Russland bietet der freien Welt eine Alternative

Im Oktober letzten Jahres wurden Gerüchte kolportiert, der russische Ministerpräsident Vladimir Putin habe, als er von den höchsten russischen Generälen gefragt wurde, auf welches Bedrohungsszenario sie die russische Armee vorbereiten sollen, geantwortet, sie mögen Russland auf die Situation von Armageddon vorbereiten. Vladimir Putin hat nun, im Rahmen seines erfolgversprechenden Wahlkampfes um die russische Präsidentschaft, seinen sechsten programmatischen Artikel publiziert. In dem Artikel legt Vladimir Putin dar, wie er als Präsident gedenkt, die russischen Streitkräfte in den nächsten zehn Jahren weiterzuentwickeln.

Vladimir Putins Planung kommt einer Antwort auf eine Bedrohung durch Armageddon recht nahe. Die Lageeinschätzung von Vladimir Putin ist überaus realistisch:

Was hat es für uns auf Lager, „das kommende Jahrhundert?“

Die Wahrscheinlichkeit eines globalen Krieges der Atommächte gegeneinander ist niedrig, würde eine solche doch das Ende der Zivilisation bedeuten. Bis jetzt ist das „Pulver“ der strategischen nuklearen Streitkräfte, geschaffen durch riesige Arbeit unserer Väter und Großväter, „trocken“ geblieben, und niemand wagt es, eine großangelegte Aggression gegen uns zu entfesseln.

Gleichwohl muss man jedoch beachten, dass die wissenschaftlichen und technischen Fortschritte in verschiedenen Bereichen, angefangen von der Entstehung neuer Arten von Waffen und Kriegstechniken bis hin zu den Informations- und Kommunikationstechnologien, zu einer qualitativen Veränderung des Charakters von kriegerischen Schlachten geführt haben.

Also, was die starke Bedeutung von nicht-nuklearen Langstreckenwaffen betrifft, so zeigt sich umso mehr der Trend, sie als entscheidendes Mittel zum Sieg über den Feind zu sehen, einschließlich im Fall eines globalen Konflikts.

Eine große – wenn nicht die entscheidende – Bedeutung bei der Bestimmung der Art der Kriegsführung haben die militärischen Kapazitäten der Länder im Weltraum, auf dem Gebiet der informationstechnischen Angriffsabwehr und – an erster Stelle – im Cyberspace. Und auf längere Sicht sind das die Schaffung von Waffen, die auf neuen physikalischen Prinzipien (Strahlung, geophysikalisch, Welle, genetisch, psycho-physisch, etc) basieren. All dies, zusammen mit Atomwaffen, ergibt qualitativ neue Instrumente, um politische und strategische Ziele zu erreichen. Diese Waffensysteme sind von den Ergebnissen her vergleichbar mit dem Einsatz von Atomwaffen, doch sie eher „akzeptabel“ unter den gegebenen politischen und militärischen Rahmenbedingungen. So wird die Rolle des strategischen Gleichgewichts der nuklearen Abschreckungskräfte zur Verhinderung von Aggression und Chaos allmählich abnehmen.

Vor unseren Augen blinken überall neue regionale und lokale Kriege. Es gibt Bereiche der Instabilität und künstlich angeheiztes, kontrolliertes Chaos. Dabei sind das zurückverfolgt absichtliche Versuche, solche Konflikte in unmittelbarer Nähe der Grenzen Russlands und unserer Verbündeten zu provozieren. Wir sehen, wie die grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts abgewertet und zerstört werden. Gerade im Bereich der internationalen Sicherheit.

