Die Welt in 10 Jahren

Genau wie im Krieg bezüglich der Lage auf dem militärischen Schlachtfeld dick gelogen wird, so wird auch bezüglich der Lage auf dem wirtschaftlichen Schlachtfeld mit groben Täuschungen der Öffentlichkeit gekämpft. Aus nachfolgender Detailanalyse von frischen IWF-Daten geht hervor, dass die US-geführten Kolonialherren der “westlichen Wertegemeinschaft” den wirtschaftlichen Krieg um die Kontrolle über die Welt entgegen anderslautender Propaganda sehr wahrscheinlich in spätestens 10 Jahren verloren haben werden.

Krieg ist die Fortsetzung der Wirtschaftspolitik mit anderen Mitteln. Was vor Jahrhunderten für die Kolonialisierung Amerikas, Asiens und Afrikas zur Erzielung von Tributeinnahmen, Inbesitznahme von Rohstoffen und Erschließung von Absatzmärkten für Fertigprodukte durch Europäer galt, gilt heute unverkennbar für die Feldzüge der US-geführten westlichen Wertegemeinschaft.

Freilich, es hat sich seit der als Kolonialismus bekannten Epoche der Geschichte einiges geändert. Die europäischen Kolonialisten werden seit einigen Jahrzehnten nicht mehr von den Hauptstädten Europas aus geführt, sondern von europäischen Eroberern, die sich in ihrer ehemaligen Kolonie in Nordamerika ausgebreitet haben. Stellten die Statthalter der Kolonialherren früher ihre Herrschermacht durch die Verwendung von Titeln wie Gouverneur offen zur Schau, so gibt es in den Kolonien heute Personen, die den Titel Staatsführer tragen, während die in den Kolonien tatsächlich regierenden Statthalter der Kolonialherren sich diskret im Hintergrund halten und lediglich bescheidene Titel wie “US-Botschafter” führen. Waren früher Christianisierung und Kanonenboote en vogue, so sind heute Demokratisierung und Jagdbomber in Mode. Und waren früher die eifrigsten Inquisitoren Katholiken, so sind es heute Zionisten.

Die Macht der europäischen Kolonialherren ist seit über 500 Jahren ungebrochen. Auch die Herausforderung durch den ab etwa 1917 aufkommenden real existierenden Sozialimus haben die Kolonialherren dank der größeren Wirtschaftskraft der Staaten der westlichen Wertegemeinschaft erfolgreich gemeistert. Die neokolonialen Kriege gegen die weltpolitische Unabhängigkeit Jugoslawiens, zur Sicherung des Opiumnachschubes aus Afghanistan, zur Eroberung der irakischen Ölvorkommen und der libyschen Öl- und Wasservorkommen sind Zeugnisse des real exitsierenden Kolonialismus der Gegenwart.

Im Kern hat sich nicht einmal der Modus Operandi der Kolonialisten in den letzten 500 Jahren nennenswert geändert. Früher wurde die Bevölkerung christianisiert, und ihr dann ein Statthalter – manchmal auch König genannt – vorgesetzt, der die Tributzahlungen und eine Wirtschaftspolitik im Sinne der Kolonialherren zu organisieren hatte. Erfüllte der Statthalter die Erwartungen der Kolonialherren nicht, wurde er wieder abgesetzt. Ist heute ein Staat erobert, so wird die Bevölkerung des unterworfenen Landes mit Propaganda überflutet. Nachdem Meinungsforschungsinstitute gemessen haben, dass die Bevölkerung des unterworfenen Landes die verlogenen Märchen der Eroberer als Wahrheit akzeptiert, darf die Bevölkerung eine Marionette der Kolonialherren zu ihrem Staatsführer wählen, der die Tributleistungen für die Kolonialmacht abführt und die politischen Vorgaben der Koloniamacht umsetzt. Wählt die Bevölkerung trotz der massenhaften Propaganda der Kolonialisten eine unabhängige Persönlichkeit zu ihrem Staatsführer, so organisieren die Kolonialherren zur Wiederherstellung der kolonialen Ordnung entweder sanfte Staatsstreiche, so wie 1953 in Iran oder 1973 in Chile und in anderen Jahren in Dutzenden anderen Staaten, oder auch deutlich teurere, aber dafür auch deutlich robustere militärische Regime-Change-Missionen, so wie sie gegenwärtig für Syrien und Iran in der Vorbereitung sind und in den letzten Jahrzehnten auch zu Dutzenden erfolgreich durchgeführt wurden.

Über 500 Jahre hatte das kolonialistische Herrschaftssystem Bestand, 500 Jahre gelang es über die Generationen hinweg und mithilfe der Ermordung Hunderter Millionen von Menschen das kolonialistische System gegen alle Widerstände nicht nur zu erhalten, sondern zur US-geführten Perfektion der unangefochtenen Weltherrschaft der G7 zu bringen. Zur Milleniumwende im Jahr 2000 wurde der Endsieg der Kolonialherren über die freie Welt als Pax Americana und Anbruch des amerikanischen Jahrhunderts gefeiert.

Doch schon kurze Zeit später kamen den Kolonialherren in den oberen Etagen der Bankentürme der G7 leise Zweifel daran, ob das amerikanische Jahrhundert auch wirklich ein amerikanisches Jahrhundert werden würde. Der unter dem Dach der “Bank” Goldman Sachs tätige Kolonialherr Jim O’Neill erkannte im Jahr 2001, dass eine Gruppe von ziemlich unabhängigen großen und bevölkerungsreichen Staaten, die er den Anfangsbuchstaben von Brasilien, Russland, Indien und China folgend BRICs nannte, das Potenzial haben, die US-geführten G7 wirtschaftlich schon zur Mitte des amerikanischen Jahrhunderts überflügelt zu haben.

Es ist natürlich sofort sonnenklar, was das bedeuten würde. Wenn die von den Kolonialherren beherrschten Volkswirtschaften kleiner sind als von unabhängigen Kräften beherrschte BRICs, dann ändert sich alles. Die BRICs können sich, wenn sie die größeren und stärkeren Volkswirtschaften haben, mehr Militär als die G7 leisten, sie können sich mehr und bessere Medien leisten, und das seit Jahrhunderten bewährte Gebäude kolonialer Lügenpropaganda damit zum Einsturz bringen, sie können bei unbotmäßigem Verhalten Wirtschaftssanktionen gegen die G7 verhängen, sie können den G7 das exorbitante Privileg nehmen, mit US-Dollar, Euro, Pfund und Yen die Weltreserve-Währungen auszugeben und für das Gelddrucken riesige Seigniorage-Profite einzustreichen, sie können den Petro-Dollar durch einen Petro-Yuan ersetzen, sie können ihnen genehme Regeln zu geistigem Eigentum und Weltwirtschaftsgesetzen durchsetzen, und noch vieles mehr, kurz, mit der Herrlichkeit der Kolonialherren der G7 wäre es vorbei.

Und so ist es kein Wunder, dass die Kolonialisten in der Folgezeit zu allen bewährten Mitteln griffen, um sich die Welt untertan zu machen. Mit auf Propaganda-Kriegen basierenden Regime Changes wie in Georgien und der Ukraine, Putschen wie in Venezuela und Kriegen wie denen gegen Afghanistan und Irak versuchten sie, die BRICS zu isolieren und die Sicherstellung der kolonialen Ordnung auch für die weitere Zukunft zu gewährleisten.

Doch die Bemühungen der Kolonialisten waren von wenig Erfolg gekrönt. Im Jahr 2007 veröffentlichte Goldman Sachs eine Studie, aus der hervorging, dass China die USA bereits etwa 2029 als führende Wirtschaftsmacht gemessen in Bruttoinhaltsprodukt zu Marktpreisen überholen könnte, genau wie Indien Japan etwa im Jahr 2031, Russland Italien etwa im Jahr 2018 und Brasilien das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland etwa im Jahr 2030 überholen könnte. Aufgrund des kontinuierlichen wirtschaftlichen Machtzuwachses weiterer aufstrebender großer und bevölkerungsreicher Staaten wie etwa Mexiko, Indonesien und Nigeria wäre dann im Jahr 2050 von der feudalen Weltherrschaft der G7 nichts mehr übrig.

Auch die exzessive Gelddruckerei der G7 in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends, die Kolonialisten die Hoffnung bot, sich die Herrschaft über geopolitische Konkurrenten einfach mit frisch gedrucktem Weltreserve-Geld kaufen zu können, war von wenig Erfolg gekrönt. Die BRICs, allen voran die chinesischen Wähungspolitiker, haben dagegen gehalten und sich während der Zeit der intensiven Gelddruckerei durch die G7 prächtig entwickelt. Als die US-Geldblase im Jahr 2008 vollends platzte, waren die BRICs im Gegensatz zur G7 gut vorbereitet. Im Januar 2011 veröffentlichten die Wirtschaftsstrategen von PWC unter dem Titel “The World in 2050” eine Studie, die die sieben aufstrebenden E7-Staaten, Brasilien, Russland, Indien, China, Mexiko, Indonesien und Türkei mit den Kolonialstaaten der G7 verglich. PWC erklärte darin, dass der Wirtschaftscrash 2008 den Prozess des Aufholens der E7 gegenüber den G7 nicht verlangsamt, sondern beschleunigt habe, und kam zu dem Ergebnis, dass in Bruttoinlandsprodukt zu Marktkursen gerechnet China die USA bereits vor dem Jahr 2035 überholen könnte, die E7-Staaten bereits etwa 2040 vor den G7-Staaten der Kolonialherren liegen könnten und Indien im Jahr 2050 die drittgrößte Wirtschaft der Welt sein könnte. Brasilien könnte das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland bezüglich des BIP zu Marktpreisen bereits im Jahr 2023 überholen, warnte die im Januar 2011 von PWC veröffentlichte Studie. Gerechnet im BIP nach Kaufkraftparität könnten die E7-Staaten sogar bereits vor dem Jahr 2020 vor den G7 liegen, hieß es dazu weiter bei PWC.

Bemerkenswert ist die Fähigkeit der US-geführten Kolonialisten, die Realität ihres rasanten Machtverlustes zu verdrängen. Als Marketwatch im April letzten Jahres darauf aufmerksam machte, dass die Weltkolonialisationsbehörde IWF im World Economic Outlook gerade vorausgesagt hatte, China werde die USA im Jahr 2016 in Bezug auf das in Kaufkraftparität berechnete BIP überholt haben, reagierte der IWF darauf, indem er erklärte, das BIP nach Kaufkraftparität sei ein wenig geeignetes Maß und gerechnet in BIP zu Marktpreisen würden die USA im Jahr 2016 noch etwa 70% größer als China sein. Das Parteibuch erklärte im letzten Juni anhand einer Analyse der IWF-Daten der Vergangenheit ausführlich, dass die Prognosedaten des chinesischen BIP zu Marktpreisen beim IWF regelmäßig stark untertrieben sind und China die USA auch gemessen in BIP zum Marktpreis aller Voraussicht nach viel schneller überholen wird, als das von den gegenwärtig die Welt durch Wirtschaftsmacht, Krieg und Terror beherrschenden US-Kolonialherren angenommen wird, nämlich erfreulicherweise bereits etwa im Jahr 2016.

Hier ist noch einmal die entscheidende Grafik aus dem Parteibuch-Artikel vom Juni 2011 (USA in blau, China rot, zum Vergleich sind auch die im in US-Dollar umgerechneten BIP der nächststärksten Wirtschaftsnationen Japan und Deutschland gelb und schwarz mit im Chart. Die dick gestrichelten Linien sind die Werte der Prognose, die nichts weiter macht, als die Annahme zu treffen, die USA und China wachsen bezüglich ihres in US-Dollar gerechneten BIP bis 2016 mit den gleichen Prozentwerten weiter wie sie die letzten fünf Jahre gewachsen sind. Die dünn gestrichelten Linien sind die Prognosewerte des IWF vom April 2011):

US China - Alternative Nominal USD BIP Growth Prognosis

Zum Ende des Jahres 2011 haben auch führende G7-Kolonialherren eingestanden, dass die aufstrebenden BRICs-Staaten gegenüber den G7-Staaten viel schneller wirtschaftlichen Boden gutmachen als sie das zuvor angenommen haben. So hat beispielsweise die auf “linksliberal” machende zionistische Gazette aus dem britischen Empire, die sich “The Guardian” nennt, am 26. Dezember 2011 eingestanden, dass Brasilien das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland bezüglich des BIP zu Marktpreisen bereits im Jahr 2011 überholt hat. Und das in London erscheindende Wochenblättchen “The Economist” – ein Flaggschiff des britischen Empires – legte am 27. Dezember 2011 mit einer Geschichte nach, derzufolge China nach zahlreichen Indikatoren, die ökonomische Stärke ausdrücken, bereits vor den USA liegt, und auch bezüglich des Indikators BIP zu Marktpreisen voraussichtlich etwa im Jahr 2018 an den USA vorbeiziehen werde.

