Nachrichten vom Krieg gegen Libyen – 05.10.2011

Auch am gestrigen 5. Oktober ging der räuberische Angriffskrieg gegen Libyen mit dem Auftürmen neuer Leichen auf den von der NATO vorgeblich zum Schutz von Zivilisten bisher schon produzierten Berg von Zehntausenden Toten weiter.

Die Nord-Atlantische Terror-Organisation NATO rühmte sich gestern in einem Selbstbezichtigungsschreiben, am 4. Oktober in Libyen 21 Flüge zum Verüben von Bombenattentaten, unter anderem in der libyschen Stadt Bani Walid, durchgeführt zu haben. Mit 21 lag die Zahl der von der NATO zugegebenen Bombenattacken gegen Libyen unter der Zahl der allermeisten Tage der vergangenen Wochen und Monate, wo die NATO regelmäßig täglich etwa 30 bis 50 Bombenangriffe auf Libyen eingeräumt hat.

Unklar ist bisweilen noch, warum die Zahl gesunken ist. Denkbar ist, dass windiges Regenwetter mit schlechter Sicht die NATO daran hindert, mehr Bombenattentate in Libyen zu verüben. Möglich ist auch, dass die NATO versucht, ihre schlimmsten Verbrechen wie das „Weichbomben“ von Städten, an mit Panzern und Haubitzen am Boden unte der Flagge des TNC operierende Hilfskäfte auszulagern, damit die Führer der NATO eine direkte Verantwortung für diese offensichtlich nicht dem Schutz von Zivilisten dienenden Kriegsverbrechen abstreiten können. Denkbar ist allerdings auch, dass die NATO durch eine vorübergehende Reduzierung der Bombenflüge ihren TNC-Handlangern auf dem Boden, die glauben, sie würden Libyen regieren, klarmachen will, dass die TNC-Leute ohne die NATO nichts sind, und diese gefälligst den Befehlen der NATO zu folgen haben.

Zu der Annahme, dass die NATO mit einigen ihrer TNC-Handlanger unzufrieden ist und ihren Handlangern deshalb ihre Macht demonstrieren will, passt ein gestern im britischen NATO-Propaganda-Outlet Guardian veröffentlichter Text, in dem sich Senior-Diplomaten aus NATO-Staaten darüber beschwerten, dass ihr Kriegsverbündeter Qatar den islamischen TNC-Flügel von Abdulhakim Belhadj unterstütze, und mit dieser Einmischung in die inneren Angelegenheiten den NATO-Plänen zur Zukunft Libyens zuwiderhandele.

Sollte es das Ziel der NATO sein, ihre TNC-Handlanger durch weniger Bomben daran zu erinnern, dass sie ohne die Bomben der NATO bei ihrem Angriffskrieg gegen die Bevölkerung Libyens nichts weiter als der Tod ereilen würde, so scheint das erfolgreich gewesen zu sein. Agenturbilder zeigten gestern kurz hintereinander zwei in der Nähe von Bani Walid ums Leben gekommene TNC-Milizionäre. In der Nähe von Sirte wurden weinende TNC-Kämpfer fotografiert, die den Tod eines beim Angriffskrieg gegen die Bevölkerung von Sirte ums Leben gekommenen Kameraden betrauerten, wo sie ein hochragendes Hotel zur Verwendung als Snipernest erobert haben.

Wie viele von den TNC-Handlangern gestern insgesamt bei ihrem Angriffskrieg gegen die Bevölkerung Libyens ums Leben gekommen sind, wurde von den NATO-Medien gestern nicht berichtet. Xinhua nennt für den gestrigen Mittwoch die Zahl von 11 toten TNC-Kämpfern und mehr als 14 verletzten TNC-Kämpfern. In den Tagen, Wochen und Monaten zuvor hatten NATO-Medien zwar oft zu niedrige Zahlen genannt, haben also beispielsweise Agenturen aus NATO-Ländern zwei oder drei Tote TNC-Kräfte genannt, wo Xinhua von acht berichtete, aber immerhin erwähnten die NATO-Medien da überhaupt noch Tote auf Seiten des TNC. Das Kleinreden und Verschweigen der Toten auf der eigenen Seite, das aus den NATO-Kriegen gegen Afghanistan und Irak bekannt ist, wo tote NATO-Terroristen nur in dünnen und tief auf Pentagon- oder ISAF-Webseiten versteckten Statements erwähnt werden, deutet darauf hin, dass sich auf Seiten von NATO-NTC nach nunmehr siebeneinhalb Monaten Krieg allmählich eine Art Kriegsmüdigkeit einstellt.

