Nordkorea hat nun den jüngsten Staatschef aller Staaten der Erde

Am Samstag ist der Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas und Oberster Befehlshaber der Koreanischen Volksarmee, Kim Jong-Il, verstorben.

Traumatisiert durch Millionen Tote in Folge des brutalen imperialistischen Angriffskrieges 1950 zur Rettung ihres faschistischen Marionettenregimes in Südkorea, hat die demokratische Volksrepublik Korea nach der Erkämpfung des Waffenstillstandes 1953 größten Wert darauf gelegt, zukünftig so verteidigungsfähig zu sein, dass dies nicht noch einmal geschieht.

Kim Jong-Il hat es in die Fußstapfen seines Vaters Kim Il-sung tretend verstanden, die nationale Unabhängigkeit der demokratischen Volksrepublik Korea bis heute zu wahren, und das durch Zeiten hindurch, in denen andere unabhängige Staaten wie Irak und Libyen sich von den USA ihre Verteidigungsfähigkeit abschwatzen ließen, und die Bevölkerung dann bei darauffolgenden US-geführten Angriffskriegen einen Preis in Form von Millionen für diese leichtfertige Aufgabe der nationalen Verteidigungsfähigkeit zu zahlen hatten. Kim Jong-Il hat es hingegen geschafft, die nationale Verteidigungsfähigkeit mit wirksamen Abschreckungswaffen entscheidend zu stärken. Seitdem fährt die Achse des Terrors zwar noch wutschnaubend ihre atomar bewaffneten Flugzeugträger vor den Küsten des Landes auf, um sie da wild durch die Gegend ballern zu lassen, und auch die hasserfüllte imperialitische Propaganda gegen die koreanische Volksrepublik wurde noch mehr gesteigert, doch nicht einmal die USA wagen sich noch ernsthaft daran zu denken, die koreanische Volksrepublik militärisch zu überfallen.

Für die koreanische Volksrepublik war der Preis der Verteidigung der Unabhängigkeit auch nach 1953 hoch, sehr hoch sogar. Die Bemühungen zur Sicherstellung der Verteidigugsfähigkeit des Landes hatten teilweise schwere wirtschftliche Gegebenheiten für die Bevölkerung zur Folge. Die Konzentration der staatlichen Bemühungen auf die Verteidigungsfähigkeit hatte zur Folge, dass wirtschaftliche Entscheidungen nicht so schnell getroffen wurden, wie es wünschenswert gewesen wäre und manche gut gemeinte weit reichende Entscheidung, an die Währungsreform sei erinnert, hatte unbeabsichtigt gravierende Nebenwirkungen.

Erst in den letzten Jahren fand Kim Jong-Il Zeit, verstärkt wirtschaftlich sehr erfolgreiche Bruderländer wie China und Russland zu bereisen, und sich von dort praktische Anregungen zu holen, wie das wirtschaftliche Wohlbefinden der Bevölkerung auch in der demokratischen Volksrepublik Korea schnell gesteigert werden kann. Doch die erhaltenen positiven Anregungen haben nicht so schnell zu Verbesserungen in der Wirtschaft geführt, wie sich das manch einer gewünscht hat.

Der Tod von Kim Jong-Il kommt zwar zu diesem Zeitpunkt überraschend, aber da Kim Jong-Il bereits vor einiger Zeit schwer erkrankte, hatte die koreanische Volksrepublik viel Zeit, sich auf diesen Tag vorzubereiten. So wie es aussieht, ist Kim Jong-Il’s Sohn Kim Jong-Un bereit, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Korea trauert nun über den Verlust von Kim Jong-Il. Menschen im In- und Ausland haben Angst vor dem Verlust der Sicherheit, für die Kim Jong-Il stand. Doch manch einer wird womöglich bald feststellen, dass die Übernahme des Zepters durch Kim Jong-Un dazu führt, dass schon lange gewünschte Veränderungen nun schneller kommen.