Russland kann sich unter diesen Bedingungen nicht nur auf diplomatischer und wirtschaftlicher Verfahren zur Beseitigung von Widersprüchen und Konflikten verlassen. Unser Land steht vor der Aufgabe der Entwicklung der militärischen Fähigkeiten im Rahmen einer Eindämmungsstrategie und dem Erreichen einer unabhängigen Verteidigung. Und die Streitkräfte, Geheimdienste und andere Strafverfolgungsbehörden müssen bereit sein, schnell und effektiv auf neue Herausforderungen zu reagieren. Dies ist eine notwendige Bedingung dafür, dass Russland sich sicher fühlen kann, und die Argumente unseres Landes in den verschiedenen internationalen Formaten von unseren Partnern wahrgenommen werden.(etwas frei übersetzt vom Parteibuch mit Hilfe von Google)

Recht hat Vladimir Putin. Im Jahr 2007 hatte Vladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit ausgesprochen deutlichen Worten die aggressive und vertragsbrüchige Politik der NATO-Staaten kritisiert, die auf die Einkreisung, Einschnürung und Destabilisierung von Russland und seinen Freunden abzielt. Die Staaten der NATO haben ihre aggressive Kriegspolitik trotzdem fortgesetzt. Im Jahr 2008 unterstützten sie den georgischen Angriffskrieg im Kaukasus, im Jahr 2011 zerstörten sie Libyen, derzeit attackieren sie Syrien und bauen ein aufwendiges anti-russisches Raketensystem und gleichzeitig bereiten sie einen Angriffskrieg gegen Iran zum Vorrücken an die russische Südflanke vor.

Nachdem der amtierende russische Präsident Dimitry Medvedev im November in einer ersten Reaktion darauf ankündigte, unter anderem die russischen Raketenstreitkräfte zu verstärken, und die NATO-Staaten sich trotzdem nicht von ihren Kriegs- und Aufrüstungsplänen abbringen ließen, legt Vladimir Putin nun dar, wie Russland im Weiteren darauf reagieren wird.

Natürlich können wir nicht unsere internationale Position stärken und die Wirtschaft sowie die demokratischen Institutionen entwickeln, wenn wir nicht in der Lage sind, Russland zu verteidigen.

Wenn wir das Risiko kriegerischer Konflikte nicht einkalkulieren, sorgen wir nicht für die militärtechnologische Unabhängigkeit und bereiten uns nicht auf eine anständige und angemessene militärische Reaktion als letztes Mittel vor, um auf diese oder jene Herausforderungen zu reagieren.

Wir haben ein beispielloses Programm zur Entwicklung und Modernisierung der Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes Russlands verabschiedet und implementieren es. Insgesamt werden im nächsten Jahrzehnt zu diesem Zweck etwa 23 Billionen Rubel bereitgestellt.

23 Billionen Rubel, das sind umgerechnet zum Tageskurs rund 590 Mrd Euro oder etwa 780 Mrd US-Dollar, die Vladimir Putin in den nächsten zehn Jahren für die Modernisierung der russischen Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes ausgeben will. Umgerechnet sind das etwa 78 Milliarden US-Dollar jährlich. Das ist ein gigantischer Betrag, der größer ist als der gegenwärtige russische Verteidigungshaushalt, und der im internationalen Vergleich nur durch die noch viel gigantischeren Rüstungsausgaben der USA in den Schatten gestellt wird, deren jährliches Rüstungsbudget unter Barack Obama auf inzwischen etwa 700 Milliarden US-Dollar jährlich gestiegen.

Vladimir Putin sagt freundlich, aber glasklar, wozu diese gigantischen Ausgaben notwendig sind:

Die Welt verändert sich. Mit dem Prozess der globalen Transformation gehen unweigerlich einige Risiken einher, deren Charakter nicht vorhersehbar ist.

Unter anderem in Bezug auf Schocks der globalen Wirtschaft gibt es immer eine Versuchung, Probleme auf Kosten anderer zu lösen, durch den Weg des Drucks mit Gewalt. Es ist kein Zufall, dass es heute Stimmen gibt, die bald auch „objektiv“ die Frage stellen, ob die nationale Souveränität nicht aufgehoben sein sollte in Bezug auf Ressourcen von globaler Bedeutung.

Dass es solche Möglichkeiten in Bezug auf Russland auch nur hypothetisch gibt, darf nicht sein. Das bedeutet, wir dürfen niemanden durch unsere Schwäche in Versuchung führen.

