Krieg gegen Libyen geht unvermindert weiter

Der räuberische Angriffskrieg der Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO gegen Libyen geht mit voller Brutalität weiter. Während Hillary Clinton siegestrunkene Jubelsprünge macht und in Sirte Opfer des NATO-Bombenterrors aufgrund der humanitären Blockade inzwischen ohne Betäubungsmittel operiert werden, fliegt die NATO weiterhin unvermindert Bombenangriffe gegen Libyen und es werden schwere Artilleriegefechte aus der weiteren Umgebung von Sirte gemeldet.

Abgesehen vom mörderischen Bombenterror der NATO und den bisher geringen Erfolgen der NATO-Bodenkräfte bei der Eroberung von Sirte gibt es kaum Neuigkeiten. Nachdem die NATO das libysche Fernsehen wegbombardiert hat, liegt die Seite der libyschen Regierung bekanntlich im Dunkeln. Das NATO-Terror-Council NTC traut sich offenbar nach wie vor nicht nach Tripolis. Am gestrigen Dienstag meldeten sich Regierungssprecher Moussa Ibrahim und Muammar Gaddafi’s Tochter Aisha, die kürzlich in Algerien ein Kind bekommen hat, mit Botschaften an die Öffentlichkeit zu Wort.

Die NATO-Propaganda legt indes besonderen Wert darauf, bekannt zu machen, dass ein Konvoi libyscher Fahrzeuge unter Führung von Mansour Daonach und Agaly Alambo, einem zu den Tuareg gehörenden Freund von Muammar Gaddafi, nach Niger gefahren ist und die libysche Regierung wie seit langem allgemein bekannt tatsächlich in den vergangenen Jahren mit westlichen Terrordiensten wie dem MI6 und der CIA kollaboriert hat.

Die wichtigste Entwicklung der letzten Tage ist, dass die Siegestrunkenen nun mit mehr Details und Namen an die Öffentlichkeit gehen. Die NATO-Propaganda-Agentur Reuters beispielsweise hat viele bekannte Fakten ignorierend ein wortreiches Märchen veröffentlicht, wie die NATO die Öffentlichkeit glauben machen will, dass sie in Libyen durch die prompte Bombardierung sämtlicher von Anti-Regierungskräften genannten Zielkoordinaten Zivilisten geschützt haben will, und wie die NATO Horden von Rassisten bewaffnet und nach Tripolis gebracht haben will, um dort Menschen mit schwarzer Hautfarbe zu massakrieren.

In dem Reuters Propaganda-Stückchen wird phantasievoll versucht, den massenmörderischen Sturmangriff der NATO auf die Bevölkerung von Tripolis zu einer Heldentat umzulügen, aber immerhin werden dort, abgesehen von dem Eingeständnis, dass die NATO das UN-Mandat der Resolution 1973 für einen Angriffskrieg missbraucht hat, einige Namen führender libyscher NATO-Kollaborateure genannt, und während der geschilderte Handlungsablauf allein dazu dient, die NATO von ihren Verbrechen reinzuwaschen, scheinen die Namen im Großen und Ganzen zu stimmen.

So wird da eine Beschreibung der Rolle von dem im Parteibuch auch schon erwähnten Abdel Majid Mlegta geliefert, und als seine unmittelbaren Mitkonspiratoren werden Ahmed Mustafa al-Majbary, Othman Abdel-Jalil, Hisham abu Hajar, Usama Abu Ras und Rashed Suwan genannt. er in den USA wohnende Hisham Buhagiar, der seit drei Jahrzehnten zur CIA-Organisation NFSL gehört, hat seine Erfahrungen als Söldner im Sudan und Irak gemacht, und die Konspiratoren Reuters zufolge angeleitet. Al-Barani Ashkal, Wachkommandeur eines Militärgeländes in Tripolis, wurde als Spion enttarnt, der für den NATO-Bombenbesteller Abdulsalam al-Hasi arbeitete. Für den Link nach Katar ist bei den NATO-Hilfstruppen Ali Salabi, ein prominenter in Katar lebender libysch-islamischer Kleriker, zuständig.

Ein weiterer interessanter Text findet sich ausgerechnet im NATO-Propaganda-Blättchen Guardian. Soumaya Ghannoushi, die Internetberichten zufolge die Tochter des lange in London exilierten Chefs der chancenreichen tunesischen Ennahar-Partei ist, beschreibt dort genau eine Bruchlinie innerhalb der libyschen Anti-Regierungs-Kräfte zwischen korrupten Lakaien des Westens und den prinzipientreuen in einer lokalen Massenbasis verankerten islamischen Kämpfern, ähnlich wie Mein Parteibuch sie beschrieben hat, und sie nennt dabei Namen.

