Heise macht bei Kriegskampagne gegen Syrien mit

Es mag mal Zeiten gegeben haben, da galt der Heise-Verlag als beinahe letzte Bastion des Journalismus in Deutschland. Diese Zeiten sind wohl vorbei. Nun macht der Heise-Verlag mit platter und verlogener Kriegspropaganda gegen Syrien auf sich aufmerksam, wie man sie sonst eigentlich eher in der Bild-Zeitung vermuten würde.

Hubertus Ecker titelte gerade bei Telepolis: Syrien: Gewalt seitens des Regimes nimmt ungeahnte Dimensionen an. Untertitel: Heckenschützen in Zivilkleidung feuern auf Trauernde.

Als Erstes bringt Telepolis natürlich einen Tweet von einem Mitarbeiter der Lügenfabrik Al Jazeera. Al Jazeera’s Cal Perry hat getweetet, er habe „zufällig“, bei seiner Ausreise – auf dem Highway von Damaskus nach Amman in Jordanien 20 km vor der Grenze – einen Menschenaufzug auf einer Straßenüberführung gesehen, der da beschossen worden sei. Voll in die Menge sei geschossen worden, sagt er. Viele seien „sicherlich“ verletzt worden, meint er. Es sei eine unbeschreiblich chaotische Szene gewesen, sagt er, Autos hätten umgedreht und jeder im Süden des Landes scheine eine Waffe zu tragen. Von wo aus geschossen wurde, könne er nicht sagen, aber es sei nur in Richtung geschossen worden, nämlich in Richtung des Trauerzuges. Wer geschossen hat, hätte er, wenn er nicht mal wusste, von wo geschossen wurde, natürlich eigentlich auch nicht sagen können, doch da war er sich sicher, er sei Zeuge brutaler Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte geworden. Und danach sei die ganze Gegend da vom Militär abgesperrt worden. Vermutlich fühle die syrische Regierung, die er den Leitllinien der Kriegspropaganda folgend natürlich als Regime bezeichnet, sich sicher, da die Welt gerade nicht auf Syrien schaue.

Klartext: Es scheint von Unbekannten in eine Menschenmenge geschossen worden zu sein. Vielleicht war es aber auch nur ein Fake mit Platzpatronen. Vielleicht geschah das, was da geschah, auch nur, damit die „zufällig“ durchfahrenden Journalisten was zu sehen bekommen, um die von den USA bezahlten Proteste zum Regime Change in Syrien anzuheizen. Vielleicht wurde jemand verletzt, vielleicht aber auch nicht. Eben die typische Art, wie Al Jazeera Nachrichten produziert.

Bei Telepolis wird daraus:

Dabei stieß er auf einen Zug aus Trauernden, die ihre Angehörigen zu Grabe trugen und dabei beschossen wurden. Perrys Tweet:

@calperryAJ: On the road to Amman – outside #Izraa, I witnessed a funeral march. Cut down by gunfire. Directly into crowd. Horrible. #Syria #Murder

In seinem vollständigen Bericht erklärt Perry, dass das Feuer nur von einer Seite kam (es war nicht die des Trauerzuges). Zudem vermutet er, dass sich Syriens Regime sicher fühlt, da die Augen der Welt auf derzeit andere Schlagzeilen gerichtet seien.

Keine kritische Anmerkung gibt es bei Telepolis zu der offensichtlich zusammengesponnenen Kriegspropaganda, nichts. Auch Telepolis bezeichnet die syrische Regierung nun, ganz den bewährten Leitlinien von Kriegspropaganda folgend, als Regime. Darauf, einfach mal kurz zu recherchieren, ob „die Augen der Welt“ derzeit wirklich auf „andere Schlagzeilen gerichtet“ sind, wird bei Telepolis verzichtet. Schon ein flüchtiger Blick zu Google News hätte offenbart, dass die „Vermutung“ Blödsinn ist: im deutschen Google News gibt es zum Stichwort Syrien gerade 4.209 Treffer, beim U.S. Google News zum Stichwort Syria sind es sogar 14.783 Treffer. Auf soviel Aufmerksamkeit bringt es im Moment nicht mal Iran, der sonst immer für reichlich Schlagzeilen gut ist. Außerdem wurden die blutigen Unruhen in Syrien zu einem der drei Top-Themen beim U.S. Google News gemacht. Alle großen US-Zeitungen berichten an prominenter Stelle darüber. Human Rights Watch fordert den UN-Sicherheitsrat zu Sanktionen gegen Syrien auf, was begierig vielen Massenmedien aufgegriffen wird und im Fall Libyen die Vorstufe zum Krieg war. Und über einen „Krieg aus humanitären Gründen“ gegen Syrien wird in westlichen Massenmedien auch schon munter spekuliert.

