Wozu wollen die Saudis jetzt 200 Leopard 2 Kampfpanzer?

Es wird derzeit viel darüber geredet, ob die deutsche Bundesregierung das richtige „Fingerspitzengefühl“ zeigt, indem sie jetzt die Lieferung von 200 deutschen Kampfpanzern des Typs „Leopard 2 A7+“ nach Saudi Arabien grundsätzlich genehmigt hat. Was bei dieser Diskussion leider völlig zu kurz kommt, ist die Frage, warum die Saudis die 200 Leopard 2 Kampfpanzer überhaupt wollen und warum sie gerade jetzt genehmigt wurden.

Israels Weg zum Angriff auf den Iran
Israels Weg zum Angriff auf den Iran

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Saudi-Arabien keine Panzer braucht, um ein paar Dutzend irakische Grenzgänger und Kinder oder indonesiche Dienstmädchen zu köpfen. Dazu bedarf es, wie Bilder zeigen, lediglich eines scharfen Schwertes. Auch um friedliche Demonstrationen zusammenzuschießen, wie Saudi Arabien das in Bahrain gemacht hat, sind teure Kampfpanzer, obwohl Fefe diesbezüglich gerade einen realitätsnahen Scherz gemacht hat, vergleichsweise ungeeignet. Kampfpanzer sind mit ihren kilometerweit reichenden schweren Kanonen vor allem dazu da, bewegliche gepanzerte Ziele zu bekämpfen. Mit Kampfpanzern Demonstrationen zusammenzuschießen ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Um Demonstrationen brutalstmöglich zusammenzuschießen, sind vergleichsweise preiswerte Schützenpanzer mit eher kleinkalibrigen Waffen wie Maschinengewehren deutlich besser geeignet als Kampfpanzer mit großen Kanonen.

Wenn die Saudis die pi mal Daumen 10 Mio Euro pro Stück teuren deutschen Kampfpanzer also sicherlich nicht brauchen, um auch zukünftig indonesische Dienstmädchen fachgerecht zu köpfen, und vergleichsweise preiswerte Schützenpanzer zum Zusammenschießen von friedlichen Demonstrationen besser geeignet sind, wozu brauchen die Saudis dann die teuren deutschen Kampfpanzer, die sogar vom russischen Militär kürzlich lobend herausgestellt wurden?

Der iranische Nachrichtensender Press TV weist in seiner jüngsten Meldung über den deutschen Panzerverkauf nach Saudi Arabien darauf hin, dass Saudi Arabien vor etwa eineinhalb Jahren eine Militäroffensive gegen aufständische Houthis in der nordjemenitischen Provinz Saada durchgeführt hat. Dabei ist es tatsächlich zu so etwas wie Artilleriegefechten und Panzerduellen gekommen, also militärischen Situationen, in denen der Leopard 2 sicherlich recht nützlich ist. Und auch der saudische Grenzposten zur Saada-Provinz des Jemen wäre sicherlich nicht so ohne weiteres vorübergehend von Kämpfern der Houthis überrannt worden, wenn der mit ein paar Kampfpanzern gesichert gewesen wäre. Andererseits ist die Saada-Provinz, in der Saudi-Arabien gemeinsam mit der jemenitischen Regierung gegen die aufständischen Houthis gekämpft hat, extrem gebirgig, was den Nutzen von Kampfpanzern stark einschränkt. Im Berggelände sind Flugzeuge und Hubschrauber, so wie sie Saudi Arabien letztes Jahr massenhaft in den USA bestellt hat, die wesentlichen Waffen einer hochgerüsteten Armee. So viele Kampfpanzer würde Saudi Arabien im bergigen Land der Houthis kaum sinnvoll nutzen können. Und 200 Kampfpanzer zur Sicherung eines kleinen Grenzpostens einzukaufen, wäre auch für saudische Verhältnisse arg übertrieben.

Bemerkenswert ist hingegen ein Halbsatz in einem Artikel der süddeutschen Zeitung, in dem erläutert wird, dass Israel und die USA den Panzerverkauf an Saudi Arabien abgesegnet haben. Da heißt es, Saudi Arabien sei ’nach den Umwälzungen in Ägypten und Tunesien der „letzte und wichtigste Stützpfeiler“ in der Nahost-Region‘ und der deutsche Panzerverkauf an Saudi Arabien sei unter anderem deswegen genehmigt worden, weil es in Kreisen der schwarz-gelben Koalition „große Sorge vor einer Militäraktion Irans gegen Israel“ gebe.

Die Aussage, der Panzerverkauf an Saudi Arabien geschehe unter anderem aus „Sorge vor einer Militäraktion Irans gegen Israel“ ist äußerst interessant. Zwar rechnet natürlich niemand damit, dass der Iran Israel überfällt, weil der Iran, selbst wenn er das wollte, überhaupt nicht die militärischen Mittel dazu hat, und es ist auch widersinnig, deswegen an Saudi Arabien Panzer zu liefern, weil ein iranischer Angriff auf Israel theoretisch allenfalls über das von der mit dem Iran befreundeten Hisbollah beherrschte Gebiet des südlichen Libanon erfolgen könnte, aber andersherum wird ein Schuh daraus.

