Anti-libysche Propaganda entlarvt

1. Vorbemerkung: Die Natur der Sache, sich anhand von Videomaterial näher mit einem blutigen dutzendfachen Mord zu beschäftigen, bringt es mit sich, dass das nichts für Kinder und Menschen mit schwachen Mägen ist. Die Beschäftigung damit bringt zwar erstaunlich eindeutige und aufschlussreiche Erkenntnisse, aber Kinder und Menschen mit schwachen Mägen mögen sich diesen Artikel bitte ersparen.

2. Vorbemerkung: Bei der Analyse von anonymen Videos sollte bedacht werden, dass die technischen Möglichkeiten zur Manipulation von bewegten Bildern und Tonspuren sehr weit fortgeschritten ist – auch bewegte Bilder können heutzutage am Computer entscheidend verändert und Tonspuren komplett gefälscht werden. Selbst Lippenbewegungen können inzwischen zu einer gefälschten Tonspur am Computer mehr oder minder passend erzeugt werden. Ganze Videos mit passender Tonspur perfekt zu fälschen ist hingegen schwierig. Effektvoll im Studio nachbearbeitete Kinofime aus Hollywood lassen erahnen, welche Möglichkeiten das Millitär hat und was es bereit sein könnte, an Resourcen einzusetzen, wenn es darum geht, einen Krieg um Ölresourcen im Wert von etwa 5.000 Milliarden Dollar sowie hochinteressante Wasserresourcen propagandistisch zu gewinnen. Anonymen Videos mit unbekanntem Kontext gilt es also mit einer gewissen Vorsicht zu begegnen, und für Tonspuren gilt das noch viel mehr. Wie der Georgienkrieg und der Tibetkonflikt gezeigt haben, ist gerade in größeren Konfliktsituationen damit zu rechnen, dass zu Propagandazwecken gezielt falsch kontexuaisierte Ton- oder Bilddokumente in Umlauf gebracht werden. Auch wenn Videos für sich oft sehr aufschlussreich sind, bedarf es also Zeugen, die glaubwürdig erklären, wann und wo das Video aufgenommen wurde, und was darauf zu sehen ist, also beispielsweise eine Übung einer Actionfilm-Crew oder ein Mord, damit Bilder, Tonspuren und Videos wirklich zu beweiskräftigen Dokumenten für einen Sachverhat werden.

3. Bei Fragen, wo es um viele Milliarden schwere und teilweise überlebenswichtige Fragen von Krieg und Frieden geht, sind Zeugenaussagen grundsätzlich besonders kritisch zu hinterfragen. Es schadet nicht, sich daran zu erinnern, dass der 1. Irakkrieg nicht zuletzt aufgrund der frei erfundenen Aussage von auf Brutkästen geworfenen Babies der kuwaitischen Botschaftertochter geführt wude ud der 2. Irakkrieg ganz entscheidend mit den ebenso vollkommen zusammengelogenen Lügen des Informanten Curveball begründet wurde. Nichts desto trotz liefern Videobeweisstücke aufschlussreiche Hinweise auf das, was tatsächlich passiert ist. In Zeiten, wo immer mehr Menschen ein videofähiges Handy haben, und es viele bei jeder Sensation einschalten, fällt es selbst europäischen Polizisten immer schwerer, bei ihren gewohnheitsmäßigen Lügen vor Gericht nicht erwischt zu werden. Nachfolgend sollen insbesondere Videobeweismittel genauer analysiert werden, aber jeder möge sich dabei im Klaren sein, dass Videos für sich allein genommen kaum mehr als einen Hinweis darauf geben, in welche Richtung kriminalistische Ermittlungen gehen sollten.

Am 25. Februar 2011 berichtete Mein Parteibuch von einem bei Youtube kursierenden 1:06 Minuten langem Video, mit dem von verschiedenen Medien und Bloggern, nämlich under anderem dem deutschsprachigen Blog „Alles Schall und Rauch“ sowei dem englischsprachigen Blog des langjährigen Palästina-Aktivisten „Danmike“, die Grausamkeit des libyschen Revolutionsführers Muamar Gaddafi belegt wurde. In dem Video sind mehr als ein Dutzend gefesselte Menschen zu sehen, offensichtlich Sicherheitskräfte, die in einem Hof in Libyen blutig ermordet worden waren. Im Nachfolgenden soll das Geschehen näher beleuchtet werden.

