Republikaner können ohne Anhänger von Ron Paul nicht gewinnen

Die zionistische Kriegslobby hat ein Problem. Zwar hat ihr Liebling bei den republikanischen Vorwahlen in den USA, der von den Bankstern von Goldman Sachs finanzierte Favorit Mitt Romney, nach Iowa nun auch in New Hampshire mit rund 40% die meisten Stimmen gewonnen, doch der satte zweite Platz des Anti-Kriegskandidaten Ron Paul, der in New Hampshire etwa 23% erhielt, droht für die zionistische Lobby zu einer unlösbaren Schwierigkeit zu werden.

Seit heute liegt Ron Paul damit auch insgesamt bei den Vorwahlen hinter Mitt Romney auf einem klaren zweiten Platz. Er ist der einzige Mitbewerber von Mitt Romney, der sich noch halbwegs realistische Hoffnungen auf die Nominierung als republikanischer Präsidentschaftskandidat machen kann. Für die anderen republikanischen Kandidaten bedeutet New Hampshire so gut wie das Ende aller Hoffnung auf die Nominierung.

Der in Iowa knapp zweitplatzierte Muslimhasser Rick Santorum bringt es in Iowa genau wie der in Iowa viertplatzierte Lobbyist Newt Gingrich gerade einmal auf knapp zehn Prozent der Stimmen. Sowohl Rick Santorum als auch Newt Gingrich sind jedoch ziemlich knapp bei Kasse und um ausreichende Spendengelder für die Fortsetzung ihrer Wahlkampagne einwerben zu können, hätten sie beide überzeugend darstellen müssen, sowohl die Nominierung als auch die Präsidentschaftswahl gewinnen zu können und eine Aussicht auf den Sieg zu haben. Das kann nun weder Newt Gingrich, der für New Hampshire mit der Bemerkung, Palästinenser gebe es gar nicht, fünf Millionen Dollar Spendengelder eingeworben hat, noch Rick Santorum, dessen Agenda vom heiligem Krieg gegen Milliarden von Muslimen zwar bei Rechtsextremisten und Terroristen wie Anders Breivik den richtigen Ton treffen mag, doch für die Mehrheit der Bevölkerung inakzeptabel ist.

Barack Obamas ehemaliger Botschaft in China, Jon Huntsman, wollte sich dem teuren Streß der Wahlwerbung in Iowa nicht stellen und hat stattdessn voll auf New Hampshire gesetzt. In Iowa ist Jon Huntsman dann auch plangemäß nahe Null gelandet, hat dafür jedoch in New Hampshire über Wochen hinweg nahezu konkurrenzlos Wahlwerbung machen können. Um potenziellen Investoren in seine Wahlkampagne zu demonstrieren, dass er gewinnen kann, wenn er nur über reichlich finanzielle Mittel verfügt, hätte er in New Hampshire, dem Kampagnenstaat seiner Wahl, exzellent abschneiden müssen. Tatsächlich hat er nun in New Hampshire mit rund 17% einen dritten Platz gemacht. Das ist nicht ganz schlecht, doch das ist auch keine Geschichte, die irgendeine überzeugende Perspektive beinhaltet, Jon Huntsman könne es im Verlauf der Vorwahlen noch zum Spitzenreiter bringen. Dass er es obendrein aufgrund von schlechter Organisation verpasst hat, auf die republikaischen Vorwahlzettel sowohl von Virginia als auch von Arizona zu kommen, lässt seine Wahlkampagne obendrein selbst bei ihm wohlwollenden Betrachtern geradezu unprofessionell erscheinen.

Der texanischen Multimillionär Rick Perry hatte sich bereits nach den mageren rund zehn Prozent, die er trotz einer aufwendigen und teuren Kampagne in Iowa erhalten hatte, überlegt, seine Kampagne abzubrechen. Er hat sich dann entschieden, vorerst bis South Carolina weiterzumachen, wo er hofft, mit seinem Südstaaten-Image punkten zu können. In New Hampshire hat Rick Perry nun trotz teurer Fernsehanzeigen gerade einmal etwa ein Prozent der Stimmen erhalten. Seine Kandidatur führt trotz ausreichender Finanzmittel für einen langen Wahlkampf erkennbar nirgendwohin, selbst wenn er South Carolina nun doch noch ein passables Ergebnis erzielen kann. Ohne jegliche Unterstützung in den Nordstaaten kann in den USA niemand eine nationale Wahl gewinnen.