In Israel wird seit Jahren darüber diskutiert, den Iran anzugreifen. In den letzten Wochen hat der vor kurzem abgesetzte Mossad-Chef Meir Dagan in einem sehr ungewöhnlichen Schritt öffentlich vor einem israelischen Angriffskrieg gegen den Iran gewarnt. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu arbeitet seit Jahren darauf hin, den Iran zu bombadieren und hat in den letzten Monaten sämtliche hohen Positionen im israelischen Sicherheitsapparat mit Personen besetzt, die genau wie er selbst einen israelischen Angriffskrieg gegen den Iran befürworten.

Der Blogger Richard Silverstein, der in der Vergangenheit schon einige Male bewiessen hat, über zutreffende Insider-Informationen aus dem israelischen Sicherheitsapparat zu verfügen, berichtete gestern, dass in Israel nun offenbar der Zeitpunkt des lange geplanten israelischen Angriffskrieges gegen den Iran beschlossen wurde: nämlich nach der Pensionierung von US-General Michael Mullen und vor der UN-Hauptversammlung Ende September.

Ziel des israelischen Angriffskrieges gegen den Iran sei es, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit von den Palästinensern abzulenken, die von der Hauptversammlung der UN im September ihren palästinensischen Staat in den völkerrechtlichen Grenzen von 1967 anerkannt bekommen möchten und damit den zionistischen Bemühungen zum völkerrechtswidrigen Aufbau eines Großisrael einen dicken Stein in den Weg legen könnten. Den Informationen des Infomanten von Richard Silverstein zufolge hat US-Präsident Barack Obama den israelischen Überraschungsangriff gegen den Iran bereits genehmigt. Auch objektiv zeigt Israel Anzeichen eines bevorstehenden Krieges: seit Wochen finden in Israel die größten Zivilschutzübungen aller Zeiten statt, was man durchaus als israelische Kriegsvorbereitung verstehen kann.

Auch der Verkauf von zahlreichen Leopard 2 Kampfpanzern an Saudi Arabien macht zur Vorbereitung eines israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Sinn. Wenn Israel den Iran angreift, dann wird Israel das im Wesentlichen mit Kampfflugzeugen machen. Mit Boden-Boden-Raketen oder U-Boot-gestützten Raketen wird Israel in Iran nur wenig Schäden anrichten können. Kampfflugzeuge haben von Israel aus drei potentielle Routen in den Iran zur Auswahl: im Norden durch die Türkei, zentral durch den Irak oder südlich durch Saudi-Arabien. Der theoretisch mögliche nur über internationale Gewässer führende Weg von Israel zum Iran um die arabische Halbinsel herum gilt hingegen als zu lang, also kriegstaktisch wegen des durch die lange Wegstrecke fehlenden Überraschungsmomentes nicht sinnvoll und logistisch wegen zu vieler benötigter Tankflugzeuge auch nicht machbar.

Aber selbst die drei Routen von Israel in den Iran durch die Türkei, den Irak oder Saudi Arabien sind so lang, dass Israel für den Angriffskrieg gegen den Iran Unterstützung von Drittländern in Form von Treibstoff für die Kampfflugzeuge benötigt, entweder durch zahlreiche US-Tankflugzeuge in der Luft, was von dem jeweiligen Transitland passiv toleriert werden müsste, oder, was die zum Angriff benötigten Mittel deutlich reduzieren würde, in Form von aktiver Hilfe durch Auftanken bei Tankstopps.

Für die Bewertung aus Sicht des Iran dürfte es keine Rolle spielen, ob ein Transitland einen Angriffskrieg Israels gegen den Iran passiv durch Duldung einer US-Luftbetankung oder aktiv durch eigenes Auftanken unterstützt. Welches Land einen israelischen Angriffskrieg gegen den Iran in welcher Weise auch immer unterstützt, dieses Land befindet sich danach aus Sicht des Iran genau wie Israel selbst im Krieg gegen den Iran.

Von der mit dem Iran befreundeten Regierung der Türkei wird erwartet, dass sie es Israel nicht gestattet, türkisches Territorium für einen israelischen Angriffskrieg gegen den Iran zu nutzen und sie verfügt auch über militärischen Mittel, dieses Verbot durchzusetzen. Sollte Israel via Syrien und den Irak in den Iran wollen, so darf sich Israel auf heftige Gegenwehr von Syrien einstellen. Die syrische Luftabwehr ist zwar vergleichsweise zur Türkei eher dürftig, aber da mit einer Flotte von geschäzten 100 Kampfflugzeugen durchzukommen, dürfte auch für Israel schwerig sein, von Luftbetankungsvorgängen gar nicht zu reden. Über Jordanien und den Irak in den Iran zu kommen, wäre möglich, setzte aber voraus, dass Jordanien das Echo des Iran verträgt. Wenn mit dem Iran befreundete Kampfgruppen im Irak im Gegenzug auf dem Boden gegen Jordanien vorgehen und sich dabei mit der jordanischen Muslimbruderschaft verbünden, kann es passieren, dass die jordanische Monarchie gestürzt wird und eine anti-israelische Regierung in Jordanien das Ergebnis eines israelischen Angriffs auf den Iran ist. Das wäre auch für Israel nicht wünschenswert.

