Das mögliche Ende der USA als Supermacht (1) – zur Qualität der Prognosen des IWF

Dieser Artikel ist der erste Artikel eines Zweiteilers, der das mögliche Ende der USA als Supermacht beleuchten wird. Im ersten Teil dieses Zweiteilers werden die mittelfristigen Prognosen des IWF für die Zukunft der Weltwirtschaft näher beleuchtet.

Die Daten des Internationalen Währungsfonds IWF sind in der Weltwirtschaft das Maß der Dinge, um die wirtschaftliche Entwicklung der Länder der Welt zu beurteilen. Seit ein paar Jahren sind die wichtigsten volkswirtschaftlichen Basisdaten der meisten Länder auf der Webseite des IWF online abrufbar. Es finden sich dort in der „Economic Outlook Database“ für unterschiedliche Länder Jahresangaben zu volkswirtschaftlich interessanten Kenngrößen, die Vergleiche von Zeitreihen verschiedener Länder einfach machen.

Natürlich haben alle volkswirtschaftlichen Größen Schwächen.

Abgesehen von der Datenerhebung und den damit verbundenen Ungenauigkeiten und Manipulationsmöglichkeiten ist beispielsweise die Stromgröße Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP oder englisch GDP von Gross Domestic Product, auch mit der der Größe von der Anlage her innewohnenden Mängeln behaftet, die die Aussagekraft einschränken. So ist beispielsweise in der Realität Umsatz nicht Einkommen und die Frage der Verteilung von Umsatz und Einkommen über die Bevölkerung wird im BIP völlig ausgeblendet. Und erst recht ist BIP nicht mit Lebensqualität gleichzusetzen. So kann beispielsweise ein entspannter Tag an der Sonne null BIP, aber eine hohe Lebensqualität haben, und der Bau eines Gefängnisses das BIP steigern, aber eigentlich nur zum Schikanieren der Bevölkerung dienen. Trotzdem der Mängel gibt das BIP über die Jahre verglichen doch einen Hinweis darauf, wie sich Wirtschaft und Wohlstand in einem Land über die Jahre entwickeln. Und das BIP pro Kopf nach Kaufkraftparität gibt einen Hinweis darauf, wie die Einkommensverhältnisse im Vergleich zu anderen Ländern sich entwickeln.

Auch der US-Dollar als monetäres Bezugssystem für Wohlstand oder Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft weist gravierende Mängel auf. So werden Dollar je nach Laune der USA gedruckt und Wechselkurse sind starken Schwankungen unterworfen, die nur sehr grob über Jahrzehnte gesehen mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft korrespondieren. Mittelfristig unterliegen Wechselkurse Spekulation und währungspolitischen Entscheidungen und und kurzfristig starken Schwankungen. Aber natürlich lassen sich basierend auf dem US-Dollar als meist benutzter Weltreservewährung trotzdem wirtschaftliche Trends ablesen.

Selbst die volkswirtschaftliche Größe der Nettostaatsverschuldung hat Schwächen. So lässt sich von der Staatsverschuldung beispielsweise nicht direkt auf die Zinsbelastung schließen. Auch sagt die Nettostaatsverschuldung nichts darüber aus, welches dingliche Staatsvermögen ihr gegenübersteht, das sich verkaufen ließe. Staaten, die Grundstücke, Telekommunikations- und Energieunternehmen, Transportunternehmen, Schienen und Straßen, Krankenhäuser, Wasser- und Abwasserversorger besitzen, stehen möglicherweise trotz höherer Nettostaatsverschuldung finanziell besser da als Staaten, die geringer nettoverschuldet sind, aber solches Staatsvermögen verkauft haben. Trotzdem aber sagt die Staatsverschuldung und die Entwicklung derselben natürlich etwas darüber aus, ob Staaten sich in Richtung Überschuldung oder eher in die andere Richtung entwickeln.

Insgesamt sind die hier soeben vorgestellten volkswirtschaftlichen Kenngrößen also durchaus aussagekräftig, obgleich es wichtig ist, sich der Grenzen der Aussagekraft bewusst zu sein. Was sich mit diesen volkswirtschaftlichen Daten anfangen lässt, mag ein Beispiel einer Abfrage der Economic Outlook Database des IWF verdeutlichen. Hier zum Beispiel wurden die Daten „BIP in nominalen US-Dollar“, „BIP pro Kopf in nach jeweiliger Kaufkraftparität revaluierten US-Dollar“ und „Nettostaatsverschuldung als Prozent vom BIP“ für die Länder China, Deutschland, Griechenland, Norwegen, Polen, Türkei, Ukraine, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (UK) und USA ausgewählt.

