Aufruf zur Solidarität mit Norbert Nieszery

12. April 2012

Norbert Nieszery, Vorsitzender der regierenden SPD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern, ist einer der wenigen Spitzenpolitiker in Deutschland, die Günter Grass und sein raffiniertes Antikriegsgedicht “Was gesagt werden muss” – genau wie Alfred Grosser und zwar lange bevor Alfred Grosser etwas gesagt hat – in aller Deutlichkeit unterstützt und die Kritik daran zurückgewiesen haben.

Norbert Nieszery hat zum aus gutem Grund tabubrechendem Grass-Gedicht “Was gesagt werden musslaut Google-Cache seiner Webseite vom 4. April 2012 20:05:19 GMT folgendes Statement abgegeben:

Reflexartiger Antisemitismus-Vorwurf an Günter Grass ist intellektuell erbärmlich und politisch unredlich

Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat sich heute mit einem Gedicht zu Wort gemeldet, das einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Unter der Überschrift „Was gesagt werden muss“ fordert er den Verzicht auf die Lieferung eines weiteren U-Boots nach Israel und „dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird“. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Norbert Nieszery wies heute die daraufhin gegen Grass erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe zurück:

“Der reflexartig erhobene Vorwurf des Antisemitismus gegen jeden, der Israel kritisiert, ist intellektuell erbärmlich und politisch unredlich. Dieser Reflex ist so stark im deutschen Schuldkult verankert, dass auch Grass’ deutliches Bekenntnis zu Israel von derlei Kritikern schlicht ignoriert wird. Ich frage mich: wer, wenn nicht ein großer Dichter unserer Zeit, soll denn sonst mahnend gegen den Zeitgeist aufbegehren? Der Appell von Günter Grass steht in einer klaren humanistischen Tradition, dennoch wird er von der politischen Klasse scharf kritisiert. Aber es ist doch nicht unredlich, den Verzicht auf Gewalt zu fordern angesichts der verheerenden Gefahr, die von der Atombombe ausgeht! Die Forderung nach atomarer Abrüstung, ganz gleich gegenüber welcher Nation, ist für die gesamte Menschheit von existenzieller Bedeutung. Günter Grass befürchtet insbesondere, dass wir Deutschen uns – aus einer falsch verstandenen Wiedergutmachung an Israel heraus – mitschuldig an einem Atomkrieg im Nahen Osten machen. Darauf aufmerksam zu machen, auch – vielleicht sogar besonders – als Deutscher ist ein Akt tief empfundener Menschlichkeit, für den ich Günter Grass meinen ganzen Respekt zolle. Ich verstehe nicht, warum es heute immer noch nicht möglich ist, Kritik an Israel zu üben, ohne dafür mit der Antisemitismuskeule verdroschen zu werden und ein entsetztes Aufheulen der vermeintlichen Gutmenschen zu provozieren.“

In der gegenwärtig auf seiner Webseite stehenden Fassung des Statements wurde das Wort “Schuldkult” durch das Wort “Schulstolz” ersetzt.

Schuldkult oder Schuldstolz? Es geht dabei um das mit dem Luxemburger Abkommen

Der zionistische Kriegstreiber Elie Wiesel, der 1986 auf Vorschlag des deutschen Bundestags den Friedensnobelpreis erhielt, erklärte zum Holocaust laut Wikipedia:

Auschwitz kann weder erklärt werden noch kann man es sich vorstellen [...] Der Holocaust steht außerhalb der Geschichte.

Bundespräsident Joachim Gauck hat zwar in seiner Karriere nicht viel vernünftiges von sich gegeben, aber was er 2006 zur “Entweltlichung des Holocausts” gesagt hat, stimmt im Kern:

Unübersehbar gibt es eine Tendenz der Entweltlichung des Holocausts. Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist.

Mit dem Abschaffen des Schuldkultes oder Schuldstolzes und dem Ersetzen des Kultes durch eine gründliche Aufarbeitung der Verbrechen der Nazi-Zeit gerät das mit dem Luxemburger Abkommen unter Führung der USA von alten deutschen Nazis und Zionisten geschlossene Schweigebündnis ins Wanken. Deutschland unterstützt seit dem Luxemburger Abkommen die gegenwärtigen Verbrechen des zionistischen Regimes und deutsche Alt-Nazis und ihre Erben müssen sich im Gegenzug keine Sorgen um die Anprangerung ihrer Verbrechen und Schadensersatzforderungen für ihre Raubzüge in der Nazi-Zeit. Auf Grundlage des Luxemburger Abkommens gediehen die Kollektivschuldhypothese und die Mystifizierung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Wo jeder Schuld ist, ist keiner so richtig persönlich Schuld und über Verbrechen, die man sowieso nicht verstehen kann, muss man im Detail nicht reden, solange von Deutschland Geld und blinde politische Unterstützung in Richtung Israel fließen.