Was Israel bleibt, um Angriffskrieg gegen den Iran führen zu können, ist der Weg durch Saudi Arabien. Da die saudische Luftabwehr durchaus schlagkräftig ist, setzt dieser Weg zwangsläufig die Zustimmung des saudischen Königshauses voraus. Saudi Arabien ist das iranische Atomprogramm ein Dorn im Auge und vom Grunsatz her, wie von Wikileaks veröffentlichte diplomatische Cables der USA zeigen, nicht dagegen, wenn der Iran angegriffen wird. Sollte dieser Angriff allerdings über saudischen Boden erfolgen, so darf sich auch die saudische Monarchie Sorgen darum machen, ob sie das Echo des Iran verträgt.

Der Iran könnte einen israelisch-saudischen Angriffskrieg gegen den Iran beispielsweise unter anderem damit beantworten, die saudische Golfküste anzugreifen. Dort befinden sich einerseits die wichtigsten saudischen Ölfelder und -anlagen und andererseits gibt es da eine schiitische Bevölkerungsmehrheit, mit der das wahhabitische Königshaus über Kreuz liegt. Um einen potentiellen Konterangriff iranischer Revolutionsgarden zur Befreiung der Schiiten an der saudischen Küste des persischen Golfes abzuwehren oder von vornherein unmöglich zu machen, wären 200 deutsche Leopard 2 Kampfpanzer genau richtig. Dafür, dass diese Überlegung eine Rolle spielen könnte, spricht nicht nur, dass Israel und die USA die Lieferung der deutschen Kampfpanzer an Saudi-Arabien gerade jetzt überraschend genehmigt haben, sondern auch, dass die Lieferung der Panzer offenbar unter hohem Zeitdruck geschieht. So berichtete Reuters, dass 44 Panzer bereits gekauft wurden.

Natürlich ist es möglich, dass das ganze Kriegsszenario gegen den Iran nur ein Bluff ist, genau wie Israel dem Iran in den letzten Jahren ständig mit Krieg gedroht hat, es dann aber doch nicht dazu gekommen ist. Es ist durchaus möglich, dass Saudi Arabien mit dem Panzerkauf keine konkret dringend anliegenden Absichten verfolgt, sondern allgemein nur seine Verteidigungsfähigkeit stärken will. Es ist auch möglich, dass zwar ein aktueller Grund für den Panzerkauf anliegt, der aber ein Anderer als ein israelischer Angriff auf den Iran ist, wie zum Beispiel dass Saudi Arabien im Gegenzug für die lange gewünschte Panzerlieferung die NATO beim Angriffskrieg gegen Libyen besser unterstützt.

Aber dennoch ist das Szenario eines Angriffskrieges der Irren von Tel-Aviv und Washington gegen den Iran derzeit so realistisch wie schon lange nicht mehr. Zum Angriffsszenario gegen den Iran passt auch, dass Shimon Peres, der kriegstreiberische Chef des zionistischen Regimes, seinen Luftwaffenpiloten soeben erklärt hat, Iran übertreibe seine militärischen Fähigkeiten.

17 Gedanken zu “Wozu wollen die Saudis jetzt 200 Leopard 2 Kampfpanzer?

  1. „In Saudi-Arabien ist ein ägyptischer Arzt zu 500 Peitschenhieben und fünf Jahren Haft verurteilt worden, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Sein „Verbrechen“ bestand darin, dass er im vergangenen Jahr in der Ortschaft Al-Aflak, 300 Kilometer südwestlich von Riad, von der Religionspolizei allein mit einer Frau angetroffen wurde. Er wurde umgehend festgenommen. In Saudi-Arabien ist es nicht gestattet, dass sich ein Mann und eine Frau im selben Raum aufhalten, wenn sie nicht verheiratet oder blutsverwandt sind.“
    http://www.hintergrund.de/201103291467/politik/inland/libyen-radikale-islamisten-und-al-qaeda-stehen-im-zentrum-der-sogenannten-demokratiebewegung.html

    Von der taz (die allerdings auf seiten der ägyptischen Militärdiktatur und auf Seiten der Raubmörder in Libyen steht, usw. usw.): „SKLAVEN IN SAUDI-ARABIEN“ – http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/sklaven-in-saudi-arabien

    Oder: „Am Sonntag wurde der schiitische Geistliche Tawfik al-Amir in der Stadt Hofuf festgenommen, nachdem er in seiner Predigt die Einführung einer Verfassung verlangt und Korruption sowie die Diskriminierung von Minderheiten angeprangert hatte“ – http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/121517-morgentag-des-zorns-in-saudi-arabien .

    Oder auch – SKLAVENHANDEL IN SAUDI-ARABIEN: http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/Soc/soc.culture.europe/2006-07/msg00000.html
    und http://www.sauduction.com/issues/13 .

