Zu spät – USA mit neuer Begründung gegen Wahlen in Libyen

Die USA haben sich eine Begründung ausgedacht, mit der sie sich der Lösung verweigern, die Zukunft Libyens anstelle von Krieg durch Wahlen entscheiden zu lassen: Es sei zu spät dafür.

Victoria Nuland, die Sprecherin von Hillary Clinton, beantwortete heute den erneut öffentlich geäußerten Vorschlag von Saif Al-Islam Gaddafi, die Libyer in Wahlen entscheiden zu lassen, wer da regieren soll, wie folgt:

„Es ist ein bisschen spät für jegliche Vorschläge von Gaddafi und seinem Kreis. Es ist Zeit für ihn zu gehen.“

Die „Rebellen“ genannten libyschen Contras wurden gar nicht erst gefragt, was sie zu Wahlen sagen, weil sie ohnehin nicht entscheidungsbefugt sind.

Bevor die Begründung war, es sei zu spät für Wahlen, haben die USA sämtliche Vorschläge für Wahlen in Libyen mit anderen Begründungen zurückgewiesen.

Hier sind einige der von den USA zurückgewiesenen Vorschläge für Wahlen in Libyen:

21.02.2011 via exiled surfer: Full text of Saif Gadaffi’s speech

25.03.2011 via AP: African Union calls for a transition in Libya that would lead to democratic elections

04.04.2011 via Huffington Post: Libya: Ready For Elections, But Gaddafi Must Stay

20.04.2011 via Guardian: Libya foreign minister says free elections could be held

31.05.2011 via Telegraph: Libya: Gaddafi agrees African Union peace plan with Jacob Zuma

Die Rebellen wollen hingegen erstmal keine Wahlen. So, zwei Jahre etwa könne das mit den Wahlen schon noch dauern, wenn sie erst einmal die Macht hätten, teilte der libysche Rebellenchef Abdel-Hafidh Ghoga kürzlich mit. Wenn nichts dazwischen kommt, versteht sich. Das lässt nur einen Schluss zu: das verlogene Verbrecherregime der USA und ihre sich „Rebellen“ nennenden Handlanger in Libyen wissen genau, dass, wenn es in Libyen freie Wahlen gibt, bei denen nicht zuvor alle zur Wahl stehenden Kandidaten von den USA handverlesen wurden, die libyschen „Rebellen“ die Wahl unausweichlich verlieren werden – genauso wie die von den USA hochgepeppelten Contras in Nicaragua in Wahlen nicht bestehen konnten.

Es bleibt zu hoffen, dass dereinst der Tag kommen wird, an dem die Anführer des US-amerikanischen Verbrecherregimes und ihre Unterstützer wegen des Führens dieses räuberischen Angriffskrieges vor einer Art „Nürnberger Tribunal“ landen werden und dann die gleiche Strafe bekommen, wie sie die deutschen Nazis bekommen haben.

Stop Bombs, Boycott USA
Stop Bombs, Boycott USA

Bis es soweit ist, kann jeder durch einen wirtschaftlichen Boykott der USA seine Meinung zum Ausdruck bringen, dass die USA und ihre Vasallen von ihren Verbrechen Abstand nehmen müssen: Stop Bombs, Boycott USA!

11 Gedanken zu “Zu spät – USA mit neuer Begründung gegen Wahlen in Libyen

  1. Das Problem eines Boykottes ist, daß das gesamte Geldsystem den Obrigkeitstypen der USA nützt. Seid also bereit, wie ich, weitgehend auf den Umgang auch mit Euros zu verzichten, sonst wird das nichts.

  2. Einfach mal die Leute, die bei McDonnalds rauskommen, fragen, warum sie da reingegangen sind. Und ob sie nicht etwas für die Freiheit (und den Frieden) tun wollen.