Wird mit den Nazi-Verbrechen nicht wie mit einem Kult des Unbegreiflichen umgegangen, sondern werden sie aufgearbeitet und begriffen, können diese Verbrechen in den Kontext anderer europäischer Verbrechen, wie zum Beispiel den Verbrechen des Kolonialismus, geschichtlich eingeordnet werden um daraus für die Gegenwart und die Zukunft zu lernen.

Natürlich hat die Unterstützung von Günter Grass durch den SPD-Spitzenpolitiker Norbert Nieszery empörte Reaktionen bei Lakaien der zionistischen Kriegsmafia hervorgerufen. In der vom allseits präsenten Journalisten Patrick Gensing und anderen Freunden Israels gemachten Postille publikative.org wird Norbert Nieszery scharf kritisiert: “Antisemitismuskeule, Gutmenschen, Schuldstolz – Ihre SPD in Mecklenburg-Vorpommern. Beim Thema Israel lassen sich die Sozen von der NPD auf jeden Fall nicht den Schneid abkaufen.” Wie die Erfahrung mit der Israel-Lobby zeigt, wird es dabei kaum bleiben. Die Lobby dudelt keinen Widerspruch von Links. Die Ostsee-Zeitung berichtet am gestrigen Mittwoch, den 11.04.2012, unter der Schlagzeile “SPD-Politiker aus MV verteidigt Grass im Neonazi-Jargon” vor allem die Wortwahl löse “jetzt” einen “Sturm der Entrüstung” aus.

Wie kann er es wagen! Hat Norbert Nieszery aus der deutschen Geschichte nichts gelernt? Wie kann man – als Deutscher zumal – nur denjenigen, die die Opfer des deutschen Nationalsozialismus repräsentieren, des Recht absprechen, einen Angriffskrieg zu führen – zumal dieser vermutlich – oder möglicherweise – ohne den Einsatz von Atomwaffen begonnen würde? Ist das nicht fast so, als würde man denjenigen, die die Opfer des Nationalsozialismus repräsentieren, des Recht absprechen, Land ohne Volk für ein Volk ohne Land, also gleichsam Lebensraum im nahen Osten – von Wien aus gesehen liegt Jaffa im Osten und von Jaffa aus gesehen liegt die Westbank im Osten – zu erobern? Ist das nicht fast so, als würde man denjenigen, die die Opfer des Nationalsozialismus repräsentieren, die auf der Idee ethnischer und religiöser Separation – was selbstverstänlich etwas ganz anderes ist als die als Nürnberger Gesetze, Jim Crow oder Apartheid bekannte Idee rassischer Separation – beruhende Ideologie des Zionismus madig machen?

Doch, Norbert Nieszery hat, wie seine Rede von Norbert Nieszery zum Untergang der Wilhelm Gustloff, aus der deutschen Geschichte gelernt, und ist deswegen in der Lage, sich erfolgreich mit Nazis in der Sache auseinanderzusetzen. Man kann deutschen Neonazis aber kaum glaubwürdig erklären, dass Angriffskriege, Lebensraumpolitik und auf Rassismus und ethnische und religiöse Separation aufgebaute Ideologien verbrecherischer Mist sind, wenn man so etwas im Fall von Israel unterstützt, und sich dort gegen die Friedensbewegung auf die Seite von Rassisten wie Bibi Netanjahu, Avigdor Lieberman und Elie Yishai stellt, die im nahen Osten mit aller Gewalt ganz real an der wahnsinnigen Idee eines religiös überlieferten Großisrael arbeiten.

Mein Parteibuch ruft dazu auf, sich mit Norbert Nieszery genau wie mit Günter Grass zu solidarisieren. Es gibt nicht viele Politiker in Deutschland, die den Mut haben, sich nicht nur Nazis, sondern auch der zionistischen Kriegslobby mit deutlichen Worten in den Weg zu stellen.

