Zur Menschenwürde in Afghanistan – oder: Die kleine Tageszensur für zwischendurch

Der staatliche deutsche Propaganda-Sender „Tagesschau“ zensiert, was das Zeug hält, damit niemand mitbekommt, warum die Bevölkerung Afghanistans gerade vehement gegen die Besatzer protestiert.

Nachdem, was bisher bekannt ist, haben US-Besatzer gefangenen afghanischen Freiheitskämpfern den Koran, also das heilige Buch der Muslime, weggenommen, und versucht, die heiligen Bücher zusammen mit Müll zu verbrennen. Afghanen, die sich bei den Besatzern verdingen, um ein paar Silberlinge zu verdienen, mit denen sie in Zeiten der Besatzung ihre Familien ernähren können, haben die halbverbrannten Bücher aus den Flammen geholt und sie einer Moschee gespendet. Die geistigen Lehrer der Moschee haben die Öffentlichkeit über den Vorfall infomiert.

Etwas unklar ist bislang das Motiv für die versuchte Verbrennung der heiligen Bücher durch die offiziellen Repräsentanten der US-Regierung in Afghanistan. Dazu gibt es im Wesentlichen zwei plausible Theorien.

Vertreter der ersten Theorie sind der Meinung, dass die offiziellen Repräsentanten der US-Regierung in Afghanistan den gefangenen Freiheitskämpfern den Koran abgenommen haben, weil sie der Meinung sind, dass der Koran das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen stärkt und es nichts gibt, was die USA mehr hassen, als Menschen mit Gerechtigkeitsgefühl. Menschen mit Gerechtigkeitsgefühl sind selbst in der Gefangenschaft nicht bereit, ihren Willen ungerechten Tyrannen wie US-Besatzern zu unterwerfen. Um die Quelle des Gerechtigkeitsgefühls bei den Gefangenen zu eleminieren, haben die Repräsentanten der US-Regierung demnach den Gefangenen die heiligen Koranbücher abgenommen. Damit sich auch niemand anderes mit dem dem Koran innewohnenden Gerechtigkeitsgefühl infizieren kann, haben die Repräsentanten der US-Regierung die heiligen Bücher verbrennen wollen, anstatt sie beispielsweise einer Moschee zu spenden.

Vertreter der zweiten Theorie sind der Meinung, dass die Repräsentanten der US-Regierung in Afghanistan den gefangenen Freiheitskämpfern den Koran abgenommen haben und die heiligen Bücher verbrennen wollten, um allen Menschen in Afghanistan ihre Würde zu nehmen. Aus Guantanamo ist bereits bekannt, dass die dortigen Vertreter der US-Regierung heilige Koranbücher in die Toiletten von Gefangenen gelegt haben, um Gefangene zu demütigen. In Afghanstan selbst bemühen sich Vertreter der US-Regierung nach Kräften, Afghanen ihre menschliche Würde zu nehmen. So haben bewaffnete Vertreter der US-Regierung beispielsweise absichtlich auf Körper von getöteten Afghanen uriniert und sich dabei, um den gewünschten Entwürdigungseffekt zu erzielen, filmen lassen und die Filme verbreitet. Andere bewaffnete Vertreter der US-Regierung haben von ihnen getöteten Afghanen Körperteile abgeschnitten und diese als Trophäen gesammelt. Nachdem diese Aktionen es nicht vermocht haben, den Afghanen ihre Menschenwürde zu nehmen und sie immer noch Widerstand gegen die Besatzungsherrschaft durch die USA leisten, haben die Vertreter der US-Regierung nun die den Muslimen heiligen Bücher im Müll verbrennen wollen, um so mit der Entwürdigung aller Afghanen den Widerstandsgeist der afghanischen Bevölkerung gegen den US-geführten zionistischen Krieg gegen den Islam zu brechen.

Welche der Theorien zu den Motiven der versuchten Verbrennung der heiligen Bücher der Muslime im Müll durch die Vertreter der US-Regierung in Afghanistan zutreffend ist, mag einstweilen offenbleiben. Fakt ist jedoch, dass die US-Regierung sich weigert, ihr unrechtes Handeln wirklich einzusehen und die Schuldigen einer gerechten Bestrafung zuzuführen. Die nach wütenden Protesten der afghanischen Bevölkerung mit gespaltener Zunge ausgesprochene halbherzige Entschuldigung des US-Präsidenten kann diesbezüglich niemanden in die Irre führen.

Die Propaganda-Outlets der USA und die ihrer Vasallenstaaten versuchen alles, um ihre eigenen Bevölkerungen bezüglich der Schandtaten der Vertreter der USA und ihrer Vasallen in die Irre zu führen, und die gerechten und aufopferungsvollen Proteste der afghanischen Bevölkerung gegen ihre Entwürdigung durch die USA und ihre Lakaien durch irreführende Propaganda als ungerecht darzustellen. An vorderster Front dabei ist der staatliche deutsche Propaganda-Sender „Tagesschau.“ Wie die Artikel der Tagesschau auf die Psyche der deutschen Bevölkerung wirken, lassen die Leserkommentare erkennen.

