sie bei bestem Willen friedlich Kony zum Rückzug drängen? In welcher Welt leben Sie eigentlich. Sie gehen mit einem Stück Kuchen zu ihm und bitten ihn, freundlichst zu weichen.
    Ich bin kein Unterstützer von Kriegen und Interventionen, die ohne Sinn und Verstand erfolgen. Und ja, wie oft noch, es wurden Fehler bei dem Nato-Einsatz in Afghanistan und dem Irak begangen. Aber gerade die sind jetzt in Uganda zu vermeiden.

  5. @Savas Savidis
    „Ich bin kein Unterstützer von Kriegen und Interventionen“
    Du bist ein Lügner. Du bist sehr wohl ein Unterstützer von Krieg und Intervention: gerae hier argumentierst du dafür, dass die US-Armee Krieg im östlichen Zentralafrika führt.

    „Und ja, wie oft noch, es wurden Fehler bei dem Nato-Einsatz in Afghanistan und dem Irak begangen. Aber gerade die sind jetzt in Uganda zu vermeiden.“

    Fehler? Massenmord ist ein „Fehler“? Dasht-i-Leili, Abu Ghraib, Guantanamo und Haditha, Körperteile abschneiden, auf Leichen pinkeln, Koran verbrennen, Bomben- und Drohnenangriffe ohne Ende, nächtliche Überfälle, Erschießen von schwangeren Frauen mit anschließender Verstümmelung der Körper, Vergewaltigungen von Mädchen und Jungen, und so weiter und so fort. Was Obama und seine Mördertruppen in Afghanistan, Irak und Libyen angerichtet haben, da kann selbst ein übler Verbrecher wie Joseph Kony nicht mithalten.

    Du könntest dich glatt als Propaganist bei der US-Armee bewerben. Oder arbeitest du da bereits? Wenn es dein Job ist, in Blogs Propaganda für Obamas Mördertruppe zu machen, dann würde das erklären, wie du dich hier verhälst.

    „Aber gerade die sind jetzt in Uganda zu vermeiden.“
    Eben. Der Fehler, der zu vermeiden ist, ist Obamas Mördertruppe nach Zentralafrika zu schicken. Das ist die einzig sichere Methode, um zu verhindern, dass Obama und seine Mörderbande in Zentralafrika neue Massenmorde begehen, Kriege anheizen, die fast schon zu Ende sind, nur um die Ressourcen der Länder Zentralafrikas plündern zu können.

    Die Leute in Zentralafrika haben da schon genug mit ihren heimischen Mörderbanden zu tun, da brauchen die nicht auch noch US-Mörderbanden, die dort für noch mehr Krieg und Blutvergießen sorgen.

  6. Bei all der Diskussion stellt sich mir folgende Frage: Welche Maßnahmen sind Element von Kony 2012?
    Soweit ich weiß, betreibt Invisible Children diverse Projekte in Uganda, beispielsweise auch für mehr Bildung durch Stipendienvergabe und Betreuung oder für den Aufbau einer Firma dort. Zumindest diese Projekte finde ich prinzipiell sehr begrüßenswert und förderungswürdig, doch aus dem Film wird leider nicht ersichtlich, in wie weit man diese bei Unterstützung der Kampagne Kony 2012 noch fördert.

  7. “ 3 September, 2011. Interview mit einem libyschen-geboren Franzosen, außerhalb der Kundgebung gegen die militärische Intervention der NATO in Paris (Frankreich). Viele Themen werden behandelt, wie die Situation in Libyen Trickserei „Al Jazeera“ ist die Wurzel vieler Gerüchte, ein potenzielles Ziel “

  8. Diese Trolle sind mir gerade richtig.

    Ich habe mich mit einem Libyer unterhalten…Quelle?

    Ich hatte einen Nachbarn, fett und träge, wollte nie Arbeit annehmen…jupp.

    Bitte, liebe Trolle, derzeit seid ihr auf vielen kritischen Seiten unterwegs um eure Botschaften zu verbreiten. Aber nicht so.

    Deutsche Soldaten helfen der Industrie gerade dabei, Somalia zu christianisieren..mal nebenbei bemerkt. Oh, wie mich diese Kirchenscheisse ankotzt.

