Die globale Arroganz schlägt gerade in der Realität auf

Es ist nicht so, dass der von der vom US-amerikanischen Mafia-Syndikat FED angeführte militärisch-industrielle Komplex der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft erst in der vergangenen Dekade aggressive Raubzüge verbrochen hätte. Die Raubzüge gegen Korea, Vietnam, Nicaragua und Dutzende anderer Staaten in der ganzen Welt, deren Bevölkerung sich nicht so verbissen gegen ihre Unterwerfung gewehrt hat, zeigen das deutlich.

Der eine oder andere bunte Regime Change hier, der eine oder andere ökonomische Hitman da, der ein oder andere Angriffskrieg oder Putsch hier oder dort, gemacht wurde, was sich rechnete.

Seit dem zweiten Weltkrieg wurden, sobald ein Land erobert war, Weltbank, IWF und den großen drei Ratingagenturen hörige Regimes als Statthalter der FED eingesetzt und Medien und Bildungswesen gleichgeschaltet, auf dass sie fortan die Diktatur der FED als Demokratie verherrlichten und alles andere als Kommunismus verteufelten. Das von der FED geführte Mafia-Syndikat hat in den Jahrzehnten seit dem Ermächtigungsgesetz 1913 unzweifelhaft in allen Teilen der Welt eine fortwährende Spur der Verwüstung mit Millionen von Toten hinterlassen.

Nachem die Sowjetunion sich 1990 aufgelöst hat, sah sich die FED-Mafia in überschwenglicher Arroganz schwelgend als Sieger und ohne nennenswerte weitere Hinernisse auf dem Weg zur Weltherrschaft. Doch es kam anders. Seitdem die zionistische Mafia im Jahr 2000 mit der Ernennung von George W. Bush die Macht vollends übernommen hat, hat sie ihre Propagandisten das „besiegte“ Feindbild Kommunismus erfolgreich gegen das neue Feindbild Islam austauschen lassen und auch keine Gelegenheit zu Krieg und von der CIA geführten bunten Revolutionen in den von ihr noch nicht beherrschten Staaten ausgelassen. Doch dabei hat die zionistische Mafia sich mit beinahe jeder neuen Regime-Change-Operation vom Ziel der Weltherrschaft wieder weiter entfernt. Die FED-geführte Mafia hat ihre Gier nicht in den Begriff bekommen, und blindlings drauflos erobert, wo immer sich eine Gelegenheit für Krieg und Regime Change ergab, ohne die Kosten und die Folgen zu bedenken.

Fast die ganze Farbpalette und die halbe Botanik hat die zionistische FED-Mafia seitdem mit bunten Revolutionen durch: Rosen in Georgien, Orange in der Ukraine, jeansfarben in Weißrussland, Zedern im Libanon, Nelken in Kirgisien, Safran in Myanmar, gelb in Thailand, grün im Iran und so weiter und so fort, doch entweder sind die bunten Regime Change Versuche der zionistischen Mafia wie in Myanmar, Weißrussland und Iran gleich gescheitert, oder sie wurden wie in der Ukraine, in Kirgistan, im Libanon und Thailand zurückgerollt, oder sie stehen wie Georgien kurz vor dem Scheitern. Die Putschversuche der zionistischen FED-Mafia in Venezuela und Ecuador sind gescheitert und ihre Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak enden gerade geradewegs im Desaster.

Besondere Beachtung verdienen die Regime-Change-Aktionen der zionistischen FED-Mafia im Jahr 2008: da hat die FED zuerst durch das Schüren blutiger Unruhen die chinesische Provinz Tibet angegriffen und ihre rosigen georgischen Marionetten mit Raketen auf russische Friendenstruppen in Südossetien schießen lassen. Diese arroganten FED-geführten Versuche von Regime Change bei anderen Atommächten waren zwar nicht erfolgreich, haben sicherlich aber trotzdem weltweit einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Als die FED und der Mossad den Iran im Jahr 2009 anlässlich der iranischen Präsientschaftswahlen mit einem grünen Regime-Change-Versuch angriffen, erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadijad, die gloable Arroganz würde niedergerungen werden. Da hat die FED wohl noch drüber gelacht. Der grüne Regime Change Versuch im Iran war trotzdem nicht erfolgreich.

