Tägliche Proteste gegen Diktator Saleh im Jemen

Während nach der erfolgreichen Revolte gegen Diktator Ben Ali in Tunesien gerade durch die Aufhebung der Parteienverbote die Grundlage dafür geschaffen wird, dass die Menschen in Tunesien zukünftig wählen können, wen sie wollen, demonstrieren im Jemen inzwischen täglich immer mehr Menschen in unterschiedlichen Teilen des Landes nach dem Vorbild von Tunesien gegen den dortigen Diktator Ali Abdullah Saleh.

Press TV berichtete am vergangenen Montag darüber, dass Hunderte von Menschen in der Hauptstadt Sanaa gegen Diktator Saleh demonstrierten. Middle East Online berichtete dann, dass am Dienstag in Sanaa wieder Hunderte Menschen gegen Diktator Saleh demonstrierten und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. AFP teilte dann am Donnerstag Morgen mit, dass am Mittwoch Demonstranten in der südjemenitischen Stadt Aden Auseinandersetzungen mit der Polizei hatten und sich mit der Polizei Schusswechsel lieferten. Und Reuters berichtete am Donnerstag Mittag, dass am Donnerstag Tausende von Demonstranten in der südjemenitischen Stadt Taiz gegen Diktator Saleh demonstrierten und Diktator Saleh sich bereits genötigt sieht, den Protestierenden das Versprechen einer zukünftigen Begrenzung seiner Amtszeit zuzugestehen.

Der Jemen ist das Armenhaus der arabische Halbinsel. Zahlreiche Menschen hungern dort. Diktator Saleh beherrscht den Nordjemen seit 32 Jahren mit brachialer Gewalt, rabiater Zensur und massiver US-Unterstützung und wurde nach dem Anschluss des Südjemen an den Nordjemen auch Herrscher über den Südjemen. Diktator Saleh hat abgesehen von der Option, saudische Bombardierungen und Raketenangriffe der USA gegen seine Gegner zu genehmigen, außerhalb der Hauptstadt ohnehin vergleichsweise wenig Kontrolle, da zahlreiche Regionen semiautonom organisiert sind und dem Eindringen der Schergen von Diktator Saleh bewaffneten Widerstand leisten.

Das Interesse der USA ist es, dass Diktator Saleh die Zig-Millionen von hungrigen Menschen, die im Jemen unweit der reichen saudischen Ölfelder leben, ruhig hält und so dafür sorgt, dass die Profite der US-Ölunternehmen in Saudi-Arabien nicht durch länderübergreifende Revolten gefährdet werden. Aus der von Wikileaks veröffentlichten US-Botschaftsdepesche #10SANAA4 geht hervor, dass er Diktator Saleh und sein Regime dabei stolz darauf sind, das Parlament und die Bevölkerung des Jemen systematisch anzulügen.

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