Zionisten versuchen sich mit persönlichen Angriffen und Lügen gegen Grass-Gedicht zu wehren

Die Süddeutsche Zeitung hat heute das Gedicht “Was gesagt werden muss” des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass veröffentlicht.

Was das Gedicht vor allem aufzeigt, ist die zionistische Medienmacht in Deutschland. Praktisch keine Zeitung und kein Medium sind zu finden, wo Günter Grass ob des israelkritischen Gedichtes nicht niedergemacht wird. Zionisten und Israel unterwürfig ergebende deutsche Politiker reagierten mit persönlichen Angriffen, harscher Kritik und schäumender Wut auf das Gedicht.

Stimmen wie die des Linken Politikers Wolfgang Gehrke, der erklärte, Günter Grass hat Recht, waren die absolute Ausnahme. Die Junge Welt fassste die vorherrschenden Reaktionen am Abend wie folgt zusammen:

Der Publizist Henryk M. Broder beschimpfte den Schriftsteller im Springer-Blatt Die Welt als »Prototyp des gebildeten Antisemiten«. Von einem »unverantwortlichen« und »aggressiven Pamphlet der Agitation« sprach Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der offizielle Vertreter Israels in der BRD, Emmanuel Nahshon, schrieb auf der Homepage der Botschaft, es gehöre zur europäischen Tradition, »die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.« Spiegel online schlagzeilte dazu Fatwa-gleich: »Israel verdammt Grass-Gedicht« und mokierte sich über den »lyrischen Erstschlag«. Die FR sorgte sich um den »Blechtrommler«. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe äußerte, er sei »über die Tonlage, über die Ausrichtung dieses Gedichtes entsetzt«. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles meinte, angesichts der Lage im Nahen Osten empfinde sie das Gedicht als »irritierend und unangemessen«.

Bedeutender als die massenmedial vorgetragenen wutschnaubenden persönlichen Angriffe, die Günter Grass antisemitische Motive - Henryk M. Broder voran - oder gar Rachegelüste - Frank Schirrmacher voran – unterstellten, sind jedoch die dazu verbreiteten schamlosen Lügen. Der israelische Historiker Tom Segev behauptete über das staatliche Deutschlandradio dazu allen Ernstes: “Also, ich glaube, dass es in Deutschland auch zu Israel eine freie Diskussion gibt. Niemand muss befürchten, Antisemit genannt zu werden oder irgendetwas.”

Basierend auf der Lüge, niemand müsse in Deutschland befürchten, als Antisemit beschimpft zu werden, wenn er die verbrecherische Politik des zionistischen Regimes kritisiert, wird Günter Grass dann sinngemäß vorgeworfen – Klaus Hillenbrand in der taz und Patrick Gensing voran – , Günter Grass sei wohl doch ein Antisemit, weil er die Befürchtung als Antisemit beschimpft zu werden in seinem Gedicht geäußert habe und eben dadurch, dass er diese unbegründete Befürchtung äußere, antisemitische Ressentiments schüre.

Das wichtige Thema eines möglichen israelischen Angriffskriegs gegen den Iran und die deutsche Waffenhilfe dazu, gerät durch die Debatte um die unbegründeten Antisemitismus-Vorwürfe und die “meinungspolizeilichen Maßnahmen” (Thomas Nehls) der Zionisten leider in den Hintergrund. So kommt es, dass Israel-Freund Clemens Wergin in der zionistischen Welt unter dem Titel “Günter Grass’ seltsames Verhältnis zu den Fakten” haarsträubende Lügen dazu als vorgeblicher Faktencheck verbreiten kann, ohne dass ihm deutlich widersprochen wird.

Clemens Wergin behauptet da:

“Nie hat aber ein israelischer Politik dem Iran mit einem verheerenden Erstschlag gedroht.”

Das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Israel hat beispielsweise, wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti am 16. Februar 2012 berichtete, in Person der israelischen Botschafterin in Moskau, Dorit Golender, offiziell erklärt, Israel werde “alle Mittel” beziehungsweise “alle Wege” dazu einsetzen, um das iranische Nuklearprogramm zu stoppen. “Alle Mittel” bedeutet in der Diplomatensprache, dass auch kriegerische Mittel, und zwar alle kriegerischen Mittel in die Drohung einbezogen sind. Die Aussage von Dorit Golender ist also sehr wohl so zu verstehen, dass sie gedroht hat, gegen den Iran einen nuklearen Angriffskrieg zu führen.