    Koloniliasierung ist – wenn man es genau nimmt – eine Art Einheitsbrei. Gleichschaltung und Anknüpfung an die Werte, die der Westen vorgibt. Eine Art „Basta“ Politik.

    Solange alle Kriecher mitmachen, bleibt es dabei.

    Wie Sie auch? Bedenken Sie Ihr Stimmrecht. Sie können auch Veränderungen bewirken.

  9. @ Savas Savidis
    Ich will ja nicht wieder mit der „System-Troll“ Keule kommen der für solche Kommentare wie du sie verfasst bezahlt wird aber es gibt eben nur 2 Möglichkeiten: entweder du bis einer oder du hast den Knall nicht gehört.

    Nehmen wir die zweite Möglichkeit an, dann habe ich was für dich – diesmal geht es um den „Diktator“ Milosevic und seine „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ was sogar Deutschland nach so vielen Jahren wieder zu Bombardierungen animiert hat (ich kann dich beruhigen es ist keine dubiose Internet-Quelle / YouTube Video mit unbekannter Herkunft – obwohl für die Blogger von solchen Seiten die ARD sehr wohl eine dubiose Quelle ist).
    Vielleicht hilft es dir zu verstehen wer wirklich an verbrechen gegen die Menschlichkeit und humanitäre Katastrophen schuldig ist und eben welche Seite garantiert kein Frieden vertritt.

  10. @Horst
    „Invisible Children“ behauptet, sie würden etwas mehr als 30% ihrer Einnahmen für augenscheinlich sinnvolle Projekte in Uganda ausgeben.

    Bei den Leuten, die in Uganda vor Ort sind, scheint es da aber eine andere Wahrnehmung zu geben. Christa hat dazu oben einen aufschlussreichen Link gepostet. Zitat:

    „Die Einheimischen, die in dem ursprünglichen Film vorkamen laufen jetzt hier mit Goldschmuck herum und sehen auf Ihre Nachbarn herab. Ich bin mir nicht sicher wo die ganzen Spenden hingehen.“

    http://www.utopia.de/blog/thanks-for-letting-me-waste-you/kony-2012#comment-544923

    Bei Scam meint jemand, die Spenden würden in Uganda im wesentlichen für die Produktion von Spendenwerbematerial ausgegeben, ansonsten vor Allem die EIgentümer der Firma ein dickes Einkommen bescheren:

    http://www.scam.com/showthread.php?p=1147557

    Das Einzige, was „Invisible Children“ nachweislich macht, ist eine massive PR-Kampagne zur Verlängerung des Einsatzes von US-Soldaten in Uganda.

    Mir ist das ziemich egal, wenn die Eigentümer der Spendensammel-Firma ein dickes Auto fahren und ein schickes Haus haben. Wenn Geld in die bitterarme Region dort im östlichen Zentralafrika kommt, begrüße ich das, und selbst wenn es nur ein paar Prozent der Spendeneinnahmen sind und eine Pflicht zur Gegenleistung in der Erstellung von Propaganda für „Invisible Children“ besteht. Das ist dann immerhin besser als nichts.

    Mit der Kampagne für den Kriegseinsatz schadet „Invisible Children“ allerdings dem Frieden und der Entwicklung der Region. Das ist brandgefährlich, und kann leicht zu ein paar Millionen neuen Toten führen. Für mich riecht dieser Film nach einer verdeckten Kampagne der US-Regierung zur Generierung von öffenticher Unterstützung für den US-Kriegseinsatz im östlichen Zentralafrika. Das würde auch erklären, warum die US-Regierung bis hin zu Obama die „Invisible Children“-Kampagne voll und ganz unterstützt, obwohl es klar ist, dass die Bude eine Vergangenheit als dubioses Spendengrab hat.

    Menschenrechte und die Situation von Menschen sind den USA oft ein Vorwand für Krieg, aber tatsächlich weiß jeder, der sich eine Weile mit Friedenspolitik beschäftigt hat, das Krieg immer schlecht für die Situation von Menschen ist. DIe Geschichte lehrt, dass Kriegseinsätze der USA immer handfeste wirtschaftliche und geopolitische Interessen verfolgen. Wer das verneint, übersieht die Gründe für die US-Kriege. Beim US-Einsatz gegen die LRA riecht es deutlich nach Krieg für Öl und andere Rohstoffe. Der Kongo ist sehr rohstoffreich und China hat da in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Mit dem Krieg gegen die LRA könnte es den USA gelingen, Frieden zu verhindern und so die chinesischen Investitionen ausbremsen.