Das betreffende Video wird bei Youtube auf unterschiedlichen Kanälen verbreitet und die verschiedenen Kanäle haben dem Video unterschiedliche Titel gegeben und unterschiedliche textliche Erläuterungen beigefügt. Auch wenn zum Ort des Geschehens innerhalb Libyens unterschiedliche Angaben verbreitet wurden, so ieht sich durch die Titel und Beschreibungen ein roter Faden: diese Sodaten Gaddafis seien (von anderen Sicherheitskräften Gaddafis) umgbracht worden, weil sie sich weigerten, auf friedliche (oppositionelle) Zivilisten zu schießen.

Libyen wurde als Diktatur dargestellt, wo die Grausamkeit der Diktatur nicht durch Beweise für von Sicherheitskräften ermordete Zivillisten gezeigt wird, sondern durch Beweismittel, die die Ermordung von Sicherheitskräften belegen. Beinahe die ganze Welt hat der anti-libyschen Propaganda diesen Blödsinn abgekauft – außer wohl viele Libyer selbst, denn die Unterstützung für Revolutionsführer Muamar Gaddafi ist in der Bevölkerung nach wie vor groß.

Mein Parteibuch hat aus dem Video zwei Screenshots als Standbild extrahiert. Hier sind die zwei Standbilder aus dem Video, dass bei Danmike mit dem von Youtube-User MeddiTV übernommenen Titel „Derna Gaddafi Soldaten getötet, weil sie nicht ihre eigenenen Leute töten wollten“ präsentiert wurde. „Alles Schall und Rauch“ präsentierte seinen Lesern das gleiche – aber diesmal von Youtube-User „brqnetwork“ eingestellte -Video unter dem Titel „Exekutierte libysche Soldaten die den Befehl verweigerten“ unter Anderem mit den Worten: „Die folgenden Bilder zeigen das grausame Vorgehen von Gaddafis Schergen.“

Sekunde 15 von 1:06 min langem Video
Screenshot: Sekunde 15 von 1:06 min langem Video

Auf diesem Standbild sind offenbar drei auf dem Bauch liegende ermordete Männer zu sehen, deren Hände auf dem Rücken gefesselt sind. Zwischen ihnen ist eine Lücke. In der Lücke ist auf dem Boden in Kopfhöhe eine große Blutlache zusehen. Der Mann rechts der Blutlache hat einen quergestreiften Pullover sowie eine dunkle Hose an, der Mann links der Blutlache hat Militärkleidung in Tarnfarben an, und der schwarzhäutige Mann ganz rechts am Bildrand ein helles Oberteil und eine olivgrüne Hose.

Sekunde 39 von 1:06 min langem Video
Screenshot: Sekunde 39 von 1:06 min langem Video

Auf diesem Bild ist eine tote Person zu sehen, deren Schädel zertrümmert wurde, die Oberbekleidung ist soweit sichtbar olivgrün.

Nachfolgend ist das Video zu sehen. Leser seien darum gebeten, sich den Kontext der oben gezeigten Standbilder innerhalb des Videos genau anzuschauen.
 


 
Die Einschätzung von Mein Parteibuch war und ist, dass das Video flüssig gedreht wurde, also keine kinoreifen Schnitte enthält, die Tonspur mit den nüchternen Stimmen darauf wenig Bedeutung hat, aber zum Video passt, und Fahrzeuge und die menschenleere Wüstenlandschaft zum Ende des Videos dafür sprechen, dass das Video wirklich in Libyen gedreht wurde. Das zum Ende des Videos zu sehende auffällig gestreifte Fahrzeug legt die spekulative Vermutung nahe, dass es sich um ein staatliches Fahrzeug wie ein Polizeifahrzeug handeln könnte und das Video im Rahmen einer staatlichen Tatortbesichtigung gedreht wure, möglicherweise, aber auch das ist pure Spekulation, für das staatliche libysche Fernsehen.

Vom gleichen Tatort gibt es noch weitere Videos. Nachfolgend ist ein Screenshot von Sekunde eines 55 Sekunden langen Videos zu sehen, welches von Nutzer lebanese4egypt bei Youtube eingestellt wurde; andere Nutzer haben dasselbe Video möglicherweise auch bei Youtube eingestellt, Mein Parteibuch hat das nicht überprüft.

Sekunde 10 von 0:55 min langem Video
Screenshot: Sekunde 10 von 0:55 min langem Video

Auf diesem Bild sind die Oberkörper und Köpfe zweier Männer zu sehen, die in einer riesigen Blutlache liegen. im Hintergund ist ein schwarzhäutiger Mann zu sehen, der mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf dem Bauch liegt, einen hellgestreiften Pullover und eine dunkle Hose trägt. Im Vordergrund liegt ein nicht gefesselter hellhäutiger Mann mit grüner Oberbekleidung auf dem Rücken, der schwere Schnittwunden am Kopf hat.