Dies gilt umso mehr als dass Israel, wie Clemens Wergin im Faktum richtig anführt, bisher keine Nuklerawaffendoktrin hat. Was Clemens Wergin falsch zur fehlenden israelischen Nuklerawaffendoktrin darlegt, ist jedoch die daraus gezogene Schlussfolgerung, “dass die furchtbarsten Waffen in israelischen Depots defensiver Natur sind und der Abschreckung dienen, also allenfalls als Zweitschlagswaffe zum Einsatz kommen würden nach einem Angriff mit Massenvernichtungswaffen auf Israel.” Das ist falsch, denn Israel hat eben im Gegensatz zu allen anderen mit Nuklearwaffen gerüsteten Staaten gerade keine Nuklerawaffendoktrin, die den Gebrauch von Nuklearwaffen in irgendeiner Weise beschränkt. Dorit Golender ist aber natürlich keine israelische Politikerin, sondern sie ist mehr: sie spricht als Botschafterin im Namen Israels.

Dorit Golender ist keine Ausnahme. Zahlreiche weitere hohe Vertreter Israels haben dem Iran in den letzten Monaten öffentlich mit einem Angriffskrieg mit allen Mitteln gedroht. Der Chef des zionistischen Regimes, Shimon Peres, hat, wie die “Times of Israel” am 23. Februar 2012 berichtete, zum Thema eines möglichen Angriffskrieges gegen den Iran gesagt: “Wenn wir sagen, alle Optionen sind auf dem Tisch, dann meinen wir das auch so.” Das war eine deutliche Drohung Israels, ausgsprochen durch seinen höcsten Repräsentanten, einen nuklearen Angriffskrieg gegen den Iran in Erwägung zu ziehen.

Clemens Wergin behauptet in der zionistischen Welt weiter:

“Grass erliegt dem Anfängerirrtum, ein Angriff Israels gegen iranische Atomanlagen müsste seinerseits mit atomaren Waffen geführt werden. Das ist natürlich Humbug und soweit man weiß nie überhaupt in Erwägung gezogen worden.”

Das ist falsch, auch wenn diese Annahme selbst in israelkritischen Kreisen weit verbreitet ist. Für die Annahme, Israel erwäge einen Atomwaffenangriff auf den Iran, spricht gerade die militärische Situation. Experten sind sich ziemlich einig, dass Israel nicht über die Fähigkeit verfügt, um mit konventionellen Waffen das Kriegsziel “Zerstörung des iranischen Nuklearprogramms” zu erreichen. In Israel sieht man das offensichtlich auch so, dass Israel für einen Angriffskrieg gegen Iran mehr Militärmaterial haben müsste, denn sonst würde das zionistische Regime die US-Regierung nicht um Bunker-Buster-Bomben und Tankflugzeuge bitten. Selbst wenn Israel diese Waffen aus den USA bekommen sollte, sehen die Chancen sehr schlecht aus für Israel, das Kriegsziel “Zerstörung des iranischen Nuklearprogrammes” zu erreichen. Selbst die Supermacht USA würden mit all ihrer massiven Militärhardware zum Erreichen dieses Kriegszieles mit einer Kriegsdauer von mehreren Monaten rechnen, und auch, wenn die USA den Iran gemeinsam mit Israel angreifen würden, wäre es völlig unklar, wie lange so ein Krieg wirklich dauern würde und ob die USA einen solchen Krieg gegen den Iran letztlich gewinnen oder verlieren würden. Genau diese Unsicherheit ist der Grund dafür, dass die USA den Iran bisher nicht angegriffen haben. Die israelische Armee ist deutlich kleiner und schwächer als die US-Armee. Einen Out-of-Area-Einsatz mit mehreren Hunderttausend Soldaten zu führen, ist für Israel schon größenmäßig schlicht unmöglich. Wozu Israel in Bezug auf den Iran stark genug ist, sind gerade einmal Terror-Angriffe.

