Obamas Pudel

17. November 2011

Seit den Zeiten von Arthur Balfour hält sich jeder Chef eines untergehenden Weltreiches, der etwas auf sich hält, einen Pudel. Der Verbrecher gegen den Frieden George W. Bush hat sich den abgewirtschafteten Briten Tony Blair als Pudel gehalten, auf dass er ihm bei seinen Verbrechen in blindem Gehorsam sekundiere.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Türkei zum Vorposten der NATO gegen den Kommunismus an der Südostflanke gemacht. Die in der Türkei herrschende Dönmeh-Seilschaft passte ideologisch bestens zur US-amerikanischen FED und zum zionistischen Regime in Palästina. Doch die von der NATO unterstützte Dönmeh-Diktatur in der Türkei stand permament unter Druck von unten, sich wie andere Länder der Region weiter nach links, in Richtung Sozialismus und Kommunismus, zu entwickeln.

Die FED und ihre Anhänger wirkten über ihre Arme CIA und NATO diesen für sie im antikommunistischen Wahn als gefährlich gehaltenen linken Entwicklungstendenzen in der Türkei zunächst mit den klassischen Maßnahmen der sogenannten “westlichen Wertegemeinschaft” entgegen, so wie es im Rahmen des Gladio-Programmes überall in der NATO im Krisenfall “linke Mehrheit” gemacht wurde, also der Unterstützung und Inszenierung von Staatsstreichen, Militärdiktatur, Strategie der Spannung, Terror unter falscher Flagge, Massenverhaftungen, Folter, tiefem Staat und Kooperation mit der Mafia entgegen.

Die repressiven Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der US-Hegemonie hatten in der Türkei jedoch wie in anderen Kolonien der USA den unerwünschten Nebeneffekt, dass die Bevölkerung eben dadurch immer weiter gegen das amerikanische Marionettenregime aufgebracht wurde und linke Forderungen dadurch unbeabsichtigt noch populärer gemacht wurden und so ein schier endloser Kreislauf aus Protesten, Widerstand, Niederschlagung, Putsch und Repression in Gang gesetzt wurde, der die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in Mitleidenschaft zog, und das Land im Unterschied zu den willigen Arbeitsbienen in Deutschland und Japan kaum Tributleistungen an die US-amerikanische Hegemonialmacht erbringen konnte.

Ein Lösungsansatz lag für die Hegemonialmacht USA in der Stärkung islamischer Bewegungen, die den Job für die USA erledigen sollten, die Bevölkerung zu willigen Arbeitsbienen für das US-amerikanische Imperium zu erziehen und gleichzeitig ähnlich engagiert wie Rechtsextremisten in Deutschland und anderen Teilen Europas gegen gottlose Sozialisten, Kommunisten und andere Feinde der US-Hegemonie kämpfen sollten. Dieser politische Lösungsansatz der USA ist weithin bekannt als der “grüne islamische Gürtel” zur Eindämmung des Kommunismus, und seine bekannteste Ausprägung hat diese in verschiedenen Ländern praktizierte Politik des grünen Gürtels in der amerikanischen Unterstützung von islamischen Mujahedeen wie Osama Bin Laden in Afghanistan zur Bekämpfung des Kommunismus erfahren.

Es ist nicht so, dass das Nähren einer islamischen Bewegung durch die USA in bereits mit einer US-Marionettenregierung ausgestatteten Staaten unbedingt mit dem Wunsch verbunden ist, dass diese auch an die Macht gelangt. Ziel ist es aus Sicht der USA vielmehr, wie in der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg sowohl über die Regierung als auch über die wichtigste Oppositionsbewegung zu bestimmen und Regierung und Opposition dann damit unter Druck setzen zu können, bei Ungehorsam gegenüber den Wünschen der USA den Grad an Unterstützung für die jeweilige Partei zu ändern, so dass die Machtverhältnisse sich ändern, und für den Fall der Gefahr einer kommunistischen Machtübernahme eine gangbare Alternative zum Sozialismus verfügbar zu haben.

Die von den USA im Rahmen der Politik des grünen Gürtels als ihr Pferd auserkorene islamische Bewegung der Türkei waren die Anhänger des aus dem Osten stammenden islamischen Gelehrten Said Nursi, die sogenannten Nurculuk. Das wichtigste Werk von Said Nursi ist sein Korankommentar Risale-i Nur, zu deutsch “Botschaft des Lichts”. Seine Anhänger nannten sich deshalb auch Anhänger des Lichts, und ihre Treffpunkte waren bekannt als “Lichthäuser.” Die Anhänger von Said Nursi gelten als ausgesprochen bildungsfreudig und politisch sehr aktiv. Die Glühbirne im Parteilogo der türkischen Regierungspartei AKP lässt keinen Zweifel daran, in welcher Partei die “Anhänger des Lichts” in der Türkei vornehmlich zu finden sind.