Weiter macht Telepolis dann mit einem in Text eingebetteten Link zu einem gruseligen Video, auf das Wort „dokumentiert“ gesetzt.

Ein besonders erschütterndes Video (Achtung, mit verstörenden, expliziten Bildern; Anm. d.Red) dokumentiert, wenngleich ohne Angaben von Zeit und Ort, die Schüsse auf Demonstranten. Ob es sich dabei um Trauernde handelt, ist unklar. Dass es sich bei dem Video indes eindeutig um Aufnahmen aus Syrien handelt, wird anhand des typischen Dialektes klar. Auch rufen die Menschen verzweifelt nach „Is’af“ („Rettungswagen“). Ebenso – und dies ist besonders bemerkenswert – ist inmitten des Massakers seitens der Demonstranten wiederholt das Wort „Salmiyeh“ („Friedlich“) zu vernehmen.

Keine Silbe verliert Telepolis darüber, wie Telepois zu der Annahme kommt, dass das in das Iranhasser-Blog eingebundene Video echt und authentisch ist. Auf der ungeschnittenen Tonspur ist syrischer Dialekt zu hören, dass reicht in Bezug auf Orts- und Zeitangabe völlig. Jede sonstige Analyse fehlt. Nicht mal eine computertechnische Analyse liefert der Technik-Verag Heise. Hier ist ein Screenshot von dem Video.

Telepolis Syrien Video

Was da bei Minute 1:42 zu sehen ist, ist ein schwarzer Bildschirm. An dieser Stelle ist das Video komplett schwarz. Schwarze Bildschirme werden gern benutzt, um Videos unauffällig zu schneiden. Anstatt mal eine Analyse dazu zu machen, ob das Video, zu dem es weder einen genauen Ort noch die Zeit der angeblichen Aufnahme gibt, wird das Video als Dokument hingenommen. Keiner scheint sich daran zu stören, dass zu Beginn des Videos Hunderte von Schüssen zu hören sind, und dann nur drei angeblich Verletzte zu sehen sind. Eine riesige Menschenmenge ist zu hören, doch zu sehen sind nur ganz wenige Personen. Die Tonspur passt also nicht so ganz zum Bild. Und das fällt den Computerexperten von Heise nicht auf?

Es gäbe anlässlich der gerade aufgetauchten von den USA finanzierten Video- und Nachrichten-Fakes zum Anheizen von Bürgerkrieg in Syrien noch mehr Fragen zu stellen. Könnte das nicht eine Schauspieltruppe sein, die einen Videodreh gemacht hat, um einen blutigen Regime Change anzuheizen? Und die Verletzten erst, haben die Maskenbildner da nicht vieeicht doch ein bisschen arg dick aufgetragen? Und an welchen Horrorfim erinnert die wie ein Kind aussehende Puppe? Natürlcih, Kriegspropaganda zu hinterfragen gilt als unpatriotisch, das wusste Lord Ponsonby schon vor 82 Jahren. Hubertus Ecker stellt in seinem Heise-Artikel keine unpatriotischen Fragen.

Im Heise-Artikel geht es statt dessen weiter mit der Kolportierung von Gerüchten und Spekulationen:

Auch die New York Times berichtet über den Beschuss von Trauerzügen und die französische Le Monde spekuliert bereits über den Rückhalt, den Baschar al-Assad noch innerhalb der eigenen Familie geniesst.

So macht Heise nun Glaubwürdigkeit. Wenn die Kriegstreiberpostille New York Times über den Beschuss von Trauerzügen „berichtet“, na dann stimmt das sicherlich. Dass die New York Times die Zeitung beim Unterschieben der Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein führend war, sagt Telepolis nicht. Das wäre wohl auch unpatriotisch. Gerüchte aus Frankreich, wie nah der ersehnte Regime Change bereits sein könnte, sind eben patriotischer.

Heise macht sich dann lustig über das syrische Staatsfernsehen. Natürlich, das Wort „Diktatur“ darf dabei nicht fehlen. Denn eine Demokratie zu bombardieren, lässt sich heutzutage eben einfach schlecht verkaufen.

