Der Beginn der großen Macht der Israel-Lobby in den USA

Norman Finkelstein setzt, umgangssprachlich ausgedrückt, den Beginn der großen Macht der Israel-Lobby in den USA für gewöhnlich auf Juni 1967, wo Israel einen Angriffskrieg gegen seine Nachbarländer gewonnen und sich dadurch für die imperialistischen Ambitionen der USA nützlich gemacht hat. Die Argumentation ist nicht schlecht.

Mein Parteibuch meint jedoch, es gibt ein plausibleres Datum dafür, wann die Machtübernahme der Israel-Lobby in den USA stattfand: nämlich den 22. November 1963 – der Tag, an dem John F. Kennedy starb.

Im Junikrieg 1967 war die Macht der Israel-Lobby in den USA längst so groß, dass Israel es sich erlauben konnte, das US-Kriegsschiff USS Liberty bombardieren zu können, ohne deswegen ernsthaft Probleme in Bezug auf „Israels“ Beziehungen zur USA befürchten zu müssen.

Mordechai Vanunu hat gesagt, „Israel“ hat John f. Kennedy umgebracht, um Atombomben bauen zu können. Vor Mordechai Vanunu hatte das insbesondere Michael Collins Piper behauptet. Michael Collins Piper ist ein Autor, der seine Gedanken insbesondere im rechtsextremen Organ American Free Press veröffentlicht hat.

Wenn ein Gedankengang insbesondere von Rechtsextremisten vorgetragen wird, heißt das nicht, dass er falsch sein muss. Über Jahrzehnte hinweg haben Rechtsextremisten seit 1943 behauptet, die rote Armee habe 1940 im polnischen Katyn einen Massenmord begangen. Nach Jahrzehnten sowjetischer Leugnung hat Michail Gorbatschow 1990 Polen sowjetische Unterlagen zum Massaker von Katyn übergeben und erklärt, es handele sich dabei um eines der schwersten Verbrechen des Stalinismus. In der Sowjetunion gab es 1990 Glasnost.

In den USA und der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft gab es nie Glasnost. Die These, „Israel“ und sein Geheimdienst Mossad könnten entscheidend treibende Kräfte bei der Ermordung John F. Kennedys gewesen sein, wurde nie breit und ernsthaft diskutiert. Die Archive zum zionistischen Atombombenprogramm sind noch heute so verschlossen wie es nur geht und Mordechai Vanunu wird heutzutage noch eingesperrt, um zu verhindern, dass er darüber spricht, was er weiß.

Man mag Michael Collins Piper unterstellen, dass sein Motiv Hass auf „Israel“ ist. Doch selbst wenn das zutreffend sein sollte, so sind die rund 700 Seiten seines Buches „Final Judgement“ ein zentraler Schlüssel, um wesentliche Teile von Geschichte und Gegenwart zu begreifen.

Wer Final Judgement gelesen hat, wird nicht nur verstehen, warum Mossad-Agent Arnon Milchan Oliver Stone’s bekannten Film JFK – Tatort Dallas finanziert hat, sondern auch verstehen, dass die Macht der Israel-Lobby aus mehr besteht als Überstunden zu machen um Druck auf Medien zum Verschweigen der Wahrheit auszuüben.

Mit der Ermordung von John F. Kennedy haben die Mörder die Macht übernommen. Der Club der Putschisten von 1963 hat die Macht bis heute nicht mehr abgegeben. Sie gebrauchen ihre Macht bis heute dazu, um reihenweise schlimmste Verbrechen zu begehen, während sie sich mit Friedensnobelpreisen auszeichnen lassen. In der Vergangenheit haben sie beispielsweise Millionen von Menschen durch auf Lügen oder inszenierte Selbstangriffe beruhende Kriege gegen Vietnam, Afghanistan, Irak und Libyen ermordet. In der Gegenwart bereiten sie mit Lügen die Ermordung von Millionen von Menschen durch Kriege gegen Syrien und Iran vor.