Spiritueller Führer der Bewegung der Anhänger von Said Nursi ist seit Jahrzehnten der in den USA lebende Prediger Fethullah Gülen. Fethullah Gülen übt über das ihm nahestehende Medienkonglomerat, zu dem unter anderem die englischsprachige Zeitung “Todays Zaman” gehört, großen Einfluss auf die Meinungsbildung in der Türkei aus.

US-amerikanische Gerichtsdokumente aus einem Verfahren um seine Aufenthaltserlaubnis in den USA legen die Vermutung nahe, dass der US-amerikanische Geheimdienst CIA Fethullah Gülen als eines ihrer Assets betrachtet und der CIA die Regierungsverantwortung der islamischen Bewegung der Türkei recht gelegen kam, um in den aus der Auflösung der Sowjetunion hervorgegangenen turkophilen und energiereichen Ländern Zentralasiens zunächst türkischen Einfluss und damit indirekt größeren US-amerikanischen Einfluss zu gewinnen.

Wie die Beispiele Iran und Afghanistan zeigen, war die US-geführte Politik des grünen Gürtels von Anfang an mit dem Risiko verbunden, damit zwar erfolgreich die Ausbreitung des Kommunismus bekämpfen zu können, gleichzeitig jedoch möglicherweise Regierungen an die Macht zu bringen, die aus Sicht der US-Elite auch nicht wünschenswerter als Kommunisten sind.

Nach der Wahl 2002 hat die türkische Regierung der AKP sich unter Führung von Recep Tayyip Erdogan den USA entgegengestellt, Pläne der USA, den Irak von der Türkei aus mit ihrem Angriffskrieg zu überziehen, abgelehnt und damit gegen den Druck der USA eine vorbildliche Friedensposition bezogen. “Generell ist niemand in der AKP mit einem Krieg einverstanden”, sagte Erdogan da.

In den folgenden Jahren hat die Regierung der Türkei unter Führung von Recep Tayyip Erdogan sich erkennbar darum bemüht, die Entwicklung der Wirtschaft anzukurbeln und durch eine solide Haushaltspolitik zu unterstützen, den Konflikt um den kurdischen Separatismus durch politisches Entgegenkommen zu entschärfen und jahrzehntelang gewachsene Spannungen mit Nachbarstaaten wie dem griechischen Teil Zyperns, Armenien, Syrien und Iran abzubauen. Die hinter dem Bestreben nach Frieden und Ausgleich stehende außenpolitische Strategie wurde bekannt als “Null-Poblem-Strategie” und weithin zurecht als Modell für hohes Wirtschaftswachstum und eine friedlichere Welt gelobt.

Zunächst sah es so aus, als würde Erdogan die erfolgreiche, auf den Prinzipien Recht, Gerechtigkeit und Frieden beruhende Außenpolitik der Türkei nach dem Amtsantritt von Barack Obama fortsetzen, und das sogar deutlicher als zuvor. Unmittelbar nachdem in den USA Barack Obama im Januar 2009 die Macht übernommen hatte, kritisierte Recep Tayyip Erdogan in Davos den Chef des zionistischen Apartheidregimes, Schimon Peres, wegen dem kurz zuvor von Israel in Gaza verübten Massaker Cast Lead, dem Hunderte Zivilisten zum Opfer fielen. Erdogan wurde dafür zurecht als jemand gefeiert, der dem sinnlosen Ermorden von vielen Hundert Menschen ein scharfes Wort entgegensetzte und den Aggressor Israel entschieden zu Frieden aufforderte.

Später, im Oktober 2009, hat Erdogan den iranischen Präsidenten öffentlich als Freund bezeichnet und damit Israel so massiv verärgert, dass Israel daraufhin gedroht hat, das könne die Beziehungen der Türkei zu den USA schädigen, und Erdogan darauf geantwortet hat, die Politik der USA in der Region werde in Washington und nicht in Israel gemacht. Bemerkenswert war dabei, dass Barack Obama anschließend die Türkei nicht kritisiert hat, und so liegt es nahe, dass Erogans öffentiche Freunschaftsbekundung zu Mahmud Ahmadinejad mit Barack Obama zumindest vorab abgestimmt war.