  11. PS: Die politischen Entscheider der USA wissen ganz genau, dass die Jagd auf Kony nicht zu Frieden führen wird. Das konnten sie z.B. beim CSIS, einem herrschernahen US-Thinktank in Washington nachlesen:

    LRA is a hardened guerilla force used to operating in difficult terrain. It has survived against the odds for a quarter of a century. U.S. policymakers and military planners emphasize that there is no quick fix to ending the scourge of the LRA and that even the death or capture of Kony and his senior commanders may not be sufficient to finish off the group unless broader efforts are made to address the grievances that caused it to form in the first place.

    http://csis.org/publication/lords-resistance-army

    Im Klartext: um die LRA und ähnliche Gruppen in der Region zu besiegen, ist es notwendig, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Mit dem Militär wird das Problem voraussichtlich nicht zu lösen sein. Die 1 Million Dollar Question: Warum setzen ie US-Regierung und Invisible Children trotzdem auf Militär?

    RT vermutet, hinter den Kulissen geht es um Öl:

    In fact, during a period of relative calm that has not been seen in years, Mark Kersten from Justice in Conflict says Uganda’s recently-discovered oil reserves, which “may produce between 2.5 billion to 6 billion barrels of oil…has been directly linked to the country’s security.”

    http://rt.com/news/koni-viral-video-campaign-133/

  12. Es ist stets das selbe Drehbuch: Die USA suchen sich einen Irren, den sie eine Weile gewähren lassen, gar ermuntern, um so eine unerträgliche Situation zu schaffen, die sie dann später aus humanitären Gründen bereinigen müssen und wogegen kein vernünftiger Mensch mit einem Herzen im Leib auch nur das Geringste haben darf um nicht der Komplizenschaft mit den jeweils Bösen bezichtigt zu werden.

  13. jeder nur einigermaßen selbstständig denkende mensch müsste ja wohl mißtrauisch werden, wenn die regierung eines landes, in dem imer mehr menschen unter obdachlosigkeit und hunger leiden oder in gefängnissen das bruttosozialprodukt steigern, verkündet, sie wolle weltweit für gerechtigkeit und menschenrechte kämpfen. für mich sind die usa eine faschistische demokratur, die weltweit massenmorde begeht, um die vermögen einer kriminellen elite weiter zu vergrössern.
    an ihren taten sollt ihr sie erkennen – und da sehe ich nur tod, not und elend.

  14. @landbewohner
    Wo denkst du hin? Die USA bringen natürlich ganz selbstlos Freiheit, Menschenrechte und Demokratie in die Welt. Freiheit wie in Guantanomo, Menschenrechte wie in Abu Ghraib und Demokratie wie in Saudi Arabien.

    Und nun bekommt auch Uganda eine Packung „Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“ von den USA geliefert. Ganz selbstlos, versteht sich.

    Mit den paar Milliarden Barrel Öl, die da kürzlich gefunden wurden und von denen schon bald 200k bpd gefördert werden sollen, wie die NYT kürzlich schrieb, hat das natürlich nichts zu tun.

    http://www.nytimes.com/2011/11/26/world/africa/uganda-welcomes-oil-but-fears-graft-it-attracts.html

    Reiner Zufall, einfach purer Zufall ist es, dass die Ölfelder am Lake Albert im Nordwesten Ugandas auf der Grenze zum Kongo liegen, also ganz zufällig genau da, wo nun die liebe US-Armee ganz selbstlos die LRA jagen gehen will.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_in_Uganda#Oil_and_natural_gas

    Und totaler Zufall ist es, dass die „Invisible Children“ Kampagne sich genau für die US-Truppen stark macht, die Barack Obama dahin geschickt hat, und die Kampagne dann rein zufällig von allen wichtigen US-Medien nach vorn gepuscht wird, und Obama seiner geliebten Bevölkerung gleich erklären ließ, er habe sie erhört und werde sich auch weiter so intensiv um Uganda und die LRA kümmern wie bisher schon.

    Schier unglaublich, die meisten Leute kaufen Obama die Story trotzdem ab und verlangen nach Militär und Krieg. ie Leute spenden sogar noch dafür, um die USA dabei zu unterstützen, die kongolesisch-ugandischen Ölfelder militärisch zu besetzen.