Das einzige Mittel, was Israel hat, das tatsächlich eine passable realistische Chance auf die Zerstörung des iranischen Nuklearprogrammes verspricht, sind Nuklearwaffen. Und genau damit droht Israel. Das ist der Grund dafür, dass Vertreter Israels wie Dorit Golender und Shimon Peres zur Vernichtung des iranischen Nuklearprogrammes ausdrücklich mit dem Einsatz “aller Mittel” drohen, und dabei auch einen atomaren Angriffskrieg gegen den Iran nicht ausschließen.

Dass Clemens Wergin mit seiner Behauptung, Israel gedenke Nuklearwaffen nur einzusetzen, nachdem Israel mit Massenvernichtungswaffen angegriffen wurde, falsch ist, liegt nicht nur in der israelischen Doktrin der “Präventivverteidigung” begründet, sondern lässt sich auch in der geschichte sehen. Als Israel 1973 in einem konventionellen Krieg Gefahr lief, die 1967 von Israel durch Angriffskrieg eroberten Territorien wieder zu verlieren, hatte Israel seine Atomwaffen Berichten zufolge bereits für den Einsatz aus den Bunkern holen lassen. Die kamen dann glücklicherweise doch nicht zum Einsatz, weil Israel dank US-Waffenhilfen überraschend doch noch konventionell die Oberhand gewann und vor dem Einsatz ein Waffenstillstand vermittelt werden konnte, aber es zeigt, dass Israel keineswegs einer auf Massenvernichtungswaffen bezogenen Zweitschlagsdoktrin folgt.

Günter Grass liegt völlig richtig damit, wenn er andeutet, Israel drohe dem Iran nicht nur mit einem Angriffskrieg, wobei übrigens die Drohung selbst schon ein Bruch des Völkerrechts ist und die Ausführung der Drohung ein Verbrechen gegen den Weltfrieden, da das Führen von Angriffskrieg vom Völkerrecht grundsätzlich als Angriff auf den Frieden in der Welt verstanden wird, sondern obendrein mit dem Führen eines nuklearen Angriffskrieges droht.

Und Deutschland liefert mit besonders leisen U-Booten ein Trägermittel, das extra für israelische Atomwaffen vorbereitet ist. Sollte Israel diese Waffen für einen atomaren Angriffskrieg gegen Iran einsetzen, dann ist Deutschlland an dem Massenmord mitschuldig.

Ja, Günter Grass hat recht, darüber sollte dringend mal gesprochen werden, und zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele in Deutschland vom Schweigen befreien, genauso mutig wie Mordechai Vanunu es in Israel tat.

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34 Kommentare

  1. Hut ab vor Günter Grass, der für die Wahrheit sein Standing in den (imperialen) Geschichtsbüchern aufs Spiel setzt. Aber auch vor Thomas Nehls vom ARD-Hauptstadtstudio für seinen wirklich überraschenden und, bedenkt man die Wucht der zionistischen Hetze, auch mutigen Kommentar!

    Friedenspreis statt Schelte für Günter Grass

    http://www.tagesschau.de/kommentar/grass106.html

  2. Well roared Blechtrommler!Jetzt hat sich einer der wenigen,
    wahrhaftigen Intellektuellen Deutschlands zurückgemeldet,
    Chuzpe bewiesen und Tacheles geredet.Leider spät,denn wo
    waren denn die Appelle der Empörung im satturierten Bürger-
    tum,als sich abzeichnete Libyen mit”humanitären Hilfsaktionen”
    zu beglücken.Man möge mit Grass Nachsicht üben,daß er
    einstmals SPD-Kampagnen das Wort redete.Die zionistische
    Propaganda walzt alles platt und schreckt auch nicht vor diesem
    honorigen,alten Mann zurück.Sie nennen sich Elite(electus,aus-
    gelesen) und sind doch nur der humanoide Auswurf,der danach
    trachtet,jedwedes rationale Handeln ad absurdum zu führen.
    Jeder der es wagt in Ihre Suppe zu spucken,wird als Verschw-
    örungstheoretiker stigmatisiert.Enough-get up,stand up for your
    rights!!!!!!!

