Konservativer Terrorismus

Einige Massenmedien wie Bertelsmann’s n-tv bezeichnen Anders Behring Breivik, den Täter des Massakers vom 22.7. in Norwegen, als „rechtsextrem“, andere wie die österreichische „Kleine Zeitung“ der Styria Media Group beschreiben ihn als „Neonazi“ und Springer’s Bild nennt ihn „Rassist“. Im Falle des islamophoben Ermordung von Marwa El-Sherbini waren diese Bezeichnungen für den Täter wohl zutreffend, doch beim Massaker in Norwegen sieht die Sache etwas anders aus, und die Massenmedien haben allen Grund die Wahrheit zu verbergen.

Der Täter selbst bezeichnete sich auf seinem wenige Tage vor der Tat angelegten und kurz nach der Tat von Facebook gelöschten Profil nämlich explizit als „konservativ“ und „christlich.“. Als seine Idole hat Anders Behring Breivik auf seiner Facebook-Seite den britischen Politiker Winston Churchill und den norwegischen Widerstandskämpfer und späteren Unternehmer Max Manus angegeben.

Ein blonder, großer nordischer Typ war der Täter, finanziell erfolgreich, konservativ und christlich. Herrschende Medien und Polizisten zeigen sich überrascht. „Er kam einfach aus dem nichts,“ betitelt der deutsche Spiegel einen Polizisten zitierend einen Artikel. Dahinter steht unschwer erkennbar die Illusion, konservative Christen tun „so etwas“ nicht. Schließlich sind die Eigentümer und Chefs der meisten Medien genau das: konservative Christen. Nachdem er „es“ getan hat, kann er unmöglich ein konservativer Christ sein. Denn ist das konservative Christentum „so eine“ Ideologie, dann ist dauch die Ideologie, die eben jene Medien vertreten und verbreiten, eine Ideologie, die Terrorismus gebiert.

Es wundert deshalb nicht, dass viele Medien den Täter lieber mit Begriffen beschreiben wie „Neonazi“, „rechtsextrem“ oder „Rassist“ als mit den Begriffen, mit denen der Täter sich selbst bezeichnet, nämlich „konservativer Christ.“ Verwendeten die Medien den Begriff „konservativer Christ“, so führte sie zur Notwendigkeit der Reflexion der eigenen Ideologie, nämlich des konservativen Christentums. Und so findet sich unter deutschen Medien nicht ein einziges Medium, dass die naheliegende Frage stellt, wenn der Täter denn ein „konservativer Christ“ ist, warum er sich dann nicht an die zehn Gebote hält. Dort heißt es schließlich ganz deutlich: „Du sollst nicht töten!“

Dabei kennt ausnahmslos jeder Journalist, der in einem Massenmedium des westlichen Kulturkreises arbeitet, das fünfte Gebot. Doch würde ein Journalist mit dem Finger auf den Täter zeigen, um die Verletzung des fünften Gebotes anzuprangern, so würden drei seiner Finger auf ihn selbst zeigen. Natürlich haben die wenigsten Journalisten der Massenmedien jemals selbst eigenhändig getötet. Doch gehören sie zu denjenigen einflussreichen Persönlichkeiten, die das Töten anderer Menschen in der christlich-konservativen Gesellschaft zur gesellschaftlich akzeptierten Normalität haben werden lassen.

Einen Tag vor dem Massaker in Norwegen wurde im US-Bundesstaat Georgia der 37-jährige Andrew DeYoung getötet. Es ist nicht so, dass die Medien das nicht mitbekommen hätten. Die Webseite des konservativ-christlichen Spiegel berichtete beispielsweise darüber, dass die Hinrichtung gefilmt wurde, doch entschiedene Kritik daran, dass mit der Hinrichtung gegen das fünfte Gebot verstoßen wurde, blieb aus – und das, obwohl Nathan Deal, der Gouverneur des Staates Georgia, der die Hinrichtung hätte verhindern können, sich als Christ bezeichnet. Und es gab trotz der eklatanten Verletzung des fünften Gebotes unter Federführung eines christlichen Governeurs im befreundeten Staat USA auch keinerlei Aufschrei über die Tötung von Andrew DeYoung in der deutschen Politik, auch nicht in den christlichen Unionsparteien. Das Töten anderer Menschen ist so ein Stückchen weiter zur gesellschaftlich akzeptierten Normalität in der christlich-konservativen Gesellschaft geworden.

Am frühen Morgen des Freitag, dem 22.07.2011, dem Tag des Massakers in Norwegen, haben Männer des überwiegend christlich-konservativen Militärbündnisses NATO, zu dem auch Norwegen und Deutschland gehören, in der Provinz Paktika des fernen Landes Afghanistans an einem mehrere Stunden andauernden Massaker mitgewirkt, bei dem mehr als 50 Menschen getötet wurden. Kein christlich-konservatives Medium hat die Verletzung des fünften Gebotes angeprangert, und das, obwohl bekannt ist, dass zahlreiche führende in Afghanistan tätige Militärs der NATO Mitglieder in christlichen Gemeinschaften wie Opus Dei oder dem Malteserorden sind. Im Gegenteil, Springers Berliner Morgenpost, ein mächtiges mediales Flagschiff der christlich-konservativen Wertegemeinschaft in Deutschland, beschrieb die Tötung von mehr als 50 Afghanen, die sich gegen die Besatzung ihres Landes durch ausländische Truppen wehren, kurz und knapp ohne jede Kritik. Das Töten anderer Menschen ist so ein Stückchen weiter zur gesellschaftlich akzeptierten Normalität in der christlich-konservativen Gesellschaft geworden.

Im Verlauf des Freitags haben Kampfflugzeuge des christlich-konservativ dominierten Militärbündnisses NATO eine Fabrik für Wasserrohre etwa zehn Kilometer südlich der libyschen Hafenstadt Brega bombardiert und dabei sechs Menschen getötet. Ebenfalls am Freitag haben Soldaten der NATO im Bezirk Zarni der afghanischen Provinz Wardak drei Menschen durch Erschießen in ihrem zivilen Fahrzeug getötet, darunter eine Ärztin und ihren Sohn. Die Tötung dieser Menschen durch Angehörige des christlichen Kulturkreises war den christlich-konservativen Medien Deutschlands nicht wichtig genug, um überhaupt darüber zu berichten. Das Töten anderer Menschen ist so stillschweigend ein Stückchen weiter zur gesellschaftlich akzeptierten Normalität in der christlich-konservativen Kultur geworden.

Am Samstag haben Kampfflieger der christlich-konservativ dominierten NATO mindestens sechs große Bomben auf die libysche Stadt Tripolis geworfen, jede einzelne davon vermutlich mit einer größeren Zerstörungskraft wie die am Freitag in Oslo gezündeten sechs Tonnen Diesel-Dünger-Sprengstoff und obendrein höchstwahrscheinlich wie üblich mit hochgiftigem abgereicherten Uran versetzt. Und so weiter und so fort. So wird getötet, seit Jahrzehnten, tagein, tagaus, ganz christlich-konservativ, versteht sich.

Glaubt jemand ernsthaft, das Töten bliebe ohne Folgen für die tötende Gesellschaft? Der katholisch-konservativ geprägte US-Soldat Timothy McVeigh hat im Februar 1991 bei seinem ersten Tag im ersten Golfkrieg gegen den Irak einen Iraker mit seiner Kanone geköpft und das gefeiert. Kurz darauf bekam er, wie viele andere US-Soldaten auch, den Befehl sich massenhaft ergebende irakische Soldaten zu töten, weil nicht genug Platz für Gefangene da war, und war schockiert über das Ausmaß der Zerstörung auf der Straße des Todes. Am 19. April 1995 zündete Timothy McVeigh vor dem Murrah Federal Building in Oklahoma City einen aus 2,4 Tonnen Düngemittel und einigen Hundert Litern Treibstoff bestehenden Sprengsatz und tötete damit 168 Menschen. Sieht da jemand einen Zusammenhang?

Es ist doch wenig verwunderlich, dass solche Geschehnisse zu einer brutalen Kultur gehören, die selbst ihr elementarstes kulturelles Gebot, nämlich „Du sollst nicht töten,“ ständig und routiniert missachtet. Fehlt der Respekt vor dem Leben, so wird das Töten Normalität. Den Rest besorgt Propaganda. Timothy McVeigh war überzeugt davon, dass eine kommunistische NWO-Verschwörung die USA und die Welt beherrschen wolle, und die Gesellschaft deshalb gegen den Staat und Alles, was sonst noch kommunistisch sein könnte, kämpfen müsse, damit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Freiheit erhalten bleibt. Vater dieses in sich geschlossenen NWO-Weltbildes ist der christliche Fernsehprediger Pat Robertson, der ansonsten schonmal durch einen öffentlichen Aufruf zur Ermordung eines ihm nicht genehmen Präsidenten eines anderen Staates aufgefallen ist.