Da zeigt sich zum Beispiel bei Griechenland, dass sich das BIP insgesamt in nominalen US-Dollar ebenso wie das nach Kaufkraftparität berechnete BIP pro Kopf als Indikator für die Wirtschaftsleistung von 2000 bis 2008 vorzüglich entwickelt hat, mit einer insgesamt in US-Dollar gerechneten Steigerung von weit über 100% und nach Kaufkraftparität pro Kopf grechnet immerhin noch eine Steigerung von über 50% in acht Jahren zu verzeichnen war. Gleichzeitig ist die Nettostaatsverschuldung Griechenlands von einem ohnehin schon recht hohen Wert von 77% vom BIP im Jahr 2000 allerdings auch um fast die Hälfte auf 110% vom BIP im Jahr 2008 geklettert. Die Staatsverschuldung stieg in diesen Jahren in Griechenland also deutlich schneller als die Wirtschaft wuchs. Hier ist deutlich der riskante Versuch der griechischen Regierung zu sehen, trotz eines ohnehin schon hohen Schuldenstandes Wirtschaftswachstum mit einer überproportional höheren Staatsverschuldung zu erkaufen. In den Jahren 2009 und 2010 kommt es dann zum Bruch. Die Nettostaatsverschuldung Griechenlands steigt nochmal stark an, doch beim BIP geht es in Griechenland trotzdem in die andere Richtung: es sinkt. Vergleicht man die Entwicklung Griechenlands mit den der anderen Länder, so erkennt man schnell die Unterschiede. Zwar stieg in allen betrachteten Ländern das BIP zwischen 2000 und 2010, doch die Nettostaatsverschuldung bezogen auf das BIP stieg niegendwo wie in Griechenland. In der Türkei und in der Ukraine sank die Verschuldung, Norwegen ist nicht nettoverschuldet, sondern nettovermögend, und in Deutschland, Polen, UK und USA stieg die Nettostaatsverschuldung bezogen auf das BIP zwar, doch ist die Nettostaatsverschuldung bezogen auf das BIP in diesen Ländern selbst nach dem Anstieg zwischen 2000 und 2010 noch immer auf einem niedrigeren Niveau als sie es in Griechenland im Jahr 2000 war. Bei China fehlt die Zeile zur Nettostaatsverschuldung zwar, doch dafür gibt es in der Datenbank des IWF für China Daten zur Bruttostaatsverschuldung, aus denen hervorgeht, dass die Bruttostaatsschulden Chinas in den Jahren 2000 bis 2010 zwischen niedrigen 16 und 20% vom BIP geblieben sind. Da außerdem allgemein bekannt ist, dass China Devisenreserven im Wert von rund 3.000 Milliarden Dollar besitzt, was grob etwa 50% des chinesischen BIP 2010 entspricht, kann man getrost davon ausgehen, dass China anstelle von Nettostaatsschulden ein Nettostaatsvermögen im Wert von rund 2.000 Mrd respektive 30% vom chinesischen BIP besitzt und demnach kein Problem mit einer chinesischen Staatsverschuldung besteht.

Die volkswirtschaftlichen Zahlen des IWF lassen also durchaus erkennen, wo demnächst Erfolge oder Probleme zu erwarten sein könnten. Die Staaten UK und USA beispielsweise haben sich in den letzten 10 Jahren durch eine Ausweitung der Nettostaatsverschuldung bezogen auf das BIP, die deutlich über dem Wachstum des BIP lag, in eine Lage gebracht, die der von Griechenland im Jahr 2000 nicht gänzlich unähnlich ist. Bei UK ging der Nettoverschuldungsgrad zwischen 2007 und 2010 von 38 auf 69 Prozent vom BIP hoch und bei den USA von 42 auf 64%. Zum Vergleich: Griechenland war im Jahr 2000 bei 77% und 2010 bei 142% faktisch zahlungsunfähig. Die Staatspleite Griechenlands konnte nur durch Finanzhilfen von Staaten wie Deutschland abgewendet werden. Sollten UK und USA ihre Politik eines Verschuldungsanstieges, der weit größer als das Wirtschaftswachstum ist, in den nächsten 10 Jahren in etwa so wie in den letzten Jahren fortsetzen, könnten diese Länder also in weniger als zehn Jahren vor ähnlichen Problemen wie Griechenland 2010 stehen.

Solche Prognosen für die Zukunft spielen in volkswirtschaftlichen Finanzen eine sehr wichtige Rolle, denn sie sind eine Grundlage für die Einschätzung des Risikoanteils von Zinsen. Steigt aus der Sicht von Kapitalanlegern das Risiko eines Zahlungsausfalls oder einer Zahlungsentwertung durch Inflation, so steigt der Zins, zu dem Kapitalanleger bereit sind, in staatliche Schuldpapiere zu investieren. Ein Staat, dessen Prognosen für die Zukunft nicht besonders gut sind, muss also im Prinzip höhere Zinssätze zahlen als ein Staat, dessen Prognosen für die Zukunft besser sind. Höhere Staatsschulden in einem Bereich, der als Gefahr eines Zahlungsausfalls betrachtet wird, haben über diesen Mechinsimus einen besonders negativen Effekt für den Staatshaushalt. Während eine Verschuldung von 50% vom BIP bei einem Zinssatz von 2% in die Richtung führt, dass ein Prozent vom BIP als Zinsen für Staatsschulden aufgewendet werden müssen, führt eine Verschuldung von 70% vom BIP bei einem Zinssatz von 5% bereits in die Richtung, dass sie an Zinsaufwand 3,5% vom BIP kostet. Die Beträge, um die es dabei geht, sind ganz erheblich. Während 1% vom BIP in den USA gegenwärtig rund 140 Mrd Dollar sind, sind 3,5% vom BIP bereits 490 Mrd Dollar. Ein solcher Anstieg würde also 350 Mrd Dollar Zinsausgaben ausmachen, also etwa die Hälfte der Basisfinanzierung der riesigen US-Militärausgaben. Um solche Zinsen zu finanzieren, wären also entweder gewaltige Kürzungen notwendig. Der Versuch, das durch eine weitere deutliche Erhöhung der Staatsschulden zu finanzieren, birgt bei ausbleibendem Wachstum hingegen die Gefahr in eine Schuldenspirale zu geraten, an deren Ende entweder noch deutlich heftigere Ausgabekürzungen oder Einnahmeerhöhungen oder die Staatspleite steht. Bleibt der Zinssatz aufgrund von guten Prognosen hingegen auch bei 70% vom BIP Staatsverschuldung auf 2%, so kosten die Zinsen, wenn die Volkswirtschaft so groß wie die der USA ist, lediglich 196 Mrd Dollar, also lediglich 56 Mrd Dollar mehr als bei 50% vom BIP Staatsverschuldung. Es hilft der Regierung eines verschuldeten Staates also finanziell massiv, wenn ihr eine gute Prognose erstellt wird. Das Gegenteil stimmt natürlich auch: eine schlechte Prognose kann für relativ hoch verschuldete Staaten aufgrund der steigenden Zinslast sehr teuer sein. Obendrein hemmt eine schlechte Prognose das Wachstum, denn natürlich wird in Ländern, wo in der Zukunft eine vergleichsweise schlechte wirtschaftliche Situation erwartet wird, tendenziell weniger investiert.