Auch mit der lautstarken Unterstützung der von der Mavi Marmara angeführten Flotilla zur friedlichen Durchbrechung der illegitimen von Israel zur illegalen Kollektivbestrafug der Einwohner von Gaza verhängten Blockade des Gaza-Streifens im Mai 2010 hat die von Erdogan geführte türkische Regierung sich auf die Seite von Gerechtigkeit, Recht und Frieden gestellt. Erdogan hat nach dem israelischen Massaker internationale Untersuchungen vorangetrieben und von Israel eine öffentliche Entschuldigung verlangt.

Im Juni 2010 stimmte die Türkei gemeinsam mit Brasilien gegen die von Israel und der zionistischen Lobby im UN-Sicherheitsrat vorgeblich wegen Zweifel an der friedlichen Natur des iranischen Atomprogrammes vorangetriebenen Sanktionen gegen den Iran. Tatsächlich waren die Gründe für die Sanktionen offensichtlich vorgeschoben und zugrunde liegende Unterlagen von Israel gefälscht. Es ist dabei nicht schwer, die tatsächlichen Gründe für das Bemühen der zionistichen Lobby zu erkennen. Seit Jahrzehnten arbeitet die zionistische Lobby am Regime Change im Iran, da sie den iranischen Einfluss in der Region als Gefährdung des israelischen “qualitativen Militärvorsprungs” betrachtet, und hofft, dass Sanktionen den Iran schwächen und vielleicht auch Unzufriedenheit in der Bevölkerung schüren, die Israel die Durchführung eines bunten Regime Change in Iran ermöglichen könnte.

Das strikt dem internationalen Recht folgende Vorgehen der Türkei gegen israelisches Unrecht in internationalen Institutionen passte durchaus in die außenpolitische Zero-Problem-Strategie, denn dadurch hat Erdogan die Beziehungen zu einigen Nachbarstaaten und anderen islamisch Ländern tendenziell verbessern können. Barack Obama hat sich mit seiner Kritik an Erdogan für das Vorgehen gegen Israel ziemlich zurückgehalten, obwohl der von der Israel-Lobby dominierte Kongress von Obama Druck auf die Türkei verlangt hat.

Der Verlauf des Jahres 2011 wirft nun leider ein völlig anderes Licht auf Erdogan und die Politik der AKP seit dem Amtsantritt von Barack Obama. Von einem Einsatz aus prinzipiellen Gründen für Gerechtigkeit, Recht und Frieden kann nach dem Jahr 2011 keine Rede mehr sein. Im Jahr 2011 wurde deutlich, dass Barack Obama im Jahr 2010 in seiner Nahost-Politik eine radikale Kehrtwende vollzogen hat.

Begonnen hatte Barack Obama seine Amtszeit als Chef des US-amerikanischen Imperiums mit dem außenpolitischen Fahrplan, die Aufmerksamkeit der USA möglichst bald stärker auf den boomenden Asien-Pazifik-Raum zu lenken, wo China seit zehn Jahren dabei ist, sich ein leistungsfähiges wirtschaftlichen Netz aufzubauen, mit dem China die USA in Zukunft als führende Macht der Welt ablösen könnte.

Um China das Feld im Asien-Pazifik-Raum nicht kampflos zu überlassen, wollte Barack Obama möglichst bald Ressourcen in anderen, für die US-Weltherrschaft weniger wichtigen, Teilen der Welt, insbesondere in Westasien, freimachen und sie nach Ostasien verlagern. Dazu sollten der Nahostkonflikt beendet, die kostspieligen Kriege gegen Irak und Afghanistan zu Ende gebracht, der Selbstbestimmungswille anderer Nationen respektiert und die Beziehungen zu den den USA aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit nicht sonderlich positiv eingestellten muslimischen Staaten der Region verbessert werden. Durch die massive Aufstockung der US-Todesschwadrone in Afghanistan, den massiven Einsatz mörderischer Drohnen in Pakistan, die Unterstützung des Putsches in Honduras sowie die Unterstützung der Niederschlagung der pro-demokratischen Proteste der Rothemden in Thailand hat Barack Obama zwar seine eigenen Ziele konterkariert, aber das war in etwa der Inhalt von Obamas Kairoer Rede.