Zu ersteren, den korupten Handlangern des Westens, die sich insbesondere im zivilen TNC befinden, zählt sie dabei den aus der radikal-islamischen Hochburg Al Baida stammenden ehemaligen Justizminister und heutigen TNC-Chef Mustafa Abdul Jalil, den ehemaligen libyschen UN-Botschafter Abdurrahman Shalgham und das TNC-Mitglied Othman Ben Sassi. Zu den zu ihnen im Gegensatz stehenden islamischen Kämpfern zählt sie die lokalen Militärräte, insbesondere den als Folteropfer der CIA bekannten Militärchef von Tripolis, Abdul Hakim Belhaj, sowie den Militätchef von Bengasi, Ismail Sallabi, der ein Bruder des oben als primären Kontakt zum Emir von Katar erwähnten in Katar ansässigen libyschen Klerikers Ali Salabi ist. Soumaya Ghannoushi sieht Libyen nun, da Muammar Gaddafi besiegt sei, als Schlachtfeld eines Proxy-Krieges zwischen verschiedenen ausländischen Mächten, die zwar Muammar Gaddafi loswerden wollten, aber im Prinzip nun die alte Ordnung mit den korruptesten Kräften der bisherigen Regierung an der Spitze wiederherstellen wollen, und den in den lokalen Militärräten organisierten islamischen Kräften, und sie vermutet, dass die islamischen Kräfte wegen der nicht vorhandenen Massenbasis ihrer Gegner über kurz oder lang die Oberhand bekommen werden.

Das ist im Prinzip eine ähnliche Analyse wie die hier auf Mein Parteibuch vorgestellte, allerdings mit einem gewichtigen Unterschied. Mein Parteibuch hatte im Gegensatz zu Soumaya Ghannoushi erklärt, dass die von Muammar Gaddafi angeführeten Kräfte der Jamahiriya sowohl eine genuine Massenbasis als auch zahlreiche hochmotivierte Kämpfer haben. Neben der vergleichsweise vorbildlichen Sozialpolitik der Jamahiriya und der Einbeziehung der traditionellen Stämme als Basis der Machtstrukturen in der Jamahiriya, ist ein wesentlicher Faktor dafür insbesondere der von den Aufständischen an den Tag gelegte mörderische Rassismus gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Angesichts des scharfen anti-schwarzen Rassismus ist es nicht zu erwarten, dass sich viele Menschen mit schwarzer Hautfarbe den Aufständischen anschließen.

Da die Bevölkerung des afrikanischen Staates Libyen zu etwa einem Drittel aus Menschen mit schwarzer und dunkler Hautfarbe besteht, ist schon das eine beachtliche Massenbasis. Im Süden von Libyen ist fast die gesamte Bevölkerung schwarz, womit eine territoriale und demographische Grundlage für einen langanhaltenden Guerilla-Krieg gegen jedwede Regierung weißer Rassisten an der Küste gegeben ist. Hinzu kommt, dass die Jamahiriya auch an der Küste zahlreiche Anhänger hat, was sich unter anderem daran zeigt, dass es den Aufständischen trotz intensiver Unterstützung durch die NATO immer noch nicht gelungen, ihre Fahnen in Sirte und Bani Walid zu hissen.

Was in Libyen droht, ist also nicht der von Soumaya Ghannoushi vorausgesagte Kampf zwischen Handlangern des Westens und islamischen Kämpfern, sondern dass sich aus dem Angriffskrieg der NATO ein langanhaltender islamisch-afrikanischer Krieg entwickelt, in dem die NATO islamische Befreiungsbewegungen gegen afrikanische Befreiungsbewegungen ausspielt und durch gezielte Unterstützung und ebenso gezielten Entzug der Unterstützung versuchen wird, sich als militärisches Zünglein an der Waage obenauf an die Macht zu schwingen, genau wie dies mit ihrer Bombenkampagne derzeit macht.

