“Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen gegen den Weltfrieden”

Am Gedicht “Was gesagt werden muss” von Günter Grass wurde unter anderem die Verwendung des Wortes “Weltfrieden” kritisiert. Günter Grass hatte gedichtet:

Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?

Störungsmelder” Patrick Gensing beispielsweise kritisiert bei der deutschen Tagesschau das Gedicht unter anderem mit folgenden Worten:

Grass erfüllt mit seinem Gesagten zwar nicht unbedingt die Kriterien an ein Gedicht, aber dafür die des sekundären Antisemitismus, die unter anderem lauten: Dämonisierung Israels (Gefahr für den Weltfrieden) sowie Delegitimierung Israels (Forderung nach internationaler Kontrolle, das Recht auf Selbstverteidigung wird bestritten, eine „vom Wahn okkupierte Region“).

Patrick Gensing ist nicht der Einzige, der an dem Gedicht von Günter Grass kritisiert, dass Israel darin als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet wird. Der Chef des zionistischen Regimes, Benjamin Netanjahu, erklärte Reuters zufolge:

Günter Grass hat 60 Jahre lang das Faktum verschwiegen, dass er Mitglied der Waffen-SS war. Deshalb ist es nicht überraschend, dass er den einzigen jüdischen Staat zur größten Gefahr für den Weltfrieden erklärt und dagegen ist, ihm die Mittel zur Verteidigung zur Verfügung zu stellen. (Übersetzung aus dem Englischen)

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki behauptet der FAZ zufolge:

“Das ist eine Gemeinheit, so etwas zu publizieren” … “Außerdem ist es noch großer Unsinn. Israel ist schließlich selber im hohen Maße am Weltfrieden interessiert.”

Günter Grass sei kein Antisemit, aber er spiele gezielt auf antisemitische Neigungen in Teilen der Bevölkerung an, berichtete die FAZ im Weiteren über die Äußerungen Reich-Ranickis.

Zahlreiche weitere Kritiker des Gedichtes von Günter Grass haben ähnlich argumentiert. Diese Argumentation von Zionisten lässt sich sehr einfach erklären. Die mutige frühere israelische Ministerin und Trägerin des beachtenswerten Emil-Grünzweig-Menschenrechtspreises Shulamit Aloni hat dieses Argumentationsmuster in einem Interview wie folgt erklärt: “Es ist ein Trick, wir machen das immer so. Wenn jemand aus Europa Israel kritisiert, dann bringen wir den Holocaust hoch. Wenn in diesem Land (die USA sind gemeint, das Interview wurde in den USA geführt) jemand Israel kritisiert, dann sind sie antisemitisch. Und die Organisation ist stark, sie hat viel Geld. Und die Beziehungen zwischen Israel und dem jüdischen Establishment sind sehr stark. Und sie sind stark in diesem Land, wie Sie wissen. Und sie haben Macht. Das ist OK, sie sind talentierte Leute und sie haben Macht, Geld, Medien und andere Dinge. Und ihre Einstellung gegenüber Israel ist: Mein Land, ob es recht hat oder falsch liegt. Sie identifizieren sich damit. Und sie sind nicht bereit, Kritik zu hören. Und es ist sehr einfach, Leute, die gewisse Handlungen der israelischen Regierung kritisieren, als Antisemiten anzuprangern und den Holocaust hochzubringen und das Leiden des “jüdischen Volkes”.”

Es ist erstaunlich, dass es immer noch Menschen gibt, bei denen dieser Trick etwas Anderes auslöst als Spott, Abscheu und Verachtung denjenigen gegenüber, die diesen Trick zur Verleumdung von den Menschenrechten und dem Frieden verpflichteten Menschen einsetzen und damit zur Verharmlosung von tatsächlichem Antisemitismus beitragen und die Opfer des Holocaust für ihre unredlichen Zwecke missbrauchen.

Günter Grass kannte den zionistischen Trick, auf Kritik an der menschenverachtenden Politik der israelischen Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu antworten, offensichtlich bereits vor der Veröffentlichung seines Gedichtes. In seinem Gedicht schrieb er nach der Erwähnung des nuklearen Potentials jenes anderen Landes, wobei Israel gemeint ist:

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er mißachtet wird;
das Verdikt ‘Antisemitismus’ ist geläufig.

