Saudi Arabien setzt ein Beispiel für die Zukunft

Das Innenministerium von Saudi Arabien hat mitgeteilt, dass die saudische Justiz nach einem ordentlichen juristischen Verfahren Frau Amina bint Abdulhalim Nassar wegen Hexerei und Zauberei soeben, wie es in solchen Fällen üblich ist, vorschriftsgemäß geköpft hat.

Wie sich jemand in Saudi Arabien hingegen legal und so vorbildlich verhalten kann, dass das saudische Fernsehen die Ansprachen in die ganze Welt überträgt, demonstrierten demgegenüber Sheikh Adnan Al-Arour und Sheikh Muhammad Al Zughbey. Der eine erklärte, er und seine zahlreichen Anhänger würden unschuldige Menschen zerhacken und an Hunde verfüttern zu wollen, der andere rief im saudischen Fernsehen dazu auf, Ungläubige zu ermorden „um sie aus dieser Welt zu entfernen“.

Der einflussreiche saudische Prinz Turki bin Faisal Al Saud, früherer Geheimdienstminister und Botschafter in den USA, gegenwärtiger Chef der King Faisal Foundation, sagte gerade laut Washington Post:

Die Regierung ist zu einer Killermaschine geworden. Das Morden muss Stoppen. Diese Art der Führung ist inakzeptabel.

Fast könnte man meinen, in der Führung von Saudi Arabien gäbe es jemanden, der vernünftig ist. Doch mit dem nächsten Satz machte er jede Hoffnung zunichte: Änderungen in Syrien sind nun unvermeidlich, sagte Prinz Turki bin Faisal Al Saud weiter. Saudi Arabien beabsichtigt in keinerlei Hinsicht, etwas an den unhaltbaren Zuständen in Saudi Arabien zu ändern, sondern möchte stattdessen sein System in sekuläre Staaten wie Syrien exportieren.

Und die anderen Golfdiktaturen, die Staaten der NATO und die EU bemühen sich, Saudi Arabien dabei nach Kräften zu unterstützen. Das macht Sinn. Die Staaten des Abendlandes haben schließlich eine lange und stolze Tradition in der entschlossenen Bekämpfung von Hexen, und wenn Saudi Arabien zeigt, dass diese Tradition auch im 21. Jahrhundert gepflegt werden kann, dann könnte Saudi Arabien eine Bresche für die europäischen Staaten schlagen, sich beliebter Traditionen wieder zu erinnern.

Saudi Arabien setzt ein Beispiel für die Zukunft. Nichts ist wichtiger als die Realisierung gemeinsamer Vorstellungen in Fragen wie Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Nur so kann ein gemeinsamer westlich-arabischer Wirtschaftsraum entstehen. Und da es die Saudis sind, die das Öl haben, versteht es sich von selbst, dass die Europäer sich etwas anpassen müssen. Und das ist sicher nicht ganz unwillkommen. Meudalisten der westlichen Wertegemeinschaft wird die Entwicklung sicherlich freuen. Viel zu lange schon mussten sie auf ihnen traditionell zustehende Rechte wie das Veranstalten von Hexenverbrennungen verzichten.

3 Gedanken zu “Saudi Arabien setzt ein Beispiel für die Zukunft

  1. Hurra, endlich.
    Dann können wir ja nicht mehr weit weg sein von der neuen Welt-Religion. Der Gott des Klimagipfels und seine Päpste und Bischöffe werden entzückt sein die Ungläubigen, meist gelblicher oder bräunlicher Hautfarbe hinzurichten. Diese verdammten Hexen und Hexenmeister die sich nicht weiter ausnehmen lassen, müssenvernichtet werden.
    Gröhl.
    Bitte, lass Deinen Artikel nicht in den MSM-Medien abdrucken. „Diese Gläubigen“ werden sofort einen Glaubenskrieg starten. Endlich wieder ein Feindbild, nachdem der Ostblock sich so schmählich kaufen ließ. Nieder mit den Hadschis, den illegalen Protestieren, den illegalen Freiheitskämpfern. Auf die Knie vor der Weltregierung, oder in Den Haag wartet Dein Brennholz.
    Hey Mutter Merkel wie wäre es mit einer neuen Brennholzsteuer?
    Wo zum Teufel bleibt Bakunin und die Jurakonföderation.
    Danke und Gruß aus Baden.

  2. @Norbert
    Also ich weiß nicht, Bakunin und Juraföderation? Ist das nicht ein bisschen überlebt? Inbesondere auch seine fixe Idee von der „revolutionären Geheimorganisation“ finde ich alles andere als wünschenswert. Davon haben wir schon mehr als genug. Dann schon lieber Kropotkin. Der war lieb und auch seine Ideen sind überaus interessant, mal egal wie realistisch sie sind an dieser Stelle, die ja hier doch etwas off-topic ist.

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