Mit der globalen Transformation und wirtschaftlichen Schocks ist selbstverständlich der Prozess gemeint, dass die NATO-Staaten, die USA voran, sich in einer schweren wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise befinden und die BRICS-Staaten, China voran, die NATO-Staaten von der Wirtschaftsleistung her in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren aller Voraussicht nach überholen werden. Russland will mit der riesigen Investition in die eigene Verteidigungsfähigkeit verhindern, zum Opfer von Angriffen zu werden, die das im Niedergang befindliche American Empire in der Hoffnung der Aufrechterhaltung seiner Macht bereits führt und zukünftig noch führen könnte.

Mit der geplanten Modernisierung der russischen Streitkräfte macht Vladimir Putin den Strategen der USA, die derzeit auf dem Weg des Versuches sind, vor dem Zusammenbruch des US-Empires noch eben schnell den Rest der Welt zu unterwerfen, einen dicken Strich durch die Rechnung. Russland wird weiterhin die Idee verfolgen, sich asymmetrisch auf Bedrohungen vorzubereiten, also anstatt auf zur Dominanz geeignete teure und aufwendige Waffensysteme auf vergleichsweise preiswerte spezifisch zum Brechen der Dominanz entwickelte Waffensysteme setzen. Vladimir Putin schreibt:

„In den bevorstehenden zehn Jahren werden die russischen Truppen über 400 moderne ballistische boden- und seegestützte Interkontinentalraketen, acht strategische U-Raketenkreuzer, etwa 20 Mehrzweck-U-Boote, mehr als 50 Kampfüberwasserschiffe, zirka 100 Weltraumapparate militärischer Bestimmung, über 600 moderne Flugzeuge, inklusive der Kampfjets der fünften Generation, mehr als 1000 Hubschrauber, 28 Fla-Raketensysteme S-400, 38 Fla-Raketensysteme Witjas, zehn Raketensysteme Iskander-M, über 2300 moderne Panzer, ungefähr 2000 Selbstfahrlafetten sowie mehr als 17 000 Stück Kfz-Militärtechnik bekommen.“(Übersetzung RIA Novosti)

Während die USA auf teure und große Flugzeugträger setzen, setzt Russland auf vergleichsweise kleine U-Boote und schnelle Raketen, die große Flugzeugträger versenken können. Anstelle sich wie die NATO einen teuren Raketenabwehrschirm anzuschaffen, setzt Russland auf Raketen, die den Raketenabwehrschirm der NATO überwinden können. Es ist allerdings nicht so, dass Russland ausschließlich auf asymmetrische Waffen setzt. Russland wird auch Flagge zeigen. Vladimir Putin schreibt:

Unsere Marine hat ihre Präsenz in strategischen Bereichen der Ozeane wiedereingenommen, einschließlich im Mittelmeer. Eine solche Demonstration „der russischen Flagge“ wird nun von Dauer sein.

Angesichts dessen, dass der einzige Mittelmeerhafen der russischen Marine in Syrien liegt, darf das sicherlich auch als ein Statement bezüglich der Frage gesehen werden, wie die Chancen der USA sind, Putins Zustimmung zum bereits intensiv mit Propaganda und Terror vorbereiteten Angriffskrieg gegen Syrien zu bekommen.

Für die Welt ist es ein Segen, dass die räuberischen Imperialisten der NATO von Russland ein klares Stoppschild gezeigt bekommen. Vladimir Putin tritt dem Schreckensszenario einer unipolaren Welt unter totaler Kontrolle gewissenloser US-Bankster mit dieem Plan entschieden entgegen. Weltpolitisch gesehen ist am Modernisierungsprogramm für die russische Armee außerdem von Bedeutung, dass Russland plant, den allergrößten Teil der neuen Hi-Tech-Waffen für die russische Armee selbst zu entwickeln und zu bauen. Durch die Modernisierung des russischen militärisch-industriellen Komplexes werden kleine Staaten, die sich nicht dem Diktat des US-Imperialismus unterwerfen wollen, voraussichtlich deutlich bessere Möglichkeiten bekommen, sich vor Angriffskriegen der USA zu schützen. Vladimir Putin hat in seinem Artikel klar gemacht, dass Russland den Export russischer Waffen als Erfolgskontrolle dafür betrachtet, wie gut die Modernisierung des russischen militärisch-industriellen Komplexes geglückt ist.