Und obwohl die globale Arroganz Bilionen Dollar in den fehlgeschlagenen Versuchen, Afghanistan und Irak zu erobern, verpulvert hat und die Kriegskosten sich längst nicht mehr in den Blasen der Finanzmärkte verstecken ließen, machte die Mafia weiter mit ihren bunten und blutigen Regime Change Operationen. Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen, Syrien und Bahrain waren die Stationen des Jahres 2011. Wir sind die Welt, das Maß der Dinge und der Menschenrechte, die Verkörperung von Wohlstand, Freiheit und Demokratie, so haben es die Propagandisten der von der FED geführten globalen Arroganz auch im Jahr 2011 in die Luft geblasen, und sie taten es mit solcher Inbrunst, dass man durchaus den Eindruck haben kann, sie glauben diesen Blödsinn tatsächlich selbst.

Erfolgreich erobert hat die FED auch mit ihren Billigkriegen im Jahr 2011 freilich nichts. In Tunesien und Ägypten hat sie die der FED nicht sonderlich wohlgesonnene Moslembruderschaft ans Ruder gebracht, der Angriffskrieg gegen Libyen hat außer Tod, Zerstörung und einen größeren Produktionsausfall in der Öllförderung nur Unregierbarkeit gebracht, in Jemen herrscht Chaos und in Syrien wird der Versuch der Übernahme des Landes durch die FED und ihre Handlanger vom IWF gerade abgewehrt. Was soll’s? Ein paar Zehntausend Menschen sind tot, aber dafür ist das Ego der FED und ihrer Handlanger von Obama über Cameron und Sarkozy bis hin zu Clinton befriedigt.

Peinlich war für diese Herrschaften freilich der Regime Change Versuch in Bahrain: da hatte die zionistische Mafia glatt vergessen sich vorher mit den in Saudi Arabien als Statthalter der gobalen Arroganz eingesetzten Nachfahren des jüdischen Kaufmanns Mordechai bin Ibrahim bin Moishe abzustimmen, und diese Freunde der westlichen Wertegemeinschaft haben der CIA dann umgehend klargemacht, dass es besser ist, den Regime Change Versuch der CIA in Bahrain mit Panzern niederzuschlagen als Schiiten an der Macht zu beteiligen. Damit wurde das Märchen, die sogenannte westliche Wertegemeinschaft hätte irgendetwas mit Demokratie und Freiheit am Hut, vor den Augen der Welt genauso zerstört wie das Wahrzeichen des Staates Bahrain, die Perle Lulu, aber solch kleine Missgeschicke kratzen am Selbstverständnis der Jünger der von der FED geführten Sekte „westliche Wertegemeinschaft“ genausowenig wie andere „kleine Missgeschicke“, also zum Beispiel nach ein paar Hunderttausend Toten immer noch nicht gefundene Massenvernichtungswaffen im Irak. Wir sind die Welt, das Licht und die Herrlichkeit, geheiligt sei die FED in Ewigkeit, Amen.

Die Frage der Ordnung und der Macht in der Welt wird jedoch nicht durch kleine Kriege und Regime Changes in im Weltmaßstab leichtgewichtigen Ländern im arabischen Raum entschieden, sondern durch die Entwicklung der Wirtschaftskraft der Schwergewichte der Welt. Im April 2011 wies Brett Arends bei Marketwatch darauf hin, der IWF habe soeben prognostiert, dass das Bruttoinlandsprodukt Chinas in Kaufkraftparität gerechnet das der USA im Jahr 2016 übertreffen werde und sich damit das Ende des amerikanischen Zeitalters nähert. Der IWF hat bemerkenswerterweise darauf reagiert. Noch bemerkenswerter war, dass der IWF dabei diese Lesart seiner Prognosedaten bestritten hat, absurderweise dazu behauptet hat, die nach Kaufkraftparität berechneten Daten seien nicht der geeigneteste Maßstab für den Vergleich und Marketwatch obendrein belehrt hat, die Wirtschaftskraft der USA gerechnet zum Wechselkurs des Marktes sei gegenwärtig 130% größer als die Chinas und werde auch 2016 noch 70% größer als die Chinas sein.

Durch das so überaus engagierte Dementi hat der IWF sich verraten. Ganz offensichtlich war der IWF bemüht darum, den unmittelbar anstehenden relativen Bedeutungsverlust der USA und die gleichzeitige Bedeutugszunahme Chinas mit völlig absurden Begründungen öffentlich kleinzureden. Das führte auf eine Spur. Wenn nun der IWF schon nach außen mit von jedermann als absurd erkennbaren Begründungen die Zukunft der USA großzumachen und die Chinas kleinzureden versucht, wie mag es dann erst um die Neutralität der IWF-Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung bestellt sein?