Die Ideologie von Anders Behring Breivik ist der von Timothy McVeigh in einigen Teilen nicht ganz unähnlich. Anders Behring Breivik ist ein konservativer Christ wie er im Buche steht: antikommunistisch, islamophob, Anti-Multikulti, nationalistisch und europäisch denkend zugleich und selbstverständlich pro-israelisch. Dieses Weltbild predigen die Medien den Menschen immer wieder und immer wieder. Als die mörderischsten Ideologien betrachtet Anders Behring Breivik den Marxismus, den Islam und den Nationalsozialismus – in dieser Reihenfolge. Er wähnte sich in einem Krieg zur Bewahrung der Kultur des christlich-jüdischen Abendlandes gegen den Islam, von dem er glaubte, dieser werde durch Vermischung die europäische Kultur auslöschen. So kann die Welt aussehen, wenn man sie durch das Prisma des Kampfes der Kulturen betrachtet, das Samuel Huntington entwickelt hat, und von zahlreichen Medien ganz ernsthaft diskutierend massenhaft verbreitet wurde, ganz so, als ob in den Massenmedien niemand gemerkt hätte, dass damit von interessierter Seite inspiriert die Grundlage für eine Neuauflage der Ideologie einer jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung gelegt wurde, wobei diesmal jedoch die Religion des Judentums gegen den Islam, und der Begriff der Rasse gegen den der Kultur ausgetauscht wurde – und demnach nun eine kulturelle marxistisch-islamische Weltverschwörung, deren Waffe die Kultur ist, das Feindbild sein soll.

Die Massenmedien, die nun Betroffenheit heucheln, haben diesen ideologischen Kleister der Angstmache vor einer marxistisch-islamischen Weltverschwörung gegen die christlich-israelische Kultur genauso angerührt wie sie durch ihre Berichterstattung dazu beitragen, dass ein Respekt vor dem Leben in der konservativ-christlichen Kultur kaum vorhanden ist.

Wer mal einen längeren Blick auf die zahlreichen aggressiven und hasserfüllten Blogbeiträge und Kommentare der zionistischen „islamkritischen“ Konservativen wirft, der erkennt schnell, wo die Stereotpe und die Menschenverachtung bei den politisch inkorrekten Konservativen herkommen. Da wird der ideologische Faden der „konservativ-christlichen“ Massenmedien aufgenommen und praktisch genau da weitergemacht, wo Massenmedien aufhören.

Falls es jemand geben sollte, der es noch nicht mitbekommen hat: in Deutschland brennen derweil Moscheen, doch der Einfluss islamfeindlicher Publikationen wird nicht untersucht – und der konservativer erst recht nicht. In Norwegen ist der von Massenmedien der westlichen Wertegemeinschaft gezielt angerührte konservative Ideologie-Mix des Kampfes der Kulturen nun offenbar mal wieder explodiert.

26 Gedanken zu “Konservativer Terrorismus

  1. Der Type war Freimaurer (ggl by u self)!!!
    Klasse Einblick in deren Wertesystem.

    Und nicht zuletzt, traue keinen, auch wenn er eine Polizeiuniform trägt.

    Dont mess with the „Elders of Zion“

    Agenda21 im Zugzwang

  2. Hi an die Redaktion,

    ich sehe mich immer wieder umfassend und allerbesten Informiert! Glückwunsch zum exzellenten Artikel, und vielen Dank für die verweisenden Links im Text. Meinen besonderen Dank auch für den Hinweis zur Site mit der Anmerkung lesenswert!
    Grandiose einzigartig neue Sichtweise die hier zusammenfassend und schlüssig dargelegt wurde. So plausibel dass ich es kaum glauben kann, dass es tatsächlich passiert. In dieser Form, verständlich, zusammenhängend auf den Punkt gebracht. Das ist der Text der etwas bewegen wird können.
    Großartige Arbeit.

  3. Whatreallyhappend (http://whatreallyhappened.org ,dort am 23.07.11 „CAMP IN NORWAY WHERE SHOOTING OCCURRED HAD JUST CONCLUDED PRO-PALESTINIAN RALLY THE DAY BEFORE!“) macht darauf aufmerksam, daß die ermordeten Jugendlichen auf Utöya gerade für den Boykott von Israel demonstriert hatten:
    http://politisk.tv2.no/nyheter/støre-om-israel-palestina-konflikten-–-okkupasjonen-ma-opphøre-muren-ma-rives-og-det-ma-skje-na/
    …oder hier in Maschinendeutsch:
    http://translate.google.com/translate?hl=de&ie=UTF8&prev=_t&sl=no&tl=de&u=http://politisk.tv2.no/nyheter/st%25C3%25B8re-om-israel-palestina-konflikten-%25E2%2580%2593-okkupasjonen-ma-opph%25C3%25B8re-muren-ma-rives-og-det-ma-skje-na/ .

    Ein iraelischer „Vergeltungsschlag“ ist also nicht auszuschließen.

  4. Diese „Manifest 2083“

    Alle meine – notwendig: flüchtigen – Textexzerpte haben eines ergeben: Das Werk ist eine Fleißarbeit, bei der man sich fragt, was denn den Schreiber in diese große Mühe treibt. Wenn es eine Doktor-Auftragsarbeit, sagen wie mal für Guttenberg & Co wäre, dann würde ich das ja noch verstehen (da gibt’s einen fetten Scheck am Ende). Aber so? Antrieb für diese 1500+ -Seiten-Arbeit soll angeblich eine geradezu fanatische religiös-politische Überzeugung sein. Diese Arbeit ist aber VÖLLIG e m o t i o n s l o s !

    1.) Stichwort „Marx“
    Ich bin nun wirklich kein Kommunistenhasser – und habe während meiner Studienzeit das damalige „Berufsverbot“ stets heftig angegriffen (und wurde deshalb selbst für einen Kommunisten gehalten). Aber wenn ich über den Kommunismus schreiben würde, könnte ich schon EMOTIONAL gar nicht umhin die Widersprüche, Brüche und aus der Luft gegriffenen Behauptungen der Marx’schen Lehre herauszuarbeiten.
    Nicht aber so der Verfasser von „2083“. Völlig emotionslos ist er noch nicht einmal bereit, Marx (mein faschistischer Vater konnte diesen Namen nur bellen, daß die Fensterscheiben klirrten) oder Lenin oder andere richtig anzugreifen.
    Den „Marxismus“ gibt es auch irgendwie nicht bei unserem Verfasser. Statt dessen gibt es nur einen „kulturellen Marxismus“ und einen „Marxismus der politischen Korrektheit“, der sanft kritisiert wird – z. B. wegen „Gulag“ und wegen „totalitarian state“. Das würde aber auch jeder verschlafene Volksschullehre so bringen. Wer so schreibt hat mit einem – angeblich:
    fanatischen – Massenmord von Utöya nichts zu tun!

    S. 18
    „Political Correctness is not at all about “being nice,” unless one thinks gulags are nice places. Political Correctness is Marxism, with all that implies: loss of freedom of expression, thought control, inversion of the traditional social order, and, ultimately, a totalitarian state. If anything, the cultural Marxism created by the Frankfurt School is more horrifying than the old, economic Marxism that ruined Russia. At least the economic Marxists did not exalt sexual perversion and attempt to create a matriarchy, as the Frankfurt School and its descendants have done.“

    2.) Stichwort „Lord“
    Dasselbe mit dem „Christentum“. Der Verfasser gibt vor, irgendwie an dieses zu glauben. Warum jedoch, bleibt völlig rätselhaft. Denn er gibt lediglich fleißig gesammelte Lesefrüchte preis. Hinzu kommt noch folgendes: „Moslems“ so an und für sich gibt’s ja gar nicht. Denn die sind definitiv ‚Sunniten‘, ‚Shiiten‘ oder ‚Alawiten‘ usw. Und „Christen“ gibt’s auch nicht einfach so. Denn das sind ‚Katholiken‘, ‚Orthodoxe‘ (gleich mehrere Richtungen) Calvinisten, Lutheraner, Menonithen, Methodisten, Mormonen usw. usw. Auf WELCHE Bibel unser Verfasser genau schwört, kann man noch nicht mal erraten. Auch beim Stichwort „Evangelium“ leuchten bei vielen Christen die Augen. Nicht so bei unserem Verfasser. Er zitiert zwar fleißig – aber er bleibt emotional v ö l l i g unbeteiligt.

    S. 687
    „Within Christian political thought“
    DESWEGEN soll Jesus gestorben sein bzw. hat ein Vater seinen Sohn in den Tod geschickt??

    „Alas, no matter the medium used, the aim is the same, to
    make real the revealed will of God on earth. This requires the Church and State to work
    in unison.
    However, some may argue that this is impossible, that men can not bring about God’s
    kingdom here on earth, alas, they miss the point – we do not need to, The Lord Christ did
    this two thousand years ago, this would merely be and expression of The Kingdom on
    earth. It would be no more perfect than our present democracies are perfect (to their
    own principles), and God knows they are not perfect! Democracies constantly fail to
    reflect the true will of the people, by their very nature they can not; however, they
    attempt to reflect the will of the people, though in actual fact, this tends to be the will of
    the rich and better off! In the same way, Christian theocracies can not hope to reflect
    perfectly God’s will, but would attempt to reflect God’s will on earth.“
    Hier kritisiert er sogar den ‚Christlichen Staat‘ – „can not hope…“!

    3.) Stichwort „Jesus“
    S. 1101
    „By tradition the Labarum was ordered to be carried before the legions of Constantine
    after he had a vision in the heavens of a „cross of light“ and the Greek words EN TOUTO
    NIKA (conquer by this) and a subsequent nocturnal encounter with the Lord Jesus Christ
    who told him to conquer under His sign.“
    Fleißarbeit ohne innere Beteiligung!

    S. 1307
    „If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious
    Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship
    with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.“

    Wer so schreibt ist noch nicht einmal Christ – geschweige denn der christlich-fanatischer Mörder von Utöya. Für einen echten Christen ist doch Jesus nicht am Kreuz gestorben, um uns eine cultural, social, identity and moral platform zu geben!!!
    Wenn ich Christ wäre und würde den Verrfasser in meiner Kirche am Sonntag erwischen – DEN KERL WÜRDE ICH ABER ZUSAMMENSTAUCHEN!!

