Was steckt hinter dem britischen Vorgehen gegen Rupert Murdoch?

Seit ein paar Tagen wird bekanntlich der Medienmogul Rupert Murdoch im Vereinigten Königreich zusammengefaltet. Die Öffentllichkeit der Welt darf sich zurecht freuen: Murdoch’s verlogene Hetzpresse ist schon lange so ziemlich jedem unerträglich, der Idealen wie Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden einen Wert beimisst.

Die Medien von Rupert Murdoch sind da allerdings nicht allein, weder in Großbritannien noch sonst irgendwo in der westlichen Wertegemeinschaft. Politiker und Geschäftsleute zu erpressen, wahre Interessen zu verschleiern, Menschen mit Xenophobie gegeneinander aufzuhetzen, mit Lügen mörderische Kriege zu schüren und sich dann obendrein am dadurch erzeugten Leid von Menschen zu ergötzen, gehört zu den üblichen Gepflogenheiten der Branche, die sich in der westlichen Wertegemeinschaft „die freie Presse“ nennt.

Wer die Berichterstattung der letzten Tage über Rupert Murdoch und seine Medien verfolgt hat, der mag sich gefragt haben, was da los ist. Hat Rupert Murdoch nicht immer alles gemacht, was von einem Medienmogul erwartet wird? Er hat immer den Apartheidstaat Israel unterstützt, war der CIA ein guter Kumpel, hat unbotmäßige Politiker niedergemacht, er hat Hass auf den Islam und Linke geschürt und die Bevölkerung von wichtigen politischen Vorgängen abgelenkt und ihr nach besten Kräften alle militärischen Eroberungsfeldzüge des Empires schmackhaft gemacht. Kurzum, er hat genau das gemacht, wozu die freie Presse da ist.

Wer nur eine Minute mit klarem Verstand zu BBC, Telegraph, Guadian, CNN, Reuters, ABC, AFP, NBC, AP, Le Figaro, New York Times, Time, Spiegel, Tageschau, Zeit, heute und wie sie alle heißen, die Flagschiffe der „freien Presse“ der „westlichen Wertegemeinschaft“, hinüberschaut, der kann mit einem Blick erkennen, dass die Murdoch-Medien so ziemlich genau das gemacht haben, was die anderen Größen der Branche auch ständig machen, wobei die Murdoch-Medien allenfalls einen Tick erfolgreicher als viele ihrer Konkurrenten waren.

Und nun wird Rupert Murdoch von britischen Politikern durch den Kakao gezogen, weil die Murdoch-Medien sich ein paar ihrer Geschichten nicht ganz sauber beschafft haben? Wenn es so ist, dann ist das sehr erstaunlich. Das Vereinigte Königreich ist schließlich ein königliches System, wo aus Tradition Politiker nur diejenigen werden dürfen, die zuvor glaubhaft nachweisen können, dass sie wirklich über keinerlei Skrupel, Moral und Rückgrat verfügen. Selbst wer bloß ablehnt, einen Treueeid auf eine kriminelle Monarchenkaste zu leisten, kann im Vereinigten Königreich kein Politiker werden.

Was ist da also passiert? Haben die seit Jahrzehnten für ihre Gewissenlosigkeit bekannten Politiker im Vereinigten Königreich ganz plötzlich einen Sinn für ethische Werte bekommen oder ist Rupert Murdoch irgendjemand goldene Löffel geklaut, der über die Mittel verfügt, ihn dafür ordentlich zusammenzufalten?

Der Japaner Yoichi Shimatsu war früher Editor der „Japan Times Weekly“ und ist einer der Gründungsmitglied der Fakultäten für Journalismus an der Universität von Hong Kong sowie an der Tsinghua University in Peking. Er ist der Meinung, hinter dem gegenwärtigen britischen Vorgehen gegen Rupert Murdoch steckt das britische Königshaus. Er meint, der Grund dafür, dass Rupert Murdoch gerade zusammengefaltet wird, besteht darin, dass seine Reporter kürzlich angefangen hatten, noch einmal Nachforschungen zum Tod von Prinzessin Di anzustellen. Er meint, die britische Monarchie habe sich durch die Recherchen der Murdoch-Medien bedroht gesehen, denn Prinzessin Di sei vom Königshaus ermordet worden. Die Murdoch-Medien seien zu republikanisch, hätten zuviel Schmutz in der Königsfamilie aufgewirbelt und werden deshalb nun zusammengefaltet.