Während sich die globale Arroganz im Kriegssommer 2011 in Selbstherrlichkeit schwelgte, hat Mein Parteibuch diese Frage untersucht und durch Vergleich von IWF-Prognosen der Vergangenheit mit den später tatsächlich gemessenen Werten festgestellt, dass der IWF in den vergangenen Jahren den USA stets deutlich zu gute Prognosen, China stets deutlich zu schlechte Prognosen ausgestellt hat und den von den USA ausgehenden drastischen weltwirtschaftlichen Einbruch 2009, der sich lange zuvor mit gigantischen Blasen angekündigt hatte, überhaupt nicht antizipiert hat. Die Prognosen des IWF dienen also nicht dazu, wirtschaftlich sinnvolle Planung und Steuerung zu betreiben, sondern sind schlicht wirtschaftliche Propaganda, deren Ziel es ist, die Bonität der FED und ihrer „Freunde“ zu gut und die Bonität der nicht zu den „Freunden der FED“ zählenden Länder zu schlecht aussehen zu lassen.

Mein Parteibuch hat dabei basierend auf der Analyse der Datenreihen des IWF die Prognose gestellt, dass sich auch die IWF-Prognose vom April 2011 als die tatsächlichen chinesischen Wachstumsraten zu Marktkursen stark unterschätzend herausstellen würde. Gleichzeitig hat Mein Parteibuch dabei die Prognose gestellt, dass sich die vom IWF prognostizierten Wachstumsraten der USA und der EU-Staaten als viel zu hoch gegriffen herausstellen würden. Die Blase von Schulden und faulen Krediten in der westlichen Wertegemeinschaft und ihre Bekämpfung durch Geldschöpfung könne vielmehr dazu führen, dass es in den USA und der EU auf viele Jahre hin praktisch kein Waachstum geben würde, etwa so wie es in Japan war, wo es vor zehn Jahren ähnliche Probleme gab, die mit ähnlichen geldpolitischen Maßnahmen bekämpft wurden, was dazu führte, dass Japan zehn Jahre lang praktisch keinerlei Wirtschaftswachstum hatte.

Hier ist zur Erinnerung noch einmal das Chart mit der datenbasierten Prognose des zum in US-Dollar zum Wechselkurs gerechneten BIP von USA und Chinas, die Mein Parteibuch im Juni dieses Jahres der IWF-Prognose vom April 2011 entgegengesetzt hat. Bei den Ist-Werten der letzten zehn Jahre sind im Chart zusätzlich die Daten Japans und Deutschlands enthalten, gut zu sehen ist darin „das verlorene Jahrzehnt“ Japans.

US China - Alternative Nominal USD BIP Growth Prognosis

Mein Parteibuch kam zu dem Schluss, dass China bis 2016 die USA nicht nur bezüglich des Bruttoinlandsproduktes in Kaufkraftparität berechnet überholen wird, sondern dass China schon bis etwa zum Jahr 2016 auch bezüglich des zu den Wechelkursen des Marktes berechneten Bruttoinlandsproduktes mit den USA gleichziehen könnte. Da das chinesische Bruttoinlandspodukt auch danach aufgrund des dann immer noch viel niedrigeren chinesischen Pro-Kopf-Einkommens und des damit verbundenen Aufholbedarfs bezüglich des allgemeinen chinesischen Lebensstandards voraussichtlich weiterhin viel schneller als das der USA wachsen wird, wird China dann ab 2016 von der Wirtschaftsleistung die USA deutlich abhängen, und zwar sowohl was die in Kaufkraftparität berechnete Wirtschaftsleistung angeht als auch was die zum Marktkurs berechnete Wirtschaftsleistung angeht. Dank seiner Wirtschaftskraft wird sich der chinesische Magneteffekt, der bereits jetzt dafür sorgt, dass die Länder der Region sich immer mehr an China anstelle der USA anbinden, weiter verstärken. Mit anderen Worten: das waffenstarrende Schreckensimperium der USA steht jetzt, nach Hundert Jahren Tod, Terror und Zerstörung, wohl vor dem unmittelbaren Abstieg in die globale Zweitklassigkeit. Die USA als Supermacht dürfte damit schon sehr bald am Ende sein, viel schneller, als Goldman & Sachs das im Jahr 2007 voraussah und prognostizierte, dass China die USA etwa im Jahr 2028 wirtschaftlich überholen würde.