Vor wenigen Tagen hat der IWF seinen World Economic Outlook April 2012 veröffentlicht. Bemerkenswert genau treffen die darin enthaltenen IST-Werte des Jahres 2011 für das BIP in Marktpreisen von China und den USA die im Juni 2011 vom Parteibuch durch eine einfache Datenfortschreibung der durchschnittlichen Steigerungsraten zwischen 2005 und 2010 für das Jahr 2011 prognostizierten Werte. So setzte die im Juni 2011 erstellte Parteibuch-Grafik das chinesische BIP in Marktpreisen für 2011 mit 7,119 Billionen US-Dollar an, und nun wurden 7,298 Billionen US-Dollar als IST-Wert aufgeführt, also die optimistische Parteibuch-Prognose sogar leicht übertroffen. Für die USA traf die simple, durch einfache Datenfortschreibung errechnete Parteibuch-Prognose noch genauer: da ging die Parteibuch-Grafik für 2011 von 15,098 Billionen US-Dollar aus und nun wurden 15,094 Billionen US-Dollar als IST-Wert gemeldet. Die vom IWF im Laufe des Jahres 2011 für das Jahr 2011 prognostizierten Werte lagen insbesondere im Fall China, aber auch – wenngleich in geringerem Ausmaß – für die USA, von der nun festgestellten Realität deutlich weiter weg. So prognostizierte der IWF im April 2011 für das Gesamtjahr 2011 ein chinesisches BIP zum Marktkurs in Höhe von 6,516 Billionen US-Dollar und erhöhte die Prognose im September 2011 lediglich auf 6,988 Billionen US-Dollar.

Da die naive Prognose des Parteibuchs für 2011 deutlich bessere Ergebnisse geliefert hat als die politisch gefärbten IWF-Prognose, soll nun die Methode der naiven Prognose angewendet werden, um basierend auf den im April 2012 vom IWF veröffentlichten IST-Werten der Vergangenheit einen breiteren Ausblick für mehr Staaten in eine fernere Zukunft, etwa fünf bis zehn Jahre im voraus, zu unternehmen. Die Konsequenzen aus einer umfassenden Änderung der Wirtschaftsstärke sind, wie oben erklärt, gewaltig: ändert sich die wirtschaftliche Gewichtsverteilung zwischen den Staaten in gavierender Weise, bleibt nichts wie es war. Die Idee der Analyse ist es, Antworten auf in etwa folgende Fragen zu finden: Wie schnell ändert sich die weltwirtschaftliche Gewichtsverteilung? Wie wird die wirtschaftliche Gewichtsverteilung der Staaten der Welt in fünf und in zehn Jahren voraussichtlich aussehen? Welches werden die wirtschaftsstärksten Staaten sein und wie groß wird der relative Abstand zwischen ihnen sein?

Um die Änderungen zu begreifen, soll zunächst einmal anhand der IST-Daten des IWF vom April 2012 betrachtet werden, wie die weltwirtschaftliche Gewichtverteilung im Milleniumsjahr 2000 ausgesehen hat. Nachfolgend finden sich in einer Grafik die bezüglich des BIP zu Marktkursen (nom) und des BIP nach Kaufkraftparität (ppp) zehn wirtschaftsstäksten Staaten des Jahres 2000, wobei die BIP-Werte nicht in absoluten Zahlen, sondern als Prozentwerte vom aufaddierten BIP aller 185 Staaten der Welt angegeben sind.

IWF 4/2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2000

IWF WEO April 2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2000

Im Jahr 2000 war die Welt der US-geführten Kolonialherren der westlichen Wertegemeinschaft noch in Ordnung. Die USA wiesen in BIP zu Marktkursen gerechnet über 30% der addierten Wirtschaftsleistung aller Länder der Welt auf. Mit gehörigem Abstand folgen die US-Lakaien aus Japan, Deutschland, UK und Frankreich auf den Plätzen zwei bis fünf und auf den Plätzen sieben bis zehn lagen die US-Lakaien aus Italien, Canada, Mexiko und Brasilien. Der von den US-Kolonialherren geführte G7-Block kam 2000 in BIP zu Marktkursen gerechnet zusammen auf über 65% der Weltwirtschaftsleistung. Die Staaten, in denen der größte Anteil der verbliebenen 35% der Weltwirtschaftsleistung stattfand, stand über Organisationen wie IWF, Weltbank, EU und NAFTA mehr oder minder direkt unter der Knute der US-Kolonialherren. Von den USA mörderisch sanktionierte Staaten wie Irak, Nordkorea, Kuba und Venezuela führten den Menschen der Welt als abschreckendes Beispiel vor Augen, was passiert, wenn es jemand wagt, sich gegen die US-Kolonialherrscher über die Welt aufzulehnen. Der nominell kommunistische Staat China schaffte es zwar als lebendige Werkbank mit 3,7% der Weltwirtschaftsleistung zu Marktkursen auf Platz sechs in die Top 10, doch war China als “kommunistische” Billigwerkbank für die siegreichen kapitalistischen G7 eher ein ideologisches Schmuckstück denn eine Herausforderung. Bezogen auf das BIP gerechnet in Kaufkraftparität (ppp) schafften China, Indien, Brasilien und Russland als Werkbänke und Rohstofflieferanten der Kolonialisten zwar einen etwas höheren Wert von zusammen rund 16% Weltwirtschaftsleistung, doch war dieser vergleichsweise hohe Wert einerseits gerade dem Umstand geschuldet, dass diee Staaten billige Werkbänke und Rohstofflieferanten für die US-geführten Kolonialisten der G7 waren, und andererseits hatte die G7 auch in Bezug auf das BIP in PPP mit zusammen knapp 49% eine die Welt dominierende Stellung.

Um die Verschiebung der wirtschaftlichen Gewichte von 2000 bis 2011 zu erkennen, folgt nun ein Blick auf das Jahr 2011, also das letzte Jahr, zu dem es IST-Zahlen gibt.

IWF 4/2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2011

IWF WEO April 2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2011

Die USA stehen gegenwärtig zwar weiterhin mit weitem Abstand an der Spitze, sind aber in BIP zu Marktkursen gerechnet von über 30% der Weltwirtschaftsleistung im Jahr 2000 in elf Jahren auf nunmehr nur noch knapp über 20% abgerutscht. Die frühere Billigwerkbank China folgt nun bereits auf Platz 2. Das unter Präsident Lula vorsichtig unabhängig gewordene Brasilien hat sich in BIP zu Marktkursen gerechnet auf Platz 6 in den Reigen der US-Vasallen hineingeschoben und das unter Vladimir Putin wiedererrichtete Russland auf Platz 9. In BIP zu Marktkursen gerechnet sind die US-geführten G7-Kolonialherren von zusammen über 65% auf knapp 48% der Weltwirtschaftsleistung zurückgefallen. Auch der Anteil der NATO-Staaten an der Weltwirtschaftsleistung ist trotz einiger NATO-Erweiterungen zurückgegangen und steht 2011 in Marktkursen gerechnet bei nur noch 49% der Weltwirtschaftsleistung. Betrachtet man die ganze Welt, liegt der Block der US-geführten Kolonialisten einschließlich seiner Vasallen bezogen auf die Wirtschaftsleistung in BIP zu Marktkursen mit insgesamt rund 70% zwar immer noch klar vorn, doch ist den US-Kolonialherren die totale wirtschaftliche Dominanz über die Welt abhanden gekommen. Der lose Club der von USA, NATO und EU wirtschaftspolitisch unabhängig agierenden BRICS-Staaten bringt es im Jahr 2011 in BIP zu Marktkursen gerechnet bereits auf über 20 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Im Jahr 2000 hatten die heutigen BRICS-Staaten nicht einmal 9% der Weltwirtschaftsleistung gemessen in BIP zu Marktkursen auf sich vereint.

Schaut man auf das BIP in PPP, so wird das Bild dessen, was in den letzten elf Jahren, weltwirtschaftlich gesehen, passsiert ist und auch gegenwärtig geschieht, noch klarer. Während die USA diesbezüglich von über 23% auf knapp 19% der Weltwirtschaftsleistung gefallen ist, ist der Indikator in Bezug auf China von gut 7% auf mehr als 14% gestiegen. Insgesamt haben die heutigen BRICS-Staaten vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2011 bezüglich des BIP in PPP von etwa 17% auf mehr als 27% der Weltwirtschaftsleistung zugelegt, während die G7-Staaten von etwa 49% auf rund 38% gefallen sind.

Praktisch lässt sich die Verschiebung der weltwirtschaftlichen Gewichte zum Beispiel daran erkennen, dass die südamerikanische Präsidentin Kirchner soeben mit der Wiederverstaatlichung einer im Besitz spanischer Inquisitoren befindlichen Ölfirma ihres Landes gegen – abgesehen von der Huldigung des zionistischen Rassenwahns – das größte Heiligtum der modernen Kolonialisten, das Kapital, gespuckt hat, und den Kolonialisten praktisch nichts einfällt, was sie dagegen tun könnten, dass Frau Kirchner im Interesse der Bevölkerung ihres Landes handelt. Was war das für ein Geschrei, als der südamerikanische Präsident Chavez die Ölfirma seines Landes zum Wohl der Bevölkerung seines Landes wieder verstaatlicht hatte. Und einen Putschversuch organisierten die Kolonialisten gegen ihn auch noch. Heute, bei Kirchner, YPF und Repsol, bringen die kolonialistischen Plünderer hingegen kaum noch ein laues Lüftchen zusammen. Weder mit Krieg noch mit brutalen Finanzsanktionen können die Kolonialisten ihr heutzutage noch wirksam drohen.

Wenn der Trend der letzten elf Jahre noch ein paar Jahre anhält, dann werden die BRICS-Staaten schnell Boden auf die G7-Staaten gutmachen und die G7-Staaten schon in etwa fünf Jahren überholt haben. Und, wie die aktuelle IWF-Prognose zum Jahr 2017 zeigt, wird genau diese Entwicklung vom IWF in Bezug auf das BIP in PPP in den nächsten Jahren erwartet.

IWF 4/2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2017

IWF WEO April 2012 - Top-10 Länder bzgl. BIP 2017

Der aktuellen IWF-Prognose zufolge wird China die USA im Jahr 2017 in Bezug auf das BIP in PPP bereits überholt haben. In Bezug auf das BIP in PPP bestimmen der IWF-Prognose zufolge im Jahr 2017 nicht mehr wie im Jahr 2000 die G7-Staaten das Bild, sondern die vier großen BRICS-Staaten China, Indien, Russland und Brasilien sind auf gleicher Höhe mit den G7-Staaten oder haben in der Spitze sogar die Nase vorn. In nüchternen Zahlen ausgedrückt werden der IWF-Prognose zufolge die sieben G7-Staaten in Bezug auf das BIP in PPP 34% der Weltwirtschaftsleistung stellen, während die fünf BRICS-Staaten es dem IWF zufolge 2017 auf 32% bringen sollen. In nominellem BIP zum Marktkurs ausgedrückt werden sich der aktuellen IWF-Prognose zufolge die weltwirtschaftlichen Gewichte von heute bis zum Jahr 2017 hingegen nur geringfügig verändern. In BIP zum Marktkurs gerechnet wird sich der aktuellen IWF-Prognose zufolge der in den letzten elf Jahren durchschnittlich gemessene Abfall des Anteils der G7-Staaten an der Weltwirtschaftsleistung von über 1,5% pa auf durchschnittlich unter 1% pa verringern und der Anstieg bei BRICS-Staaten von über 1% pa wird auf kaum mehr als ein halbes Prozent pro Jahr fallen.