Das zur Neuausrichtung der USA Richtung Asien-Pazifik notwendige Kernstück war die Lösung des Nahostkonfliktes. Ohne eine Lösung des Nahostkonfliktes werden die USA wegen der von der Israel-Lobby in den USA forcierten Parteinahme für Israel auf unabsehbare Zeit immer Probleme damit haben, von der Bevölkerung getragene tiefe Beziehungen zu den islamischen Ländern Asiens und Nordafrikas zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Solange der Nahostkonfikt nicht gelöst ist, werden die USA in der muslimischen Welt immer als die hauptsächlichen Unterstützer des zionistischen Apartheidsregimes und damit als Quell von Leid der Muslime der Welt wahrgenommen werden und sie in ihrem politischen Einfluss selbst in mittel- und ostasiatischen Ländern wie Bangladesh, Malaysia und Indonesien einschränken.

Die Lösung des Nahostkonfliktes ist daher für die Durchsetzung US-amerikanischer Machtinteressen in Asien von überragender Bedeutung. Da Barack Obama aufgrund der Stärke der Israel-Lobby in den USA Israel direkt nur schwer unter Druck setzen kann, lag es für Obama nahe, einen Hebel zum Ausüben von Druck gegen Israel dadurch zu bekommen, dass er Erdogan grünes Licht für das Einnehmen einer dezidiert israelkritischen Position gegeben hat.

Doch Israel will keine Lösung des Nahostkonfliktes basierend auf einer dem Völkerrecht entsprechenden Zwei-Staaten-Lösung, sondern ein auf ethnischen Säuberungen beruhendes Großisrael, das auch das Gebiet der palästinensichen Westbank mit einschließt. Der von Barack Obama über den Umweg Türkei auf Israel aufgebaute Druck hat nicht gereicht, um Israel dazu zu bewegen, einer Beilegung des Nahostkonfliktes zuzustimmen. Im November 2010 demütigte Benjamin Netanjahu Barack Obama in Washington, indem er tönte, dass Jerusalem die Hautstadt Israels sei und den Bau von Siedlungen zur weiteren Landnahme ankündigte. Barack Obama hatte keine Möglichkeiten, gegen Benjamin Netanjahu direkt vorzugehen, da Benjamin Netanjahu über die Israel-Lobby sowohl im US-Kongress als auch im US-Senat für Mehrheiten in seinem Sinn sorgen kann. Auch bei den Zwischenwahlen zu Kongress und Senat war die zionistische Lobby ein wichtiger Faktor dafür, dass die demokratische Partei von Barack Obama da eine schwere Schlappe hinnehmen musste. Das Ziel, für die Lösung des Nahostkonfliktes zu sorgen, um die USA danach politisch, militärisch und wirtschaftlich auf die Beherrschung Ostasiens ausrichten zu können, war für Barack Obama damit unerreichbar geworden.

Obendrein waren auch noch die Botschaftsdepeschen der USA geleakt worden, die nachweisen, wie die USA einerseits mit Diktatoren im arabischen Raum gemeinsame Sache gegen die Bevölkerung gemacht haben, und andererseits Diktatoren gegeneinander ausgespielt haben und sich außerdem heimlich Ressourcen aufgebaut haben, um ihnen missliebige Diktatoren bei Bedarf zu stürzen. Den USA drohte damit, nicht nur bei der arabischen Bevölkerung unbeliebt zu sein, sondern auch ein weitgehender Einflussverlust bei den Herrschern im arabischen Raum.

Barack Obama hat daraufhin den Versuch der Durchführung bunter Regime Change Operationen in zahlreichen Ländern des arabischen Raumes und darüber hinaus veranlasst. Planungsgrundlage der Regime Change Operationen war die “Presidential Study Directive 11″ vom August 2010, Instrumente Propaganda einschließlich einer Kooperation mit dem Emir von Katar zum Einsatz seines Senders Al Jazeera für die Verbreitung von Lügengeschichten, die unter dem von George W. Bush begonnenen MEPI-Progamm angefütterten Strukturen von Oppositionellen und Bloggern und die Ermutigung zur Desertation von mit den USA in Kontakt stehenden Militärs, Diplomaten und Bürokraten. Ziel der Regime Change Operationen in den nominell sozialistischen oder sozialdemokratischen arabischen Ländern war die Etablierung von den USA gewogen gestimmten und demokratisch legitimierten islamischen Regierungsstrukturen, so wie die in der Türkei.