Nun, nachdem die alte Garde der Volksrepublik Korea die Unabhängigkeit gesichert hat, stehen viele Aufgaben an, um das Leben der Bevölkerung der koreanischen Volksrepublik zu verbessern. Jugendlicher Schwung ist nicht das schlechteste, was der Volksrepublik Korea in dieser Situation passieren kann.

Während ältere Menschen dazu tendieren, Erreichtes bewahren und nur vorsichtig verbessern zu wollen, tendieren jüngere Menschen im Allgemeinen eher dazu, schnelle Verbesserungen durch große Veränderungen erreichen zu wollen. Kim Jong-Un wird in knapp zwei Wochen 28 Jahre alt. Er ist damit gegenwärtig der jüngste Staatschef aller Staaten der Erde. Kim Jong-Un verbrachte als Jugendlicher einige Zeit in der Schweiz und hat in der koreanischen Volksrepublik eine solide militärische Ausbildung erhalten. Die Welt darf gespannt auf jugendliche Überraschungen sein.

8 Gedanken zu “Nordkorea hat nun den jüngsten Staatschef aller Staaten der Erde

  1. militärgestützer sozmus ist auch nur faschismus. ansonsten gefällt mir der blog und die technik des sympathiecatching ist auch normal im kapitalfaschismus.bis dann…humwaoh!

  2. Leider kann ich die Webseite nicht mehr auffinden, auf der ein deutscher Ingenieur über seine Arbeit und sein Leben in Nordkorea schrieb. Er berichtete, so weiß ich noch, das er ganz andere Erlebnisse hatte, als die Journalien der westlichen Welt stets berichteten.

    Bei allen Zweifeln, ob der junge Mann diesen Aufgaben und dem Militär gewachsen ist, habe ich jedoch mehr Furcht vor den US Boys und deren Cowboy Methoden, die Welt zu unterdrücken. Siehe auch neueste Gesetzgebung „National Defense Authorization Act“ – welch ein Grauen. Gitmo wird nun für alle US Bürger frei zugänglich sein, aber ohne ihre Rechte.

  3. Zustimmbar: „Traumatisiert durch Millionen Tote in Folge des brutalen imperialistischen Angriffskrieges 1950 zur Rettung ihres faschistischen Marionettenregimes in Südkorea …“

    Folgendes ist aber zu Dick aufgetragen:
    „… doch nicht einmal die USA wagen sich noch ernsthaft daran zu denken, die koreanische Volksrepublik militärisch zu überfallen.“

    Die Strategie des Imperiums ist die Erhaltung eines Schreckensgespensts, um seine Militärpräsenz in der Region gegenüber seinen Vasallen rechtfertigen zu können. Nur wo es Ärger gibt, wird ein Weltpolizist gebraucht. Diese Strategie wird in der ganzen Welt angewendet. Bei Bedarf wird ein Gegner erzeugt – sehr anschauliches Beispiel ist die sog. Al-Kaida.

    Das folgende ist aber ein Hohn:
    „Menschen im In- und Ausland haben Angst vor dem Verlust der Sicherheit, für die Kim Jong-Il stand.“

    Asien ist besonders anfällig für schizophräne Diktatoren (Gottkönige) wie „Stalin“, „Turmenbasi“, „Saakashvili“, „Kerimov“, „Nazarbayev“ u.a. mit Allmacht- und Verfolgungswahn.

    Unerfüllbare Wunschvorstellung:
    „die Übernahme des Zepters durch Kim Jong-Un dazu führt, dass schon lange gewünschte Veränderungen nun schneller kommen.“

    Eine solche Veränderung ist unwahrscheinlich, weil nicht erwünscht, sowohl für das Weltimperium (zur Zeit noch mit Erstwohnsitz in den USA) als auch die Lokalmächte (China und Russland). Deshalb besteht in Korea eine Pattsituation. Die Kims waren und bleiben faktisch machtlose Zwergditatoren, die zusammen mit einem verarmten, verhungernden, traumatisierten Volk ihre Paranoia ausleben.

