123 Tote durch Angriffe des Diktators am Mittwoch

Die Truppen des Diktators gingen am gestrigen Mittwoch gegen die Aufständischen mit äußerster Brutalität vor. Er ließ dabei auch schwere Artillerie einsetzen. 123 Menschen kamen bei den brutalen Angriffen des Diktators allein am Mittwoch um und 149 weitere wurden verletzt. Dass der brutale Angriff für ihn Konsequenzen haben wird, fürchtet der Diktator nicht.

Es gab nach dem brutalen Angriff keine Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Es gab keine Überweisung an den internationalen Strafgerichtshof, um zu untersuchen, ob der Diktator sich strafbar gemacht hat. Es gab keine Diskussion über eine Flugverbotszone. Es gab überhaupt keine Diskussion. Nicht ein einziger westlicher Politiker hat öffentlich auch nur ein Wort über den brutalen Angriff verloren. Nicht ein westliches Medium hat den mörderischen Angriff auch nur mit einer Silbe erwähnt.

Diktator Ahmed Silanyo herrscht über Somaliland. Lediglich beim iranischen Sender Press TV gibt es einen Artikel darüber, dass bei der Attacke der Truppen Silanyos auf Kräfte der SSC gestern 123 Menschen starben. In Somaliland gibt es kein Öl.

In Libyen kamen bei kämpfen zwischen regierungstreuen Kräften und aufständischen Kämpfern am gestrigen Mittwoch schätzungsweise 16 bis 24 Menschen ums Leben. Alle westlichen Medien berichteten darüber. Fast alle westlicher Politiker sagten etwas dazu. Der internationae Strafgerichtshof ermittelt. Konsequenzen werden gefordet. Libyen hat die größten nachgewiesenen Ölreserven Afrikas.

PS: Am vorgestrigen Dienstag starben im Süden Somalias bei Auseinandersetzungen zwischen vom Westen finanzierten Besatzungstruppen und Aufständischen im Süden Somalias 20 Menschen starben und 40 weitere verletzt wurden. Auch darüber verloren westliche Medien und Politiker nicht ein Wort. Im Süden Somalias gibt es auch kein Öl. In Mogadishu starben am Dienstag bei Kämpfen zwischen Kräften der TFG-Marionettenregierung und Aufständischen sechs Menschen. Auch darüber wurde im Westen kein Wort verloren. In Mogadishu gibt es auch kein Öl.

4 Gedanken zu “123 Tote durch Angriffe des Diktators am Mittwoch

  1. 1993:

    aus http://www.focus.de/politik/ausland/somalia-den-usa-geht-es-ums-oel_aid_141804.html
    – Vier US-Erdölgiganten schloßen Abkommen mit dem afrikanischen Land vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Sie könnten große Gewinne einstreichen, wenn Frieden hergestellt ist.“
    Mit den vier Giganten waren die Weltunternehmen Conoco, Amoco, Chevron und Phillips gemeint. Chevron ist inzwischen aus dem Unternehmen Somalia ausgestiegen.

    2005, u.a. über den US-Einmarsch 1992:

    aus http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/Gegen_Tyrannei/gegen_tyrannei.html
    Jemen liegt an der Meerenge des Öltransits von Bap el Mandap, ein Engpass, von wo aus der Öltransit zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean kontrolliert werden kann. Der Jemen besitzt auch Öl, obwohl bisher noch niemand weiss, wieviel. Möglicherweise sehr viel. Eine amerikanische Firma, Hunt Oil Co., fördert dort 200000 Barrel pro Tag, aber das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Fundes. Der Jemen passt zusammen mit dem nahegelegenen Somalia sehr gut als «auftauchendes Ziel».
    Die Militäraktion von Herbert Walter Bush gegen Somalia im Jahr 1992, bei der sich die USA eine blutige Nase holten, drehte sich in Wirklichkeit auch um Öl. Kaum jemand wusste damals, dass die «humanitäre Intervention» mit 20000 US-Soldaten, die Vater Bush in Somalia anordnete, wenig mit der angeblichen Hungerhilfe für die somalische Bevölkerung zu tun hatte. Sehr viel hatte sie aber mit der Tatsache zu tun, dass alle 4 grossen amerikanischen Ölgesellschaften – darunter Amoco (heute BP), Chevron von Condoleezza Rice und Phillips – unter Führung von Bushs Freunden bei Conoco in Houston, Texas, im Besitz von riesigen Ölförderkonzessionen in Somalia waren. Die Verträge waren mit dem früheren proamerikanisch eingestellten tyrannischen und korrupten Regime von Siad Barre ausgehandelt worden.
    Dummerweise war Barre gerade in dem Moment abgesetzt worden, als Conoco mit 9 Probebohrstellen auf das schwarze Gold stiess, wie Geologen der Weltbank bestätigten.