  3. re Jochen #1:

    Ihnen kann geholfen werden. Ausdrucken und beim Einkaufen mitnehmen.
    Allerdings wird dann manchmal die Auswahl schwer.
    Ein schönes Wochenende noch.

    Boykott-Einkaufsliste

    Hier ein Teil der Hersteller und deren Produkte (alphabetisch):

    4 Sterne, 4711, Abtei, Airwaves, Airwick, Ajax, Alldays, Allways, Ambi-Pur, Amicelli, Antikal, AOL, Aoste, Apollinaris, Ariel, Axe, Baileys, Balisto, Ballentine’s, Banjo, BAUHAUS, Bebe, Becel, Benson & Hedges, Bertolli, Bifi, Big Red, Biskin, Blend-A-Med, Blend-A-Dent, Blendax, Bonaqua, Bonne Bell, Bounty, Bresso, Briese, Brunch, Calgon, Calgonit, Calvin Klein, Camelia, Cappy, Carazza, Carefree, Catsan, CD, Cesar, Chappy, Charmin, Chiquita, Cillit, Clairol, Clerasil, Coca Cola, Colgate, Coral, Crisan, Daim, Dash, Davidoff, Dawn, Dell, Dentagard, Dextro Energy, Dole, Domestos, Dove, Downy, Dr. Best, Dr. Pepper, Drano, Du Darfst, Durex, Duschdas, eBay, EllenBetrix, Erasco, ESSO, F6, Fairy, Fanta, Febreeze, FedEx, Fenjala, Fisherman’s Friend, Flora, Ford, Frolic, Galbani, Gard, Gatorade, Gillette, Guinness, Häagen Dasz, Hag, Hakle, HB, Head & Shoulders, Heinz, Heisse Tasse, Herbal Essences, Hoffmanns, Hubba Bubba, Hugo Boss, Iglo, Impulse, lntel Pentium, Irish Moos, Jacobs, Jaguar, Jim Beam, Johnny Walker, Kaba, Kellog’s, Kitekat, Kleenex, Knack&Back, Knorr, Kodak, Kraft, Kukident, Kümmerling, Kuschelweich, L&M, Lagerfeld, Langnese Eis, Lätta, Lenor, Levi’s, Lift, Lipton, Livio, Lord, Lucky Strike, Luffee, Luncheables, Lux, M&M’s, Magnum, Maizena, Marabou, Marlboro, Mars, Maxwell House, Mazda, Mazola, Meister Propper, Mentadent, Meno Mix, Microsoft, Milka, Milkana, Milky Way, Miller, Miracle Whip, Miracoli, Mirinda, Mondamin, Motorola, Natreen, Nike, Nil, Null-Null, OB, Odol, Oil of Olaz, Old Spice, Onko, Oral B, Orbit, Organics, Pall Mall, Palmolive, Pampers, Panthene, Parker Spiele, Pedigree, Penaten, Pepsi, Pfanni, Philadelphia, Philip Morris, Pillsbury, Pilsener Urquell, Pizza Hut, Powerade, Pringles, Pro7, Pronto, Punica, R1, Rama, Reis-Fit, Rexona, Rispinos, Saab, Sagrotan, Sanella, Schweppes, Secret, Sensodyne, Servus, Seven Up, Sheba, Skip, Slim Fast, Snickers, Softlan, Sonnen-Bassermann, Sprite, Starbucks Kaffee, Stimorol, Suchard, Sunil, Swiffer, Tempo, Texaco, Thomas, Timotei, Tipp Ex, Toblerone, Toys ‘R Us, Trill, Twix, Uncle Ben’s, unox, UPS, Vaseline, Vasenol, Veet, Velveta, Venus, Viagra, Viennetta, Viss, Vizir, Volvo, Wal Mart, Weetabix, Wella, West, Whiskas, Wick, Wilkinson, Woolite, Wrigleys, X-Box

  4. @Infoliner
    Klar besteht die reale Möglichkeit, dass die EZB der FED ganz diskret durch „Dollarkauf“ Verluste ausgleicht. Das wurde in der Vergangenheit bereits getan, geht aber auch nicht unendlich, ohne das es auffällt.