Nachfolgend ist das Video zu sehen. Youtube-Nutzer lebanese4egypt, der das Video eingestellt hat, hat dem Video laut Google-Übersetzung in arabisch den Titel „Massenhinrichtungen“ gegeben und dem Video folgende Beschreibung hinzugefügt: „Mehr Verbrechen von Gadafi, Libyen, West Bengasi, mehr Leichen von Soldaten, die es verweigert haben, gegen die Revolution in Libyen zu kämpfen, sie wurden getötet nachdem sie verhaftet wurden, und Rebellen fanden ihre Leichen ein paar Stunden später“. Leser seien darum gebeten, sich den Kontext des oben gezeigten Standbildes innerhalb des Videos genau anzuschauen.
 


 
Auch dieses Video scheint ungeschnitten flüssig durchgefilmt zu sein. Der Ton des Videos besteht im Wesentlichen aus einem seltsam monotonen Singsang, im Hintergrund sind sehr leise, aber doch wahrnehmbar, auch andere Stimmen zu hören. Der Singsang wirkt befremdlich, er könnte auch nachträglich in die Tonspur eingebracht worden sein. An einer Stelle sind die Beine eines anderen Mannes zu sehen, er auf dem Platz umhergeht. Gesichter von stehenden, unverletzten Personen wurden jedoch nicht gefilmt. Auf dem Platz liegen noch mehr als ein Dutzend weitere, tote oder schwer verletzte, stark blutende Personen, die in Nahaufnahme gezeigt werden. Der schwarzhäutige Mann mit dem hellgestreiften Pullover vom Screenshot ist offenbar derselbe Mann, der auf dem ersten Screenshot zum ersten Video zu sehen ist. Er liegt genau an der Stelle, wo er auch im ersten, 1:06 min langen Video liegt. Der blutverschmierte Platz neben ihm ist jedoch nicht leer. Dort liegt der im Screenshot gezeigte hellhäutige Mann in olivgrünem Hemd mit den stark blutenden Verletzungen am Kopf. Der Mann ist schwer verletzt, doch er bewegt sich leicht, aber deutlich wahrnehmbar. Er lebt. Der schwer verletzte Mann wird gefilmt, doch niemand ist da, der versucht, ihm zu helfen, also zum Beispiel den Blutverlust mit einem Behelfsverband zu stoppen. Da das Blut auf Kopfhöhe in der Lücke des ersten Videos sicherlich von dem hier im Video zu sehenden noch lebenden Mann mit weißer Hautfarbe stammt, ist davon auszugehen, dass dieses Video zeitlich vor dem zuerst gezeigten Video gedreht wurde.

Es gibt noch mindestens ein weiteres öffentliches Video vom Tatort. Hier ist ein Screenshot aus dem weiteren Video.

Minute 1:18 von 1:25 min langem Video
Screenshot: Minute 1:18 von 1:25 min langem Video

Es ist auf diesem Screenshot wieder der hellhäutige Mann in olivgrüner Kleidung zu sehen, der im Gegensatz zu den anderen Opfern des Massakers ungefesselt auf dem Rücken liegt, und nicht tot, sondern schwer verletzt ist und stark blutende Verletzungen am Kopf hat. Es ist eine Hand zu sehen, die ihm aus einer Wasserflasche aus einigen Zentimetern Entfernung einen Schluck Wasser in den Mund schüttet. Jemand hat zweifellos bemerkt, dass dieser Mensch lebt und bemüht sich um ihn.

Schauen wir uns nun das Video dazu an. Es ist eine Minute und 25 Sekunden lang. Hochgeladen wurde es von Youtube-Nutzer dima11ablee. Das heißt nicht, dass dima11ablee das Video gedreht hat. Im Gegenteil, ss ist anzunehmen, dass dima11ablee es irgendwo anders heruntergeladen hat und dann bei Youtube wieder hochgeladen hat. Möglciherweise verbreiten noch zahlreiche andere Nutzer exakt dasselbe Video. dima11ablee hat dem Video den englischen Titel „Gaddafis Verbrechen (Verbrechen gegen die Menschlichkeit) 5. März 2011 Libyen – Azzawiya“ gegeben und die Beschreibung „entschuldigt dieses schreckliche Video, aber Libyen braucht eure Hilfe“ hinzugefügt.
 