Bei den US-geführten Regime-Change-Kampagnen gegen Tunesien und Ägypten hielt Erdogan sich öffentlich ähnlich zurück wie Obama. Es sollte nicht offensichtlich werden, dass es sich in Tunesien und Ägypten nicht um von innen initiierte Volkrevolutionen, sondern um von NATO-Staaten sorgsam vorbereitete bunte Regime Change Operationen handelte. Erst nach dem vollzogenen Regime Change begann Erdogan dort damit, zu versuchen, offen Einfluss im Sinn der USA auszuüben. Nach dem US-geführten Putsch in Ägypten zur Installation einer von der Moslimbruderschaft geführten Regierung endete eine türkische Reise dorthin allerdings genauso im Fiasko wie die von Hillary Clinton einige Monate zuvor: die Moslimbruderschaft will sich von der Türkei genauso wenig wie von den USA vorschreiben lassen, wie sie ein Land nach einem Sieg in demokratischen Wahlen zu führen hat.

Auch bei Obamas total verlogenen räuberischen Angriffskrieg gegen Libyen gab Erdogan sich zunächst zurückhaltend. Anders als beim genauso verlogenen Angriffskrieg der USA gegen den Irak im Jahr 2003 machte er dann aber doch bei dem Verbrechen mit und ließ unter anderem Kriegsschiffe der Türkei dafür sorgen, dass Waffen entgegen einer eindeutigen UN-Resolution zwar an die angreifenden Söldner der CIA geliefert wurden, doch diejenigen, die in Libyen ihr Land gegen die ausländische Aggression verteidigten, von jeglichem Nachschub abgeschnitten wurden. Nach der unter Inkaufnahme von Zigtausenden von Toten geschafften Eroberung von Tripolis flog Erdogan nahezu zeitgleich mit seinen zionistischen Waffenbrüdern Jeffrey Feltman, David Cameron und Nicolas Sarkozy nach Tripolis, um für Obama türkische Ansprüche im frisch eroberten NATO-Protektorat Libyen geltend zu machen.

Spätestens als Barack Obama sämtliche Angebote der libyschen Regierung und der afrikanischen Union zu einer friedlichen Konfiktlösung in Libyen ausschlug und auf bedingungsloser Kapitulation oder einem Regime Change durch Angriffskrieg bestand, und Erdogan dabei weiter mitmachte, war Erdogan moralisch auf unterstem Kriegsverbrecherniveau angekommen. Die prinzipienbasierte türkische Zero-Problem-Außenpolitik war mit der Beteiligung an Angriffskriegshandlungen praktisch Makulatur.

Doch Barack Obama reicht es nicht, Zigtausende von Tote in Afghanistan, Pakistan und Libyen verursacht zu haben. Er will im Jahr 2012 wiedergewählt werden, und die von zionistisch dominierten Medien aufgehetzten US-Wähler wollen mehr Blut sehen. Um dem Wunsch nach Blut nachzukommen, lässt Obama Menschen in Jemen und Somalia ermorden und hat US-Soldaten auch nach Zentralafrika und Nigeria geschickt. Doch das reicht der zionistischen Lobby nicht. Die zionistische Lobby will von Obama Regime Changes in Syrien, Iran und Libanon sehen. Obama ist der zionistischen Lobby mit Versuchen zum blutigen Regime Change in diesen Ländern willig zu Diensten.

Die Logik hinter den verlogenen Bemühungen der USA zum blutigen Regime Change in Syrien erklärte Obamas Chefzionist Jeffrey Feltman kürzlich wie folgt:

“Syrien ist im Prinzip der einzige Freund des Iran. Iran ist Syriens bester Freund, tatsächlich ist es ener der wenigen verbliebenen Freunde Syriens,” sagte er. Aber “es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Regierung, die mit der Zustimmung der syrischen Bevölkerung hereinkommt, kein Aktivposten des Iran sein wird,” sagte Feltman.

Es geht also bei dem Terror und der total verlogenen Propaganda gegen Syrien eigentlich in erster Linie gar nicht um Syrien, sondern darum, den Iran zu schwächen. Und nach dem Iran soll dann natürlich auch die Hisbollah im Libanon entmachtet werden, gegen die Israel im Jahr 2006 vergeblich Krieg führte.