  3. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    GraSS hat von den Zionisten profitiert. Ohne sie wäre er nicht der bekannte Grass geworden, wie ihn die Öffentlichkeit kennenlernen sollte. Er hat Jahrzehntelang mit Dreck geschmissen und jetzt wird er die Geister, die er rief, nicht mehr los…

  4. Was gefragt werden muss

    http://blechtrommler.wordpress.com/2012/04/04/was-gefragt-werden-muss/

  5. Ein wunderbares Beispiel der wahren Verhältnisse in Deutschland. Die Zionistenmacht und ihre Schmierblätter haben die Medienmacht. Keine objektiven Nachrichten bekommen wir zu sehen. Überall ist die Verlogenheit auszumachen.

  6. Spiegel online und Broder voran, wer hätte es geahnt. Der ehemalige Editor eines Porno- und Sexkontaktmagazines pinkelt einem der weltweit angesehensten deutschen Intellektuellen ans Bein. Oder besser, wenn man sich das in physischen Höhenverhältnissen vorstellt: an den kleinen Fußzeh, denn dessen Oberkante dürfte Broder kaum überragen.
    Ich selbst habe heute einen Artikel zum Thema Zionismus geschrieben, den ich jetzt natürlich empfehlen möchte:http://www.elynitthria.net/archives/34
    da er das hier gut ergänzt.

  7. nun ja – zu grass habe ich ein durchaus zwiespältiges verhältnis – meiner meinung nach ein grossartiger schriftsteller aber auch selbstdarsteller und marketingfachmann seiner selbst. mit diesen zeilen aber hat er allerdings, zumindest in der brd, ein tabu gebrochen. wer zionisten kritisiert , ist hierzulande antisemit und gleich auch noch holocaustleugner.
    und wer zwischen juden und zionisten, den menschen und dem staat israel nicht unterscheiden kann oder will, den kann ich weder als kritiker noch als menschen ernst nehmen. ich hoffe nun noch auf eine -wahrscheinlich wie immer wohltuende und kritische stellungnahme – von evelyn hecht-galinski.

  8. Im Nachhinein muss man Günter Grass geradezu dankbar sein für sein Gedicht! Nicht wegen dessen Beitrag zur Lyrik, sondern eher wegen dessen erhellender Aufklärung deutscher Medienmechanismen! Ich bin wirklich dankbar dafür, dass komplexe Zusammenhänge von Macht und Einfluss hier ganz simpel begreifbar gemacht wurden. Wir werden eine Mediendiskussion haben in diesem Land, noch lange nachdem man sich dieses Gedichtes zu erinnern vermag…

  9. Was selbst ein Broder nicht sagte:

    17-jähriger SS-Rekrut bekommt Literaturnobelpreis für antisemitisches “Gedicht”!

    Wär’ das keine Headline für ein Döpfner-Blatt?

  10. […] medialen Wellenschlag  bei “Mein Parteibuch”: http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/04/04/zionisten-versuchen-sich-mit-personlichen-angriffe… Bewerten: Teilen Sie dies mit:FacebookTwitterE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem […]

  11. Mal abgesehen davon, dass ohne die Entrüstung gewisser Berufsempörer das Gedicht wohl nicht annähernd die Beachtung gefunden hätte die es jetzt bekommt, wundert es mich, dass bei so vielen Menschen die Antisemitismusvorwürfe immer noch das Bedürfnis auslösen dazu Stellung zu beziehen. Wenn ein Herr Broder, Friedmann, etc. wieder mal den moralischen Zeigefinger erheben interessiert mich das ungefähr genauso wie wenn mein Hund einen fahren lässt! Ich bin 1968 geboren,und habe mir nicht ausgesucht wo. Ich bin zu keinem Zeitpunkt auf die Idee gekommen mich für die Geschichte “meines” Landes (von dem mir nicht ein einziger Quadratmeter gehört) auch nur ansatzweise schuldig zu fühlen. Und ich kann jeden der das von mir erwartet nur belächeln. Ob meine oft geäußerte Kritik an den Zionisten nun als antisemitisch empfunden wird oder nicht ist bedeutungslos, da es in den Augen gewisser Leute offenbar schon antisemitisch ist kein Jude zu sein! Abgesehen davon finde ich das “Gedicht” von Herrn Grass nicht besonders erwähnenswert, denn neben ein paar am Rande erwähnten Fakten die keinem denkenden Menschen entgangen sein dürften wälzt er sich hauptsächlich mit gesenktem Haupt in der erwarteten kollektiven Erbschuld!