    Die Idee ist es nicht, sich aus Gründen des Boykotts alles, wo irgendwie USA mit drin steckt, zu versagen, sondern im Gegenteil ein weicher Boykott, sich nichts zu versagen, sondern sich im Zweifelsfall, nämlich da, wo es gute und gleichwert ige Alternativen gibt, einfach nur öfter mal gezielt gegen US-Produkte zu entscheiden. So einen Boykott, der einen nichts an Lebensqualität kostet, kann man sehr lange durchhalten – und das mit einem Lächeln im Gesicht, wenn man im Regal ganz bewusst einfach gezielt neben US-Produkte greift.

    Trotzdem kann, wenn viele Menschen mitmachen, so ein „weicher Boykott“ recht große Wirkung entfalten. Für Verkäufer ist es ein Alptraum, Produkte zu verkaufen, wo die Käufer eine Aversion gegen haben, denn ein großer Teil von Endverbraucherkäufen findet auf der gefühlsmäßigen Ebene statt. Genau deshalb werden in der Werbung ja auch selten viele technologische Eigenschaften von Produkten beworben, sondern meist versucht eine emotionale Bindung zum Produkt herzustellen. Also z.B. klassisch: diese Zigarette schmeckt nach Freiheit, dieses Auto ist sexy, dieses Telefon ist cool … Wenn es wegen der US-Bombardements der Welt eine Aversion gegen US-Produkte gibt, dann wirken solche Verkaufstricks nicht mehr wie gewünscht, sondern gegenteilig.

    Angesichts der gegenwärtigen Finanzprobleme der USA könnte so ein weicher Boykott wieder ein kleiner Nagel im Sarg des US-Militarismus sein – denn die ökonomische Kosten für Krieg steigen dadurch für die USA.

    @oschasieber
    Danke schön, prima Liste.

  5. …hier die von Gaddafi so schrecklich gequälten Bewohner Tripolis. Ich hätte Lust da Urlaub zu machen – bin aber doch ein bißchen zu feige … vor der Nato, nicht vor den Libyern. In New York würde ich mich hingegegen mehr vor den Einheimischen vorsehen.

    … und hier was diese Libyer und ihr Gaddafi nachts so alles an Vergewaltigungen anstellen:

  6. @Jörg
    Ja, könnte schon friendly fire sein. Wobei der Ort von Reuters mit 30 km nordwestlich von Ajdabiya allerdings seltsam ist. Wenn dem so ist, dann würde die NATO vermuten, dass Regierungstruppen schon wieder kurz vor Bengasi sind. Ajdabiya wird aber noch von den Contras beherrscht. Das passt nicht recht. Vermutlich war das nur irgendjemand bei Reuters, der keine Ahnung von Geografie hatte und sich obendrein einen Blick auf die Karte gespart hat: im selben Artike stand auch dass Ajdabiya 150km westlich von Bengasi ist. Vermutlich sind die Contras mal wieder auf Brega vorgerückt und die NATO hat sie dabei fälschlicherweise für Regierungskräfte gehalten.

  7. Da hat Novosti, das Hausblatt des russischen Herrschers, Medwedew, (Novosti nennt Gaddafi immer den „libyschen Herrscher“) ein möglichst ungünstiges Bild von Gaddafi ins Netz gestellt: http://de.rian.ru/security_and_military/20110617/259495883.html .

    Aber der alte Sack Gaddafi (Jahrgang 1942) würde sogar mit diesem ungünstigen Bild bei … sagen wir mal … „Kontaktanzeigen“ immer noch mehr Mädels finden als ich, der ich doch etliche Jahr jünger bin!

    Na ja, er ist ja auch ein tapferer Mann!

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