Der Iran ist den über die heiligen Stätten des Islam in Mekka herrschenden Nachfahren des jüdischen Kaufmannes Kaufmanns Mordechai bin Ibrahim bin Moishe genauso ein Dorn im Auge wie dem zionistischen Apartheidregime. Und Erdogan macht bei Obamas verlogenem Kriegsplot gegen Syrien genauso gefolgsam mit wie der vom saudischen Regime und dem katarischen US-Luftwaffenstützpunkt abhängige Emir von Katar, der obendrein in der Türkei wesentliche Anteile am Medienkonzern Calik besitzt, wo Erdagans Schwiegersohn Berat Albayrak Chef ist, und die mit dem zionistischen Regime in Bezug auf Syrien seit langem kollaborierende Muslimbruderschaft.

Hauptmittel beim gewaltsamen Regime-Change-Versuch in Syrien sind Propaganda-Lügen und Terror. Wie es gemacht wird, zeigt der Fall des pensionierten syrischen Brigadegenerals Rodwan Al-Madloush exemplarisch. Rodwan Al-Madloush wurde am 06.10.2011 von bewaffneten Männern aus seiner Wohnung entführt. Am 12.10.2011 tauchte bei Youtube ein Video auf, in dem Rodwan Al-Madloush vorliest, er sei desertiert und habe sich der sogenannten “Free Syrian Army” angeschlossen. Obwohl das Video offensichtlich unter Zwang aufgenommen wurde, meldete Al-Jazeera am 13.10.2011, die Zahl der Deserteure aus der syrischen Armee habe zugenommmen und ein Beispiel dafür sei der Brigadegeneral Rodwan Al-Madloush, der desertiert sei. Am 15.11.2011 war Rodwan Al-Madloush für seine Entführer nutzlos geworden. Sie richteten ihn mit drei Schüssen hin, warfen seine Leiche weg und verständigten den Bruder des Mordopfers telefonisch darüber, wo er die Leiche auffinden kann.

In einem am 16.11.2011 gesendeten Beitrag begleitet Al Jazeera ein Team der sogenannten “Free Syrian Army” dabei, wie sie mit einer Panzerfaust einen Terroranschlag einen Konvoi syrischer Sicherheitskräfte begehen. Stolz berichtet Al Jazeera vom heroischen Befreiungskampf der Terrorgruppe und erklärt, sie hätten “zum Schutz der Bevölkerung” aus dem Hinterhalt außerdem Straßenposten überfallen und dabei syrische Sicherheitskräfte getötet.

Nachdem der mit zionistischer Hilfe aufgebaute katarische Satellitenkanal Al Jazeera zunächst monatelang versucht hat, die Verbrechen der vom Ausland unterstützten Banden in Syrien zur Aufwiegelung der Bevölkerung der syrischen Regierung in die Schuhe zu schieben, unterstützt Al Jazeera nun die Terrorgruppe “Free Syrian Army” ganz offen bei ihren Morden, verherrlicht ihre Terroranschläge als Befreiungskampf und verbreitet die offensichtlich unter Zwang mit entführten Personen gedrehten Propaganda-Lügen der Terrorgruppe zu angeblichen Desertationen, bevor die Gefangenen ermordet werden.

Obama verlangt für Syrien Regime Change durch Terror und Erdogan macht mit. Erdogan macht nicht nur mit, sondern spielt bei diesem von Obama geführten Plot gegen die Nachbarstaaten der Türkei eine zentrale Rolle und beteiligt sein Land aktiv am gegen Syrien gerichteten Versuch des Regime Changes durch Terror. Wie dpa Ende Oktober meldete, befinet sich die Spitze der Terrorgruppe “Free Syrian Army” in der Türkei, wird von türkischen Soldaten bewacht, brüstet sich auf türkischem Boden öffentlich mit Terroranschlägen im Nachbarland, fordert von türkischem Boden aus internationale Waffenhilfe und die Kontaktaufnahme zur Terrorgruppe läuft über das türkische Außenministerium.

Die Terrorgruppe Free Syrian Army wird also ganz offen von Erdogan im Auftrag von Obama und der zionistischen Lobby als Instrument eines blutigen Regime-Change-Versuches in Syrien eingesetzt. Gleichzeitig verbreiten Erdogan und andere Mitglieder der türkischen Regierung wie Außenminister Ahmet Davutoglu pausenlos gegen die Regierung ihres Nachbarlandes gerichtete Drohungen und Lügen. Die verbrecherische Idee dahinter ist wie auch bei den anderen US-geführten Regime Changes in der arabischen Welt des Jahres 2011, dass nach einem Regime Change eine von der Türkei dominierte Regierung und die Macht kommt und die NATO dann die Türkei als Proxy nutzen kann, um über das eroberte Land wie über eine Kolonie zu bestimmen.