Aufgrund der relativen Schwäche der chinesischen Wirtschaft wird der chinesische Yuan der aktuellen IWF-Prognose zufolge in den kommenden sechs Jahren nicht wie in den letzten Jahren deutlich aufgewertet, sondern trotz einer auf zwei bis drei Prozent stark gesunkenen Inflation in China gegenüber Dollar und Euro stetig abgewertet werden. Die G7-Wirtschaften der USA, der EU und Japans werden der aktuellen IWF-Prognose zufolge nach einer kleinen Delle in diesem und teilweise im nächsten Jahr hingegen sprießen, gedeihen und mit vergleichsweise großen Schritten wachsen. Alles in allem geht der IWF so davon aus, dass in Bezug auf das BIP in Marktpreisen der Anteil der G7-Staaten an der Weltwirtschaftsleistung bis 2017 lediglich auf 43% fallen wird, während der Anteil der BRICS-Staaten bloß auf etwa 24% steigen wird. Wenn dem so sein sollte, dann hätten die Herrscher der G7-Staaten noch viele Jahre Zeit, um sich etwas einfallen zu lassen, ihre koloniale Weltherrschaft irgendwie zu sichern.

Wer in den letzten Tagen und Monaten mal einen Blick in den Wirtschaftsteil einer beliebigen Zeitung oder auf eine sich mit Wirtschaftsthemen befassende Webseite geworfen hat, kann leicht erkennen, dass das der aktuellen IWF-Prognose zugrunde liegende Szenario höchst unwahrscheinlich, oder anders ausgedrückt, mal wieder pures Wunschdenken und blanker Unsinn ist. Wie oben bereits geschildert, hat selbst der britische Economist das bereits öffentlich mitgeteilt. Wer einen Blick auf die chinesischen Daten zu Wachstum und Inflation im ersten Quartal 2012 sowie einen Blick auf den seit Mitte letzten Jahres nicht gefallenen, sondern gestiegenen Wert des Yuan wirft, erkennt, dass die IWF-Prognose zumindest, was 2012 angeht, nicht eintreffen kann. Die Prognosewerte des IWF vom April 2012 für die Jahre 2012 bis 2017 setzen, wie im Parteibuch bereits erläutert wurde, die chinesischen Werte in Bezug auf das BIP zu Marktpreisen einfach viel zu niedrig an und das Wachstum in den von hoher Verschuldung gezeichneten Wahlkampfstaaten USA und Frankreich, vorsichtig ausgedrückt, ausgesprochen optimistisch an. Den IWF tangiert die Realität nur peripher. Allerdings sind auch die IST-Werte zum BIP “menschengemacht”. Der chinesische Vize-Premier Li Keqiang empfahl deshalb dem US-Botschafter in China im Jahr 2007, zum Abschätzen der Wirtschaftsleistung lieber auf den Stromverbrauch zu schauen. Bezüglich des Stromverbrauches liegt China schon seit 2009 über den USA.

Das Parteibuch hat wegen der offensichtlich politisch motivierten Falschprognose des IWF wieder eine naive Prognose gemacht, um einen klareren Blick auf die weltwirtschaftliche Gewichtsverteilung im Jahr 2017 werfen zu können. Diese naive Prognose besteht einfach darin, dass für jedes Land das in den zehn Jahren von 2001 bis 2011 gemäß der aktuellen IST-Daten des IWF durchschnittlich erzielte Wachstum bestimmt wurde, und dann für die Jahre ab 2012 die Annahme getroffen wurde, dass das BIP gerechnet in Marktpreisen und das BIP gerechnet in Kaufkraftparität eines jeden Landes genauso weiter wachsen wird wie es in den letzten 10 Jahren durchschnittlich gewachsen ist. Wie oben geschildert ist das Parteibuch mit der Methode der naiven Prognose für das abgelaufene Jahr 2011 zu viel besseren Prognosewerten gekommen als sie der IWF geliefert hat.

Um politische Willkür seitens des Parteibuches gegenüber bevorzugten oder nicht bevorzugten Staaten auszuschließen, wie sie beim IWF praktiziert wird, besteht die einzige willkürliche Entscheidung des Parteibuchs, wie lange der Referenzzeitraum zur Ermittlung des Wachstumswertes in die Vergangenheit reicht. Hier wurden willkürlich zehn Jahre gewählt. Das ist eine runde Zahl, deckt einige Jahre Vergleichszeitraum ab, so dass Ausreißer statistisch recht gut abgefedert werden, und ist gleichzeitig so aktuell, dass die gegenwärtige wirtschaftliche Situation, wie es für eine naive Prognose angemessen ist, recht stark berücksichtigt wird. Angemerkt sei, dass der Referenzzeitraum seit 2001 zur Ermittlung der durchschnittlichen BIP-Steigerung vergleichsweise gute Werte für die G7-Staaten aufweist. Bei einem kürzeren Zeitraum von beispielsweise fünf Jahren würde die ab 2008 vor allem in den G7-Staaten einsetzende Finanzkrise den durchschnittlichen Wert überproportional verringern und bei einem längeren Zeitraum würde sich die Dot-Com-Rezession der Jahre 2000/2001 in den G7-Staaten stärker negativ bemerkbar machen.

Trotzdem ist an jeder naiven Prognose selbstverständlich zu kritisieren, dass sie kausale natürliche Effekte unberücksichtigt lässt. So kann beispielsweise das Ausbeuten eines Ölfeldes wirtschaftlich zu einem Ölboom führen, der genau dann abrupt nachlässt, wenn das Ölfeld leer ist. Ebenso können eine inflationäre Geldpolitik und eine übermäßig defizitäre Fiskalpolitik über einige Jahre zu Blasenwachstum – beispielsweise im Immobiliensektor – führen, das genau dann ins Gegenteil umschlägt, wenn die Blase platzt und die Staatskasse keinen Kredit zu geringen Zinsen mehr bekommt. Auch “plötzlich ausbrechende” Kriege und andere große Katastrophen haben natürlich einen kausalen Effekt auf das BIP von Staaten, insbesondere das BIP von den Staaten, die von Krieg und Katastrophen direkt betroffen sind, aber auch auf das BIP der Staaten, die mit diesen Staaten Handel treiben. All solche kausalen Effekte gibt es und sie sind auch wichtig. Hier sollen sie jedoch nicht bei der Erstellung in die naive Prognose einfließen, was zu größerer Intransparenz führen würde, sondern stattdessen in die Diskussion der neutral erstellten naiven Prognose eingehen.

Das gesagt habend ist hier nun die Parteibuch-Prognose für 2017, also die zehn größten Länder bezüglich des BIP, wenn die Entwicklung des BIP in jedem Land in den nächsten Jahren genauso weitergeht wie sie in den letzten zehn Jahren durchschnittlich gegangen ist.

Datenfortschreibung 4/12 - Top-10 BIP 2017

Datenfortschreibung 4/12 - Top-10 BIP 2017

Bezüglich des in PPP gerechneten BIPs unterscheidet sich die naive Parteibuch-Prognose für 2017 nur in einem Punkt recht deutlich von der IWF-Prognose, und zwar im Vergleich USA-China. Während die IWF-Prognose davon ausgeht, dass China 2017 bezüglich des BIP in PPP mit einem Anteil von 18,35% an der Weltwirtschaftsleistung sehr knapp vor den USA liegen werden, die der IWF 2017 diesbezüglich bei 17,74% sieht, sieht die naive Parteibuch-Prognose China 2017 diesbezüglich bei über 20%, die USA hingegen bei gerade einmal noch etwas mehr als 16%. Ansonsten sind Reihenfolge und Abstände der ersten zehn Staaten, die zusammen für rund 63% der in PPP gerechneten Weltwirtschaftsleistung stehen, bei der IWF-Prognose und der Parteibuch-Prognose, wenn man mal davon absieht, dass die Parteibuch-Prognose Südkorea auf Platz 10 knapp vor Mexiko auf Platz 11 sieht und der IWF das andersherum sieht, so ziemlich die gleichen.

Vom Ergebnis her grob unterschiedlich in weiten Bereichen von der IWF-Prognose ist die naive Parteibuch-Prognose hingegen beim BIP zu Marktpreisen. China hat dem naiven Parteibuch-Szenario zufolge die USA 2017 bezüglich des BIP zu Marktpreisen bereits überholt und die rohstoffreichen Staaten Brasilien und Russland liegen vor Deutschland auf Platz vier und fünf der gemessen in BIP zu Marktpreisen wirtschaftsstärksten Staaten der Welt. Neben Indien schiebt sich auch der große, rohstoffstarke und nur gering bevölkerte Flächenstaat Australien vor Italien, und, es grenzt fast an Majestätsbeleidigung, neben Kanada ist auch das Königreich von Großbritannien und Nordirland unter den zehn wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt nicht mehr vertreten. Sollte es so kommen, dann wäre das das Ende der US-Dominanz über die Welt. Zwar lägen die G7-Kolonialherrscher in Bezug auf das BIP zu Marktpreisen mit zusammen etwa 36% der Weltwirtschaftsleistung noch vor den BRICS-Staaten, die auf etwa 30% kämen, doch die Dominanz der USA wäre dahin. Eine mögliche Folge dieser Entwicklung wäre das Aufbrechen der Bündnisse, mit denen die USA die Welt beherrschen, also etwa NATO, NAFTA und ihre Besatzungen in Asien, denn die Eliten beinahe aller kleineren Staaten der Welt tendieren dazu, sich nicht mit schwachen und schächer werdenden Hegemonialmächten, sondern mit starken und stärker werdenden Staaten und ihren größten Handelspartnern zu verbünden.

Nun mag man diskutieren, ob das naive Parteibuch-Szenario realistisch ist. Zu Gunsten der Annahme, dass die USA sich in den nächsten fünf Jahren wirtschaftlich besser entwickeln werden als ihnen das durchschnittlich in den letzten zehn Jahren geglückt ist, spricht sicherlich die Tatsache, dass die USA ihren teuren Kolonialkrieg gegen den Irak inzwischen beendet haben und angeblich auch planen, den ebenfalls teuren Kolonialkrieg gegen Afghanistan bis zum Jahr 2014 zu beenden. Gegen die Annahme, die USA würden sich in den nächsten Jahren aufgrund der Abwesenheit von Krieg besser entwickeln als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre sprechen allerdings Absichtsbekundungen führender US-Kolonialisten, die Dummheit begehen zu wollen, neue Kolonialkriege gegen Syrien und gegen Iran beginnen zu wollen. Außerdem spricht gegen die Annahme einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung die in den letzten Jahren stark gestiegene Staatsverschuldung der USA, die die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre wahrscheinlich bremsen wird, und die demnächst mit dem Yuan zunehmend kommende Konkurrenz für den US-Dollar als Weltreservewährung, wodurch die USA jährlich einige Hundert Milliarden US-Dollar an Seigniorage-Profiten zu entgehen drohen. Dass die USA diese Probleme durch Krieg oder verstärkter Ausplünderung ihrer Kolonien lösen können, steht zu bezweifeln, denn auch die Edel-Kolonien der USA sind finanziell deutlich angeschlagen.

China hingegen verfügt über sehr stattliche staatliche Vermögensreserven und sämtliches Know-How um den geplanten Aufbau der Wirtschaft im Hunderte Millionen Einwohner zählenden chinesischen Hinterland voranzutreiben, darf auf hübsche Seigniorage-Profite bei einer erfolgreichen Etablierung des Yuan als Weltreservewährung hoffen und kann auf gewinnbringende vertiefte Handelsbeziehungen zu US-Kolonien setzen, die sich von ihrer Tributpflicht gegenüber den schwächelnden USA lösen wollen. Kurzum: es sieht sehr gut aus für China und es ist eher zu erwarten, dass China die naive Prognose bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung übertreffen wird als dass China dahinter zurückbleiben wird.

Dass die rohstoffreichen und bevölkerungsstarken Staaten Brasilien und Russland sich angesichts der sicherlich auch in Zukunft großen Rohstoffnachfrage – insbesondere aus China – glänzend entwickeln werden, erscheint nicht unrealistisch. Russland hat sich beispielsweise für die nächsten Jahre das Erschließen von Energiequellen insbesondere im kalten Norden vorgenommen und angesichts der weltweiten technischen Entwicklung sind da große natürliche Potenziale freisetzbar.