Die Alternative, Russland und China anstelle von USA und NATO als primären Partner für Sicherheit und Wirtschaft zu wählen, wird für Drittstaaten dadurch deutlich attraktiver. Die USA werden sich dem internationalen Wettbewerb um das attraktivere politische System stellen müssen und können ihn nicht dadurch aushebeln, dass sie ihre ideologischen Konkurrenten einschüchtern und in Angriffskriegen erobern, bis kein Konkurrent mehr übrig ist. Die Welt wird bis auf weiteres multipolar bleiben.

Die Ankündigung Vladimir Putins zur Modernisierung der russischen Armee ist von historischer Bedeutung. Nachdem die Sowjetunion aufgelöst wurde, hat Vladimir Putin nichts weniger angekündigt, als dass Russland den von der Sowjetunion geerbten Platz als eigenständige Weltmacht auch wirklich einzunehmen gedenkt. Die Bevölkerung der freien Welt darf sich freuen, zukünftig eine bessere Alternative zur Unterjochung durch die Knute von US-amerikanischen Sklavenhaltern geboten zu bekommen.

16 Gedanken zu “Russland bietet der freien Welt eine Alternative

  1. Dank für den Artikel. Dem kann man nur zustimmen. Keiner braucht einen überheblichen zu nichts nutzen Welttyrannen, welcher nur im Eigeninteresse handelt wie ein Weltblutsauger und Krebsgeschwür in einem.
    Hoffen wir, dass der Terror bald deutlich eingeschränkt wird und Arbeit für reale Produkte und darauf beruhende Währungen wieder die Oberhand gewinnt. Schluss mit Kriegen, Spekulationsblasen und Bailout-Rettungsschirmen, was alles nur die Völker unter Zinseszins für Geld versklavt, welches zu oft aus dem Nichts geschaffen wurde, auch Luftgeld genannt, oder aus diesem damit gestohlenem Reichtum der normal arbeitenden Menschheit stammt.

  2. Es ist schlimm, daß die Russen dazu gezwungen werden, viel Potential für die militärische Verteidigung und als Gegengewicht aufbringen zu müssen. Es bleibt nur zu hoffen, daß auch weiterhin ein überwiegender Teil der russischen Bevölkerung den Sinn dessen begreift und sich nicht durch den westlich-manipulativen Einfluß schwächen bzw. sukzessive chaotisieren läßt.

    Es bleibt aber die Frage, was bei einem weiteren globalen Crash passiert, inwieweit die jeweiligen Ökonomien daraus hervorgehen? Auch Rußland hängt da mit drin und ist heutzutage nicht gänzlich unabhängig von der globalen Wirtschaftsentwicklung. Das gleiche gilt auch für China.

    Ich persönlich sehe es nicht, daß China einmal die Nr. 1 in der Welt sein wird, quasi die Stellung der USA einnimmt. Die Zeiten durchgreifend nationaler Wirtschaftswunder halte ich für beendigt. Es wird höchstwahrscheinlich eher ein sehr schleppender und damit grausam einhergehender Systemzusammenbruch bzw. -niedergang des Kapitals stattfinden, der dazu führen wird, daß die Menschen allmählich den Versprechungen der Ideologen des gegenwärtigen Wirtschaftssystem nicht mehr glauben werden, d.h. je mehr Menschen vom Niedergang betroffen sind. Und erst wenn dieser bisherige „Glaube“, der wahrlich Berge versetzt hat zum Nachteil vieler, vieler Menschen, größtenteils verschwunden sein wird, werden sich neue Horizonte eröffnen können. Aber erst dann.