  12. Was hier gerade in den Medien abläuft, ist zum Fremdschämen. Da sagt jemand etwas gegen den Krieg und alle hauen auf ihn ein. Irgendetwas stimmt hier doch nicht.

  13. Was stimmt mit uns und diesem Land nicht? Irre ich mich, oder wird hier eine Meinung gemacht von Außen, damit wir am Ende davon ausgehen, dass jeder so denkt und selbst konform gehen? Alle Medien haben den selben Scheiß gelabert. Da ist jemand gegen Krieg und wird des Antisemitismus beschuldigt, weil er gegen Krieg ist. Das ist alles. Was ist los mit Deutschland?

  14. es geht auch anders: http://www.aa-training.ch/iran.htm

    • Ja, sicher geht’s anders. Nur ist das keine offizielles Magazin. Die offiziellen Hoheitsmedien, die, die wir tagtäglich mitbekommen, erlauben sich diese Frechheit. Habt Ihr das Interview heute mit Herrn Grass gesehen? Das war ein Trauerspiel.

  15. Reblogged this on silberguru.ch.

  16. Ein Genuss, diese Replik zu lesen!Eine Freude, dass uns dieses Medium als Ersatz, besser als Ergänzung zur Information dient! Danke Parteibuch 2!
    Peter Hockenholz — siehe auch
    hockenholz.wordpress.com

  17. Schön auf den Punkt gebracht!

    Würde mich freuen, wenn Sie auch bei mir reinschauen!

    http://pakhtunkhwa911.wordpress.com/2012/04/06/gunter-grass-ein-antisemitischer-nobelpreistrager/

    MFG

  18. Ich finde es sehr mutig von Grass, die “Heuchelei des Westens” zu attackieren. Solche Kaliber gibt es angesichts unserer “gleichgeschalteten Meinung” nur noch wenig. Opportunisisches Nachplappern oder feiges Schweigen sind weitverbreitet. Krieg wird längst auch von Gutmenschen getragen, so gründlich arbeitet die Propagandaabteilung. Meine Meinung zum Thema Grass: http://civitaslibertatis.wordpress.com/2012/04/06/gunter-grass-warnt-vor-atomkrieg/

  19. Hi!

    Ich habe einen super Artikel gefunden, ich würd´s durch Likes einfach verteilen: http://www.liberteblog.de/2012/04/06/grass-irres-hassgedicht-warum-die-deutsche-medienlandschaft-amok-lauft/

  20. Hi,
    kann den Geiferern mal jemand erklären, daß Philosemitismus eine Form des Antisemitismus ist? Na ja, klar, die wollens garnicht wissen.
    War nie ein Fan von Grass, wirklich nicht, aber hier hat der alte Mann mit “letzter Tinte” wirklich etwas Gutes getan. Und hat trotz des ganzen Gifts, was auf ihn drauf prasselt, bisher noch nicht widerrufen. Deshalb:
    Ich habe das Gedicht im Wortlaut, unten auch in Englischer Übersetzung in meinem Blog gepostet. (zum Verlinken)

    http://tigerpantherin.over-blog.de/article-was-gesagt-werden-muss-das-gra-gedicht-im-wortlaut-102967294.html

    Marlene Tiger

  21. In welchem Lande leben wir denn eigentlich ?
    Da wird von einem Literatur-Nobel-Preisträger mal ein Gedicht mit einigen Wahrheiten (ausversehen ?) veröffentlicht, und schon ziehen die freien, unabhängigen Medien dieses unseres Landes über den Verfasser her um ihm alles mögliche zu unterstellen und ihm auf den Scheiterhaufen zum verbrennen zu wünschen.

    Dabei fällt auf, das nicht über den wahren Inhalt gesagt wird. So wurden im Mittelalter die Ketzer und Hexen gebrandmarkt.