  2. Pressemitteilung des Kasseler Friedensforums
    Rüstungsexporte stoppen – Alternative Produktion diskutieren

    Kassel, 5. Juli 2011 – Zur Exportgenehmigung für 200 LKeopard-2-Kampofpanzer nach Saudi-Arabien erklärte der Sprecher des Kasseler Friedensforums in einer Stellungnahme:

    Keine Panzer aus Kassel nach Saudi-Arabien

    „Der LEOPARD 2 ist vom Polarkreis über die Alpen und Anden bis an das Mittelmeer und den Pazifik verbreitet – und wird deshalb zurecht auch als ‚Global-LEOPARD‘ bezeichnet.“

    So bewirbt das in Kassel und München ansässige Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann sein wichtigstes Produkt. Mit der Liefer-Genehmigung von 200 Leopard 2 an Saudi-Arabien durch den Bundessicherheitsrat kann der schwere Kampfpanzer nun auch an eines der schlimmsten Regime im Nahen Osten verkauft werden. Ein einträgliches Geschäft für den Konzern – eine Katastrophe für die Golf-Region! Vor kurzem halfen saudische Truppen bei der Niederschlagung der Oppositionsbewegung im Nachbarland Bahrain. Und im Inneren des absolutistisch regierten Königreichs am Persischen Golf herrschen Unterdrückung und Willkür. amnesty international schreibt in seinem jüngsten Länderbericht über Saudi-Arabien u.a.:

    „Es kamen neue Informationen über Foltermethoden und andere Misshandlungen gegen Häftlinge, die aus Gründen der Sicherheit inhaftiert waren, ans Licht. Gerichte verhängten erneut grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafen, die auch ausgeführt wurden, vor allem Auspeitschungen. Frauen und Mädchen litten weiterhin unter Diskriminierung und Gewalt.“

    Sowohl die Rüstungsexportrichtlinien der Bundesregierung aus dem Jahr 2000 als auch der „Code of Conduct“ der Europäischen Union verlangen, dass bei Rüstungsexporten die Menschenrechtslage in den Empfängerländern berücksichtigt werden müsse. Dagegen hat die Bundesregierung schon häufig verstoßen, in diesem Fall aber besonders eklatant.

    Teile des Leopard-Kampfpanzers werden in Kassel gefertigt. Hier sind ca. 1.700 Mitarbeiter/innen mit der Produktion von tödlichen Waffen beschäftigt (neben dem Leopard z.B. noch die Panzerhaubitze 2000). Ob sie das gern machen oder ob sie ihre Qualifikation und Arbeitskraft nicht lieber für die Herstellung sinnvoller ziviler Produkte einsetzen würden, können wir nur ahnen. Leider haben die Beschäftigten keinen Einfluss darauf, was für wen produziert wird. Darüber entscheidet allein die Geschäftsleitung. Und die tut alles, um an Regierungsaufträge und Aufträge für den Export heranzukommen.

    Die Friedensbewegung fordert seit langem staatliche Programme zur Konversion der Rüstungsindustrie (Umstellung auf zivile Produktion). Es darf nicht sein, dass Tausende Beschäftigte in der Region (neben KMW ist da noch der Panzerhersteller Rheinmetall Landsysteme GmbH) durch die Rüstungsindustrie in Geiselhaft genommen werden.

    Das Kasseler Friedensforum wünscht sich von Politik, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen eine offene Diskussion über den Rüstungsstandort Kassel und Alternativen dazu. Rüstungskritiker/innen sind eingeladen zu einer Beratung am kommenden Montag, 11. Juli, 19 Uhr im Büro des Friedensforums (Germaniastr. 14).

    Für das Kasseler Friedensforum
    Peter Strutynski (Sprecher)

  3. @Jörg
    Ja, die saudische Auffassung von Menschenrechten ist bestens bekannt. Mit dem üblichen Köpfen von Männern, Frauen und Kindern (!) sowie dem Zusammenschießen jeglicher Opposition habe ich das hier im Artikel ja auch kurz angesprochen.

    Das ist es aber nicht, worum es bei dem Panzerdeal geht. Dieser Panzerdeal ist deshalb so bemerkenswert, weil Israel mucksmäuschenstill ist – kein Wort der Kritik, und das, obwohl Israel sein QME (qualitativer Militärvorteil) ansonsten heilig ist. Gleich, ob Jordanien minderwertige Kampfjets bekommt oder der Libanon militärische Kleinflugzeuge, Israel meckert immer, weil jegliche Waffenverkäufe an direkte oder indirekte Nachbarländer den Abstand zu Israels Millitär verringern.

    Saudi Arabien ist nicht plötzlich Israels strategischer Partner und Freund. Israel misstraut jeder muslimischen Nation. Und nun bekommt Saudi Arabien eine recht große Stückzahl der besten Kampfpanzer der Welt, was massiv gegen die israelische Doktrin des QME verstößt, und trotzdem hält Israel die Füße bei dem Panzerdeal ganz still.

    Das kann eigentlich nur bedeuten, dass Israel Deutschland regelrecht darum gebeten hat, den Saudis die Kampfpanzer zu geben. Die Frage ist nun, was Israel von den Saudis als Gegenleistung bekommt, dafür, dass Israel die Panzer genehmigt hat. Das muss eine ziemlich große Gegenleistung sein, denn für etwas Kleingeld oder Kleinkram überwindet niemand im israelischen Regime seinen glühenden Hass auf Muslime und gibt freiwillig einen beachtlichen Teil des israelischen QME preis.