Der eigentliche Kitt, der das Machtsystem in der Tiefe zusammenhält, besteht darin, dass US-Putschisten und das zionistische Regime gemeinsam Verbrechen begangen haben, die sie vor der Bevölkerung nicht rechtfertigen können. Die gemeinsame erfolgreiche Ermordung von John F. Kennedy bildete einerseits die Basis der Macht des herrschenden Verbrechersyndikates und andererseits bildete das gemeinsame Interesse an der Vertuschung des Verbrechens den Grundstock des Kitts, der das als „westlichen Wertegemeinschaft“ bekannte Verbrechersyndikat bis heute zusammenhält.

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13 Gedanken zu “Der Beginn der großen Macht der Israel-Lobby in den USA

  1. Dank an ‚Mein Parteibuch‘ für die Rückbesinnung an den Präsidenten, den die Mehrzahl der US-Amerikaner verehrt und welcher nicht nur wie Pres. Eisenhower in den letzten Minuten seiner Amtstätigkeit vor den Gefahren warnen wollte (und das wird bereits als heldenhaft hoch gehalten), sondern noch während seiner Amtszeit begonnen hatte etwas zu tun, was den Interessen des Landes insgesamt gerecht wird und nicht nur dem Militär-Industrie-Komplex, privaten Bankern der FED sowie Zionisten dient.

  2. @Steffen
    Eisenhower wurde in einer Zeit Präsident, als in den USA der anti-kommunistische Wahn auf seinem Höhepunkt war. Unter Eisenhower hat die CIA aber auch demokratische Regierung wie die des Iran weggeputscht. Trotzdem hat Eisenhower auch Verdienste, wie zum Beispiel die Beendigung des Koreakrieges durch einen Waffenstillstand. Die Alternative wäre gewesen, zur „Befreiung Koreas vom Kommunismus“ einen Atomkrieg zu führen. US-Generäle wie Lyman L. Lemnitzer waren eher für Atomkrieg, Eisenhower hat diese Wahnsinnigen gestoppt. Zur Bekämpfung des Kommunismus hat Eisenhower den militärisch-industriellen Komplex, vor dem er abschließend warnte, selbst aufgebaut.

    Auch John F. Kennedy war anfangs alles andere als der Friedenspräsident, zu dem er heute verklärt wird. Sonst hätte er sein Amt nie bekommen. So hat John F. Kennedy die Invasion in der Schweinebucht zu verantworten und hätte durch seine aggressive Raketenpolitik im Laufe der Kubakrise beinahe einen globalen Atomkrieg ausgelöst.

    John F. Kennedy hat sich aber im Amt geändert. Nach Schweinebucht-Desaster und dem Beinahe-Atomkrieg in der Kubakrise hatte Kenndy unter anderem vor:

    – die CIA zu entmachten
    – die US-Mafia zu zerschlagen
    – FBI-Chef J. Edgar Hoover zu entmachten
    – US-Berater aus Vietnam abziehen und keinen Vietnam-Krieg zu führen
    – eine nukleare Bewaffnung Israels zu verhindern
    – sich mit der Sowjetunion sowie einem Kuba regiert von Fidel Castro zu arrangieren

    Durch den Mord Kennedy’s wurde das Alles verhindert – vieles davon bis heute.

  3. Angeblich sollte Kennedy ja auch geplant haben, die FED wieder abzuschaffen. Das hätte die Privatbanken, denen die FED gehört, erheblich geschädigt, während die USA wieder zinsfreies Geld für ihren Staat zur Verfügung gehabt hätten.