11 Responses to “Aufruf zur Solidarität mit Norbert Nieszery”

  1. madurskli Says:

    “Auschwitz kann weder erklärt werden noch kann man es sich vorstellen [...] Der Holocaust steht außerhalb der Geschichte.”
    Das war mir bisher gar nicht so klar. Der Holocaust hat somit die
    besten Chancen zum Mythos erhoben zu werden.

    Die historische “Einzigartigkeit” dieses “Ereignisses” kann man leicht an unzähligen Beispielen messen. Da wäre auch die Macht Brüssels und einer seiner Grundpfeiler auf der sie steht.
    Sklavenwirtschaft und Völkermord.
    Unter der Bezeichnung Kongogräuel wurde die systematische Ausplünderung des Kongo-Freistaats durch belgische Exportfirmen, vor allem die Société générale de Belgique, etwa zwischen 1888 und 1908 mittels Sklaverei und Zwangsarbeit zur Kautschukgewinnung bekannt. Es wird geschätzt, dass zehn Millionen Kongolesen dabei den Tod fanden, etwa die Hälfte der damaligen Bevölkerung.

  2. Christa Says:

    Solidaritätsbekundungen an Norbert Nieszery :
    norbert.nieszery@t-online.de

    Solidaritätsbekundungen an Günter Grass:
    hohsoling@steidl.de

    Ich finde es ganz wichtig, dass wir solche mutigen Menschen unterstützen !
    Also schreibt ihnen was Nettes !

  3. dejavu Says:

    Liebe Leser ,
    schaut mal bei der ftd vorbei und macht Euer Kreuz bei der Umfrage hat Günter Grass recht ?
    http://www.ftd.de/politik/international/:kritik-an-israel-grass-hat-grundsaetzlich-recht/70021663.html

  4. Merkur Says:

    Sehr finde ich Assad sehr sympathisch, jedoch bin über Assads Truppenrückzug sehr sauer. Ich verstehe nicht, wie er so blöd sein kann Truppen aus den Städten zurückzuziehen.
    Obwohl die Islamisten jenen Truppenrückzug nutzen werden bzw. würden, um leichter Waffen und Söldner ins Land zu schmuggeln bzw anzuwerben. Massaker an Zivilisten und syrischen Sicherheitskräften zu begehen, Christen und Allawiten zu enteignen und zu vertreiben und anschließend Assad dafür verantwortlich zu machen.

    Dabei zeigen bzw zeigten der Bahrain(Tötung friedlicher Demonstranten in Bahrain mit Hilfe der Saudis). Die MS Medien bezeichnen Lukaschenko(Weißrussland) als Diktatoren, obwohl er immer demokratisch mit klarem Vorsprung gewann, die Könige in Marokko und Jordanien, die nicht gewählt wurden und jederzeit die Regierung entlassen können werden jedoch nicht als Diktatoren bezeichnet.) Der Angriff Libyens und Kim Jung Ils erfolgreicher Atomtest 2009.

    Zeigen eindeutig, dass nicht gute Beziehungen, Demokratie und Menschenrechte vor Angriffen der Nato schützen, sondern Sicherheit, politische Stabilität, ein starkes Militär, hier am besten eine starke Luftwaffe, und Seeabwehr( hier am besten gute U-Boote), Atomwaffen, Massenvernichtungswaffen und ein guter Grenzschutz und eine Spionageabwehr. Im Gegensatz zu Gaddafi und Assad war Kim Jung Il clever genug es zu verstehen. Sehr traurig, dass er so früh starb.
    Mit 1,2 Millionen Soldaten(aktive) Reservisten 7,9 Millionen gehörte er zu den einzigen 4 Ländern weltweit mit mehr als 1 Million Soldaten. Russland, China und die USA. Hatte Atomwaffen. Und die zweit größte Luftwaffe und Seestreitkräfte Asiens und sehr gute U-Boote.
    Außerdem gaben sogar die Amerikaner zu, dass sich zum Zeitpunkt des Todes von Kim Jung kein einziger Spion in Nordkorea, weil Kim Jung Il eine der besten Spionageabwehren der Welt hatte.
    Auch gab es wahrscheinlich keinen einzigen Drogendealer und er wehrte sogar die Cyberattacken ab.

    z .B verschärfte die EU genau am selben Tag die Sanktionen, an dem mit Hilfe einer Volksabstimmung Syrien offiziell zu einem Mehrparteiensystem. Auch werden Assads geplante Wahlen eh als gefälscht bezeichnet werden, darauf hat er gar keinen Einfluss, die MS Medien bestimmen es einfach.