 
Auch dieses Video wurde ohne Schnitte gedreht. Es sind laut und deutlich zahlreiche Stimmen, offenbar von Männern wie von Frauen, zu hören, die sich unterhalten. Die Vielfalt der bunten Gesellschaft und ihr Kommunikationsverhalte legt die Schlussverfolgerung nahe, dass die Behauptung stimmt, dass dieses Video von Rebellen aufgenommen wurde. Wieder sind keine Köpfe der stehenden, offenbar gesunden Menschen zu sehen, allenfalls Beine oder Hände. Ob dieses Video vor oder nach dem hier an zweiter Stelle behandelten Video aufgenommen wurde, ist nicht ohne weiteres feststellbar, aber auch dieses Video ist sicherlich nach dem ersten Video aufgenommen worden. Dem noch lebenden hellhäutigen Mann wird in diesem Video zwar ein Schluck Wasser aus einer mit einem Rest gefüllten Wasserflasche in den Mund gegossen, was zeigt, dass da emand bemerkt hat, dass da ein Mensch noch lebt und offenbar sogar mehr oder weniger bei Bewusstsein ist, aber ansonsten kümmert sich niemand sonderlich um diesen schwer verletzten Mann. Niemand macht Anstalten, ihm einen Verband anzulegen, ihn bis zum Eintreffen eines Krankenwagens wachzuhalten, oder ihn zur die Tat zu befragen. Könnte dieser Mann nur ein paar Worte sprechen, so könnte er verraten, wie das Massaker geschah. Doch er bleibt im Video stumm.

In allen drei Videos zusammen genommen, verrät der schwer verletzte hellhäutige Mann im olivgrünen Mann jedoch trotzdem etwas Entscheidendes über Tat und Täter. Die entscheidende Frage ist: Wo ist der Mann hin? Auf dem ersten Video ist der Platz neben dem schwarzhäutigen Mann im quergestreiften Pullover schließlich bis auf die große Blutlache leer. Wurde der noch Lebende ins Krankenhaus gebracht? Mitnichten. Der in dem zweiten und dritten Video noch lebende Mann ist der Mann mit dem zertrümmerten Schädel, der in Sekunde 39 des ersten Videos zu sehen ist. Er wurde an den anderen Platz gebracht und ihm wurde der Schädel zertrümmert, nachdem die hier an zweiter und dritter Stelle vorgestellten Videos aufgenommen wurden. Mit anderen Worten: dem schwerverletzten hellhäutigen Mann wurde nicht wirklich geholfen, als die Rebellen ihn gefunden hatten und ihm wurde der Schädel zertrümmert, nachdem die Rebellen die Opfer des Massakers gefilmt hatten.

Es gibt noch ein weiteres aufschlussreiches Video zu diesem Massaker. Dieses Video ist ein Zusammenschnitt sehr unterschiedlicher Szenen, in denen unter anderem einige der Opfer des Massakers in einem Gespräch auf einer Couch sitzend sowie eine Szene vom Tatort des Massakers vorkommt.

Hier ist ein Screenshot von Minute 3:47 min, wo die abgebildete Person zum leichteren Vergleich in einem Bild gezeigt wird.

Minute 3:47 von 4:46 min langem Video
Screenshot: Minute 3:47 von 4:46 min langem Video

Zu sehen ist der Ermordete dunkelhäutige Mann im gestreiften Pullover, groß im Bild ermordet auf dem Bauch liegend mit den Händen gefesselt auf dem Rücken, klein im Bild lebend auf einer Couch sitzend. Da der Mann jeweils den gleichen Pullover trägt, liegt die Vermutung nahe, dass das Bildmaterial, wo er auf der Couch sitzt, nicht allzulange vor seiner Ermordung aufgenommen wurde.

Schauen wir uns nun auch wieder das Video zum Screenshot an. Das Video wurde vom Youtube-Nutzer lawyerdode hochgeladen und hat dem Video laut Googleübersetzung den arabischen Titel „Security-Männer wurden getötet und die libysche Offiziere in weiß 12“ gegeben.
 


 
Interessant an dem Video ist in erster Linie die mehrere Minuten lange Szene zu Beginn des Videos. Dort sind einige der im ersten Video massakrierten Personen lebendig zu sehen. Sie sitzen auf einem Sofa, wirken geradezu schüchtern, und unterhalten sich. Obwohl ihre Gesprächspartner versuchen, möglich wenig ins Bild zu gelangen, ist hin wieder doch mal wieder der eine oder andere zu sehen. Die später ermordeten sind im großen und ganzen so gekleidet wie bei ihrem Tod. Die Szenen vom Tatort danach sind vom Aufnahmezeitpunkt etwa wie die Tatortszene des ersten hier im Artikel gezeigten Videos anzusetzen, denn dort wo in Videos zwei und drei der hellhäutige schwerverletzte Mann lag, klafft da bereits eine blutgetränkte Lücke. Die Tonspur dazu ist jedoch nicht authentisch, denn die Tonspur geht bruchlos durch die folgenden Szenen hindurch, obwohl die Bildspur danach aus Material von ganz unterschiedlichen Orten zusammengeschnitten wurde. Interssant wäre es jedoch, nähere Informationen zu den Gesprächspartnern der Ermordeten in der Couchszene zu bekommen.

