AP: „Rebellen bleiben in der Minderheit“

Es ist wirklich unglaublich, wie die Kriegspropaganda der NATO die Rückschäge ihrer libyschen Lakaien bei der lange und sorgsam geplanten Eroberung des libyschen Öls per Angriffskrieg mit immer neuen Märchen zu erklären versucht. Was war da nicht schon alles zu hören: die Rebellen seien zugekifft, schlecht bewaffnet oder schlecht ausgebildet sind nur einige davon. Dass sie gern mal Menschen mit schwarzer Hautfarbe und politisch Andersdenkende zerhacken und an Torbögen aufknüpfen, muss man den sympatischen Rebellen da nachsehen.

Denn schließlich stehen die Rebellen angeblich für die populäre Revolution durch die große Mehrheit der libyschen Volksmassen, die sich nun endlich, nachdem die CIA und der MI6 jahrzehntelang vergeblich versucht haben, gegen Revolutionsführer Muamar Gaddafi erhoben haben, um Libyen „zur Prosperität zurückzuführen“.

Nun steht der Propaganda-Apparat der NATO aber angesichts dessen, dass sich gerade abzeichnet, dass die sogenannten „Rebellen“ trotz massiver offensiver Luftwaffenunterstützung durch die Bomber der NATO, überlegener frisch gelieferter Bewaffnung und zahlreichenden „ausländischen „Militärberatern“ nicht mal in der Lage sind, wenigstens die libyschen Ölinstalationen für die NATO-Staaten zu erobern, vor einem Problem. Wie kann die Propagandamaschine den Menschen in den kriegsführenden NATO-Staaten nun erklären, dass die NATO – zum Schutz der libyschen Zivilisten natürlich und nicht etwa zur Eroberung des libyschen Öls – wie geplant ab Ende April Bodentruppen in Libyen einzusetzen gedenkt, obwohl Cheflügner Barack Obama doch immer gesagt hat, er schickt keine Bodentruppen nach Libyen? Dass die libysche Bevölkerung die von der CIA geführten Rebellen davongejagt hat, klingt schließlich irgendwie blöd.

Die Nachrichtenagentur AP hat nun die perfekte Argumentation gefunden, um das den Konsumenten ihrer Kriegspropagada zu verklickern. Und so schreibt AP gerade unauffällig versteckt mitten im Satz im Bericht von der Front, die kaum 50 km von der sogenannten Rebellenhochburg „Ajdabiya“ entfernt ist, um die erneute Niederlage der Rebellen zu erklären: „Rebels remain outnumbered“. Auf deutsch heißt das: „die Rebellen bleiben in der Minderheit“.

Ja, richtig gehört, die Rebellen sind in der Minderheit. Das gibt die staatstragende Nachrichtenagentur AP nun als Grund für die ständigen Niederlagen der CIA-Lakaien in Libyen an. Und als Reaktion darauf, dass die von der NATO unterstützten Rebellen in der Minderheit sind, denkt die Generalität nun laut über Bodentruppen zur Unterstützung der Minderheit nach – und das obwohl der oberste Kriegsherr Barack Obama doch gesagt hatte, der ganze Krieg diene nur dazu, der Mehrheit dabei zu helfen, die Minderheit der Anhänger des bösen, bösen Diktators, der zuvor damit gedroht hatte, westliche Ölfirmen rauszuwerfen, zu bezwingen.

Diese Propaganda ist so lächerlich, dass es geradezu unfassbar ist, wie viele Menschen den – natürlich ganz demokratisch gewählten – herrschenden Medienmogulen des Westens das abkaufen.

5 Gedanken zu “AP: „Rebellen bleiben in der Minderheit“

  1. Hallo Redaktion,
    kann Dir nur aus tiefsten Herzen recht geben, die Verdrehungen und Wursteleien, die da von sich gegeben werden, sind schon abenteuerlich. Die Mehrheit der Libyer hofft, bald von diesem Albtraum befreit zu werden (zumindest sieht und hört man das aus den zahlreichen Videos heraus, die überall kursieren.) Aber auch die Krankenschwestern und Ärzte, viele aus der Ukraine, alle sagen nur eins: Dieser Krieg ist ein Verbrechen, wir lieben Gaddafi und unsere Regierung und wir verfluchen die NATO. Jung und alt sieht man auf den zahlreichen Demos grüne Fahnen wedeln und es macht nicht den Eindruck, als ob sie dies gezwungenermassen tun. Immer mehr Gaddafi-Fan-Seiten, in denen Bilder von ihrem „Vati“ Muammar aus seinem ganzen Leben gezeigt werden, in dem geschildert wird, wie das Leben vor der NATO-Aggression war und immer wieder: Aljazeera lügt. Ich hoffe immer noch, dass das mit den Bodentruppen nicht klappt. Der Grund für meine Hoffnung ist unter anderem die Geldfrage. Europäische Länder glaubten, Qatar würde die Einsätze erstmal bezahlen, aber die denken nicht daran. Es klappt alles hinten und vorne nicht. Im Gegensatz dazu scheinen die Truppen der Regierung immer noch nicht schlecht aufgestellt zu sein, besonders die intelligente Taktik scheint ein Ausweg aus der eigentlich aussichtslosen Lage zu bieten. Trotz allem also: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und die Libyer kämpfen. Benghazi ist eine Stadt von 700 000 Einwohnern, diese sogenannten „Rebellen“ sind mitnichten etwa die „Sprecher“ dieser Stadt. Auf der letzten Pressekonferenz unterbrach ein Mann laut rufend: „Du hast meine Familie getötet“ immer wieder unterbrach er anklagend die Konferenz. Er wurde dann abgeführt, unter den Augen der versammelten Presse. Man weiss nicht, was mit ihm passiert ist. Die Leute in Benghazi werden die Regierungstruppen als Befreiung erleben. Ich hoffe auf diese Bilder. Danke für Deinen Artikel.
    Gruß
    Marlene Tiger

  2. Jetzt wo die Landtagswahlen vorbei sind, sieht auch Guido Westerwelle wieder Chancen für militärisches Mittun der Bundeswehr beim Raubüberfall auf Libyen! Aus rein humanitären Gründen müsse man Hilfslieferungen maritim begleiten und mit Bodentruppen einen Brückenkopf bilden um die Hilfsgüter unbehindert entladen und verteilen zu können. Dazu wird die schnelle EU-Eingreifftruppe und/oder das Deutsch/Französische Korps eingesetzt, wenn jetzt noch die formale Anforderung durch UN, NATO oder zur Not auch nur „die DemokratiebewegtenRebellen“ erfolgt. Das sollte doch zu schaffen sein…

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