    Fazit:
    Der Verfasser von „2083“ ist keinesfalls der oder einer der Mörder von Utöya! DAS STEHT FEST!
    Wenn er mit einer Frau verheiratet ist, wird die sich bald scheiden lassen. Wenn er Kinder hat, lieben dies ihn nicht! Warum auch? Ja, er ist vielleicht gerecht und sozial – aber völlig ‚lieblos‘. Er ist ein ‚Waschlappen‘! Auf jedenfalls ist er kein Terrorist, der über 80 Jugendliche abknallt. Und sein Manifest ist kein

    Und noch was: Dieses „2083“-Manifest ist nicht aufrührerisch, hetzerisch, anspornend – wie etwa „Mein Kampf“. Es ist noch nicht einmal rechtsradikal oder christlich-fundamentalistisch. Es ist vielmehr eien stinklangweilige Fleißarbeit eines schlappen wohl „sozialdemokratischen“ oder „grünen“ Atheisten! Im deutschen hätte er sicherlich die Formulierung „ein Stück weit“ einfließen lassen!

    Und langweilig ist dieses mehr als 1500-seitige Werk deshalb weil es eine AUFTRAGSARBEIT war. Der Verfasser hat nicht aus Leidenschaft geschrieben, sondern nur eine Auftragsarbeit erledigt. Dies folgt schon daraus, daß er es sich – genau wie die Doktorarbeits-Auftragsschreiber deutscher Politiker – auch mal etwas leicht gemacht hat und einfach irgendwo massiv abgeschrieben hat. ER hat beim sog. „Unabomber“ abgeschrieben. Und anders als ein echter Radikalist, der seine ‚Helden‘, bei dem er Anleihen macht, selbstverständlich benannt hätte, verbirgt der Auftragsschreiber seien Quelle. ER himmelt den Unabomber keineswegs an. Vielmehr bedient er sich bei diesem, in der Hoffnung, seinem Auftraggeber werde das unentdeckt bleiben.
    Die Tatsache, daß beim Unabomber abgeschrieben wurde, weißt darauf hin ,daß der Auftragsschreiber aus der Sicherheitsszene kommt. Wer von uns hätte schon Zugang zum damaligen ‚Manifest‘ des Unabomber. Anfang der 90er Jahre hatte kaum einer von uns Internet! Niemand von uns Normalos hätte das Gequake des Unabombers auch abgespeichert!

    „Der geständige Attentäter, der in Norwegen mehr als 90 Menschen tötete, hat Passagen seines Manifests fast wortgetreu von dem amerikanischen «Unabomber» Ted Kaczynski übernommen. Kaczynski wurde wegen einer Serie von Briefbombenanschlägen in den USA von den 70er bis in die 90er Jahre, bei denen drei Menschen getötet und 23 verletzt wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt und sitzt in einem Zuchthaus in Colorado.
    Der Norweger Anders B. übernahm Abschnitte, die sich auf den ersten Seiten von Kaczynskis in den 90er Jahren veröffentlichten Manifest finden, ohne wie bei anderen Zitaten auf den Urheber hinzuweisen. “
    Siehe: http://bazonline.ch/ausland/terror-in-norwegen/Mein-Sohn-war-ein-ganz-gewoehnlicher-Junge/story/29579381?dossier_id=996 .

    WER hatte den Auftrag erteilt?

  5. @Jörg
    „Fazit:
    Der Verfasser von „2083″ ist keinesfalls der oder einer der Mörder von Utöya! DAS STEHT FEST!“
    Du verbreitest hanebüchenen Blödsinn.

    Der ideologische Teil dieses „Manifests“ ist ein zusammengeklaubtes Sammelsurium unterschiedlicher Antikommunisten, vor allem zionistischer Islamhasser aber auch von antilinken Terroristen wie dem UNA-Bomber.

    In anderen Textpassagen des Pamphlets legt der Täter im Detail dar, wie er seine Tat durchgeführt hat und was er damit erreichen will. Die Tat und ihre jahrelange Vorbereitung sind schlüssig beschrieben, einschließlich Tagebuch. Der Täter fotografierte sich bewaffnet, kaufte nach Verkäuferaussagen den Sprengstoff, schoss nach Zeugenaussagen auf seine Opfer und wurde am Tatort gefasst. Es gibt wohl kaum eine Beweislage, die überzeugender sein könnte.

    Es gibt dabei nur wenige Dinge, die noch unklar sind, z.B.: Ist der Täter einer der teils anonymen Verfasser der Beiträge im ideologischen Teil selbst? Also z.B. konkret: schrieb der Täter Artikel unter dem Pseudonym Fjordman?

    Auch eine andere Frage ist unklar: hatte der Täter Mitwisser, die ganz oder teilweise in die Tatpläne eingeweiht waren? Sie wird vermutllich nie mit vollständiger Sicherheit geklärt werden können. Wegen des mit Mitwissern verbundenen erhöhten Entdeckungsrisikos halte ich das aber für sehr unwahrscheinlich.

  6. Es gibt nichts, das es nicht gibt – das Broderline-Syndrom

    aus http://www.tachles.ch/magazine/artikel/tachles/22-juli-2011-11-jahrgang-ausgabe-29-30-31/661
    – Am Mittwoch vergangener Woche hat die Polizei im New Yorker Stadtteil Borough Park die zerstückelten Überreste des achtjährigen Leiby Kletzky entdeckt und Levi Aron, den Mörder des Jungen, verhaftet.

    Nach diesem Verbrechen in einer geschlossenen Gesellschaft, welche Verbrechen in ihren Reihen handhabt wie Daimlers Pannenservice die Pannenstatistik seiner Modellpalette, versucht die christlich-konservative Religionsgemeinschaft in ähnlicher Weise hinter dem Brett vorm Kopf ihre Sicht zu (v)erklären. In einer Art Schicksalsgemeinschaft nimmt sie sich eines weitverbreiteten Symptoms quer über das links-rechts-Schema aller Parteien an, des Broderline-Syndroms.

    aus http://www.transatlantikblog.de/2011/07/24/oslo-attentater-anders-behring-breivik-auch-von-henryk-m-broder-motiviert/
    – I fear, like Broder, …
    Sein Manifest schließt Breivik mit “With the assistance from brothers and sisters in England, France, Germany, […]“

    Broders und Sisters in Germany:

    aus http://en.wikipedia.org/wiki/Henryk_Broder
    – Henryk Modest Broder (born Henryk Marcin Broder on 20 August 1946) is a Polish born German journalist and author.

    Henryk Modest oder Marcin oder …

    transatlantikblog:
    – … Milhouse Broder und der Antisemitismus, dies ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Ein wortgewaltiger, aber nicht eben mit intellektuellem Hintergrund beschlagener Publizist wie Broder, wäre ohne die Antisemitismus-Diskussion nur ein rechtspopulistischer Schreihals unter vielen.

    Die Ehre dieser Diagnose gebührt nach der gleichen Quelle einem alten Bekannten -> http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1085/broders-pathologischer-wahnwitz
    Obwohl ich mit ihm weitgehend einig bin, halte ich das Phänomen nicht für ein rein rechts-populistisches, sondern wie die Böhse Onkelz Onkels Henry oder Anders mehr als eindrücklich demonstriert, u.a. auch für ein christlich-konservatives. Nur reden darüber, das sollte man nicht, denn es sind ihrer Viele, die da so denken.

    Normal ist das nicht, aber üblich.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: – Also z.B. konkret: schrieb der Täter Artikel unter dem Pseudonym Fjordman?
    -> http://www.duckhome.de/tb/archives/9377-Ist-Fjordman-in-Wirklichkeit-Anders-Behring-Breivik.html

  7. „Du verbreitest hanebüchenen Blödsinn.“

    Lanngsam, langsam, einparteicbuch! Und bitte nicht indiesem Ton!

    Offenbar hast Du nicht verstanden, was ich sage. Ich Ich sage nicht daß Breivik nicht der/ein Täter von – zumindest -Utöya sei. Soweit ich weiß, hat er das sogar gleicht gestanden (und zwar ohen waterboardng, wie in den USA) .

    Was ich sage ist, daß Breivik diese Deklaraton „2083“ nicht geschrieben hat.
    Dazu gelich mehr.

  8. @einparteibuch # 10
    „Du verbreitest hanebüchenen Blödsinn“

    Beim willfährigen runterschlucken des uns vorgesetzten Informationsbrei stehe ich nun mal nicht auf Deiner Seite, sondern erlauben mir auch kritische Gedanken.

    Zitat: „In anderen Textpassagen des Pamphlets legt der Täter im Detail dar, wie er seine Tat durchgeführt hat und was er damit erreichen will. Die Tat und ihre jahrelange Vorbereitung sind schlüssig beschrieben, einschließlich Tagebuch“

    Antwort zu „legt der Täter (seien Tat) im Detail dar … und was er damit erreichen will“:
    Du, einparteibuch behauptest also, Breivik habe definitiv „im Detail“ belegt und begründet warum z. B.
    1.) gerade NICHTSMOSLEMS und NICHTKOMMUNISTEN zu töten seien,
    2.) gerade KINDER UND JUGENDLICHE zu töten seien

    Denn darüber sind wir uns ja wohl einig: Von einem Islamhasser und Kommunistenfresser erwartet man, daß er meinetwegen den örtlichen Imam erschießt und den Ortvorsitzenden der Norwegischen Kommunistischen Partei (gibt’s die?) oder den chinesischen, kubanischen, nordkoreanischen Botschafter in Oslo.
    Aber von den Kindern und Jugendlichen auf Utöya waren weder zu erwarten, daß sie Moslems waren, noch daß sie Kommunisten waren. Das war ein Ferienlager von norw. Sozialdemokraten! Und Sozialdemokraten haben mit Marx nun wirklich nicht zu tun. Hinzukommt doch auch, daß KINDER sozialdemokratischer Eltern nicht notwendig selbst sozialdemokratisch sein müssen. Hinzukommt weiterhin, daß die Kinder oftmals wohl noch nicht einmal sozialdemokratische ‚“Eltern‘ hatten. Denn Eltern sind ZWEI. Vielleicht war die Mutter Sozi – aber der Vater ‚Konservativ (CDU, FDP) oder umgekehrt. Ist dann ist der Sohn oder die Tochter zwingend ’sozialdemokratisch?