    Du hast es nicht nötig Lobeshymnen auf ein absurdes Gebilde, wie Nordkorea zu dichten, nur weil dieses Deinem – durchaus nachvollziehbaren – „Feindbild“ vermeintlich entgegensteht.

  4. @humwaoh
    „militärgestützer sozmus ist auch nur faschismus.“
    Gerade um diesem Vorurteil zu begegnen habe ich geschrieben, wie sich der Sozialismus in Nordkorea zum militarisiertesten Sozialismus der Welt entwickelt hat, nämlich durch den – zumindest jenseits der beien Weltkriege – mörderischsten Krieg der Menschheitsgeschichte. So etwas hinterlässt Spuren und in Nordkorea hat die Angst davor, das könnte noch einmal passieren, besonders tiefe Spuren hinterlassen. Nur so ist die nordkoreanisch militarisierte Variante des Sozialismus zu begreifen. Nach wie stehen Zigtausende von US-Truppen direkt an der Waffenstilstandslinie und die dicke Keule der USA, Atomwaffen, lagern nur ein paar Hundert Kilometer weiter.

    @Presto
    Wie wäre es stattdessen mit einem Reisebericht von Cathrinka?

    http://cathrinka.blog.de/2009/09/07/sommerreise-2009-strassen-pyongyang-6912970/

    @Noname
    Begreift man die in großen Teilen sehr traurige Geschichte von Korea in den letzten Hundert Jahren, dann ist das „Gebilde“ gar nicht so absurd, sondern durchaus als ein logischer Versuch zu ekennen, sich versagte Würde zu erkämpfen.

    Folgendes ist aber zu Dick aufgetragen:
    „… doch nicht einmal die USA wagen sich noch ernsthaft daran zu denken, die koreanische Volksrepublik militärisch zu überfallen.“

    Dank nordkoreanischer Atomwaffen, Trägertechniken und zahlreicher anderer Waffensysteme trauen die USA sich tatsächlich nicht mehr, Nordkorea zu überfallen. Nordkorea ist weder Serbien, Afghanistan, der Irak noch Libyen. Greifen die USA Nordkorea ernsthaft an, bedeutet das im Zweifel Atomkrieg. Die Hauptstadt ihrer Lakaien, Seoul, können die USA in dem Fall getrost von der Landkarte streichen, und vieleicht auch die eine oder andere Stadt in den USA. Das ist sogar den USA zu teuer und riskant, also lassen die USA vom Krieg gegen Nordkorea ab, genauso wie sie Russland und China nicht militärisch angreifen.

    Die Strategie des Imperiums ist … gegen jeden Staat mit jedem Mittel – Terror, Propaganda, Krieg, usw – vorzugehen, der sich dem Imperium nicht unterordnet.

    Das folgende ist aber ein Hohn:
    „Menschen im In- und Ausland haben Angst vor dem Verlust der Sicherheit, für die Kim Jong-Il stand.“
    Das ist gar kein Hohn. Kim Jong-Il war den Menschen bekannt. So lange er geherrscht hat, gab es keinen Krieg in Korea. Nordkorea war mit Kim Jong-Il an der Spitze ziemlich berechenbar. Nun, wo er verstorben ist, haben viele Menschen in der Region Angst davor, was die Zukunft bringt. Die Zeitungen in Deutschland sind heute voll davon.

    Asien ist besonders anfällig für schizophräne Diktatoren (Gottkönige) wie „Stalin“, „Turmenbasi“, „Saakashvili“, „Kerimov“, „Nazarbayev“ u.a. mit Allmacht- und Verfolgungswahn.
    Das ist plumper Rassismus, genährt durch nichts als Propaganda in westlichen Medien. Apropos Diktaturen: das Problem betrifft alle Kontinente. Deutschland liegt nicht in Asien, hat mit Diktatur aber auch Erfahrung.

    Deshalb besteht in Korea eine Pattsituation.