Ein langanhaltender Krieg zwischen islamischen und afrikanischen Befreiungsbwegungen wäre für die NATO ein Hauptgewinn. Während ihre Gegner sich gegenseitig schwächen und auseinanderividieren, kann die NATO dabei das für Investments in Afrika vorgesehene libysche Auslandsvermögen in ihrem Sinne einsetzen, westliche Firmen von der Reparatur der von der NATO verursachten Kriegsschäden profitieren lassen, der Firmen ihrer Länder vorteilhafte Öl- und Gasdeals zuschanzen lassen und als miitärisches Zünglein an der Waage mit geringstem Einsatz die tatsächliche Macht über das Land ausüben.

Das allerdings düfte nicht im Interesse des wichtigsten Gegenspielers der NATO in der islamischen Welt, nämlich dem Iran sein. Der Iran hat seine Karten in bezug auf Libyen gegen die Mächte der großen Arroganz noch nicht ausgespielt. Zwar hat der Iran den vo der NATO angeführten Regime Change in Libyen medial nach Kräften unterstützt und ihn als Revolution im Rahmen des islamischen Erwachens gepriesen, doch gleichwohl hat er Iran das von der NATO dominierte TNC bis heute nicht als Regierung Libyens anerkannt.

Bereits am 17. Juli, also vor der Erstürmung von Tripolis, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRIB davon, dass der Iran einen Vorschlag zur Beilegung des Konfiktes in Libyen ausgearbeitet habe, und diesen nun mit Algerien, einem der Jamahiriya auch nach Beginn des NATO-Krieges verbundenen Land, abspreche.

Dass der Iran wichtige Karten in der Hand hält lässt sich daraus erahnen, dass am 26. August der Emir von Katar, Scheich Hamad Bin Khalifa ale Thani, beim iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad vorstellig geworden ist, um mit ihm über „die Entwicklung einer umfassenden und koordinierten Strategie zur Lösung der regionalen Fragen ohne Einmischung fremder Mächte“ zu sprechen.

Vier Tage später, am 30. August, berichtete Irib von einem Telefongespräch zwischen dem iranischen Außenminister Ali Akbar Salehi und dem Chef des TNC, Mustafa Abdul Jalil, bei dem Mustafa Abdul Jalil „den Ausbau der Beziehungen beider Länder begrüßt“, sich für die „Rückkehr des iranischen Botschafters nach Libyen“ ausgesprochen und „dem Oberhaupt der Islamischen Revolution spezielle Grüße bestellt“ hat, und dass, ohne dass der Iran den TNC zuvor als Regierung Libyens anerkannt hätte.

Und am gestrigen 6. September hat der erste Vizepräsident der IR Iran, Mohammad-Reza Rahimi, anlässlich eines Treffens mit dem algerischen Wohnungsbauminister die guten bilateralen Beziehungen gelobt und betont, dass „die algerische Bevölkerung gegen die Imperialisten stets Widerstand geleistet“ habe und danach nach Lateinamerika weitergereist sei, wo es bekanntlich weiterhin viel Unterstützung für die Jamahiriya gibt.

Es scheint also so, als ob jenseits der Pläne der NATO in Libyen durchaus noch einige Überraschungen geben könnte. Hier ist eine davon: die französische Propaganda-Agentur AFP stellt gerade erstaunt fest, dass die Sahara ziemlich groß ist, und die Kämpfer von Muammar Gaddafi in der Wüste eine länderübergreifende Armee aufstellen könnten, die fähig ist, jeder Regierung zu widerstehen.

5 Gedanken zu “Krieg gegen Libyen geht unvermindert weiter

  1. Zu LIBYEN.:
    Die Verraeter am libyschen Volk wollen nun das Volk regieren.
    »:«
    Die Rebellionsstrategie.:
    Die Strategie der libyschen Rebellen zeigt doch ganz klar, dass das libysche Volk nicht hinter ihnen steht, sondern, dass die Rebellion eine Invasion der NATO ist, die die Rebellen fuer ihre Interessen wie Soeldner gegen das libysche Volk einsetzt.
    »:«
    Das libysche Volk steht nicht hinter den Rebellen.
    Logos Theon
    »:«
    Der Aufstand/Umsturz/Rebellion war eine Machenschaft des Westens.
    »:«
    Gustav Staedtler
    09.2011

  2. Da es in Facebook-Gruppen gewünscht wurde, habe ich es für Leser übersetzt, die kein Deutsch können:
    ——————————
    Translation: 7th September 2011

    The predatory aggression of the North-Atlantic terrorist organization against NATO Libya continues with full brutality. While Hillary Clinton makes jumps of victory drunken jubilation and now victims of NATO bombing terror operated on without anesthetic in Sirte because of the humanitarian blockade, the NATO flying continues unabated bomb attacks against Libya and there are heavy artillery battles in the wider area reported from Sirte.