  3. Liest man news.xinhuanet.com

    “ What goes wrong with capitalism?“ – „Was stimmt nicht mit dem Kapitalismus?“

    kommt man allerdings als intelligenter Mensch ohne vollständige Gehirnwäsche zu dem Schluss, dass es nicht nur die „Westliche Wertegemeinschaft“ betrifft, sondern dass sich der Kapitalismus seit Fall oder Selbstauflösung des Warschauer Paktes insgesamt in der Selbstbedienung übertreffen möchte und die Entwicklung der eigenen Widersprüche zum Ende zu führen scheint:

    „And capitalist economies in Asia are in no better shape, particularly in terms of the gap between the rich and the poor. Take India for instance. India recorded phenomenal economic growth over the past two decades under the guidance of capitalism.

    However, it has the largest number of malnourished children in the world and an unbelievably large proportion of poor people as 100 richest Indians hold assets equivalent to about 15 percent of the country’s GDP, according to the Financial Times.“

    Übersetzt:
    „Und die kapitalistischen Volkswirtschaften in Asien sind in keiner besseren Verfassung, insbesondere im Hinblick auf die Kluft zwischen den Reichen und den Armen. Nehmen Sie zum Beispiel Indien. Indien verzeichnete ein phänomenales Wirtschaftswachstum in den vergangenen zwei Jahrzehnten unter der Führung des Kapitalismus.

    Allerdings hat es die größte Zahl von unterernährten Kindern in der Welt und eine unglaublich große Anteil der Armen, so wie das Vermögen, welches 100 der reichsten Inder halten, in etwa 15 Prozent des BIP des Landes entspricht, so die Financial Times.“
    ——————–

    Erinnern wir uns doch an die bemerkenswerte Erkenntnis von Ford, dass Autos leider keine Autos kaufen können und es wird klar, dass bei dieser Konzentration des Reichtums in so wenigen Händen diese handvoll Reicher die ganzen Produkte kaufen müsste. Da diese das aber nicht tun, sondern höchsten dieses Geld plus Hebelung mit Luftgeld zum Spekulieren verwenden, wird das Ende als nicht aufzuhalten sichtbar.
    Da hilft auch kein „German Chancellor Angela Merkel said at the Davos Forum that „it is time for a rethink“ among European policy-makers.“, wenn damit das Grundproblem nicht angegangen werden soll und dass kann ja an diesem Ort keinesfalls gemeint sein.
    Es handelt sich bei diesen Blüten unter dem Kapitalismus somit um Scheinblüten, basierend auf Schulden, auf erfundenem Geld, was nur in China noch besser läuft oder überall dort, wo der Kapitalismus dieses Stadium noch nicht erreicht hat.
    Dennoch können wir vorerst mit allem dankbar sein, was uns vor der Tyrannei des Westens und der Verschuldung für Spekulationsblasensysteme schützt und zumindest eine multipolare Welt rettet mit immer noch mehr Freiheit als unter der Sklaverei eines Welttyrannen plus Manipulation nach Orwells 1984.
    In Spanien läuft der Tauschhandel ja bereits auf Hochtouren für alle, die kein Geld mehr haben, also wie eine Vorstufe der in der geplanten schrittweisen Abschaffung von Bargeld.
    Das Geld abzuschaffen hatte ja bereits der später von der CIA unterstützte Pol Pot als Lösung versucht („..Geld wurde abgeschafft, Bücher wurden verbrannt, Lehrer, Händler und beinahe die gesamte intellektuelle Elite des Landes wurde ermordet ..“ – Wikipedia; „Bis zum Tode im Jahr 1998 konnte Pol Pot dank US-Präsident Bill Clinton unbehelligt von jeder Gerichtsbarkeit seinen Lebensabend verbringen.“ – Kopp Info);
    -> welche Opfer sollen denn dafür in Europa noch gebracht werden?!!