Diesen Hintergrund im Kopf behaltend ist es interessant, sich einmal die Prognosen der „Economic Outlook Database“ des IWF etwas genauer anzuschauen. Die Einschätzungen des IWF für die Zukunft sind wichtig, denn sie sind so etwas wie der weltweite Maßstab. Hier sind die Daten der oben schon einmal betrachteten Länder, nur diesmal inklusive der im April 2011 prognostizierten Daten für 2011 bis 2016. Betrachtet werden sollen nun vorrangig die USA, von denen wir oben gesehen haben, dass sie, wenn sie so weitermachen wie die letzten Jahre, in wenigen Jahren schon in einer Situation ähnlich der sein könnten, in der Griechenland heute ist.

Im Ausblick zur Entwicklung der Nettostaatsverschuldung der USA prognostiziert der IWF im April 2011, dass sich die Nettostaatsverschuldung der USA 2011 noch einmal kräftig um 8% vom BIP erhöhen wird, 2012 noch um rund 4% vom BIP, und dann in den Folgenjahren im Verhältnis zum BIP zwar weiter steigen wird, aber nur noch zwischen 2 und 3% vom BIP pro Jahr, mit einer deutlichen Tendenz in Richtung 2%. 2016 wird die Nettostaatsverschuldung der USA der Prognose zufolge dann bei etwa 85% vom BIP liegen. Bis die USA bei griechischen Verhältnissen einer Nettostaatsverschuldung von 140% vom BIP wäre, würde es selbst bei einem kontinuierlichen weiteren Anstieg des Verschuldungsgrades um 2% vom BIP noch rund 30 Jahre dauern, so dass die US-Politik noch reichlich Zeit hat, auf großes Wachstum zu hoffen, oder, falls sich das große Wachstum nicht einstellt, einer Überschuldung durch unpopuläre Steuererhöhungen oder Ausgabekürzungen erfolgreich entgegenzuwirken. Alles in allem ist das ein recht positiver Ausblick, den der IWF da gibt. Bezüglich des Wachstums des nominalen BIP der USA rechnet der IWF im Jahr 2011 mit 3,88% Wachstum, und in den Jahren 2012 bis 2016 im Schnitt mit 4,31% Wachstum, woraus sich insgesamt für die Jahre 2011 bis 2016 in nominellen Dollars gerechnet eine IWF-Wachstumsprognose für die USA von durchschnittlich etwa 4,24% jährlich ergibt. Dieses Wachstum beinhaltet allerdings Inflation. Zieht man die Inflation ab, und schaut auf das Wachstum gerechnet in konstanten Preisen, so prognostiziert der IWF den USA für die Jahre 2011 bis 2016 jeweils ein solides Wachstum zwischen 2,6 und 2,9%. Die Inflation der USA in den Jahren 2011 bis 2016 prognostiziert der IWF dementsprechend etwa zwischen etwa 1,5 bis 2% pro Jahr. Vergleicht man die vom IWF prognostizierten Werte mit den Werten, die die USA laut IWF in den zehn letzten Jahren, zwischen 2000 und 2010, erreicht haben, darf man die IWF-Prognose getrost als recht optimistisch bezeichnen. Zwischen 2000 unds 2010 lag das nominelle Bruttowachstum des BIP der USA den IWF-Daten zufolge (BIP 2000: $9.951.475 Mio USD, BIP 2010: $14.657.800 Mio USD) lediglich bei 3,95%, und das setzte sich zusammen aus etwa 1,68% realem Wachstum und 2,24% Inflation.