    Man denke mal an den Sturz von Strauß-Kahn oder an den Rücktritt Wulffs, der sich gegen die Bankenrettung via Griechenland ausgesprochen hatte, bevor das Kesseltreiben gegen ihn begann. Wulff war nicht unschuldig, aber der ehemalige Bundespräsident Rau hatte sich da mehr geleistet
    (WEST LB) und blieb dennoch im Amt.

    mit freundlichen Grüßen

  4. Hallo Einparteibuch,

    danke für den Bericht. Ist es denn wichtig wann die Israel-Lobby die Macht über die USA übernommen hat?
    Meiner Meinung nach sind die Zionisten (damit meine ich die Besitzer der FED) schon viel länger an der Macht. Die Versuche von Lincoln oder JFK Staatsgeld einzuführen und ihre Ermordung durch „Einzeltäter“, zeigt mir das die Roschilds, Rockefellers, Morgans, Oppenheims, etc. schon viel früher, oder von Anfang an ihre dreckigen Fingerchen im Spiel hatten.
    Mit freundlichem Gruß

  5. @Norbert
    Die Links, die die Behauptung auf Executive Order 11110 stützen, sind irreführender Müll. Michael Collins Piper nimmt diese Theorie auf Seite 347ff gründlich auseinander. Seine überzeugend begründete Bewertung ist:

    Those who cite an executive order by JFK that, infact, refers to Silver Certificates, are makinga big mistake and – unintentionally or not – are doing a disservice to serious research in the JFK assassination conspiracy. I cannot overemphasize this fact.

    Michael Collins Piper ist zwar der Meinung, dass JFK in der zweiten Wahlperiode vermutlich wirklich vorhatte, gegen die FED vorzugehen, kann das aber nur auf ein unveröffentlichtes Privatgespräch eines Freundes mit Joe Kennedy, also JFKs Vater stützen. Der Link zur FED ist also sehr vage.

    Viel überzeugender und konkreter sind die Links zum Mossad. Natürlich mag man der Meinung sein, dass die eigentlichen Bosse des Mossad letztlich die gleichen sind, wie die Herren über die FED, aber das ist so simpel und einfach letztlich doch nicht. Es gab und gibt Zionisten in der FED, aber die sind nicht allmächtig, sondern können auch nur innerhalb ihrer – freilich sehr großen – Möglichkeiten operieren.

  6. @Erich
    „Was hältsts Du davon?“

    Das halte ich nicht für sonderlich plausibel.

    Wenn ich die Story richtig verstehe, so wird da behauptet, jemand aus dem Kreis von Jelzin habe die sowjetischen Archive gefälscht, um Stalin, den Stalinismus und die KPdSU zu Unrecht mit Verbrechen zu diskreditieren. Die von Gorbatchev an Polen übergebenen Dokumente zu Katyn seien demnach Fälschungen.

    1. Ich glaube nicht, dass es nötig war, den Stalinismus mit Verbrechen zu diskreditieren, die diesem nicht zuzurechnen sind. Da gibt es so viele Verbrechen, die echt sind, dass da Katyn kaum ins Gewicht fällt. Das fällt meiner Meinung nach auch nicht ins Gewicht, wenn man die Leistung der KPdSU in der historischen Bilanz bewertet. Da gibt es auch reichlich auf der positiven Seite, den Sieg über den Hitlerfaschismus um Beispiel, um nur mal ein Beispiel davon zu nennen.

    2. Die gegenwärtige russische Geschichtsschreibung ist keineswegs unterwürfig gegenüber Polen, und verteidigt beispielsweise den Hitler-Stalin-Pakt gegenüber Polen als vernünftig und nicht zuletzt der polnischen Haltung geschuldet. Darum gab es kürzlich erst heftig Streit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Putin Rusland das Massaker von Katyn andichten würde, wenn er nicht davon überzeugt wäre, dass es wirklich im Großen und Ganzen so war, wie es in den russischen Archiven zu finden ist.

    Plausibler halte ich die Annahme, dass einige ganz große Fans der KPdSU ganz so schwer enttäuscht sind davon, dass Führer der KPdSU Kriegsverbrechen befohlen haben, dass sie sich an nur zu gern an jeden Strohhalm klammern, der darauf hinweist, dass die Verbechen nicht geschehen sind.

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