  4. Ja, vielen Dank für Ihre Ausführungen!

    Was mir fehlt sind infos, die ein Erstarken der „Mitte“, also ein Erstarken Europas hinsichtlich politischer Aussagen und Taten, wirtschaftlicher Zukunftskonzepte, ethischer Perspektiven aufzeigt.

    Gibts die nirgends?

    Blickt „Europa“ immer nur nach West und Ost – und ist dabei dankbar („Putins Hilfe“) – und empört über USrael … z.B.!
    Worin liegt die STÄRKE Europas, – die es geben MUSS! Eine Kraft oder Stärke die nicht erleidet (REagiert) sondern tätigt – agiert.
    Ich denke, so lange die nicht eindeutig zum Vorschein kommt, so lange werden widerwärtige Figuren wie „Kam-sah-und-er-war-tot“ und andere windige „Preisträger“ agieren dürfen; die im Grunde krank sind und aus dem Verkehr gezogen werden müssten!

    http://julius-hensel.com/2011/12/russen-weigern-sich-obama-die-hand-zu-geben/

    Gibts das nur im Osten?
    Bietet diesen Hampelmännern niemand die Stirne, – so zu sagen Intelligenz aus der Mitte – gegen nordatlantische Terrorgewallt (gegründet auf Schwachsinn; – je primitiver deren Politik, desto intelligenter und krimineller ihre Waffen).

    Wäre dankbar für eine „perspektivische“ Antwort.

    mfg.

  5. Hallo,
    ich stimme in fast allen Punkten zu, allerdings müssen die Staaten, die nicht der NATO angehören, erstmal einen Verbund bilden. Allein schafft Rußland es leider nicht. Außerdem muß die Präsidentschaftswahl erfolgreich über die Bühne gehen, was zu hoffen ist, trotz der vom Westen gesteuerten Anti-Putin Kampagne. Es ist ein Hoffnungsschimmer, ja. Und die Freude teile ich. Hab vor einigen Wochen mal spaßeshalber die Immobilienanzeigen für Moskau durchgeschaut. Moskau ist leider sehr teuer, aber wenn man jemanden kennt …
    Спасибо за статью. Да здравствует русский народ! Да здравствует Путин!
    Marlene Tiger

    1. Na dann liebe Marlene. Und es ist wohl auch gut, wenn man sein Russisch nicht bereits fast vergessen hat. 😉
      Aber zumindest ist für uns die Sprache auch einfacher als Chinesisch, nicht nur wegen der fehlenden mindestens über 3000 Schriftzeichen für einen gebildeten Menschen.

  6. Zitat:
    „Es bleibt aber die Frage, was bei einem weiteren globalen Crash passiert, inwieweit die jeweiligen Ökonomien daraus hervorgehen? Auch Rußland hängt da mit drin und ist heutzutage nicht gänzlich unabhängig von der globalen Wirtschaftsentwicklung. Das gleiche gilt auch für China.“

    Die die Araber laut USA auf „UNSEREM“ Oel sitzen wird nicht die Wirtschaftsleistung gefragt sein die wir ohnehin dem Einkommensgefälle folgend auslagern.
    Der Kampf um Ressourcen ist angesagt und dafür hält man Schwellenländer, speziell in Afrika in anhaltendem Chaos.

    Russland war im Jahr 2010 der größte Erdölproduzent der Erde, knapp vor Saudi-Arabien. Gefördert wurden durchschnittlich 10 270 000 Barrel pro Tag ( 505,1 Mio )Tonnen pro Jahr). Damit konnte die Produktion gegenüber 2009 um 2,2 % gesteigert werden und erreichte ein Allzeithoch. Die aktuellsten Zahlen weisen für September 2011 eine Tagesproduktion von 10,3 Mio Barrel aus.
    Hinzu kommt die Gasproduktion.

