Symbolische Gründe

Während in Deutschland symbolträchtig mit Bananen und Viertaktmotor der Tag des Anschlusses zelebriert wird, um dem Sieg des deutschen Arbeiterführers Joseph Ackermann über den russischen Bonzen Erich Honecker wie in jedem Jahr gebührend zu gedenken, konnte die international agierende Wohltätigkeitsorganisation NATO einen weiteren symbolischen Sieg bei ihrem gegenwärtigen Afrikafeldzug erringen.

Wie die französische Wahrheitsagentur AFP soeben meldete, gelang den NATO-NTC-Truppen in Afrika heute nach drei Tagen intersiven Schlachtens die symbolträchtige Eroberung von 75% der in Friedenszeiten von 4890 Menschen bewohnten afrikanischen Ortschaft Qasr Abu Hadi. Das einzige große Problem für die NATO-NTC-Befreiungskräfte sei es, so meldete es AFP unter Berufung auf den NATO-NTC-Kommandeur Mufbah Raslan, dass die Zivilbevölkerung Waffen habe und damit auf die Befreier schieße.

Im weiteren Verlauf dieser Woche wird damit gerechnet, dass die Zahl an Toten weiter deutlich steigen wird, da die NATO-NTC-Kräfte sich vorgenommen habn, aus symbolischen Gründen die afrikanische Küstenstadt Sirte zu erobern. Der US-amerikanische Führer John McCain zeigte sich unterdessen stolz auf seine Befreier, die für den Anschluss Afrikas an AFRICOM sorgen: „Sie sagen, es habe 25.000 Tote gegeben, 3.000 Verkrüppelte und 50.000 Verletzte.“

Es zeige sich damit, dass die westliche Demokratie US-amerikanischen Typs primitiven Gesellschaftssystem moralisch deutlich überlegen sei. In 42 Jahren, wo der afrikanische Staat Libyen mit einem auf einer primitiven Stammeskultur mit sozialistischen Elementen basierendes System regiert worden sei, habe es das Land nicht annähernd auf so viele Tote gebracht wie das die NATO-NTC-Kräfte mit ihrem Ideal der in Afghanistan und Irak zu besichtigenden westlichen Demokratie US-amerikanischen Typs in Libyen in nicht einmal acht Monaten geschafft haben.

Damit niemand vergisst, dass die westliche Demokratie US-amerikanischen Typs das moralisch überlegene System ist, streben die NATO-NTC-Kräfte nun an, Liyben nun nach dem Vorbild des afrikanischen Staates Somalia weiterzuentwickeln, wo seit dem von der westlichen Wertegemeinschaft betriebenen Sturz von Diktator Siad Barre vor zwei Jahrzehnten Freiheit, Demokratie und Menschenrechte blühen. Militärisch und wirtschaftlich ist das zwar genauso unsinnig wie die Erstürmung von Qasr Abu Hadi und Sirte, aber aus symbolischen Gründen absolut notwendig. Der Welt muss vor Augen geführt werden, dass die westliche Demokratie US-amerikanischen Typs aufgrund ihrer moralischen Überlegenheit alternativlos ist.

3 Gedanken zu “Symbolische Gründe

  1. Und die Online-Präsenz der Tagesschau macht im Falle Chinas das, was noch übrigbleibt, wenn sowohl offene Konfrontation als auch Penisvergleich aus wirtschaftlicher Sicht nicht ziehen: sie zeigt die Überlegenheit westlich-freiheitlicher Sexualaufklärung anhand der Tatsache, daß „vielen“ chinesischen Kindern gesagt wird, sie seien auf der Straße aufgelesen worden.
    Wie überlegen wir doch sind. Und wenn andere uns dennoch irfendwo überholen (bspw. China in der Wirtschaft), haben wir ja immer noch unsere sexuelle Freiheit auf Seite 3 der Bild-Zeitung…

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2011/10/03/tagesschau-de-china-nur-halb-so-aufgeklart-wie-der-westen/

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