Schon kurz darauf kamen die Einschläge der Realität für die von der FED angeführte globale Arroganz der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft näher. Ende Juni hat der chinesische Präsident Hu Jintao, dessen Land über Devisenreserven von über drei Billionen US-Dollar verfügt, auf dem G20-Gipfel in Toronto vorgeschlagen, die Weltgemeinschaft möge ein internationales, objektives, faires und auf vernünftigen Standards basierendes Rating-System für die Kreditwürdigkeit entwickeln. Guan Jianzhong, Chef der von den Propagandisten der FED spöttisch belächelten chinesischen Rating-Agentur Dagong erklärte den Hintergrund: das gegenwärtige Rating-Sstem der großen Drei ist ein politisches Werkzeug der USA, bewertet die Kreditwürdigkeit der USA und der tragenden Säulen des US-Systems zu hoch, bringt damit jedoch den USA und den sich mit den USA gutstellenden Schuldnern nicht nur Zinsvorteile, sondern führt auch zu verheerenden globalen wirtschaftlichen Verwerfungen wie der gegenwärtigen Schuldenkrise der USA und der EU und lässt mit den USA befreundete Staaten Kriege wie den gegen Libyen führen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können. Im Kern war der vom chinesischen Präsidenten Hu Jintao höflich und freundlich vorgebrachte Vorschlag zum Aufbau eines fairen Ratingsystems also ein Frontalangriff auf eine tragende Säule der Macht der FED und die erläuternden Worte von Guan Jianzhong ließen es an Deutlichkeit nicht vermissen, doch trotzdem ist der chinesische „Vorschlag“ von den Lakaien der FED und der Propaganda der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft völlig verdrängt worden.

Der nächste Einschlag der Realität kam von Dagong selbst. Anfang August stufte die chinesische Ratingagentur Dagong die Kreditwürdigkeit der USA, die von Dagong nie die Bestnote erhalten hatte, weiter herunter, und gab auch den Ausblick mit negativ an. Dagong begründete die Entscheidung damit, dass die Schulden der USA weiterhin schneller wachsen als die Wirtschaft, und auch die gesetzliche Bremse des Schuldenlimits nicht in dem Sinn funktioniert habe, dass die USA ausreichend ernsthafte Bemühungen unternommen hätten, ihr Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. Das wurde von der globalen Arroganz und ihrer Propagandamaschinerie tatsächlich zur Kenntnis genommen, jedoch mehr oder minder deutlich als eine Art unbegründete und politisch motivierte Majestätsbeleidigung durch Kommunisten abgetan. Angesichts dessen, dass aus den USA Schlagzeilen kamen wie „US-Rentner zittern um ihre Schecks„, machten sich die großen drei Ratingagenturen mit ihrer Bestnote für die USA, was nichts anderes bedeutet als praktisch Null Risiko für irgendeinen Zahlungsausfall, zur gleichen Zeit natürlich völlig lächerlich. Eine der großen drei FED-nahen Agenturen, Standard & Poor, hat dann einen hilflosen Versuch unternommen, mit einem Downgrading der USA auf eine Zwischenstufe unter die Bestnote ihre eigene Glaubwürdigkeit zu retten. Der führende Demokratie-Schauspieler der FED, Barack Obama, stellte sich daraufhin trotz des offensichtlichen Bankrottes der Kultur der westlichen Welt in einem Akt totaler Realitätsverdrängung vor die Fernsehkameras und erklärte „die USA würden immer ein AAA-Land sein,“ weil die USA schließlich von so ziemlich Allem das Beste hätten.

Im September bekam die globale Arroganz dann von der Realität einen Pferdekuss, der richtig wehtat, und auch von den Arrogantesten der Arroganten nicht mehr völlig zu verdrängen war. Angesichts von Börsencrashs, käuferlosen Staatsanleihen und permanenten Krisensitzungen über die Schuldenkrise der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft sah sich der IWF gezwungen, seine offizielle Prognose zum Wirtschaftswachstum bezüglich der Jahre 2011 und 2012 im Wesentlichen der Parteibuch-Prognose vom Juni anzupassen und die April-Prognose des IWF damit in die Tonne zu treten. Während die erwartete Entwicklung des in US-Dollar zum Marktpreis gerechneten chinesischen BIP zum größten Wirtschaftswachstum aller Zeiten nach oben korrigiert wurde, wurde das vom IWF noch im April prognostizierte kräftige Wirtschaftswachstum für die Staaten der westlichen Wertegemeinschaft, allen voran die USA, in Richtung null gesenkt. Doch so ganz wollte die globale Arroganz die Realität immer noch nicht ins allgemeine Bewusstsein durchlassen. Die Krise der westlichen Welt herunterspielen war nun die angewendete Strategie. Nichts weiter als eine Art Schnupfen sei das, versuchte der IWF mit seinen Daten die Märkte zu beruhigen, und schon im Jahr 2013 werde es wahrscheinlich, warum auch immer, wieder ein kräftiges Wachstum in den USA und Europa geben.