    Apart from the murderous terror bombing of NATO and the small successes so far of NATO ground forces in the conquest of Sirte, it is not news. After NATO bombed the Libyan television has gone, the side of the Libyan government is known to be in the dark. The NATO-Terrorism Council NTC dares not appear to continue to Tripoli. Yesterday, a government spokesman Moussa Ibrahim came forward and Muammar Gaddafi’s daughter Aisha, who has recently got a child in Algeria, with messages to the public to speak.

    The NATO propaganda sets, however, special care to make known that a convoy of Libyan vehicles, led by Mansour Daonach and Agaly Alambo, one belonging to Tuareg friend of Muammar Gaddafi, traveled to Niger and that the Libyan government (as it is generally long known) has collaborated indeed in recent years with services such as Western terrorist MI6 and the CIA.

    The most important developments in recent days is that these, drunken in victory, are now with more details and names to the public. The NATO propaganda agency Reuters, for example, publishes many well-known facts ignoring a word-rich tale of how NATO wants to make the public believe that they want protected in Libya by the prompt bombing of all anti-government forces said target coordinates civilians, and how the NATO wants to have brought hordes of armed racists to Tripoli in order to massacre people with black skin color.

    In the Reuters propaganda piece they are trying imaginatively to make a big piece of lie in changing genocidal assault of NATO to the population of Tripoli to an exploit, but anyhow there are still mentioned some names of Libyan leader NATO collaborators ( apart from admitting that NATO has abused the UN mandate of Resolution 1973 for a war of aggression) , and while the plot described only serves to NATO whitewash their crimes, the names seem largely to agree.

    So that a description of the role of Abdel Majid Mlegta is delivered ( already mentioned in Partbeuch [maybe meaning in „Parteibuch“, it is this site]), and are named as his immediate conspirators involved Ahmed Mustafa al-Majbary, Abdel-Jalil Othman, Hisham Abu Hajar, Usama Abu Ras, and Rashed Suwan. A resident of the United States Hisham Buhagiar, who has been three decades in the CIA NFSL organization, has made his experiences as a mercenary in Sudan and Iraq, and led the conspirators, according to Reuters. Al-Barani Ashkal, watch commander of a military base in Tripoli, was unmasked as a spy, working for the NATO bombing buyer Abdul Salam al-Hasi. For the link to Qatar is responsible for the NATO reinforcements Ali Salabi living in Qatar, a prominent Libyan-Islamic clerics.

    Another interesting text is found precisely in the NATO propaganda leaflets Guardian. Soumaya Ghannoushi describes, there is exactly one fault line within the Libyan anti-government forces of corrupt lackeys of the West and the principled Islamic militants, anchored in a local mass basis (like My party book has explained it), and she called names.

    The former (1.) (the corrupt lackeys of the West who are particularly in civil TNC), she counts the from the radical Islamic stronghold of Al Baida dating former Justice Minister and current TNC-chief Mustafa Abdul Jalil, former Libyan ambassador to the UN Abdurrahman Shalgham and the TNC member Othman Ben Sassi. – To the other, this in contrast standing Islamic militants, she counts the local military councils in particular known as a torture victim of the CIA’s military chief of Tripoli, Abdul Hakim Belhaj, and the Militätchef of Benghazi, Ismail Sallabi, the brother of the above to as primary contact Emir of Qatar Qatar-based mentioned Libyan cleric Ali is Salabi. – Soumaya Ghannoushi sees Libya now (because Muammar Gaddafi would have been defeated) as the battleground of a proxy war between at first the various foreign powers who wanted to get rid of Muammar Gaddafi, but basically now want to restore the old order with the most corrupt forces of the previous government at the top and on the other hand the military forces, organized in the local Islamic councils, and she believed that the Islamic forces will get the upper hand sooner or later because of the lack of mass base of their opponents.

    This is in principle a similar analysis as on party book here presented, but with a overweight difference. My book party had declared (in contrast to Soumaya Ghannoushi) that led Muammar Gaddafi Jamahiriya forces have both a genuine mass base as well as numerous highly motivated fighters. In addition to the comparatively good social policy of the Jamahiriya and the inclusion of traditional tribes as the basis of the power structures in the Jamahiriya, is a key factor for it (especially that of the insurgents on the day specified murderous racism against people with black skin color). Faced with fierce anti-black racism, it is unlikely that many people connect with black skin color to the rebels.