    Und dann das Töten von Kindern und Jugendlichen. Du, einparteibuch, behauptest ja, daß dieser Breivik in „seinem“ Manifest „im Detail belegt und begründet“, warum man gerade nicht Köpfe des Feindes (die VS-gelenkte RAF meinte dies zu tun) oder zumindest ERWACHSENE Feinde töten müsse, sondern statt derer, lieber KINDER und JUGENDLICHE. WO kommt das im „2083“ vor? Bitte nenne hier Deine Fundstelle!

    Statt dem gelenkten Medienbrei (Wortspiel: „Brei“vik) zu folgen, sollte man dies konstatieren:
    1.) Die Ermordung von Ferien-Kindern von (teilweise) sozialdemokratischen Eltern hat ÜBEHAUPT NICHTS MIT ISLAMHASS UND KOMMUNISTENHASS zu tun!
    2.) ISLAMHASS UND KOMMUNISTENHASS hat nichts mit diesem ätzenden Geschwafel des Manifest „2083“ zu tun. In diesem „2083“ lesen wir HETZE – so a la Udo Ulfkotte (Kopp-Verlag) – siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte . Aber HETZE IST NOCH LANGE NICHT HASS!! Zwischen der sehr, sehr schlappen Hetze der Fleißarbeit „2083“ und echtem HASS liegen Welten!

    Zitat: „Der ideologische Teil dieses „Manifests“ ist ein zusammengeklaubtes Sammelsurium unterschiedlicher Antikommunisten, vor allem zionistischer Islamhasser aber auch von antilinken Terroristen wie dem UNA-Bomber.“

    Eben. Da ist überhaut nur zusammengehauen UND KEIN ECHTES GEFÜHLTE (HASS) DABEI!
    Sogar die anti-Islam-Hetze eines Udo Ulfkotte hat mehr BISS als dieses tranige Gesülze des Manifest „2083“.

    Breivik wird uns vom mainstream als Islamhasser und Kommunistenfresser stilisiert (z B. im SPEI-GEL) und dies soll als uns nun als zufriedenstellende Begründung für seine Tat vorgeworfen werden.
    Aber nicht davon stimmt! Sogar ein HASSERFÜLLTER Islamhasser und Kommunistenhasser hat auch nicht den Nerv über eine Stunde(!) lang kreischende Kinder und quietschende Jugendliche zu verfolgen und zu erschießen. Dazu muß man schon PERVERS sein! Denn sonst hält man das nicht durch. Gewaltbereite Täter fester ideologischer Überzeugung hätten ihre „Tat“ bereits nach zwei Minuten – angeekelt! – eingestellt und die Insel verlassen!

    Resümee:
    Breivik ist ein Perversling. Und er hat auch diese Fleißarbeit „2083“ keinesfalls selbst geschrieben. Und er wurde mißbraucht … von ganz anderen Leuten, die eben sein „Potential“ erkannten und nutzten.

  9. @Jörg
    Du scheinst, obwohl du darauf verlinkt hast, das „Manifest“ immer noch nicht gelesen zu haben.

    Hier also mal eine Kurzzusammenfassung der Weltsicht des Täters, von jemand, der es gelesen hat, extra für dich:
    1. Der Islam ist eine böse imperialistische Ideologie, die in der Geschichte Hunderte von Milionen Tote zu verantworten hat
    2. Die Kräfte des Islam, die globale Ummah, führt derzeit einen Eroberungsfeldzug gegen Europa durch, hauptsächliche Mittel der islamischen Kriegsführung sind derzeit Einwanderung und eine hohe Geburtenrate
    3. Nachdem der Islam in Europa so in einigen Jahrzehnten die Bevölkerungsmehrheit in Europa erlangt hat, wird der Islam die nicht-islamischen Europäer als Dhimmis unterjochen und ihre konservativ-christliche Kultur zerstören
    4. Um diese angeblich drohende Unterjochung zu verhindern, will der Täter dafür sorgen, dass alle Musime aus Europa abgeschoben werden
    5. In Europa herrschen derzeit nach Ansicht des Täters jedoch gegen den Willen der eigentllich christlich-konservativen Bevölkerungen Multikulti-Kulturmarxisten, sich selbst fälschlich als Konservative und Sozialdemokraten und anders bezeichnete degenerierte Anhänger der Frankfurter Schule um Adorno, die den Marxismus durch Kulturhoheit einführen wollen
    6. Um sich ihre Minderheitsmacht zu sichern bedienen sich diese „Kulturmarxisten“ eines eurabischen Bündnisses mit dem Islam und befehlen der Bevölkerung gegen ihren Willen Multi-Kulti
    7. Da die „Kulturmarxisten“ Demokratie und Freiheit abgeschafft und zu einer Farce gemacht haben, lassen sie sich auf demokratischen Weg nicht von der Macht vertreibern
    8. Außerdem sind die Kulturmarxisten nach Ansicht des Täters üble Verbrecher und Verräter, weil sie beispielsweise sebische Christen bombardiert haben, um muslimischen Kosovaren zur Macht zu verhelfen
    9. Der Täter hat den „Kulturmarxisten“, also den Führungspersonen, die „Multikulti“ propagieren und nicht gegen islamische Einwanderung sind, deshalb den Krieg erklärt und will sie gemeinsam mit vielen anderen, von denen er hofft, dass sie seinem Vorbild in der einen oder anderen Weise folgen, besiegen und von der Macht vertreiben
    10. Sind die Kulturmaxisten von der Macht vertrieben, werden konservativ-hristliche Kräfte die Macht übernehmen und die Muslime rauswerfen, womit der über Migration und mehr Kinderkriegen erfolgende Angriff der Muslime abgewehrt wird
    11. In Norwegen betrachtet der Täter als mächtigste Kulturmarxisten die regierenden Sozialdemokraten, aber auch alle Konkurrenzparteien, die Multikulti und islamische Einwanderung nicht strikt ablehnen, also fast alle, sowie die diese Kullturmarxisten stützenden Medien, Wirtschaftsbosse und andere wichtige Organisationen wie Gewerkschaften
    12. Angriffsziele unterteilt der Täter in Kategorien A,B,C, Hauptziele wie Regierungschefs, Minister, Kulturideologen und Verlagsbosse sind Ziele der Kategorie A, weniger wichtige Kulturmarxisten werden in Kategorien B und C eingeteilt. Da es sich nach Ansicht des Täters um einen langen Kampf handelt, ist der Parteinachwuchs ein lohnendes Ziel, um die Partei langfristig zu schwächen
    13. Ziel der Terrorattacke war es vor allem, eben jenes „Manifest“ Bürgerkriegsmanifest des Täters zu verbreiten, eine Marketing-Aktion also, mit dem er gewissermaßen zum Kreuzzug gegen Kullturmaristen und Islam aufruft
    14: Gleichzeitig wollte der Täter mit seiner Attacke in seinem Krieg gegen Kulturmarxisten und Islam mit gutem Beispiel eines zum Märtyrertum bereiten Kriegers vorangehen, und möglichst viele, möglichst hochkarätige Ziele der Kategorie A,B,C töten.
    15. Um seine Ziele zu erreichen, hat der Täter als Kriegsmethode einen raffiniert ausgeklügelten und spektakulären Doppelanschlag ausgewählt, den er über Jahre vorbereitet hat

    Dass der „Islam-Kritiker“ Ulfkotte und der „konservativ-christlliche“ Kopp-Verlag das nicht sehen wollen, versteht sich von selbst. Viel zu viele Bruchstücke dieser mörderischen Islamhasser-Ideologie des Täters wurden da schon in die Welt getragen.

  10. @Jörg: lies zumindest die Definition und Klassifizierung der Gegner, S. 921-935!
    An anderer Stelle sagt der Autor explizit, es wäre ungeschickt, Kämpfe gegen Moslems anzufangen, schon gar nicht an seinem Wohnort.
    Und bei der Beschaffung von Waffen erwägt er positiv die Möglichkeit, mit Jihadisten zusammenzuarbeiten.

  11. Der Otto-Normal-Bomber

    -> http://www.radio-utopie.de/2011/07/24/die-entdeckung-des-otto-normal-bombers/

    Wenn sich Daniel Neun in Rage tippt, kommt zumindest ein unterhaltsamer Text dabei raus, der mehr als ein unGUTes G’schmäckle hinterlässt.

    Sowenig wie Neun glaub auch der von mit geschätzte Ordnungsmacht-Kritiker @nereus …
    -> http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=226087
    … nicht an die Offiziellen. Immer eine gute Anlaufstelle übrigens, wenn’s um solche Themen geht.