    Bitte lesen und verbreiten. Vielen Dank

  5. Joker Says:

    Die ganzen Reaktionen auf Grass´ Gedicht sind doch ein anerzogener, automatischer Reflex hier in Deutschland. Mann WILL doch überhaupt nicht, dass wir Deutschen uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen! Gott bewahre! Was könnte dabei herauskommen? Man stelle sich vor, jemand, der wie ich 1978 geboren wurde, fühlt sich NICHT als Täter? Auf den Scheiterhaufen mit ihm, er ist Antisemit, Nazi oder noch schlimmeres!
    Ironie off.
    Im dritten Reich sind furchtbare Dinge geschehen; Menschen – nicht nur Juden, auch Sinti, Roma, Demokraten, Kommunisten oder körperlich behinderte – wurden grausam ermordet. Das das niemals hätte geschehen dürfen, steht wohl außer Frage. Es ist aber nun mal geschehen. Und weder ich noch sonst jemand kann es ungeschehen machen.
    Wir müssen mit unserer Verganheit leben. Wir müssen daraus lernen. Wir müssen verhindern, dass es wieder geschieht. Wir müssen uns erinnern, dass sehe ich genauso.
    Aber ich wil mich nicht dafür schämen müssen, ein Deutscher zu sein.
    Es kann doch nicht sein, dass alle Deutschen, unser Leben und unsere Taten lediglich an einer Zeitspanne von 1933-1945 gemessen werden. Deutschland hat auch außer dieser Zeit noch eine Geschichte, so unglaublich das jetzt klingen mag. Wer half den Briten bei Waterloo Napoleon zu schlagen? Weiß doch heute keiner mehr; ja die Historiker erklären heute sogar, dass dieser Sieg den Nazis den Weg an die Macht öffnete – und alles was danach geschah ebenso. So steht es im Geschichtsbuch meines Sohnes.
    Wer schreibt einen solchen Mist und warum?
    Warum will man uns nur an die Schrecklichkeiten der Nazi-Diktatur erinnern und uns unsere restliche Geschichte nehmen?
    Weil wir etwas daraus lernen könnten.
    Nämlich, dass wir Deutschen nicht nur Mörder und Täter sind.

  6. einparteibuch Says:

    @Joker
    “Wir müssen daraus lernen.”
    Genau das ist es. Wir müsen uns mit der schrecklichen Geschichte beschäftigen, um daraus zu lernen. Wer sich mit der schrecklichen Geschichte beschäftigt, kann Methoden, Tendenzen und Zusammenhänge erkennen. Günter Grass hat sich wie kaum ein anderer mit der schrecklichen deutschen Geschichte beschäftigt – mit dem Anspuch, den Wahn des Nationalsozialismus zu bekämpfen und zu besiegen.

    Und nun schreibt Günter Grass in seinem Gedicht in Bezug auf Nahost von “einer vom Wahn okkupierten Region.” Das ist eine sehr ernste Diagnose und Warnung.

  7. einparteibuch Says:

    @Merkur
    Das hate ich für großen Unfug, sieht aus wie ein Versuch von einschlägig bekannten Propaganda-Organen (Das japanische Bild-Äquivalent “Shukan Bunshun” und Spingers Nobel-Bild) Zwietracht zwischen der Volksrepublik Korea und der Volksrepublik China zu sähen.

    Mich wundert, dass diese völlig beleglosen Behauptungen einschlägig bekannter Lügenbätter, die sohol Nordkorea als auch China nicht ausstehen können, von irgendjemand ernst genommen werden.

  8. Merkur Says:

    China stimmte einer völkerrechtswidrigen UN-Resolution 2006 und 2009 gegen Nordkorea zu, dabei erlaubt die UN Charta den Besitz von Atomwaffen, Raketentests und ballisitscher Raketen, trotzdem stimmten sie den UN-Sanktionen zu.

    Und China stimmte den völkerrechtswidrigen UN-Resolutionen 1970 und 1973, welche den Natoüberfall legitimierten und Libyen dafür kritisierten, dass es sich gegen bewaffnete Banden zur Wehr setzt, dabei erlaubt die UN-Charta ausdrücklich die Tötung bewaffneter Banden und Rebellen, jedoch einen souveränen Staats anzugreifen nicht.