Absurdistan einer Dikatur – oder: Kafka in Syrien

Das syrische Fernsehen stellte die heutigen Demonstrationen der Menschen übrigens als „Dankesgesänge“ dar. Die Menschen seien auf die Strassen gegangen, um Gott für den jüngst gefallenen Regen zu danken…

Über die deutsche Kriegspropaganda gegen Syrien macht sich Telepolis nicht lustig. Das wäre wohl auch unpatriotisch. Dafür geht Telepolis weiter mit einer dicken Lüge voll auf Attacke:

Daraas Mufti, Sheikh Resk Abdulrahman Abaseid, ist gestern zurück getreten, aus Protest gegen die Tötung von Demonstranten. Syriens Großmufti, Scheikh Ahmad Badr el Din Hassoun, stellt hingegen weiterhin unter Beweis, weshalb ihn die Diktatur zur höchsten muslimischen Instanz im Land erkor: Gerüchte über seine menschliche Anteilnahme und potentielle Konsequenzen dementiert er ausdrücklich.

Was da gemacht wird, fogt einer alten Regel der Kriegspropaganda. Der Feind muss entmenschlicht werden. Und so behauptet Telepolis, Syriens Großmufti Scheikh Ahmad Badr el Din Hassoun dementiert „Gerüchte über seine menschliche Anteilnahme“. Folgt man dem Link, so wird man feststellen, dass Telepolis bei der Verbreitung von Kriegspropaganda auch vor widerwärtigsten Lügen nicht zurückschreckt.

Dem von Telepois selbst als Beleg verlinkten Bericht zufolge hat Großmufti Scheikh Ahmad Badr el Din Hassoun zwar den Opfern der vergangenen Tage kondoliert, also menschliche Anteilnahme gezeigt, aber die daraus von der saudischen Diktatur gemachte Falschmelldung zurückgewiesen, er habe sich damit den Protestierenden angeschlossen. Telepolis macht daraus eine Verweigerung menschlicher Anteilnahme. Dreckiger geht Kriegspropaganda kaum.

Zum Schluss des Artikels behauptet Telepolis dann noch mal, dass das syrische Parlament keine genuine Volksvertretung ist und fertig ist die Kriegspropaganda bei Telepolis. Wer keine Demokratie hat, die durch westliche Medienkonzerne und Geheimdienste „gelenkt“ wird, der ist dann schnell mal reif für ein klassisches Bombardement zur Demokratie-Einführung nach westlichem Modell.

Glückwunsch, Telepolis, zu diesem Artikel von Hubertus Ecker und wann gibt es endlich FJ Wagner bei Telepolis?

14 Gedanken zu “Heise macht bei Kriegskampagne gegen Syrien mit

  1. bravo! auch wenn es mit der zeit nerven mag, aber ich muß schon wieder auf libyen verweisen, nämlich zum thema „DEMOKRATIE“: in syrien kenne ich mich nicht aus, aber in libyen ein wenig: …“denn eine demokratie zu bombardieren, läßt sich heutzutage schlecht verkaufen…“ doch, auch das hat man schon bestens drauf. indem man mittels massenmedien dem idios erstmal klar macht, was für ein undemokratisches schurkenregime da ins auge, pardon ins visier genommen wird. zunächst einmal verweise ich auf: http://www.wissensmanufaktur.net, vortragsvideo von andreas popp zum thema DEMOKRATIE. mir schwante sowas schon immer, aber ich hatte bloß latein und kein altgriechisch und konnte daher nicht argumentieren, zumal ja wirklich überall – fälschlich – gelehrt wird, daß „demos“ das volk heißt. nach dem video von popp wird aber klar, wer hier bombardiert und sehr wohl auf einen demokratischen staat (libya). seit jahrzehnten werde ich an die wand gelacht, wenn ich versuche zu erklären, daß in libyen basisdemokratie von gaddafi installiert worden ist und dies auch im rahmen der dörflichen stammesstrukturen (genau wie in afghanistan) prima funktioniert hat. die welt beklkagt sich, daß es in libyen keine wahlen gibt und dies nun unbedingt eingebomt, sorry,
    eingeführt werden müsse. meine an den idios gerichteten worte:: in einer demokratie sind wahlen ausdrücklich verboten, genauso wie kommerzielle politiker!! das meinte gaddafi, als er in seinem GRÜNEN BUCH davon sprach, daß wahlen betrug am volke seien. aber wir sind ja alles idioten, fanatiker und terroristen bloß die lieben gutmenschen, die sich völlig verblöden haben lassen, nicht. vielleicht sind die auch gar nicht so blöd: ihre futtertröge scheinen durch das zusammenspiel von volksverblödern, kriegsmaschinerie und massenmedien (die 4. macht im staate!) immer bestens gefüllt zu sein. vielleicht spüren das diese dumpfköpfe instinktiv und sind deshalb so kriegsgeil und blind auf allen augen gegenüber den lügen der presse.