    Da wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von offizieller Seite keine befriedigenden Antworten bekommen werden, wie immer bei diesen Fällen, halte ich es für sinnvoller, einen fundamental-kritischen Fragenkatalog als Forderung an die Behörden stehen zu lassen. Ganz im Sinn von Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  12. Keiner traut sich die Wahrheit zu sagen – wir haben hier einen Fall vom ZIONISTISCHEN Terror! Der Täter war bekennender Zionist und hat den Jugendcamp angegriffen weil da einen tag vorher eine Kundgebung zum Boycott von Israel wegen Appartheid statt fand. Der Angriff aufs Regierungsviertel war deswegen, weil Norwegen vor hat, Palestina anzuerkennen und letzte Woche sogar den Herrn Abbas empfangen hatte.

    Sagt es wie es ist, hier haben wir es NICHT mit rechtsextremen oder ultra-Christen zu tun, sondern mit Zionisten!!!

    Und bitte den Begriff „Zionist“ nicht mit Juden verwechseln, hat wenig damit zu tun. Ich rede von der Sekte welche Luzifer huldigt und das Geld beherrscht, auch bekannt als Illuminaten usw., die meisten davon sind nach außen „christen“, verstecken sich aber ungeniert hinter der Antisemitismus-Keule.

  13. @Test2011
    Ganz so einfach ist es nicht. Der Angriff fand nicht genau deswegen statt, weil Norwegen vorhat, Palästina als Staat anzuerkennen oder weil die sozialdemokratische Jugend Norwegens für Boycott von Israel wegen Apartheid demonstriert hat. Dem Attentäter ging es um die Bekämfung einer breiteren politischen Linie, die ihm nicht passt – und von der er sich und seine Mitmenschen bedroht fühlt.

    Kern der Motivation des Täters war die Angst vor islamischer Überfremdung Europas per Einwanderung, höherer Geburtenrate und Kriegführen zum Unterwerfen von Christen wie im Fall von Serbien, die durch die von ihm als Teil von „Kulturmarxismus“ gesehene „Multikulti-Ideologie“ ermöglicht und verursacht werde. Den genauen Gedankengang des Täters habe ich oben ja bereits dargelegt. Angegriffen werden sollten führende Köpfe der Multi-Kulti-Ideologie sowie eine möglichst große „Konzentration“ ihres ideologischen Mittelbaus. Die Idee des Täters ist es, die Multi-Kulti-Ideologie dadurch zu besiegen, dass die Verfechter der Multi-Kulti-Ideologie, die nicht abschwören, ausgerottet werden.

    Dass er das Jugendcamp der norwegischen Sozialdemokraten angegriffen hat, war ziemlich zufällig und kann nicht langfristig geplant gewesen sein. Zum Bombenbasteln hat er nämlich mehrere Monate länger als geplant gebraucht. Damit die zwei Tonnen schwere Bombe nicht alt wird, deshalb möglicherweise nicht mehr zündet oder er zwischendurch entdeckt wird, hat er die Bombe ziemlich direkt nach Fertigstellung gezündet.

    Der Angriff auf eine größere „Konzentration“ von Multi-Kulti-Ideologen, Verräter nennt er sie, war eigentlich sein Plan B, insbesondere für den Fall, dass der Bombenbau nicht klappt. Der Täter hat sich ziemlich viel mit Sicherheitsstrategien beschäftigt, und kalkuliert, dass ein Angriff auf eine „Konzentration“ von Multi-Kulti-Ideologen besonders erfolgversprechend ist, wenn die entscheidenden Sicherheitsorgane, nämlich Anti-Terror-Einheiten oer SWAT-Teams, durch eine Aufgabe an einer anderen Stelle abgelenkt sind und deshalb, so seine Kalkulation, erst relativ spät am Ort eines Angriffs auf eine „Konzentration“ von Multi-Kulti-Ideologen mit Schusswaffen eintreffen. Seine Kalkulation ist voll aufgegangen: dadurch, dass die Polizei mit seinem Bombenanschlag im Regierungsviertel extrem beschäftigt war, hatte er ziemlich viel Zeit zum Ermorden von Multi-Kulti-Ideologen auf der etwa 50 km entfernten Insel, bevor da Spezialeinheiten eintrafen und ihn stoppten.

    Er hat also das Camp schlicht und einfach deshalb angegriffen, weil das die größte „Konzentration“ von Multi-Kulti-Ideologen war, die es zu dem Zeitpunkt gab, wo er mit dem Bombenbau fertig war. Soviel zum konkreten Anschlag und der Zielauswahl.

    In der Begründung und Auswahl von Anschlagszielen und Zeitpunkt steckt also erstmal so ganz direkt kein Zionismus drin. Aber: die ganze rechte Ideologie der angeblichen muslimischen Gefahr, die wird massiv von Israel propagiert – und diese Ideologie der Angstmache vor dem Islam, das Weltbild, das ähnlich dem vieler zionistischer Landräuber im Westjordanland ist, das ist genau die Motivationsgrundlage des Täters. Oben im Artikel habe ich dazu diesen Link gesetzt:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16080

    Hier ist noch ein Link:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16458

    Und hier noch ein über die Unterstützung der pro-israelischen europäischen Rechten durch Repräsentanten des Staates Israel:

    http://www.derisraelit.org/2010/11/wachst-zusammen-was-zusammen-gehort.html

    Die ganze Islam-Kritiker-Bewegung, und zwar sowohl links a la „Antideutsche“ als auch rechts a la „Pax Europa“, „Politically Incorrect“, „Counter-Jihad“, „PRO“ und „Freiheit“, die die Ideologie verbreiten, die den Täter zum Anschlag motiviert hat, da steckt jede Menge Astro-Turfing vom Staat Israel hinter.

    Das ganze Weltbild des Täters, dass das christlich-jüdische Abendland sich gemeinsam mit Israel in einem Krieg mit dem Islam befindet, in den er nun, wie er glaubt, durch den Anschlag zum Vorteil seiner Seite militärisch eingreift, ist entscheidend auf dem Mist vom Staat Israel, von Zionisten und von „Israel-Firstern“ gewachsen, die damit sehr erfolgreich eine rechte Bewegung zur Unterstützung von Israel, und insbesondere Unterstützung für Friedensvermeidung in Nahost und den fortgesetzten Landraubes durch Zionisten, aufgebaut haben.

    Die zionistischen Spin-Doktoren, die diese pro-israelische Rechte in Europa über Jahre hinweg aufgebaut haben, werden den Anschlag nicht gut finden, weil der Anschlag sie absehbar, nicht wie der Täter glaubt, stärken, sondern massiv schwächen wird. Und so kann man es bei PI auch nachlesen: „Fall Anders B. eine konservative Katastrophe.“ Die Spin-Doktoren des anti-muslimischen Hasses wissen sehr genau, was sie getan haben.

  14. @einparteibuch
    ….seufz!

    einparteibuch, höre mal auf rechthaberisch zu sein und stelle Dich der logischen Argumentation.

    Mein Argument ist: Zwischen der Tat und der uns mitgeteilten Motivation gibt es keine schlüssige Linie. Juristisch-forensisch muß ich aber auf einer solchen bestehen!

    I.) Ehe ich argumentiere lasse ich einfach mal ‚die Katze aus dem Sack‘. Didaktisch ist dies manchmal geboten, wie die Leute oftmals mehr Angst vor der unbekannten ‚Katze‘ haben als ein Bedürfnis logisch vorzugehen. Also: Ich vermute daß es sich bei dem norwegische Attentat lediglich um einen Warnschuß handelt und daß die angebliche ‚Motivation‘ des Täters vorgetäuscht wird..

    1.) Bei dem Bombenanschlag im – offenbar nur lausig gesicherten – osloer Regierungsviertel hätte man doch auch den (sozialdemokratischen) Ministerpräsidenten und/oder wichtige Köpfe seiner Regierung hochjagen können. WAS WÄRE DAS FÜR EIN ERFOLG GEWESEN!
    Statt dessen verpaßt man die tolle Chance die schläfrige Sicherheitsüberwachung der Regierungsgebäude zu nutzen – und jagt eine (oder mehrere?) Bomben hoch als praktisch niemand mehr in den Regierungsgebäuden anzutreffen war. Offensichtlich war das nicht einfach schlechtes timing, sondern Absicht. Den wann Ministerpräsident Stoltenberg oder z. B. Außenminister Jonas Gahr in ihren dortigen Büros saßen, hätte jeder Plattkopp herausfinden können.

    2,) Auch das Massaker auf Utöya ist doch nur ein ‚Warnschuß‘. Wenn man die norwegische Sozialdemokratie auslöschen will, so ist so was doch total KONTRAPRODUKTIV. Denn jetzt werden dort Abwehrkräfte entwickelt – die es vorher so nicht gab!

    3.) Resümee: Wenn Breivik wirklich echter Anhänger seiner vorgeblichen ‚Ideologie‘ wäre, dann hätte er ’seiner Sache‘ schwersten Schaden zugefügt – statt diese zu befördern!
    Dies ist ein deutliches Anzeichen dafür, daß Breivik und seine ‚Ideologie‘ uns mit viel Trara nur vorgeschoben werden, um uns zu täuschen.