Ist das Wachstum des BIP geringer als angenommen, so führt das zu einer größer als angenommenen Staatsverschuldung. Werden Wachstumsziele des BIP deutlich verfehlt, so sind die Steuereinnahmen in der Regel kleiner als angenommen, steigen bei gleichen Leistungsversprechen tendenziell die Ausgaben für Soziales und relativ zum BIP ist die Verschuldung prozentual dann zusätzlich noch einfach deshalb größer, weil das BIP kleiner ist. Bezogen auf die USA bedeutet das, dass, wenn die USA nicht die vom IWF prognostizierten Wachstumswerte des BIP erreichen, sondern das Wachstum ähnlich langsam ist wie in den letzten zehn Jahren, die Staatsverschuldung der USA 2016, wenn politisch nicht massiv gegengesteuert wird, deutlich über dem vom IWF prognostizierten Wert von 85% liegen wird, möglicherweise eben doch bei 90, 100 oder mehr Prozent vom BIP. Sollte es so kommen, und die USA nicht politisch unter Inkaufnahme eines noch geringeren Wachstums mit unpopulären Haushaltsmaßnahmen wie Ausgabenkürzungen und höheren Steuern gegensteuern können oder wollen, gerieten die USA damit sehr nah an griechische Verhältnisse und müssen damit rechnen, Investoren höhere Zinssätze für neue und refinanzierte Staatsschulden zahlen zu müssen, weil sie sonst nicht mehr genügend ihrer Schuldpapiere verkaufen können. Alternativ können die USA dann natürlich die japanische Lösung versuchen, die Zinssätze dauerhaft nahe Null lassen und sich das Staatsbudget somit praktisch aus der Notenpresse drucken, doch, wie das Beispiel des hochverschuldeten Japan zeigt, birgt dieser Ansatz die Gefahr, jahrzehntelang de facto nicht aus einer Stagnation der Wirtschaftsleistung herauskommen zu können.

Es stellt sich die Frage, wie der IWF auf seine optimistische und für die USA recht günstige Prognose der Zukunft der US-Wirtschaft kommt, der zufolge den USA das Schicksal, zukünftig überschuldet oder in Schulden gefangen zu sein, nicht droht. Wer sich die Mühe macht, im Report des IWF zu den Daten des World Economic Outlook danach zu suchen, wie der IWF es erklärt, dass nun, wo die Staatsschulden der USA im Verhältnis zum BIP etwa doppelt so hoch wie vor zehn Jahren sind, die Wachstumsperspektiven der USA deutlich besser als vor zehn Jahren sein sollen, der wird enttäuscht feststellen, dass der IWF dazu keine Erklärung abgibt. Dabei ist der willkürlich ausgewählte Zeitraum der letzten zehn Jahre für die USA noch recht schmeichelhaft. Betrachtet man als Vergleichzeitraum der Sechs-Jahres-Prognose des IWF nicht die letzten 10 Jahre, sondern die letzten fünf oder sechs Jahre, so wäre eine auf den erreichten Werten der Vergangenheit basierende Prognose für die USA noch deutlich unvorteilhafter. Auch die zwischenzeitlich bekannt gewordenden Realdaten zum ersten Quartal 2011 lassen darauf schließen, dass das Wirtschaftswachstum der USA trotz gegenwärtig zur Wirtschaftsstimulation in Kauf genommener massiver Staatsdefizite deutlich hinter der IWF-Prognose zurückbleibt. Im ersten Quartal 2011 wuchs die US-Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr real nicht wie vom IWF für das Jahr 2011 prognostiziert, 2,75%, sondern lediglich 1,8%.

Man könnte auch annehmen, die Experten des IWF werden sich bei ihrer günstigen Prognose für die USA schon etwas Gescheites gedacht haben. Schließlich sitzen beim IWF international renommierte Experten, und die werden es wohl wissen. Um zu schauen, wie treffsicher die Experten des IWF in ihren Prognosen sind, bietet es sich an, sich die in der Vergangenheit vom IWF erstellten Prognosen anzuschauen, und dann zu vergleichen, wie nah die Prognosen des IWF dann tatsächlich an der Realität lagen. Hier ist die Prognose des IWF vom April 2008, für genau die gleichen Länder und Werte wie die oben vorgestellte Prognose der Werte vom April 2011. Für 2009 hat der IWF den USA am Jahresanfang 2008 ein BIP von 14,5 Billionen Dollar sowie eine Staatsverschuldungsquote von 51,5% vorausgesagt, was einem nominellen Bruttowachstum des BIP von 2,38% und einer Zunahme des Verschuldungsgrades von etwa 3,5% vom BIP entspricht. Tatsächlich herausgekommen ist bei den USA für 2009 ein Schrumpfen des nominellen BIP um 1,74% und eine Zunahme des Verschuldungsgrades bezogen auf das BIP von 48 auf 59%, also um etwa 11%. Natürlich, 2009 war ein besonderes Jahr, denn Ende 2008 ist die US-Bank Lehman Brothers zusammengebrochen und Luft aus der Immobilien- und Derivateblase entwichen, was in der Wikipedia als Finanzkrise ab 2007 bekannt ist. Den unmittellbar bevorstehenden Crash haben einige Finanzexperten Anfang 2008 trotz deutlicher objektiver Anzeichen nicht kommen sehen, aber trotzdem darf man den Experten des IWF bescheinigen, diesbezüglich, zumindest was die veröffentlichten Prognosedaten von 2008 angeht, blind gewesen zu sein.

Um zu schauen, ob die Blindheit der Experten des IWF bezüglich der Prognose der Finanzkrise 2007 nur eine Ausnahme war und die Prognosen ansonsten zuverlässig sind, sollte man auch andere Prognosen des IWF mit der Realität vergleichen. Hier sind die Prognosen des IWF bezüglich der Entwicklung des nominalen BIP der USA aus den Jahren 2007 bis 2010 in einem Chart verglichen mit der später festgestellten Realität (die rote durchgehende Linie).