  2. Hallo und guten Morgen,

    nicht nur Heise. Letztes Wochenende kam eine Kindersendung am Morgen, ich glaube am Wochenende. Eine Sendung in der erklärt wird wie und warum etwas funktioniert. Warum Hühner sich in kleinen Käfigen wohlfühlen, und die Eier nur über ein Förderband in die Pappkartons kommen. Selbst den Kleinsten wird bereits erklärt warum die Ghaddafis böse Potentaten sind und von ihrem unterdrückten Volk beseitigt werden müssen. Auch warum die guten (USA,NATO,UN) verpflichtet sind den Unterdrückten zu helfen. Geschichtsunterricht bevor die Geschichte beendet ist und verfälscht wie immer.
    Wenn man die Erwachsenen nicht mehr alle überzeugt kriegt muß man bei der Kindheit beginnen.
    Naja, man nimmt es am Rande wahr. Kein Grund zur Aufregung. Man kann seinen eigenen Enkeln und Kindern ja erklären, dass diese Herrscher ein kostenfreies Krankenversicherungs- und Schulbildungs-System in ihrem Land haben im Gegensatz zu den „Guten“.
    Wir können ebenso frühzeitig den „lieben Kleinen“ zeigen wie die öffentliche Information benutzt wird.
    Gruß aus Baden.

  3. Heise ist schon seit zwei Jahren kein sicherer Hafen des Journalismus mehr, seitdem sie dort neben allerlei rechten und konservativen Autoren ausgerechnet den ganzen Rechtsextremen und Hasbara-Hetzern einen „sicheren Hafen“ in ihrem Forum gewähren.

    Ja, die schmeissen noch nicht einmal mehr die Rechtsextremen und Neonazis raus, die ihre eigenen Autoren anpöbeln (mit Vorliebe Twister oder Rötzer) oder (bei den identischen Rechtschreibfehlern wohl schon mit dem 20. Zweitnick) fröhlich Hasbara-Agitprop und Hetze gegen den Islam betreiben.

    Rechtsextreme und postpubertäre Kleinscheisser („Weserpirat“ oder „Dirk V“) und bekennende Antisoziale („-Baltar-„, „Kaborka“ oder „NixUser“) runden das unangenehme Bild dieses Forums nach unten hin ab. Das war bis vor drei Jahren DEFINITIV noch nicht so. Und ich lese Heise schon seit über *10* Jahren!

    Und von wegen „Meinungsfreiheit“ und „-vielfalt“! Wenn man auf dieses Volk dann mal im gleichen Stil kontert, kommen gleich die Verwarnungen von der Moderation, man möge doch seinen Ton „mässigen“.

    Wieso dann aber solche Hetzer und Pöbler wie z.B. „Kreuzotter“ (wohl eher „Hakenkreuzotter“) dort IMMER NOCH schreiben dürfen, wird wohl das Geheimnis der sog. „Foren-Moderation“ bleiben. Der sagt wohl „nur“ seine „Meinung“, hm?

    Immerhin, die sonstigen Teilnehmer dort scheinen wenigstens noch mehrheitlich in Ordnung zu sein und bewerten dieses Gesindel fleissig mit Rot.

    1. ich möchte an dieser stelle der red. danken, daß vor kurzem und – gott sei dank – innerhalb eines kommentars von mir ein wiederlicher satz gelöscht worden ist. ehrlich: ich bin nicht so, in keinster weise! überhaupt nicht! aber da kann man mal sehen, wohin ein barack obama imstande ist, mich zu treiben. nochmals vielen dank für die löschung dieses ekelerregenden satzes. ich könnte im moment einfach nur die gesamte welt dafür anschreien, daß sie ohne bomben und angst und überhaupt leben darf, wo es anderen so dreckig geht und das auch noch vollkommen ungerechtigt.