Ein namenloser Journalist bei Bertelsmann (Kanal n-tv) machte Günter Grass hingegen keinen dem Schulamit-Aloni-Modell folgenden Antisemitismus-Vorwurf, sondern berichtete zum Gedicht unter der bezeichnenden Überschrift “Israel-Gedicht im Faktencheck: So falsch liegt Günter Grass,” dass Günter Grass, neben einigen Ingen, womit er Recht habe, in drei Punkten Unrecht habe:

Israel könnte das iranische Volk auslöschen?

Nein. In Israel und anderswo war nie die Rede von atomaren Angriffen auf den Iran. Bei den Planspielen, die in Medien veröffentlicht worden waren, geht es um gezielte Luftangriffe sowie das Bombardement von Anlagen, die zum Atomprogramm gehören.

Wer über Israels Atompotenzial oder seine Angriffspläne gegen den Iran spricht, wird des Antisemitismus beschuldigt?

Nein. In Israel und außerhalb werden diese Themen seit Jahren lebhaft diskutiert. Der Vorwurf des Antisemitismus ist dabei nicht sichtbar erhoben worden.

Israel gefährdet den Weltfrieden?

Nein. Israel betrachtet den Iran als derzeit größte Gefahr für seine Existenz. Ein Grund ist die Drohung, Israel von der Landkarte verschwinden zu lassen. Ein weiterer Grund ist die Unterstützung des Irans für militante und radikal-islamische Palästinenserorganisationen sowie die pro-iranische Hisbollah im Libanon. Der Westen ist sich einig, dass eine iranische Atombombe nicht nur Israel bedroht. Wegen eines drohenden Wettrüstens sowie der Gefahr einer Weiterverbreitung stünde die Sicherheit der Region und möglicherweise der Welt auf dem Spiel.

Auf den ersten Punkt, nämlich dass Israel keine den Gebrauch von Atomwaffen irgendwie einschränkende Nuklearwaffendoktrin hat und dem Iran höchstoffiziell “mit allen Mitteln” und damit sehr wohl auch mit einem nuklearen Angriffskrieg droht, wurde im Parteibuch bereits ausführlich eingegangen. Ergänzend dazu ist zu sagen, dass Avi Primor, früherer Botschafter Israels in Deutschland, in einem Interview mit der DuMont-Presse zwischenzeitlich erklärt hat, Israel würde “niemals” Atomwaffen gegen den Iran einsetzen. Die Frankfurter Runschau meldet:

Frage: Würde Israel – wie Grass mit seinen Erstschlags-Ausführungen suggeriert – Atomwaffen gegen den Iran einsetzen?

Avi Primor: Niemals! In den Diskussionen ist auch keine Rede davon, den Iran zu vernichten. Es geht immer nur um die Atomanlagen.

Wenn diese Aussage der Welt, zum Beispiel in Vertretung durch die UN-Hauptversammlung und den UN-Sicherheitsrat, nun auch hochoffiziell – und auch schriftlich – von den höchsten Repräsentanten Israels, nämlich Staatspräsident Shimon Peres und Regierungschef Benjamin Netanjahu, im Namen Israels zu Protokoll gegeben würde, dann wäre die israelische Drohung mit einem nuklearen Angriffskrieg in der Tat vom Tisch. Ein solche Zusicherung Israels gibt es jedoch bisher nicht, und so droht Israel dem Iran bislang tatsächlich hochoffiziell “mit allen Mitteln”, also auch einem mit nuklearen Waffen geführten Angriffskrieg.