IMF - US BIP prognosis and reality

Es ist nicht zu erkennen, dass der IWF auch nur die Richtung, in der sich das Wirtschaftswachstum der USA in naher Zukunft entwickelt, halbwegs zuverlässig einschätzen kann. Die Prognosewerte des IWF wirken wie zufällig gewürfelt und haben keine erkennbare Beziehung zur Realität. Wenn überhaupt etwas zu erkennen ist, dann, dass der IWF häufig gute Botschaften für die USA verbreitet, die US-Wirtschaft ziehe an, es gehe aufwärts mit der Wirtschaft, ganz gleich wie der tatsächliche Trend ist. Man mag die Prognosen des IWF zum BIP der USA mal mit denen zum BIP von China vergleichen. Hier ist ein Chart, dass die in der Vergangenheit liegenden Prognosen des IWF zum BIP von China mit der inzwischen eingetretenen Wirklichkeit vergleicht.

IMF - China BIP prognosis and reality

Der IWF lag mit seinen Prognosen für das in Dollar umgerechnete BIP von China immer deutlich unter den Werten, die später in der Wirklichkeit festgestellt wurden. Ausgerechnet die IWF-Prognose 2008 für 2009 war von den hier ausgewerteten vier Prognosen das einzige Mal, wo der IWF das in Dollar berechnete nominelle Wachstum des chinesischen BIP halbwegs richtig getroffen hat. Da der IWF wie oben gezeigt jedoch den US-Crash, der sich 2009 negativ auf das BIP praktisch aller Länder ausgewirkt hat, nicht vorausgesehen hat, war es Zufall, dass der IWF trotz der grundsätzlich zu niedrig angesetzten Prognosewerte ausgerechnet diesen Wert als einzigen halbwegs richtig getroffen hat. Nun gehen in das in Dollar berechnete nominale BIP von Ländern, deren Währung nicht der US-Dollar ist, auch noch die Wechselkurse ein, und die werden nicht vom IWF prognostiziert, sondern von den jeweiligen Ländern als lokal prognostizierte Wechselkurse angeliefert. Doch ein kurzer Blick zeigt, dass der IWF auch bei den in nationaler Währung 2008 prognostizierten Wachstumswerten des BIP in China deutlich unter den später tatsächlich für China festgestellten Werten blieb. Es bleibt die Frage, warum die IWF-Prognosen für China ständig zu schlecht sind während die Prognosen für die USA erstaunlich positiv ausfallen. Dazu nachfolgend ein Chart, das zeigt, wie sich das in US-Dollar gemessene BIP der USA und Chinas entwickeln würde, wenn sowohl das BIP der USA als auch das zum tatsächlichen Wechselkurs in US-Dollar umgerechnete BIP von China in den nächsten sechs Jahren mit den Prozentwerten weiterwachsen würden, wie sie in den letzten fünf Jahren durchschnittlich gewachsen sind (USA in blau, China rot, zum Vergleich sind auch die im in US-Dollar umgerechneten BIP der nächststärksten Wirtschaftsnationen Japan und Deutschland gelb und schwarz mit im Chart. Die dick gestrichelten Linien sind die Werte der Prognose, die nichts weiter macht, als die Annahme zu treffen, die USA und China wachsen bezüglich ihres in US-Dollar gerechneten BIP bis 2016 mit den gleichen Prozentwerten weiter wie sie die letzten fünf Jahre gewachsen sind. Die dünn gestrichelten Linien sind die Prognosewerte des IWF vom April 2011).

US China - Alternative Nominal USD BIP Growth Prognosis

Würde der IWF die Zukunftsprognose durch Fortschreibung der durchschnittllichen Wachstumsraten der letzten fünf Jahre erstellen, so würde die Prognose lauten, dass China die USA im Jahr 2016 als größte Volkswirtschaft der Welt ablöst, und zwar nicht nur nach Kaufkraftparität gerechnet, sondern auch in US-Dollars zum tatsächlichen Wechselkurs gerechnet. Angesichts dessen, dass China dann 2016 trotzdem erst bei rund 25% des BIP pro Kopf der USA wäre, erscheint das nicht unmöglich. Für die sich kürzlich noch als einzige Supermacht wähnenden USA wäre das eine vorhergesagte wirtschaftliche Zweitrangigkeit, die bereits heute gravierende politische Folgen haben könnte.

In der Welt würde die Kraft der USA, andere Staaten durch das Anbieten guter Perspektiven an sich zu binden, im Vergleich zu China abnehmen. Kürzlich hat US-Kriegsminister Robert Gates China an das Ende der Sowjetunion erinnert, China gewarnt, nicht mit den USA in einen Wettbewerb militärischen Wettrüstens zu treten, und damit implizit behauptet, die USA würden ein potentiellles Wettrüsten mit China aufgrund ihrer größeren wirtschaftlichen Stärke in jedem Fall genauso gewinnen wie sie es gegen die Sowjetunion gewonnen haben. Eine chinesische Webseite berichtete über die Warnung des US-Kriegsministers mit feinem und trockenem Humor, indem sie darauf hinwies, dass die Militärausgaben der USA 2010 729 Mrd US-Dollar betrugen, die Chinas im gleichen Zeitraum hingegen umgerechnet nur etwa 78 Mrd US-Dollar. Nicht hingewiesen hat die chinesische Webseite darauf, dass die Nettostaatsverschuldung der USA im Jahr 2010 um rund fünf Prozent vom BIP, also etwa 730 Mrd US-Dollar, angewachsen ist, während China 2010 hingegen einen staatlichen Budgetüberschuss von etwa 1000 Miliarden US-Dollar zu verzeichnen hatte. Derzeit könnte sich China also, wie dem um den Haushalt der USA besorgten US-Kriegsminister bestens bekannt sein dürfte, also die Militärausgaben leisten, die die USA tatsächlich hat, sich aber eigentlich gar nicht leisten kann.