Die mehrfach durch grundlegend mangelhafte Bildung aufgefallene Kandidatin Michele Bachmann hat bereits unmittelbar nach Iowa aufgegeben.

Das sind sie die Kandidaten, die neben Mitt Romney und Ron Paul noch um die Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten streiten. Keiner dieser Kandidaten hat noch eine realistische Chance. Auf den ersten Blick sieht das bisherige Abschneiden von Ron Paul auch nicht doll aus. Ein knapper dritter Platz in Iowa und ein deutlicher zweiter Platz in New Hampshire, mit mehr als 15% Rückstand zum Favoriten, sehen zwar erheblich besser als die Ergenisse der nach ihm platzierten Konkurrenten, aber auch nicht gerade wie die Insignien eines zukünftigen Siegers aus.

Doch der erste Eindruck kann täuschen. In Delegiertenstimmen ausgedrückt, liegt Mitt Romney bisher vermutlich gerade einmal zwölf zu zehn vor Ron Paul. Da ist der Vorspung knapp, und zum Präsidentschaftskandidaten gewählt wird, wer bis Juni die absolute Mehrheit der Delegiertenstimmen einsammelt. Gelingt das niemandem, dann wird im Juni verhandelt werden, und dabei hat die besseren Karten derjenige, der eine bessere Chance auf den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen vorweisen kann.

Ron Paul hat eine starke landesweite Kampagne. Die Kampagne von Ron Paul ist groß und organisiert genug, um den Wahlkampf bis in den Juni, wenn der republikanische Präsidentschaftskandidat auf der republikanischen Versammlung in Florida gekürt wird, fortzusetzen. Während vermeintliche Favoriten wie Newt Gingrich sich Unterstützer kaufen müssen, wären unzählige Anhänger von Ron Paul maßlos enttäuscht, wenn Ron Paul seine Kampagne vorzeitig abbrechen würde und sie damit hinderte, seine politischen Botschaften im Wahlkampf zu verbreiten, ganz egal wie die Erfolgsaussichten der Kandidatur sind. Da die Kampagne von Ron Paul im Gegensatz zu den Kampagnen anderer Kandidaten neben der Unterstützung seiner Kandidatur die Verbreitung einer alternativen politischen Botschaften zum Ziel hat, ist davon auszugehen, dass die Kampagne von Ron Paul bis zum Schluss weitergehen wird, und auch darüber hinaus.

Das ist der entscheidende Punkt, der Ron Paul gerade besonderes Gewicht verleiht. Mitt Romney wird von Leuten gewählt, denen er als der chancenreichste republikanische Kandidat gilt. Ron Paul wird von Leuten gewählt, die wollen, dass Ron Paul die Politik ändert. Tatsächlich beruht die Vermutung, Mitt Romney sei gegen Barack Obama der chancenreichste republikanische Kandidat, jedoch auf einer trügerischen Prämisse.

In Umfragen, die fragen, ob Wähler Mitt Romney oder Barack Obama wählen würden, erreicht Mitt Romney sehr knapp etwas bessere Werte als Ron Paul in Umfragen, die fragen, ob Wähler Ron Paul oder Barack Obama wählen würden. Solche Umfragen berücksichtigen nicht, was passieren würde, wenn Ron Paul seine Anhänger dazu ermuntert, nicht Mitt Romney zu wählen, sondern er etweder selbst antritt, oder seine Anhänger auffordert, den libertären Präsidentschaftskandidaten Gary Johnson zu wählen, so wie Gary Johnson gerade seine Anhänger aufgefordert hat, für Ron Paul zu stimmen, solange Ron Paul im Rennen ist.

In diesem Fall hat Mitt Romney kaum eine Chance, die Präsidentschaftswahl gegen Barack Obama zu gewinnen. Mitt Romney braucht die Anhänger von Ron Paul, um gewinnen zu können, doch zahlreiche Anhänger von Ron Paul wollen den Goldman-Sachs-Kandidaten partout nicht wählen. Die Anhänger von Mitt Romney hingegen kleben nicht am Kandidaten, sie würden jeden nominierten Kandidaten der Republikaner wählen. Das ist das Moment, mit dem Ron Paul die Nominierung gewinnen kann.