    Besonders hervor tun sich Leute, die eine doppelte Staatsbürgerschaft (israelisch/deutsch) haben, sog. Wiedergutmachungszahlungen einkassieren, und hier in unserem Lande die Aufgabe haben, die zionistische Propaganda in den Medien zu verbreiten und damit die öffentliche Meinung zu Kriegsverbrechen aufzustacheln.

    Zum Glück fallen immer weniger Bürger auf diese plumpe Propaganda der kriegslüsternen Zionisten herein.
    Den Vorschlag, das auch Israel sich dem Atomwaffen-Kontrollen unterwirft finde ich besonders wichtig !
    ((Iran hat kein fremdes Land besetzt-keine UN-Resolution missachtet, droht keinem Land mit Bombardierung u.s.w. – Israel ist der Unruhestifter in dieser Region und will keinen Frieden (Oslo-Abkommen u.a.).

    Zum Glück gibt es noch das unabhängige Internet – Danke !!!

  22. […] RBB nach einer Broder-Mail herausgekickte Moderator Ken Jebsen aka KenFM hat einen Kommentar zum Grass-Gedicht “Was gesagt werden muss” […]

  23. […] allen Mitteln” und damit sehr wohl auch mit einem nuklearen Angriffskrieg droht, wurde im Parteibuch bereits ausführlich eingegangen. Ergänzend dazu ist zu sagen, dass Avi Primor, früherer Botschafter Israels in Deutschland, in […]

  24. endlich weiß ich wo die Bezeichnung “grass” hergekommen zu sein scheint … ;-)

  25. Mein Gott! Eine Seite voller antisemitischer Hetze! Der Schoss ist nicht nur noch fruchtbar , er bebärt gerade jede Menge Antisemiten !

  26. @Rue de ger
    Danke für die Blumen. :-)

    Ja, alles Antisemiten. Und das auch noch Antisemiten schrecklichster Art – nämlich solche Antisemiten, die nicht judenfeindlich sind, sondern etwas gegen die Politik der israelischen Regierung haben – zum Beispiel dagegen, dass die israelische Regierung einen Angriffskrieg gegen den Iran plant und eine Kolonialisation von durch Krieg erobertes Gebiet vorantreibt.

  27. Was wir in den Medien erleben, ist nichts anderes als das Prinzip “If you can’t attack the message, attack the messenger”
    Bezeichnenderweise befasst sich – bis auf wenige Ausnahmen – keiner inhaltlich mit der Sache. Was ist antisemitisch an der Forderung nach internationaler Aufsicht sowohl für das israelische Atomwaffenprogramm wie die iranischen Atomanlagen?

  28. Ich stimme ihnen zu bis auf den folgenden Punkt:

    Das Israel tatsächlich einen atomaren Erstschlag vornimmt halte ich für unwahrscheinlich. Es herrscht wie man nicht vergessen sollte ein Bündnis zwischen USA und Israel, in welchem auch Israel gewisse Regeln befolgen muss. Wobei sie, bis auch nuklear Waffen, bei allem anderen von den Vereinigten Staaten gedeckt werden.

    Ich sehe eine ganz andere Gefahr, die Grass angedeutet hat: Selbst wenn bunkerbrechende Bomben in Einsatz kommen. Fukushima hat gezeigt, dass selbst zivil-genutzt atomare Anlagen bei einer Zerstörung eine ganze Nation bedrohen können. Gott bewahre vor einem gezieltem Angriff auf Kernkraftwerken usw.

  29. @anonium
    “Das Israel tatsächlich einen atomaren Erstschlag vornimmt halte ich für unwahrscheinlich.”

    Stimmt genau. Unwahrscheinlich. Es ist unwahrscheinlich, dass Israel einen nuklearen Angriffskrieg startet. Da es sich hier um einen nuklearen Angriffkrieg handelt, ist “unwahrscheinlich” völlig inakzeptabel. Ein nuklearer Angriffskrieg muss völlig ausgeschlossen sein. Israelische Spitzenpolitiker wie Shimon Peres schließen einen nuklearen Angriffskrieg aber nicht aus, sondern drohen mit allen Mitteln. Diesbezüglich ist auch von Seiten der deutschen Regierung mit aller Macht völlige Klarheit einzufordern.