Wenn Staaten Sicherheitspartnerschaften mit stärkeren Staaten eingehen, dann gibt es eine aus militärischem Kalkül entstehende Zugwirkung in die Richtung, sich möglichst den stärksten Partner auszusuchen. Langfristig ist grundsätzlich die Annahme plausibel, dass das wirtschaftlich stärkste Land auch das militärisch stärkste Land sein wird, eben weil es sich die höchsten Militärausgaben leisten kann. Würde der IWF prognostizieren, dass China die USA schon bald als größte Wirtschaftsnation der Welt überholen werden, so könnte das international also die wirtschaftliche und militärische Gravitationskraft Chinas nochmals verstärken und das Ende des US-Imperiums dadurch beschleunigen, dass sich andere Länder auch aus sicherheitspolitischen Erwägungen heraus verstärkt in Bezug auf Militärkooperationen von den USA abwenden und sich stattdessen China zuwenden. Und auch national in den USA könnte der vermutlich als Abstieg von der Position der einzigen Supermacht in die Zweitklassigkeit wahrgenommene bevorstehende wirtschaftliche Bedeutungsverlust zu politischen Erdbeben führen. So eine Prognose wäre also heikel, weil sie politisch brisant wäre. Dass sich der IWF durchaus dessen bewusst sein dürfte, welchen politischen Sprengstoff seine wirtschaftlichen Prognosen bergen, zeigt die Reaktion des IWF auf die Veröffentlichung der Tatsache, dass der IWF im April 2011 prognostitierte, China werde die USA beim BIP gerechnet nach Kaufkaftparität 2016 überholen, sofort mit der Abgabe der politischen Einschätzung reagierte, das BIP umgerechnet in Dollar wäre der wichtigere Maßstab, um die Wirtschaft unterschiedlicher Länder zu vergleichen.

Man mag auch die IWF-Prognosen anderer Länder mit den später festgestellten Werten vergleichen und versuchen, politische motivierte Muster in den Prognosen feststellen. Auffällig ist zum Beispiel, dass in den letzten fünf bis zehn Jahren auch bezüglich des BIP-Wachstum auf Dollarbasis sehr erfolgreiche Länder wie Brasilien, Iran und Venezuela, deren Regierungen von den USA nicht sonderlich gemocht werden, vom IWF schlechtere Prognosen verpasst bekommen haben, als es die Wachstumsraten der Staaten in den vergangenen Jahren nahelegen, während in den letzten Jahren bezüglich des in Dollar gerechneten BIP-Wachstums eher wenig erfolgreiche Länder, deren Regierung aber nach dem Geschmack der USA ist, wie zum Beispiel Mexiko, Saudi-Arabien und UK vom IWF BIP-Prognosen gestellt bekommen haben, die die Werte der letzten Jahre übertrifft. Ob oder inwieweit das an faktenbasierten Prognosegrundlagen, der Ideologie der beim IWF herrschenden Experten oder an politischer Einflussnahme zur Verbesserung der Bonität der Freunde der USA liegt, mag einstweilen dahingestellt bleiben, aber es scheint anhand der in der Vergangenheit vom IWF gemachten groben Prognosefehler jedenfalls nicht ganz abwegig, sich bei den Prognosen des IWF über sachfremde politische Einflüsse Gedanken zu machen.

Allerdings können zu gute Prognosen Staaten auf lange Sicht womöglich mehr schaden als helfen. Entgegenwirken lässt sich dem tatsächlichen Anstieg der Staatsverschuldung in vielen Fällen vernünftigerweise schließlich nur durch mehr staatliche Einnahmen und weniger staatliche Ausgaben. Gemeinerweise führen mehr staatliche Einnahmen durch die Erhöhung von Steuern und die Reduzierung von Ausgaben regelmäßig erstmal zu einem vergleichsweise geringeren Wirtschaftswachstum, so dass bei der Sanierung von Staatsfinanzen tendenziell die gleiche Hebelwirkung überwunden werden muss, die im Falle von expansiver Fiskalpolitik zu mehr Wirtschaftswachstum führt und bei Politikern aller Coleur die oft trügerische Hoffnung nährt, Steuersenkungen und Ausgabesteigerungen würden sich durch das induzierte Wirtschaftswachstum quasi von selbst finanzieren. Das mag in bestimmten Situationen wie einer geringen Ausgangsverschuldung und auch sonst guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tatsächlich funktionieren, doch es gibt auch – siehe Griechenland – den Punkt, wo das Auswachsen der Schulden durch Einnahmekürzungen und Ausgabesteigerungen nicht mehr klappt und geradewegs in die Staatspleite führt. Einsparungen und Steuerhöhungen in schwieriger wirtschaftlicher Situation bedeuten hingegen in der Regel Verteilungskämpfe, nicht selten begleitet von massiven Protesten der Bevölkerung und Regierungskrisen. Die Versuchung ist für Politiker aller Coleur deshalb groß, in schwierigen Situationen trotz der Risiken auf eine expansive Fiskalpolitik zu setzen.

