Erzbischof Robert Zollitsch möge bitte mal Radio Vatikan abonnieren

Wie die Deutsche Bischfskonferenz am Montag berichtete, forderte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Montag angesichts der gescheiterten UNO-Resolution am vergangenen Wochenende: „Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen, wie Hunderte von Menschen unter brutaler Gewalt sterben. Was in Syrien passiert, ist eine abgrundtiefe Verachtung fundamentaler Menschenrechte.“

„Angesichts der Bilder und Nachrichten, die uns aus Syrien erreichen, droht sich eine gewisse Ohnmacht einzustellen. … Waffen auf die eigene Bevölkerung zu richten, trägt zur Destabilisierung einer Nation bei. Syrien braucht Freiheit und Menschlichkeit …“ so Zollitsch.

Es fragt sich, welche Nachrichten Herrn Erzbischof Robert Zollitsch erreichen. Am Sonntag veröffentlichte Radio Vatikan eine Nachricht bezüglich Syrien, die wie folgt begann:

Der griechisch-melkitische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart, fürchtet um die Christen in Syrien. „Früher gab es noch Sicherheit; jetzt verlassen die Christen, die es sich leisten können, das Land“, meinte der katholische Erzbischof im Gespräch mit der Nachrichtenagentur apic. Nach Agenturangaben seien in der Stadt Homs mehrere Dutzend Christen von Aufständischen getötet worden; das führe zu ihrem Exodus aus mehreren Stadtvierteln. In Aleppo hingegen sei die Lage derzeit ruhig, so Erzbischof Jeanbart. Er wirft den internationalen Medien vor, „die Lage in Syrien nicht ehrlich darzustellen, sondern Öl ins Feuer zu gießen“. Die Medien sprächen nicht darüber, „dass Extremisten und Söldner von der Türkei, dem Irak, Jordanien, Libyen oder Pakistan aus nach Syrien einsickern“. Nur ein Dialog könne das Land noch vor einer Katastrophe bewahren; allerdings ließen die angekündigten Reformen noch auf sich warten, und die Oppositionellen verweigerten sich dem Gespräch. Für den Fall eines Sturzes der Regierung fürchtet Jeanbart eine Machtübernahme von Islamisten. Bewaffnete islamistische Gruppen säten „Terror und Tod in mehreren Teilen des Landes“. Mindestens 2.000 Zivilisten, Soldaten und Polizisten seien „ihrem Hass zum Opfer gefallen“: „Oft wurden sie gefoltert, verstümmelt und dann ermordet.“

Es wäre sicher hilfreich, wenn mal jemand dem Herrn Erzbischof Robert Zollitsch empfehlen könnte, Radio Vatikan, die Stimme des Papstes und der Weltkirche, zu abonnieren. Wer sich allein aus der Bild-Zeitung und anderen ähnlich unehrlichen Medien informiert, der gießt leicht mal Öl in ein Feuer, wo eigentlich Dialog wichtig wäre.

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