Es gibt bei der Antwort von Avi Primor außerdem noch das Problem, dass es der Beteuerung von Avi Primor, Israel werde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen, an Glaubwürdigkeit fehlt. Avi Primor geht von einem schnellen Krieg aus, dessen Ziel die Zerstörung des iranischen Atomprogrammes ist, doch es wurde dabei nicht thematisiert, was passieren würde, wenn der Iran sich – gegebenenfalls mit Hilfe von Verbündeten – entschieden, hartnäckig und ausdauernd verteidigt. Wie würde Israel reagieren, wenn es dem Iran und seinen Verbündeten gelingen würde, nach einem dem Beginn des Krieges durch Israel zur Verhinderung von weiteren israelischen Luftangriffen in der Zukunft die israelischen Militärflugplätze einschließlich der Wege dorthin zu erobern und zu besetzen? Die chinesische Global Times weist gerade auf die Notwendigkeit hin, nicht nur darüber nachzudenken, welche Folgen ein israelischer Angriff am Tag danach hat, sondern auch darüber nachzudenken, welche unkontrollierbaren Prozesse durch einen solchen Angriff in Gang gesetzt werden könnten und daran zu denken, welche Folgen ein israelischer Angriff eine Dekade später haben könnte. Es war schon immer leichter einen Krieg zu beginnen als ihn zu beenden und Planer von Angriffskriegen haben sich schon oft verrechnet, was die Dauer und Begrenztheit von Kriegen angeht, die sie entfesselt haben.

Es ist möglich, dass Israel mit einem Angriff auf den Iran einen Krieg beginnt, der zehn Jahre oder einige Jahrzehnte mehr dauert, in den außer Israel und Iran noch zahlreiche andere Länder verwickelt werden, angefangen von den USA, Saudi Arabien, Kuwait, Libanon, Syrien, Iraq über möglicherweise nach einigen Revolutionen auch Pakistan, Jordanien und Ägypten bis hin zur NATO und Deutschland. Würde Israel tatsächlich in einem Fall, wo eine arabisch-persische Staaten-Koalition israelisches Territorium besetzt und das konvetionelle israelsiche Militär zerstört, um den von dort ausgegangenen Angriffskrieg gegen Iran zu beenden und dem Aggressor Israel seine Fähigkeit zu weiteren Angriffskriegen zu nehmen, Israel immer noch auf den Einsatz von Atomwaffen verzichten? Dass dieser Fall eintritt erscheint im Moment als nicht sehr wahrscheinlich, aber wenn er eintritt oder mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einzutreten droht, wäre es nicht sehr wahrscheinlich, dass Israel trotzdem auf den Einsatz von Atomwaffen verzichten würde.

Günter Grass selbst hat in einem Interview zum Gedicht außer auf die Möglichkeit eines nuklearen Angriffskrieges noch auf eine andere Möglichkeit hingewiesen, nämlich dass, selbst wenn Israel iranische Nuklearanlagen “nur” mit konventionellen Waffen angreift, es trotzdem zu einem GAU wie in Fukushima und einer großflächigen atomaren Verseuchung kommen kann. Auch diese Möglcihkeit ist nicht von der Hand zu weisen, gerade weil Israel beabsichtigt, aktive iranische Atomanlagen zu bombardieren, die schon ohne einen Angriffskrieg – Tschernobyl und Fukuschima lassen grüßen – eine große Gefahrenquelle darstellen.

Den zweiten Punkt des n-tv Faktenchecks widerlegen die Reaktionen auf das Gedicht von Günter Grass und das erläuternde Video-Interview mit Schulamit Aloni. Wer der die israelische Regierungspolitik schmerzhaft kritisiert, wird von Zionisten regelmäßig als Antisemit diffamiert. Das ist ein ebenso einfacher wie übler und häufig von der Israel-Lobby angewandter Trick, um Kritiker der verrecherischen israelischen Politik niederzumachen.

Zum dritten Punkt, wo n-tv behauptet, Israel gefährde nicht den Weltfrieden, lässt sich ebenso wie zum sachlichen Bestandteil der Kritik des Nutzer des Antisemitismus-Tricks Folgendes feststellen.

Vereinte Nationen

Deutscher Übersetzungsdienst, Vereinte Nationen, New York
April 2003
Generalversammlung
A/RES/3314 (XXIX)
14. Dezember 1974

3314 (XXIX). Definition der Aggression

Die Generalversammlung,

nimmt die folgende Definition der Aggression an:

Artikel 1
Aggression ist die Anwendung von Waffengewalt durch einen Staat, die gegen die Souveränität, die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines anderen Staates gerichtet oder sonst mit der Charta der Vereinten Nationen unvereinbar ist, wie in dieser Definition ausgeführt.