    Unglaublich. Was so ein halbstündiges Propaganda-Video nicht alles bewirken kann.

  15. Tja, irgendwo müssen die Zigtausend Netzpropagandisten, darunter allein 50.000 Hasbara-(Des)Infokrieger (Stand vor drei Jahren, Schwerpunkt Europa http://bit.ly/yY1hpt ), ja ihre Einsätze absolvieren…

  16. Joseph Kony entführt und verstümmelt Kinder und macht sie zu Soldaten, die ihre Eltern töten. Joseph Kony ist nicht zu fassen. Warum nicht? Sind seine Gräueltaten eine Erfindung? Wenn auch nur eine einzige solche Tat in Europa passierte, bräche die Hölle los und alle Regierungen müßten sofort reagieren oder abtreten. Aber in Afrika … wen kümmerts, zu weit weg… zu unwichtig. Afrika ist und bleibt arm, dumm, unterentwickelt, bleibt auf immer chancenlos, es auch nur in die zweite Welt zu schaffen.

    Und nun gelingt einer amerikanische Gruppe, (wieso kommt kein Europäer auf die Idee?) ein gemeinsames Ziel zu postulieren und zu verbreiten: „to stop him“ und ein großes weltweites Happening ausgerechnet am 20. April zu planen. Sie bedienen sich -herrlich!- alter Propaganda Methoden in neuen social media Kleidern – und es funktioniert prächtig und gibt der Menschheit neuen Mut. Ich klitzekleines Licht kann was erreichen. Ich hoffe, die Story schafft es in alle renomierten Tageszeitungen der Welt.

    Und nun erkärt mir mal, was wäre so schlimm daran, wenn diese Kampagne „nur“ ein win-win Szenario ist?

  17. @claudia
    „Joseph Kony ist nicht zu fassen. Warum nicht? Sind seine Gräueltaten eine Erfindung?“

    Lies doch einfach mal den Artikel. Das Problem ist nicht, dass für Hilfe für Uganda geworben wird, und nur ein Bruchteil davon ankommt. Das Probem ist, dass für ein Anheizen des Krieges in Zentralafrika geworben wird. Was benötigt wird, ist die Kriege zu beenden. Allein in Kongo gibt es Dutzender krimineller Banden, die ähnlich der LRA sind. Das Problem ist nicht lösbar durch Militär, Bombardieren oder Raketenbeschuss durch Drohnen, so wie es weltweit Standardmethode der USA ist, sondern dadurch, die Banden auszutrocknen durch eine Verbesserung der Lebensumstände der Menschen und durch die Re-Integration von Bandenmitgliedern. Wozu die Methode der USA führt – den bösen Mann militärisch jagen – lässt sich gerade in Afghanistan begutachten, wo die Taliban genau dadurch stärker geworden sind, als sie es je zuvor waren.

    Das größte Problem ist der Krieg. Krieg lässt sich aber nicht duch Krieg beenden, sondern nur durch Frieden.

    „Sie bedienen sich -herrlich!- alter Propaganda Methoden in neuen social media Kleidern – und es funktioniert prächtig und gibt der Menschheit neuen Mut.“

    Lies mal, was der ugandische Journalist Angelo Izama schreibt:

    „At the end of the day the Kony2012 campaign will not make Joseph Kony more famous but it will make Invisible Children famous. It will also make many, including P.Diddy, feel like they have contributed some good to his capture- assuming Kony is even alive. For many in the conflict prevention community including those who worry about the militarization of it in Central Africa this campaign is just another nightmare that will end soon. Hopefully.“

    http://thisisafrica.wordpress.com/2012/03/07/acholi-street-stop-kony2012-invisible-childrens-campaign-of-infamy/

    Es wäre schön, wenn „die Menschheit“ einen Weg finden würde, sich „neuen Mut“ zu geben und sich besser zu fühlen, ohne dadurch militärische Konflikte in Zentralafrika anzuheizen.

    „Und nun erkärt mir mal, was wäre so schlimm daran, wenn diese Kampagne “nur” ein win-win Szenario ist?“

    Das Schlimme ist, dass die Kampagne kein win-win Szenario ist. Die Opfer des US-amerikanischen Krieges sind die Verlierer.