Zu einem neueren Artikel der Tagesschau schrieb ein Kommentator beispielsweise:

Bestrafung
26. Februar 2012 – 18:17 — Munster

„Zudem forderte Karsai erneut, die US-Soldaten zu bestrafen.“

Bestrafung weil man ein Buch verbrannt hat – so weit kommt’s noch! Alle reden von Respekt gegenüber dem Islam und seinen Sitten und Bräuchen; wie wär’s mal mit ein bischen Respekt gegenüber den westlichen Sitten und Bräuchen, nach denen nämlich bestimmt niemand bestraft wird, nur weil er ein paar Bücher verbrannt hat!

Dieser Kommentar zeigt den psychologischen Effekt, den die Tagesschau mit ihrer Berichterstattung bei ihrem Publikum in den letzten Tagen erreichen wollte und offensichtlich auch weitgehend erreicht hat, geradezu perfekt. Die Redaktion der Tagesschau hat diesen Kommentar, in dem das Recht auf das Verbrennen von Büchern zu einem Teil von „westlichen Sitten und Bräuchen“ erklärt wird, unverzüglich freigeschaltet.

Ein Leser vom Parteibuch hat bei der Tagesschau zu obigem Kommentar folgende Antwort gepostet:

Die Leichtfertigkeit im Umgang mit Bücherverbrennungen

„Bestrafung weil man ein Buch verbrannt hat – so weit kommt’s noch!“

Ich finde es bemerkenswert, mit welcher Leichtfertigkeit in Deutschland Bücherverbrennungen in Afghanistan behandelt werden.

In Deutschland gab es auch schon mal Bücherverbrennungen. Es war kein ruhmreiches Kapitel der deutschen Geschichte. Diejenigen, die sich den Bücherverbrennungen in Deutschland vehement widersetzt haben, standen auf der richtigen Seite der Geschichte.

Die Zeit wird es zeigen, auf welcher Seite der Geschichte diejenigen stehen, die in Afghanistan Bücherverbrennungen begangen haben, und diejenigen, die sich dagegen gerade widersetzen.

Diesen Kommentar hat die staatliche deutsche Propaganda-Veranstaltung „Tagesschau“ wegzensiert. Kritik an Bücherverbrennungen ist im Jahre 2012 in Deutschland offensichtlich nicht mehr statthaft. Die Entwürdigung von Menschen wird hingegen öffentlich-rechtlich-propagiert.

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6 Gedanken zu “Zur Menschenwürde in Afghanistan – oder: Die kleine Tageszensur für zwischendurch

  1. Früher hatte ich die „Tagesschau“ Seite in meinen Lesezeichen und besuchte sie regelmäßig, zumindest um zu wissen was an Propaganda gerade verbreitet wird. Nach zahllosen Diskussionen mit den Ziotrollen und zig gesperrter Kommentare ist mir die Seite so zuwider dass ich mittlerweile einen großen Bogen um sie mache.

  2. Typisch für die D Medien in diesem unserem Lande ist die Zensur von kritischen Kommentaren. (erlebe es auch immer wieder)
    Trotzdem erstaunlich, die Unverfrorenheit mit der Bücherverbrennungen gleichzeitig mit der Verbreitung von angeblichen westlichen Werten geschieht- es sind westliche Werte dieser Herrenmenschen-Mentalität.

    Nicht zu vergessen, die BW-Besatzer, die mit Totenköpfen in Afghanistan hantierten und Zivilisten abknallen ließen, die sich Benzin von Besatzer-Tanklastwagen aneigneten.

    Der US-NATO-Zionismus ist auf dem Rückzug und wird seinen Imperialismus nicht auf Dauer halten können – die Gerechtigkeit und Wahrheit wird darüber siegen !
    (leider mit Leichenbergen von Menschen)

    Ein internationales Kriegsverbrecher-Tribunal muß diese Verbrechen der zuständigen Herrenmenschen aburteilen.

  3. Das Problem sind doch nicht nur die Koran-Verbrennungen, das Problem liegt viel tiefer. Denn Nato- Besatzertruppen haben dort gar nichts verloren, von daher ist die Forderung nach „Respekt“ für westliche Sitten unsinnig und einem kranken Hirn entsprungen. Dass der Schreiber Bücherverbrennung wohl auch noch „für eine westliche Sitte“ hält, die es „zu respektieren gilt“, lässt tief blicken. Der zensierte Kommentar und auch Peter s´ Kommentar hier haben dazu schon das Notwendige gesagt.
    Zu der Unverschämtheit, dass die besetzte Bevölkerung den Besatzern gefälligst „Respekt zu erweisen hätte, fällt einem gar nichts mehr ein.

    Da gibts übrigens ein noch viel schlimmeres Bild, wo Marine-Scout-Snipers mit US-Flagge und SS-Rune posieren:

    Das hat mir jemand zugeschickt, es soll von 2010 stammen.

    Passt ja gut zu Bücherverbrennungen. US-Soldaten mit Nazi-Tradition!

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