Artikel 2
Wenn ein Staat als erster Waffengewalt unter Verletzung der Charta anwendet, so stellt dies einen Beweis des ersten Anscheins für eine Angriffshandlung dar, wiewohl der Sicherheitsrat im Einklang mit der Charta zu dem Schluss gelangen kann, dass die Feststellung, es sei eine Angriffshandlung begangen worden, angesichts anderer erheblicher Umstände nicht gerechtfertigt wäre, wie unter anderem in dem Fall, dass die betreffenden Handlungen oder ihre Folgen nicht schwerwiegend genug sind.

Artikel 5
1. Keine Überlegung irgendwelcher Art, sei sie politischer, wirtschaftlicher, militärischer oder sonstiger Natur, kann als Rechtfertigung für eine Aggression dienen.

2. Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen gegen den Weltfrieden. Eine Aggression führt zu völkerrechtlicher Verantwortlichkeit.

Quelle: Vereinte Nationen

“Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen gegen den Weltfrieden.” Das ist so, weil ein Angriffskrieg nicht nur das Recht derjenigen verletzt, die mit einem Angriffskrieg überfallen wurden, sondern auch das Recht auf Frieden aller Menschen in allen anderen Ländern verletzt. Von einem Angriffskrieg ist jeder Mensch der Erde betroffen, denn jeder Mensch wird dadurch unsicher. Das ist ganz analog auch im Strafrecht einiger Staaten wie Deutschland so, wo es an der Verfolgung bestimmter Straftaten – wie beispielsweise Mord und Mordversuch – per se ein öffentliches Interesse gibt, weil durch solche Straftaten nicht nur das Opfer in seinen Rechten verletzt wird, sondern auch das Recht eines jeden Menschen auf ein rechtskonformes Zusammenleben verletzt wird.

Israel plant ganz offen einen Angriffskrieg gegen Iran. Allein die Drohung mit einem Angriffskrieg ist ein Verstoß gegen die UN-Charta. Während ein Angriffskrieg ein Verbrechen gegen den Weltfrieden ist, ist die Drohung mit einem Angriffskrieg hingegen “nur” eine Gefährdung des Weltfriedens.

Ja, Israel gefährdet den Weltfrieden.

Eine Gefährdung des Weltfriedens ist im Fall der israelischen Kriegsdrohungen gegen Iran eindeutig gegeben, und da dabei nicht einmal ein israelischer Nuklearwaffeneinsatz auszuschließen ist, ist es sogar ein ganz besonders schwerer Fall. Das gleiche gilt übrigens auch für die USA: die US-Phrase “alle Optionen liegen auf dem Tisch”, wobei klar ist, dass damit auch ein US-Angriff mit Kriegswaffen gemeint ist und auch die USA einen Einsatz von Nuklearwaffen gegen Iran nicht ausschließen, ist ebenso eine Gefährdung des Weltfriedens in einem besonders schweren Fall. Die Kriegsdrohung der USA gegen Iran ist auch keine spontane Aktion eines Hitzkopfes. Hillary Clinton war es bereits im Jahr 2008 wichtig, der Bevölkerung des Iran mitzuteilen, dass – wenn sie US-Präsidentin würde – die USA den Iran angreifen werden und in der Lage sind, den Iran “total auszuradieren.” So ist das. Diese Frau ist heute US-Außenministerin. Allerdings geben sich die USA derzeit in Bezug auf den Iran öffentlich etwas weniger kriegslustig als Israel, es wird in der Presse gelegentlich sogar berichtet, die US-Regierung wolle verhindern, dass es in der nächsten Zeit zu einem Angriffskrieg gegen Iran komme.

Der Iran hingegen droht Israel und den USA nicht mit Angriffskrieg, sondern mit proportionalen Vergeltungsmaßnahmen im Falle eines Angriffes. Der iranische Brigadegeneral Mohammad Pakpour hatte zuvor bereits noch einmal ganz deutlich gesagt, Iran wird keinen Krieg starten, aber Iran wird sich verteidigen, wenn Iran angegriffen wird. Das ist im Gegensatz zum israelsichen und US-amerikanischen Verhalten legales Verhalten. Das ist die Verpflichtung zu Frieden und Völkerrecht, die auch von Israel und den USA einzufordern ist.