Yoichi Shimatsu hat seine recht detailliert begründete Meinung zum Vorgehen gegen Rupert Murdoch auf der aus der berühmten Anti-CNN-Seite hervorgegangenen chinesischen Online-Plattform „The 4th Media“, deren Chefredakteur Kiyul Chung Professor für Journalismus an der Tsinghua University in Peking ist, veröffentlicht: Her Majesty’s Secret Led to Murdoch’s Fall.

Prädikat von Mein Parteibuch: Lesenswert. Selbst wenn man der Theorie von Yoichi Shimatsu nicht folgen möchte, so regt sie das Denken an.

3 Gedanken zu “Was steckt hinter dem britischen Vorgehen gegen Rupert Murdoch?

  1. Und schwupps ist Knecht Rupert aus dem Blickfeld. War da was?

    Die nächste Zeit erlaubt man der Masse sich damit zu befassen, wer hinter 722 – fast wie im Kino: Quersumme? – steckt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,776002,00.html
    – Rauchwolken, zerstörte Fassaden, Trümmer auf den Straßen: Bei einer schweren Explosion in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind mehrere Regierungsgebäude beschädigt worden. Auch das Büro des Ministerpräsidenten wurde getroffen.

    Und was natürlich nicht fehlen darf:

    – „Ich habe Tote gesehen.“

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  2. „Medienmogul Rupert Murdoch im Vereinigten Königreich zusammengefaltet“

    Was? Murdoch soll in den Knast? Das würde ich bei „zusammengefaltet“ aber schon mindestens verlangen! Zumindest ’so ein bißchen in den Knast‘ – sagen wir mal so, wie Dominique Strauss-Kahn.
    Aber nix.
    Warum auch? Es geht ja auch gar nicht um Murdoch. Es geht darum daß staatliche Behörden (in GB wie bei uns US-israelisch beherrscht – Stichwort: „Vasallenstaat“) die Bürger, politische Gruppen, potentiell unangenehme Kandidaten (911-Opfer-Angehörige), massiv abhören wollen und wollten. Und da haben sogar Geheimdienste Regeln,. Erst recht kann die Polizei und die Staatsanwaltschaft nicht ohne in Gefahr zu geraten, massiv abhören. Und das wollen sie a seit mindestens 10 Jahren: Den vollständigen orwellschen Überwachungsstaat einrichten.
    Und da hat man eben „outgesourced“. Wenn diese massive Kontrolle des Staates – hier per Abhören – auffliegt, gut, dann war das eben die ‚Schmuddelpresse‘. Aber die wirklich Verantwortlichen werden nicht bekannt. Gut man mußte eine Zeitung Murdochs abschreiben. Und womöglich bekommt er eine Satellitenfernsehstation nicht. Aber Murdoch kann doch nicht meckern: Noch immer verdankt er dieser Zusammenarbeit mit US-Israel ein nach wie vor riesiges Medien-Imperium.

    Natürlich rächt sich das US-israelische Imperium an Plaudertüten wie Sean Hoare. Die sind dann mal eben tot. Hoares Frau war wohl gerade in Urlaub und nun wird Hoare plötzlich „tot aufgefunden“.

    1.) Und wenn man in allen online-Zeitungen nachsieht, findet man keine anderen Informationen als 1.) „tot aufgefunden“ und 2.) … ja … daß die Polizei von „unverdächtigen Umständen“ sprach. MEHR NICHT!! Und das über Tage!

    Schon WANN der tote Hoare „aufgefunden“ war bis vorgestern nicht so richtig herauszubekommen. Erst vorgestern erfuhr ich – nachdem ich mir einen Wolf geklickt hatte – , daß die Polizei um 11.00 Uhr vormittags (am 1807.11) vor der Wohnung des Toten vorgefahren war.

    Aber mehr ist nicht nachzulesen. Wenn aber die gelenkten Medien dermaßen schweigen, ist das selbstverständlich gelenkt!