Die geplante rasante Entwicklung der russischen Wirtschaft steht in deutlichem Gegensatz zu Kernländern des Euro wie Deutschland, Frankreich und Italien, wo die Politik voraussichtlich noch eine ganze Weile mit spontanen Sparmaßnahmen und Notfallpaketen beschäftigt sein wird, und wirtschaftlich tragfähige Zukunftsperspektiven politisch kaum noch vorangetrieben, sondern eher potenzielle Zukunftsbranchen wie die Solarenergieerzeugung aus Geldmangel weggespart werden. Deutschland hat im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern allerdings ausgeprägte Beziehungen der Exportwirtschaft zu China, wodurch Deutschland vermutlich noch eine Weile am großen chinesischen Wachstum profitieren kann. Spannend zu sehen sein wird es, ob die Wirtschaft der britischen Insel der naiven Prognose folgend tatsächlich noch schlechter in Schwung kommt als die Wirtschaft auf dem Festland Europas und dem britischen Königreich in den nächsten Jahren auch weiterhin nichts anderes als das Abwerten des britischen Pfundes zur Rückkehr seiner Wirtschaft in die Konkurrenzfähigkeit einfallen wird.

Im Falle von Australien scheint die Skepsis des IWF, dass sich der durch chinesische Nachfrage und Investments getriebene Rohstoffboom weiterhin in einer so drastischen Erhöhung des BIP niederschlagen wird, im Gegensatz zu vergleichsweise bevökerungsstarken rohstoffreichen Staaten wie Brasilien und Russland hingegen angebracht. Australien liegt bereits sehr weit oben beim BIP pro Kopf, und eine weitere drastische Erhöhung des BIP entsprechend der Linie der naiven Prognose wäre kaum ohne eine deutliche Vergrößerung der Bevökerung durch Masseneinwanderung denkbar, was politisch aber sicherlich nicht gewünscht wird. Für Australien dürfte es im Gegensatz zu den BRICS-Staaten, die vor allem bestrebt sind, den vergleichsweise niedrigen Lebensstandard ihrer Bevökerung pro Kopf dem westlichen Niveau näherzubringen, in den nächsten Jahren eher darum gehen, den hohen absoluten Wert beim Pro-Kopf-BIP in etwa zu halten, die Lebensqualität der Bevölkerung im nichtwirtschaftlichen Bereich zu steigern und den erreichten Wohlstand für die Zukunft zu sichern.

Nun war die Idee dieses Artikels aber nicht nur wie der IWF fünf Jahre in die Zukunft zu schauen, sondern zu versuchen, bezüglich der wirtschaftlichen Gewichtsverteilung in der Welt zehn Jahre voraus zu blicken. Eine Methode, zehn Jahre in die Zukunft zu schauen, könnte sein, die vom IWF prognostizierten Daten einfach für jedes Land mit einer naiven Prognose fortzuschreiben. Nachfolgend wurde für das Parteibuch eine solche Grafik erstellt. Basis der Prognose sind die vom IWF soeben für 2017 prognostizierten Daten für jedes Land. Die vom IWF für 2017 prognostizierten BIP-Daten wurden dann für jedes Land mit den vom IWF prognostizierten BIP-Steigerungen für die 2014 bis 2017 durchschnittlich erreichten Wachstumswerte bis 2022 fortgeschrieben.

IWF 4/12 Parteibuch-Mix - Top-10 BIP 2022

IWF 4/12 Parteibuch-Mix - Top-10 BIP 2022

Was die so erhaltenen Werte für das BIP zu Marktpreisen angeht, so zeigt sich, dass die Prognose in etwa in die gleiche Richtung geht, wie die naive Parteibuch-Prognose für 2017 sie vorzeichnet, nur viel langsamer – ähnlich langsam wie die inzwischen von der Realität überholten Prognosen von Goldman Sachs aus dem Jahr 2007 und die von PWC vom Januar 2011. Deutlich wird auch hier, dass davon auszugehen ist, dass China die USA wirtschaftlich irgendwann erst ein- und dann überholt – genau wie die BRICS-Staaten die G7 irgendwann überholen werden. Auch in diesem Szenario ist damit zu rechnen, dass die Bündnisse der USA zur Absicherung ihrer kolonialen Macht irgendwann im Laufe des Prozesses aufplatzen werden, und bisher von Lakaien der USA regierte kleinere Staaten sich irgendwann, wenn auch ein paar Jahre später, verstärkt neuen starken Partnern wie den BRICS zuwenden werden. Für die BIP-Werte in PPP ergibt sich bei der auf den IWF-Werten für 2017 aufbauenden Prognose für 2022, dass die so berechnete Wirtschaftskraft Chinas im Jahr 2022 einen großen Vorsprung auf die der USA haben wird und auch die BRICS insgesamt eine deutlich größere Wirtschaftskraft als die G7 aufweisen.

Die interessante Frage ist also nicht so sehr, ob die China die USA überholen wird, oder ob die BRICS die G7 überholen werden, oder ob die Wirtschaftskraft der NATO-Staaten irgendwann in Zukunft unter die der SCO-Staaten fallen wird, denn da besteht weitgehende Einigkeit, sondern die interessante Frage ist, wann das voraussichtlich geschehen wird, also ob das etwa 2030 bis 2050 geschehen wird oder vielleicht schon viel eher, so etwa zwischen 2016 und 2020. Sollten diese weltwirtschaftlichen Gewichtsverschiebungen erst 2030 bis 2050 zum Tragen kommen, so wäre das heute eine eher philosophische Frage. Sollten diese weltwirtschaftlichen Gewichtsverschiebungen aber schon in fünf bis zehn Jahren voll zum Tragen kommen, so wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu überlegen, welche politischen Entscheiungen diesbezüglich schon jetzt schleunigst zu treffen wären, angefangen bei der Außen-, Bündnis- und Kriegspolitik, über die Wirtschafts- und Verkehrspolitik bis hin zur Kultur- und Bildungspolitik.

Einige der möglicherweise entscheidungsrelevanten Überlegungen, die dabei eine Rolle spielen könnten, seien hier genannt. Ist es sinnvoll, das internationale Recht auszuhebeln, wie es im Fall der Kriege gegen Jugoslawien, Irak und Libyen gegen mit einigen BRICS befreundete Staaten geschehen ist, und damit den BRICS-Staaten Präzedenzfälle zu geben, das mit NATO-Staaten genauso zu machen, wenn sie demnächst wirtschaftlich und militärisch die Stärkeren sind? Ist ein Bündnis gegen die OVKS- und SCO-Staaten mit den im Abstieg befindlichen USA im Rahmen von NATO und anderen US-geführten Organisationen der richtige Weg, Sicherheit und Wohlergehen in Deutschand zu gewährleisten, wenn die OVKS- und SCO-Staaten die USA schon in wenigen Jahren wirtschaftlich und in der Folge auch militärisch überflügeln werden? Bedeutet der teure Umbau der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zu einer Interventationsarmee angesichts der schon in naher Zukunft zu erwartenden Stärke Chinas nicht letztendlich, dass die Bundeswehr international nur noch eingesetzt werden kann, wenn sie die Werte der kommunistischen Partei Chinas vertritt? Ist es sinnvoll, auf Lügen aufbauende einseitige Handelssanktionen gegen Verbündete oder Freunde der BRICS-Staaten zu verhängen, so wie das derzeit im Fall von Iran geschieht, und die BRICS-Staaten dadurch einzuladen, dasselbe mit Staaten der westlichen Wertegemeinschaft zu machen, wenn die BRICS-Staaten demnächst wirtschaftlich stärker sind? Wäre es nicht sinnvoll, Verkehrsprojekten zur besseren Verbindung mit dem wichtigen und zukunftsträchtigen deutschen Handelspartner Russland größere Priorität einzuräumen? Wäre es nicht sinnvoll, dass die Politik sich vermehrt darum kümmert, dass die Bevölkerung Deutschlands und die der BRICS-Staaten sich kulturell näher kommt, sei es durch respektvolle Medienpartnerschaften auf Gegenseitigkeit, aktiv gepflegte Städtepartnerschaften oder verstärkten Jugendaustausch? Wäre es nicht sinnvoll, schon heute mehr Chinesisch-Lehrer auszubilden, damit deutsche Schüler möglichst bald die Sprache der zukünftigen Weltmacht China erlernen können?

Die Gewichtsverteilung auf der Welt erfährt seit einigen Jahren rasante Änderungen, doch die Antworten der deutschen Politik darauf sind, wenn sie sie überhaupt wahrnehmen, höchst defensiv. Es wäre sicherlich in der Praxis auch schon etwas Wert, wenn deutsche Medien und Politiker endlich aufhören würden, gegen die für Deutschland zukünftig besonders wichtigen BRICS-Partner öffentlich zu hetzen und boshafte Lügen zu verbreiten.

Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wie die weltwirtschaftliche Gewichtsverteilung im Jahr 2022 aussehen könnte, mag nachfolgende Parteibuch-Grafik nützlich sein. Hier wurde wieder, wie schon bei der naiven Parteibuch-Prognose im Jahr 2017, davon ausgegangen, dass das BIP eines jeden Staates in den nächsten zehn Jahren genauso wachsen wird, wie es zwischen 2001 und 2011 durchschnittlich gewachsen ist.

Naive Prognose für 2022 - Top-10 nach BIP

Naive Prognose für 2022 - Top-10 nach BIP

So in etwa könnte die Welt dann im Jahr 2022 etwa aussehen.

Der Gigant China hätte dann etwa die doppelte Wirtschaftsleistung der USA, sowohl gerechnt in BIP zum Marktkurs als auch gerechnet in BIP nach Kaufkraftparität (ppp). Das würde bedeuten, dass das Preisniveau in China 2022 in etwa dem der USA entspricht. Chinesische Firmen hätten dann ihren Konkurrenzvorteil nicht mehr darin, dass in China währungsbedingt besonders preiswert produziert werden kann, sondern darin, dass sie einen riesigen kaufkräftigen Heimatmarkt im Rücken haben, deshalb Skaleneffekte gut zum Tragen kommen und sie in jede Produktneuentwicklung relativ viel nur einmal pro Produktreihe anfallenden Forschungs- und Entwicklungaufwand hineinstecken können. Gleichzeitig lägen das Pro-Kopf-BIP und damit die Löhne sowie der materielle Wohlstand in China im Durchschnitt immer noch bei nur etwa 40% des US-Wertes, so dass beim schnellen Wachstum des chinesischen BIP immer noch sehr viel Luft nach oben wäre.

Sollte das chinesische BIP 2022 mehr als doppelt so groß sein wie das der USA, so bliebe das über kurz oder lang auch für die militärischen Fähigkeiten Chinas im Vergleich zu denen der USA nicht ohne gravierende Folgen. China gibt seit einigen Jahren sehr konstant rund 1,3% vom BIP für sein Militär aus. Bei den USA sind es hingegen rund 4% vom BIP. Im Ergebnis führt das derzeit, wo das BIP der USA zu Marktkursen gerechnet etwa doppelt so groß wie das Chinas ist, dazu, dass die USA etwa sechsmal soviel für Militär ausgeben wie China, und die Welt mit mehr als Tausend weltweit verteilten Basen militärisch dominieren. Wenn aber das chinesische BIP doppelt so groß wie das der USA wird und China seine bescheidene Quote von rund 1,3% vom BIP Militärausgaben ebenso hält wie die USA ihre riesigen 4% – der gravierenden US-Haushaltsprobleme zum Trotz -, dann würde das chinesische Militärbudget im Ergebnis schon etwa zwei Drittel des Militärbudgets der USA erreichen. Aufgrund des etwa um Faktor 2,5 geringeren chinesischen BIP pro Kopf und des demzufolge viel nierigeren chinesischen Entlohnungsniveaus könnte China sich von dem Geld aber letztlich genauso viele – oder gar mehr – Soldaten und moderne Waffen und Rüstungsgüter wie die USA leisten. In den Folgejahren nach 2022 würde sich das Verhältnis weiter zu Gunsten Chinas verschieben.