Dass Iran dem zionistischen Kolonialregime über Palästina genauso den Untergang wünscht wie die Sowjetunion untergegangen ist und wie Israel dem iranischen Ayatollah-Regime den Untergang wünscht, sind hingegen Unfreundlichkeiten, aber keine Drohungen mit Angriffskrieg und deshalb keine Gefahr des Weltfriedens.

16 Kommentare

  1. Hervorragend recherchiert und kommentiert! Danke!

  2. Grass ist von Israel zur unerwünschten Persoen erklärt worden – natürlich nicht wegen seiner berechtigten Kritik, sondern weil er ein eemaliger SS-Mann ist…..
    Wers glaubt, dem kann ich in Brooklin günstig eine Brücke verkaufen…
    Das bewist doch wieder einmal nur, wie Israels Regierung mit Kritik umgehen kann…namlich gar nicht.
    Habe das auch so bei der ARD als Kommentar hinterlassen, hätte es mir aber schenken können, was nach weniger als fünfzehn Minuten kommentarlos gelöscht worden.

  3. Es wird immer lächerlicher. Der rechtsradikale Innenminister und Mitglied der Shas-Partei möchte Grass auch seinen Nobelpreis aberkennen lassen.

    Ich möchte hier mal an Erich Fried erinnern, der mehrere kritsche Gedichte über Israel geschrieben hat. Neu ist das Genre also nicht.

    http://home.arcor.de/giv/infi/intifada.html

  4. Bücherverbrennung oder “entartete Kunst” auch in Israel?

    http://www.rentner-news.de/content/Einreiseverbot-f%C3%BCr-Grass-B%C3%BCcherverbrennung-oder-entartete-Kunst

  5. Solidaritätsbekundigungen für Günter Grass sind dringend nötig !
    Bitte an folgende E-mail-Adresse (sein Sekretariat – wird weitergeleitet) :
    hohsoling@steidl.de

  6. @cairos

    Erich Fried, stimmt an den muss man auch denken eriner der ersten Schriftsteller der Tacheles redete.

    Hben mir eben noch mal den “Faktencheck” des ZDF:
    “Was ist dran an Grass`s Thesen” angeschaut.

    Eine wirklich erbärmlich zusammengeschusterte Verteidigung der israelischen Agressiven Rethorik.

    Die erste These, Israel will den Iran angreifen wird gar nicht abgestriiten, sondern einem baldigen Angriff auf den Iran
    “vernünftige” Argumente beiseitegestellt.

    Das überlässt man Ehud Bark, der dem Zuschauer intime Einblicke in die humanitäre Fürsorglichkeit der israelischen Politikerkaste gewährt: ” So Kinder, schließt mal schön die Augen und stellt Euch vor wir sind fünf Jahre weiter und Iran hat die Bombe, würde es da nicht viel komplizierter und aufwendiger, ja würde sogar mehr Menschen leben kosten, den Iran anzugreifen ?”

    These 2 : Ein Erstschlag könne das iranische Volk ausrotten.

    Also da muss das ZDF doch heftig widersprechen , erstens mal handelt es sich um 80 Millionen Menschen, da ist es schon fraglich, ob die alle auf einen Schlag ins Jenseits befördert werden könne, und zweitens wollen die Israelis doch nur die Atomanlagebn bombardieren.

    These 3: das wachsende israelische Atompotential ist keiner
    Internationalen Kontrolle zugänglich.

    Naja ob die Israelis Atombomben haben wissen wir doch gar nicht, ja da gibt’s so eine Anlage in Dimona und da ist alles streng geheim. Ja wenn es aber Atomwaffen gibt dienen die natürlich nur der Selbstverteidigung.

    These 4 : Deutschland liefert Uboote die Atom sprengköpfe tragen können

    Nene , Kinders , so ist das ja auch nicht, die müssten ja schließlich erstmal umgerüstet werden!

    These 5

    Die existenz einer iranischen Atombombe ist nicht bewiesen

    Alsio das hat der investigative Journalist doch ganz anders in erinnerung wenn er sich an sein Interview mit ahmadinedschad erinnert.

    liebes ZDF, danke für diese kurze und knappen Faktencheck
    ich weiß jetzt bescheid und fühle mich umfassend informiert
    und kann jetzt ruhig weiterschlafen.