Und tatsächlich gibt ein Video von der Couchszene in hörerer Qualität. Nachfolgend seien fünf Screenshots aus dem Video vorgestelllt. Hier ist ein Screenshot vom Zeitpunkt 4:32 Minuten.

Minute 4:32 von 11:51 min langem Video
Screenshot: Minute 4:32 von 11:51 min langem Video

Einer der Männer, die gemeinsam schüchtern auf der Couch sitzen und später zu den Ermordeten gehören, wird von einer im Bild nicht sichtbaren Person einem wuchtigen Gegenstand eingeschüchtert. Der wuchtige Gegenstand könnte ein Stock, eine Metallstange oder ein Schwert sein.

Hier ist nun der zweite Screenshot aus dem Video, vom Zeitpunkt 5:02 Minuten.

Minute 5:02 von 11:51 min langem Video
Screenshot: Minute 5:02 von 11:51 min langem Video

Ein junger Mann in Armeeuniform diskutiert im Vordergrund erregt. Er gehört zwar zu den später ermordeten, möchte offenbar nicht auf der Couch Platz nehmen. Eine Hand mit einem weißen Ärmel liegt ihm zur Beruhigung auf der Schulter. Im Hintergrund links steht ein in zivilem dunkel gekleideter Mann mit einer schwarzen Wollmütze. Der Mann mit der Wollmütze gehört nicht zu den ermordeten. Er gehört offenbar zu denjenigen, die die später ermordeten Männer auf der Couch einschüchtern.

Hier ist nun der dritte Screenshot aus dem Video, vom Zeitpunkt 5:04 Minuten.

Minute 5:04 von 11:51 min langem Video
Screenshot: Minute 5:04 von 11:51 min langem Video

Auf dem Screenshot ist das Gesicht eines mit einer weißen Jacke gekleidenten Mannes zu sehen. Er gehört nicht zu den später Ermordeten. Wer im Video geich genau aufpasst, wird erkennen, dass diesser Mann in seiner rechten Hand eine lange Schusswaffe hält. Der Mann mit der weißen Jacke und der Mann mit der Wollmütze agieren im Team. Der Mann mit der Wollmütze kommuniziert durch das offene Fenster mit Menschen, die draußen stehen. Draußen ist es dunkel. Drinnen wirf eine Lampe einen Schatten auf die Wand unter dem Fenster.

Und nun der vierte Screenshot aus dem Video, vom Zeitpunkt 5:28 Minuten.

Minute 5:28 von 11:51 min langem Video
Screenshot: Minute 5:28 von 11:51 min langem Video

Auf dem Video in der Mitte sitzt auf dem Sofa der im Screenshot oben mit dem Gegenstand eingeschüchterte große und kräftige dunkelhäutige Mann, der zu den Ermordeten gehört. Rechts neben ihm sitzt ein junger hellhäutiger Mann mit dunklen Augenbrauen und einer Wollmütze auf dem Kopf, der seine Mundpartie mit einem Schal bedeckt hat, so dass er schwerer zu identifizieren ist. Er schwitzt anscheinend und gehört offensichtlich nicht zu den Regierungssoldaten, sondern zu denjenigen, die die später gefesselt massakrierten Regierungssoldaten einschüchtern.

Und nun der fünfte und letzte Screenshot aus dem Video, vom Zeitpunkt 5:35 Minuten.

Minute 5:35 von 11:51 min langem Video
Screenshot: Minute 5:35 von 11:51 min langem Video

Hier ist der Arm einer unbekannten Person zu sehen. In der Tonspur des Videos ist gleichzeitig zu hören, dass eine weibliche Stimme den dunkelhäutigen großen Mann, der später ermordet wird, geichzeitig wütend angeht: „Quelque how much?“ Es ist deshalb anzunehmen, dass der auf dem Screenshot zu sehende Arm zu dieser Frau gehört.