    Damit hat Russland zwei Mittel in der Hand die auch bei schlechter Lage Einkünfte sichern, notfalls durch Gegengeschäfte.
    Die International Energy Agency (IEA) hat Anfang November 2011 Prognosen zur weiteren Entwicklung der russischen Ölförderung veröffentlicht. Demnach wird bei etwa 10,5 Mio Barrel/Tag ein Plateau erreicht, welches etwa bis zum Ende dieses Jahrzehnts gehalten werden kann. Danach soll ein langsamer Förderrückgang einsetzen. Für das Jahr 2035 wird eine Tagesproduktion von 9,7 Mio Barrel erwartet. Voraussetzungen für diesen nur langsamen Produktionsabfall sind verbesserte steuerliche Bedingungen für die Ölgesellschaften sowie erhebliche Investitionen.

    1. Keine Ahnung, ob der Trumpf der eigenen Ressourcen für die Lage Rußland ausreichend ist, wenn global das Stottern der Wirtschaften wieder zunimmt und die Ölpreise verrücktspielen. 2008/09 waren die Ölpreise auf einen sehr niedrigen Niveau und gefährlich für Rußland.

  7. Hallo und danke für diesen Bericht.
    Dem russischen Volk und deren Führung drücke ich die Daumen. Der Gedanke einmal politisches Asyl suchen zu müssen – ist erschreckend aber ich glaube ich würde mich eher östlich als westlich orientieren.
    Zu Indien – kenn ich nur von einigen Arbeiten da. Das mit der Verteilung mag stimmen, ich denke da an das Kingfisher-Imperium. Die Menschen dort können aber damit umgehen. Die Maharadschas, etc waren ebenfalls sehr reich gegenüber dem Volk. was man der indischen Regierung lassen muß – (das hat mir ein deutscher Unternehmer erzählt) produzieren in Indien und exportieren ins eigene Land ist meist unrentabel. Die Transportkosten und Steuern schützen den Staat. die Produktion aber für das Inland ist sehr lukrativ. Die Preise sind nicht schlechter als in Deutschland. Wachstum in Indien das bedeutet gleichzeitig ein stark wachsender Binnenmarkt.
    Fand ich interessant. Zu den Menschen. In allen Ländern in denen ich gearbeitet habe – es gibt für mich keine friedfertigeren, freundlichere Kollegen als die einfachen Menschen in Südindien. Ich leide zwar unter dem Klima, aber ich freue mich über jeden Auftrag den ich dort bekomme.
    Mein kleiner Beitrag zum Protest gegen USAISRAEL – ich nehme keine Aufträge von den Kriegstreibern an.
    Mit freundlichem Gruß.

  8. Glaubt man der freien westlichen Presse hat Putin nicht einen einzigen Anhänger in Russland.Bei den Demonstranten handle es sich um gekaufte oder zur Teilnahme gezwungene Jubelperser. Laut ZDF heute halten die Russen Putin für einen „Dämonen“ (das ist kein Witz, der Begriff wurde tatsächlich verwendet.

    Ich denke nicht, dass man so einen Dummfug ernsthaft kommentieren muss.

  9. Dank auch nochmals und für die Kommentare ebenso.

    Da ja Russland und andere durch diese NGO’s unterwandert sind stellte sich ohnehin die Frage, wieso eben daraus sich ergebend bereits der Krieg in Libyen begünstigt oder vielleicht sogar erst ermöglicht wurde; eine Gefahr für alle weiteren potentiellen Opfer der Kriegstreiber.
    Mir ist jetzt dazu ein neuer Artikel aufgefallen, dessen Informationen vielleicht auch betreffs der Kriegssituation für Syrien plus Iran Verwendung finden sollte. Interessant war für mich die Bezugnahme ‚Soros als Teil des Rothschild-Imperiums und wie das zum Teil funkrioniert‘. So steht z.B.:
    „Dr. Fetzer: Leuren, kannst du das etwas weiter ausführen, denn Soros als Agent, naja, wie könnte das Rothschild-Banksystem von der Occupy-Bewegung profitieren?