    Das Einzige, was mir einfällt, was da als Gegenleistung Sinn macht, ist, dass die Saudis dafür Israel das Recht zum Angriff auf den Iran eingeräumt haben. Wenn das stimmt, dann steht die Welt dicht am Abgrund der Hauptschlacht des dritten Weltkrieges und der Panzerdeal ist Teil der hektischen Vorbereitung dieser Schlacht. Das ist es, was mir bei dem Panzerdeal noch viel mehr Sorgen macht als die fehlenden Menschenrechte in Saudi Arabien.

    Hier ist noch was, was in Richtung Angriff auf Iran deutet, recht frisch von gestern: Israels Außenminister behauptet, Iran’s Atomprogramm sei Top-Priorität Israels

  4. Egal auf welcher Route ein Angriff auf den Iran von Israel erfiolgen sollte,in jedem Fall wird es ein desatröses Scenario werden,denn der Iran ist auf alle eventualfälle vorbereitet,auch wenn sie militärisch auf westl. Hi-Tech.verzich-
    ten müssten.Was unterschätzt wird ist die Moral der Iraner ge-
    meinhin.Trotz 30 Jahren Boykott hat der Iran es geschafft eini-germassen autark dazustehen,auch in der Waffenentwicklung.
    Die ganze arabische Halbinsel wird den kürzeren ziehen.
    Interessant wäre die Frage: wie kommt der Wsten oder die USA
    an die Dollar Reserven der Saudis ? Krieg war schon immer eine Option.

  5. @einparteibuch
    Deine Feststellung, daß es auffällig ist, daß aus Israel nicht zum Panzerdeal zu hören ist, und daß dieser Umstand bewertet werden muß, ist vollkommen richtig.

    Allerdings erscheint mir das Szenarium eines Einmarsches (allein dafür taugen ja Panzer) in den Iran sehr, sehr unwahrscheinlich. Der Iran ist nicht so fahrlässig unterbewaffnet (damit meine ich nicht nur käufliche Waffen) wie z. B. Libyen (dies werfe ich auch der libyschen Regierung vor). Der Iran hat fast so viele Bürger wie die BRD – und damit mehr als Frankreich, Italien oder Großbritannien. Und diese sind auch wehrbereit (und haben eben nicht nur eine „Berufsarmee“ wie leider jetzt unsere BRD ). Das wäre ein richtiger großer Krieg. Solchen richtigen großen Krieg wollen die Räuber aber nicht führen. Und der Krieg gegen den Irak, war eigentlich nur ein ‚Operettenkrieg‘, da der Irak bereits über ein Jahrzehnt lang geschwächten worden war.
    Hinzukommt, daß Saudi-Arabien den Iran nicht fürchten muß, da dieser niemals die Nato-Diktatur Saudi-Arabien angreifen wird. Auch hat Saudi-Arabien selbst keine Begehrlichkeiten gegenüber dem Iran. Im Gegenteil: Als das saudische Herrscherhaus ‚Schiß‘ bekam (damals wurde gerade Mubarak gestürzt) hat man sogar kurz Händchen mit dem Iran gehalten, da man die Yankees in Verdacht hatte, womöglich auch in Saudi-Arabien jemand anderes installieren zu wollen.

    M. E. spricht alles dafür, daß es genau auf die andere Seite los gehen soll. Auf den Sudan und auf Libyen. Hauptthema der Nato Raubmörder ist doch dieses „Africom“.
    Man will doch den Sudan teilen – und das wird nicht so sang- und klanglos abgehen. Und da wird dann eben Saudi-Arabien auf Seiten der „Coalition of the Willing“ mitmachen. Panzer brauchen bei einem Angriff auf ein militärisch starkes Land, wie den Iran, eine ganz außerordentlich starke Infanteriebegleitung (und auch Luftwaffenbegleitung). Sonst wird so ein teurer Panzer nämlich von einem Guerillero hinterm Busch einfach mit einer Panzerfaust abgeschossen.
    Der Sudan ist jedoch schwach. Eine Infanteriebegleitung ist kaum nötig bzw. kann von abtrünnigen Sudanesen gestellt werden. Luftabwehr braucht man praktisch überhaupt nicht. Und dann geht es weiter nach Libyen.

    Interessant ist doch an dieser Stelle die vor ein paar Tagen vom user moliebste gemeldete Nachricht des Daily Telegraph, daß angeblich sudanesische Truppen nach Libyen einmarschiert seien.
    Diese Falschmeldung könnte entweder ein Versuchsballon (was sagt die sudanesische Führung dazu) oder aber das Werk eines whistleblowers gewesen sein.
    Die widerspenstigen (und schwer leidenden) Somalier könnte man dann auch endlich unterjochen.

    Dieses fast schon 10 Jahre andauernde Theatergedonnere mit einem Krieg gegen den Iran soll möglicherweise nur ablenken.