Schauen wir uns nun auch wieder das Video zum Screenshot an. Das 11 Minuten lange Video, von dem die letzten Minuten nur ein Standbild zeigt, wurde auf der Youtube-Seite AfriSynergy des antizionistischen African American Activists T. West hochgeladen. Es hat im Vorspann und im Mittelteil einige Passagen, in der T. West einen erklärenden Text vorliest und nach der Couchszene die glleichen zusammengeschnittenen Szenen wie das vorherige Video. Trotzdem sei jeder Leser eingeladen, sich selbt von der kontextuellen Stimmigkeit der Screenshots der Couchszene einzuladen.
 


 
Das Video entspricht im Wesentlichen, wenn man von den zwischendurch verlesenen Randinformationen absieht, dem kürzeren Video zuvor, die Aufnahmen sind aber von besserer Qualität. Die im Hintergrund angesichts des unfassbaren Verbrechens mit den Tränen kämpfende Nachrichtensprecherin lässt vermuten, dass die Aufnahmen vom staatlichen libyschen Fernsehen stammen und ausgestrahlt wurden, um die libysche Bevölkerung über die Verbrechen der sogenannten Aufständischen aufzuklären.

Analyse: Die Männer auf der Couch sind einige der später massakrierten Regierungssoldaten und Sicherheitskräfte. Die anderen Personen in der Couchszene haben die Soldaten und Sicherheitskräfte überwältigt, was sich aus der dem großen schwarzhäutigen Soldaten einschüchternd entgegengehaltenen Stange und dessen schüchterne Haltung ergibt. Die Personen, die diese Sicherheitskräfte überwältigt haben, sind mitnichten Spezialkräfte Gaddafis, die unzufrieden damit sind, dass die Soldaten nicht das Feuer auf friedliche Demonstranten eröffnet haben. Die Personen, die die Soldaten überwältigt haben, haben eine Frau dabei und einen jungen Mann, der Teile seines Gesichtes mit einem Schal verbirgt. Sie filmen ihre Aktion, bemühen sich jedoch, wenngleich auch nicht sonderlich erfolgreich, nicht selbst auf dem Video zu erscheinen. Die Personen, die die Soldaten überwältigt haben, geben das für die Aufständischen Libyens typische Bild ab.

Schlussfolgerung: Tatsächlich war es so, dass die Soldaten nachts von Aufständischen überwältigt oder übertölpelt wurden. Später wurden sie gefesselt und an den Ort ihrer Hinrichtung gebracht, wo sie dann gefesselt mit Messern, Hieb- und Stichwaffen ermordet wurden. Zumindest die als zweites und drittes vorgestellten Videos wurden von den Mördern selbst aufgenommen, denn anders ist die Gleichgültigkeit gegenüber dem noch lebenden Opfer nicht zu erklären.

20 Gedanken zu “Anti-libysche Propaganda entlarvt

  1. Einparteibuch sei diese wichtige, geradezu detektivisch-präzise (und sicherlich sehr mühevolle) Analyse gedankt!!

  2. Es ist schon schwierig, wenn man nicht dabei ist und dann solche ausführlichen Berichte hier liest und nur noch staunt.

    Die westliche Allianz aus NWO und Marionetten Politikern sowie ihrer Sklavenpresse sehen nur den Weg der Fälschung und Täuschung der Bevölkerung. Auf der anderen Seite will ich weder für Aufständische noch für das Regime Gadaffi stehen. Ich gebe Dir recht, das Tonspuren und Bilder wie auch Videos heute so gut getürkt werden können, das es immer schwerer wird, den wahren Hintergrund zu erkennen.

    Ich verfolge die Meldungen mit Sorge um unseren Frieden auf diesem Planeten, denn Sorgen, etwa wie Jobs und Umwelt gehen zunehmend bei all dem Theater um Raffgier und Eitelkeiten verloren. Die wahren Werte sind heute keinen Penny mehr wert. Es zählt nur noch der Anspruch und die Ellenbogen – weltweit.

  3. @Jörg
    Wir konnten das hier leider aus Zeitgründen nur beispielhaft für einen Fall nachweisen, wie die CIA-gestützten „Rebellen“ schwerste Verbrechen begehen, diese Verbrechen dann durch bloße Behauptung der libyschen Regierung und insbesondere Gaddafi in die Schuhe geschoben werden und aufgrund dieser Beweise Gaddafi internatonal verurteilt wird.

    Es gibt Dutzende von Youtube- und Twitter-Accounts, die unmittelbar nach dem 15. Februar geschaffen wurden und mit nichts anderem beschäftigt sind. Teilweise wurden über diese Accounts in den vergangenen 50 Tagen 1500 Videos hochgeladen, praktisch allesamt Videos, die angebliche Verbrechen Gaddafis und „Heldentaten“ der Anti-Gaddafi-Kräfte zeigen.