Einen Monat später wurde dann deutlich, was die EU sich vorstellte, wie sie ihre durch jahrzehntelanges Missmanagement und Realitätsverdrängung verursachte Schuldenkrise überwinden wollte. Die EU legt einen ebenso großen wie windigen Fond auf, der Chef-Architekt des Konstruktes macht eine als „Betteltour“ bezeichnete Reise durch Asien, und schon werfen China, Russland und andere sich mit rasantem Tempo entwickelnde Staaten den Bankstern der westlichen Wertegemeinschaft ihre Devisenreserven in den Rachen.

Die Krönung der europäischen Arroganz ist das Werben damit, dass die lächerlichen US-Ratingagenturen einen AAA-Stempel auf ihre windigen Anleihen machen würden, anstatt mal substantiiert auf den chinesischen Vorschlag einzugehen, diese unsäglichen FED-nahen Ratingagenturen endlich durch ein glaubwürdiges internationales Rating-System zu ersetzen. Politische Zugeständnisse Europas soll es im Gegenzug für den Anleihenkauf natürlich nicht geben, oder wenn, dann allenfalls Unwesentliche. Selbstverständlich behält Europa sich das Recht vor, das erbettelte Geld dazu zu nutzen, um Unruhen in China zu schüren, Waffensysteme zur Bedrohung Russlands einzukaufen oder Vasallen der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft wie Georgien Angriffskriege gegen Russland führen zu lassen. Und selbstverständlich ist die europäische Unterstützung der zionistischen Mafia nicht verhandelbar, wenn diese ihr gottgebenes Recht wahrnehmen will, per Propaganda, Terror und Krieg Regime Changes in ihr missliebigen Staaten wie Syrien oder dem Iran zu versuchen. So in etwa war wohl der Plan der EU. Der anschließende Kuss der Realität wurde in der Propaganda der westlichen Wertegemeinschaft nicht berichtet, ist dafür jedoch mit deutlichen Worten auch in deutsch in von der kommunistischen Partei Chinas geführten Medien nachzulesen:

Keines der angebettelten Länder will angesichts der extrem kritischen Lage in Europa wirklich investieren. Auch eine neu aufgelegte EFSF-Anleihe musste eilig zurückgezogen werden: Für die Anleihen im Wert von gerade einmal drei Milliarden Euro fanden sich einfach keine Käufer.

So sieht ein kleiner Crash mit der Realität aus. China, Russland und die anderen BRICS-Staaten denken gar nicht daran, den aggressiven Drang der globalen Arroganz nach Weltherrschaft zu finanzieren. Selbst Anleihen für magere drei Milliarden Euro fanden einfach keine Käufer.

Dabei haben China und die anderen BRICS-Staaten ein ums andere Mal klargemacht, was sie wollen. Nur hört die globale Arroganz einfach nicht zu und verdrängt stattdessen lieber die Realität. Der chinesische Präsident Hu Jintao sagte beim G20-Gipfel Anfang November in Cannes:

Wir sollten die Reform des internationalen Währungssystems in einer kontinuierlichen Weise fortsetzen, die Nutzung der Sonderziehungsrechte des IWF auseiten, den Währungskorb der Sonderziehungsrechte reformieren und ein internationales Weltreservewährungssystem mit einem stabillen Wert, einer regelbasierten Ausgabe und handhabbarem Nachschub aufbauen.

Damit auch Führungspersonal der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, dessen geistige Kapazität nicht einmal zum Merken der drei zentralen Punkte aus dem eigenen Wahlpogramm ausreicht, versteht, was die Stunde geschlagen hat, hat der russische Außenminister Sergei Lavrov die Position der BRICS-Staaten noch einmal in einem Satz klargestellt: Geld bekommt die EU von den BRICS-Staaten nur unter Einschaltung des IWF, zu den üblichen Regeln des IWF und ausgegeben über die üblichen Kanäle des IWF.

Das müsste doch nun eigentlich deutlich genug sein, das auch der letzte Jünger der FED-Mafia die Lage begreift. Im Gegenzug dafür, dass sie Europa mit Milliarden oder Billionen aus der Klemme helfen, wollen die BRICS-Staaten die Kontrolle über den IWF, der das zentrale Werkzeug des gnadenlosen Imperialismus der westlichen Wertegemeinschaft ist, und dann Europa genau so mit dem IWF an die Kandarre nehmen, wie die westliche Wertegemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten damit Entwicklungsländer an die Kandarre genommen hat und ihnen über den IWF mit wohlfeilen Begründungen in alle politischen Angelegenheiten hineinregiert hat.