    Jemen – Somalia, 2 begehrte Selbstbedienungsöllager mit strategisch vorrangiger Zusatzfunktion, der Kontrolle der Öl-Logistik aus noch reicheren Vorkommen. Chinas erfolgreiches Eindringen in die afrikanischen Hegemonialsphären der Kolonialherren und das Mitmischeln des Irans im Roten Meer hat nur die Prioritäten verschoben.

    2008:

    aus http://www.radio-utopie.de/2008/12/09/Iran-verlegt-Raketen-und-Truppen-nach-Eritrea,-Piraten-Flottenaufmarsch-durch-EU-und-USA-rollt-an
    – Der Iran hat über U-Boote und Kriegsschiffe eine unbekannte Anzahl von Truppen und ballistischen Raketen nach Eritrea verlegt um seine Treibstoffversorgung zu sichern. Der erdöl- und gasexportierende Iran ist mangels Raffineriekapazitäten von entsprechenden Einfuhren abhängig und hat diesbezügliche umfangreiche Nutzungsverträge mit dem Regime in Asmara (Asmera) abgeschlossen.

    Äthiopien steht für die Achse des GUTEN in Somalia, Intimfeind Eritrea handelt mit der Achse des Bösen, nicht gerade investorenfreundlich, die Ölförder-Gemengelage am Horn von Afrika. Für das technisch überlegene Schiffchen versenken kommen andererseits die Steuerzahler auf.
    Ein weiterer Grund, Somalia unter dem Deckel zu halten:

    aus http://zmag.de/artikel/piraten-ein-interview-mit-noam-chomsky
    – Die andere Seite ist, dass fremde Staaten (die europäischen Staaten und einige der Golfstaaten: Saudi-Arabien, Jemen und andere) begannen giftige Abfälle in somalischen Gewässern zu verklappen. Da der Staat nicht wirklich funktioniert sind die somalischen Hoheitsgewässer eine Art kostenlose Mülltonne.

    Überhaupt, welcher Konsument will das so genau wissen? Mit Abfällen konnte sich das System Homo sapiens noch nie anfreunden: Aus den Augen aus dem Sinn.

    aus http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-verschwundenen-Giftschiffe-der-Mafia/story/31034546
    – Jährlich 20 Milliarden Euro erwirtschaften die drei Mafia-Organisationen in Süditalien in einem längst globalen Geschäft, heisst es in einem neuen Bericht von Legambiente. 258 Clans der Camorra rund um Neapel, der ‚Ndrangheta in Kalabrien und der Cosa Nostra auf Sizilien sind in dieses höchst lukrative Geschäft verstrickt. Hochgiftiger und strahlender Müll wird aufgekauft, als harmloser Abfall umverpackt und illegal in Süditalien entsorgt, auf dem Seeweg in Entwicklungsländer gebracht – oder einfach in internationalen Gewässern verklappt. Besonders beliebt ist dabei das Horn von Afrika, wo sich die örtlichen Warlords ihr Entgegenkommen mit Waffen bezahlen lassen.

    Na bitte, UNSERE lokalen Hurensöhne, Ghadhafi muss irgendwas falsch gemacht haben.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  2. Jürgen Elsässer spricht darüber auch nicht …. Schlimmer Freeman von Alles Schall und Rauch ist hier etweder den MSM auf den Leim gekrochen oder aber ein falscher Freund

  3. solange der DIKTATOR dafür sorgt das dass „SPICE“ weiterfließt hat er nicht großartiges zu befürchten (ausser ein bischen empörtes blah blah) – egal wie viele er in der zwischenzeit umbringen lässt und wie viel er gen westen herum-droht etc. etc. etc.

    erst wenn er die frechheit besitzen sollte den ÖLHAHN zu-zudrehen – ja dann aber meine lieben herrn gesangsvereine – dann werden wir aber mal mit aller wucht erleben wie die internationale gemeinschaft geradezu höhenflüge in sachen humanitäre interventionsmaßnahmen bekommt und ein militärisches eingreifen befürwortet . . .

    . . . aber nur (und ausschließlich) aus „humanitären“ beweggründen reinster güte heraus und sonst nichts, gelle!

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