    II.) Zur Argumentation

    1.) HASS
    Als Motivation der Tat – und diese braucht man unabdinglich für jede Vorsatztat (nicht bei Tat aus Fahrlässigkeit) – wollen wird als erstes auf HASS zu prüfen.
    Du, einparteibuch, weist ja selbst darauf hin. Zitat: „Wer mal einen längeren Blick auf die zahlreichen aggressiven und hasserfüllten Blogbeiträge und Kommentare der zionistischen „islamkritischen“ Konservativen wirft …“

    Daß dieses „2083“ jeden Haß vermissen läßt – und sogar ausschließt – hatte ich schon bei vorigen Kommentaren ausgeführt. Denn diese völlig emotionslose, wenn auch bemühte, intellektuelle Abwertung des Islam ist allenfalls ‚kalte Hetze‘ Und das ist nicht dasselbe wie ‚heißer Haß‘.
    Auch fällt die Hetze gegen (nicht der Haß auf) den Islam denkbar harmlos aus. Warum der Verfasser von „2083“ eigentlich einem (angeblich) islamische werdenden Europa nicht positiv gegenübersteht, bleibt rätselhaft. Religiös richtig KONSERVATIV – das gibt er ja vor – ist er ja durchaus nicht. Sonst wäre er ja für die alte germanische Religion mit Thor & Co (oder dem zeitlich späteren, einäugigen Wotan/Odin als Obergott). Aber nein .. . er will das neumodische Christentum (aber auch nicht wirklich – dazu später). Das Christentum ist nämlich mit dem Islam eine der jüngsten Religionen überhaupt (den Shintoismus gab’s noch nicht, weil es die Japaner noch nicht gab – die rückten wohl erst so um 800 n. Chr. aus dem Altai kommend nach Japan ein). Der Hinduismus entstand wohl auch erst so um das Jahr 0 (die vedische Brahmanismus ist natürlich viel älter).

    a) Nur zwei Argumente führt der Verfasser von „2083“ ins Feld. Und beide sind leicht widerlegbar. Nun könnte man ja sagen, daß macht doch nichts – wenn der Täter daran ‚glaubte‘, konnte das schon seinen „Haß“ begründen. Nur: Ob er an das unengagierte Gefasel in „2083“ wirklich glaubte oder ob das von ihn nur vorgetäuscht wird (wie ich behaupte) kann man auch daran entscheiden, ob an seinen allein vorgetragenen zwei Argumenten denn wenigstens etwas überzeugendes dran sind.

    aa) Das erste Argument des Verfassers von „2083 (Breivik? Ich glaube nicht!) gegen die Gefahr des Islam ist ein angebliches islamistisches Massaker in Indien an Hindus.
    Auf S. 47 führt er aus: “ How many tens of millions have been killed by Islam simply because they were non-Muslims?“ Das erste Argument ist – schlapp wie das „2083“ stets ist – noch nicht mal eine straffe Behauptung, sondern eine bloß polemische FRAGE.
    Darauf kann man nun wirklich keine „Haß“ begründen. Dieses angebliche islamische Massaker – das der Verfasser von 22083″ auch noch nicht einmal zeitlich (wann?) oder personell (durch wen) einordnen mag – hat es ganz offensichtlich nie gegeben. Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_conquest_in_the_Indian_subcontinent#cite_ref-der_Veer_1-4 .

    Auch mein Der Große Ploetz, 32. Aufl., kann so etwas nicht berichten. Ja dieser aus Afghanistan kommende Mahmud von Ghasna (998-1030n. Chr.) mag hier und da etwas massakriert haben . so wie es bei den europäischen Christen Gang und Gäbe war. Aber mein Ploetz erwähnt so was noch nicht einmal, sondern nur, daß Mahmud die üppigen Schatzkammern der offenbar stinkreichen indischen Fürsten plünderte. Ach ja, und Mahmud von Ghasna ließ auch buddhistische Tempel niederreißen (von hinduistischen erfahren wir nichts). Und auch das hatte offensichtlich nichts mit einem ‚Religionskampf‘ zu tun, sondern damit, daß Mahmuds Gegenspieler, das damalige Herrschergeschlecht Bengalens, streng buddhistisch war.

    Und mehr als dieses eine (angebliche) Massaker fällt dem Verfasser von „2083“ nicht ein? Da könnte man bei den christlichen Massakern aber ganz anders ins Zählen kommen. Wenn ich mich einmal nur auf Norddeutschland beschränke, fällt mir z. B. sofort der Ausrottungsfeldzug des Deutschritter Ordens gegen die Pruzzen ein.

    Also: Das vorgetäuschte Entsetzen über islamische Massaker ist schon deshalb nicht glaubhaft, weil ein Vergleich mit den christlichen doch so verheerend ausfällt, daß man sofort zum Islam wechseln müßte: Auf der gesamte amerikanischen Kontinent, in Australien auf Neuseeland wurden die Ureinwohner von CHRISTEN(!) ausgerottet!
    Und die von „2083“ beklagte „Intoleranz“: Sobald die portugiesischen Christen auf Ceylon/Lanka gelandet waren, wurde unschätzbare buddhistische Archive dem Feuer übergeben. Den ebenso unschätzbaren Archiven der Mayas und Azteken erging es nicht anders.

    Also: Die Abscheu des „2083“ gegen den Islam wegen „Massaker“ und „Intoleranz“ wird angesichts der sofort ins Auge springenden christlichen „Massaker“ und „Intoleranz“ völlig unglaubhaft vorgespiegelt.

    bb) Das zweite Argument ist der Hinweis darauf, daß es die islamischen Staaten es ja zu nichts bringen. S. 100: „When one looks at the post-colonial world, it is apparent that the most successful postcolonial nations have a common attribute: they are not Muslim. The United States, Australia, Hong Kong, Israel, India, and the South American nations clearly outshine their Muslim-majority post-colonial counterparts — Iraq, Algeria, Pakistan, Bangladesh, Indonesia, etc. — by just about any standard.“

    Dabei schummelt der Verfasser schon mal gleich (schummeln weißt auf nur vorgetäuschte Ansicht): Statt ‚China‘ bringt er „Hong Kong“. Denn China verfügt auch über eine relevante moslemische Bürgerschaft. Erst recht geschichtlich: Auch der berühmte chinesische Admiral der wohl größten Flotte des Spätmittelalters auf diesem Globus war – selbstverständlich – ein Moslem.
    Auch schummelt der Verfasser insofern als er den bedauerlichen Zustand des christlichen(!) Äthiopiens oder der christlichen Teile ‚Schwarzafrikas‘ – u. a. z. B. die Südafrikanische Union – einfach mal wegläßt. Mir dem Lebensstandart Libyens und seinem fast perfekten Sozialstaat können noch nicht einmal die christlichen Länder, Portugal, Griechenland, Rumänien, Bulgarien und fast alle ehemaligen Ostblockländer mithalten.
    Es geht eben rauf und runter mit den Kulturen und Staaten. Mit der konkreten Religion hat das aber nichts zu tun. Auch z. B. das heutige Griechenland kann doch mit der Philosophie, der Wissenschaft, der Kultur, ja, auch der abgefeimten militärischen Strategie der ‚alten‘ Griechen nicht mithalten!

    Außerdem die Gegenargument:. Das Inkareich und das Aztekenreich hätte bei einem friedlichen Zusammentreffen mit Europa zur „1. Welt“ gehört. Da hungerte so gut wie keiner. Fast schon perfekte Sozialstaaten! Das zeitgleiche spätmittelalterlicher Deutschland hingegen hätte man im Vergleich dazu nur als „3.Welt“ bezeichnen müssen.
    Seit aber die Christen mit nicht enden wollenden Massakern auf dem amerikanischen Kontinent praktisch die gesamte einheimische Bevölkerung ausrottete (die Katholiken im Süden, die Protestenten/Reformierten im Norden) sind Mexiko und Peru heute „3. Welt“.
    Die christlichen Massaker an Indianern wurden doch sogar noch bis in die 60er Jahre fortgesetzt: http://bsnorrell.blogspot.com/2008/04/mass-graves-revealed-at-indian-schools.html oder http://theintelhub.com/2011/02/24/mass-grave-sites-across-canada-to-be-surveyed-by-international-tribunal-prime-minister-harper-to-be-summoned-to-answer-charges/ oder http://aangirfan.blogspot.com/2011/03/queen-and-missing-kids.html .

    … wird fortgesetzt.

  15. – Und bitte den Begriff „Zionist“ nicht mit Juden verwechseln, hat wenig damit zu tun. Ich rede von der Sekte welche Luzifer huldigt und das Geld beherrscht, auch bekannt als Illuminaten usw., die meisten davon sind nach außen „christen“, verstecken sich aber ungeniert hinter der Antisemitismus-Keule.

    Um der Sachlichkeit und der hohen moralischen, angeblich westlichen Standards Willen würde es eigentlich reichen, den Zionismus als politische Bewegung zu sehen, die klar erkennbar ziemlich erfolgreich multiple Menschenrecht-Standards fördert. M.a.W. der real existierende Zionismus strebt nach einer Klassengesellschaft, einem Kastensystem, dessen Zielsetzung in der öffentlich-westlichen Meinung mit wechselnden Feindbildern gepflegt wird. Grob formuliert dürfen wir uns geehrt fühlen, unter dem gemeinsamen Dach der EUSraEliten willkommen zu sein. Alles irgendwie biblische vor Mohammed plus passender Herkunft / Hautfarbe ist willkommen. Nordamerika ohne Mexiko, in Europa v.a. die EU und ausgesuchte aus der Achse des Guten und last but not least, die tapfere Leitkultur im Nahen Osten. Insgesamt dominieren erstaunlich unverdächtige Interpretationen, mit denen auch linke Organisationen fast problemlos zurande kommen. Hybridisierung mit anderen Linien des Homo sapiens ist für den geschäftlichen Erfolg erwünscht wie weiland die Hin- und Rückkreuzungen unter den Hochadligen, insofern ist man also recht tolerant, bis zum Punkt an dem die ökonomische Kontrolle, das divide et impera, mit erhobenen Zeigefingern zu entgleiten droht.