Für Friedensfreunde birgt das gestrige Ergebnis von New Hampshire deshalb sehr erfreuliche Aussichten. Gewinnt Ron Paul die republikanische Nominierung, so bleibt im schlechteren Fall Barack Obama Präsident, wobei der dann aber freie Hand hat, gegen die zionistische Kriegslobby vorzugehen. Im besseren Fall gewinnt Ron Paul und dann geht es der zionistischen Kriegslobby richtig an den Kragen. Gewinnt Ron Paul die Nominierung nicht, dann dürfte er wenigstens eine weitere Präsidentschaft eines Kandidaten der zionistischen Kriegslobby auf dem Ticket der Republikaner verhindert haben.

15 Gedanken zu “Republikaner können ohne Anhänger von Ron Paul nicht gewinnen

  1. Wenn Ron Paul richtig gefährlich würde und nicht etwa nur lästig, dann würde man ihn zu neutralisieren suchen, denn Lobbies und Interessengruppe werden ihre Pfründe nicht einfach wegen so einer lästigen Präsidentenwahl aufgeben?
    Es muss ja nicht gleich eine Bombe unter’s Auto sein, von einem obligatorischen Motorradfahrer…

  2. Krankes Wahlsystem, ohne volle Taschen hast du keine Chance… Was daran mit Demokratie in Verbindung gebracht wird erschließt sich mir nicht.

  3. @almabu
    Das sage ich schn länger. Wenn die Lobby Ron Paul mit ihrer Medienmaschine nicht kleinbekommt, dann wird sie versuchen, ihm die gleiche Behandlung angedeihen zu lassen, wie sie die Kennedy-Brüder bekommen haben.

    Mit dem zweiten Platz in New Hampshire ist es aber noch nicht soweit. Bisher kann die Lobby immer noch darauf setzen, Romney als Kandidat durchzubekommen, und sich dann mit Obama als Präsident zu arrangieren wie bisher.

    Richtig gefährlich wird es erst, wenn Ron Paul wirklich ganz vorn liegt – oder wenn auch Obama die Lobby frontal angehen sollte. Da gibt es allerdings ein paar Unterschiede zu damals. Im Gegensatz zu den Kennedys damals hat Ron Paul eine Bewegung aufgebaut, die weitergehen wird, egal ob Ron Paul lebt oder stirbt. Und im Gegensatz zu damals gibt es sehr viele Anhänger von Ron Paul, die ganz genau wissen, wo sie suchen müssen, wenn Ron Paul so etwas passiert wie John F. Kennedy, nämlich genau dort, wo damals niemand hingeschaut hat, bei der zionistischen Lobby.

    @Det70
    Es kann ja nun nicht jeder eine perfekte Demokratie haben. In eutschland ist es schießlich auch so, dass Demokratie bedeutet, ohne volle Taschen hat man keine Chance. Und das betrifft auch in Deutschland nicht nur Wahlen.

    Aber selbst dort, wo das mit der Demokratie besser funktioniert als in den USA, also zum Beispiel in China, gibt es einige Probleme mit der Selektion geeigneter Volksvertreter.

  4. Ich würde aber dazu raten, Ron Paul nicht gleich zum Überhelden hoch zu stilisieren. Er ist immer noch ein Rep! Webster Tarpley hat in letzter Zeit mehrfach und wohl oft zurecht auf Negatives hingewiesen. Z.B. Pauls Austerity Plan, der erst einmal zu Lasten der ohnehin schon arg gebeutelten Arbeiterschaft ginge. Tarpley kritisierte auch – und das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen – Ron Pauls Abstimmungsverhalten beim vielfach als amerikanisches Ermächtigungsgesetz bezeichneten „National Defense Authorization Act“, mit dem u.a. Guantanamo perpetuiert und die Folter von US-Bürgern legalisiert wird. 93 Demokraten und 43 Republikaner hatten den Mumm, gegen das Gesetz zu stimmen. Ron Paul war nicht darunter.
    http://www.govtrack.us/congress/vote.xpd?vote=h2011-932
    Hatte er bei diesem so eminent wichtigen Termin etwa keine Zeit? Oder betreibt er eben doch Kuhhandel mit den Mächtigen, die im Hintergrund die Fäden ziehen?