    Denn selbstverständlich kann die Presse (und die Medien im übrigen) drängen, daß wenigstens einmal von der Polizei/Scotland Yard mitgeteilt wird, z. B. W I E Mr. Hoare starb. Lag er auf dem Rücken und ein Messer steckte in seinem Herzen? Oder steckte das Messer in der Leber. Oder wurde er von einen Kugel getroffen? War es eine Gewehrkugel oder war es eine Pistolenkugel? Traf diese seinen Kopf oder sein Herz oder seine Leber oder sein Rückgrad?
    Oder wurde er aufgehängt aufgefunden? Oder mußte man Herzversagen konstatieren? Falls das letztere: Warum geht die Polizei davon aus, daß dies „unverdächtig“ sei – litt er etwa an mehrfachen Herzinfarkten?
    Oder starb er so merkwürdig wie Robin Cook? Letzterer wurde ja mit gebrochenem Genick aufgefunden, starb aber – so wenigstens die Ärzten ‘der Krone’ damals – an „Bluthochdruck“.

    Man stelle sich vor, ein Bealastungszeuge in Moskau, der eine unappetitliche Verbindung Putins zur russischen Mafia bezeugen könnte, würde plötzlich „tot aufgefunden“. Würden dann diese Nato-Medien auch nur dies berichten und dann lediglich hinzufügen, daß es nach Aussage der moskauer Polizei keine verdächtigen Tatumstände bzgl. des Todes gäbe?
    ABER NIE UND NIMMER!!!

    Jeden nicht gelenkten Journalisten würde es übrigens doch auch interessieren, WER die Polizei denn benachrichtigte vom „tot aufgefunden(en)“ Mr. Hoare. War es ein Verwandter, ein Nachbar, war es der Steuerberater, Rechtsanwalt oder Zahnarzt, der beunruhigt war, weil ein abgemachter Termin nicht eingehalten wurde. Oder hatte seine Putzfrau einen Schlüssel und ihn „aufgefunden“?

    Und WO wurde Mr. Hoare „aufgefunden“? Im Badezimmer (ge-Barschelt?), im Schlafzimmer, im Wohnzimmer, in der Küche, im Flur?

    Bei Strauss-Kahn, bei Kachelmann, beim Abgeordneten Tauss wurde die Presse sofort(!) mit zahlreichen(!) Details gefüttert – als noch nicht einmal die Anwälte dieser Beschuldigten über die Details informiert worden waren.

    Fast schon einzigartig und sehr bemerkenswert ist auch das Verhalten z. B. des THE INDEPENDENT: Statt den Leser endlich mal über die Einzelheiten des merkwürdigen und aufsehenerregenden Todesfalles zu i n f o r m i e r e n , gibt dieses Blatt nur eine längliche und verquast-verdrehte Argumentationsschrift heraus, warum der Tod von Hoare u n m ö g l i c h irgendwie verdächtig sein könne: “MARTIN HICKMAN: WAS SEAN HOARE KILLED BY THE MURDOCH EMPIRE? THE – http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/martin-hickman-was-sean-hoare-killed-by-the-murdoch-empire-the-short-answer-is-no-2317226.html

    Wenn man bei google eingibt ‘Hoare “No third Party” ‘ dann erhält man laut google “ungefähr 42.500 Ergebnisse()”. Aber ein solcher Aufwand der Medien – nur um gegen das eigen Verkaufsinteresse zu verstoßen – ist doch auffällig! Eine Zeitung mit der Schlagzeile “Verdächtiger Todesfall: Sean Hoare” verkauft sich doch dreimal(!) so gut wie mit der Schlagzeile “Sean Hoare normal gestorben”.
    (Warum bei den Briten ein Mörder “third party” ist, und wer denn dann “second party” sein soll, habe ich nicht herausbekommen .Aber die haben da ja auch so komische Maße und fahren links)

    Gut: James Corbett – http://www.youtube.com/watch?v=kunY-5fZ0eU&feature=player_embedded#at=86
    Und zur londoner Polizei (“Met”): http://aangirfan.blogspot.com/2011/07/dick-in-charge-of-terror.html

    2.) Nicht nur der Nachrichten-Verhindern durch die britischen Medien in Sachen Sean Hoare legt die Vermutung nahe, daß dieser ermordet wurde.