    Schaut man genau hin, bleibt von den „Verbrechen“ Gaddafis sehr, sehr wenig übrig. Agebliche Verbrechen Gaddafis entpuppen sich als Verbrechen der Rebellen, die ihre Taten genau zu dem Zweck filmen, um sie Gaddafi in die Schuhe schieben zu können. Auf einigen Videos, die angebliche „Geständnisse“ von gefangenen Regierungskräften zeigen, erkennt man im Hintergrund, dass das Geständnis mit vorgehaltener Waffe abgelegt wurde. Geht man den Text durch, so fällt auf, dass diese Geständnisse meist völlig unspezifisch sind, also nicht sagen, wir haben dann und da folgendes Verbrechen begangen, und das haben wir so und so gemacht, sondern einfach nur: wir sind hierher gekommen, um wahllos zu töten.

    Bei zahlreichen dieser „Beweis-Videos“ gegen Gaddafi lässt sich erkennen, dass entscheidende Szenen in Hollywood-Manier geschnitten sind und die Tonspur komplett gefälscht ist. Angebliche Beschüsse von Zivilisten werden durch wackelnde Kameraführung einige angeblich panische Menschen belegt, wobei im Hintergrund manchmal zu erkennen ist, dass viele Leute einfach ganz weiter seelenruhig auf der Straße herumstehen. Was in den Anti-Gaddafi-Videos Blut sein soll, ist oft schlecht zusammengerührte rote Flüssigkeit, die nur Laien an Blut erinnert. Interviewte Ärzte, die die Verbrechen Gaddafis in den Videos bezeugen, sprechen perfekt englisch, nennen angeblcih aus ANgst vor Verfolgung nur ihren Vornamen und der Ort der Aufnahme kann oft nicht belegt werden. Die Aufnahmen könnten genausogut in London oder Washington gemacht worden sein.

    Während die meisten der angeblichen Beweise für die Verbrechen Gaddafis mehr oder minder offensichtlich gefälscht sind und viele dieser Geschichten einfach frei erfunden wurden (Typische Methode: Quelle ist Anrufer „Mohammed“ aus Libyen, der seinen vollen Namen aus Angst vor Verfolgung nicht nennen wollte), so sind die Verbrechen der Rebellen echt. Die Geschehnisse der Videos von unter dem Gejohle der Rebellen gelynchten und aufgehängten schwarzhäutigen Menschen sind vielfach bezeugt – auch von Journalisten, die ansonsten gegen Gaddafi sind. Auch die Hinrichtung zahlreicher gefesselter Soldaten geht, wie hier gezeigt, auf das Konto von „Rebellen“.

    Die schiere Masse an Anti-Gaddafi-Propaganda lässt darauf schließen, dass da jemand mit sehr viel Geld und Psyop-Resourcen am Werk ist. Außer der mit Trillion-Dollar-Budget ausgestatteten US-Armee verfügt kaum jemand über solche Resourcen in dieser Menge, nichtmal Israel.

    Was besonders bemerkenswert ist, ist, dass das Vorgehen der „Rebellen“ in allen Landesteilen sehr ähnlich ist. Praktisch überall haben „Rebellen“ Regierungskräfte nach Demontsrationen übertölpelt oder es zumindest versucht, indem sie sich als regierungstreues „Volk“ ausgaben, das zur Unterstützung der Soldaten gekommen ist. Die Soldaten wurden dann überwältigt, gefesselt und ermordet. Die Rebellen haben diese Verbrechen selbst gefilmt, um sie Gaddafi in die Schuhe schieben zu können, was eine sehr ungewöhnliche und mutige Strategie ist, wenn die Rebellen sich noch nicht sicher sind, ob die westliche Weltpresse auf ihrer Seite steht. Das legt zweierlei Schlussfolgerung nahe: 1. die nahezu zeitgleich und nach gleicher Methode verübten mörderischen Verbrechen der Rebellen waren nicht spontan, sondern sie wurden erstens zentral geplant und koordiniert und 2. diejenigen, die die Verbrechen geplant haben, wussten, dass die westliche Weltpresse die Propaganda-Show von Rebellen, die ihre eigenen Verbrechen als Verbrechen Gaddafis ausgeben, voll mitmachen würde. Über die Psyop-Ressourcen, die Medien der westlichen Welt so zu beeinflussen, dass diese Vorhersage mit hinreichener Sicherheit getroffen werden konnte, verfügt nur die CIA.

