Bildung einer internationalen Front gegen Rekolonialisierung Libyens kommt voran

Während die von Stuttgart aus koordinierte Bombardierung Afrikas durch NATO-Terroristen mit unverminderter Brutalität fortgesetzt wird, formt sich allmählich Widerstand gegen diesen von der CIA von langer Hand geplanten Versuch der Rekolonialisierung der unabhängigen Staaten Afrikas.

Nachdem aus der malischen Hauptstadt Bamako bereits vor einer Woche bekannt geworden war, dass sich dort zahlreiche Gruppen für den bewaffneten Kampf gegen die NATO und ihre CIA-gesponsorten Hilfstruppen im Osten Libyens gebildet haben, und die afghanischen Taliban in einem Statement alle Muslime dazu aufgerufen hatten, sich gegen die Kolonialisten zu wehren, wird nun auch aus der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott über die Bildung von Solidaritätsgruppen gegen den gewaltsamen Versuch zum Regime Change in Libyen durch die NATO berichtet. Vom irakischen Widerstand, den viele Libyer in ihrem Kampf gegen die US-Besatzung unterstützt haben, ist bisher zwar kein schriftliches Statement bekannt, jedoch wurde im Irak soeben ein US-Kolonialist zur Hölle geschickt. Der irakische Widerstand scheint also eher Taten als Worte sprechen zu lassen.

Sollte sich die Entwicklung bestätigen, und das ist wahrscheinlich, denn der Angriffskrieg der NATO-Staaten und ihrer Handlanger gegen Libyen treibt die Entwicklung genau weiter in diese Richtung, so dürfte sich die NATO demnächst mit einer mehr oder minder durchgehenden militärischen Front des Widerstandes von Westafrika über die Sahara und Libyen bis hin zum Irak und Afghanistan konfrontiert sehen, die obendrein langfristig durch die riesigen libyschen Ölvorkommen und kurz bis mittellfristig durch 143 Tonnen libysche Goldreserven gut finanziert ist.

10 Gedanken zu “Bildung einer internationalen Front gegen Rekolonialisierung Libyens kommt voran

  1. Die internationale Front zwischen Brandstiftern und lokalen Interessen verläuft auch mitten durch die russische Regierung. Worauf ich lange gewartet habe, ist endlich offenbar geworden. Kaum dass Putin sich vehement gegen den „Kreuzzug“ aussprach, hat sich Medwedew als der eigentliche Problembär Russlands geoutet. Ob er sich damit schon zum Abschuss freigegeben hat?:

    aus http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/libyen_live-ticker_1.9970080.html
    – Russlands Präsident Dmitri Medwedew kritisiert Ministerpräsident Wladimir Putin, der die Uno-Resolution mit einem «Aufruf zum Kreuzzug» verglich: Der Begriff sei in diesem Zusammenhang inakzeptabel.

    Ohne Not und völlig gegen die Interessen Moskaus entpuppt sich Medwedew als verlängerter Arm Narkozys et al, hintertreibt er doch die von langer Hand vorbereitete Strategie Putins in ihren Grundfesten. Sollte sich das U-Boot als Sieger durchsetzen, kann Russland abermals die Koffer packen, denn mit Bücklingen vor dem militärisch-industriellen Komplex wird es sich kaum etablieren können. In diesem Fall stünde die Fortsetzung der Chodorkovskysierung, die Filetierung der russischen Ressourcen zugunsten der EUSraEliten bevor. Ein weiterer Fall von westlicher Konfrontation statt Kooperation.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  2. lieber Herr Kosh, da auch China sein Veto nicht eingesetzt hat, obwohl es damit gegen seine eigenen Interessen verstieß, anzunehmen, dass beide Staaten, von den USIsrael vor die Wahl gestellt wurden, entweder kein Veto einlegen, oder beliebige Naturkatastrophen erleiden ( wie Erdbeben oder eine Hitzeglocke ). Wahrscheinlich ist der Herr Medwedjew, nur nicht so mutig wie Putin.
    Wer kann gegen die Macht Naturkatastrophen zu erzeugen denn bestehen?
    Die gesamte Menschheit, wenn es sich einig ist, kann schlicht sagen: Ihr habt fertig.
    die gesamte Menschheit, können sie nicht Umbringen.
    Dann: Wer soll dann noch für sie arbeiten!

    1. – … China sein Veto nicht eingesetzt hat, obwohl es damit gegen seine eigenen Interessen verstieß …

      Diese Interpretation stammt aus Ihrer Tastatur. Meine Rede war und ist, dass Medwedew gegen die Interessen Russlands agiert, indem er Putins langfristige Strategie hintertreibt. Seine Nichteinmischung in das Abenteuer Irak verschaffte ihm die Gelegenheit zu beobachten, wie sich die US finanziell verausgabten, während er den russischen Staatshaushalt auf Vordermann brachte. Eine Stimmenthaltung kann in dieser Lesart durchaus als Interessenvertretung Russlands verstanden werden, so man denn dazu bereit ist, diese Sicht zu akzeptieren: Libyen-Reisende soll man nicht aufhalten. Desgleichen Vorteile können für China geltend gemacht werden.

      – … vor die Wahl gestellt wurden, entweder kein Veto einlegen, oder beliebige Naturkatastrophen erleiden …

      Diese Möglichkeit möchte ich nicht in Abrede stellen, doch grundsätzlich gebe ich Folgendes zu bedenken: Sollten HAARP etc. tatsächlich als Druckmittel eingesetzt worden sein, weise ich der Vollständigkeit halber darauf hin, dass Russland ein funktionierendes Gegenstück zugeschrieben wird. Damit wäre eine Pattsituation geschaffen und der Druck nichtig.

      Grüsse
      kosh

  3. Während unser Nachbar im Osten, Polen, zu Libyen eine ähnliche Haltung einnimmt wie die deutsche Außenpolitik, rückt Frankreich auf das angelsächsische Imperium zu: Frankreich und Großbritanien fangen an Militär zusammenzulegen.
    Siehe: http://www.voltairenet.org/article168980.html (dasselbe in hopriger Maschinenübersetzung ins Deutsche: http://translate.google.com/translate?hl=de&ie=UTF-8&sl=en&tl=de&u=http://www.voltairenet.org/article168980.html&prev=_t )

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