Feltman-Massaker in Houla – Wer waren die Opfer?

2. Juni 2012

Ein Schlüssel zum Verständnis des Feltman-Massakers in Houla ist, zu betrachten, wer die Opfer des Massakers waren. Dabei lässt sich feststellen, dass die massakrierten Opfer fast ausschließlich zu genau zwei Familien gehörten: der Familie Abd Al-Razzak und der Familie Al-Sayed.

Am Donnerstag hatte die syrische Nachrichtenagentur SANA basierend auf ie erste Untersuchung berichtet, dass insbesondere die Großfamilie des frisch gewählten Abgeordneten Abdul-Mouti Mohammad Mashlab massakriert werden sollte und das Massaker dann aber offenbar außer Kontrolle geraten sei.

Am heutigen Samstag berichtet SANA nun weiter, dass zwei Zeugen des Massakers im syrischen Fernsehen – jedoch anonymisiert – den Hergang der Bluttat näher erklärt haben.

Der erste Zeuge erklärte, die Terroristen hätten bereits Tage vor der Tat damit geprahlt, am Freitag “etwas Besonderes un Großes” vorzuhaben. Am Tag der Tat hätten die aus unterschiedlichen Gegenden nach Houla gekommenen Terroristen zunächst in koordinierter und geplanter Weise die Checkpoints der syrische Sicherheitskräfte in der Region angegriffen, um die Sicherheitskräfte so zu binden. Das eigentliche Ziel der Terroristen sei jedoch gewesen, die Sayed-Großfamilie des Abgeordneten Mashlab auszulöschen, zu der auch der in der Gegend wohnende regierungstreue Polizist Muawiya al-Sayed gehörte. Die Terroristen wollten die Sayed-Familie durch Auslöschung dafür bestrafen, dass eines der Familienmitglieder an den den Terroristen verhassten syrischen Parlamenstwahlen teilgenommen und im syrischen Parlament einen Sitz erlangt habe.

Die zweite im syrischen Fernsehen aufgetretene anonyme Zeugin sagte dazu, die in der unmittelbaren Nachbarschaft der Sayed-Großfamilie wohnenden Familien der bewaffneteen Regierungsgegner seien im Gegensatz zur Familie des Abgeordneten genausowenig Opfer der Mordattacken geworden wie die im Ort wohnende Familie Faour, zu der ein Kameramann von Al Jazeera gehöre. Die zweite Familie, die Familie Abd Al-Razzak, sei auch eben deswegen massakriert worden, weil sie die syrische Regierung unterstütze, sagte die Zeugin weiter.

In den von Regierungsgegnern veröffentlichten inoffiziellen und vorläufigen Listen der Opfer des Massakers nimmt der Name Abd Al-Razzak einen prominenten Platz ein. Mehr als die Hälfte aller Opfer des Massakers in Houla, insbesondere die ganz überwältigende Mehrheit der Kinder und Frauen, tragen den Namen Abd Al-Razzak in der einen oder anderen Form.

Die Erklärung, dass die Feltman-Terroristen eine Familie als Bestrafung für Teilnahme an Wahlen und Mitgliedschaft in der Polizei auslöschen wollten, ist angsichts der aus der Vergangenheit bekannten Taten der Feltman-Terroristen, die auch in Houla am Werk waren, durchaus nachvollziehbar und plausibel. Die gegebene Begründung dafür, warum die Familie Abd Al-Razzak massakriert wurde, ist allerdings bisher noch sehr dünn und die Behauptung, die Familie habe die syrische Regierung unterstützt, bisher nicht belegt. Dazu wird es weitere Ermittlungen geben müssen, die erklären, warum die Großfamilie Abd Al-Razzak Ziel war.

10 Responses to “Feltman-Massaker in Houla – Wer waren die Opfer?”

  1. Egdar Says:

    Wie wir im Bosnienkrieg gelernt haben, ist die muslimische Sache so heilig, dass man sogar eigene Leute massakriert.
    Beim Markale-Massaker in Sarajevo (und weiteren Fällen) wurden auch eigene Leute abgeschlachtet, um Hass, genauer: um den NATO-Eintritt in den Krieg zu bekommen.

    Selbst im Bekanntenkreis werde ich vom türkischen Heroismus überrascht, wenn sie mir erzählen wie irgendein “Held” sich vor den “Feinden” die Därme herausriß.

    … oder :
    in einem ca. 16teiligen Video mit Titel “Srebrenica Massacre”, wo einer der Flüchtlinge aus Srebrenica, die durch serbische Linien und Minenfelder völlig verzeifelt nach Bosnien flohen sagte: “und dann begannen die Massenselbstmorde”. Die durch Gruppenbildung und anschließende Handgranatenzündung in der Mitte stattgefunden haben soll.


  2. Leute äußert Euch öffentlich in den Medien, so oft Ihr die Gelegenheit dazu bekommt. Ich habe dies selbst diese Woche in Wdr5 in einer “Call in”-Sendung getan. Es geht. Noch. Ich habe das in einem Artikel verarbeitet.

    http://gegendenken.com/mach-dein-maul-auf/

    Bei Welt online ist ein Artikel über Amerikanische Satellitenbilder von Massengräbern in Hula. Lest die Kommentare darunter. Viele glauben Ihnen einfach nicht mehr.