Es dauert zwar eine Weile bis Militärausgaben zu einer gut bewaffneten und trainierten Armee führen, aber irgenwann schlagen sich auf deutlich größerer Wirtschaftskraft beruhende höhere Verteidigungsausgaben erfahrungsgemäß in einem stärkeren Militär nieder. Selbstverständlich kann China dann auch in Bezug auf militärische Nebenausgaben wie Medien und Propaganda zur Erlangung einer weltweiten Meinungsmacht mit den USA mehr als mithalten. China hat dabei bei Bedarf – beispielsweise zur Unterstreichung des militärischen Führungswechsels in der Welt – auch ohne weiteres die Möglichkeit, das derzeit geringe chinesische Verhältnis der Militärausgaben zum BIP deutlich anzuheben. Die USA befinden sich mit ihrer Quote von 4% hingegen bereits auf einem Niveau, wo die Militärausgaben eine schwere wirtschaftliche Last sind, also schädlich für die auf Wirtschaftsmacht basierende Stärke des Landes und damit kontraproduktiv zum gesetzten geopolitischen Ziel Machtabsicherung und -aufbau.

Die gleiche Überlegung gilt im Prinzip auch für die US-geführte NATO und die regionalen asiatischen und postsowjetischen Sicherheitsorganisationen SCO und OVKS. Die in diesen Sicherheitsmechanismen organisierten Staaten hätten der Prognose zufolge im Jahr 2022 ein BIP, was beinahe dem zusammengefassten BIP aller NATO-Staaten entspräche. Sollten die gegenwärtigen SCO-Beitrittskandidaten innerhalb der nächsten zehn Jahre der SCO beitreten, so wäre das aufaddierte BIP der SCO-Staaten im Jahr 2022 mit mehr als 33% der Weltwirtschaftsleistung bereits größer als das der 28 NATO-Staaten, die auf weniger als 32% kämen, und die Kluft würde in den Folgejahren von Jahr zu Jahr größer. Sollte das Wachstumsszenario der Parteibuch-Prognose für 2022 also in etwa so wie hier dargestellt eintreten, und China das US-Kolonialsystem als ehemalig kolonialisiertes Land nicht von den USA übernehmen, so wäre das gegenwärtig vor Allem auf der US-Militärmacht basierende nunmehr über 500 Jahre währende grausame europäische Kolonialsystem etwa um das Jahr 2022 herum Geschichte.

Die 27 Staaten der EU würden sich gemeinsam etwas besser als die USA im Vergleich mit China halten und nicht so weit wie die USA hinter China zurückfallen, wenn die 27 Staaten der EU denn trotz der gegenwärtigen Fliehkräfte überhaupt zusammenbleiben und 2022 noch als wirtschaftliche Einheit existieren. Grund dafür, dass die EU sich vergleichsweise besser hält als die USA, wären neben den gerade wegen der engen deutschen Kooperation mit den BRICS vergleichsweise guten Wachstumsaussichten von Deutschland in erster Linie die östeuropäischen Neumitglieder, die wirtschaftlichen Nachholbedarf haben und deshalb noch einige Jahre vergleichsweise schnell wachsen.

Indien, was voraussichtlich recht bald schon der bevölkerungsreichste Staat der Erde sein wird, wird der Parteibuch-Prognose zufolge in Bezug auf das BIP gerechnet nach Kaufkraftparität bis 2022 zwar auf dem heutigen dritten Platz bleiben, hat sich da aber schon deutlich nach vorn geschoben und setzt dann allmählich zum wirtschaftlichen Überholen der USA an. Dass Indien in der Grafik beim nominellen BIP zu Marktkursen im Jahr 2022 nur auf Platz acht liegt, liegt daran, dass Indien in den letzten Jahren im Gegensatz zu China eine Politik einer weichen Währung und eines stark subventionierten Preisniveaus gefahren hat. Sollte die indische Politik das in den nächsten Jahren allmählich ändern, so könnte Indien auch im BIP zu Marktkursen recht schnell auf die dritte Position der wirtschaftsstärksten Staaten der Welt vorrücken.

Bezüglich des BIP gerechnet in Kaufkraftparität sieht die Parteibuch-Prognose für 2022 auf den Plätzen vier bis sieben der wirtschaftsstärksten Staaten der Welt in dieser Reihenfolge Japan, Russland, Deutschland und Brasilien. Die gleiche Vierergruppe von Staaten sieht die Parteibuch-Prognose für 2022 bezüglich des BIP gerechnet zu Marktkursen auf den Plätzen drei bis sechs in der Reihenfolge Russland, Brasilien, Japan und Deutschland. Die großen, rohstoff- und bevölkerungsreichen Staaten Russland und Brasilien könnten also nicht nur das rohstoffarme, von der Fläche und der Bevölkerung her vergleichsweise kleine Deutschland bis 2022 überholt haben, sondern auch in etwa Japan einholen, das zwar eine größere Bevölkerung als Deutschland hat, aber insbesondere bezüglich der Fläche und des Rohstoffreichtums weit hinter Russland und Brasilien zurückbleibt. Sollte das hochverschuldete Land Japan, das wegen der dort lange praktizierten Finanzblasenwirtschaft ein sogenanntes “verlorenes Jahrzehnt” hinter sich hat, auch im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends nicht zu einem klaren Wachstumspfad zurückfinden, könnte Deutschland Japan bis 2022 bezüglich des BIP zu Marktkursen sogar überholen.

Unter ferner liefen hinter den vier großen BRIC-Staaten, den USA, Japan und Deutschland kommen der Parteibuch-Prognose für 2022 zufolge die beiden ständigen europäischen UN-Sicherheitsratsmitglieder Britannien – von Großbritannien kann kaum noch die Rede sein – und Frankreich. Neu am Horizont der zehn wirtschaftsstärksten Staaten könnte etwa um 2022 herum noch der von der Bevölkerung her viertgrößte Staat der Welt, Indonesien, auftauchen und sich möglicherweise bereits zwischen Britannien und Frankreich schieben. Der eng mit China kooperierende ASEAN-Staat Indonesien ist sodann dazu prädestiniert, in den Folgejahren eine von starkem Wachstum getriebene Reise weiter nach oben in der Top-Liste der wirtschaftsstärksten Staaten der Welt anzutreten.

Besonders deutlich zeigt sich die in der Parteibuch-Prognose für 2022 vorhergesagte Änderung der weltwirtschaftlichen Gewichte beim Vergleich der Wirtschaftskraft der G7-Staaten mit der der BRICS-Staaten. Bezogen auf das BIP nach Kaufkraftparität hatten die G7-Staaten im Jahr 2000 etwa 49% Anteil an der Weltwirtschaftsleistung, im Jahr 2011 waren es noch 38% und im Jahr 2022 werden es vorausichtlich nur noch 27% sein. Die fünf BRICS-Staaten legten hingegen bezogen auf das BIP nach Kaufkraftparität von etwa 18% im Jahr 2000 auf 27% im Jahr 2011 zu und werden im Jahr 2022 voraussichtlich auf 40% Anteil an der Weltwirtschaftsleistung kommen. Die fünf BRICS bringen dann 2022 gemeinsam etwa das eineinhalbfache wirtschaftliche Gewicht auf die Waage wie die sieben G7-Staaten.

Bezogen auf das BIP zu Marktkursen ist die gravierende Änderung der weltwirtschaftlichen Gewichte beim Vergleich G7 zu BRICS sogar noch deutlicher zu sehen. Diesbezüglich kamen die fünf BRICS im Jahr 2000 auf weniger als 9%, gegenwärtig liegen sie bei knapp 20% und 2022 werden die BRICS voraussichtlich bei etwa 38% Anteil an der Weltwirtschaftsleistung liegen. Der in BIP zu Marktkursen berechnete Anteil an der Weltwirtschaftsleistung der G7-Staaten stand hinggen im Jahr 2000 bei über 65%, sank bis zum Jahr 2011 auf 48% und wird bis zum Jahr 2022 weiter auf etwa 27% sinken.

An der Grundaussage, dass die BRICS-Staaten die G7-Staaten bereits bis 2022 von der Gesamtwirtschaftsleistung her klar überholen werden, ändert sich auch nichts, wenn man die weiteren Bündnisse der G7 und der BRICS mit in die Betrachtung einbezieht. Die BRICS und ihre Freunde in Handelsbündnissen oder losen Gruppierungen wie SCO, OVKS, eurasischer Wirtschaftsunion, der Achse des Widerstands, ASEAN, ALBA und Mercosur werden im Jahr 2022 voraussichtlich mehr als die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung erbringen und in den Folgejahren wird der Anteil an der Weltwirtschaftsleistung von den BRICS und ihren Freunden voraussichtlich Jahr für Jahr zunehmen, bis er in etwa ihrem überragend großen Anteil an der Weltbevölkerung und an wichtigen Weltressourcen wie etwa Energieträgern, Agrarfläche, Wasser und Metallen entspricht.

Die von Kolonialisten und Raubtierkapitalisten unter Führung der USA propagierte und von selbsternannten Dritte-Welt-Schützern verteufelte Globalisierung der Weltwirtschaft durch freien Handel hat in der Praxis tatsächlich dazu geführt, dass die Macht großer und wichtiger Entwicklungsländer im letzten Jahrzehnt enorm gestiegen ist. Und die Globalisierung wird, äußerst hart erarbeitet in den Sweatshops der westlichen Kolonialisten von Abermillionen chinesischen Billiglöhnern und klug geführt von der KP Chinas, im folgenden Jahrzehnt dazu führen, dass die Macht früherer Entwicklungsländer die Macht der früheren Kolonialherren übertreffen wird. Dabei ist es allerdings abgesehen von global einmaligen Sonderprofiten wie der Seigniorage der Weltreservewährungen nicht so, dass der Reichtum in den Staaten der Kolonialherren abnimmt. Die Wirtschaftskraft in den Staaten der Kolonialherren nimmt dabei insgesamt zu und sie bleibt pro Kopf gerechnet voraussichtlich auch größer als in den Kolonien. Der Effekt, dass die Kolonien die Kolonialstaaten überholen, entsteht dadurch, dass sie während des Aufholprozesses durch die breite Anwendung bereits existenter und in den reichen Ländern breit eingeführter Technologien schneller wachsen als die reichen Länder, bei denen Wachstum eher etwas mit Fortschritt durch neue technische Erfindungen zu tun hat als mit der breiteren Anwendung bestehender Technologien.

Der Effekt des schnelleren Wachstums aufgrund der Anwendung bestehender Technologie verschwindet ungefähr da, wo die ärmeren Länder pro Kopf der Wirtschaftsleistung der reichen Länder pro Kopf nahe kommen. Da Entwicklungsländer wie China und Indien jedoch um ein vielfaches mehr Einwohner haben als die Industrieländer – China hat etwa viermal so viele Einwohner wie die USA – sind sie den Industrieländern beim Indikator BIP pro Land, der für geopolitische Wirtschaftsmacht wichtig ist, bereits weit voraus, wenn sie beim BIP pro Kopf erst den halben Wert der Industrieländer erreichen.

Wenn also beispielsweise China beim Indikator “BIP pro Land” doppelt so hoch wie die USA liegt, dann liegt China beim “BIP pro Einwohner” gerade einmal beim halben Wert der USA und kann sich noch mitten in einer von schnellen Wachstum gekennzeichneten wirtschaftlichen Aufholphase befinden. Wenn China beim BIP pro Land dreimal so hoch wie die USA liegt, dann liegt China in BIP pro Einwohner immer noch bei bloß Dreiviertel des US-amerikanischen Wertes. Erst wenn China beim BIP pro Land beim vierfachen des US-Wertes liegt, ist das BIP pro Einwohner in China genauso hoch wie das der USA und – bezüglich technischen und wirtschaftlichen Nachholbedarfes – wirtschaftliches Gleichgewicht hergestellt.

Der Wohlstand der reichen Länder nimmt durch einen Aufholprozess in ärmeren Ländern also nicht ab, sondern eher zu, weil sich Unternehmen in reichen Ländern dabei Gelegenheiten bieten, am Aufholprozess profitabel mitzuwirken und sie sich dabei dauerhaft neue Märkte erschließen können. Dass die soziale Schere in Deutschland und anderen Industrieländern auseindergeht und viele Menschen weniger haben als früher einmal, geschieht also nicht wegen der chinesischen Wohlstandsmehrung, sondern trotz der chinesischen Wohlstandsmehrung, und zwar einfach dadurch, dass die deutschen kolonialistischen Herrscher ihren deutschen Untertanen weniger vom von ihnen erwirtschafteten Reichtum abgeben und mehr für sich selbst behalten.