  7. Tschernobyl und Fukuschima lassen grüßen………………..

    spät aufgewacht.
    Diese Misere begann mit der ersten a-Bombe dann Hiroshima,Nagasaki und weiter Versuche wurden gemacht. G.Grass hat lange geschwiegen ja.
    Wenn nun noch rauskommt das die Regierungen die Schuld tragen,mit der konsequenz dieses Pack in den Knast zu stecken,sehe ich Licht.
    Ganz ohne Atomstrom.

  8. These 2 : Ein Erstschlag könne das iranische Volk ausrotten.

    Also da muss das ZDF doch heftig widersprechen , erstens mal handelt es sich um 80 Millionen Menschen, da ist es schon fraglich, ob die alle auf einen Schlag ins Jenseits befördert werden könne, und zweitens wollen die Israelis doch nur die Atomanlagebn bombardieren.

    sind wir nicht Laut einer Statistik auch 80 Million? Wahnsinn ick hör’ Dir Trappsen.

  9. [...] Günter Grass wirft Israel vor, mit dem Angriff auf Atomanlagen in Iran einen Angriffskrieg, ein Verbrechen gegen den Weltfrieden, zu [...]

  10. Dieses Verbrechen gegen die Menschheit war mit der ersten A-Bombe besiegelt.
    Laut Geschichtsbücher im Jahr des Herrn 1945.
    Deckt sich doch mit vielen Menschen.
    Nicht nur die des Herrn Grass.
    Wir haben die Auswirkungen zu Tragen.
    Selbst ich……Jahrgang 1962.

  11. und alle die danach(1962)kommen.

  12. So weit ich mich erinnern kann hat die Regierung in Israel angedroht, die atomaren Einrichtungen im Iran, die bekanntlich unter der Erde liegen zu vernichten.

    Bitte nehmen sie zur Kenntniss, das ein solches Projekt ohne große Mengen an Nuklearsprengkörpern schlicht nicht möglich ist.
    Somit hat also die Israelische Regierung schon indirekt eingeräumt einen nuklearen Angriff gegen den Iran zu führen.
    Sollte bei dieser Bombadierung Brennstäbe oder anderes atomare Material freigelegt werden kommt es in diesem Gebiet je nach Menge der austretenden Strahlung zu Toten, durch die Strahlung verursachte Missgeburten, verminderter Fruchtbarkeit und jahrhundertelange erhöhte Sterblichkeit durch schwere Tumor und Herzerkrankungen.
    Ich denke das man angesichts des langanhaltenden Risikos für die Iranische Bevölkerung hier mit sehr, sehr viel Vorsicht agieren muss, denn dieser Angriff wird Gebiete im Iran über Jahrhunderte schwer belasten, noch in vielen Jahrzehnten können Kinder daran sterben, was möchten sie diesen Frauen sagen?
    Tut mir leid, aber wir dachten das wir bedroht sind, nur zur Prävention haben wir ihre Familie zerstört, damit uns nichts passieren wird?
    Können sie nachfühlen was ein solcher Angriff für die Bevölkerung Israels in diesem Gebiet bewirken wird.
    Der Hass der Ihr entgegenschlagen wird kann beispiellos sein, mit jedem verkrüpelten Kind das dort geboren wird.
    Ich hoffe für alle Kinder in Israel und dem Iran gleich welchen Glaubens eine glückliche und gesunde Zukunft.
    Bewart den Frieden!

  13. @Carmen Fischer
    “Bitte nehmen sie zur Kenntniss, das ein solches Projekt ohne große Mengen an Nuklearsprengkörpern schlicht nicht möglich ist.”

    Bitte vor dem Kommentieren den Artikel lesen. Genau dieses Problem wurde hier im Parteibuch im Detail besprochen.

  14. [...] die die Opfer des deutschen Nationalsozialismus repräsentieren, des Recht absprechen, einen Angriffskrieg zu führen – zumal dieser vermutlich – oder möglicherweise – ohne den Einsatz [...]

  15. [...] Stufe stellen. Es ist schießlich so, dass Iran nicht, aber Israel seine Absicht bekundet hat, ein Verbrechen gegen den Weltfrieden zu begehen. Share:DiggTwitterRedditFacebookDruckenStumbleUponE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der [...]


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