    Vermutlich entscheidet sich Israel dafür, keinen nuklearen Angriffskrieg zu beginnen, sondern nur einen konventionellen Angriffskrieg gegen Atomanlagen zu starten. Öffentlich wird vornehmlich von konventioneller GBU-28 und GBU-57A/B MOP Munition, Tankflugzeugen für F16-Kampfsjets und B2-Bombern für die MOPs geredet.

    Auch das ist völlig inakzeptabel- zum einen, weil das Starten eines Angriffskieges ein Verbechen gegen den Weltfrieden ist, dann, weil niemand weiß, wie sich der Krieg entwickelt, auf welche Regionen er übergreift, welche Konfliiktparteien in ihn verwickelt werden und wie lange der Krieg dauert – Tunden, Tage, Monate, Jahre oder Jahrzehnte und schließllich, welche Schäden so ein Angriffskrieg anrichtet, wobei mit regionalen nuklearen Verseuchungen gerechnet weden muss. Auch das ist also völig inakzeptabel und hier müssen harte Sanktionsdrohungen gegen Israel auf den Tisch, für den Fall, dass Israel von den Angriffskriegsdrohungen nicht umgehend Abstand nimmt oder gar tatsächlich angreift.

    Aber die militärischen Chancen, dass Israel mit konventionellen Waffen sein Ziel Zerstörung des iranischen Atomprogrammes erreicht, stehen eher schlecht. Und da kommen dann Atomwaffen ins Spiel, als erstes denkt man da sicher an “Mini-Nukes.” Atomwaffen sich im Gegensatz zu schweren konventionellen Bomben vergleichsweise leicht und können mit recht unproblematischen Trägersystemen wie von U-Booten verschossenen Cruise-Missiles oder als ICBM verschossen werden könnten. Darüber, ob Israel Mini-Nukes hat, kann man als Außenstehender nur spekulieren, denn bekanntlich ist das geheim.

    In den letzten Jahren wurde in der westlichen Welt viel an Mini-Nukes geforscht, es steht zu vermuten, dass Israel die Technik genau wie die USA hat. Übrigens: Möglicherweise stammen Zünder für die israelische Atombombe aus Deutschland. Im GKSS-Forschungszentrums beim KKW Krümel ist es 1986 zu einem Brand gekommen, wobei Anwohner anschließend PAC-Kügelchen im Garten liegen hatten. Eine Erklärung dafür könnte ein, dass da an Atombombenzündern geforscht wurde, als es den Unfall gab.

    Das bedeutet die reale Gefahr eines atomaren Angriffskrieges durch Israel, auch wenn über diese Erwägungen, also den nuklearen Erstschlag, aus verständlichen Gründen in der Öffentlichkeit nicht geredet wird. Ob Iran sich in diesem Fall – also dem Fall, dass Iran Opfer eines nuklearen Angriffskrieges durch Israel wird – zu einem langen Krieg und der Entwicklung einer eigenen Atombombe entschließen würden und diese dann über Tel-Aviv testen würde, bleibt jedermanns Spekulation überlassen.

  30. Ehm,

    Zu Ihren technischen Ausführungen möchte ich mich nicht äussern, da ich mich nicht auskenne.
    Meine Ausführung war etwas grundsätzlicher: Ganz unabhängig davon welche Waffen Isra el gegen das iranische “Atomprogram” anwendet. Spätestens nach Fukushima muss doch klar sein wie heiss dieses eisen ist.

    Wenn sie mich überzeugen wollen, dass Isra el Narrenfreiheit, gedeckt durch die USA hat, würde mich da interessieren, inwieweit das System des aktuellen amerikanischen Präsidenten zu den zi onistin steht bzw. von diesen unterlaufen ist.

  31. @anonium
    “Spätestens nach Fukushima muss doch klar sein wie heiss dieses eisen ist.”
    Was die israelische Regierung vorhat, ist einen Angriffskrieg gegen Iran zu beginnen. Auch vor Fukuschima war schon klar, dass ein Angriffskrieg ein schreckliches Verbrechen ist.