Der einzige Weg für die Kolonialisten, die weltwirtschaftliche Entwicklung hin zu einer Machtverschiebung in Richtung BRICS und Freunden zu verhindern, ist es, die Bündnisse der BRICS zu sprengen. Die über Jahrhunderte einstudierte Methode der Kolonialisten, Verselbständigungen und Machtverschiebungen in Richtung ihrer Kolonien durch Rückeroberungskriege zu verhindern, ist ihnen heute jedoch weitgehend versperrt. Wie die Beispiele Afghanistan und Irak und ihre versuchte Eroberung durch von den USA und Britannien angeführte mächtige koloniale Kriegsallianzen zeigen, führen auch vergleichsweise kleine Eroberungskriege der Kolonialherren dazu, dass selbst mächtige Kolonialherrscher-Staaten finanziell ausbluten und durch ihre verbrecherischen Gemetzel in fernen Ländern letztlich ihren eigenen wirtschaftlichen Abstieg nur beschleunigen.

Was den Kolonialherren und ihren Lakaien realistischerweise bleibt, ist zu versuchen, Zwist zwischen den BRICS und ihren Freunden zu sähen und mit verlogener Propaganda im Goebbels-Stil und Bomben Unruhen und Bürgerkriege in den Zielländern anzuheizen. In der arabischen Welt lässt sich diese von US-Regime-Chef Barack Obama mit seiner “Presidential Study Directive 11″ im August 2010 befohlene massenmörderische Propaganda- und Bomben-Strategie der US-Kolonialherren und ihrer Lakaien derzeit im Detail studieren.

Doch auch diese Strategie ist nicht wirklich geeignet, die BRICS-Bündnisse im Kern zu spalten und neue Vasallen für die US-Herrscher zu erzeugen – im Gegenteil. Während die US-Herrscher und ihre Vasallen für Tumulte und zigtausende Tote in Tunesien Ägypten, Jemen und Libyen sorgten und im Fall Syrien noch sorgen, haben eher BRICS-nahe Kandidaten in wirtschaftlich viel bedeutenderen Staaten wie der Ukraine, Kirgisistan, Thailand und Peru sowie in Taiwan ganz blutlos demokratische Wahlen gewonnen und steuern ihre Staaten nun vorsichtig Richtung BRICS. Die Bevölkerung in vielen von den europäischen Kolonialisten über die Jahrhunderte immer wieder vergewaltigten und ausgeraubten Staaten hat die verkommene Mischung aus schmierigen Lügen, schamlosem Diebstahl und brutaler Gewalt der Kolonialisten und ihrer Statthalter inzwischen pappedickesatt und wählt sonstwen, Hauptsache nicht die moralisch-ethisch total verkommenen Büttel der USA. Als nächstes finden wichtige Wahlen in Mexiko statt, einem ölreichen und flächenstarken Nachbarstaat der USA mit großer Bevölkerung, der von den USA seit Jahrzehnten nach allen Regeln der Kunst ausgeplündert wird und den USA formell durch das Wirtschaftsabkommen NAFTA unterworfen wurde. Mexiko hat mehr Öl und Wirtschaftsleistung als all die Staaten zusammen, in denen die USA und ihre Lakaien gerade blutiger arabischer Frühling spielen. Die letzte Wahl hatte der US-Lakai nur äußerst knapp und mit Hilfe von ziemlich offensichtlichem Wahlbetrug gegen den der “Linken” im südlichen Lateinamerika sehr freundlich gesonnenen Kandidaten Andrés Manuel López Obrador gewonnen. Andrés Manuel López Obrador tritt 2012 wieder an und gilt als Favorit.

Und nicht nur so verlieren die USA ihre Vasallen. Selbst Staaten, die vor kurzem noch und teilweise auch gegenwärtig noch ideologisch fest der Allianz der US-Kolonialherren zugerechnet werden, könnten den USA aufgrund der Anziehungskraft der schnellwachsenden Wirtschaft der BRICS-Staaten über kurz oder lang von der Stange gehen. Das betrifft nicht nur problematische Vasallen wie Pakistan, sondern auch fest der westlichen Terrorgemeinschaft zugerechnete Staaten wie etwa das zionistische Australien, dessen neuer Reichtum – einschließlich seines Haushaltsbudgets – entscheidend darauf basiert, ein flächenstarker Rohstofflieferant und Investitionsziel von China zu sein. Handel schafft Bindungen, und irgendwann setzt sich so etwas meist in Politik um.

Enge Wirtschaftsbeziehungen zu China haben auch das US-Protektorat Taiwan und die von den US-Kolonialherrschern besetzten Staaten Südkorea und – still und leise – sogar Japan entwickelt. Und China ist auch schon mit großen Schritten dabei, Deutschlands wichtigster Exportmarkt zu werden, wobei auch Russland von Jahr zu Jahr für Deutschland wichtiger wird, und das sowohl als Großlieferant von Energie wie auch als schnell wachsender Absatzmarkt. Dabei ist es gerade der gute Zugang zu den schnell wachsenden und riesigen Absatzmärkten in China, der für Wachstum sorgt. Mit den beinahe stagnierenden Absatzmärkten in den G7-Staaten ist heute kaum noch ein Blumentopf zu gewinnen. Auch der schnellwachsende islamische NATO-Staat Türkei, der angesichts seines Verhältnis von Fläche, Bevölkerung und BIP pro Kopf sicherlich einigen wirtschaftlichen Nachholbedarf hat, zeigt sich seit einigen Jahren erstaunlich offen in alle Richtungen.

Es wäre also keine allzu große Überraschung, wenn der ein oder andere fest der kolonialen US-geführten Terrorallianz verbunden geglaubte Staat in nächster Zeit aus der Allianz ausschert und sich in Richtung von Bündnissen mit den BRICS neu orientiert. Und, wie es der Zufall so will, hat Alexandra A. Arkhangelskaya von der russichen Akademie der Wissenschaften gerade ganz zufällig IPS gegenüber Indonesien, die Türkei, Australien, Mexiko und den ölreichen und bevölkerungsstarken afrikanischen Staat Nigeria als geeignete BRICS-Erweiterungskandidaten erwähnt.

Sollte es so kommen, dann werden die weltwirtschaftlichen Gewichte in zehn Jahren noch viel deutlicher zugunsten der BRICS verteilt sein als das hier vom Parteibuch prognostiziert wurde. Wer heute ob der ungehemmten Goebbels-artigen Lügenpropaganda aus den Hetzkanälen des imperialen Systems, ob der kolonialen Raubkriege und der damit einhergehenden brualen Morde, ob der ständigen Kriegsdrohungen der Zionisten, ob des mörderischen Terrors der US-Drohnen, ob der ebenso totalen wie zynischen Ausbeutung menschlicher Arbeits- und Lebenskraft weltweit, ob der totalitären Ideologie der Wertlosigkeit nicht-ausbeutbaren Lebens von Alten und Kranken oder ob anderen mit der totalitären feudalherrschaftlichen Gewaltideologie zusammenhängender Probleme verzweifelt ist, dem sei gesagt: es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass es damit nach mehr als 500 Jahren des Kolonialismus in zehn Jahren vorbei sein dürfte. Das Ende der Schreckensherrschaft der USA, der kolonialen Europäer und ihrer zionistischen Inquisitoren über die Welt könnte im Fall dessen, dass den USA ihre wirtschaftlichen und militärischen Bündnisse angesichts der sich klar abzeichnenden historischen Niederlage vorzeitig auseinanderfliegen, sogar noch viel schneller da sein als in 10 Jahren.

Zu hoffen bleibt, dass die Herrscher von China, nachdem sie in etwa fünf bis zehn Jahren Führer der dann stärksten Macht in einer dann multipolaren Welt geworden sein werden, mit der Welt und der Menschheit humaner, gerechter und weiser umgehen werden als es die europäischen Herrscher in den letzten 500 Jahren des Kolonialismus getan haben.

Das Parteibuch wünscht den Herrschern und den Arbeitern von China viel Glück dabei!

40 Kommentare

  1. Hallo,
    es kann auch sein, daß die USA, EU-Länder wie Spanien gegen Deutschland hetzt, die EU zerschlägt und wieder DE besetzt. Die Tatsache, daß Goldman-Sachs immer noch seine Lizenz hat, obwohl aktiv bei der Verletzung von Staatsverträgen, sagt einiges.

  2. “… es kann auch sein, daß die USA … die EU zerschlägt …”

    Ja, das kann sehr gut sein. Und es kann vor allem sein, dass die USA den Euro zerchlagen will, weil die USA – vermutlich zurecht – befürchtet, dass ein Europa mit einem Euro-Block als Kern sich als ganzes von den USA abwendet und der neuen Weltmacht China zuwendet. Das könnte auch erklären, warum die USA keinen müden frisch gedruckten Dollar für die IWF-Aufsteckung zur Verteidigung des Euro bereitgesetellt haben.

    http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,828855,00.html

    Wirtschaftlich gehen steht die EU heute schon den BRICS näher als den USA:

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_the_largest_trading_partners_of_the_European_Union

    Die Eurozone hat in der EU besonders enge Beziehungen zu den BRICS, und das nicht zuletzt wegen Deutschland, dessen größter Handelspartner China ist,

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Handelspartner/Tabellen/RangfolgeHandelspartner.pdf?__blob=publicationFile

    Der Euro ist ein Ärgernis für die USA, er ist eine Konkurrenz für den Dollar und kleine europäische Staaten wären für die USA auch leichter zu beherrschen als eine große Eurozone. Wenn es ihnen dann noch gelingt, aus der Zerschlagung des Euro ordentlich Profit zu ziehen, dann könnte die FED für die Spekulation gegen den Euro ein paar extra Billiönchen bereitstellen. Die dazu gehörende Propaganda-Kampagne wäre bei so einer großen Geschichte aus der Portokasse zu bezahlen.

  3. der € ist die zweitwichtigste Währung weltweit und steht für ca. 25% des Welthandels. Er ist die am schnellsten und häufigsten umgeschlagene Welthandelswährung. Natürlich ist er damit ein Dorn im Auge des $-Imperiums und wir mit Macht von der FED im Auftrag des Imperiums bekämpft, ebenso aufstrebende Substitute wie AG, AU.
    D ist immer noch kein souveränder Staat, es gibt angeblich (k)eine Kanzlerakte, Beweise dafür oder dagegen gibt es bis dato nicht, ist sie deshalb unvorstellbar? D ist Garnisonsstandort von mehreren 1000 Tommys und 70.000 GIs inkl. atomarer Gefechtsköpfe etc.
    Vielleicht muß D tatsächlich seine Souveränität für Europa aufgeben um dem Imperium die Gefolgschaft verweigern zu können; vielleicht ist das der Preis dafür? Der Tod des Tyrannen ist nahezu alle Opfer wert.

  4. Reblogged this on monopoli.

  5. in Bezug auf den Staat USA haben sie recht, aber haben sie berücksichtigt,daß der Staat USA für die herrschende Finanzelite nur ein Werkzeug ist – das seinen Dienst getan hat.
    Die zukünftigen Werkzeuge sind nicht Staaten, sondern internationale Finanzkonzerne – der Untergang des Staates USA stört deren Kreise nicht. Im Gegenteil, umso stärker wird die Konzernmacht gegenüber den Staaten. So, wie die letzten Adelshäuser von den Banken abhängig waren, so sind die Staaten heute abhängig von den Finanzkonzernen (systemrelevant).