    Trotzdem wüsste ich natürlich keinen besseren Kandidaten und und ich würde mich freuen, wenn Paul gewählt würde – selbst wenn er nur einen Teil dessen verwirklichen könnte, was er vor hat.

  5. @Föhnix
    Kaum jemand in den USA kritisiert den NDAA schärfer als Ron Paul. Ron Paul nennt deen NDAA die Verhängung von Kriegsrecht und fordert die Abschaffung des Gesetzes. Als am 14. Dezember abgestimmt wurde, war heiße Phase im Wahlkampf in Iowa. Ron Paul hat es da vorgezogen, anstatt im Kongress im Wahlkampf in Iowa Front gegen den NDAA zu machen. Im Kongress war eine dicke Mehrheit für das Gesetz nicht zu verhindern.

  6. [quote]…wenn Ron Paul so etwas passiert wie John F. Kennedy, nämlich genau dort, wo damals niemand hingeschaut hat, bei der zionistischen Lobby.[/quote]

    ist wohl bissel sehr weit hergeholt, soweit ich das beim querlesen sehen konnte. ich will ja nicht mal bestreiten, dass es überhaupt keine verbindungen nach israel gab aber welche interessen der mossad hätte an der ermordung kennedys mitzuwirken, das erschliesst sich mir nicht so ganz.
    zumindest erkenne ich keine relevanten gründe.

    und eine argumentationskette á la meyer lansky war jude und war zeitweilig in israel und hatte möglicherweise kontakt zum mossad, ausserdem war er mafiaboss und die mafia war an der ermordung kennedys beteiligt, also war mossad an der ermordung beteiligt, dass scheint mir doch bissel sehr weit hergeholt. möglicherweise gabs ja querverbindungen aber der eigentliche treibende keil kam aus einer anderen richtung. us-amerikanische rechte in bestimmtern regierungsstrukturen, organisiertes verbrechen und rechtsextreme kuba-contras. eine drecksmischung.

    im übrigen halte ich ron paul für überbewertet. da würde ablaufen wie bei obama. erst grosse klappe und dann fein mitspielen. weil wenn nicht, gibts die rute.

  7. Obamas letzter Wahlkampf, der bisher teuerste der Geschichte der USA, soll über 500 Millionen Dollar gekostet haben, trotz des erstmaligen Gebrauchs des www als Massenmediums.

    Der Neue wird trotz Krise vermutlich teurer! Die muss ein Kandidat erst einmal beim Kapital einsammeln und sich entsprechend politisch verpflichten.

    Daran dürfte es bei Ron Paul scheitern, fürchte ich? Allein der Umstand, dass er bei der europäischen Linken so gut ankommt, verhindert eine Mehrheitsfähigkeit in den USA.

  8. @Katzenjäger
    „ist wohl bissel sehr weit hergeholt, soweit ich das beim querlesen sehen konnte. ich will ja nicht mal bestreiten, dass es überhaupt keine verbindungen nach israel gab aber welche interessen der mossad hätte an der ermordung kennedys mitzuwirken, das erschliesst sich mir nicht so ganz. zumindest erkenne ich keine relevanten gründe.“

    JFK war wild entschlossen, Dimona untersuchen zu lassen und das israelische Atombombenprogramm zu stoppen.

    http://www.rediff.com/news/2004/jul/26vanunu.htm

    Israels Staatsführung hat das Atombombenprogramm buchstäblich als absolut notwendig für das Überleben Israels in einer feindlichen arabischen Welt betrachtet, deren Bevölkerung viel größer als die Israels war, und deren Armeen über kurz oder lang auch viel größer als die Israels sein würden. Kurz: die Meinung in Israel war: ohne Atombombe wird Israel in ein paar Jahren vernichtet werden.

    Kennedy’s Stellvertreter und Nachfolger hat hingegen versprochen, Israels Atomwaffenprogramm heimlich zu unterstützen und Israel auch sonst in jeder Beziehung aufzurüsten.

    „der eigentliche treibende keil kam aus einer anderen richtung. us-amerikanische rechte in bestimmtern regierungsstrukturen, organisiertes verbrechen und rechtsextreme kuba-contras. eine drecksmischung.“

    Ja, die hingen mit drin, ebenso wie LBJ selbst. Aber das fehlende Glied in der Kette ist Israel.