    As the population of the African state of Libya is about one-third of people with dark skin and black, which is already a considerable mass base. In the south of Libya, almost the entire population is black, territorial and demographic foundation which is given for a protracted guerrilla war against any government white racists on the coast. In addition, the Jamahiriya has many supporters on the coast, as evidenced by, among other things, that the insurgents have not always been able to hoist their flags in the Sirte and Bani Walid (despite strong support from NATO).

    What threatens in Libya is not the struggle between stooges of the West and Islamic militants (as predicted by Soumaya Ghannoushi). What threat is that evolved from the aggression of NATO, a long-lasting Islamic-African war in which NATO plays Islamic liberation movements against African liberation movements and NATO attempt, through targeted support and well targeted withdrawal of support, to be a military tipping the scales on top to swing to power, exactly how does this with its current bombing campaign.

    A long-lasting war between the Islamic and African liberation movements would be a major win for NATO. While their opponents weaken each other and gotten divided apart, NATO can use the Libyan foreign assets in their own favor (this Libyan foreign assets which were for investments in Africa intended), like let benefit Western companies from repairing the damage caused by the NATO war damage, make it sure that companies their countries‘ get the favorable oil and gas deals and and this all as a military exercise held the balance with the lowest cost, the actual power over the country.

    This should however not be in the interest of the principal opponent of NATO in the Islamic world, namely Iran. Iran has not yet played his cards with respect to Libya against the powers of the great arrogance. Although Iran has the NATO-led regime change in Libya supports in media strongly and hailed it as a revolution within the framework of Islamic awakening, but nevertheless Iran has the NATO-dominated TNC still not recognized as a government of Libya.

    On 17 July, thus before the storming of Tripoli, reported the Iranian state news agency IRIB assumption that Iran had prepared a proposal for resolving the conflict occurs in Libya and this now with Algeria to agreement (Algeria, one of the Jamahiriya associated country even after the beginning of the NATO war ).

    That Iran has important cards in hand can be guessed from this that the Emir of Qatar, Sheikh Hamad Bin Khalifa Thani ale, has made representations to Iranian President Mahmoud Ahmadinejad on 26 August, to talk to him about „the development of a comprehensive and coordinated strategy to address regional issues without the interference of foreign powers.“
    …….
    …..

    It seems as if beyond the plans of NATO in Libya could still be a few surprises. Here is one of them: the French propaganda agency AFP is just amazed to find that the Sahara is quite large, and could draw up the fighters of Muammar Gaddafi in the desert a cross-national army, capable to resist any government.

  3. Danke, Leonor !
    Viele Parallelen zum NATO-Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien im Jahre 1999 tun sich auf.Auch hier waren es nicht in erster die Albaner gegen die Serben kämpften, sondern die NATO. ( General ad Loquai als Stellevertretender OSZE- Bevollmächtigter für den Kosovo sprach damals von 39 gewaltsam zu Tode Gekommenen auf beiden Seiten VOR dem NATO-Bombardement!)Die NATO bombardiert aus über 8000 Metern die GESAMTE ZIVILBEVÖLKERUNG des betroffenen Landes. Herzliche Grüße von Brigitte Queck

  4. An diesem Krieg, den Massenmorden und der Zerstörung Libyens – eines in Teilen geradezu vorbildlichen Staatswesens – tragen die Verantwortlichen in der VR China und in der Russischen Föderation nicht weniger Verantwortung als die USA, Frankreiche etc.

    Denn die Rsolution 1973 war im Sicherheitsrat abgeschmettert bzw. abgelehnt worden, da die erforderliche Stimmenmehrheit n i c h t zustandekam.
    Wir reden hier nicht darüber, daß der laufende Angriffskrieg gegen Libyen sowieso nicht von Resolution „1973“ gedeckt wäre – wir reden vielmehr davon, daß ÜBERHAUPT KEINE RESOLUTION „1973“ verabschiedet wurde.

