NATO-Kriegskoalition hat erstes ökonomisches Kriegsziel erreicht

Die NATO-Kriegskoalition zum vorgeblichen Schutz der Menschenrechte per Angriffskrieg hat nun ihr erstes ökonmisches Kriegsziel erreicht. Die mit der NATO verbündeten Al-Qaeda-Lakaien am Boden in Libyen haben gestern mit bombiger Unterstützung der NATO die Ölanlagen von Brega erobert.

Da gibt es zwar nicht wie in Ajdabiya Menschen schwarzer Hautfarbe, die zur Genugtuung weißer Rassisten unter tatkräftiger Mithilfe der NATO massakriert werden konnten, aber die Eroberung des libyschen Erdöls verspricht das Investment in Angriffskrieg nun in die Gewinnzone zu bringen.

Unterdessen erhöht sich für Barack Obama der politische Preis für den Angriffskrieg. Medien der Black Communities in den USA geißeln Obamas Feldzug in schärfster Form. Die New Yorker Zeitung „Black Star News“ brachte soeben kurz hintereinander zwei Artikel mit den Titeln „Libyscher Krieg: Imperialismus einfach und simpel“ sowie „Der illegale libysche Öl-Kreuzzug der NATO„. Die traditionsreiche Zeitung der New Yorker Black Community „New York Amsterdam News“ veröffentlichte einen Artikel von Molefi Kete Asante, in dem erklärt wurde, das Gaddafi immer da war, wenn Afrika ihn brauchte, und der dazu aufruft, dass Afrika sich nun an der Seite der legitimen Regierung von Libyen und des libyschen Volks stellen sollte. Die sich selbst als „National Black Newspaper“ bezeichnende Zeitung „San Francisco Bay View“ übernahm den Artikel, und machte ihn die Heraushebung des Kernsatzes „Wir müssen uns darüber im klaren sein, dass der Angriff auf Libyen ein Angriff auf Afrika ist“ als Zwischenüberschrift noch deutlicher.

Für Dienstag sind in Haarlem Proteste gegen den anti-libyschen Krieg geplant.

8 Gedanken zu “NATO-Kriegskoalition hat erstes ökonomisches Kriegsziel erreicht

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  2. Libyen – USA
    1.) In Libyen gibt es ( nach damaligem sowjetischem Vorbild) nur eine Partei. Das hätte ich in der BRD – zugegebener Maßen – nicht so gerne. Aber irgendwie kann man in Libyen wenigstens ein bißchen wählen. In der US-Diktatur hingegen gibt es überhaupt keine richtigen Wahlen. Denn die Wähler können dort weder einen Ministerpräsidenten noch einen Präsidenten wählen. Sie können nur „Wahlmänner“ wählen. Und das war von den sklavenhaltenden Gründungsväter auch nicht aus versehen so eingerichtet worden, sondern in voller Absicht. Die „Wahlmänner“ sind übrigens an Ihr Versprechen für diesen oder jenen Präsidentschaftskandidaten zu stimmen n i c h t gebunden. Zudem wählen sie den Präsidentschaftskandidaten in geheimer Wahl.

    Hinzukommt, daß die Bürger der US-Diktatur in einem Geheimdienststaat leben, wobei die Geheimdienste tatsächlich keiner wirklichen Kontrolle unterliegen. Diese US-‚Dienste‘ können auch nach Belieben ihre Bürger arretieren oder gleich töten. Leider wurde dies vor kurzem sogar gerichtlich bestätigt: : http://www.reuters.com/article/idUSTRE6B63K620101207 .
    Hinzu kommt noch der wuchernde ganz normale Polizei- und Justizterror. Die USA ist mit Abstand der Staat mit dem höchsten Bevölkerungsanteil im Gefängnissystem. Jeder 31. US-Bürger sitzt ein oder ist auf Bewährung http://ronpaul.blog.de/2009/03/22/land-of-the-free-5806109/ .
    Von Libyen sind mir solche Verhältnisse nicht bekannt.

    2.) Praktisch seit Staatsgründung leben erhebliche Teile der Bevölkerung der US-Diktatur in bedrückender Armut. Das konnte man im deutschen Fernsehen noch in den 70er und in den 80er Jahren sehn, als die Fernsehanstalten noch Reue zeigen wollten wegen ihrer einseitigen Berichterstattung über den Vietnamkrieg und über den Schah von Persien.
    Aber heute sieht man nur schöne Bilder von den USA. Die Slums kommen nicht mehr vor. Gegenbeispiel: Rußland wird hingegen immer frostig mit Schnee und möglichst noch grauem Himmel über ärmlichen Holzhäusern gezeigt. Reiseberichte über Sibirien finden grundsätzlich immer im Winter statt.

    Libyen liegt zwar auf dem afrikanischen Kontinent. Aber die Verhältnisse dort sind nicht vergleichbar mit dem Teil Afrikas, den wir immer „Schwarzafrika“ nennen. Anders in der US-Diktatur: Wollte man nach einem Vergleich mit dem sudafrikanischen Soweto suchen, dann würde man wohl eher in den US-Slums fündig werden als In Libyen. Nicht nur in Hinblick auf Armut, sondern auch im Hinblick auf Kriminalität, Drogensucht und Analphabetismus.
    Das gilt auch für die Gebiete, die von der US-Diktatur erst vor hundert erobert wurden: z. B. Hawaii (das bei uns ja auch immer in schönsten Farben gezeigt wird) – http://www.youtube.com/user/hiddenfromhistory#p/a/f/2/gIq8x9vnLf4 .

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