    Auch die Tatsache, daß die toxikologische Untersuchung angeblich viele, viele ‘Wochen dauern’ soll, zeigt an, daß hier ei ne echte Aufklärung nicht nur verhindert, sondern diese zusätzlich auch noch verschleppt werden soll. Im Deutschen spricht man von ‘Graß über die Sache wachsen lassen’.
    Daß die forensische Untersuchung so lange dauern soll, kann man bei The Independent lesen: http://www.independent.co.uk/news/uk/crime/toxicology-tests-after-death-of-whistleblower-will-take-weeks-2317227.html

    Nach Aangirfan ist The Independant ein “a spooky UK newspaper” (http://aangirfan.blogspot.com/2011/07/warwick-spinks-and-marcel-vervloesem.html). Ein “spook” ist ein Geheimdienstmann bzw. ein “Schlapphut”. Also wird hier eine Nähe des Blattes zu Geheindienstkreisen angenommen (DER SPEI-GEL was früher ja auch mal so eine Art Organ des BND).

    Zur toxikologischen Untersuchung: So eine Untersuchung dauert noch nicht mal Tage, sondern bloß ein paar Stunden. Daß dem so ist, kann man schon daran sehen, daß die Kripo bei Auffinden einer Leiche nicht wochenlang warten kann, ehe sei endlich erfährt, ob der Tod normal eingetreten ist oder ob Mord vorliegt. Wenn die Kripo erst nach Wochen anfangen könnte zu ermitteln, hätten die ganzen Zeugen wichtige Details zumeist längst vergessen. Und bei Auffund einer Leiche schon mal prophylaktisch wochenlang zu ermitteln und zu verhören, geht ja auch nicht an.
    Nein, nein diese toxikologische Untersuchung im Fall Sean Hoare braucht nicht mehr als ein paar Stunden. Allenfalls dann, wenn Proben an ein anderes Institut versandt werden müssen (da z. B. dort ein teures Gerät steht, daß sich nicht alle Institute leisten können), kann das schon mal ein paar Tage dauern.
    Resümee: Hier soll auf Zeit gespielt werden, in der – sicherlich: nicht unberechtigten – Hoffnung, daß das Interesse der Öffentlichkeit am Tod von Sean Hoare in z. B. 3 Wochen längst erloschen sein dürfte.

    Noch ein Grund mehr, anzunehmen, daß Hoare ermordet wurde. Und zwar von einer Seite, die definitiv die Presse/Medien beherrscht.

    3.) Und dann wurde seit gestern die Ehefrau Jo überall interviewed ( z. B. http://www.watfordobserver.co.uk/news/9154999.Family_pay_tribute_to__unforgettable__reporter_Sean_Hoare/ )
    Und keiner … k e i n e i n e r (!!!) der Journalisten, fragt: ‚Übrigens …woran denn, gnädige Frau, ist denn Ihr Herr Gemahl gestorben? Denn das müßte die Ehefrau unter normalen Umständen wissen. Die Polizei hat ja Fremdverschulden grundsätzlich ausgeschlossen. Und selbstverständlich(!) hat ein Angehöriger oder eine Ehefrau eines Verstorbenen das RECHT, die Todesursache und die -umstände unverzüglich zu erfahren-.. Sogar bei eindeutig festzustellendem Mord dürfte das der Fall sein (das umfast natürlich nicht die neugierige Frage der Ehefrau ‚welche Fingerabdrücke man denn auf dem Dolch/der Pistole gefunden‘ habe. Aber die Todesumstände und -gründe schon).
    Und was passiert nun als Mrs. Hoare interviewed wird? K EI N Journalist (klickt euch nur durch das Internet durch – keiner!) fragt Mrs. Hoare nach der Todesursache (Schlaftabletten, Gift usw.).
    Medial hat das ABSOLUTES OSTBLOCKNIVEAU ! Denn Journalisten, die das Mrs. Hoare nicht fragen …. haben ANGST!

  3. WAS IST EIGENTLICH BEI DIESEM PRESSESKANDAL IN GROSSBRITANNIEN GENAU PASSIERT?
    Manche denken, man habe Murdoch am Zeug flicken wollen. Es geht m. E. aber nicht um Murdoch. Es geht darum, daß staatliche Behörden (in GB wie bei uns US-israelisch beherrscht – Stichwort: „Vasallenstaat“) die Bürger, politische Gruppen, potentiell unangenehme Kandidaten überwachen. Auch z. B. 911-Opfer-Angehörige, die z. Teil auch den Staat (New York, oder USA) verklagen, wurden/werden massiv abgehört und überwacht.
    Das kann man aber kaum über staatliche Ämter machen: Denn da haben sogar Geheimdienste Regeln und Haushaltsvorgaben. Erst recht kann die Polizei und die Staatsanwaltschaft nicht ohne in Gefahr zu geraten, massiv abhören. Und das wollen sie ja seit mindestens 10 Jahren: Den vollständigen orwellschen Überwachungsstaat einrichten.