    Wir werden bald die Geschichte von Aladdins Bruder bringen, der diese Woche von einer Bande entführt worden ist. Gott sei Dank ist er heute nacht sehr dramatisch wieder frei gekommen. Die syrische Polizei war hier sehr kooperativ in dem sie nicht einschritt aber Tipps gegeben hat. Für die Familie nur eine Randnotiz in dieser Situation, aber für uns in Deutschland ein enorm wichtiges Detail, finde ich.

    Ich finde alle Blogger sollten zusammenarbeiten. Vielleicht können wir ja mal eine Demo organisieren, oder andere Aktionen machen.

    Gruß,

    calushy

  3. einparteibuch Says:

    Hallo Volker,

    ja, ich denke, wir sollten weiter alle Möglichkeiten nutzen, um der üblen Propaganda, mit der uns die Medien entgegenzuwirken. Call-In-Shows sind da auch eine Möglichkeit, auch wenn die Propagandisten dann, wenn jemand ihre Propaganda herausfordert, schnell das Micro abdrehen.

    Was ich dabei ganz wichtig finde, ist über die Methoden, wie Mediensteuerung und Meinungsmanipuation in Deutschlland praktisch läuft, im Detail zu bloggen, also genauso wie du das über deinen Call bei WDR5 gemacht hast. Der WDR hat dir das Mikro abgedreht, weill deine Ansicht nicht ins Konzept der Propaganda passte und deinen Kollegen Aladdin, der als Syrer ein paar direkte Informationen hätte beisteuern können, erst gar nicht zu Wort kommen lassen, und das, obwohl der WDR “Nahost-Experte” – Spezialgebiet offenbar Hasbara – immer wieder erklärt hat, es sei ganz furchtbar schwierig, Informationen aus Syrien zu bekommen.

    Dass der WDR Alladin nicht senden wollte und sie di das Mikro abgedreht haben, zeigt vor Allem eins: die Medienmacher wissen genau, dass das, was sie senden, nicht die Wahrheit ist, und schon gar nicht die ganze Wahrheit ist. Sie erfüllen einen Propaganda-Auftag, nämlich den, die Bevölkerung einer zionistischen Gehirnwäsche zur Befürwortung von Krieg und Sanktionen zu unterziehen.

    Und ja, es ist tatsächlich im wesentlichen die zionitische Lobby, die den Terror in Syrien schürt. Obama höchstpersönlich hat die Logik dahinter zugegeben:

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/03/02/keine-entscheidende-neue-aspekte/

    Ziel des Terrors in Syrien ist die Schwächung von Iran und Hisbollah. Darum geht’s, deshalb sterben in Syrien Tausende von Menschen.

  4. Piwi Says:

    Es ist zum Kotzen- Und dann noch die Phrasen eines Tritin – werden die Menschen denn ewig blöde bleiben?

    Was soll die Syrische Armee für ein Interesse an solchen Taten haben? Erinnert sich noch jemand an das Märchen von irakischen Soldaten, die Neugeborenen aus dem Brutkasten geholt hätten?

    Es ist unfaßbar

  5. pasukarunosekai Says:

    Man beachte diesen Propagandaartikel und vor allem die Kommentare:

    http://www.20min.ch/ausland/dossier/tunesien/story/Opposition-fordert-Militaereinsatz-der-UNO-24190974

    Ich habe angefangen beim Kommentieren direkt die “Zensoren” anzusprechen, wünsche ihnen nur das Beste, frage ob sie ihren Kindern die gleichen Lügen erzählen,m sende Ihnen Lesetipps usw. Seitdem ich das mache, werden viel mehr meiner Kommentare veröffentlicht. Sogar der Tipp nocheinparteibuch zu lesen, wurde heute das erste Mal in 20minuten.ch veröffentlicht. Und diesen Tipp habne ich schon zigmal abgegeben.

    Sprecht die Leute, die bei den Redaktionen am Knöpchen sitzen freundlich und als Menschen an, ich habe das Gefühl das hilft. Etwas naiv, aber was solls…….


  6. [...] gibt es nun also auch die vom Parteibuch angemahnte plausible Begründung dafür, warum die Familie Abd Al-Razzak samt Kindern und Frauen ermordet [...]


  7. [...] Soldaten und Zivilisten gemischt, alle hingemetzelt. Die Feltman-Mörderbanden sprechen davon, dass es noch 10 000de   dieser Schweine im ländlichen Aleppo geben würde. Ihr [...]

  8. urs1798 Says:

    Ein Video mit einem der Täter von Al- Houla.
    Am Ende des Videos wird gezeigt wie die Internet-Terroristen den Ton in den Videos fabrizieren:
    Qui a commis les massacres de Houla
    Wer hat die Massaker von Houla begangen

    Mit dabei ein “Journalist” von Aljazeera

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