Im Zweifel gilt da sicherlich gerade in Demokratien westlichen Typs oft, dass führende Politiker vor allem darauf bedacht sind, in der Gegenwart durch restriktive Fiskalpolitik ausgelöste Regierungskrisen zu vermeiden und sich ausrechnen, zu der Zeit, wo sich herausstellt, ob eine expansive Fiskalpolitik erfolgreich oder ein Schritt näher an die Staatspleite war, ohnehin nicht mehr im Amt zu sein. Nach mir die Sintflut. Zu gute Wachstumsprognosen in wirtschaftlich schwierigen Situationen begünstigen die Neigung von Politikern zu einer zu risikoreichen expansiven Fiskalpolitik noch, denn sie legen dann die falsche Vermutung nahe, dass sie damit erfolgreich sein werden.

So ist beispielsweise die Annahme nicht politisch weltfremd, dass US-Präsident Barack Obama zu Beginn des Jahres 2012 einen reichlich expansiven Haushaltsplan vorschlagen wird, der weitgehend auf Kürzungen jeglicher Art verzichtet. Das Kalkül dahinter ist simpel: im Novermber 2012 stehen US-Präsidentschaftswahen an und Barack Obama möchte da als Präsident der USA wiedergewählt werden. Sollte er vor der Wahl massive Budgetkürzungen vorschlagen, kann er sich die erneute Kandidatur für den Job als Präsident der USA gleich sparen. US-Wähler sind bekannt dafür, Politiker, die restriktive Sparhaushalte vorlegen, mit dem Stimmzettel heftig abzustrafen. Bei Barack Obama kommt noch dazu, dass er, wenn er 2012 einen Sparhaushalt vorlegt, damit implizit ein Eingeständnis abgeben würde, dass seine ab 2009 praktizierte expansive Fiskalpoitik nicht funktioniert hat und würde damit seine eigene in den letzten Jahren durch hoffnungsvolle Entscheidungen an den Tag gelegte Wirtschaftskompetenz in Frage stellen. Wenn Barack Obama wiedergewählt werden will, ist er also, gleich was die wirtschaftliche Vernunft für 2012 gebietet, geradezu gezwungen dazu, einen expansiven Haushalt vorzuschlagen und gleichzeitig zu hoffen, dass es funktionieren wird.

Sollte die von den USA absehbar mindestens bis ins Haushaltsjahr 2012/2013 fortgesetzte expansive Haushaltspolitik nicht funktionieren, also nicht soviel Wachstum bringen, wie es notwendig ist, um die wirtschaftlichen Perspektiven nachhaltig zu verbessern, könnte es in den USA mit dem Anfang 2013 vorzulegenden Haushaltsplan für das Budgetjahr 2013/2014 richtig krachen. Wer auch immer dann Präsident der USA sein wird, steht in diesem Fall vor der Entscheidung, entweder weiter auf expansive Fiskalpolitik zu setzen und dabei zu riskieren, die USA mit großen Schritten in Richtung Staatspleite zu steuern, oder auf restriktive Finanzpolitik zur Sanierung der Staatsfinanzen zu setzen, und damit ein Schrumpfen der US-Witschaft und politische Unruhen in den USA zu riskieren.

Wie auch immer sich derjenige, der dann US-Präsident ist, im Jahr 2013 entscheiden wird, werden die USA dann, wenn die expansive Geldpolitik bis dahin nicht funkioniert hat, ein heftiges Problem damit bekommen, ihren riesigen Militärapparat, mit dem sie seit Jahrzehnten weltweit grausamen Terror und unermessliches Leid, Krieg, Angst und Schrecken verbreiten, weiter zu finanzieren. Den USA könnte damit das Schicksal der Sowjetunion bevorstehen, nämlich dass sie ihren im Verhältnis zur Wirtschaftskraft des Landes überdimensionierten Militärapparat ebenso wie den Krieg in Afghanistan nicht mehr finanzieren kann.

Sollte es so kommen, wäre die Welt die Geißel des kriegerischen US-Imperialismus wahrscheinlich ein für alle mal los. So es den USA nicht gelingt, das in den letzten Jahrzehnten überaus friedfertige Land China in einen Krieg zu verwickeln oder dort die Regierung durch eine Marionettenregierung der USA zu ersetzen, ist es aufgrund der Größe Chinas nicht absehbar, dass die USA diese Position jemals wiedererlangen können.

Im zweiten Teil des Zweiteilers zum möglichen Ende der USA als Supermacht wird beleuchtet werden, was jeder einzelne Mensch auf der Erde persönlich dafür tun kann, damit das hofnungsfrohe Szenario des wirtschaftlichen Bankrotts des Verbrecherstaates USA tatsächlich möglichst bald eintritt und die USA so gezwungen werden, ihren überdimensionierten Militärapparat abzuschaffen und vom Imperialismus Abstand zu nehmen.

28 Gedanken zu “Das mögliche Ende der USA als Supermacht (1) – zur Qualität der Prognosen des IWF

  1. … wieder einmal ein Qualitätsartikel, wie man ihn in der kaufbaren (und käuflichen) Presse so gut wie nie findet!

  2. @Jörg
    Ja, genau so sieht das aus. Und das wird noch viel mehr solche Bilder geben, wenn die USA haushaltstechnisch näher an griechische Verhältnisse kommen.