    Subjektiv betrachtet hatte Israel das stärkste Motiv von allen Verdächtigen. Aus israelischer Sicht war die Entmachtung Kennedys eine Frage von Leben oder Tod für Israel. Das ist allerdings erst Jahrzehnte später ans Licht gekommen, nämlich als der Streit Kennedys mit Israel wegen de heimlichen A-Waffenprogramms bekannt wurde.

    Erst als das israelische Motiv bekannt war, gelang es, die Bruchstücke des Mordes schlüssig zusammenzusetzen.

    http://www.thirdworldtraveler.com/Assassinations_page/Final_Judgment.html

    Der Autor ist ein Rechtsextremist, doch was er in Bezug auf Kennedy und Israel vorträgt, ist die mit Abstand schlüssigste Theorie.

  9. als motiv lasse ich das gelten. aber wenn, dann war der entprechende dienst auch nur ein weiter spieler im team. im endeffekt stinkts für mich einfach nur nach tiefem staat. schönes wochenende :)

      1. Meiner Meinung nach können China und Russland einen Krieg der USA/Israel/NATO gegen den Iran nicht zulassen ohne sich entscheidend strategisch zu schwächen. Dann würde es als nächstes direkt gegen Russland gehen und danach gegen China. Würden diese beiden Länder hingegen auf einen langandauernden Abnutzungskrieg auf dem Territorium des Iran und um den Iran herum spekulieren, dann wäre dies ein fast ebenso gefährliches, unverantwortliches Spiel wie der Angriff des Westens auf den Iran selbst! Und da ist ja auch noch die Atommacht Pakistan und ihr Nachbar, die Atommacht Indien…

  10. Es ist, so traurig es ist, für uns Europäer doch zweitrangig, ob Ron Paul mit dem Austerity Plan die einfachen Leute kaputtsparen würde (à la Greece), denn viel entscheidender für unser eigenes Leben ist seine Gegnerschaft gegen einen Krieg mit dem Iran. Ich sehe Europa durch iranische Raketen potenziell gefährdet, und hoffe daher wirklich stark auf einen Wahlsieg von Ron Paul, weil nur er den Krieg unterlassen würde. Ich glaube, dass sich viele gar nicht klarmachen, was es bedeuten könnte, wenn iranische Raketen in Europa, möglicherweise auch in Deutschland, einschlagen würden.
    Da geht es dann nicht mehr um eine Belastung der eigenen Vorstellungen von einer guten Welt, sondern ums nackte Leben. Man recherchiere im Netz einmal die Möglichkeiten des iranischen Militärs.

    Die Konzernmächte in den USA werden lieber einen Präsidenten Obama dulden, als einen Einfluss von Ron Paul auf die US-Politik zuzulassen. Sie opfern daher eher Romney in der Präsidentschaftswahl, als Paul eine Spur von Einfluss einzuräumen.

    Wenn die Amerikaner einen konkreten Zeitplan für den Irankrieg verfolgen, dann könnte der Stand der US-Vorbereitungen in Georgien (vgl. einen Artikel in „alles schall und rauch“) darauf hindeuten, dass es noch nicht im Frühjahr 2012 losgehen soll, sondern eher ein Jahr später.

  11. Iranische Raketen, die nach Europa oder in die USA fliegen, sind bei einem Krieg gegen den Iran das geringste Problem.

    Das Problem ist das viele Leid, was damit verursacht wird: Tausende oder Millionen Menschen tot, noch mehr verletzt oder auf der Flucht. Und das Leid kommt indirekt auch in die angreifenden Staaten: Angst vor Verzweiflungstaten wie Terroranschlägen, Flüchtlingsströme, gesellschaftliche Radikalisierung, Zunahme spontaner und anscheinend unmotivierter Gewalttaten, schärfere Sicherheitsgesetze, Aufgabe von Freiheiten, höhere Rüstungsausgaben, Finanzkrisen, kollektive Depressionen… so ging die Kriegsspirale die letzten zehn Jahre.

    Und wenn ein Krieg gegen den Iran kommt, dann wird das in verschärftem Tempo so weiter gehen.

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