Die äußerst aggressive Haltung Erdogans gegen Syrien ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines umfassenden Wechsels der politischen Richtung. Auch in der kurdischen Frage setzt Erdogan weniger auf Dialog und verstärkt auf massive und blutige Militäroperationen tief in den Irak hinein. Dabei nimmt Erdogan das Risiko inkauf, massiv die Interessen der Türkei zu schädigen. Nicht nur mit Sanktionen schädigt Erdogan die türkische Wirtschaft. Der von der Türkei unterstützte Terror könnte schließlich in die Türkei zurückkommen und ein durch den Terror entfachter Krieg in Syrien auf die Türkei übergreifen. Eine venünftige wirtschaftliche Entwicklung ist unter Kriegsbedingungen in der Türkei, wie die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts gezeigt hat, kaum möglich. Doch Obama und das zionistische Regime fordern anstelle einer Zero-Problem-Strategie Terror, Sanktionen und Lügen gegen Syrien – und Erdogan springt.

Doch Obama und das zionistische Regime wollen es nicht beim butigen Versuch eines Regime Changes durch Terror und Lügen in Syrien belassen. Ihr eigentliches Ziel ist schließlich Regime Change im Iran. Und auch daran arbeiten Erdogans Leute aktiv mit. Joost Lagendijk gibt in der von der Recep Tayyip Erdogan und Fethullah Gülen kontrollierten Zeitung “Todays Zaman” öffentlich strategische Empfehlungen zur Vorbereitung eines Regime Changes im Iran. Er stimme den Offiziellen der CIA-nahen Organisation Freedom House zu, schreibt er. Das Aufwärmen alter Vorwürfe gegen Iran wegen seines Atemprogrammes reicht nicht aus. Daher empfiehlt die Erdogan und der AKP nahestehende Zeitung, die dafür bekannt ist, Kommentatoren, welche nicht die Linie der AKP vertreten, umtandslos zu feuern, öffentlich eine Instrumentalierung von Menschenrechtsfragen zum Unterminieren des iranischen Staatssystems.

Medienberichten zufolge konnte Erdogan von einem Einsatz der türkischen Armee zur Besetzung von syrischem Territorium, also einem offenen von der Türkei angeführten Angriffskrieg gegen Syrien, bisher nur dadurch abgehalten, dass der Iran Erdogan damit gedroht hat, in diesem Fall umgehend an der Seite Syriens in den Krieg gegen die Türkei einzutreten.

Von einer Zero-Problem-Strategie kann bei Erdogan und der Türkei keine Rede mehr sein. Erdogan hat alles aufgegeben, was seine Politik in den letzten Jahren so erfolgreich und die Türkei so stark gemacht hat. Obama wünscht Krieg und Erdogan springt. Aus dem türkischen Mittelstürmer, der sich einst für Recht, Gerechtigkeit und Frieden einsetzte, ist in etwa das geworden, was der britische Säufer Tony Blair für den von Zionisten gesteuerten Massenmörder George W. Bush war, freilich mit dem Unterschied, dass Erdogans Herr Obama heißt.

9 Responses to “Obamas Pudel”

  1. futurelike Sagt:

    Danke für diesen klarstellenden Bericht. Wieder ein objektiver Beitrag der einem die Augen öffnet über die wahren Verhältnisse im nahen und mittleren Osten und die Machenschaften der Zionisten und USA.

    Schlimm ist das dem ganzen “Säbelgerassel” leider wohl auch Taten folgen werden die wahrscheinlich keiner verhindern kann und wieder Tausenden den Tod bringen wird.


  2. [...] von Artikeln zu Syrien von aggressiven zionistischen Trollbrigaden zuspammen. Kommentare, die die Hintergründe des Terror- und Propagandaplots gegen Syrien sachlich erläutern, werden von der Redaktion der Tageschau hingegen nicht [...]


  3. [...] Mittel und Hilfe bedarf, um die internationale Terrorkoalition unter Führung von Obama und seinem Pudel Erdogan an Massenmorden zu [...]