    Deshalb bin ich nicht überzeugt davon, daß der Untergang des US-Imperiums die Weltsituation verbessert – da sie durch anonyme Finanzkonzerne abgelöst wird.
    mfg zdago

  6. Ich stimme Ihnen in den meisten Dingen zu. Doch leider sind die Chinesen auch nicht besser wie die USA.
    In China werden die Menschenrechte ( genauso wie in den USA) nicht beachtet. Religionsfreiheit gibt es in China nicht. die USA sowie der ganze Westen entwickeln sich zu einem totalen Überwachungsmonstrum. Der Osten ist dies leider schon. Wir ( der Westen) werden von einer Elite die im Hintergrund bleiben will regiert. Die Chinesen lassen sich von einer Elite die schon im Vordergrund steht regieren.
    Die Zukunft sieht so oder so düster aus. Zu glauben das die Chinesen sich besser verhalten werden wie die Amerikaner halte ich für zu gutgläubig. Der Ultimativ kapitalistische und kontrolierende Staat China (siehe Internet, Meinunsfreiheit etc.) wird das beibehalten und fortsetzten was die Amerikaner im Moment einleiten (NDAA SOPA bzw. ACTA, Tresspass bill usw.).

  7. Der Euro ist kein Ärgernis für die USA. Er wurde von Bilderberg&Co erdacht, und das sind lupenreine Transatlantiker. Die EU in ihrer heutigen Form entmachtet die Nationalstaaten, die sich der Zentralmacht in Brüssel beugen. Diese wiederum ist die erste Adresse für Lobbyisten und internationale Hochfinanz.
    Für diese ist es praktisch, es nur mit einer Regierung zu tun zu haben und nicht mit x Einzelstaaten. Zumal die EU kaum einer demokratischen Kontrolle unterliegt. Die EU wird von denselben Kräften dominiert, die die USA beherrschen.

  8. Ziel der BWL ist das Angebotsmonopol für das Preisdiktat. Ziel einer Volkswirtschaft ist die Versorgung der Bevölkerung mit allem was diese braucht (und will). Brauchen wir alles was wir wollen? Die Ziele schließen sich gegenseitig aus. Noch gibt es Volkswirtschaften mit eigenen Territorien und Hoheit, noch lassen sich auf diesen Territorien die Spielregeln bestimmen. Noch kann die Bevölkerung auf dem von ihr besetzten Territorium es darauf ankommen lassen, nach welchen Regeln “gespielt” wird. Sie muß nur das Mitspiel verweigern zu den vorgegebenen Bedingungen und bereit sein die Konsequenzen zu tragen, wenn Apple, IBM, MCD, CoCa, P&C, Pfitzer nicht mehr liefern. Und um den Spielregeln Gewicht zu verleihen lassen sich mal gleich ein paar Bigplayer auf legale Weise über Aktienkauf oder Pleite verstaatliche. Bahn, Post, Telekom, Coba u.v.a.m. wären ohne Probleme zu reverstaatlichen, ebenso die Stromkonzerne. China macht es vor, Staatskapitalismus, sicher nicht der Weisheit letzte Schluß und genauso überwachungsbedürftig wie der “normale” Kapitalismus. Natürlich sind für diesen Fall auch Allianzen zu schmieden, vielleicht mit den BRICS, Venezuela, Angola, Nigeria, China macht es vor, China hat auch nicht alle Rohstoffe, die es verarbeitet. Dafür hat D PISA, die Bologna-Reform der Hochschulen, Springer und Bertelsmann……es ginge, holprig vielleicht, aber es ginge, man müßte es nur wollen.

  9. @walterwallfrau
    “Vielleicht muß D tatsächlich seine Souveränität für Europa aufgeben um dem Imperium die Gefolgschaft verweigern zu können; vielleicht ist das der Preis dafür?”
    Ja, genau das legen die Wirtschafts- und Handelsdaten nahe. Europa als Block hat die stärksten Handelsströme mit China und den BRICS und wird sich über kurz oder lang von den USA lösen. In einem Europa der Nationen können sich die USA hingegen recht leicht einnisten und teile-und-herrsche spielen.

    @zdago
    “aber haben sie berücksichtigt,daß der Staat USA für die herrschende Finanzelite nur ein Werkzeug ist”

    Eben drum. Genau darum geht’s. Das Werkzeug US-Staat verliert die Kraft, um die Interessen der herrschenden G7-Finanzelite weltweit durchzusetzen. Und weil das so ist, kann beispielsweise Argentinien YPF wiederverstaatlichen, obwohl das der herrschenden Finanzelite gar nicht gefällt. Das Werkzeug US-Staat ist nicht mehr stark genug, um Argentinien als Stafe für die Verstaatlichung mit Sanktionen, Putsch oder Militärinvasion in die Knie zu zwingen. In China ist das anders als in der G7-Welt: dort passt die KP genau auf, dass die Politik, sprich die KP, das Primat über die Finanzelite behält. Wenn das so bleibt, könnte sogar in nicht allzuferner Zukunft die Finanzelite in den G7-Ländern über kurz oder lang von der Macht verdrängt werden. Re-Verstaatlichung von Schlüsselbranchen wie Energie und Massenmedien, um diese wichtigen Großkonzerne in den Dienst der Bevölkerung zu stellen, könnte man da zum Beispiel andenken. Ebenso könnte man andenken, Staatsschulden bei der Finanzelite einfach zu streichen und Großbanken zu zerschlagen. Wenn die KP Chinas die stärkste Macht der Welt ist, tun sich da ganz genaue Perspektiven auf.

    @Max
    Warum die Propaganda der Finanzelite nachpappern? Was Menschenrechte angeht, sieht China bisher zumindest viel besser aus als das US-Empire. China schürt keine Kriege, führt keine Eroberungskriege und hat weder ein Guantanamo noch Abu Ghraib. Das wäre doch schon mal ei n großer Fortschritt für die Welt, wenn es solche kolonialen Erscheinungen nicht mehr gäbe. Natürlich gibt es aber in China auch Verbesserungsbearf, was die Menschenrechte angeht. Wie soll es auch anders sein, in einem Entwicklungsland, das bevölkerungsreicher als Afrika ist? Dass die KP China gut aufpasst, dass der G7-Finanzelite in China keine “bunte Revolution” gelingt und China nicht durch das Anzetteln von Seperationskriegen schwächen kann, ist aber dringend notwendig. Die Verhinderung dessen ist aber genau das, was die Pseudo-Menschenrechtsorganisationen der G7 als Menschenrechtsverstöße in China anprangern.

    Was aber richtig ist, ist dass der wirkliche Charakter von Herrschern sich meist erst zeigt, wenn sie an der Macht sind, und deshalb durchaus Misstrauen angebracht ist, dass die chinesischen Herrscher sich zum Schlechten verändern könnten, wenn sie erst einmal an der Weltspitze der Macht sind. Bei Hu und Wen hätte ich da keine Bedenken, die haben wirklich Großartiges geleistet, aber wie es mit der nächsten oder übernächsten Führungsgeneration in China aussehen wird, ist noch nicht so gut abzusehen.

    @redlope
    “Der Euro ist kein Ärgernis für die USA. Er wurde von Bilderberg&Co erdacht, und das sind lupenreine Transatlantiker.”

    Stimmt. Das war einer der Günde. Die Transatlantiker dachten, sie könnten mit dem Euro Europa als duch den Euro zusammengeschnürtes Paket besser unter Kontrolle halten und das Ausbrechen von widerspenstigen Nationalstaaten aus der transatlantischen Allianz besser verhindern. Genau deshalb wurde ja auch die EU selbst gegründet: um (West-)Europa als Ganzes unter der Fuchtel der USA halten zu können. Die Idee droht aber gerade nach hinten loszugehen. So wie es aussieeht, könnte Europa, zusammengehalten vom Euro, wegen der deutsch-chinesichen Beziehungen als komplettes Paket aus der transatlantischen Allianz wegbrechen und sich China zuwenden. DIe Handelsströme der EU mit China sind bereits heute größer als die mit den USA, sie wachsen, getrieben von Deutschland, rasend schnell, und den USA fehlt es an Wirtschaftskraft, um dagegenzuhalten.

    http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/statistics/

    Die Lakaien der transatlantischen Herren jammern deswegen ratlos:

    http://www.fr-online.de/wirtschaft/gastbeitrag-zum-deutsch-chinesischen-verhaeltnis–letztlich-sind-wir-nur-80-millionen-,1472780,14975602.html

    China hingegen treibt die deutsch-chinesischen Beziehungen mit riesiegen Schritten weiter voran, eben nicht zuletzt um so Einfluss in Europa zu bekommen:

    http://news.xinhuanet.com/english/china/2012-04/23/c_131544630.htm

    Die US-Eliten und ihre europäischen Lakaien hätten nun lieber einen Teil von Europa beherrschen als gar nichts, und deshalb bekämpfen sie nun den Euro und die europäische Einigung, die sie jahrzehntelang selbst vorangetrieben haben.

    @musterhand
    “Noch gibt es Volkswirtschaften mit eigenen Territorien und Hoheit”
    Nicht “noch” gibt es sie, sondern hoffentlich bald. Bisher war das immer so, dass wenn sich die Bevölkerung eines Landes irgendwo in der Welt dazu entschieden hatte, das Mitspiel zu verweigern, die herrschende G7-Elite sie dafür mit heftigen Sanktionen, Putschversuchen oder Angriffskriegen bestraft hat. Siehe gerade Iran und Syrien, Libyen letztes Jahr, davor die Elfenbeinküste, davor Honduras, Thailand, der Libanon, Irak, Venezuela und so weiter und so fort.

    Genau um dieses Recht, dass jede Bevölkerung in ihrem Land machen kann, was sie will, ohne dafür von den G7-Tyrannen mit Sanktionen, “bunten Revolutionen”, Putschen und Angriffskriegen überzogen zu werden, geht es beim Streben nach einer multipolaren Welt, die dank des chinesischen Aufstieges nun endlich näherzurücken scheint.

  10. Genau die gleichen Gedanken haben dazu geführt, dass eine EU entstanden ist, in der es den Menschen in wenigen Jahren wesentlich schlechter gehen wird, als diese Pseudo-Prognosen es wiedergeben können.

    Wahlweise wird es in 10 Jahren die EU nicht mehr geben, oder die so genannten Europäer werden in der KUK Monarchie gehalten. Wobei m.E. die Wahscheinlichkeit bei 80/20 liegt.

    Und eins sollte jeder wissen. Die USA werden sich notfalls militärisch zu helfen wissen. Es wird böse nden!

  11. @Piwi
    “Genau die gleichen Gedanken haben dazu geführt, dass eine EU entstanden ist, in der es den Menschen in wenigen Jahren wesentlich schlechter gehen wird, als diese Pseudo-Prognosen es wiedergeben können.”

    Die relativ günstige Prognose zum EU-BIP sagt nur, wie viel Reichtum da sein wird. Sie sagt nichts darüber, wie der Reichtum verteilt werden wird. Da liegt der Hase im Pfeffer. Die EU-Eliten geben der gemeinen EU-Bevölkerung immer weniger vom Reichtum in der EU ab, und die EU-Bevölkerung ist bisher nicht in der Lage, ein gerechteres Verteilen des vielen in der EU vorhandenen Reichtums durchzusetzen. Sollte sich die EU – wie hier prognostiziert, von den US-Raubtierkapitalisten abwenden und China zuwenden, dann könnte es für diesen Kampf der EU-Bevölkerung Rückenwind von der KP China geben, ähnlich wie die sozialistische Revolution in Venezuela – die nun offenbar auch nach Argentinien ausgreift – Rückenwind aus China hat.

    Interessanterweise bringt die Analyse der BIP-Zahlen diesbezüglich noch eine Propaganda-Behauptung der EU-US-Ausbeuter ins Wanken. Die EU-US-Ausbeuter behaupten immer, das deutsche BIP stünde in der EU vergleichsweise gut da, weil in Deutschland die Löhne weniger gewachsen seien, als in anderen EU-Ländern. Tatsächlich legen die Zahlen eher den Verdacht nahe, dass das deutsche BIP vergleichsweise gut dasteht, weil Deutschland vergleichsweise eng mit dem schnell wachsenden China kooperiert und das mit der niedrigen deutschen Lohnentwicklung in den letzten Jahrzehnten nichts zu tun hat. Nicht in niedrigeren Löhnen, sondern in mehr Kooperation mit dem großen und schnellwachsenden China liegt der Schlüssel zu mehr Wachstum und mehr Reichtum, um dessen Verteilung dann gekämpft werden kann.

    Ist auch eigentlich logisch: wer will ernsthaft glauben, dass die Chinesen so viele deutsche Autos und Maschinen kaufen, weil diese besonders bilig sind?