  6. … noch:
    Wenn schon ein Panzerdeal mit Saudi-Arabien, dann nur gegen die Verpflichtung der Saudis, NIEMALS diese Panzer außerhalb des saudischen Territoriums einzusetzen.
    Diese Verpflichtung sollte durch eine vereinbarte Vertragsstrafe bei Zuwiderhandeln in Höhe von – sagen wir mal – $ 100 Mrd. vereinbart werden.
    Diese Forderung wäre auch sofort vollstreckbar durch z. B. „Aufrechnung“ mit Ölkaufpreisforderungen der Saudis oder durch „Einfrieren“/Pfänden sämtlicher Kontenguthaben der Saudis in Europa.

    Fall es noch im Bundestag irgendwelche Gegner dieses Panzerdeals im Bundestag gibt, sollten sie die Vereinbarung dieser Verpflichtung mit den Saudis u n b e d i n g t verlangen.

  7. Also es kristalisiert sich immer wieder, dass die Kapitalelite die Weltherrschaft anstrebt.
    Wichtig ist zu wissen, dass die meisten Monarchen der Islamischen dieser Elite angehören ( von Marokko über jordanien bis Saudi arabien) Die sind steinreich, Investieren Überall und feiern mit internationalen Geldelite zusammen. Diese Monarchen behaupten sich als Führer von Islamischen Ländern. Wobei viele Gerüchte und Beobachtungen wecken das Gefühl, dass sie nicht dem Islam zu tun haben. Sogar in islamsichen Ländern viele Menschen glauben schon, dass diese Monarchen der Freimauerer Organisation (In den arabischen Ländern bekannt als Satananbeter Bzw. -Diener Fall es wirklich gibt) angehören.
    Das Klingt alles märchenhaft. Aber es ist einfach gut den Zenario im hinterkopf zu behalten.
    Das ist kein Zufall, dass die Krone in ist.
    Diese Elite wird uns zu einem katastrophalen Krieg führen. Denn die haben schon lange keinen realitätsbezug mehr. Wäre aber noch gefährlicher, wenn sie daraus noch mächtiger kommen. Denn ist Ihnen schon gelungen
    Zwei Weltkriege zu verursachen. oder dran zu verdienen.
    und oben drauf der Welt eine Märschengeschischte unterzujubeln.

  8. Sollte Israel wirklich den Iran bombardieren, hätte das Potential für einen Weltkrieg. Schon allein wegen des explodierenden Ölpreises könnten sich einige Industrienationen genötigt sehen einzugreifen.
    Aber so weit sind wir noch nicht. Der Iran als wirtschaftlicher „Reset“ Knopf wird erst ganz am Schluss gedrückt….

  9. @Jörg
    „Allerdings erscheint mir das Szenarium eines Einmarsches (allein dafür taugen ja Panzer) in den Iran sehr, sehr unwahrscheinlich.“

    Andersherum. Es geht bei den Panzern nicht um einen Bodenkrieg im Iran, sondern um einen Bodenkrieg auf der arabischen Halbinsel, der möglicherweise auf von Saudi Arabien aus geflogene israelische Luftangriffe gegen den Iran folgen könnte.

    Der Iran würde niemals Saudi Arabien von sich aus angreifen, aber wenn Israel den Iran von Saudi Arabien aus angreift, dann ist das wie ein saudischer Angriff auf den Iran zu bewerten. In diesem Fall, nämlich wenn aus Saudi Arabien heraus der Iran angegriffen würde, müsste Saudi Arabien Angst haben, dass der Iran anschießend in Saudi Arabien „einmarschiert“ und die dort an der Küste des persischen Golfes lebenden Schiiten, die ähnlich wie die Schiiten in Bahrain schon lange gegen die saudische Monarchie aufbegehren, samt der dicken Ölfelder, auf denen die Schiiten in Saudi Arabien seit Jahrhunderten leben, „befreit“.

    Um sich gegen dieses Szenario eines iranischen Konters gegen Saudi Arabien nach einem israelischen Angriff auf den Iran von Saudi Arabien aus abzusichern, sind 200 Leopard II genau die richtigen Waffen. Die Kampfpanzer dienen zu nichts Anderem als der Vorbereitung eines israelischen Luftangriffes auf den Iran, der nach dem Willen von Israel und den USA „begrenzt“ bleiben und nicht zu einem „regionalen Krieg“ werden soll. So macht es Sinn, dass Israel trotz des verlorenen QME im Verhältnis zu Saudi Arabien die Füße zu der Panzerlieferung ganz still hält.

    Mehrdad Emami spricht genau dieses Szenario an: wenn Israel den Iran von der arabischen Halbinsel aus bombardiert, könnte die ganze arabische Halbinsel den Kürzeren ziehen – oder wie ich es nenne, von den despotischen Tyrannen, die dort herrschen, befreit werden. Das ist die Angst, die die saudische Monarchie für den Fall eines israelischen Angriffes umtreibt, und das sie zur Beruhigung der Angst von Israel erstklassige deutsche Kampfpanzer genehmigt bekommt, wäre geradezu logisch, wenn Israel wirklich den Iran angreifen will.