  18. Wenn es den USA wirklich um den Weltfrieden und um das verhindern von Menschenrechtsverletzungen ginge, dann wären sie schon längst in Nord-Korea einmarschiert… aber nein, da gibt es ja nicht wirklich was zu holen! In einigen afrikanischen Staaten gibt es Armut, Elend, Diktaturen und Kindersoldaten doch da wird nicht wirklich eingegriffen! Ihr solltet euch mal fragen wieso Uganda und nicht ein anderes Land.

    Danke einparteibuch, ich wäre fast selber drauf reingefallen

  19. ZDF-Fernsehen, 19 – Uhr- Nachrichten :

    Die Kampagne Kony 2012 wird vorgestellt und bejubelt.
    Begeisterte Facebook- Mitglieder werden interviewt …..

    Nun hat diese Kampagne auch noch den Segen der öffentlich-rechtlichen Anstalt !
    “ Mit dem zweiten sieht man besser … “
    Ach ja,
    vielleicht brauchen die noch ein drittes Auge, damit sie wirklich besser sehen :
    http://www.kony2012-is-a-scam.org/

  20. @eupenaar
    „Wenn es den USA wirklich um den Weltfrieden und um das verhindern von Menschenrechtsverletzungen ginge, dann wären sie schon längst in Nord-Korea einmarschiert…“

    Das haben die USA schon längst getan. Los ging es im Jahr 1950, Ergebnis waren mehrere Milionen Tote und ein von den Nordkoreanern hart erkämpfter Waffenstillstand.

    Die Situation in Korea heute ist nach wie vor geprägt durch diesen blutigen Versuch, „Freiheit“ nach Nordkorea zu exportieren, das rabiate nordkoreanische Militärregime nicht zuletzt typisch für die gesellschaftlichen Verhärtungen, wie sie in allen Kriegen entstehen. Die Kunst ist es, diese kriegsbedingten Verhärtungen und Verrohungen anschließend abzubauen. Mit Krieg gelingt das sicher nicht.

    Um die Lage in Norkorea zu verbessern, müsste Demobilisiert werden, eine freundliche Hand ausgestreckt werden. Für diese Entspannungspolitik gibt es sogar einen Namen: Sonnenscheinpolitik

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenscheinpolitik

    Nur ist eben Sonnenscheinpollitik die Sache von Warlord Obama nicht, und deswegen setzt er weiter darauf, Drohungen gegen Nordkorea auszuspucken und „militärische Stärke“ zu zeigen.

    Und die Regierung Nordkoreas hat gute Gründe, amerikanischen Versprechungen keinerlei Glauben zu schenken.

    Saddam Hussein hat alle Massenvernichtugswaffen aufgegeben. Ergebnis: Angriffskrieg der USA mit Hunderttausenden Toten und Saddam wurde gehängt.

    Muammar Gaddafi hat alle Massenvernichtugswaffen gegen ein Nichtangriffsversprechen der USA aufgegeben. Ergebnis: Angriffskrieg der USA mit Zigtausenden Toten und Muammar wurde gelyncht.

    Kim Jong-il hat sich nicht entwaffnen lassen, sondern Atombomben gebaut. Ergebnis: die USA trauen sich nicht, Nordkorea zu überfallen. Im Vergleich zu den Menschen in Irak und Libyen geht es Nordkoreanern gut. Noch dem natürlichen Tod von Kim Jong-il konnte sein Sohn Kim Jong-un die Landesführung übernehmen und kann sich nun frei von größeren Sorgen um US-Angriffe gegen Nordkorea auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes konzentrieren.

    Wenn die USA wirklich etwas für den Weltfrieden und die Menschenrechte tun wolten, sollten sie aufhören, den saudischen Wahhabismus und die zionistischen Apartheid zu unterstützen.

  21. Noch ein Nachtrag, zu dem, was sonst noch so in der Region passiert, nur damit sich da niemand falsche Vorstellungen macht:

    South Sudan: 3,000 dead in Pibor County ethnic massacre

    http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/africa/120106/3000-dead-south-sudan-pibor-county-ethnic-massacre

    Das sind in ein paar Tagen mehr Tote, als Joseph Kony in den letzten Jahren vorgeworfen wurden, ganz gleich, ob er noch lebt oder nicht, und ob er für alle ihm vorgeworfenen Taten wirklich verantwortlich ist oder nicht.