    Die CIA gehörte demnach aller Wahrscheinlichkeit nach zum Kreis der Planer dieser Mordkampagne der Rebellen. Die mörderische Gewalt von „Rebellen“, die die Proteste von Beginn an begleitet hat, ist nicht Begleiterscheinung einer aus dem Ruder gelaufenen MEPI-Operation der USA zum sanften (Regime) Change nach tunesischen und ägyptischen Vorbild, sondern sie wurde so durchgeführt, wie sie von der CIA so (mit)geplant wurde.

    1. „Die mörderische Gewalt von „Rebellen“… ist nicht Begleiterscheinung … sondern sie wurde so durchgeführt, wie sie von der CIA so (mit)geplant wurde.“

      Ja, das ist mit Sicherheit so! Denn das seit dem Irak-Krieg eingeführte „Shock and Awe“ der Nato meint ja eben dies: „Shock“ = atemverschlagende Grausamkeit (Massaker, bösartigste Folter) gepaart mit gewollter Beliebigkeit bzw. Willkürlichkeit. Und „Awe“ meint die Lähmung bzw. gewaltige Furcht, welche die jeweilig überfallene Bevölkerung durch diese Grausamkeit überkommt. Daß die Drohnenangriffe auf Pakistan so viele unbeteiligte Zivilisten treffen muß durchaus kein Versehen sein, sondern kann sogar Absicht sein.

      Historisch hatten dies die Assyrer im Nahen Osten (so ca. 700 v. Chr. ) auch so gemacht. Sogar im sonst durchaus nicht zimperlichen Nahen Osten galten die Assyrer als bodenlos grausam. Kurzfristig hatte dies Erfolg, weil gegnerische Truppen frühzeitig vom Schlachtfeld desertierten – aus Angst den grausamen Assyrern in die Hand zu fallen. Als Babylon jedoch nun auf die Assyrer deren eigenen Methoden anwandte – z. B. errichteten die Babyloniern nun ebenfalls(!) über ganze Landstraßen hinweg ewig lange Reihen mit Pfählen auf denen nun die gefangenen assyrischen Soldaten sämtlich zu Tode gepfählt wurden – rannten nun die Assyrer weg. Ihr Reich brach zusammen und entstand auch nie wieder.

  4. MEDIENMANIPUILATION:
    Die verbrecherische japanische Regierung unter dem verbrecherischen Ministerpräsidenten Naoto Kan wird die Welt wahrscheinlich noch Monate lang, wahrscheinlich aber Jahr lang, verseuchen: http://www.chrismartenson.com/blog/breaking-latest-satellite-imagery-fukushima/55711

    Nicht nur, daß sie von der Zeitbombe Fukushima wußten – sie sind ja nicht nur für die Zulassung dieser Schrott-Reaktoren verantwortlich, sondern auch dafür, daß es praktisch überhaupt keine Notfall-Ausrüstung und Notfall-Pläne gibt/gab. Statt dessen hat Naoto Kan mit Tepco kriminell zusammen gearbeitet. Auch die jap. Staatanwaltschaft schützt die kriminellen Machenschaften, da sie überhaupt keine Strafverfahren einleitet!
    .
    Die dringend gebrauchten Hilfsangebote aus Rußland, den USA und Deutschland wurden unverschämter Weise praktisch sämtlich und ständig von Naoto Kan zurückgewiesen (etwas US-Hilfe wurde zugelassen).

    Da die japanische Regierung die Nato-Kriege sämtlich unterstützt, wurde den deutschen Medien offenbar jede Kritik an seiner Person untersagt. Gerade die Sozen und die GRÜNEN mögen – so jedenfalls das Zentralorgan der GRÜNEN, die taz, – bis heute nicht die geringste(!)Kritik an Naoto Kan und sein weltvergiftendes Gesindel äußern.

    In den Genuß einer solchen Vorzugsbehandlung kommt das Staatsoberhaupt Libyen, der Präsident Al-Zanati, und der libysche Regierungschef Ghanem (und auch der lediglich – ohne Amt – repräsentierende Gaddafi) jedenfalls nicht!

    Wie wäre es, wenn die ‚Weltgemeinschaft‘ statt Libyen endlich einmal Japan bis zur Kapitulation bombardiert und dort – und in Fukushima – das Kommando übernimmt. Und auch ein paar „Death-Squadrons“ sollte man diesem Abschaum der japanischen Regierung und von Tepco auf den Hals schicken. Ja, als Humanist bin ich natürlich gegen Folter. Aber ich bin auch kein Dogmatiker. Und bei einem bißchen „waterboarden“ des verbrecherischen/korrupten Naoto Kan und seiner Regierung würde ich ausnahmsweise einmal ein Auge zudrücken!

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