25 weitere Tote beim Krieg gegen Afghanistan

Im von den USA angeführten Krieg gegen Afghanistan ist am gestrigen Samstag der gewaltsame Tod von 25 weiteren Menschen bekannt geworden.

Die Besatzungstruppen rühmen sich, am Freitag „mehr als zehn Menschen“ in der Provinz Laghman im Osten Afghanistans zu Tode gebombt zu haben. Der Polizeichef des Distriktes Muqar in der ostafghanischen Provinz Ghasni erklärte, bei einem Raketenangriff von Militanten auf ein Haus in Khoza seien zwei Zivilisten ums Leben gekommen und fünf weitere verletzt worden, darunter drei Kinder. Der Polizeichef der Provinz Khost erklärte, afghanische Truppen hätten dort unterstützt von der NATO 10 Taliban-Aufständische umgebracht sowie 11 weitere verhaftet. Das afghanische Kriegsministerium gab außerdem stolz bekannt, 50 Taliban im Distrikt Darzab in der Provinz Jauzjan hätten den bewaffneten Widerstand aufgegeben und seien „der Regierung beigetreten“.

Der stellvertretende Polizeichef in der Provinz Helmand teilte mit, durch einen Anschlag mit einer am Straßenrand platzierten Bombe seien in der Nähe von der Hauptstadt der provinz Helmand, Lashkar Gah, ein Polizist getötet und neun weitere Polizisten verletzt worden. Ein Sprecher der Taliban teilte Press TV mit, ein Taliban, der Monate zuvor als Soldat für die afghanische Armee rekrutiert worden sei, habe drei französische Soldaten in der Provinz Kabul getötet. Diese Nachricht ist aufgrund der Verschleierungstaktik der Besatzungstruppen in Bezug auf getötete Besatzungssoldaten allerdings schwer zu überprüfen. Der US-amerikanische Börsendienst NASDAQ berichtete unter Berufung auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, die sich ihrerseits auf die Besatzungstruppen berufen würden, am Samstag seien zwei Besatzungssoldaten in Ostafghanistan durch Straßenbomben gestorben. Auch hier ist es schwer zu sagen, ob die Meldung zutreffend ist. Auf der Webseite von Xinhua findet sich zwar eine Nachricht, derzufoge nach Angaben der ISAF am Mittwoch un Donnerstag jeweils ein Besatzungssoldat durch Bomben am Straßenrand im Norden Afghanistans gestorben sei, dazu, dass am Samstag weitere Besatzungssoldaten durch Straßenbomben ums Leben gekommen sind, findet sich dort jedoch keine Nachricht. Press TV meldet hingegen, durch eine Attacke mit einer Bombe am Straßenrand auf ein gepanzertes Besatzerfahrzeug sei am Samstag in der provinz Ghasni ein polnischer Besatzungssoldat sowie ein mitfahrender Mediziner umgekommen.

Damit zumindest Teile der deutschen Bevölkerung weiterhin an die Märchen von den tollen Erfolgen an der deutschen Ostfront glauben, hat der mit Geldern der Rüstungsindustrie gut geschmierte deutsche Propaganda-Apparat über diese blutigen Kriegsgeschehnisse eine Nachrichtensperre verhängt und verschweigt die Verluste der US-geführten Besatzungskoalition ebenso wie die von ihr begangenen Massaker. Der deutsche Bundestag wird voraussichtlich am 28. Januar abnicken, dass Deutschland sich weiter am Krieg gegen Afghanistan beteiligt.

(Dieser Artikel erschien zuerst im Blog Mein Parteibuch und wurde hier gespiegelt, da Mein Parteibuch wegen anhaltender DDoS-Angriffe nach wie vor nur schwer erreichbar ist.)