    Denn selbstverstndlich schreibt die UNO-Satzung für Abstimmingen im Sicherheitsrat das vor, was in JEDEM Gremium der Fall ist: Für die Annahme eines Antrags ist entweder EINSTIMMIGKEIT oder MEHRHEIT erforderlich. Im Fall eines Gewaltbeschlusses gegen ein Mitgliedsland ist nach der Uno-Satzung sowohl die relative Merhheit der Vertreter im Sicherheitsrat als zusätzlich auch noch die VOLLZÄHLIGE Zustimmung sämtlicher 5 „ständigen Sicherheitsratsmitgleider“ erforderlich. Zwei der „ständigen Sicherheitsratsmitglieder“ – Rußland und China – hatten aber eben NICHT(!) zugestimmt. Der Antrag „1973“ fiel deshalb durch.

    Die Regierungen Rußlands und Chinas tragen schwere Schuld daran, daß sie dieses erhebliche Argument wissentlich – wie den anders??!! – verschweigen. Begleitet wird dieses Tun vom russischen Staatsmedium RIA NOVOSTI und vom Staatsmedium XINHUA, die nach Natomedien-Manier fortlaufend Hetze gegen Gaddafi verbreiten – der nach diesen Regierungsorganen immer als allmächtiger und -wissender und z. B. für jeden Mißstand verantwortlichen Alleinherrscher propagieren. Noch nicht mal die Merkel hat man für das Augenausschießen bei einem friedlichen stuttgarter Demonstranten verantwortlich gemacht. Gaddafi soll nun für CIA-Folter bzw. „rendition“ oder für (angebliches) Fehlverhalten („Folter“) der libyschen Justiz verantwortlich sein. Im binärern libyschen System gehört er jedoch zu den Revolutionsausschüssen. Mit der libyschen Justiz oder internationalen Verträgen mit den USA (CIA) hat er jedenfalls nicht das geringste zu tun! Staatstreue Truppen werden bei Ria Novosti und Xinhua auch immer nach Nato-Manier „Gaddafis Truppen“ (statt richtig: ‚Regierungstruppen‘) genannt.
    Die Staatsmedien RIA NOVOSTI und XINHUA blasen hier in exakt dasselbe Horn wie unsere Natomedien – und das seit Beginn des Krieges! Und eben nichts erst jetzt, zu einem Zeitpunkt, in welchem vielleicht Ölinteressen einen Kurswechsel in der Berichterstattung attraktiv machen würden.

    Die „ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates“ sind – entgegen dem Volksmund – eben keine „Veto“-Mächte. Ein „Veto“ gibt es regelmäßig nur bei Organfremden. Der römische Volkstribun konnte zum Beispiel einen Beschluß des Senat mit seinem Veto kippen, weil er eben nicht Teil des Senats war. Der US-Präsident kann eine Beschluß des Kongresses mit seinem „Veto“ kippen, weil er eben ein völlig anderes Organ ist, als die beiden Häuser des Kongresses. Die Mitglieder des Sicherheitsrates (somit auch Rußland und China) gehören aber alls d e m s e l b e n Organ an!

    Auch daß keinesfalls jemals(!) ein UNO-Gewaltbeschluß von einem Militärbündnis(!), wie es die Nato ist, ausgeführt werden kann, ist den Vertreteren Rußlands (Lawrow) und Chinas bekannt!
    Auch deren Schweigen insoweit ist MITTÄTERSCHAFT!

    Denn allein migleidslände können Gewaltbeschlüsse ausführen. Zur Ausführung von Militäraktionen haben die Mitglieder des Sicherheitsrates dann einen „Generalstaabsausschuß“ zu bilden. Artikel 46 der Uno-Charta lautet: „Die Pläne für die Anwendung von Waffengewalt werden vom Sicherheitsrat mit Unterstützung des Generalstabsausschusses aufgestellt.“
    Habt Ihr je gehört, daß z. B. Lawrow wenigstens einmal gefordert hätte, daß nicht die Nato, sondern zumindest der zu bildende „Generalstabsausschuß“ des Sicherheitsrates (bei dem Rußland und China selbstverständlich mitbestimmen können) militärisch allein(!) Federführend seien könne?
    Nein, ich habe das auch nicht gehört. Und deshalb liegt auf seiten Rußlands und Chinas de facto einfach eine (wenn auch verschleierte) ZUSTIMMUNG und damit eine MISCHULD an dem Morden in Libyen vor!

    Zur Rechtslage bei UN-Beschlüssen siehe:
    http://www.antikrieg.com/aktuell/2011_03_29_dieuno.htm
    und
    http://www.antikrieg.com/aktuell/2011_03_31_nachtrag.htm

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