Bayi Rockets erteilen Washington eine Lektion

Peking wird nicht müde, Washington darauf hinzuweisen, dass Vertrauen, Zusammenarbeit, Rücksichtnahme auf die Kerninteressen des Anderen und gegenseitiger Respekt wichtig für gute für alle Seiten vorteilhaften Beziehungen sind. Doch Washington scheint taub zu sein und ein schlechtes Gedächtnis zu haben.

Im Januar 2010 erklärte Peking Washington in aller Ruhe, dass von den USA geplante Waffenverkäufe an die abtrünnige chinesische Insel Taiwan nicht gut für die amerikansich-chinesischen Beziehungen sind.

Im Februar 2011 versuchten die USA in China mit Propaganda-Operationen Unruhen anzuzetteln und der damalige US-Botschafter in China, Jon Huntsman, ging persönlich zum Ort, wo die Unuhen losgehen sollten, um zu inspizieren, ob die Aktion gut startete. Peking hat Washington anschließend diskret kritisiert.

Im Juli 2011 meinte US-Präsident Barack Obama dann, trotz deutlicher chinesischer Einwände in China Separatismus schüren zu müssen, in dem er den exilierten chinesischen Separatistenführer Tenzin Gyatso durch einen Empfang in Washington aufzuwerten trachtete. Peking forderte Washington daraufhin freundlich aber bestimmt auf, sich nicht in die chinesische Innenpollitik einzumischen und Peking „aufrichtig“ als strategischen Partner zu behandeln.

Derzeit ist gerade US-Vize-Präsident Joe Biden zum Staatsbesucht beim größten Kreditor der USA. Chinas Vize-Präsident Xi Jinping hat Joe Biden dabei auch gestern wieder klar gesagt, dass Kooperation und Vertrauen wichtig sind, und die US-amerikanische Regierung aufgefordert, sich zu entscheiden, ob sie das chinesische Wachstum als Gefahr oder Chance sehen will. US-PVize-Präsident Joe Biden betonte die permanenten anti-chinesischen Handlungen Washingtons ignorierend wie üblich, dass den USA die Kooperation mit China sehr wichtig ist.

Anschließend gab es ein Basketball-Freundschaftsspiel zwischen den Georgetown Hoyas, dem Team der Washingtoner Georgetown University, und den Bayi Rockets, einer Ausgründung aus der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Anfangs lief für das Team aus Washington alles wie gewohnt. Spielerische Unzulänglichkeiten glichen sie routiniert mit zahlreichen Fouls aus und verließen sich, wie für US-Amerikaner typisch ist, darauf, dass sie damit durchkommen. Zur Halbzeit hatte das Team aus Washington ereits 28 Fouls begangen, denen nur elf der Chinesen gegenüberstanden. ch zehn Minuten vor Schluss kamen die US-Amerikaner damit nicht mehr durch. Sie erlebten in Peking ihr blaues WUnder.

NBA-Star Gilbert Arenas hat die Lektion sofort begriffen. Chinas Vize-Außenminister Cui Tiankai war so frei, der US-amerikanischen Mannschaft zu vergeben, und der Trainer des US-Teams entschuldigte sich umgehend für das Verhalten seiner Mannschaft.

Angesichts der Erfahrung, dass Worte bei den USA offenbar wenig Wirkung zeigen, wird es nun interessant zu sehen sein, ob diese tatkräftige Erfahrung unter Sportsleuten auch den Politikern in Washington bezüglich des Umgangs mit China eine Lektion sein wird.

2 Gedanken zu “Bayi Rockets erteilen Washington eine Lektion

  1. Danke wie immer für den Beitrag. Ja wenn die Politiker in Washington eine Lektion erteilt bekommen, verstehen diese das schon so wie etwa, dass anstelle der Politik von Bush und Cheney wieder zusätzlich auf Hinterzimmer-Diplomatie und teile und herrsche gesetzt wird. Dass sich die Politiker von einem Misserfolg in einem Basketball-Freundschaftsspiel beeindrucken lassen, ist leider entfernt von jeder Realität.
    Wer die Geschichte der US Politik verfolgt, kann leicht erkennen, dass die USA niemals das Wachstum eines anderen dulden, wenn es die eigene Stärke zu überflügeln droht, es wird immer als Gefahr gesehen und bestimmt somit diesbezüglich das Handeln. Für mich ist seit Beginn der neuen Kriege die Ausrichtung klar, Endziel Schwächung Chinas und alter Hass gegen Russland von einigen Strategen, die immer noch mitmischen. Auch gegen Europa richten sich die neuen Kriege natürlich indem Europäische Interessen denen der US-geführten NATO untergeordnet werden und einzelne Staaten gegen andere ausgespielt werden.
    Wer die Blockaden gegen Japan vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zurück verfolgt, kann auch dazu Parallelen feststellen. Es wird auch immer mit Weltkriegen gespielt. Es gibt keine Grenze im Machthunger der USA. Sie sind zur Zeit der größte Feind für unsere Existenz als Menschheit insgesamt infolge der Waffen, die bereits als bekannt existieren und die, welche in den Startlöchern lauern mögen.
    Diese Gesellschaftsordnung, wie von den USA repräsentiert, ist unfähig für die Geschicke der Menschheit einzutreten, sie hat ihren Zenit längst überlebt, hoffen wir und kämpfen wir dafür, dass wir dieses Chaos von Krieg und Demagogie überleben. Es kann nur besser werden.
    Es sei wiederum allen gedankt für jeden noch so kleinen Beitrag für Frieden und gute Zusammenarbeit unter den Völkern, wie ja auch von Seite Chinas immer wieder angemahnt. Die beste Lösung wäre ein baldiger Zusammenbruch dieses Imperiums auf Basis riesiger Schulden infolge der teuren Kriege und des riesigen unbezahlbaren Militärapparates, wie auch der Folgen dieses Finanzoligarchie-Schneeball-Systems, wo wenige altbekannte Familienclans schon zu viel besitzen, mehr als allgemein bekannt. Ich kann nur ebenfalls dazu raten, Waren aus den USA so weit es geht zu boykottieren. Vielleicht sollte man irgendwo eine Liste erarbeiten, an welchen Waren die US-Firmen erkennbar wie viel in etwa verdienen. Sollten die USA fallen, sind wir trotz des dabei entstehenden Wirtschaftschaos dem Überleben einen wichtigen Schritt näher gekommen. Wer nichts tut, nimmt viel Schuld auf sich. „Jeder Tropfen hilft das Feuer zu löschen.“
    Liebe Grüße

  2. @Steffen
    Ja, es ist leider so, dass kein Basketballspiel die US-Machthaber von ihrem größenwahnsinnigen Drang nach Weltherrschaft abbringen wird. Nicht einmal eine Million Tote im Irak und eine ruinierte US-Wirtschaft konnten den wahnsinnigen US-Führern die Augen so öffnen, dass sie die Schändlichkeit und Vergeblichkeit ihres Tuns erkennen.

    Trotzdem kann es von diesen Szenen gar nicht genug geben. Wenn sich die Szenen häufen, wo sie als Antwort für ihre Widerwärtigkeit etwas auf die Nase bekommen, vielleicht wirkt es irgendwann dann auch bei der US-Mörderbande, so dass sie ihr Verhalten ändern.

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