Bei der französischen IWF-Chefin Christine Lagarde scheint nun, nach Jahren der blinden Arroganz, immerhin schon einmal ins Bewusstsein duchgedrungen zu sein, wie die Lage der westlichen Wertegemeinschaft gerade wirklich ist. Wie die FAZ berichtet, erklärte IWF-Chefin Christine Lagarde in Peking, sie befürchte „ein verlorenes Jahrzehnt“ und benutzt damit für die gegenwärtige Lage der westlichen Wertegemeinschaft exakt die Terminologie, mit der vor einigen Jahren die Schuldenkrise Japans einschließlich ihrer Ursachen und der Versäumnisse der japanischen Elite beschrieben wurde. Um die Perspektive eines verlorenen Jahrzehnts für die westliche Wertegemeinschaft zu verhindern, müssten schnellwachsende Hoffnungsträger wie China und andere Schwellenländer mit den Industrieländern kooperieren, fügte sie hinzu. Na sowas.

Was sie nicht gesagt hat, zumindest steht in der FAZ nichts davon, ist folgendes: wenn die Schwellenländer sich weigern, den Bailout für die Industrieländer zu bezahlen, dann sitzen die Industrieländer jahrzehntelang in der Patsche und die Schwellenländer wachsen dank ihres Nachholbedarfs im Inland trotzdem recht zügig. Da in der FAZ auch berichtet wurde, sie habe „bereits mit dem chinesischen Zentralbankpräsidenten Zhou Xiaochuan über die Lage der Weltwirtschaft, die Rolle des IWF und die Reform des internationalen Währungssystems gesprochen“, scheint IWF-Chefin Christine Lagarde aber inzwischen in der Realität angekommen zu sein. Immerhin.

Wie der Besuch von Christine Lagarde aufgenommen wurde, erfahren die Leser der FAZ freilich nicht. Wer das wissen möchte, muss sich in der freien Welt informieren. Bei Xinhua steht zum Beispiel, der chinesische Regierungschef Wen Jiabao hat erklärt, China werde dem IWF dabei helfen, eine positivere Rolle bei der finanziellen Krisenhilfe, Überwachung und Koordinierung makroökonomischer Politik der Länder sowie der Bewahrung der globalen ökonomischen Stabilität zu spielen. Der chinesische Vizepräsident Xi Jinping erklärte, die Reform der Sonderziehungsrechte und die Ernennung des Chinesen Zhu Min zum stellvertretenden Direktor des IWF seien „Fortschritt in diese Richtung“ und fuhr fort, Christine Lagarde für ihre Bemühungen zur Beschleunigung der Reform des IWF zu loben.

Es ist nicht bekannt geworden, dass Christine Lagarde China in Peking widersprochen hätte. Die westliche Wertegemeinschaft braucht das chinesische Geld anscheinend wirklich sehr dringend. Der globale Führungsanspruch der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft ist ohnehin nicht zu halten, gleich, ob sie ihn nach einem „verlorenen Jahrzehnt“ aufgeben muss, oder ob sie den Führungsanspruch jetzt schon abgibt, und sich dafür erhoffen kann, dank chinesischer Kredite um ein verlorenes Jahrzehnt herumzukommen. So wie es aussieht, kann es sich Europa nach den im vergangenen Jahrzehnt verlorenen Kriegen schlicht nicht mehr leisten, beim Umbau des IWF nach den Vorstellungen der BRICS-Staaten zu mauern.

Die globale Arroganz schlägt gerade in der Realität auf. Es ist vorbei mit der vermeintlichen Überlegenheit der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft. Noch hat es sich nicht überall herumgesprochen, aber es ist nicht mehr aufzuhalten und wird schon in wenigen Jahren unübersehbar sein. Das imperiale Weltherrschaftssystem der FED steigt in den zweiten Rang ab.

Advertisements

10 Gedanken zu “Die globale Arroganz schlägt gerade in der Realität auf

  1. Die Stagnation Japans hat schon 1990 begonnen, nachdem der japanische Aktienindex von 38 000 auf (wenn ich mich recht erinnere) 12 000 abgstürzt war. Diesen als groben Orientierungspunkt genommen, zeigt sich das Ausmass der Verwertungsschwierigkeiten: Der Index pendelt seit 20 Jahren zwischen um die 20 000 und 10 000, z.Zt. steht er bekanntlich bei 8500. Aber zwanzig Jahre faktische Stagnation und ein Schuldenstand von um die 200 Prozent des BIP besagt auch noch etwas anderes: Das „System“ ist ziemlich zäh.