    Und da hat man eben „outgesourced“. Wenn diese massive Kontrolle des Staates – hier per Abhören – auffliegt, gut, dann war das eben die ‘Schmuddelpresse’. Aber die wirklich Verantwortlichen werden nicht bekannt. Gut man mußte eine Zeitung Murdochs abschreiben. Und womöglich bekommt er eine Satellitenfernsehstation nicht. Aber Murdoch kann doch nicht meckern: Noch immer verdankt er dieser Zusammenarbeit mit US-Israel ein nach wie vor riesiges Medien-Imperium.

    Man sehe sich einmal die Verquickung von Primeminister Cameron und „News Of The World“-Leuten an. Oder der jetzt zurückgetretene Polizeichef. Der trat ja nicht zurück, weil er da einen Ex-Angestellten von „News Of The World“ für sich arbeiten ließ. Vielmehr trat er zurück – und dies wird kaum erörtert – weil seine Polizei ganz offensichtlich die illegal abgehörten Daten der Murdoch-Bande nutzte.
    Dazu gehörten auch Bewegungsprofile: „Hoare returned to the spotlight last week, after he told the New York Times that reporters at the News of the World were able to use police technology to locate people using their mobile phone signals in exchange for payments to police officers. He said journalists were able to use a technique called ‘‘pinging’’ which measured the distance between mobile handsets and a number of phone masts to pinpoint its location… Hoare gave further details about the use of ‘‘pinging’’ to the Guardian last week. He described how reporters would ask a news desk executive to obtain the location of a target: ‘‘Within 15 to 30 minutes someone on the news desk would come back and say ’right that’s where they are.’’’ (siehe http://www.theage.com.au/world/this-is-not-going-to-go-away-murdoch-whistleblower-warned-of-more-revelations-before-death-20110719-1hm7f.html ).

    Was doch auffällt ist, daß mehrere Schnüffeleiern der Murdoch-Presse absolut erklärungsbedürftig sind, da jeder echte Chefredakteur seinem Reporter den Kopf waschen würde, wenn der z. B. mit den abgehörten Telefongesprächsprotokollen von Angehörigen von 911-Opfern ankäme. Wie soll man denn daraus eine Story machen, für die die Leser bereit sind, Geld zu bezahlen? Auch auffällig viele der ausgeschnüffelten ‚Prominenten‘ hätten eine echte Zeitungsredaktion überhaupt nicht interessiert.
    Hier vermute ich daß diese Personen nur zur Kontrolle ihrer „Linientreue“ überwacht wurden.
    Die Murdoch-Leute nahmen hier also Aufgaben wahr, die einem Herrschaftsapparat nutzen sollte – nicht einem wenn auch ekligen, so doch verständlichen ‚Schmuddeljournalismus‘.

    Daß die englische/britische Polizei (und sicher auch Geheimdienste) ganz offensichtlich die von der Murdoch-Presse erschnüffelten Daten für sich nutzten, ist für mich der WAHRE SKANDAL – nicht, daß Journalisten so schmutzig sein und tief sinken können.

    Dieser ‚WAHRE SKANDAL‘ wir aber nirgendwo erörtert.

    Auffällig ist doch auch, daß Murdoch (bzw. die Leute, die für ihn handeln) einfach mal eben eine ganze Zeitung in den Orkus schickt (die armen vielen Mitarbeiter dort!).
    Daß die „News Of The World“ liquidiert wird, hatte doch überhaupt niemand verlangt. Und wir leben doch in Zeiten, in denen man Probleme wunderbar aussitzen kann. Da hätte man ein paar Köpfe der „News Of The World“ demonstrativ geopfert und öffentlich auch noch tüchtig fertig gemacht. Und die Radaktion der „News Of The World“ hätte dann zukünftig Besserung versprochen usw. Und das wär’s gewesen!

    Daß die „News Of The World“ dermaßen hektisch und kompromißlos geopfert wurde, zeigt, daß da eben EIN GANZ ANDERER SKANDAL unter der Decke steckt – nicht bloß übler Schmuddeljournalismus. Und dieses theatralische Opfern einer gesamten (und bis dato wohl sogar gutlaufenden) Zeitung, ist mir äußerst verdächtig!

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