  10. Hallo an Euch alle
    ok – Ich bin nicht gerade ein schnelldenker eher querdenker.
    Deshalb hat es etwas gedauert bis ich diesen Block gefunden habe.Meine schlimmsten Befürchtungen werden von Euch bestätigt!!
    Mainstream-Presse und Oppositionsparteien sind natürlich wieder vollkommen ahnungslos.
    Ach so, wer kann mit Leopard2 umgehen ?? Natürlich werden deutsche Soldaten bereits klamm heimlich vor Ort sein!
    Hoffentlich sind wir nur Spinner und Verschwörungsneurotiker
    mfg Ernst Koch

  11. Ich bin keines Wegs für Gaddafi, Saddam Hossein, Mubarak, … oder die Mullahs im Iran, aber diese Menschen sollten offen über ihre Vorliebe zur Ermordung der Menschen stehen, wenn ihr Geldbeutel nicht überquillt. Dabei verkaufen sie sich geschickt als Menschenrechtler. Wahrscheinlich werden sie auch als Retter der Eurokrise gefeiert.

    Ich sehe mit Sorgen die zuletzt angefachte Aufrüstung Saudi Arabiens. Das Land hat zusammen mit den Westen vor kurzem, wie die Sowjets, den Pragerfrühling in Bahrain blutig niedergeschlagen und soll jetzt weitere Waffen für die Ermordung der Menschen und seine Schreckensherrschaft bekommen.
    Inoffiziell heißt es wieder, Gegenpol zur Macht des Irans. Haben wir diese Thesen schon irgendwann gehört?

    Ja, richtig, es war Saddam Hossein, dass mit Hilfe des Westens Iran anfiel und hundert tausende Menschen ermordet hat, auch seine eigene.

    Obendrein wurde die instabile Schereckenherrschaft der Mullahs stabilisiert. Die Lieblinge des Westens, die mit allen Mitteln an der Macht gehalten werden. Ja, ja, die Lieblingsfeinde des Westens.
    Gerade jetzt haben die Menschen sich im Iran gegen das Regiem vereinigt, jetzt soll es anscheinend mit allen Mitteln ein Demokratischer Iran verhindert werden.

    Haben Sie schon mal von dem ersten Gesetz des Kapitalismus gehört, Gelderhaltungsgesetz?
    Bei allen Geld Transaktionen und Geschäften bleibt das Geld erhalten, nur der Besitzer wechselt sich.
    Gruß

  12. @einparteibuch
    1.) … warten wir es mal ab. Sollte unsere Regierung (bzw. die Einheitspartei CDU-SPD-GRÜNEN) allerdings keine Vereinbarung/Maßnahme dahin getroffen haben, die sicherstellt, daß die Panzer nie das saudische Territorium verlassen ist, so hat sich dieses Gesindel v o r s ä t z l i c h den Einmarsch Saudi-Arabiens in andere Länder (Bahrain oder Sudan) ermöglicht/beabsichtigt.

    Für die Nato gilt allerdings: Dort steht Afrika auf der Speisekarte. Und damit stehen erst einmal Libyen und der Sudan auf dem Plan.
    Zu Libyen: http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4061.html

    2.) Daß Du, einparteibuch, diesen „fefe“ löblich erwähnst, schockiert mich!
    Fefe ist völlig(!) konformer mainstream. Er hetzt gegen Rußland – insbesondere Putin (wobei gegen Putin nicht ein rationales Argument ins Feld geführt wird) – China, Iran Nordkorea. Und gegen Libyen,. Wobei es für fefe – in völliger(!) Übereinstimmung mit dem mainstream) – Libyen oder die libysche Regierung gar nicht wirklich gibt. Es gibt immer nur „Gaddafi“.

    a) Zu “blog.fefe”: Kein deutscher blog hat den Putsch in Honduras mehr bejubelt als “fefe”. Wenn ihr jetzt aber unter dem 07.07.10 nachguckt, ist alles gelöscht. Gebt aber mal die Suchfunktion: http://blog.fefe.de/?q=Honduras ein – ja, darauf heben sie bei “fefe” nicht geachtet! Dann werde ihr sehen, daß der “Tue Jul 7 2009″ ganz anders aussah, als die heute “Chronologie”!
    Hier mal der mail-Wechsel mit “fefe” – nachdem sich die “fefe”-Mitarbeiter positiv über den Putsch in Honduras geäußert hatten: http://s7.directupload.net/images/110707/u9b4cxfh.pdf

    Bei „fefe“ wurde ich anschließend auf Spam gesetzt‘ bzw. zensiert. Wieso – wenn man dort angeblich „demokratisch“ ist? Verschiedener Meinung darf man unter Demokraten doch sein – oder etwa nicht? Jedenfalls nicht bei fefe.