Auf eine Art Kriegsmüdigkeit bei TNC-Kräften wies gestern auch Leonor hin. Ihren Informationen zufolge befinden sich in der südlibyschen Stadt Sabha zwar nach wie vor TNC-Kräfte, doch seien sie inzwischen ein Stückchen kriegsmüde und gingen aus Angst davor, im Schlaf umgebracht zu werden, außerhalb der Stadt schlafen gingen. Was bisher allerdings Leonor zufolge nicht passiert ist, ist dass die von der Bevölkerung erhofften Tausende von Tuareg-Kämpfer zum Beistand gegen die TNC-Kräfte eingetroffen sind. Die Kämpfer der Tuareg sind Leonor zufolge derzeit erstmal damit beschäftigt, die TNC-Kämpfer aus den grenznahen südwestlibyschen Städten Ghadames, Ghat und Awaynat zu vertreiben.

Vor Energie überschäumen hingegen die TNC-Kräfte, die die kleine 20 km südlich von Sirte gelegene Ortschaft Abu Hadi erobert haben. Die Information, derzufolge die TNC-Kräfte dort plündern, was nicht niet und nagelfest ist, und zum Spaß die Häuser von ihnen mutmaßlich missliebigen Personen in Brand stecken, wurde nun sogar von der NATO-Propaganda-Agentur AP zugegeben, und dabei auch gleich angemerkt, dass Sirte das gleiche Schicksal drohe, falls den TNC-Kräften die Eroberung von Sirte gelingen sollte. Die halbwegs organisierten und aus politischen Motiven agierenden TNC-Kräfte aus dem Osten Libyen hätten keine Kontrolle über die aus Wut und Rachsucht plündernden und brandschatzenden TNC-Kräfte aus Misrata, bei denen jede Kleingruppe sich selbst Chef ist, behauptet AP.

Ganz schlecht sieht es demnach für die Bevölkerung von Sirte aus. Von außen schießen die von der NATO geführten TNC-Kräfte Granaten und Raketen in die Stadt, von oben kommen Bomben und Raketen der NATO und im Falle einer Kapitulation stehen ihnen Brandschatzungen, Plünderungen und vermutllich auch Massaker durch TNC-Kräfte bevor, die dann ihrer Wut in Sirte freien Lauf lassen können. Hinzu kommt die katastrophale Versorgungslage. Nicht gibt es in Sirte mehr, kein Wasser, keine Nahrung, keinen Strom, keinen Treibstoff, und im überfüllten Krankenhaus herrscht Mangel an Allem.

Ein gestern aufgetauchtes Video aus Sirte, dass vom 3. Oktober sein sol, zeigt die durch die Angriffe der NATO-NTC-Kräfte verursachte mörderische Zerstörung der Stadt.

So sieht es aus, wenn die NATO Zivilisten schützt.

Nachtrag 06.10.2011 15:00h: Das Absinken der Zahl der Bombenangriffe der NATO auf Libyen am 4. Oktober auf 21 scheint tatsächlich nur witterungsbedingt gewesen zu sein. Am heutigen 6. Oktober brüstete sich die nordatlantische Terrororganisation damit, am 5. Oktober wieder 40 Bombenangriffe gegen Libyen geflogen zu haben, und dabei unter anderem mehrfach Bombenanschläge in Bani Walid begangen zu haben. Davor, für ihre Verbrechen irgandwann einmal zur Rechenschaft gezogen zu werden, haben die Anführer der NATO also offenbar keine Angst.

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