    Des Weiteren nicht alles was die MS Medien sagen ist falsch, ansonsten würde man genau so argumentieren wie die Menschen die 100′% den MS Medien glauben.

    Ein guter Freund hätte Veto gegen jene Resolutionen eingelegt und hätte Kim Jung Il und Gaddafi verteidigt. Und China wird doch dem Westen seit die neue Regierung regiert immer ähnlicher. Vor knapp 8 Jahren gab es einen Generationswechsel.

    Des Weiteren klingt das Testament sehr vernünftig, Kim Jung Il sagt, dass sie abschreckende Massenvernichtungswaffen brauchen und sich um gute Beziehungen bemühen sollen, jedoch nicht zur Lasten der Verteidigung wie Gaddafi.

    Und er sagt, dass die Beziehungen mit China noch gut sind sie jedoch aufpassen müssen, dass China so wird wie der Westen. Was besonders für die Zionistenlobby in Hong Kong und Shanghai gilt.

    Des Weiteren wurden auch chinesische Touristen strengstens von ihm überwacht, er vertraute China auch nicht wirklich, verständlich wenn sie noch nicht ein Mal gegen jene völkerrechtswidrige Resolutioen Veto einlegten(2006 und 2009 und Libyen 1970 und 1973).

    Und vor kurzem kritisierte China Nordkorea und Syrien. Obwohl deren Verhalten im Gegensatz zur Nato.

    Mir wäre auch lieber die chinesische Regierung wäre wie jene vor 12 Jahren, ist sie nun mal leider nicht mehr.

  9. Merkur Says:

    Entschuldigung hatte ich ganz vergessen zu erwähnen, der chinesische Vizeaußenminister ist Bilderberger, er forderte Kim Jung Il auf, auf seine Verteidung zu verzichten(Atomwaffen, Raketentests usw), es gibt auch ein Kissingercenter in China.

    http://www.wilsoncenter.org/opportunity/internships-the-kissinger-institute-china-and-the-united-states

    China hielt mehr zu den USA und Südkorea als zu Nordkorea. Der einzige Grund, warum China teilweise zu Kim Jung Il hielt war bzw ist, dass sie keine amerikanischen Truppen an ihrer Grenze wollen und keine nordkoreanischen Flüchtlingsströme wollen.

  10. einparteibuch Says:

    @Merkur
    “Des Weiteren nicht alles was die MS Medien sagen ist falsch, ansonsten würde man genau so argumentieren wie die Menschen die 100′% den MS Medien glauben.”

    Nö, das ist etwas ganz anderes. Die MSM haben in Bezug auf Nordkorea einfach nur keinerei Glaubwürdigkeit. Es kann sein, dass sie da wie gewohnt lügen, es kann auch sein, dass sie ausnahmseise mal die Wahrheit sagen. Wenn notorische Lügenblätter wie Springerpresse und Co in Bezug auf Nordkorea mit glaubwürdigen Belegen kommen, die ihre Behauptungen untermauern, bin ich gern bereit darüber zu diskutieren, aber ohne lass ich mir von denen kein Thema aufzwingen.

    Das einzige, was aus dem Welt-Artikel glaubwürdig hervorgeht, ist die Information, dass die Springerpresse Nordkorea nicht leiden kann, aber das ist eben wahrlich keine Neuigkeit.

    Was die Beziehungen zwischen China und Nordkorea angeht, so diskutiere ich gern darüber, nur bitte nicht auf Basis von Springerpresse-Behauptungen.

    Mein Eindruck ist, dass Nordkorea wirtschaftlich-technologisch sehr abhängig von China ist, und anderereits viele mächtige Chinesen die nordkoreanische Führung darum beneiden, das sagen und tun zu können, was sie selber gern sagen und tun würden, aber zur Erreichung eines höheren Zieles, nämlich des Niederringens der US-amerikanischen Weltherrschaft, nicht sagen und tun dürfen. Mein Eindruck ist, die chinesische Führung hat ob der grenzenlosen Arroganz des Westens einen ganz dicken Hals auf den Westen und sehr viel Sympathie für Nordkorea. Das, woran die Fühungsebene Chinas arbeitet und wo alle anderen Ziele untergeordnet werden, ist nichts weniger als das Ende der globalen US-Dominanz.

    Ein neuer Parteibuch-Artikel dazu kommt, wenn der IWF am 17. April seine neuen Prognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft vorgestellt haben wird.

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