    Das am 01.10.1946 in Nürnberg gesprochene Urteil läst diesbezüglich an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Jürgen Todenhöfer beschreibt das in der FAZ mit folgenden Worten:

    In der Urteilsbegründung des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals heißt es: „Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das größte internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur darin unterscheidet, dass es alle Schrecken in sich vereinigt.“ Chefankläger Robert Jackson formulierte damals: „Nach dem Maß, mit dem wir heute die Angeklagten messen, werden wir morgen von der Geschichte gemessen.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/2.2282/f-a-z-gastbeitrag-terror-im-namen-der-tugend-11134877.html

    Die UNO erklärte 1974:

    Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen gegen den Weltfrieden. Eine Aggression führt zu völkerrechtlicher Verantwortlichkeit. Und die UNO führte 1974 dazu auch auf, was ein Angriffskieg ist.

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/04/08/ein-angriffskrieg-ist-ein-verbrechen-gegen-den-weltfrieden/

    Dass nun zu den alle Schrecken in sich vereinigenden Schrecken auch noch der Schrecken einer möglichen nuklearen Verseuchung kommt, macht das Verbrechen des Angriffskrieges noch schrecklicher.

    “System des aktuellen amerikanischen Präsidenten zu den zi onistin steht bzw. von diesen unterlaufen ist.”

    Das genau ist die Gretchenfrage, die die Abschätzung des Kriegsrisikos so schwer macht. Die Israel-Lobby ist in den USA eine ausgesprochen mächtige Kraft. Obama steht unter heftigem Druck von kriegsbefürwortenen Zionisten. Gegen diese Kräfte ist es sehr schwer, Wahlen zu gewinnen. Obama versucht, die zionistische Lobby zu teilen und seinen Wahlkampf mit Unterstützung gemäßigter Zionisten wie Jstreet und Soros gegen zionistische Extremisten wie Sheldon Adelson und Bibi Netanjahu zu machen.

    Die Frage ist nun: was würde passieren, wenn Israel eien Angriffskrieg, sei er konventionell oder nuklear, gegen Iran beginnt? Wäre die zionistische Lobby der USA in der Lage, Israel vor ernsthaften internationalen Konsequenzen wie völkerrechtlicher Verantwortlichkeit, Sanktionen, Handelsboykotten, Wiedergutmachungsforderungen und ernsthaften miiträsichen Gegenschlägen abzuschirmen? Die Meinungen über diese Frage scheinen – auch in Israel – auseinanderzugehen. Sollte die israelsiche Regierung der Meinung sein, die zionistische Lobby der USA sei dazu in der Lage, Israel vor den Konsequenzen abzuschirmen, dann wäre der Weg für den Angriffskrieg Israels auf den Iran frei.

    Aber nicht nur die Stärke der zionistischen Lobby in den USA, sondern auch die Stärke der zioistischen Lobby in Europa ist wichtig. Ohne gute Handelsbezihungen mit der EU würde Israel vermutlich wirtschaftlich schnell kollabieren.

    Deutschland hat bei der Abschirmung israelischer Verbrechen durch Europa aufgrund seiner Wirtschaftsstärke und dem enormen Einfluss der zionistischen Lobby in Deutschland eine Schlüsselrolle.

    Deutschland müsste zur Wahrung des Weltfriedens Druck auf Israel machen. Was zum Beispiel wichtig und richtig wäre, wäre eine deutliche Wanung Deutschlands an Israel: Sollte Israel einen Angriffskrieg gegen Iran starten, wird Deutschland sich in der EU für scharfe Handelssanktionen gegen Israel einsetzen.

    Doch dazu kommt es bisher leider nicht, eben wegen der nach dem zweiten Weltkrieg entstandenen Macht der zionistischen Lobby in Deutschland. Und genau dagegen, dass Deutschland sich aus Gründen falsch verstandener “Wiedergutmachung” mitschuldig an schwersten israelischen Verbrechen macht, wendet sich Günter Grass lobenwerterweise mit seinem Gedicht.

  32. […] des Recht absprechen, einen Angriffskrieg zu führen – zumal dieser vermutlich – oder möglicherweise – ohne den Einsatz von Atomwaffen begonnen würde? Ist das nicht fast so, als würde man […]


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