    b) Auch die fortlaufende Hetze gegen „die Serben“ (das Archiv bei fefe wurde inzwischen „bereinigt“, so daß man unter dem Suchwort „Serben“ kaum noch was findet.) auf fefe ist totaler mainstream.
    Unter dem “Thu Dec 9 2010″ finden wir auf “blog.fefe” (Hervorh. von mir):
    [l] Hier ist noch ein schöner Bizarrometer-Ausschlag: Die Amis wollen ein Haus voll Sprengstoff sprengen. Dort wohnt ein SERBE, der …”
    Nein! Ich würde eher von einem “Rassistometerausschlag bei fefe” sprechen
    1. Handel es sich offensichtlich um einen US-Bürger – und nicht um einen “Serbe(n)” (Was versteht ihr fefes eigentlich unter “ein (die sind doch alle gleich!) Serbe”?).
    2. Entnehme ich den Kommentaren auf der Seite http://www.nowpublic.com/world/serbian-immigrant-bomb-maker-arrested-southern-ca , daß sogar die Herkunft eher slowakisch sein dürfte: “Why not call him a Slovak-American or Czeckoslovakian-American, that would be more accurate”.
    Auf http://209.157.64.200/focus/news/2639495/posts?page=1 findet man den bezeichnenden Hinweis:
    “2 posted on 12/08/2010 11:33:15 AM PST by Ernest_at_the_Beach ( Support Geert Wilders) To: Dr. Eckleburg
    “”The Serbian native is charged with making and possessing destructive devices, as well as robbing three bank…”

    Not only did I read the story, but I’m also not completely uninformed about European geography and history. Again, he’s an ETHNIC SLOVAKIAN, not Serbian. Serbia has a tiny Slovakian population of immigrants. Wherever Jukabec was born (and he was born in Serbia), he remains an ETHNIC SlOVAKIAN.

    Just like if a guy is born in the Canada who is named Mohommad bin Salin, he’s an ETHNIC ARAB, not an Canadian.”

    b) Bei “blog.fefe” sind ein ganzer Haufen von ‚Redakteuren‘ am Werk man merkt das manchmal, weil es – politisch – leichte Abweichungen zwischen den verschiedenen Mannschaften gibt. Wer bezahlt die eigentlich? Verdient Felix v. Leitner soviel Kohle, daß er das als “bonne homme” mal eben altruistisch alle selbst bezahlt?

  13. Pervers ! Die Bombardierung libyscher Städte Tag und Nacht seit 4 Monaten und die Uranverseuchung des Landes durch DU-Munition wird gutgeheißen, obwohl sich nur – angeblich „Gaddafis“ – Polizisten und Militärs gegen anstürmende und bewaffnete US/AlQaida-Terroristen gewehrt haben (genannt friedliche Demonstranten die ganz friedlich Regierungsgebäude niederbrannten und mordeten) .

    Die Saudi-Folter-Diktatur hingegen, die dem erwiesenermaßen wirklich friedliche Demonstranten niedererschießenden Bahrein-Diktator hunderte Killertruppen schickt wird mit Panzern beliefert !

    Was für eine Verbrecherregierung wird haben ! Die schießen auch bald gegen uns ! Die Bundeswehr zur Berufarmee zu machen gehört neben der Einrichtung eines totalen Überwachungsstaates auch dazu.

  14. @Jörg
    Ja, für die NATO stehen erstmal die Ölfelder in Libyen und im Sudan auf der Karte. Danach würde es für NATO und EU logisch in Richtung der Energievorräte und Devisenreserven von Algerien weitergehen. Nur, das zionistische Regime hat eigene Wünsche, und da steht nach wie vor der Iran ganz oben auf der Liste.

    Zu Fefe: Die Unterstützung des US- und FDP-gestützten Putsches in Honduras durch Fefe ist mir bekannt. Ich hatte hier Fefe alerdings gar nicht lobend erwähnt, sondern bloß geschrieben, er habe einen Scherz gemacht. Auf den Scherz hatte ich deswegen hingewiesen, weil mir beim Überfliegen der Nachrichten aufgefallen war, dass der eine oder andere Politiker und Journalist den Scherz für bare Münze genommen hat.

  15. @einparteibuch
    „Ich hatte hier Fefe alerdings gar nicht lobend erwähnt…“

    Alles klar … dann bin ich ‚beruhigt‘ (lach)!! Ich halte es auch für völlig in Ordnung von ‚unkoschern‘ blogs/Medien zu zitieren, wenns gerade paßt. Ich selbst bin deswegen fortlaufend kritisiert worden. Soviel Souveränität muß aber sein.

    Bei Karikaturen sowieso. Zum Beispiel von einem rechtslastigen blog: http://de.altermedia.info/images/merkel-toeten.jpg

    Oder zu users Tessmers (#13) Gruselnachricht: „Bundeswehr Kampfeinsatz im Sudan beschlossen“ – http://2.bp.blogspot.com/_o__RkrZJzzA/Rt2J79j3SXI/AAAAAAAABFs/W6VQ7wK6qNs/s1600-h/Das_Reich_Recruitment_Poster_by_mikkow.jpg

    Oder der Struttmann, der, genau wie Haitzinger, natürlich mainstream ist (die müssen ja auch irgendwie ihre Brötchen verdienen;). Aber manchmal gibt’s dann doch treffende Karikaturen:
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4027.html
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4028.html
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4042.html
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4061.html
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4055.html

  16. Die Saudis haben versprochen, den Einbruch der Öl-Lieferungen aus Libyen auszugleichen, aber bis heute nicht geliefert. Man könnte dieses Problem beseitigen, indem man die Lieferungen aus Libyen wieder aufnimmt. Es wäre nicht opportun, wenn die Ungläubigen arabischen Boden betreten und diesen Job erledigen. Lass die Araber sich mal gegenseitig einen verspäteten WWI durchziehen und wir gucken dann, was noch übrig ist.

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