Justizvollzug nach Art von Obamas neuen libyschen Freunden

Nachdem Mein Parteibuch anlässlich des Angriffskrieges der NATO gegen Libyen schon einmal in allgemeiner Form etwas dazu geschrieben hat, dass Libyen nun Menschenrechte nach NATO-Standard bekommen soll, möchte Mein Parteibuch heute nun seinen Lesern ein anschaulichen Beispiel für den Justizvollzug nach Art libyscher Rebellen geben (Kinder, Jugendliche und Menschen mit schwachem Magen mögen hier bitte nicht weiterlesen).

Menschen mit schwarzer Hautfarbe kommen da wohl manchmal nicht gut weg.
 


 
Klarer Fall. Wo Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron das gesehen haben, haben sie sich sofort gedacht:

„Hey, die Jungs sind sympatisch, das wollten wir bei uns zu Hause auch schon immer so machen, nur uns steht da so ein Blödsinn wie eine Verfassung im Weg. Aber wenigstens können wir im Ausland ein bisschen dabei helfen, dass unsere Lieblingskonzepte sich durchsetzen.“

Im Umgang mit Kriegsgefangenen sind Obamas libysche Freunde der demokratischen Freiheit auch recht phantasievoll:
 


 
Als Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron das sahen, da stand ihr Entschluss fest:

„Die Jungs da, die sind so sympathisch, da schicken wir sofort NATO-Bomber hin, um denen bei ihrem Ärger mit dem alten Gaddafi zu helfen.“

Und so wurde er prompt in die Tat umgesetzt. Für Freunde mit gemeinsamen Werten stehen die USA, Frankreich und Großbritannien schließlich immer ein.

Nachtrag: Auch die Gerichtsverfahren, die die Strafgerichtshöfe von Obamas neuen Freunden durchführen, sind bemerkenswert. Nachfolgend ist ein Strafgerichtsverfahren gegen einen jungen Mann in Arbeitskleidung zu sehen. Er ist angeklagt, ein „afrikanischer Söldner“ zu sein. Es ist ein Indizienprozess. Das belastende Indiz besteht darin, dass die Hautfarbe des Angeklagten schwarz ist.
 


 
Wie der Proezss ausgegangen ist, ist Mein Parteibuch bisher nicht bekannt. Der Jurist Barack Obama hat bei seinen neuen libyschen Freunden öffentlich bisher keine Bedenken gegen diese Form der Strafprozessführung geltend gemacht. Im Gegenteil, Barack Obama hat sich solidarisch mit ihnen erklärt und vom libyschen Revolutionsführer Muamar Gaddafi aufgefordert, er müsse sofort zurücktreten, weil er die Liebe zu Obamas neuen libyschen Freunden und ihre Wertvorstellungen nicht teilt.

30 Gedanken zu “Justizvollzug nach Art von Obamas neuen libyschen Freunden

  1. responsibility to protect,
    heißt das neue Zauberwort der Scheinheiligen,
    dass diese Szenen ermöglicht.

  2. „Als Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron das sahen…“
    Kann sein, daß noch ein weitere Freund dazu gehört: MEDWEDEW.

    Denn Ria Novosti ist inzwischen regelrecht zur Hetze gegen Libyen übergegangen.
    Auf http://de.rian.ru/politics/20110401/258732810.html wird heute ein Putschist zitiert (den Novosti „einen Vertreter der Aufständischen“ nennt):
    „‚Sie setzen Panzer, Granatwerfer, Panzerbüchsen und andere Waffen ein… Es war ein blinder und intensiver Beschuss… Die Zerstörungen sind nicht zu beschreiben‘, zitiert Reuters den Gesprächspartner. ‚Gaddafi-treue Soldaten, die über die Tripoli Street in die Stadt einmarschiert sind, plündern Geschäfte und Privathäuser aus und vernichten alles, was ihnen im Wege steht… Ich weiß nicht, was ich sagen soll… Hoffentlich hilft uns Allah‘ “

    Diese einseitige Darstellung des „Vertreter(s) der Aufständischen“ wird auch in keiner Weise relativiert oder mit dem Vermerk versehen, die Äußerung sei womöglich nicht objektiv. Und belegt mit z B. weiteren Zeugenaussage wird überhaupt nichts.

    Auf kosten der Wahrheit bläßt ´nun auch Novosti bei Gaddafi in’s Propagandahorn: „Die Demonstranten fordern den Rücktritt des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, der seit über 40 Jahren an der Macht ist.“

    Auch hier die Mär, daß Gaddafi, der seit 1979 alle(!) Ämter(!) abgegeben hat, angeblich „Staatschef“ sei. Und „seit über 40 Jahren an der Macht“. Nein ist er nicht, er nimmt nur noch Aufgaben der Repräsentation wahr.
    Das Staatsoberhaupt ist ein gewisser Herr „Zanati Mohamed al-Zanati“ und der Regierungschef ist ein Herr „Shukri Mohammed Ghanem“.
    Nun könnte ja jemand kommen und sagen, daß sei alles nur vorgetäuscht. Tatsächlich halte Gaddafi alle Strippen in der Hand. Darauf würde ich dann erwidern, daß ich diesenfalls dann ja wohl schon mal was davon gehört hätte, wie genau er die Strippen denn in der Hand hält und wie er das sagenhafte mehr als 30 Jahre lang schaffte. Noch nicht mal Helmut Kohl oder Breschnew oder Teng waren so lange „an der Macht“. Auch Mao nicht.

    Aber das Thema wird eben überhaupt nicht diskutiert, weil uns ein Butzemann vorgesetzt werden soll.

    Novosti fährt dann weiter fort: „Am 17. März stimmte der UN-Sicherheitsrat einer Resolution für eine Flugverbotszone über Libyen zu, die den Weg für einen Nato-Lufteinsatz frei gemacht hat.“
    Dabei erwähnt Novosti die Stimmenthaltungen zahlreicher Vertreter im Sicherheitsrat noch nicht einmal (daß der Entwurf „1973“ noch nicht einmal angenommen wurde, wie zwei Veto-Mächte gerade nicht zustimmten, soll nur angemerkt sein).

    Jetzt muß man wissen: Ria Novosti ist eindeutig ein Staatsmedium! „Zu den Kunden der RIA Novosti gehören die Präsidialverwaltung, die russische Regierung und das Parlament, Ministerien und andere zentrale Dienststellen, regionale Behörden aber auch Unternehmer, Botschaften und gesellschaftliche Organisationen“ (http://de.wikipedia.org/wiki/RIA_Novosti ).

    Ich gelange immer mehr zur Ansicht, daß Medwedew sich nicht hat übertölpeln lassen (wie ich bis jetzt annahm), sondern daß er zulasten Rußlands und Europas ein GANZ ÜBLES SPIEL treibt. Möglicherweise hat ihm Frau Clinton für die nationalen Wahlen im Dezember Hilfe gegen Putin versprochen.

    Zu Libyen hier ein öffentlicher Brief an den Präsidenten Medwedew: http://globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=23999

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