  12. [...] sie ihren Lakaien zu große Versprechungen gemacht hat. Und trotzdem wollen die Ziofaschisten der Realität der Gesamtsituation nicht ins Auge sehen und von ihren verbrecherischen Kriegen [...]

  13. [...] mit den USA verliert damit schrittweise ihre wirtschaftlichen Grundlagen. China, dessen Bündnisse in spätestens 10 Jahren wirtschaftskräftiger als die Bündnisse der USA sein werden, arbeitet unterdessen mit Hochdruck [...]

  14. [...] eine eingehende Analyse der Wirtschaftsdaten unmissverständlich zeigt, ist das deutsche China-Geschäft der wesentliche Grund dafür, dass die [...]

  15. [...] Im Parteibuch wurde vor einem Jahr anhand der BIP-Entwicklung die These aufgestellt, dass China bereits etwa im Jahr 2016 – und nicht erst in Jahrzehnten – die USA wirtschaftlich überholen wird und die US-Dominanz über die Welt damit Geschichte sein wird. Vor ein paar Wochen wurde diese These im Parteibuch bekräftigt und auch erklärt, dass die Dominanz der NATO über die Welt aufgrund der dann gegebenen relativen wirtschaftlichen Schwäche der dahinterstehenden Staaten im Vergleich zu den BRICS in etwa 10 Jahren erledigt sein wird. [...]

  16. [...] Doch in den Wahlen an diesem Wochenende steckt auch eine positive Botschaft für China als schon sehr bald das mit Abstand finanzkräftigste Land der Welt. EU-europäische Wähler sind leichter zu dressieren als gewöhnliche Zirkusaffen, jedenfalls für [...]

  17. [...] als permanent irgendwelche neuen Bankenhilfen zu diskutieren, während China das Stromnetz für die Zukunft als führende Macht der Welt baut. Share:DiggTwitterRedditFacebookDruckenStumbleUponE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der [...]

  18. [...] die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt ist. Die arroganten US-Herrscher wollen sich an den relativen Schwund ihrer geopolitischen Macht nicht gewöhnen, und die Bevölkerung muss die arroganten Aggressionen der Herrscher der [...]

  19. [...] aggressiven US-Vasallen bekommen gegenwärtig bereits einen Vorgeschmack davon, wie das aussieht, wenn die Welt nicht mehr vom US-geführten globalen Terrornetzwerk “Westliche Wertegemeinschaf…. Share:DiggTwitterRedditFacebookDruckenStumbleUponE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem [...]

  20. [...] profitablen Geschäftsbeziehungen von VW und anderen deutschen Industrieunternehmen mit der neuen Weltmacht China hätten sich motivationsfördernd auf die offizielle Bekanntgabe der Wahrheit ausgewirkt, muss sich [...]

  21. [...] einen angemessenen Preis bezahlen. Ein jahrzehntelanger Verzicht auf die Nutzung seltener Erden, bis China wirklich groß und stark ist, wäre in Anbetracht der selbstherrlich begangenen Verbrechen der Eliten der Staaten der globalen [...]

  22. [...] nicht nur das, wird zukünftig anstelle in US-Dollar vermehrt in Yuan, dem Zahlungsmittel der neuen Supermacht China, gehandelt [...]

  23. [...] den Untergang des US-Empires beschleunigen werden, da durch die teuren Kriege die US-Wirtschaft weiter Boden an China verliert. Share:DiggTwitterRedditFacebookDruckenStumbleUponE-MailGefällt mir:Gefällt mirOne blogger likes [...]

  24. [...] hat die zweitgrößte und die am schnellsten wachsende Wirtschaft der Welt. Europa steckt in einer Rezession und die USA erwarten im nächste Jahr eine [...]

  25. [...] des Konfliktes besteht darin, dass China die USA, wenn nichts außergewöhnliches passiert, schon in weniger als zehn Jahren als größte Wirtschaftsmacht der Erde ablösen werden. Die USA versuchen diese Entwicklung [...]

  26. So tiefgründig und zwingend Analyse und Aufarbeitung in diesem Artikel sind, so wenig konsequent sind einige Schlußfolgerungen.
    So ist zuerst einmal festzustellen, daß die USA zwar einen Großteil der “normalen” Arbeitsplätze nach China und Restasien exportiert haben, daß aber nach wie vor die militärische Hochtechnologie komplett “daheim” gehalten wird und neueste Technik nur scheibchenweise und sehr teuer an besonders willfährige “Knappen” (Saudis) abgegeben wird.

    Es sollte also nicht unterschätzt werden, daß der Knecht USA mit seinen Drohnen und anderen Technologien (ELF, Haarp etc.) weiterhin weltweit durchaus sehr wirksam Interessen der internationalen Hochfinanz durchsetzen können wird.
    Denn auch wenn andere Staaten wirtschaftlich vielleicht stärker werden mögen, sind sie alle bei weitem noch nicht in der Lage, militärtechnisch dagegen zu halten.

    Sogar China, das in den vergangenen Jahren (meinst per “Buy and Copy”) enorme Anstrengungen und merkliche Fortschritte auf diesem Gebiet unternommen hat, ist noch sehr weit von einem ansprechenden Niveau der Militärtechnik entfernt – von den mangelnden Stückzahlen ganz zu schweigen – die könnten dann relativ schnell “aufgeholt” werden, wenn das wirtschaftliche “Schwergewicht” da ist.
    Indien wird gerade von Russland und den USA umworben – allerdings auch nur mit “zweitklassiger” Technologie – auch hier ist der Rückstand noch sehr groß.

    Einziger ernst zu nehmender “Gegner” des Prügel-Sklaven auf diesem Gebiet ist nach wie vor Russland, das aber auch seine neuesten Technologien wohlweislich für sich behält – und gegenwärtig ungeheure Anstregungen unternimmt, um seine Armee zu modernisieren und seinen Militär-Indistrie-Komplex wieder in Schwung zu bringen.

    Was Deutschland, oder besser gesagt die Bundesrepublik, betrifft, so ist die Armee in Technik und Ausrüstung bewußt so klein und unfähig gehalten worden, daß von ihr keine “reale Gefahr” ausgehen kann – höchstwahrscheinlich ist sie nicht einmal zu Verteidigungszwecken des BRD-Territoriums hinreichend gerüstet und ohnehin fest in die NATO integriert, d.h. allein gar nicht mehr handlungsfähig – sicher kein Zufall.

    Die Wehrtechnik-Konzerne sind international verbandelt und allein nicht handungsfähig bzw. (soweit noch in deutscher Hand) werden sie am Tropf der unzureichenden Aufträge der BW gehalten – trotz bester Produkte auf einigen Gebieten (Leo2, U-Boot-Technologien, Radartechnik für Drohnen etc.).

    Kurz – solange in USrael die militärischen Hochtechnologien noch gepflegt werden können, wird sich nichts wesentlich ändern.
    Es sei denn, es gelingt den “Newcomern”, mit genügend Geld einen neuen “brain drain” zu ihren eigenen Gunsten zu generieren…

    Meine Einschätzung:
    die jetzigen Machthaber sind noch auf viele Jahre hinaus in der Lage, mithilfe der hörigen Medien und der ihnen direkt “unterstellten” Geheimdienste (16 in den USA, 3 in UK und der Mossad) mit Hilfe von “Teile und Herrsche” und “False Flag”-Operationen alle anderen Anwärter gegeneinander auszuspielen (China gegen Indien, Russland gegen Japan etc.) – “restliche Unbeugsame” werden mittels Erselbstmordung unliebsamer Politiker, offener oder sog. “verdeckter” Militäraktionen kleingehalten – daran wird sich in den nächsten 10 Jahren garantiert NICHTS ändern!

    Solange Europa unter “deutscher” Führung segelt (die BRD also besetztes Gebiet bleibt und die USA und UK wenn nötig hier direkt einmarschieren können), stehen die Chancen auf Neuanfang sehr schlecht – die hier geäußerte Illusion, ein Europa als “Gegengewicht” oder “politisches Schwergewicht” aufbauen zu wollen, ist gegenwärtig purer Wunschtraum und hätte nur mit einem souveränen deutschen Staat und mit einer wahrhaft demokratischen Grundordnung (statt der gegenwärtigen Büro-Partokratur) eine geringe Chance – davon sind wir aber leider sehr weit entfernt.

  27. [...] einmal mehr, dass es bis zum begrüßenswerten Ende des verbrecherischen US-zionistischen Empires nur noch wenige Jahre [...]

  28. [...] Geld oder Wirtschaftleistung abzupressen. Erst für 2020, wenn China wirtschaftlich voraussichtlich so stark sein wird, dass China bei den weltweiten Handelsregeln und damit bei gegebenenfalls als [...]

  29. [...] sie die gegenwärtige “internationale Weltordnung” nennen, durch den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas verteidigen [...]

  30. [...] sich Schweden China einschmeicheln, für den Fall, dass demnächst das US-Empire zusammenbricht und China die größte Macht der Erde werden wird. Wer weiß das schon. Es macht auch keinen [...]

  31. [...] militärichen Führungsmacht der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, zwar richtig erkannt, dass China einen enormen Machtzuwachs gegenüber der westlichen Welt zu verzeichnen hat und die westliche Weltordnung damit in wenigen Jahren zusammenbrechen könnte. Anstatt jedoch zu [...]

  32. [...] wie es in China stattfindet, kann der US-geführte Raum nur träumen. Bereits in etwa zehn Jahren könnte der von einer kommunistischen Partei beherrschte BRICS-Staat China über eine größere [...]

  33. [...] Bruttoinlandsproduktes hinter sich lassen. Etwa um das Jahr 2022 herum könnte Chinas Wirtschaft größer sein als die Wirtschaft aller NATO-Staaten zusammen. Etwa um jene Zeit herum wird China die USA aufgrund der größeren Finanzresourcen dann auch [...]

  34. [...] das überaus wünschenswerte Szenario zu verhindern, dass die Nord-Atlantische Terror-Organisation NATO bald aufgrund der guten deutschen [...]

  35. [...] wird China binnen 10 Jahren ein neues Gesicht bekommen haben und die westliche Unwertegmeinschaft als führende Macht der Welt ablösen. Die Umsetzung dieses Planes und seine globalen Auswirkungen werden in den nächsten 10 Jahren [...]

  36. [...] Wertegmeinschaft”, sich als Hüter irgendeiner Moral aufzuspielen, inzwischen aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Stärke der BRICS nur noch peinlich sind, und diesbezügliche Versuche der imperialistischen Unwertegemeinschaft samt [...]

  37. [...] zu forcieren? Welche Maßnahmen werden sie beschließen, um zu verhindern, dass die KP Chinas in 10 Jahren mächtiger ist, als die trilatrale Kommission es ist? Wird da ein Wirtschaftskrieg gegen China beschlossen? [...]

  38. [...] Wo es Erfolg und Anziehungskraft gibt, gibt es natürlich auch Neider. Im Fall der BRICS, die Afrika eine Alternative zu den G7-Staaten bieten, braucht man nicht lange zu suchen, wo die sind. Und so wundert es nicht, dass die gleichgeschalteten Medien der G7-Staaten gegenwärtig eine mit Lügen, Halbwahrheiten und unvollständigen Zitaten gespickte Kampagne gegen das Engagement der BRICS in Afrika fahren. Dabei zeigt die absurde Kampagne gegen die BRICS vor Allem, dass die sogenannte “westliche Wertegemeinschaft” den anfangs belächelten Versuch der BRICS, die westliche Vorherrschaft zu beenden, inzwischen sehr ernst nimmt und die Partnerschaft der BRICS als sehr erfolgversprechend betrachtet. Und das ist sie auch. Die seit rund fünf Jahrhunderten andauernde Epoche der Dominanz der westlichen Welt geht in großen Schritten ihrem Ende entgegen. [...]

  39. […] Dumm gelaufen für das Empire. So wie Qusair wohl das Ende des US-zionistischen Expansionsdranges markiert, markieren die EU-Sanktionen gegen chinesische Solarmodule wohl das Ende des Zeitalters des europäischen Kolonialismus. […]

  40. […] Test betrachtet werden, ob der Schurkenstaat USA und seine Lakaien angesichts des wirtschaftlichen Aufstiegs von China nun von ihrer kostspieligen Politik der Verbreitung von Krieg, Terror und Unfreiheit gegen Iran und […]


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