    L. Moret: Es handelt sich dabei um eine Aushebelung sowohl der US- als auch anderer nordamerikanischer Regierungen. Sie haben jetzt mit den Occupy-Protesten in Kanada angefangen. Wie sehen eine Veränderung am Werk, eine Transformation von einer Zivilgesellschaft mit noch demokratischen Regeln zum Faschismus. Diese Bestrebungen gibt es schon seit langem. Tun Dr. Mahathir [bin Mohamad], der vormalige Premierminister von Malaysia, der mich und Dr. Busby zu Antikriegs-Konferenzen eingeladen hat (die er ausrichtete) unterrichtete uns von den Bestrebungen des Herrn G. Soros, die gesamte Wirtschaft Indochinas zu plündern und auszuhebeln. Er meinte, dass Indonesien dabei am meisten gelitten habe. Soros versuchte es auch mit Malaysia , in dem Dr. Mohamad 22 Jahre lang als Premierminister tätig war. Es sei ihm aber weitgehend gelungen, die malaysische Ökonomie von den Angriffen dieser Soros-Gruppe zu verschonen. Es gelang Soros einige Dinge zu bekommen, aber insgesamt eben nur sehr wenig. Also arbeiten diese Agenten – zu denen auch Warren Buffet gehört – daran, durch diese farbigen Revolutionen die gesamte politische Kultur von Zentralasien, Osteuropa, Nordafrika und dem Mittleren Osten und Nordamerika so zu unterwandern, dass die Banker all die finanziellen Werte stehlen können. (Sie vergaß hier wohl die EU; d. Übers.) ..“

    Es ist ja immer ganz gut von NWO anonym zu sprechen, jedoch trägt das zum Verständnis für Lösungen noch nicht bei und kann Ausgangspunkt für absichtlich gestreuten Unfug sein.

    Auch sind Passagen sicherlich hilfreich wie:
    „Transformation wird täglich durch die Manipulationen der Internationalen Finanzoligarchen offensichtlich, die auch unter dem Begriff des ”Zionistisch-angloamerikanischen-permanenten- Erpresser- und Kriegsverbrecher-Syndikats” bekannt wurden. Damit einher geht auch die Sicherung der Bodenschätze in schwächeren Ländern und des Schmuggels ungeahnt großer Mengen an Drogen in die globalen Märkte (”Unsere Jungs am Hindukusch…..”, d. Übers.). Mit ihren Chefetagen in Hongkong und Partnern in Großbritannien und China verfügt die illegale Drogenindustrie inzwischen über die 5-fache Geldmenge , die im Rest der uns bekannten Ökonomien im Umlauf ist.“

    Hieran kann man ersehen, wie eben auch China bereits über Hongkong mit in dieses Spiel zumindest des Drogenterrors bzw. infolge von Dingen die aus Geldern daraus resultieren mit einbezogen ist, sicherlich maßgeblich verstärkt infolge der Opiumproduktion ermöglicht durch die CIA und US-geführten NATO-Truppen in Afghanistan.

    Der Niedergang des Kapitalismus, mit der Gefahr der Auslöschung der Menschheit, ist somit verbunden mit diesen scheinbar im legalen operierenden Verbrechersyndikaten in der Größenordnung einer 5-fachen Geldmenge im Vergleich zum Rest der uns bekannten Ökonomien nur auf die Drogengelder bezogen, das Luftgeld noch nicht mit einbezogen. Das was dann an real existierender Ökonomie übrig bleibt scheint bald vernachlässigbar zu sein.
    Dieser Kapitalismus hat keine reale Grundlage mehr! !!

    Link: http://www.politaia.org/kriege/falludscha-fukushima-und-die-globale-strahlenkatastrophe-teil-1/

  10. Wir drücken der russischen Gesellschaft unser westliches Bild von Gesellschaft auf. Die russische Gesellschaft erlebt derzeit einige gravierende soziale Veränderungen. Jedoch ignoriert der Westen in seinem Kulturimperialismus die Befindlichkeiten der russischen Bevölkerung und deren historischen Entwicklungslinien und kulturelle Besonderheiten.

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