  2. @Sepp
    Das System ist ziemlich zäh, da gebe ich dir recht, und es sieht nicht so aus, als wäre die Bevölkerung der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten in der Lage, das System durch eines zu ersetzen, was verantwortlich handelnde Führungspersönlichkeiten an die Macht bringt. Ein „verlorenes Jahrzehnt“ heißt noch lange nicht, dass das System geändert wird.

    Was aber wohl unweigerlich zu Ende geht, ist die wirtschaftliche Führungsrolle des Systems in der Welt, und das viel schneller, als Goldman Sachs & Co sich das bisher in ihren schlimmsten Albträumen vorgestellt haben, nämlich nicht 2028, sondern jetzt. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird die Ablösung der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ – ein Euphemismus für die FED – als Führungsblock in der Welt vollzogen sein. Mit der Abgabe der wirtschaftlichen Führugsposition ist die sogenannte westliche Wertegemeinschaft über kurz oder lang selbstverständlich auch die politische und militärische Führungsposition los, denn ohne der stärkste Wirtschaftsblock der Welt zu sein, lässt sich eine politische und militärische Vorherrschaft nicht aufrechterhalten.

    Die freundlich vorgetragenen Forderungen der BRICS-Staaten sind der Vollzug des Machtwechsels auf der Ebene der Weltpolitik:

    – Ende der Dollar-/Euro-Hegemonie
    – Faire Machtteilung im IWF oder sogar die Übernahme des IWF durch BRICS
    – Bestimmug der Politik Europas durch den IWF
    – Ende der Hegemonie der drei großen Rating-Agenturen
    – Ende der wirtschaftlichen Diskriminierung von nicht zur „westlichen Wertegmeinschaft“ gehörenden Staaten

    Das klingt fast wie ein Forderungskatalog bei einer Demonstration von „Globalisierungskritikern“ der letzten Jahrzehnte. Es ist die Forderung vom Ende der globalen Ausbeutung durch die westliche Wertegemeinschaft.

    Im Gegensatz zu den Demonstranten scheinen die BRICS-Staaten nun die Macht zu haben, die Forderungen auch durchzusetzen. Die Message der BRICS-Staaten ist ganz simpel: erfüllt die Europa die Forderungen nicht, dann gibt es von den BRICS kein Geld.

    Da die USA und Japan genauso Pleite sind wie Europa, wird von da auch kein Geld kommen.

    Die IWF-Chefin scheint die Botschaft verstanden zu haben. Nimmt Europa das Angebot der BRICS-Staaten nicht an, dann darf die „westliche Wertegemeinschaft“ sich auf ein „verlorenes Jahrzehnt“ einstellen, an dessen Ende die BRICS die stärksten Wirtschaftsmächste der Welt sind und ihre Forderung vom Ende der globalen Ausbeutung durch die westliche Wertegemeinschaft dann auf dieser Basis durchsetzen können.

    Wie sich die „westliche Wertegemeinschaft“ auch entscheidet, mit ihrer Hegemonie ist es vorbei. So wie IWF-Chefin Christine Lagarde sich in Peking verhalten hat, sieht es so aus, dass sie begonnen hat, diese Realität zur Kenntnis zu nehmen.

  3. Alles richtig, nur viel zu kompliziert. Die US-Administration wird den Iran brauchen, wie Maggie Thatcher die Falkland-Inseln brauchte. Israel bemüht sich, dieses Zeitfenster bestmöglich auszunuten.

    Saludos del Uhupardo

  4. @uhupardo
    Nee, die US-Administration kann einen teuren Krieg gegen den Iran überhaupt nicht brauchen. Einen kleinen billigen Krieg wie England ihn um die Falklands geführt hat, da wären sie nicht abgeneigt, aber ein richtig großer teurer Krieg so wie Irak und Afghanistan zusammen würde den Niedergang der USA rasant bescheunigen, und mit Obama’s Wiederwahl äre es dann auch Essig.

    Übrigens:

    In den englischsprachigen Mainstream-Medien ist die Bombe der Forderungen der BRICS-Staaten für den Euro-Bailout inzwischen angekommen.

    Reuters schreibt: IWF erwägt den Währungskorb der Sonderziehungsrechte auszuweiten

    Die zionistische Boulevard-Presse ist empört und versucht den Deal zu sabotieren. Der Telegraph schreibt bezugnehmend auf Reuters sinngemäß:

    Gespräche befinden sich in einem toten Punkt nachdem bekannt geworden ist, was China will. Europa braucht China nicht und hat selbst genug Geld um die Probleme zu lösen.