    Uganda government squabbles while children die of mysterious disease

    http://www.washingtontimes.com/news/2012/mar/6/uganda-government-squabbles-children-die-nodding/

    Duch Mangel- und Armutskrankheiten kommen in der Region mehr Menschen ums Leben, als durch Terrorismus und Kriminalität. Dagegen mehr zu tun, wäre wichtig und hätte keine negativen Nebenwirkungen wie das Anheizen von Krieg. Ärzte und Krankenpfleger/-schwestern braucht es dazu, nicht Soldaten.

    An August 2007 survey by the Ministry of Health and the World Health Organisation in Apac, Gulu, Kitgum, Lira and Pader, revealed that girls as young as 11 years are in the sex trade. “I would rather die of HIV, because through sex I can at least buy basic commodities,” a 17-year-old girl says in the report. Others said they offered sex for as little as Shs200.

    http://www.kla247.com/northern-region-struggles-to-relieve-pangs-of-war/

    200 Uganda-Schilling sind umgerechnet etwa 0,07 Euro. So groß ist die Armut in Uganda, dass Mädchen ihren Körper für weniger als 10 Cent pro Missbrauch oder sechs Dollar pro Nacht verkaufen, HIV und Aids oft inklusive. Hier noch etwas mehr zu den Verhältnissen:

    http://allafrica.com/stories/201202200227.html

    Niemand sollte sich wundern, wenn Menschen, die in solch mörderischer Armut leben, sich kriminellen Banden, politischen Rebellenguppen oder Terroristen anschließen, wobei die Unterschiede dazwischen fließend sind. Die Armut ist vor allem kriegsbedingt, aber der Krieg verursacht auch die Armut.

    Deshalb ist es so wichtig, aus dem Teufelskreis auszubrechen, den Krieg zu stoppen. Dem Leid kann nur mit ökonomischen Perspektiven, sozialem Zusammenhalt und Bildung begegnet werden.

    Die Kony 2012-Kampagne macht leider das Gegenteil – sie wirbt für mehr Krieg.

  22. Liebe Blogger achtet Bitte auf die bezahlten kommentatoren die kriegspropaganda betreiben. Kony wird und als der neue binladen verkauft. Man will und erzählen dieser Krieg ist natürlich für den Frieden. …

  23. Joseph Kony und Gaddafi sind zwei vollkommen verschiedene Sachen. Joseph Kony, ist ein primitiver Total Verbrecher, wobei auch der NATO Verbündete Ramuz Haradinaj, Kinder in sein Terroristisches „Atlantik Battallion“ rund um den Kosovo Krieg zwang, wobei Daut Haradinaj, die Waffe Kindern an den Kopf hielt, wenn sie nicht in diese Verbrecher Formation mitmachen wollten. Egal ob Gaddafi Verbrechen begannen hat, so gilt nur Eines: Zuerst muss ich eine personelle korrekte Alternative haben, bevor ich mir solche Schritte überhaupt überlege! Die Folgen sind wie überall bekannt.

  24. Woher wissen Leute wie @Savas Savidis eigentlich so genau, daß z.B. Gaddafi ein Böser gewesen ist und brutale Verbrechen an seinem Volk begangen hat? Weil’s in der BLÖD stand??? Oder weil’s doch der nette Herr in den Nachrichten auch gesagt hat??? Gibt es eigentlich eindeutige und unbezweifelbare BEWEISE für derartige Anschuldigungen?

  25. Uganda ist ja ein sehr reiches Land mit unvorstellbarem Wert an Bodenschätzen: allen voran die „Seltenen Erden“ wie zB Silizium, was man für Handydisplays und Bildschirma benötigt. China hat den Export vor kurzem dicht gemacht und so benötigt die US Regierung nun dringlichst einen hand- und hiebfesten Vorwand, nach Uganda einmaschieren zu können, um dort alles nach amerikanischen Verhältnissen ordenen, kontrollieren und absahnen zu können. Ich weiß nicht, was so schwierig ist, diesen Zusammenhang zu kapieren. Dieses naive Geschwätz von wegen „Amis setzen sich für Menschenrechte ein“. Das ist der moderne Imperialismus. Ganz einfach.

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