    – Keiner traut sich die Wahrheit zu sagen – wir haben hier einen Fall vom ZIONISTISCHEN Terror!

    Vor solchen Wahrheiten schützt uns ironischerweise v.a. die hohe Opferzahl und der ungewohnte Anteil „blondäugiger“ Menschen. Es kann ja durchaus sein, dass tatsächlich nicht ist, was nicht sein kann / darf, allerdings ein Sammelsurium an offenen Rechnungen mit Norwegen hätten die Zionisten schon.

    Worüber ich nämlich bislang überhaupt noch nicht gestolpert bin, der olle Rabin, ja genau der mit dem norwegischen Kriegsnobelpreis, der wurde auch von einem Retter der Nation ins Jenseits befördert, nachdem zuvor ein sogenannter Oslo-Friedensprozess unter norwegischer Anleitung mit den Titeln Oslo I und Oslo II abgesegnet wurden.

    Endgültige Absage an die Norweger erfolgte in einem Kaff mit Namen Camp David. Auch so eine Pointe, der altestamentarische König von Juda und Israel und Bezwinger des unbezwingbaren Goliaths, hat sich noch einmal zu Wort gemeldet und den Zionismus wieder auf den RECHTsen Weg geführt.

    Seither hat sich Norwegen da und dort in Szene gesetzt, friedensfördernd Kriegspreise verteilt und sich dabei bestimmt nicht weniger Feinde geschaffen – viel Feind, viel Ehr. Nun ist der Schuss nach hinten losgegangen und man könnte auch so formulieren, der direkte Einfluss des Zionismus könnte auf die Funktion der Dauer-Hass-PRopaganda der multimedialen Manöver eingekreist werden. Das aber würde unter der herrschenden Siegerjustig vor Gericht in sein Gegenteil verkehrt, zumal eine Verhandlung nicht auf neutralem Boden stattfinden würde.

    Soviel lässt sich sagen, abgerechnet wurde in Oslo ganz offensichtlich, nur welche Rechnungen wurden denn recht eigentlich beglichen? Und, ist die Kasse jetzt endlich geschlossen oder war dies nur der Gründungsakt der Gedankenpolizei, das verzweifelt-hilflose konservative „back to the future“ hausbackener Dumpfbacken, um fortan Rechnungen an jeden zu stellen, der sich traut eine eigene Meinung abseits der Parteilinie zu pflegen?

    Ich kann es drehen und wenden wie ich will, die Begriffe Zionismus oder USrael haben nach meiner Meinung sehr viel weniger Erklärungskraft als EUSrael, weil Europa (v.a. EU) nunmal knietief in diesem Morast mit drin steckt, sicherlich auch wegen WK II, aber noch viel mehr wegen dieser kolonial-elitären Denke und der daraus resultierenden Nachfrage nach genetischen Allianzen.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  16. @Peterchen #14
    „An anderer Stelle sagt der Autor explizit, es wäre ungeschickt, Kämpfe gegen Moslems anzufangen, schon gar nicht an seinem Wohnort.
    Und bei der Beschaffung von Waffen erwägt er positiv die Möglichkeit, mit Jihadisten zusammenzuarbeiten. “

    Ja – und es gibt noch mehr Widersprüche zwischen der Tat von Utöya und diesem „2083“.
    Der Verfasser macht sich zum Beispiel Gedanken über Strategie – das Wort „strategic“ wird ganz oft gebraucht. Auf S. 51 heißt es: „While Nazism is simply too stained to get a second chance … „. Er sieht es also als schweren strategischen Nachteil an, wenn etwas „too stained“ ist – also in der Öffentlichkeit als ‚zu beschmutzt‘ gilt. Und darin würden wir ihm alle zustimmen.
    Gerade aber nach dem Massenkindermorden auf Utöya wäre diese (angebliche) Ideologie des Breivik doch ab sofort ebenfalls „too stained“ um noch Kämpfer zu finden … und Erfolg zu haben. Und das war doch absehbar!
    Auch insoweit steht das Morden auf Utöya in Widerspruch zu „2083“.

    Ja, wären die ‚Breivik Zionfaschisten‘ richtig groß und mächtig und hätte Erzfeinde, und nun fände auf Utöya das Massenkindermorden statt und es würden die ‚Breivik Zionfaschisten‘ dafür verantwortlich gemacht, dann würde ich SOFORT den Verdacht haben, daß dies eine false flag Operation der Erzgegner wäre, um die ‚Breivik Zionfaschisten‘ zu diskreditieren. „Sooo doof können doch die ‚Breivik Zionfaschisten‘ gar nicht sein“ würde ich denken.

  17. @Jörg
    ‚Gerade aber nach dem Massenkindermorden auf Utöya wäre diese (angebliche) Ideologie des Breivik doch ab sofort ebenfalls „too stained“ um noch Kämpfer zu finden … und Erfolg zu haben. Und das war doch absehbar! Auch insoweit steht das Morden auf Utöya in Widerspruch zu „2083″.‘

    Nein, das sieht der Täter anders. Die Massenmorde der Nazis sie seiner Meinung nach diskreditiert, weil sie zuviel gemordet, also zu viele Millionen Tote auf dem Gewissen haben und weil sie aus Sicht des Täters zu viele Falsche, z.B. Juden und christliche Slawen, gemordet haben.

    Seinen Terrorakt sieht der Täter in einem anderen Licht. Von seinem Terrorakt glaubt er, dass er noch nicht von vielen verstanden würde, aber notwendig war. Er macht sich zwar Gedanken darüber, dass damit die Anti-Islam-Bewegung diskreditiert wird, meint jedoch, in eingen Jahrzehnten würde sich die Ansicht durchsetzen, dass er damit etwas „Richtiges“ getan habe. (Siehe Seite 1375: Well, first of all, I would tell him he obviously didn’t have a clue what he was talking about. Pacifist approaches have been tried in the past; … and look what it got them… They are almost extinct due to their pacifist stance. in Verbindung zu sehen mit Seite 1383: With time (in phase 2 when the Muslims have reached 20-50%) more and more people will dig deeper into our material and understand that we are right. )

    Wesentlicher theoretischer Hintergrund der Angst vor islamischer Überfremdung des Täters ist die Eurabia-Propaganda der von Zionisten gern zitierten jüdischen Historikerin Gisèle Littman, besser bekannt als Bat Yeor. Die wirkmächtige Eurabia-Propaganda, die Matt Carr in Race & Class 2006 als „gefährlich“ und Johann Hari im Independent als etwa von auf das 21. Jahrhundert angepasste „Protokolle der Weisen von Mekka“ bezeichnete, ist wesentliche Grundlage des mörderischen Denkens des Täters. In seiner Gedankenwelt verteidigt der Täter die Europäer gegen einen „Geburtenjihad muslimischer Einwanderer“.

    Wer die Motivation des Täters soweit verstanden hat, liegt nicht falsch. In meinem Artikel hier, „Konservativer Terrorismus“, mache ich jedoch auf einen weiteren – und meiner Meinung nach wichtigeren – Aspekt der Motivation hinter diesem – und nicht nur diesem -Terrorakt aufmerksam, nämlich die Leichtfertigkeit, mit der die gegenwärtige europäisch-westliche Gesellschaft Menschen tötet.

    Ich habe ja Beispiele dafür gegeben, wie viele Menschen von NATO-Staaten am gleichen Tag, an dem der Terroranschlag in Norwegen geschah, in Afghanistan und Libyen getötet wurden.

    Meine These ist, dass das leichtfertige Töten von Menschen in Situationen wie „Kriegen der Wahl“, im „Anti-Terrorkampf“, bei der Todesstrafe, und so fort, auch für die tötende Gesellschaft nicht ohne Folgen bleibt. Der Respekt vor dem Leben schwindet, die Wut derjenigen, die sich mit den Getöteten solidarisch sehen, steigt und das Tabu des Tötens verringert sich, gleich welcher Religion oder Ideologie die verschiendenen Menschen anhängen.

    In dem Traktat des Täters findet sich dazu auch etwas, was recht deutlich auf so einen Zusammenhang hinweist (Seite 1379):

    Q: What tipped the scales for you? What single event made you decide you wanted to continue planning and moving on with the assault?
    A: For me, personally, it was my government’s involvement in the attacks on Serbia (NATO bombings in 1999) several years back. It was completely unacceptable how the US and Western European regimes bombed our Serbian brothers.

    Danach kommen zwar einige Gründe, warum die Bombardierung Serbiens der Meinung des Täters folgend unakzeptabel war, die nicht pazifistisch sind, sondern darauf hinauslaufen, dass die NATO die Falschen bombardiert hat, aber ich denke, das muss nicht die ganze Wahrheit sein.

    Mein Eindruck ist: das norwegische Regime von „Kulturmarxisten“ hat mit der Bombardierung und damit brutalen Ermordung von serbischen Menschen, die der Täter als seine Brüder betrachtet, eine für ihn eigentlich wichtige moralische Grenze überschritten, nämlich das fünfte Gebot: „Du sollst nicht töten.“ Da scheint es beim Täter einen „Knacks“ in der Psyche gegeben zu haben.

  18. … Fortsetzung von oben #18

    2.) Fanatismus
    Als Motivation der Tat – und diese braucht man unabdinglich für jede Vorsatztat – wollen wir nun auf FANATISMUS prüfen. Das Wort kommt von lat. fanaticus = „schwärmend“, „rasend“, „für einen Gott (der vielen römischen Götter) schwärmend“.