    Nordkorea kann nicht überfallen werden, weil Nordkorea Atomwaffen hat. Das ist der Grund für die „Pattsituation.“

  5. SOZIALISMUS, was ist es nicht?

    Ich denke es gibt eine evolutionäre Kette von den Gottkönigen der Vorantike (Sumer, Akkad), über die Römisch-Katholische-Kirche ( RöKaKi) bis zum Faschismus. Die RöKaKi redete stets von „Nächstenliebe“, „Erlösung“, „Erlöser“, „Sündenvergebung“, „Gnade“ etc. etc. das faktische Ergebnis war und ist stets Versklavung der „Schäfchen“ (menschenverachtend), Pädophili, Päderastie und Betrug.

    So ist es leider auch mit dem Sozialismus, einer Religion, die behauptet sie sei keine. Dessen Versprechung war die Gleichheit im Sinne von Gleichberechtigung. Das faktische Ergebnis war und ist stets Versklavung unter einer faschistischen, meschenfeindlichen Diktatur.

    Massenhaftes Hungern und Verhungern, Massenpychosen und Massenparanoia sind kein Zeichen von Gleichberechtigung, höchstens Gleichheit im Elend der Massen. Nur weil es viele sind ist es nicht OK, gerade dann nicht.

    Eine dynastischer Machtwechsel mit religiöser Mythologie und Herrschertkult ist kein Zeichen von Mitbestimmung. Gerade die Religiösität in dem KIM-Kult sollte Menschen, die sich für aufgeklärt und Sozialisten (Kommunisten) halten, wachrütteln.

    Nur weil sich ein Land „Volksrepublik“, „Sozialistische Republik“ nennt oder die Leute sich „Kamerad“ nennen müssen, handelt es sich nicht um einen Sozialismus im Sinne des Ideals der sozialen Gemeinschaft mit Menschenwürde und Gleichberechtigung.

    Worte können, aber sollten nicht denkfähige Menschen, in die Irre führen.

    Sicher sollte nicht ein „asoziales“ Gemeinschaftsmodell wie im Raubtierkaptialusmus ermöglicht werden, aber privates Eigentum, ohne dass es in einen modernen Feudalismus ausartet und Raum für Eigeninitative ohne eine übermächtige Kontrolle durch den Staat, als der Dachorganisation einer grossen Gemeinschaft, möglich sein.

    Gerade Privateigentum ermöglicht soziales handeln. Einer der nichts hat kann auch nichts mit Anderen teilen. Zwangsbeteiligung durch höhere Steuern für Grossverdiener ist pflicht, damit sie nicht durch Allmachtsgefühle (komm leider sehr häufig vor) „asozial“ werden.

    Teilen und Beteiligen ist Sozialismus.

    Meines Erachtens ist Nordkorea einfach eine postfaschistische, absurde Diktatur und verdient keine positive Würdigung.

    Sorry wenn sich jemand angegriffen fühlt, aber ein offenes Wort und freie Meinung sollte hier möglich sein.

    Danke für die Lesen und Gegenmeinungen. Niemand ist perfekt. :-)

  6. Kim Jung Il tat erfolgreich alles, um sein Land frei von globaler Finanzdiktatur zu halten. Es gab keinen einzigen ausländischen Spion in Nordkorea. Der hoch bezahlte amerikanische Geheimdienst schaffte es nicht, einen einzigen Spion ins Land zu schmuggeln, dies zeigt das es reine Propagand war,a dass Nordkorea ein hungerndes Land ist und das zweit korrupteste Land der Welt nach Somalia ist.(Transparency Der Westen und Südkorea erfuhren erst 72 Stunden später vom Tod vom Kim Jung Il, der alles tat um für die äußere und innere Sicherheit seines Volkes zu sorgen. Jetzt wo Kim Jung Il ist steht wahrscheinlich niemand mehr der globalen Finanzdiktatur im Wege. Kim Jung Un ist einfach viel zu jung. An seiner Stelle würde ich an seinen Onkel freiwillig die Macht abgeben. Echt sehr traurig um ihn. Da leistet mal einer erfolgreich Widerstand gegen die NWO und dann stibt er unerwartet an einem Herzinfakt.

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