  3. Zwar OT: Aber wollen wir hier sicher grundsätzlich nicht wissen?

    (Fox News)

    Oder doch?

    (Anm: Nein, bitte verschone uns vom Müll der Bild-Zeitung und ihrem Ami-Gegenstück Fox News)

    1. Eine Analyse von dem was z.B. Steinmeier-Merkel-Schäuble in der Bild zum besten gegeben ist demnach vergleichbar unerwünscht?
      Kritische Analyse von Fox News zur verfügung gestellt durch Mr.F************ ( ausgeschrieben je nach Wunsch des Bolgbetreiber als ***** oder als Mr.Fernsehkritik) ist doch bitte nicht mit von Fox News bzw der Bild selbst zu verwechseln.

      Und der Videotitel „Finanzkollaps: NWO kommt mit neuer Währung in EU und mit Kontrolle“ hat nicht im entfentesten mit dem Thema „Das mögliche Ende der USA als Supermacht (1) – zur Qualität der Prognosen des IWF“ zu tun?

      Selbst wenn wir nur Bruchstücke des Video Titel übrig lassen „… neuer Währung in EU“ oder noch weniger und nur ein Wort „Finanzkollaps“ könnte der denkende Leser einen gewissen Zusammenhang mit USA und IWF zumindest erahnen.

      Zum nochmaligen ansehen (erstmaligen ansehen) des vid und oder Link zum belassen in dem post:

      mfg gerd

      1. Wie wäre es damit: die Tagesthemen:

        Angela Merkel fordert öffentlich Neue Weltordnung – 04.06.2011

  4. @gerd
    Der Begriff „Neue Weltordnung“, von den Spammern der CIA meist mit seinem Kürzel NWO verwendet, sagt eigentlich überhaupt nichts aus. Die Wetordnung verändert sich permanent. Er kann bedeuten, dass das Zeitalter, in dem die Militärmacht der USA und ihre permanenten Angriffskriege die Ordnung der Welt bestimmt haben, bald vorbei sein wird. Von den Spammern der CIA un den Lakaien der Bankster wird jedoch so getan, als sei die neue Weltordnung eine Gefahr, die darin besteht, dass Menschen die ein soziales Gewissen haben, denjenigen das Geld klauen oder entwerten wollen, die es ehrlich verdient haben.

    Adolf Hitler war mit seiner Propaganda von der angeblichen jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung der geistige Vater der modernen Anti-NWO-Propaganda. Pat Robertson war der Vorreiter der Welle der modernen Panikmache mit dem Begriff NWO. Aus dem geistigen Schwachsinn, der seine Anti-NWO-Propaganda war, hat er dann nicht etwa abgeleitet, zur Ermordung der Rockefellers, Blankfeins oder Bernackes dieser Welt aufzurufen, sondern – natürlich – zur Ermordung des Sozialisten Hugo Chavez.

    Es muss sich aber tatsächlich etwas ändern in der ungerechten gegenwärtigen Weltordnung. Die weltweite Terror der USA und ihrer Vasallen muss aufhören. Die ganze Anti-NWO-Propaganda-Schiene mit der Angstmache vor der angeblichen Enteignung der Geldbesitzer durch eine sozialistische NWO-Verschwörung spielt den herrschenden US-Bankstern, die von der Rüstung und den ständigen Angriffskriegen am meisten profitieren, voll in die Hände. Da weiß man gleich, wo’s herkommt. Und, oh Wunder, der CIA-Sender Fox News verbreitet, natürlich ganz aus Versehen und beinahe konspirativ, den Schwachsinn von der NWO auch.

    abei geht die wirklich Gefahr für die Welt von den herrschenden Bankstern aus, denjenigen, die von ANgrifskriegen profitieren und ihren Medienhuren, die seit Jahrzehnten die Bevölkerung verblöden.

  5. Es sprach George H. W. Bush am 11. September 1990 von einer Neuen Weltordnung (New World Order) …. und dieses neo-feudale System, „unsere“ Pre$$tituierten-Pack jubelt (Königin Beatrix Stippvisite in Dresden; Königliche Hochzeit ….) aus Adel und Geldadel mit dem Militaerisch-industrielle Komplex unserer Bankster ist nichts was wir unteren Stände innerhalb der Ständepyramide begrüßen sollten.

    Was das Geld klauen angeht … siehe „George Carlin – Der amerikanische Traum“ und
    http://www.flegel-g.de/soziale-marktwirtschaft.html

    Die Statistik über die Entwicklung der nominellen Gesamtgrößen von 1950 bis 2000 wartet mit folgen Zahlen auf:

    BIP 41-fach
    Brutto-Löhne u. Gehälter 43-fach
    Netto-Löhne u. Gehälter 31-fach
    Steuerinnahmen 42-fach
    Geldvermögen 202-fach
    Zinserträge 241-fach

    Mit Zins tat sich Marx ja ein bischen schwer …. zur Linken schweig ich erstmal fein still … (or go to medienanalyse-international.and SteinbergRecherche) … aber zu Finanzprodukte hier:

    http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_404.htm#Z80

    „Vermittelst des Dr. Price verwandelt Pitt so Smiths Akkumulationstheorie in die Bereicherung eines Volks durch Akkumulation von Schulden und kommt in den angenehmen Progreß ins Unendliche der Anleihen, Anleihen, um Anleihen zu zahlen.“

    Klicke, um auf Linke-basisnahe-Volkspartei1.pdf zuzugreifen

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