    Auch aus Fanatismus kann jemand zum Mörder werden. Anders als der Haß, der sich – negativ – als übersteigerter Ablehnung des Opfers niederschlägt, ist der Fanatismus sozusagen positiv. Aus übergroßer Zuwendung zu etwas entsteht Gewaltbereitschaft gegen andere. Z. B. im Sinne von: ‚Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!‘.

    Der Verfasser von „2083“ (Breivik?) könnten nun ein fanatischer Christ sein.
    Das ist er aber nicht. Ja, er ist noch nicht mal ein richtiger Christ. Du, einparteibuch, führst ja in Deinem Artikel völlig zu Recht aus: „Und so findet sich unter deutschen Medien nicht ein einziges Medium, dass die naheliegende Frage stellt, wenn der Täter denn ein „konservativer Christ“ ist, warum er sich dann nicht an die zehn Gebote hält. Dort heißt es schließlich ganz deutlich: „Du sollst nicht töten!““

    Genau! Er ist überhaupt kein Christ, sondern er modelt das Christentum zu einer vage bleibenden „Identität“-Stiftung und zu einen „moralischen Plattform“ um. Auf S. 1307 lesen wir: „If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.“
    (Siehe auch schon oben Kommentar #8)

    Das hat nachts mit einem schwärmerischen „Jesus sprach zu mir!“ oder „Jesus told me …!“ zu tun, sondern ist eine Formulierung, die man typischer Weise einem Atheisten zuschreiben kann (z. B. Friedrich der Große: „Der lebendige Glaube ist nicht meine Sache, aber die christliche Moral ist die Richtschnur meines Lebens“) .

    Also: Fanatismus – Bereitschaft zu Gewalttätigkeit aufgrund von schwärmerischer christlicher Religiosität – scheidet bei „2083“ völlig aus.

    3.) Vernunft/rationale Überlegungen
    Die Motivation der Tat – und diese braucht man unabdinglich für jede Vorsatztat – wollen wir nun auf VERNUNFT bzw. RATIONALE ÜBERLEGUNGEN prüfen.

    Und dabei schließe ich unter ‚Vernunft‘ auch das mit ein, was ein verständiger Mensch als „völlig unvernünftig“ bezeichnen würde. Denn auch eine aus dumpfen Grübeln und schiefer Logik geborene ‚fixe Idee‘, die sich dem Täter als (vermeintlich) völlig logisch darstellt, kann einen mörderischen Vorsatz gebären. Als Beispiel nehme ich mal die französische Revolution bzw. – personifiziert – Robespierre. Sie machten damals ja sogar eine Statue von der „Göttin der Vernunft“. Merkwürdiger Weise eine weibliche(!) Gottheit. Aber vielleicht kannten die Herren, die sie ausheckten, sich selbst ganz gut und hatten deshalb durchaus keinen Verdacht, daß die „Vernunft“ etwa männlichen Geschlechts sein könnte.

    Aber auch hier kommen wir bei „2083“ nicht weiter. Logische oder auch nur vermeintlich logische Überlegungen, die dazu führen, das eine ‚Konservativ-Christliche-Israelische‘ Haltung die ultima ratio der Glücks des Menschen oder seiner Errettung sein müßten, fehlen eigentlich völlig.
    Die Nazis fügten ihrer behaupten Überlegenheit der „arischen Rasse“ wenigstens noch die (pseudo-)logischen Überlegungen eines falsch verstanden Darwinismus hinzu, um Dynamik und Vorsatz zu entwickeln. Sie stolperten aber über die Doppelbedeutung des engl. Wortes „fit“ in Darwins „survival of the fittest“. Ja, wer „fit“ ist, ist natürlich stark bzw. „in Form“ oder „gut in Schuß“. Aber „to fit“ heißt „anpassen“. Und Darwin meinte ein „to fit“ – also das Überleben des Anpassungsfähigsten – und nicht des Stärksten. Und die ollen Nazis ,die ich noch erlebt habe – z. B. General Lombard (sieh wiki) – fand ich nie so besonders „anpassungsfähig“!

    Aber „2083“ bringt da nichts (wer doch etwas findet, in diesem endlosen Geplapper, der kann es ja hier posten).

    aa) Christentum
    Der Verfasser von „2083“ ist nicht wirklich Christ und er müht sich auch nicht, uns logisch oder argumentativ herzuleiten, warum das Christentum so toll sein soll.

    bb) Konservativ
    Breivik wird uns in „2083“ als Freimaurer vorgestellt – aber seit wann sind denn Freimaurer etwas „Konservatives“. Das ist ein neumodischer Verein aus dem 18. Jahrhundert, der nun etwas ältlich geworden ist. „Ältlich“ ist aber nicht „konservativ“.
    Anderenfalls wären Frauen, die mal wieder einen Minirock anziehen (ich mochte das!), „konservativ“! Gute Miniröcke waren damals kaum länger als ein etwas breit geratener Gürtel: „Gott, ist die Uschi heute wieder konservativ angezogen!“ – oder was?

    III.) Resümee
    Gerade dieses ‚Manifest‘ „2083“ schließt einen Vorsatz und einen Antrieb, wie er für das Massaker auf Utöya und in Oslo erforderlich war, völlig aus. Dieses „2083“, welches uns allenthalben als vermeintlich plausible Erklärung für das Massaker präsentiert wird, macht tatsächlich den Antrieb für dieses Massaker nicht erklärlich, sondern – im Gegenteil – schließt eine Tatantrieb aufgrund seines Geschreibsels völlig aus.

    Dieses „2083“ und die Tat Breiviks (und offenbar noch anderer) sind völlig asynchron, und das Geschreibsel vermag es nicht uns keine glaubhafte und plausible Täterpersönlichkeit darzustellen.

    Norwegen will den palästinensischen Staat anerkennen. Gerade auf Utöya(!!) war eine Demo organisiert worden, die zum „BOIKOTT ISRAEL“ aufrief. Und demonstrativ nahm der norwegische Außenminister Jonas Gahr an dieser Demo teil: http://politisk.tv2.no/nyheter/st%C3%B8re-om-israel-palestina-konflikten-%E2%80%93-okkupasjonen-ma-opph%C3%B8re-muren-ma-rives-og-det-ma-skje-na/ .

    Ich vermute deshalb eine israelischen Vergeltungsschlag,. Und die Bombe(n) die im Regierungsviertel hochging(en) ging(en) absichtlich hoch, als kein wichtiger Politiker da war. So etwas nennt man eine „WARNUNG“.

  19. @einparteibuch, # 21:
    1.) Zitat: „Seinen Terrorakt sieht der Täter in einem anderen Licht. Von seinem Terrorakt glaubt er, dass er noch nicht von vielen verstanden würde, aber notwendig war.“

    Ich bestreite ja nicht, das „2083“ genau auf die Tat Breiviks austariert wurde und sehr, sehr angestrengt versucht, uns aufzuschwatzen, daß die Tat-Motivation Breiviks genau diejenige sei, die uns das „2083“ über endlose Seiten vorkaut. Nur: DAS IST KÜNSTLICH UND UNSTIMMIG.

    Hätte ich, wie der Verfasser vom „2083“, genau Kenntnisse von der Tat gehabt, hätte ich das „2083“ ausmüllern können, indem ich ganz schnell mit einem ganz anderen „Manifest“ herausgekommen wäre, das ich „3083“ genannt hätte.
    Und da würde ich dann einfach eine ganz andere Tat-Motivation schildern. Meinetwegen ein echter Nazi, der Sozialdemokraten und auch „Semiten“ (und damit auch „Juden“ im rassistischen Sinne) haßt. Oder als RAF-Typ, der den Sieg des Sozialismus nur nahen sieht wenn die Sozialdemokratie („Wer hat uns verraten …“) beseitigt wird.
    Und jedesmal würdest Du, einparteibuch, das für die echte Motivationslage des Täters halten.

    2.) Zitat: „Meine These ist, dass das leichtfertige Töten von Menschen in Situationen wie „Kriegen der Wahl“, im „Anti-Terrorkampf“, bei der Todesstrafe, und so fort, auch für die tötende Gesellschaft nicht ohne Folgen bleibt. Der Respekt vor dem Leben schwindet, die Wut derjenigen, die sich mit den Getöteten solidarisch sehen, steigt und das Tabu des Tötens verringert sich, gleich welcher Religion oder Ideologie die verschiedenen Menschen anhängen.“

    Ja gut, aber dann wäre das Töten Breiviks WAHLLOS bzw. WILLKÜRLICH. Und ja, warum soll es das nicht geben. Geradeaus aus den USA hören wir ja ständig von Supermarkt-Massakern oder von Kerlen die von einem Turm oder aus einem Kofferraum ihres PKW heraus willkürlich(!) Leute erschießen.
    Und willkürlich wäre Breiviks Töten auch dann, wenn er zwar von anderen Leuten gezielt nach Utöya gelenkt wurde, es ihm s e l b s t aber völlig egal war, wen er gerade ermorden würde.
    Nun: Diesenfalls wäre das „2083“ dann aber ebenfalls eine Irreführung. Denn daß sich bei Breivik lediglich „das Tabu des Tötens verringert (hatte)“ will und „2083“ ja gerade über 1500+ Seiten ausreden.

    Ich bleibe dabei: Eine echte und eigene Motivation Breiviks gerade die Kinder auf Utöya zu ermorden, vermag uns das dahingehend sehr bemühte „2083“ gerade nicht plausibel darzulegen.

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