    Die deutschsprachige Presse scheint derweil noch auf Anweisungen aus New York zu warten, welchen Spin sie der Nachricht geben soll.

    Oops. Reuters hat auf Deutsch auch eine Meldung rausgegeben. Da steht so ziemlich das Gegenteil dessen drin, was Reuters auf Englisch berichtete:

    EU lehnt Chinas Bedingungen für Krisenhilfe ab

    Davon, dass China die Aufnahme des Yuan in den IWF-Währungskorb will, und der IWF das erwägt, steht da im Gegensatz zum englischsprachigen Reuters nichts. Und wie euters auf die Idee kommt, dass ansonsten „die drei Kernforderungen Chinas“ nicht sowohl-als-auch-Forderungen, sondern entweder-oder-Forderungen, erfährt man nichts. Auch in der „CIA-nahen“ österreichischen Publikation „Die Presse“ liest sich das, wenn man die stinkende antichinesische und antikommunistische Hetze im Stile von „das kommunistische Regime in Peking“ übergeht, eher so, als seien das Sowohl-als-Auch-Forderungen.

    Das führende Propaganda-Institut in Deutschland titelt auch weit vorsichtiger als das deutschsprachige Reuters:

    Euro-Rettung – China und EU zanken über Bedingungen

    Da klingt eher danach, dass die EU über die chinesischen Forderungen durchaus diskutiert. Da soll die Öffentlichkeit wohl scheibchenweise auf den Bankrott der „westlichen Wertegemeinschaft“ und die Übernahme der Insolvenzmasse durch China vorbereitet werden.

  5. Sehr informativ, danke vielmals!

    Eine Bitte, die Lesbarkeit und damit Verdaulichkeit solcher Artikel könnten deutlich gesteigert werden, wenn etwas schlichter und gerade heraus formuliert und artikuliert.

    Die oft vielfach insich verschachtelten Sätze und Halbsätze, nicht selten gar mit einem Anflug an Polemik gespikt, lassen den Artikel schwerfällig wirken, und schwächen den Informationskarakter damit ab.

    Als Freidenker bin ich durchaus inder Lage mir ein eigenes Bild zu machen, eine eigene Meinung zu bilden, und benötige keine vorgefärbten Sichtweisen, die in einen polemischen Rahmen dahergerreicht werden.

    Die zigfache Widerholung und Gebrauchmachung von Wörtern wie „Arroganz“ und seine vielen Abwandlungen, die vielen subjektiven Attribute, überfrachten den Artikeln mit Unwichtigem, zum Teil gar noch mit dem was hier auch angeprangert werden soll, nämlich Propaganda.

    Dennoch, alles in allem, Vollwertkost!

    Weiter so!

  6. Kleine Korrektur: Die Muslimbruderschaft ist sehr wohl der FED wohlgesonnen und hat eine wichtige Logistische Rolle sowohl bei der Besetzung Libyens als auch bei der geschieterten bunten Revolution/Putwschversuch in Syrien gespielt. Ansonsten teile ich die weiter Teile der Prognose und reblogge :)

  7. @Chris
    Ja, ich weiß, dass die Muslimbruderschaft bei den durchgeführten Regierungsstürzen in Tunesien, Ägypten und Libyen sowie bei den im Versuchsstadium befindlichen Regierungsstürzen in Jemen und Syrien mit den Kräften der FED zusammengearbeitet hat und noch zusammenarbeitet.

    Das heißt aber nicht, dass die Achse zwischen der FED und der Muslimbruderschaft hält. Ich vermute, das Gegenteil ist der Fall: da baut sich gerade eine gewaltige Front ggen das zionistische Regime und seine Lakaien in Saudi Arabien auf.

    Bis das deutlich erkennbar wird, werden vermutlich noch ein paar Monate, vielleicht auch zwei-drei Jahre vergehen. Die Zionisten machen bei ihren gegenwärtigen Regime Change Operationen in der arabischen Welt die gleiche Fehlkalkulation wie sie sie im Iran, im Irak und im Libanon gemacht haben: in ihrer grenzenlosen Arroganz halten sie sich für unwiderstehlich und glauben, jede neue Regierung würde den Zionismus verehren und sich der FED demütiger unterwefen.

    Doch das Gegenteil passiert: jede neue Regierung wehrt sich noch entschiedener gegen den Zionismus.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.