  4. Ja, jetzt Syrien …
    Diese bunte arabischen Revolutionen sind offensichtlich von der CIA & Co organisiert worden. Aber ich frage mich, ob sie auch wirklich beherrschen können, was sie so lostreten. Jetzt wird man in Marokko munter: http://weeklyintercept.blogspot.com/2011/04/thousands-of-protesters-demand-new.html – oder maschinenübersetzt: http://de.babelfish.yahoo.com/translate_url?doit=done&tt=url&intl=1&fr=bf-home&trurl=http%3A%2F%2Fweeklyintercept.blogspot.com%2F2011%2F04%2Fthousands-of-protesters-demand-new.html&lp=en_de&btnTrUrl=%C3%9Cbersetzen

  5. In Marokko werden die USA alles daran setzen, dass es keinen „Regime Change“, sonern nur „Reform“ gibt. Marokko ist der engste arabische Verbündete Israels. Der Geheimdienst der marokkanischen Diktatur wurde vom Mossad aufgebaut und Marokko gehört zu den bevorzugten Plätzen der CIA, um missliebige Menschen foltern zu lassen.

    http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Marokko

    1. …ja, dachte ich auch, als marokko auf die bühne trat, was ich allerdings nicht wußte, daß die cia dort foltern läßt: das wird ja immer wiederlicher. trifft sowas vielleicht noch auf das tunesien der frühen 90er jahre zu? mußte seinerzeit auf dem landweg nach libyen, wegen flugembargo gegen libyen und machte gern mal in zarzis halt. zwischen djerba und zarzis allein 16 bis 24 millit. kontrollen, von zarzis bis zur lib. grenze manchmal 35 kontrollen. ab libyen dann grenzenlose freiheit. was ich von tunesien gut in erinnerung habe, ist meine antisympathie gegenüber dessen damal. polizei und millitär und meine beobachtungen darüber, wie mit halbwüchsigen umgesprungen wurde, die sich bloß dem einzug zur armee entziehen wollten. in der hotelbar vom hotel zarzis wimmelte es mitunter von geheimdienstlern aller coleur: insgesamt kein angenehmer eindruck. zu beginn der tumulte in tunesien berichtete man darüber, daß jedes tun. pol.revier eine folterkammer gewesen sein soll…und das glaubte ich der presse sofort.

  6. der Autor des heise Artikels ist unglaublich schwach! Einer der schlechtesten Telepolis Artikel, und passt nur zur Nachplabberer Truppe aus Berlin.

  7. also telepolis ist meiner meinung nach schon seit längerem nur mit vorsicht zu geniessen. und die qualität mehrerer schreiberlinge dort erreicht locker bild-qualität.

  8. ich würde das nicht überbewerten wolllen, dass bei Heise, besonders im Telepolis, zuweilen auch propaganda mit durchläuft, obwohl es natürlich stimmt und schon in bezug auf die Libyen-berichterstattung gelegentlich unangenehm auffiel.

    zeigt eigentlich nur den grad der gesellschaftlichen durchsetzung mit desinformation und die allgemeine zerrissenheit bei der beurteilung der vorgänge. sowas schlägt eben besonders bei meinungsplattformen, wie Telepolis eine ist, zeitversetzt als spiegel der zustände durch.

    mir scheint eher der sich allgemein breit machende, aus der überforderung erwachsene überdruss am themenkreis gefährlich. der kurzschluss nachdem ‚da unten‘ ruhe zuschaffen sei, scheint jedenfalls an boden zu gewinnen.

  9. Hallo und guten Abend.

    die ganzen Umsturzversuche und Reformer, Freiheitskämpfer usw. die im Nordafrikanischen Raum wohl per Twitter oder was auch immer aufgemuntert,aufgehetzt und motiviert werden oder wurden durch CIA, Mossad und wen auch immer…….., den Rest erledigt die Presse, und eine Handvoll Freiheitskämpfer (den meisten unterstelle ich, dass sie selbst ein Pöstchen für die Zukunft einplanen).
    Ich glaube das selbe würde wohl in Deutschland, Frankreich oder irgendwo in der Welt ebenfalls möglich sein.
    Für Unmöglich halte ich es in den USA.
    Ich lass mich überraschen.
    Gruß aus Baden

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