  4. mike Sagt:

    der autor des artikels meint wohl alles zu wissen, wie schön.
    es gibt ebenfalls zig videos die gewalt von syrischen militärs gegen zivilisten zeigen, und genau das wird von erdogan kritisiert.
    desweiteren hat die türkei viel wert darauf gelegt die sache mit der pkk friedvoll über die bühne zu bringen.
    sie fuhren aber trotzdem gewalttätig gegen das türkische volk male und male fort.
    erdogan musste gegen diese terroristen mit gewalt vorgehen und sogar über die grenzen des irak agieren, da sie sich immer dort zurückzogen. die irakischen bewohner hassen doch selbst die pkk, zu der grenze zur türkei.

    hat die türkei immer richtig gehandelt, ganz sicherlich nicht. aber wenn sie behaupten, erdogan sei nur ein pudel des US ist das falsch. die türkei ist gezwungen das schmutzige spiel bis zu einer gewissen grenze mitzuspielen. stellen sie sich mal von heute auf morgen gegen die USA und deren verbündeten, dann erleben sie nicht mehr den morgigen tag.

  5. einparteibuch Sagt:

    “es gibt ebenfalls zig videos die gewalt von syrischen militärs gegen zivilisten zeigen, und genau das wird von erdogan kritisiert.”
    Es gibt zahlreiche Videos, von denen behauptet wird, sie zeigen Gewalt von syrischen Militärs gegen Zivilisten. Doch seit Monaten stellt sich ein Video nach dem Anderen als Fälschung heraus.

    Richtig: es wurde in Syrien auf Demonstranten und andere friedliche Personen geschossen. Nur wer waren die Täter? Diejenigen, die bisher erwischt worden sind, waren von zwielichtigen Diensten wie der CIA, Hariri und Bandar bin Sultan angeheuert, und haben friedliche Menschen massakriert, um Bashar Assad Verbrechen in die Schuhe zu schieben, die er nicht zu verantworten hat. Warum haben die Oppositionellen sowas nötig? Es gibt nur eine pausible Antwort: es gibt nicht genügend echte Verbrechen, die Bashar Assad zu verantworten hat.

    “erdogan musste gegen diese terroristen mit gewalt vorgehen und sogar über die grenzen des irak agieren, da sie sich immer dort zurückzogen.”
    Das Verfolgen von Terroristen ist nicht falsch. Leider ist es dabei wohl nicht geblieben. So wie es aussieht, hat Erdogan, außer gegen Terroristen vorzugehen, auch Strafbombardierungen gegen Menschen in Dörfern befohlen, die verdächtigt wurden, Terroristen zu unterstützen.

    “wenn sie behaupten, erdogan sei nur ein pudel des US ist das falsch”
    Das wurde hier nicht behauptet. Hier steht “Obamas Pudel”, nicht “Pudel der USA”. Die Weisungen von George W. Bush hat die Regierung Erdogan tapfer missachtet. Doch dem ebenso blutrünstigen US-Führer Obama gehorcht Erdogan auf’s Wort.

    Obama befiehlt ein großes blutiges “Spiel” für ein Dutzend Regime Changes mit verdeckten Aktionen und Krieg und Erdogan macht volles Programm mit und wirft dafür die ganze friedliche Außenpolitik der Türkei der letzten Jahre über Bord. Derzeit drohen Erdogan und Davutoglu Syrien offen mit militärischen Maßnahmen und unterstützen ebenso offen syrische Terroristen.

    Die Türkei müsste Obamas schmutzige Kriegsspiele im Osten nicht mitmachen, weder in Libyen noch in Syrien, doch Erdogan gehorcht Obama auf’s Wort.

    Obama will Krieg gegen Libyen? Erdogan macht mit. Obama will Propaganda-Lügen zum Regime Change in Syrien? Erdogan organisiert Camps zur Fabrikation von Propaganda-Lügen für Regime Change in Syrien. Obama will Terror in Syrien? Erdogan beherrbergt Terroristen. Obama will Krieg gegen Syrien? Erdogan droht Syrien mit Krieg.


  6. [...] dem Widerstand in Syrien müssen die Lakaien der Zionisten, von Barack Obama über Recep Erdogan bis hin zu Hamad bin Chalifa Al Thani, auch damit rechnen, dass Syrien massive Unterstützung aus [...]


  7. [...] für Gerechtigkeit und Entwicklung“ zufällig ganz genau dem Namen der Partei entspricht, der Obamas Pudel Recep Tayyip Erdogan in der Türkei vorsteht, erfahren Rezipienten der Tagesschau nicht. Auch [...]


  8. [...] in dem der syrischen Regierung vorgeworfen wird, der syrischen Armee Befehle gegeben zu haben, die von der zionistisch-wahhabitischen Wertegemeinschaft zur Schwächung des Iran in Syrien organisierte… blutigen Unruhen mit allen notwendigen Mitteln zu [...]

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